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Zwei Habitus der Wiener Moderne: Karl Lueger und Hugo von Hofmannsthal — Modell einer sozialwissenschaftlichen Untersuchung

Hausarbeit 2000 40 Seiten

Soziologie - Kultur, Technik und Völker

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Teil: DER HABITUS DES KARL LUEGER
Auf der Suche nach Anerkennung und dem adäquaten Ton
Positionierung, anfängliche Manifestation und sukzessive Entstehung des Habitus
Lueger in der Position des Häretikers in der Zeit zwischen 1889-1897
Die Stellung der Partei im Feld der Macht
Im Feld der Politik zwischen 1889-1897
Das Veto des Kaisers
Freiheit und Qual der Orthodoxia (1897-1910)
Dispositionen und Habitus

2.Teil: DISPOSITIONEN DES HUGO VON HOFMANNSTHAL
Einleitung
Das literarische Feld und sein Umfeld
Die Konkurrenz im Subfeld
Die häretische Phase
Realismus versus Mystizismus
Geniessen oder Reflektieren?
Zwischen „Überwindung“ und Orthodoxia
Sehnsucht nach dem Ganzen
Zwischen Heteronomie und Autonomie, die orthodoxe Phase
Kunstmarkt oder reines Genie
Hofmannsthal Symbol der Heteronomie?

Anhang

Bibliographie

Einleitung

DerSinndieser Untersuchung liegt über die Absicht zum Entwurf eines textanalytischen Modells hinaus darin, dass die zwei herangezogenen Akteure der Wiener Jahrhundertwende seinerzeit eine Wissens- oder Praxisform durchsetzen konnten, die sie berühmt machte, und vor allem darin, dass ihre Berühmtheit bis in unseren Tage hinein wirkt, dem „Raum des Möglichen“ (Bourdieu), dem, was heute in der Politik und, wenn auch nur bedingt, in der Kunst sagbar und machbar ist, angehört.

Beide Karrieren, die Luegers wie die Hofmannsthals, lassen sich anhand zweier von Bourdieu übernommener Begriffe (Häresie und Orthodoxie) auf zwei Phasen aufteilen. Auf zwei Phasen, die jeweils eine bestimmte Position und damit eine bestimmte Praxisform, ein Programm oder Stil implizieren. Die Bedeutung einer zum Beispiel in einem Text bezogenen Stellungnahme hängt der Feldtheorie zufolge mit der Position des Autors zusammen, die er im Feld seiner Praxis einnimmt.

Kennen wir den Raum des Werkes (Stil, Positionierung der in einem Kunstwerk wirkenden Figuren usw.), die Struktur des Feldes, sowie Position und Positionierungen des Autors, öffnet sich die Möglichkeit zur Re-konstruktion des „Habitus“. Dabei handelt es sich um ein „einheitsstiftendes System“ (ders.), das die unterschiedlichsten Handlungen einer Person miteinander verbindet.

Die Arbeit mit diesem Begriff könnte dazu beitragen, dass die Spaltung zwischen dem, was eine sog. werkimmante Methode über ein gesellschaftlichesPhänomenwie ein politisches Programm oder einen Roman hervorbringt und dem, was die andere ihr entgegengesetzte Methode, die die Aussagen des Werks eins zu eins mit bestimmten Eigenschaften des Autors verbindet, einer allgemeinen gesellschaftlichen Kontext unterordnet, überwunden wird.

Die Untersuchung setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Beide dienen zur Demonstration desselben Untersuchungsmodells. Dabei wird eine sonst für wichtig gehaltene ausführliche Textinterpretation an jenen Stellen der Untersuchung, an denen in Form einer Sequenz eine Stellungnahme des zu untersuchenden Akteurs herangezogen wird, immer fehlen. Sie würde die Arbeit zu sehr in die Länge ziehen und ihre die Modellhaftigkeit untergraben.[1]

Der Habitus des Karl Lueger

Auf der Suche nach Anerkennung und dem adäquaten Ton

In der Karriere einer Person (oder einer Gruppe von Menschen), die es, sei es auf dem wissenschaftlichen, künstlerischen oder politischen Feld, sozusagen von Null bis zu einer Spitzenposition bringt, lassen sich drei Hauptperioden isolieren: in der ersten Periode werden je nach Herkunft der Person und Stand der Bildungsangebot in der GesellschaftKapitalien(kulturelles, ökonomisches, politisches usw. Kapital) akkumuliert. Diese Phase beginnt etwa mit der bewussten oder unbewussten Aneignung allgemeinen und spezifischen Wissens (in der Familie, Schule, an der Universität usw.) und endet mit dem Eintreten in eines der gegebenen gesellschaftlichen Felder. Die Struktur dieser Periode entscheidet wesentlich darüber, welchen Beruf man wählt, welches Kapital man bevorzugt, an welches der gesellschaftlichen Felder man sich anschliessenwill, denn die hier gesammelte Dispositionen (Herkunft) entscheiden darüber, ob man etwa dem ökonomischen oder dem kulturellen Kapital Vorrang einräumt, ob man etwa, wie bei Lueger, Politiker oder Jurist werden will. Hat man sich für eine Richtung entschieden, so durchläuft die mit Erfolg gekrönte Karriere erst eine „häretische“ und schliesslich eine „orthodoxe“ Phase. Je mehr die zu erreichende Position mit Macht oder Prestige, somit mit klaren Hierarchien verbunden ist umso klarer lassen sich diese drei Perioden voneinander isolieren.[2],

Karl Lueger (1844-1910) betritt 1872 die Bühne der Politik, als Sohn einer Arbeiterfamilie ausgerüstet mit geringem ökomomischen Kapital, mit einem relativ bescheidenen kulturellen, sowie mit dem im Studium und in der Praxis angeeigneten juristischem Kapital, in einer Zeit, in der das liberaleWortin der Politik absolute Vorrang hatte. In der Summe ergeben diese Startkapitalien ein durchaus entsprechendes Reservoir für eine politische Karriere. Ein Reservoir, das zu seiner Zeit durch alles andere als durch antidemokratische Merkmale Aufmerksamkeit erregte: Die Aussage des jungen, politisch engagierten Studenten im Jahre 1870: „Die Nationale-Idee ist zerstörerisch und ein Hindernis für den Fortschritt der Menschheit“[3]ist derart humanistisch zu betrachten, dass selbst der liberalste Politiker oder Intellektuelle jener oder gar unserer Zeit, unterschreiben könnte, für jeden Nationalisten allerdings derart provokant, dass er den Satz-Inhaber am besten sofort liquidieren würde.

In der Zeit etwa zwischen 1861-1897 waren es die Liberalen, die, vor den ÖsterreichischenDemokraten, KonservativenundAntisemitenim Wiener Rathaus und im Reichsrat die höchsten politischen Positionen innehatten. Von 1897 bis 1910 nahm Lueger die Position des Wiener Bürgermeisters und als Führer der Christlichsozialen die führende Position im Parlament ein.

Der Eintritt eines Akteurs in eines der gesellschaftlichen Felder kann überhaupt erst zustandekommen, indem er nicht nur gewollt, sondern mit jenen Merkmalen „ausgerüstet“ ist, die gerade dieses Feld konstituieren. Jeder „Neuling“ hat mit der gerade im Feld herrschenden Ordnung zu rechnen, „mit der dem Spiel immanenten Spielregel, deren Erkennen und Anerkennen (illusio) all denen stillschweigend aufgenötigt wird, die Zugang zum Spiel gewinnen.“ Darin liegt einer der Gründe, warumHerkunftund Anfangsdisposition nicht als unabhängige Merkmale eines Akteurs betrachtet werden sollen.[4]

1872 trat Lueger dem liberalen „Landstrasser Bürgerklub“ bei und führt die Kampagne gegen denlinken Flügelder Liberalen. „Aber wer damals“, schreibt der Lueger Biograph Franz Stauracz, „in Wien überhaupt praktischer Politiker werden wollte, musste diesen Weg einschlagen; denn die liberale Richtung, obwohl unterschiedlich schattiert, war alleinherrschend und die Stadtregierung lag in den Händen einiger Geschäftspolitiker, deren Ring damals selbst für einen Lueger undurchdringlich schien.“[5]

1875 wird Luger als „Liberaler“ in den Gemeinderat gewählt. Bald wechselt er zu den „Demokraten“, und mit deren (jüdischen) Hauptmann J. Mandl fing er an, gegen die, unter den Liberalen herrschende Korruption zukämpfen.Sein nächster Versuch, das Wahlrecht auszuweiten (...), unternahm er aus der Reihe der Demokraten; sie forderten die Ausdehnung des Wahlrechts auf die „fünfgulden Männer“, eine Forderung, die nicht im Sinne der Liberalen war. Kein Wunder, dass dies im Auge der unteren Schichten die Liberalen undemokratisch erschienen liess, und somit wurden Demokratie und Liberalismus beinahe zu Gegenbegriffen.[6]

Mit dem Schritt für Schritt erkämpften Image eines Demokraten ging Lueger auch gegen das internationale Grosskapital vor. Seine Verbündeten waren aber jedoch diesmal nicht anerkannte Liberale oder Demokraten, sondern der schon damals als „ultra-rechts“ eingestufte, deutschnationale Schönerer und der klerikale Intellektuelle Vogelsang, der als theoretischer Gegner des „Laissez faire“ und als theoretischer Gründer der Christlichsozialen Partei galt.

Positionierung, die anfängliche Manifestation und die sukzessive Entstehung des Habitus

Zwischen 1882 und 1887 bemühte sich Lueger um eine Vermittlerrolle zwischen den „Demokraten“ und „Antisemiten“, ohne sich beim Standpunkt des einen oder des anderen selbst länger aufzuhalten; — die Bekämpfung der Liberalen stand im Mittelpunkt der Interessen derOpposition.[7](Verschiedenste Vereine kamen aus diesem Zweck zusammen: Luegers „Antiliberale Liga“, der antisemitische „Reform Verein“, der „Christlichsoziale Verein“ usw.)[8]Für Lueger selbst dürfte diese Periode als eine Art bewussten oder unbewusstenLavierenszwischen den Positionen gewesen sein, die Vorarbeit, ein Bemühen, um die Herstellung jener Differenz, ohne es kein Erfolg im politischen Feld erzielbar ist. Denn besonders hier, im politischen Feld ist das „Sein“ des spitzen Politikers gleich der konstruierten Differenz zu den anderen; diese entstammt aber nicht demNichts, sondern ist in der Struktur des Feldes und im „Raum des Möglichen“ (Bourdieu) potenziell schon vorhanden; sie entsteht im Verhältnis zu den in diesem Feld existierenden aktuellen politischen Richtungen (und ihren historischen Dimensionen). Das politische Feld, weil weit entfernt vom „Feld der Macht“ (ökonomisches, intellektuelles Feld usw.) unabhängig zu sein, im Gegenteil: es ist heteronom und somit mit dem Machtfeld in einer engeren Beziehung verwickelt, von den im gesamten sozialen Raum existierenden Themen, „Spielarten“ geprägt.[9]

Nachdem unser Akteur aufgrund seiner für das Politische durchaus günstigen Dispositionen (juristische Bildung, demokratischer und sozialer Sinn, schon als Kind „kampfwillig“[10]usw.) auf diesem FeldFussgefasst, seineStärkedemonstriert, verschiedene Schwächen und Tugenden bei sich und auch bei anderen erfahren, also damit die Struktur des Feldes erfasst odererspürthat, fing er mit dem Ausbau seines eigenen Standpunktes an, fing an, sich zu positionieren, Politik zu machen.

1883 verband sich Lueger mit Schönerer, um gemeinsam den Einfluss des Grosskapitals auf die österreichischen Märkte zu blockieren. 1884 ist er an der Erstellung eines Programms zur Gleichstellung der Konfessionen beteiligt. Als Kandidat der Österreichischen Demokraten gewann er mit der Unterstützung der antisemitischen „Reform-Union“ (die er dann im Stich gelassen hat) die Reichratswahlen von 1885 — obwohl ihm die Reform-Union, da Luegers Wahlkampf (für sie) zu wenig antisemitisch ausfiel, ihr Vertrauen entzog.[11]

Als Abgeordneter der Österreichischen Demokraten in einer schon relativ hohen Position innerhalb der Partei, äussert er sich zum Parteivorsitzenden F. Kronawetter in folgender Weise: „Wir wollen sehen, welche Bewegung die stärkere wird, die demokratische oder die antisemitische, und man wird sich dementsprechend einrichten.“[12]Zwei Jahre später, als Lueger immer mehr antisemitische Töne von sich gab und sich mit Schönerer für die Einwanderungsstop jüdischer Bürger aussprach, kam es zwischen ihm und den Demokraten zum endgültigen Bruch. Es brauchte nicht mehr lange bis sich eine deutliche Differenz, sowohl zu den Demokraten als auch zu den Deutschnationalen, im Jahr 1889 in der Gründung der eigenen Partei manifestierte.

Lueger in der Position des Häretikers in der Zeit zwischen 1889-1897

Die Stellung der Partei im Feld der Macht

Dass alle Parteien zum Feld der Macht eine mehr oder minder feste Beziehung pflegen bzw. zwischen den zwei Feldern eine ArtAbhängigkeitsbeziehungbesteht, ist alles andere als fragwürdig.

Eine neue Partei, die sich durch eine mehr oder minder deutliche Differenz (Parteinamen, die Figur des Obmannes, Sprachweise, Themen usw.) von den anderen Parteien auszeichnet, ist das Ergebnis einerPositionierung.Andererseits soll diese ihrem Begründer und ihren Mitgliedern den Ort abbilden, wo sie ihren Habitus — dieses erworbene undhabendeSystem von Disposition — optimal einsetzen können, einen Ort der „Gleichgesinnten“, die mit gemeinsamer „Kraft“ ihre Ansichten institutionalisieren, die sie gegen denandereneinwerfen können. Eine Institution wie eine Partei, ist im Grunde ein durch Kalkül (Positionierung) und durch Habitus der Akteure entstandenesProdukt. Man kann daher vorerst annehmen, dass Luegers Partei sich deswegen „Christlichsozial“ nennt, weil einerseits in Österreich bis dahin keine der Parteien diesen Namen führt, keine explizit den religiösen Bereich umfasst und im Endeffekt zum „Vehikel“ ihres politischen Programms machte (wohl gab es schon eine ältere klerikalen Partei in Österreich, die „Hohenwart-Gruppe“, diese grenzte sich jedoch von der „jungen“ Partei ab; sie stufte die Christlichsozialen als gefährlich ein, warnte vor ihnen sogar den Vatikan — auch in diesem Subfeld könnte der Konflikt zwischen „jung“ und „alt“ rekonstruiert werden)[13]

Es sind auch persönliche Dispositionen, und nicht nur die politische Positionierung daran beteiligt, die jemand dazu veranlassen, gerade den Bereich des Politischen und des Religiösen (und nicht andere Bereiche) ins Zentrum seiner Interesse zu stellen. Nicht immer jedoch handelt es sich dabei um ein harmonisches Zusammentreffen dieser zwei Bereiche. Es kann sich ja durchaus auch um einen Widerspruch oder Konflikt zwischen den Habitus und dem eingeschlagenen Weg handeln. Dabei besteht Bourdieu zufolge gerade dieFunktionsweisedes Habitus darin, Widersprüche zu beseitigen (was unter Umständen dazu führen kann, dass die Realisierung eines Ziels - zum Beispiel politischer Führer einer best. Partei, oder ein Dichter zu werden- durch den Habitus gefährdet wird). Gerade diese Funktionsweise des Habitus berechtigt zu der Annahme, dass Lueger (auch) aus diesem Grund bei den Liberalen und bei den Demokraten nicht Fuss fassen hat können.

Aufgrund der historischen Überlieferungen und der Funktionsweise des Habitus dürfen wir annehmen, dass Lueger schon aufgrund seiner Herkunft und wegen der damit einhergehenden Sprach- und Denkweise nie ein Liberaler in Spitzenposition hätte werden können. Selbst die beste Aneignung, gleich einer schauspielerischen Leistung oder einer gelungenen Emanzipation, hätte ihm jene Authentizität nicht verleihen können, die er als Führer der Christlichsozialen Partei, als „Anwalt des Volkes“ (Schorske) tatsächlich gehabt haben soll. Seine Sprachweise ist im Grunde die seiner „Klasse“ geblieben. Dies weniger deshalb, weil die Herkunft eine Änderung der Sprachweise allgemein nicht zulässt, sondern vielmehr durch die daraus entstandene (und als solche erkannte und womöglich nochgepflegte) Differenz zu der Sprachweise der Liberalen: „Und er sprach eine im öffentlichen Leben ganz ungewöhnliche Sprache, wienerisch, bürgerlich, gutmütig und derb, sogar hausmeisterisch. Die liberalen Redner hatten klassische Zitate gebracht, nie war Scherzwort über ihre Lippen gekommen.“[14]Weil Sprachweise und Stil auch ein Stück bewusster oder unbewusster Identifizierung mit ihremUrheberbedeutet oder auf einen solchen hinweisen kann, mag Lueger doch noch etwas anderes als Positionierung mit dem „Volk“ verbunden haben. Etwa der Glaube, dieses aufgrund gemeinsamer Herkunft zu verstehen, es zu kennen. Also der Glaube, wonach es ein verarmtes und unterdrücktes Volk mit seinen Problemen gäbe, das als solche (einheitlich) bloss auf die von den Christlichsozialen formulierten Lösungen für die Probleme seines sozialen Daseins wartet.

Sq.1.: „Auf der Kraft des Volkes ruht die Zukunft des Volkes. Wir Antisemiten haben Vertrauen zum Volke, wir wurzeln in der Kraft des Volkes: man kann uns vor Gericht ziehen, man kann uns in den Kerker sperren, aus dem Herzen des Volkes wird uns niemand verdrängen.“[15]

Hier tritt mit aller Deutlichkeit der heute wohlbekannte Hang zumPopulismusauf: die Anrufung des „Volkes“ als (höchsten) Anwalt aller politischen Handlungen, und bildet somit einen Grossteil des Christlichsozialen-Programms ab.

Die eine Hälfte des Parteinamens zielt in ihrer positiven Richtung auf die katholische Kirche ab; negativ, d.h. ausgrenzend jedoch auf das Judentum und auf die protestantische Kirche, denn auch letztere genoss in der Tat keine Sympathie bei den Christlichsozialen — Lueger wandte sich auf jeden Fall vehement gegen Preussen bzw. je nach politischer Lage gegen Schönerers Deutschnationale Partei. Er stellte beide, Juden und Protestanten als Feinde der katholischen Weltordnung dar, und damit als Feinde der Habsburger Monarchie.[16]Speziell „Groß-Wien darf nicht Groß-Jerusalem werden“, war sein Anliegen.[17]

[...]


[1]In: Z.PéterHaiders Welt, rhetorische Hermeneutik (Diplomarbeit, Wien 1999) wurde eine ausführliche ”Sequenzanalyse” in Methode und Praxis dargestellt. Siehe im Anhang: das Schema einer ausführlichen Interpretation.

[2]”Die je besondere Kompetenz (...) hängt ab von den Chancen, welche die verschiedenen Märkte (der Familie, der Schule oder des Berufs) ihrerAkkumulation, UmsetzungundVerwertungzugleich einräumen, hängt mit anderen Worten davon ab, in welchem Ausmass sie den Erwerb einer derartigen Kompetenz in der Weise begünstigen, dass sie Gewinne suggerieren oder garantieren und damit zu neuer Investierung bestärken oder überhaupt veranlassen.” (P. Bourdieu: Die feinen Unterschiede. S. 152.)

[3]Carl E. Schorske: Geist und Gesellschaft im Fin de Siècle, 1982. S.129.

[4]Pierre Bourdieu: Die Regel der Kunst, 1999, S. 427.

[5]Franz Stauracz: Dr. Karl Lueger, 1907. S. 17

[6]Schorske, 1982. S. 130

[7]ibid.

[8]Stauracz, 1907.

[9]„Das Feld der Macht ist der Raum der Kräftebeziehungen zwischen Akteure oder Institutionen, deren gemeisame Eigenschaft darin besteht, über das Kapital zu verfügen, das dazu erforderlich ist, dominierende Positionen in den unterschiedlichen Feldern (insbesondere dem ökonomischen und dem kulturellen) zu besitzen.“ (Bourdieu, 1999,342.)

[10]”Das Raufen und Schneeballen werfen war meine Passion. Die Mutter war anderer Meinung. Sie brummte tüchtig, wenn ich zerzaust nach Hause kam, aber es bereitete ihr doch Freude, dass ich Mut im Kampfe bewiesen hatte.”(Lueger nach Stauracz, 1907. S.10)

[11]ibid. S 131.

[12]Lueger zitiert nach Schorske, 1982. S. 131.

[13]Albert Fuchs: Geistige Strömungen in ÖsterreicH. 1978, S. 54

[14]ibid. S. 59.

[15]Lueger (1894) zitiert nach Stauracz: Dr. Karl Lueger. 1907. S.160.

[16]Fuchs, 1978.

[17]Lueger zitiert nach Brigitte Hamann,1996, S. 404.

Details

Seiten
40
Jahr
2000
ISBN (eBook)
9783638102155
Dateigröße
648 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v293
Note
Schlagworte
Zwei Habitus Wiener Moderne Karl Lueger Hugo Hofmannsthal Modell Untersuchung

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