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Ist China eine Gefahr für Deutschland? Eine Analyse

von Noah Bani-Harouni (Autor)

Facharbeit (Schule) 2014 39 Seiten

VWL - Internationale Wirtschaftsbeziehungen

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Wirtschaftsgeschichte der Volksrepublik China: Vom Bauernstaat zur High-Tech-Nation

China unter Mao

Die wirtschaftliche Öffnung Chinas

Die Bedeutung Chinas für die Welt

Neue Reformen für China

Deutsch-Chinesische Wirtschaftsbeziehungen

China, der aufstrebende Gigant, mit Verbesserungspotenzial

Parallelen zur Industrialisierung in Deutschland

Innenpolitische Probleme in China

Ein starker Partner oder ein unberechenbarer Kontrahent?

Der chinesische Binnenmarkt

Herausforderungen für ausländische Unternehmen

Wird das chinesische Wirtschaftsmodell langfristig von Erfolg gekrönt seien?

Chancen für ausländische Unternehmen in China

Risiken für Deutschland durch China

Deutschland muss etwas für seine Zukunft tun

Gibt es eine China-Blase?

Wirtschaftliche Verwurzelung beider Nationen: Deutsche Unternehmen im Reich der Mitte

Kapitulation der deutschen Solarbranche

Tsingtao – Bier, made in China

Erfolge der deutschen Autobauer in China

DHL als Marktführer im Expressgeschäft in China

Fazit: Ist China eine Gefahr für Deutschland?

Quellenverzeichnis

Wirtschaftsgeschichte der Volksrepublik China: Vom Bauernstaat zur High-Tech-Nation

China unter Mao

Das Thema meiner Besonderen Lernleistung befasst sich mit den deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen: Wie gefährlich ist der wirtschaftliche Aufschwung Chinas für uns in Deutschland? Eine vermeintlich dumme Frage: Wie kann ein Land, was abertausende Kilometer entfernt vom Anderen liegt, eine Gefahr für Dieses darstellen? Diese Fragestellung möchte ich in diesem Manuskript erörtern.

Seit ich in der neunten Klasse einen Auslandsaufenthalt in Shanghai, der großen Metropole am Huangpu-Fluss in China, durchlebte, bin ich von der chinesischen Kultur fasziniert. Sie ist sehr facettenreich und offenbart mir immer wieder neue Seiten. Da ich mich auch für Wirtschaft interessiere, wollte ich China zudem unter wirtschaftlichen Aspekten betrachten.

Was verstehe ich unter der Fragestellung? Anhand meiner Leitfrage „Ist China für Deutschland eine Gefahr?“, möchte ich entschlüsseln, ob sich unser Land vor der fernen Wirtschaftsmacht zu fürchten hat oder nicht. In den Medien heißt es oft, dass China das Land ist, welches am meisten von der Globalisierung profitiert hat, auf ihrem Weg soll die Nation über Leichen gehen. Doch ist es wirklich wahr und ist Deutschland mit seinen Qualitätsprodukten, die in China imitiert werden, womöglich nur ein Wegbereiter für das Reich der Mitte. Eine positive Beantwortung der Frage wäre, dass China keine Gefahr für Deutschlands Wirtschaft ist, Arbeitsplätze bestehen bleiben und somit nachhaltiger Wohlstand gesichert ist. Das Gegenteil wäre, dass China zunehmend deutsche Arbeitsplätze einnimmt und somit den deutschen Wohlstand bröckeln lässt. Die Leitfrage möchte unter wirtschaftspolitischen Gesichtspunkten beantworten, allerdings bleiben Aspekte aus anderen Bereichen, wie Gesellschaft und Soziales, von mir nicht unbeachtet: Also, ist China wirtschaftlich gesehen eine Gefahr für den deutschen Wohlstand?

Im 18. Jahrhundert, zur Zeit der Aufklärung, lebte der einflussreiche und vielbeachtete Philosoph Voltaire. Dieser war ein großer Fan Chinas, insbesondere auch der chinesischen Kultur und Konfuzius Lehren der Tugendhaftigkeit. Gebannt von dem fernen Land verkündete er den Untergang der europäischen Bevölkerung und den Aufstieg Chinas. Doch er irrte. China widerfuhr ein ungeahnter Niedergang und Europa eine langanhaltende Blüte.1

Heute, im 21. Jahrhundert, genießt China mehr Ansehen denn je zuvor. Die einen sehen es als grandiose Investitionsmöglichkeit und die anderen sind geängstigt vor der Großmacht. Doch wie kam es dazu? Wie ist China zu diesem boomenden Wirtschaftswunder geworden? Und kann man überhaupt von einem Wirtschaftswunder sprechen?1

Wenn man einem Chinesen die Frage stellen würde: „Wem hast du es zu verdanken, dass dein Land das ist, was es heute ist?“, würde dieser mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit in drei Silben antworten „Mao Zedong“, denn noch immer gilt dieser Mann den Chinesen als großer Revolutionär und Philosoph. Bis heute wird er von der Kommunistischen Partei, die seinem Regierungsstil stets treu geblieben ist, als Staatsgründer und Vater der Nation konstatiert. Mao regierte das Land 25 Jahre lang - von der Gründung der Volksrepublik China 1949 bis zu seinem Tod 1976 –in einem diktatorischen Regierungsstil.2

Schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde China von blutigen Aufständen durchzogen. Das Leben war zu dieser Zeit äußerst hart. Nahrung war Mangelware, die Bauern rebellierten immer wieder und die Bevölkerung war mit dem System unzufrieden. Mao wurde in diesem Umfeld 1893 in Shaoshan in der Provinz Hunan geboren.3

Chinesen berufen sich immer wieder auf eine 5000-jährige Historie ihres Landes, in welcher es fast nur Kaiser gegeben hat. 1912 muß jedoch der letzte Kaiser Puyi, welcher gerade einmal sechs Jahre alt ist, seinen Stuhl räumen. China wird eine Republik.4 Doch auch als China zur Republik erklärt wird, klingt die aufgebrachte Stimmung im Reich der Mitte nicht ab. Der jugendliche Mao hat zu dieser Zeit bereits seinen Geburtsort verlassen und ist nach Changsha gewandert, wo er der revolutionären Armee beitritt.3 Die anfänglichen positiven Veränderungen, weg von der Monarchie, ziehen schnell negative Ereignisse nach sich. Regionale Kriegsherren („Warlords“) machen sich in den Provinzen breit. Mao distanziert sich von den Unruhen und wird Lehrer.5

In Beijing tritt dann das wohl maßgeblich dazu beitragende Ereignis für Mao ein, das ihn dazu führt sich politisch zu engagieren. Denn er ist fasziniert von einem marxistischen Studentenzirkel, deren Studenten versuchen Chinas Rückständigkeit zu überwinden. 1921 nimmt Mao am Gründungskongress der Kommunistischen Partei teil. Ihm widerfährt dort, während in China immer noch brutale Kämpfe wüten, in den darauffolgenden Monaten und Jahren der Aufstieg. Die Kommunisten werden von der Nationalen Volkspartei geächtet und verfolgt, was diese zum Rückzug in die Berge verleitet.5 1934 umzingelt die Nationale Volkspartei in einer unschlagbaren Übermacht den Rückzugsort der Kommunisten. Über 86.000 Menschen, vorwiegend Männer, fliehen mit Mao vor den feindlichen Truppen. In der chinesischen Geschichte wird diese Flucht als der heroische „Lange Marsch“ bezeichnet.6

Nach einem Jahr, wobei nur jeder Zehnte überlebt, erreichen die Kommunisten Yan´an. Die Nationale Volkspartei bricht die Verfolgung ab und der inzwischen 41-jährige Mao errichtet hier ein Hauptquartier.6

Mit sachten Reformen und Versprechungen gewinnt Mao in der Provinz die Landbevölkerung, insbesondere die Bauern, für sich. Durch Hilfe aus Moskau wird Mao gestützt und zum Teil auch finanziert. Während des Zweiten Weltkriegs dann macht sich Mao Zedong zunehmend bei der einfachen Bevölkerung beliebt. Er verspricht ihnen Grundbesitz in Form von Land, wenn Diese ihn im erneut entfachten Bürgerkrieg unterstützen würden. Die Kommunisten gewinnen an Rückhalt und verdrängen die gegnerischen Truppen, sodass Mao am 25. März 1949 siegreich in Beijing einzieht. Nur wenige Monate später deklariert Mao die Volksrepublik China.7

Das Land, welches Mao fortan regiert, ist abschwächend gesagt zu dieser Zeit ein „Schutthaufen“: Vom Bürgerkrieg geprägt ziehen Millionen Menschen flüchtend durch das Land, die wenigen Straßen des Landes sind zerstört und gesunkene Schiffe blockieren den Schiffsverkehr, folglich liegt die Wirtschaftsleistung Chinas zu diesem Zeitpunkt bei gefühlten null Prozent. Abgesehen von der Landwirtschaft gibt es keinen bedeutenden Wirtschaftszweig. Doch dadurch, dass Mao Frieden im Land schaffen will, gelingt es ihm die Wirtschaft mit hohen Wachstumsraten anzufachen. Auch er vertraut, wie viele andere zu dieser Zeit, in die Lehren von Karl Marx. 1957 verkündet der erste Mann in China, dass sein Land in der Stahlproduktion das boomende Großbritannien „in 15 Jahren einholen oder überholen“ werde. Der Weg, welchen er zum erreichen seines Ziels einschlägt, ist jedoch mehr als fragwürdig: Er lässt sogar Woks und Pfannen in den Dörfern einsammeln und schmilzt diese in Öfen ein. Aber Mao hat auch noch andere eigentümliche Mittel, um sein Land wirtschaftlich profitabel zu machen. Er kollektiviert die Landwirtschaft zu Konglomeraten, um hier das nötige Kapital für die Industrialisierung Chinas zu erwerben. Die leidtragenden Landwirte müssen nach Maos Anordnungen ihre Ernte zu unterbewerteten Festpreisen abgeben. Doch die einfache Landbevölkerung zieht in erster Linie keine negativen Schlüsse aus Maos Kurs, denn Dieser sorgt mit Hilfe von Dorfküchen und Nahrung für alle und verdoppelt die Getreideexporte nach Nordkorea und die Sowjetunion.8

Doch im Winter 1958 beginnt die Landbevölkerung zu hungern und Mao öffnet nicht die Nahrungsspeicher der Stadtbevölkerung. Er exportiert weiter Getreide ins Ausland. Bis dato hat Mao seinem Land zwar Frieden, jedoch keinen Wohlstand beschert. Dieser kommt erst mit Maos Genossen Deng Xiaopeng, der sich von Maos Kurs öffentlich distanziert und sich zum Erstaunen der damaligen Bevölkerung auch durchsetzen kann. Ihm gelingt es die Diktatur zu mildern und die zuvor kollektivierte Landwirtschaft wieder zu liberalisieren. Doch wer gedacht hätte, damit wäre das Land endlich wieder auf dem richtigen Kurs in Richtung Wohlstand, irrte.9

1966 sorgt Mao Zedong zum letzten Mal für öffentliche Krawalle. Er lässt die Kulturrevolution entfachen, die sich gegen Lehrer und Bildungspolitiker richtet. Seine Rote Garde stürmt willkürlich Haushalte und Institutionen und bringt die Bewohner oft einfach nur um. Die Opferzahlen sind bis heute ungeklärt. Circa 100 Millionen Menschen waren direkt an der Kulturrevolution beteiligt und circa 500 Millionen Menschen wurden indirekt durch sie in Mitleidenschaft gezogen. 1969 hat der Terror endlich ein Ende und Mao erreicht sein Ziel: Er allein ist wieder Zentrum der Macht Chinas. 1976 stirbt Mao infolge von drei Herzinfarkten. Viele Genossen aus dem Parteikader hatten sich schon lange seinen Tod gewünscht, da ihnen der Mao-Kult, in dem er sich öffentlich nahezu anbeten ließ, unheimlich war. Letztendlich hatte er dem Land mehr Schrecken als Frieden gebracht.10

Die wirtschaftliche Öffnung Chinas

Zwei Jahre nach dem Tod Maos kommt der wahre Heilsbringer der chinesischen Bevölkerung an die Macht: Deng Xiaopeng. Er öffnet China wirtschaftlich durch Sonderwirtschaftszonen und schlägt somit wirtschaftspolitisch den richtigen Kurs ein, um an den globalen Märkten teilzuhaben.11 Durch die von ihm geschaffenen Voraussetzungen für marktwirtschaftliche Reformen ist China heute das was es ist. Wenn China sich nicht geöffnet hätte, würde das Land bis heute dahinvegetieren. Den Mao-Kult lässt Deng jedoch mit seinen Reformen nicht abschaffen, sondern belässt ihn. Denn durch den Mao-Kult wurde das chinesische Volk zusammengehalten und nicht erneut zerrüttet.12

Dengs Reformen schlagen an: Die Sonderwirtschaftszonen (Guangdong, Shenzhen, Zhuhai, Shantou, Fujian, Xiamen u. Hainan) geraten zunehmend in das Blickfeld ausländischer, vornehmlich westlicher, Investoren. Die Zentralregierung von Peking gibt diesen Sonderwirtschafszonen das Recht eine autonome Wirtschaftspolitik zu verfolgen. Die Sonderwirtschaftszonen werden nach folgenden vier Leitrichtlinien errichtet:

1. Bautätigkeit erfolgt, um ausländisches Kapital anzuziehen und zu nutzen
2. Ziel sind chinesisch-ausländische Joint-Ventures und Partnerschaften, sowie ausländische Unternehmen
3. Die Produktion gilt primär dem Export
4. Wirtschaftliche Aktivitäten werden vom Markt bestimmt13

Binnen zehn Jahren verwandelt sich das Fischerdorf Shenzhen zu einer fortschrittlichen Metropole mit unzähligen Hochhausbauten. Die rechtlichen und administrativen Vorteile (Zoll-, Steuer-, Umwelt-, Arbeits- u. Sozialrecht) bieten ein attraktives Umfeld für ausländische Investoren, die hier zügig Fabriken aufbauen.14

China arbeitet seither ständig an der Attraktivität für westliche Investoren. 2004 standen 162.000 Kilometer Straßen im Bau. Die Infrastruktur des Landes sollte Weltniveau erreichen.15

Bis heute hat die Kommunistische Partei die von Deng gesetzte Linie, dass an diesem System nichts mehr geändert werden solle, nicht überschritten. Aus diesem Grund ist China heute das Land, welches mit gut 71,4 Milliarden US-Dollar mit deutlichem Abstand zu den USA die meisten Direktinvestitionen anlockt.16 Auch hat China mit rund drei Billionen US-Dollar die weltweit größten Devisenreserven. Ungeheure Geldbeträge stecken heutzutage in ausländischen Staatsanleihen und Unternehmen.17

Die Bedeutung Chinas für die Welt

Die Volksrepublik hat sich ohne Zweifel von damals bis heute außerordentlich prächtig entwickelt. Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist zwischen 1978 und 2001 inflationsbereinigt um das 7,9-fache gewachsen.18 Folgt man den Angaben der nordamerikanischen Investmentbank Goldman Sachs wird China die USA spätestens im Jahr 2040 als Weltwirtschaftsmacht Nummer Eins (gemessen an der Kaufkraftparität) überrunden.19

Längst propagieren sämtliche Medien, dass China bereits den Status eines Entwicklungslandes, also eines Landes, das hinsichtlich seiner wirtschaftlichen, politischen und sozialen Entwicklung einen relativ niedrigen Stand aufnimmt, verlassen hat.20 China soll nicht mehr das Billiglohnland sein, indem westliche Firmen unter günstigen Bedingungen Textilien oder andere Güter produzieren lassen. Jede zweite Digitalkamera, jedes dritte Mobiltelefon und jede vierte Waschmaschine werden in der Volksrepublik zusammengesetzt.21

Wenn ich im Elbe-Einkaufszentrum in Hamburg-Osdorf eine Modeboutique besuche, ist es sehr, sehr wahrscheinlich, dass die offerierte Ware nicht am Heimatstandort des Unternehmens Deutschland produziert wurde, sondern in China. Die Frage ist also berechtigt: Müssen wir Angst vor China haben? Gefährden die Chinesen die Arbeitsplatzsicherheit in Deutschland?

Längst ist es in Deutschland keine Besonderheit mehr, dass deutsche Firmen aus dem Mittelstand ihre Arbeitsplätze nach China auszulagern22, um dem enormen Druck der asiatischen Konkurrenz standhalten zu können.23 Auch vor den großen Konzernen macht dieser Wandel nicht halt: Siemens orientiert sich zunehmend Richtung China.24 China ist zwar ein großer Dorn im Auge, wenn es um die Beständigkeit von deutschen Jobs geht, jedoch ist das Land auch ein ungemein attraktiver Absatzmarkt für deutsche Unternehmen.25

Chinas Wohlstand steigt durch das Wirtschaftswachstum, dadurch steigt auch die Nachfrage nach ausländischen Gütern.26 Die Exporte nach China steigen in der Bundesrepublik von Jahr zu Jahr. In den letzten Jahren sind die Güterzahlen, welche China ins Land importiert, um über 40 Prozent gestiegen27. Der Gesamtwert der Waren, die die Deutschen den Chinesen liefern, hat schon 2003 die Marke von 18 Milliarden Euro gesprengt28. Die Zahl erhält eine noch größere Dimension, wenn man beachtet, dass Deutschland und China 1972 diplomatische Beziehungen aufnahmen29 und der Wert der Waren seitdem fast um das 70-fache gestiegen ist.30

Die Volksrepublik China hat wirtschaftlich gesehen für westliche Nationen eine ungeheure Bedeutung, da jeder etwas von dem zunehmenden chinesischen Wohlstand abbekommen möchte30. Auch wenn die Deutschen sich oft über oben genannte Punkte bezüglich Chinas monieren, gibt es doch fast keine deutsche Firma, welcher der chinesische Absatzmarkt noch nicht in den Fokus geraten ist31. Von den großen westlichen Konzernen produziert fast jeder in China: Der deutsche Automobilhersteller Volkswagen verkauft zunehmend mehr Autos dort als im heimischen Umfeld32. Der chinesische Automarkt ist allerdings ein besonders hart umkämpftes Feld unter deutschen Herstellern, worauf in dem Manuskript an anderer Stelle noch spezifisch eingegangen wird33.

Aber die Interessen beruhen auf Gegenseitigkeit. Auch chinesische Unternehmen drängen auf den deutschen Markt34. Waren den Deutschen vor ein paar Jahren Marken wie XY noch kein Begriff, so ist der PC-Hersteller heute in jedem Elektromarkt zu finden. Innerhalb kürzester Zeit ist der PC-Hersteller zu einem Konkurrenten für westliche Hersteller geworden.35

Der Eintritt der Chinesen wird nach Medienberichten für die Deutschen in ihrer Heimat zunehmend zur Gefahr. ZY, chinesischer Fernseher-Hersteller, kaufte den bayrischen TV-Geräte-Hersteller ZZ auf und wurde durch die Fusion mit YY weltweit die Nummer Eins in der Branche36. Das ist nur ein Beispiel für die Einkaufstouren chinesischer Unternehmen in den deutschen Landen.

China ist ein mächtiges Land. Das bestätigte auch Konrad Seitz, ehemaliger deutscher Botschafter in Peking, mit den Worten: „Das Gravitationszentrum der Politik verschiebt sich in den pazifischen Raum37.“ Natürlich angeführt von den Chinesen. Doch die Chinesen können den Deutschen erst wirklich gefährlich werden, wenn sie auf dem Spezialgebiet der Deutschen angreifen, denn „Made in Germany“ ist ein Qualitätszeugnis38. Und das steht außer Frage. Chinas „Made in China“ ist immer noch vorgeblich ein Zeugnis von „Billigware“39.

Neue Reformen für China

2012 beschloss die Kommunistische Partei Chinas Wirtschaft auf ein neues Fundament zu stellen. Weg vom Billiglohnland, hin zum Innovationsstandort. Ein Vorzeigeunternehmen der Chinesen ist der Telekommunikationsausrüster HW. Der Konzern bringt Smartphones auf den Markt, die bereits in Deutschland erhältlich sind. Allerdings machen diese Modelle den Marktführern AA und SG bisher keine deutliche Konkurrenz. Doch der Konzern tüftelt stetig an neuen Innovationen: Unter der Leitung eines Deutschen sucht die Forschungsabteilung in Shenzhen mit einer Schar aus jungen Wissenschaftlern durchgehend nach neuen Produkten für den Markt. Fast zehn Prozent des Jahresumsatzes (Drei Milliarden US-Dollar) investiert das Unternehmen jährlich in Forschung und Entwicklung und rund die Hälfte der circa 100.000 Mitarbeiter ist in diesem Unternehmensbereich beschäftigt. Das tun dem Unternehmen viele andere gleich. Die Zentralregierung des Landes will durch große Investitionsprogramme in Bildung und Forschung die Wirtschaft auf internationales Niveau bringen40.

Die WirtschaftsWoche schreibt zum Credo der Kommunistischen Partei: „Labor statt Werkbank, Kreieren statt Kopieren“. Das ist sehr treffend für das neue Motto der Kommunistischen Partei. Das Land soll zu alter Stärke zurückkehren, als seine Landsleute Erfindungen wie den Kompass oder den Buchdruck vermelden konnten. Heute stehen für Innovationen natürlich andere Branchen im Fokus von Peking: Nano-, Umwelt- und Biotechnologie.41

China will nun endlich aus der Isolation, in welche es der „Vater der Nation“ geführt hatte. Schon unter Deng nahm der Abstand zu westlichem Qualitätsniveau ab. Die Automobilindustrie Chinas lag Experten zufolge vor zwanzig Jahren noch dreißig Jahre hinter westlichen Automobilherstellern zurück42. Binnen zehn Jahren konnte der Abstand um die Hälfte minimiert werden, sodass heute nur noch eine Differenz von wenigen Jahren vorhanden ist43. Zu verdanken haben die Chinesen diesen Prozess vielen Joint-Ventures, welche dem Technologietransfer dienten42.

Für diese Technologietransfers, die für die Chinesen unabdingbar sind, um an westliches Know-How zu gelangen, sind Peking alle Mittel recht. Oft sind Distributionen von Gütern westlicher Firmen an Regelungen geknüpft, um an die Erlaubnis zu gelangen die Güter in China zu vertreiben. Die westlichen Firmen müssen Joint-Ventures mit chinesischen Firmen bilden oder ihre Baupläne offenlegen. Der deutsche Technologiekonzern Siemens offenbarte den Chinesen, geblendet von möglichen Gewinnen in China, Baupläne für ihre Hochgeschwindigkeitszüge. Heute bereut der Konzern die Entscheidung. Die Chinesen haben gelernt die Züge ohne fremde Hilfe zu produzieren und exportieren sie seither in andere Länder, wo sie die Deutschen mit ihren hohen Listenpreisen für die Hochgeschwindigkeitszüge einfach unterbieten43.

Wenn man die Ausgaben der Regierung für Forschung und Entwicklung seit 1995 betrachtet, sieht man, dass die Ausgaben jährlich um durchschnittlich zwanzig Prozent zulegen. Gab der Staat 2002 noch 15,7 Milliarden US-Dollar aus, so investierte er 2011 bereits eine Summe in Höhe von 139,7 Milliarden US-Dollar. Der Anteil vom Bruttoinlandsprodukt beträgt heute bereits 1,8 Prozent, womit sich der Anteil seit 1995 mehr als verdoppelt hat. Wenn man den Anteil am BIP für Forschung und Entwicklung in Deutschland betrachtet und diesen in Relation zu dem Wert Chinas setzt, liegt Deutschland zwar mit einem Anteil von 2,5 Prozent mehr aus, jedoch stagniert der Wert seit Jahren. In China wächst er rapide44.

Um die großen Industrienationen aufzuholen, steckt China zudem große Beträge in den Bereich Bildung. Peking hat 49 Universitäten im Land auserkoren, welche sich im weltweiten Ranking nach oben arbeiten sollen und dafür jährlich einen Betrag in Höhe von sechs Milliarden Euro erhalten. So wollen sie nachhaltig Forschung fördern45.

Ein Problem der Chinesen ist, dass sie im Prinzip sehr viele hervorragende Forscher unter sich haben, allerdings haben diese das Land verlassen und leben im Ausland. Um diese wieder zurück in die Heimat zu holen, damit sie dort der Regierung bei der wirtschaftlichen Aufholjagd helfen, werden diese mit außerordentlich großzügigen Gehältern zurückgelockt. Die von Peking gewünschten Resultate treten auch ein. 2009 bereits belegte die Volksrepublik China unter den Ländern mit den meisten wissenschaftlichen Publikationen Platz Drei hinter den USA und der Europäischen Union. Hatte man damals vielleicht noch wissenschaftliche Arbeiten auf einem niedrigen Niveau erwartet, legten diese jedoch durchaus Maßstäbe auf internationalem Niveau46.

Ebenso steigert sich die Zahl der chinesischen Patentanmeldungen jährlich um circa Zwanzig Prozent. Einen großen Beitrag zu den 314.000 angenommenen Anträgen in 2010 hat der zuvor erwähnte Telekommunikationsausstatter Huawei und der in der gleichen Branche befindliche Konzern ZT. Bei den Smartphones bilden sie noch keine Konkurrenz für SG und AA, doch stehen auf ihren Kundenlisten beinahe alle europäischen Mobilfunkkonzerne47.

Deutsche und andere westliche Unternehmen beruhigen sich zum jetzigen Zeitpunkt noch damit, dass bei den Chinesen Quantität die Qualität überwiegt. Das mag momentan noch die richtige Devise sein, jedoch wird in einer Studie der EAC International Consulting in der WirtschaftsWoche deutlich, dass 80 Prozent der befragten deutschen Unternehmen die Frage „Hat sich die Qualität chinesischer Produkte verbessert?“ mit „Ja, aber sie hinken noch hinterher“ beantworteten. 17 Prozent meinten bereits, dass es keinen Unterschied zwischen chinesischen und deutschen Produkten gibt.

Die Deutschen haben Angst vor der asiatischen Großmacht. Besonders bedrohlich wird die Situation für deutsche Unternehmen in Entwicklungsländern. Chinesische Unternehmen bieten ihre Fabrikate zu günstigen Preisen an oder lassen auch oft durch Rohstoffe bezahlen. So gelangen sie rasch zu großen Marktanteilen in Entwicklungsländern und verdrängen deutsche Firmen fast vollständig45. In der einen oder anderen Branche besteht nur noch ein Abstand von wenigen Jahren zwischen deutschen und chinesischen Firmen. Ein deutscher Automanager, welcher anonym bleiben möchte, legt öffentlich zu Tage, dass im Moment zwar noch „Made in Germany“ gewinnt, langfristig jedoch die Chinesen auch dieses Niveau erreichen werden48.

China hat bis jetzt einen knapp 30 Jahre andauernden Umwälzungsprozess in seiner Wirtschaft hinter sich gelegt. Das Land ist somit fast am Ziel, an dem es zu einer unschlagbaren Konkurrenz des Westens wird und seine Vormacht die der USA ablöst. Man könnte es so formulieren: Der Drache beginnt zu erwachen.

Deutsch-Chinesische Wirtschaftsbeziehungen

Kein anderes Land ist in seinen wirtschaftlichen Beziehungen mit China so verzahnt wie Deutschland. Für China ist Deutschland der wichtigste Partner in Europa und für Deutschland ist China die Tür nach Asien. Das bilaterale Handelsvolumen zwischen beiden Ländern lag im Jahr 2012 bei rund 144 Milliarden Euro, wobei Deutschland mit 66,63 Milliarden Euro für Exporte nach China einen großen Anteil hatte. Deutschland steigerte in diesem Jahr das Volumen seiner Exporte in die Volksrepublik um 20,4 Prozent49, 50. China exportierte Waren im Wert von 77,31 Milliarden Euro nach Deutschland. Für die Deutschen waren vor allem Exportwaren aus den Bereichen Maschinenbau, Kfz und KFZ-Teile, Elektrotechnik und Chemieindustrie interessant51, 52.

Die Bertelsmann Stiftung hat eine Analyse der deutschen und chinesischen Export-Wettbewerbspositionen durchführen lassen. In Europa hat die Stiftung bezüglich der drei Länder Frankreich, Großbritannien und Italien verglichen, ob sie aus Deutschland oder aus China mehr importieren lassen. Deutschland ist hier in seinen Kernbereichen – Fahrzeugbau, Chemieindustrie und Maschinenbau – Vorreiter im Rennen53. Die Marktposition ist zwar solide und es sieht so aus, als würde sich in nächster Zeit auch nichts daran ändern, jedoch hat die Bundesrepublik in den vergangenen zehn Jahren Marktanteile verloren54. China konnte diese Anteile schnell für sich gewinnen und könnte, wenn sich die Entwicklung weiter so fortsetzt, Deutschland im sicheren Umfeld Europa weiter Anteile abjagen55.

Zudem hat die Stiftung betrachtet, wie die Importbilanz zwischen den beiden Kontrahenten aufgeteilt ist. Verglichen wurde in den USA und Japan, in beiden Ländern positioniert sich China bereits deutlich vor Deutschland. China besitzt hier selbst in den hochgelobten deutschen Spezialgebieten die Vorherrschaft. Deutschlands Importanteile fielen in den letzten Jahren entweder vergleichsweise sehr niedrig aus oder waren rückläufig. Nur im Fahrzeugbau sichert Deutschland sich eine bessere Position, welche weiter ausgebaut wird. Weltweit werden am meisten deutsche Autos importiert56.

Als drittes Feld wurden von der Bertelsmann Stiftung die aufstrebenden Schwellen- und Entwicklungsländer (z.B. Brasilien oder Indien) betrachtet. Auch hier ist der Blick für die Deutschen ernüchternd. Deutschland konnte sich bisweilen noch in keinem Exportbereich vor den Chinesen hervortun und die Marktführerschaft übernehmen. China schafft es durch (Taten) Aktivitäten, wie im zuvor angesprochenen Beispiel um die Hochgeschwindigkeitszüge von Siemens, schnell Marktanteile zu gewinnen und sich als Nummer Eins zu positionieren. Einzige Ausnahme für Deutschland bleibt auch hier nach wie vor der Fahrzeugbau, bei dem das Land die meisten Exportanteile besitzt. In den Bereichen Maschinenbau und Chemieindustrie der beiden BRICS-Ländern Indien und Brasilien ist aber China Vorreiter. Das erstaunliche ist, dass Deutschland hier im Vergleich zu anderen Ländern noch hinter Diesen liegt. Außereuropäische Konkurrenten wie Argentinien, die USA und Südkorea haben Deutschland bereits überrundet. Die Studie konstatiert als möglichen Grund hierfür, dass Deutschland sich zu sehr und zu lange nur auf China als Wirtschaftspartner konzentriert hat. Andere Entwicklungsländer blieben unbeachtet. Ein weiterer Grund ist, dass deutsche Produkte oft zu teuer sind. China kann diese Preise oft unterbieten und sichert sich hierdurch langfristig Marktanteile und Aufträge. Deutschland jedoch verliert auf lange Sicht den Anschluss zu den Märkten von Morgen57.

China schadet Deutschlands Außenwirtschaft. Aufträge, die noch vor zehn Jahren mit einer sehr viel größeren Wahrscheinlichkeit in die Auftragsbücher deutscher Firmen eingetragen wurden, wandern jetzt zu den Chinesen58. Das Reich der Mitte ist das Land, was wohl am meisten von der Globalisierung profitiert hat59.

Deutschland zittert vor der asiatischen Wirtschaftsmacht. Die Nation hat Angst, dass Chinesen ihnen ihre Arbeitsplätze wegnehmen. Dadurch, dass weniger Arbeitsplätze vorhanden wären, erhielten automatisch auch weniger Bürger eine Entlohnung, womit sie normalerweise für die Nachfrage im eigenen Land sorgen und dem Staat auf diese Weise Steuereinnahmen erbringen würden59. Wenn solche Gedankenspiele Zugang in ihre Köpfe erhalten, beruhigen sich die Deutschen mit der Hoffnung, China sei ein zukunftsträchtiger und sicherer Absatzmarkt60.

Die Chinesen bleiben nicht mehr unter sich. Wie zuvor schon kurz erwähnt, kommt es immer häufiger vor, dass chinesische Firmen innerhalb der deutschen Grenzen auf Unternehmens-Shoppingtour gehen61.

Prominentestes Beispiel hierfür ist der chinesische Unternehmer WX, der 1989 eine kleine Fabrik für Schweißwerkzeuge in der Volksrepublik eröffnete. Heute heißt sein Unternehmen SX-Gruppe und fertigt an fünf Standorten in China Bagger, Betonmischer und –pumpen. Zudem eröffnete der Unternehmer Produktions- und Forschungszentren in Indien, den USA, Brasilien und in Deutschland. Anfang des Jahres 2012 übernahm die SX-Gruppe den schwäbischen Betonpumpenhersteller Putzmeister. Der Mann, der seit einigen Jahren in der „Forbes“-Liste der reichsten Menschen der Welt auftaucht, hat in Deutschland Geschichte geschrieben: Zum allerersten Mal kaufte ein Chinese einen bedeutenden deutschen Technologieführer auf.

Sicher ist, dass dies momentan nur ein Ausnahmebeispiel ist, doch insbesondere den chinesischen Maschinenbauern rücken deutsche Unternehmen immer mehr in den Fokus. Es existiert immer noch mehr Weltmarktführer aus Deutschland als aus China. Doch die Zahl der Unternehmensübernahmen durch Chinesen nimmt exponentiell zu.

Sind diese Übernahmen nun wirklich schlimm für die Deutschen? Kann man aus den Übernahmen nicht auch Vorteile und somit Profit ziehen? Dazu an späterer Stelle nähere Darlegungen.

Die Fakten lassen einem nach kurzer Betrachtung wenig Raum für Ausführungen von Theoriemodellen, doch wenn man genauer hinschaut und sich über diese Fakten Gedanken macht, kommt man (auch zu positiveren) zu interessanten Aussichten. In dem nun folgenden Abschnitt werde ich die Fakten interpretieren und meine Interpretationen ausführen und begründen.

China, der aufstrebende Gigant, mit Verbesserungspotenzial

Parallelen zur Industrialisierung in Deutschland

Wenn in den Medien über China gesprochen wird, zeichnen Journalisten das Bild eines menschenunwürdigen Arbeiterstaates. „Hu hört weg“ titelte DER SPIEGEL62. Gemeint war, dass der ehemalige Staatspräsident Chinas Hu Jintao nichts von Vorwürfen zu Menschrechtsverletzungen wissen will. Klar ist, dass in China nicht alles sauber läuft. Mitarbeiter der großen Fabriken müssen zu langen Arbeitszeiten und unter anstrengenden Arbeitsbedingungen für einen Hungerlohn schuften. Privatleben neben der Arbeit ist hier fast undenkbar63. Auch weitere Probleme, wie die nicht vorhandene Meinungsfreiheit, sind tagesaktuell in der Volksrepublik64. Durch den starken Wachstumskurs produziert China auch stetig immense Umweltprobleme. China steht vor enormen Herausforderungen in Hinblick auf die Ressourcen und bei der Bewältigung von Umweltproblemen65.

Also sollte man sich zuallererst diese Fragen stellen: Wie soll man mit einem solchen Land umgehen? Und was ist das für ein Land, das zu Gunsten des Wirtschaftswachstums große Probleme der eigenen Nation in Kauf nimmt?

Um sich ein Urteil über den Wachstumskurs Chinas zu bilden, lohnt ein Blick in die deutsche Geschichte. Nämlich zu jenem fundamentalen Transformationsprozess, der die vormoderne Gesellschaft der frühen Neuzeit in die industrielle Gesellschaft der neuen und neuesten Zeit überführte: die industrielle Revolution. Auch Deutschland machte vor der Industrialisierung, wie zu Maos Zeiten, vor allem die Landwirtschaft den größten Wirtschaftszweig aus. Der Bau von Maschinen läutete im 19. Jahrhundert eine Aufbruchsstimmung in Deutschland und anderen Staaten ein. Gefolgt wurde diese Aufbruchsstimmung von einem großartigen Wirtschaftswachstum. Deutschland boomte.

Die alten Gewerbe verschwanden, da alte Wertschöpfungsketten durch das Einsetzen von Maschinen optimiert wurden. Auch die Schwerindustrie und der Eisenbahnbau wurden von der Industrialisierung heftig mitgezogen. Insgesamt kann man sagen: Der Deutschen Wirtschaft ging es gut und alle Zeiger waren in Richtung Wohlstand eingestellt66.

Jedoch beachtet fast niemand, bei der Betrachtung der Probleme Chinas im Zuge des wirtschaftlichen Aufschwungs, dass in Deutschland während der industriellen Revolution der Himmel über der Ruhr schwarz, die Flüsse verdreckt waren und nicht jeder Vorteile aus der Industrialisierung gezogen hat67.

In Deutschland traten zu dieser Zeit massive Umweltprobleme auf: Wälder wurden abgeholzt um Holz für den Bergbau zugewinnen, die Böden wurden durch „sauren Regen“ und Abwässer verunreinigt, die Luft wurde durch die Fabriken verpestet und es traten Bergsenkungen durch den Bergbau auf65. Deshalb denke ich, dass man dem Land mit Respekt begegnen sollte. Die Belastung der Umwelt und der Bevölkerung ist ein notwendiger Prozess, um sich weiterzuentwickeln. In Deutschland hat sich alles allmählich von selbst geregelt. Mit dem Wohlstand wird auch in China der Sinn für die Verantwortung gegenüber Menschen, Ressourcen und Umwelt entstehen. Denn Chinas Wachstum wird unweigerlich von den Umweltproblemen negativ beeinflusst. Die Kosten, die auf den Staat infolge der Umweltprobleme zukommen, decken sich ungefähr mit dem Wirtschaftswachstum. Ein Land, was innerhalb der nächsten Jahrzehnte die weltweite Nummer Eins werden möchte, wird auch diese Defizite erkennen und sie beheben68.

Innenpolitische Probleme in China

Von Napoleon Bonaparte stammt das Zitat „Wenn China erwacht, erbebt die Welt“69. Nun, 200 Jahre später, gewinnt dieser Satz an Bedeutung. Wie zuvor beschrieben verlagern sich die ökonomischen und politischen Machtverhältnisse zunehmend nach Asien, nach China70. Die Devise der Kommunistischen Partei „Wachstum um jeden Preis“ hat in den letzten Jahren hervorragend funktioniert. Unter der Reformpolitik71 Deng Xiaopeng`s ist dem Land eine beeindruckende Transformation gelungen. Die wirtschaftliche Dynamik des Landes hält ungebrochen an und der Zentralregierung gelingt es das Land auf Kurs zu halten72.

Die deutschen Unternehmen halten sich, wie zuvor angesprochen, mit dem Gedanken bei Laune, dass sie den riesigen chinesischen Absatzmarkt erschließen können. Doch meiner Ansicht nach ist die Realisierung schwieriger als gedacht. China besitzt mit seinen 31 Provinzen, 656 Städten, sieben Haupt- und 80 Nebensprachen sowie einer breiten klimatischen und ökonomischen Vielfalt keinen einheitlichen nationalen Markt73. Vielmehr gibt es eine Vielzahl von regionalen Märkten. Zwar baut China seine Infrastruktur massiv aus, jedoch konzentriert sich dies vor allem um die Metropolen und Sonderwirtschaftszonen. Es besteht somit ein Mangel an Transportverbindungen und leistungsfähigen Logistiksystemen und die Notwendigkeit, zahllose Mittelsmänner einzusetzen, was die Errichtung regionaler und erst recht nationaler Vertriebsnetze erschwert. Beispielsweise hat die britische Baumarktkette BX in Großbritannien für ihre 350 Filialen 600 Zulieferer. In China hat die Baumarktkette für 15 Filialen 1.800 Zulieferer74.

Der geringe Entwicklungsstand des Landes ist auch daran erkennbar, dass noch fast 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im Primärsektor, also in der Landwirtschaft, erwirtschaftet werden. Die chinesische Landwirtschaft muss 22 Prozent der Weltbevölkerung auf nur 7 Prozent der Weltackerfläche ernähren75. Dies wird sich, aus meiner Sicht, zunehmend als ein Problem für die chinesische Bevölkerung darstellen, denn durch das enorme Bevölkerungswachstum wird die Agrarwirtschaft zwangsläufig mehr Menschen ernähren müssen, bei gleichzeitig rückläufiger Anbaufläche76. Um diese Herausforderung zu meistern, müsste China entweder die unerschlossenen Flächen in Stand setzen, wobei hierfür dann wieder Transportverbindungen gebaut werden müssten77. Andernfalls, wenn Peking diese Entscheidung nicht trifft, müsste das Land Nahrungsmittel aus dem Ausland teuer importieren, die Nahrungsmittelpreise würden steigen oder müssten staatlich subventioniert78. In jedem Fall stehen Investitionen in die Landwirtschaft an, um die Bevölkerung zu ernähren. Denn diese ist letztendlich die Triebfeder des Wirtschaftswachstums. Die Investitionen in die Landwirtschaft werden zu einem gewissen Teil die Konsumenten durch erhöhte Preise tragen, was schrittweise eine Verschlechterung der chinesischen Lebensbedingungen bedeuten wird. Da China seine Bürger jedoch braucht, weil eben Diese für das Wachstum verantwortlich sind, denke ich, dass China durchaus daran interessiert ist, die Konditionen für das chinesische Leben zu verbessern. Auch hier kann man zum Vergleich in deutsche Geschichte zurückblicken. Zu Zeiten der Industrialisierung gab es ebenfalls keine sozialpolitischen Maßnahmen. Es ist der gleiche Prozess, den wir damals durchschritten haben, in welchem sich China momentan befindet. 79

Um wirklich gefährlich für uns in Deutschland zu werden, muss China innenpolitisch für Stabilität sorgen, denn der Norden des Landes ist zum Spannungsfeld geworden. Während in den Küstenprovinzen Wohlstand durch das Wirtschaftswachstum zunimmt80, herrscht im Norden des Landes, besonders in den Provinzen Liaoning, Jilin und Heilongjiang, Armut durch enorme Arbeitslosigkeit. Früher florierte dort durch Stahlindustrie und Kohlebergbau die Wirtschaft, doch die Fabriken sind schon lange geschlossen. Vor allem Tagelöhner, die nach Arbeit suchen, zeichnen hier das Straßenbild. Sollte es hier zu Unruhen kommen, könnte sich dies leicht auf andere Provinzen übertragen und so für eine großflächige Instabilität sorgen81. Das Land müsste außerdem massiv gegen korrupte Beamte und Gouverneure in den Provinzen vorgehen, da diese wenig am Gemeinwohl, sondern an der persönlichen Bereicherung interessiert sind82.

Wenn die Zentralregierung es nicht schafft Unruhen zu unterbinden und langfristig Stabilität zu erreichen, könnten sich aufgebrachte Bevölkerungsmassen auf das gesamtwirtschaftliche Klima auf der ganzen Welt auswirken, da China heute der Motor des Globalisierungsprozesses ist. Denn das Land verbuchte 2008 den absolut höchsten Zuwachs im internationalen Handel. Die Rückgänge während der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2009 waren, relativ gesehen, gegenüber anderen großen Handelsnationen geringer83.

Ein starker Partner oder ein unberechenbarer Kontrahent?

Der chinesische Binnenmarkt

China gewinnt weltweit an Bedeutung. Für uns alle. Ich denke, dass der Grund für die extreme Bedeutungszunahme Chinas in der stufenweisen Liberalisierung des Außenhandels liegt84. Denn die Liberalisierung des Außenhandels ist mit einer exportorientierten Entwicklungsstrategie und dem Zufluss ausländischer Direktinvestitionen verbunden85. An den Exporterfolgen sind in hohem Maße Unternehmen beteiligt, die mit ausländischem Kapital in den geöffneten Gebieten an der Küste gegründet wurden. Eine weitere Ursache für den Anstieg der Exporte ist deren Förderung durch den Staat86. So darf die Exportindustrie seit 1984 Rohstoffe und Zwischenprodukte zollfrei importieren. Chinas Aufstieg zu einer der wichtigsten Exportnationen ist vor allem auf die Inanspruchnahme der Kostenvorteile bei der Produktion einfacher arbeitsintensiver Produkte zurückzuführen, da die Löhne vergleichsweise niedrig sind87.

Aber zurück zu dem chinesischen Markt für deutsche Firmen. Wie groß ist der chinesische Markt nun tatsächlich? Von den rund 1,3 Milliarden Einwohnern des Landes leben circa 50 Prozent in den Städten, das sind über 500 Millionen Menschen. Das Nationale Statistikbüro gibt das verfügbare Einkommen in den Städten für 2005 mit 1.300 US-Dollar pro Kopf und Jahr an, ein Anstieg um 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit umfasst es aber nicht einmal annähernd die 5.000 US-Dollar im Jahr, welche nach allgemeiner Auffassung nötig sind, um starken Privatkonsum in einer Volkswirtschaft zu erlauben. Mit 405 US-Dollar liegt das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen auf dem Land noch deutlich darunter. Das verfügbare Einkommen der in den Städten lebenden Chinesen macht somit nicht einmal 5 Prozent des durchschnittlichen amerikanischen Wertes in Höhe von rund 29.000 US-Dollar aus. Zudem muss man beachten, dass die chinesische Bevölkerung sich aufgrund von wirtschaftlichen Reformen und der demografischen Entwicklung zunehmend ernährungstechnisch selbst versorgen muss. Das wirkt sich übergreifend dann auch auf die ohnehin hohe Sparquote der Chinesen aus, welche dann weiter steigen wird74. Die deutschen Unternehmen wittern große Geschäfte in China, haben ihren Blick jedoch nur auf die Einwohnerzahlen und deren Statistiken. Der Absatz von westlichen Gütern für Privathaushalte wird nicht so schnell anschlagen, wie von den Medien propagiert. Die Chinesen müssen erst einmal langsam an einen Privatkonsum herangeführt werden und sollten sich durch die schrittweise Heranführung daran gewöhnen. Der Konsum wird kommen, es ist nur eine Frage der Zeit88

[...]


1 WirtschaftsWoche Global: Der Aufstieg des Drachen, 2012 (S.3).

2 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.46).

3 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.47).

4 WDR: „Ein Leben als Marionette“: http://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag1708.html (Abruf: 09.12.13.

5 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.48).

6 6 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.49).

7 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.50).

8 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.51/ 52).

9 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.53).

10 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.54).

11 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.55).

12 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 03/2008 (S.56/ 57).

13 Wikipedia: „Sonderwirtschaftszone – Volksrepublik China“: http://de.wikipedia.org/wiki/Sonderwirtschaftszone#VolksrepublikChina (Abruf: 09.12.13).

14 Beijing Rundschau: „Shzenzhen: Vom Fischerdorf zur modernen Metropole“: http://german.beijingreview.com.cn/german2010/zhuanti/txt/2010-08/25/content294007.htm (Abruf: 09.12.13).

15 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 05/2004 (S.11).

16 OWC –Verlag für Außenwirtschaft: Direktinvestitionen weiter im Aufwärtstrend: http://www.owc.de/2013/08/26/direktinvestitionen-in-china-weiter-im-aufwaertstrend/ (Abruf: 09.12.13).

17 Handelsblatt: „China könnte alle Goldbestände aufkaufen“: http://www.handelsblatt.com/finanzen/rohstoffe-devisen/devisen/riesige-devisenreserven-china-koennte-alle-goldbestaende-aufkaufen/7881656.html (Abruf: 09.12.13)

18 Querschuesse: Solide BIP- und Wirtschaftsdaten aus China: http://www.querschuesse.de/solide-bip-und-wirtschaftsdaten-aus-china/ (Abruf: 09.12.13).

19 DER SPIEGEL:“Der chinesische Traum“, 01/2011 (S.76).

20 Spektrum.de: „China – Entwicklungsland oder drittgrößte Volkswirtschaft?“: http://www.spektrum.de/alias/dachzeile/china-entwicklungsland-oder-drittgroesste-volkswirtschaft/821091 (Abruf: 09.12.13).

21 Spiegel Special: „China – Die unberechenbare Supermacht“, 05/2004 (S.112f).

22 Focus.de: „Täglich 150 Jobs nach China“: http://www.focus.de/finanzen/news/goodbye-germanyaid84207.html (Abruf: 09.12.13).

23 Handelsblatt: „Große Konkurrenz für deutsche Exporteure“: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/wachstumsmarkt-china-grosse-konkurrenz-fuer-deutsche-exporteure/7952634.html (Abruf: 09.12.13)

24 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.10).

25 Wallstreet-Online: „Wachsende Bedeutung Chinas als Absatzmarkt für Euro-Exporte“: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/3097738-absatzmarkt-china-wachsende-bedeutung-chinas-als-absatzmarkt-von-euro-exporten (Abruf: 09.12.13).

26 WirtschaftsWoche: „Chinas Mittelstand entdeckt den Konsum“: http://www.wiwo.de/politik/ausland/wohlstand-chinas-mittelschicht-entdeckt-den-konsum/6895698.html (Abruf: 09.12.13).

27 Aspekt Magazin: „Deutschland – Insel der Glückseligen?“: http://aspekt-magazin.de/deutschland-insel-der-glueckseligen/ (Abruf: 09.12.13).

28 Yahoo!: „Deutscher Außenhandel mit China“: http://de.nachrichten.yahoo.com/infografik-deutscher-au%C3%9Fenhandel-china-074113675.html (Abruf: 09.12.13).

29 Auswärtiges Amt: Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und Deutschland“: http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/China/Bilateralnode.html (Abruf: 09.12.13).

30 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.13).

31 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.13).

32 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.32f).

33 WirtschaftsWoche: „Daimler holt China-Experte von BMW“: http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/wachstumsmarkt-daimler-holt-china-experten-von-bmw/9019602.html (Abruf: 09.12.13).

34 Welt Online: „Chinesische Investoren drängen nach Europa“: http://www.welt.de/print/diewelt/wirtschaft/article106437818/Chinesische-Investoren-draengen-nach-Europa.html (Abruf: 09.12.13).

35 DER SPIEGEL: „Prinzip Sandkorn“, 35/2007 (S.34).

36 Handelsblatt: „Chinesen sorgen für Neustart“: http://www.handelsblatt.com/archiv/tcl-uebernimmt-insolventen-tv-hersteller-chinesen-sorgen-fuer-neustart-bei-schneider/2198298.html (Abruf: 09.12.13).

37 Welt Online: „Amerika fokussiert längst Asien“: http://www.welt.de/print-wams/article113162/Amerika-fokussiert-laengst-Asien.html (Abruf: 09.12.13).

38 Handelsblatt: „Markenimage – Deutsch ist geil“: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/made-in-germany-markenimage-deutsch-ist-geil/5746232.html (Abruf: 09.12.13.

39 Süddeutsche.de: „Qualität made in China?“: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/spielzeug-aus-china-qualitaet-made-in-china-1.772668 (Abruf: 09.12.13).

40 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.8- 11).

41 Wikipedia: „Vier große Erfindungen des alten Chinas“:

42 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.13).

43 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.8- 11).

44 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.13).

45 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.13).

46 31 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.13).

47 31 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.13).

48 WirtschaftsWoche Global: „Der Aufstieg des Drachen“, 2012 (S.13.

49 48 Bundesregierung.de: „Enge Zusammenarbeit vertiefen“: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2013/05/2013-05-26-besuch-li-keqiang.html (Abruf: 09.12.13)

50 Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie: „China – Wirtschaftliche Beziehungen“: http://www.bmwi.de/DE/Themen/Aussenwirtschaft/laenderinformationen,did=316542.html (Abruf: 09.12.13.

51 Deutsche Bank Research: „Chemieindustrie in China: international auf Überholspur“: http://www.dbresearch.de/PROD/DBRINTERNETDE-PROD/PROD0000000000191202.pdf (Abruf: 09.12.13).

52 52 Focus.de: „Handel zwischen Deutschland und China“: http://p4.focus.de/img/gen/T/m/HBTm8HnlPxgenr467xA.jpg (Abruf: 09.12.13).

53 Handelsblatt: „China hängst Deutschland immer öfter ab“: http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/bertelsmanns-studie-china-haengt-deutschland-immer-haeufiger-ab/8308478.html (Abruf: 09.12.13).

54 Bertelsmann Stiftung: „China fordert Deutschland heraus“: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/nachrichten116668.htm (Abruf: 09.12.13).

55 55 Frankfurter Rundschau: „Studie: China hängt Deutschland auf wichtigen Auslandsmärkten ab“: http://www.fr-online.de/wirtschaft/studie--china-haengt-deutschland-auf-wichtigen-auslandsmaerkten-ab,1472780,23138748.html (Abruf: 09.12.13).

56 Welt Online: „Deutsche Autobauer expandieren in Chinas Westen“: http://www.welt.de/wirtschaft/article115478638/Deutsche-Autobauer-expandieren-in-Chinas-Westen.html (Abruf: 09.12.13).

57 Bertelsmann Stiftung: „China fordert Deutschland heraus“: http://www.bertelsmann-stiftung.de/cps/rde/xchg/bst/hs.xsl/nachrichten116668.htm (Abruf: 09.12.13).

58 Süddeutsche.de: „Konkurrenz aus China setzt deutsche Exportwirtschaft unter Druck“: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/studie-der-bertelsmann-stiftung-konkurrenz-aus-china-setzt-deutsche-exportwirtschaft-unter-druck-1.1690023 (Abruf: 09.12.13).

59 Metro Group: „Interview: China ist der Gewinner der Globalisierung“: http://www.metrogroup.de/internet/site/tschina/node/44512/Lde/ (Abruf: 09.12.13)

60 Wallstreet-Online: „Wachsende Bedeutung Chinas als Absatzmarkt für Euro-Exporte“: http://www.wallstreet-online.de/nachricht/3097738-absatzmarkt-china-wachsende-bedeutung-chinas-als-absatzmarkt-von-euro-exporten (Abruf: 09.12.13).

61 WirtschaftsWoche Global: Der Aufstieg des Drachen, 2012 (S.50f).

62 Spiegel Online: „Chinas Präsident bei Obama: Hu hört weg“: http://www.spiegel.de/politik/ausland/chinas-praesident-bei-obama-hu-hoert-weg-a-740476.html (Abruf: 09.12.13).

63 taz.de: „78 Wochenstunden für Apple“: http://www.taz.de/!120794/ (Abruf: 09.12.13).

64 taz.de: „Tibetische Bloggerin unter Hausarrest“: http://www.taz.de/!118554/ (Abruf: 09.12.13).

65 Franz Xaver Heckl: Terra– Der asiatisch-pazifische Raum und Südasien. Ernst Klett Verlag, 2006 (S.84f).

66 Wikipedia: „Industrielle Revolution in Deutschland“: http://de.wikipedia.org/wiki/IndustrielleRevolutioninDeutschland (Abruf: 09.12.13).

67 Gustav-Heinemann-Schule: „Umweltprobleme in der Industriellen Revolution“, http://www.ghs-mh.de/comenius/projects/comm/mhenv1.htm (Abruf: 09.12.13).

68 Zeit-Online: „Wachstum bedeutet Selbstzerstörung“: http://www.zeit.de/2010/02/Forum-Wachstum (Abruf: 09.12.13).

69 Konrad-Adenauer-Stiftung Washington: „China auf dem Weg zur Supermacht?“: http://www.kas.de/wf/doc/kas7545-544-1-30.pdf, S.2 (Abruf: 09.12.13).

70 heise online: „Der Aufstieg Chinas zur politischen und wirtschaftlichen Weltmacht“: http://www.heise.de/tp/artikel/19/19949/1.html (Abruf: 09.12.13).

71 FAZ: „China ist kein Schwellenland“: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswachstum-china-ist-kein-schwellenland-12636208.html (Abruf: 09.12.13)

72 Harvard University Press: „Deng Xiaopeng and the Transformation of China”: http://www.hup.harvard.edu/catalog.php?isbn=9780674055445 (Abruf: 09.12.13).

73 Franz Xaver Heckl: Terra– Der asiatisch-pazifische Raum und Südasien. Ernst Klett Verlag, 2006 (S.56-61).

74 Karl Pilny: Tanz der Riesen – Indien und China gegen die Welt. Campus Verlag, 2006 (S.172f).

75 Future on Wings: „Die Gefährdung der Böden – Aktuelle Fragen und Probleme“: http://www.future-on-wings.net/dokumente/Bodenheft.pdf, S.18 (Abruf: 09.12.13).

76 Süddeutsche.de: „China pachtet gigantische Anbaufläche in der Ukraine“: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ringen-um-nahrungsmittel-china-pachtet-gigantische-ackerflaeche-in-der-ukraine-1.1777437 (Abruf: 09.12.13).

77 Deutsche Asia Pacific Gesellschaft e.V.: „Logistik in China – quo vadis?“: http://www.dapg.de/Content/news/2009-12-Logistik-Kummer%26Tong.html (Abruf: 09.12.13).

78 Inter Press Service: „Food Worries Rise in China”: http://www.ipsnews.net/2011/01/food-worries-rise-in-china/ (Abruf: 09.12.13).

79 Konrad-Adenauer-Stiftung: „Sozialpolitik“: (Abruf: 09.12.13).

80 Franz Xaver Heckl: Terra– Der asiatisch-pazifische Raum und Südasien. Ernst Klett Verlag, 2006 (S.62f).

81 Spiegel Special: „China – Aufstieg zu Weltmacht“, 05/2004 (S.116-117)

82 Deutsche Welle: „China treibt Kampf gegen Korruption voran“: http://www.dw.de/china-treibt-kampf-gegen-korruption-voran/a-17169266 (Abruf: 09.12.13)

83 Spiegel Special: „China – Aufstieg zu Weltmacht“, 05/2004 (S.116-117).

84 Franz Xaver Heckl: Terra– Der asiatisch-pazifische Raum und Südasien.Ernst Klett Verlag, 2006 (S.54).

85 SW-Cremer.de: „Chinas Öffnung zum Weltmarkt“: http://www.sw-cremer.de/downloads/chinas-oeffnung-zum-weltmarkt.pdf (Abruf: 09.12.13).

86 YouTube: „3Sat-Dokumentation: China – Aufstieg zur Weltmacht“: http://www.youtube.com/watch?v=vVFs00NYsuU (Abruf: 09.12.13).

87 Klett.de: „Chinas wachsende Bedeutung in der Welt“: http://www2.klett.de/sixcms/media.php/229/29260X-0509.pdf, S.104f (Abruf: 09.12.13).

88 Karl Pilny: Tanz der Riesen – Indien und China gegen die Welt. Campus Verlag, 2006 (S.174f).

Details

Seiten
39
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656941132
ISBN (Buch)
9783656941149
Dateigröße
989 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v295865
Note
1,7
Schlagworte
china gefahr deutschland eine analyse

Autor

  • Noah Bani-Harouni (Autor)

    1 Titel veröffentlicht

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Titel: Ist China eine Gefahr für Deutschland? Eine Analyse