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Carl Einsteins "Bebuquin" und sein frühes Denken

Der Roman als erkenntnis- und kunsttheoretische Reflexion

Bachelorarbeit 2014 45 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Carl Einstein frühes Denken
2.1 Erkenntnistheoretische Grundlagen
2.1.1 Mach und die Aufhebung des Subjekt-Objekt-Antagonismus
2.1.2 Erkenntnis: Halluzination, Kausalität und Sprache
2.2 Kunst und Wirklichkeit: Einsteins frühe Kunsttheorie
2.2.1 Schöpfung durch Kunsterkenntnis
2.2.2 Voraussetzungen: Mythos und Totalität
2.3 Einsteins ‚Romantheorie’

3. Bebuquin als erkenntnis- und kunsttheoretische Reflexion
3.1 Form und Sprache
3.2 Positionsfiguren und inkonsistenter Erzähler
3.3 Literarisierung einer Theorie
3.3.1 Bebuquin - eine Reflexion
3.3.2 Das Wunder und der Tod

4. Ein Ausblick

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Carl Einstein wurde am 16. April 1885 als einziger Sohn Daniel Einsteins, ein jüdischer Religionslehrer, und seiner Ehefrau Sophie in Neuwied am Rhein geboren. Nachdem Daniel Einstein im Jahre 1899 in einer Nervenanstalt verstarb, vermutlich hat er sich das Leben genommen1, verlässt der junge Carl Einstein ohne Abitur die Schule, beginnt eine Banklehre, die er nicht abschließt, und schreibt sich 1904 in Berlin an der Universität ein - ein Studium, das er ebenfalls ohne Abschluss beendet. In seiner Studienzeit jedoch be- ginnt Einstein seine ersten kunsttheoretischen sowie literarischen Arbeiten und hat seine ersten Veröffentlichungen in den Zeitschriften Demokrat und Aktion, herausgegeben von Franz Pfemfert. 1906 beginnt Einstein dann seine Arbeit am Bebuquin, der zwei Jahre später in Teilen in Franz Bleis Zeitschrift Opale abgedruckt wird. Der gerade Anfang Zwanzigjährige gilt ab seiner Veröffentlichung als einer der „führenden Köpfe der Avantgarde“2 Nach einem Gotteslästerungsprozess in den Zwanzigerjahren beschränkt sich Einstein auf das Veröffentlichen kunsttheoretischer Texte. Seine Arbeit am Bebuquin führt er jedoch zeitlebens weiter. Nach Teilnahme am ersten Weltkrieg und später dem Kampf gegen die spanischen Faschisten an der Seite der Anarcho-Syndikalisten, begeht Einstein 1940 auf der Flucht vor den nationalsozialistischen Truppen Deutschlands bei Pau Selbstmord. Hiermit beginnt Einstein über Jahre in Vergessenheit zu versinken.

Es ist Sybille Penkert und ihrer Monografie von 1969 zu verdanken, dass ab Ende der Sechzigerjahre eine Einstein-Renaissance eingeleitet wurde und die Forschung sich mit dem Theoretiker und Schriftsteller zu beschäftigen beginnt. Vor allem sein frühes literarisches Hauptwerk Bebuquin ist in den folgenden Jahren Gegenstand unterschiedlichster Analysen und Interpretationen geworden.

Der erste Versuch einer Darstellung von Einsteins Kunsttheorie in Hinblick auf sein lite- rarisches Werk, unternimmt Heidemarie Oehm Mitte der Siebziger in ihrer Monografie Die Kunsttheorie Carl Einsteins. Oehm hat sich hier zum Ziel gesetzt, Einsteins Kunst- theorie in ihren einzelnen Entwicklungsphasen anhand des Pariser und des Berliner Nach- lasses zu rekonstruieren, seine Positionen innerhalb der Kunst und Kunsttheorie kritisch zu bestimmen und von dort aus weitere Einzeluntersuchungen vorzunehmen. Sie unter- scheidet in Einsteins theoretischem Denken zwei aufeinanderfolgende Positionen; einem subjektivistischen und einem materialistischen Ansatz.3 Der subjektivistischen Kunstthe- orie, der ersten Phase, die laut Oehm bis zu Beginn der Dreißigerjahre andauert, ist Einst- eins Roman Bebuquin zuzuordnen. Diese Unterteilung in zwei Phasen wurde in den Folgejahren in der Einstein-Forschung verschiedentlich kritisiert. So stellt Riechert4 dar, dass gegen Oehms Annahme, die gedankliche Wende setzte im Jahre 1933 mit der Machtergreifung Hitlers ein, bereits in den Zwanzigerjahren ein Standpunktwechsel in Bezug auf Einsteins ästhetisches Denken stattgefunden habe. Oehm habe übersehen, dass die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges dazu führten, dass Einstein den Einfluss der Kunst auf gesellschaftliche Gegebenheiten von diesem Zeitpunkt an revidierte. Gegen die Annahme einer resignativen Aufgabe der Tätigkeit als Dichter habe diese Einsicht den Grundstein für Einsteins späteres Werk dargestellt. Diese Zäsur stelle den Übergang vom Literaten hin zum „Kulturphilosophen“5 Einstein dar.

In dieser Arbeit wird nachfolgend der Versuch unternommen den Bebuquin in Hinblick auf seine kunst- und erkenntnistheoretischen Aspekte hin zu interpretieren. Hierbei wird sich an Einsteins frühem subjektivistischen Denken orientiert werden. Einstein fordert bereits in Vathek für die Kunst: „[M]an gebe konzentrierte Resultate - keine Wege.“6 Diese Wege lassen sich neben den teils schwer verständlichen theoretischen Schriften vor allem im Nachlass finden, was erklärt, dass Oehm sich besonders auf diese bezieht. Einsteins Terminologie ist nicht immer eindeutig und seine Gedankengänge komplex. Durch die Klärung der Termini werden aber seine theoretischen Veröffentlichungen ebenfalls leichter verständlich, was einer Deutung des Bebuquin schlussendlich zuträglich ist.

Undatierte Belege aus dem Pariser und Berliner Nachlass werden zwar teilweise auch mit angeführt, dies aber nur dann, wenn sie sich kontextuell und klar auf Begriffe beziehen, die Einsteins frühem Denken nicht widersprechen.7 Belege aus späten Texten wie Die Fabrikationen der Fiktion, in denen Einstein seine frühen Aussagen revidiert und, beson- ders in genanntem Text, gegen „die gesamte Intellektuellenwelt der Décadence - und somit gegen sich selbst“8 anschreibt, werden in dieser Arbeit nicht zu Hilfe gezogen.

Eine tatsächliche Trennung zwischen Erkenntnis-, Kunst- und Romantheorie, wie es die Kapitelaufteilung suggerieren mag, ist nicht zu machen und dient nur der Darstellbarkeit, denn tatsächlich sind diese drei Bereiche eng miteinander verwoben und verschränkt. Kleinschmidt bezeichnet den Bebuquin als „ein Argumentationsraum für philosophische und ästhetische Probleme“9. Dies trifft zwar zu, jedoch ist es wichtig, Einsteins Denken und seine Termini10 die im Roman so nicht unbedingt aufgelöst werden, vorher zu klären. Neben der grundlegenden Monografie Oehms werden vor allem Hansjörg Dieners Dich- tung und Verwandlung, Rüdiger Riecherts Kunst zwischen Schöpfung und Verwandlung, Christoph Brauns Zwischen Ästhetik und Anarchismus, Thomas Krämers Romantheorie und Textkonstitution, Vanessa Gleuens Zwischen Philosophie und Literatur und beson- ders für das Ende Klaus Kiefers Aufsatz Äternistisches Finale oder Bebuquins Aus-Sage für diese Arbeit von großer Relevanz sein.11

Eine komplette Deutung des Bebuquin mag ein Ding des Unmöglichen sein. Selbst mit der Beschränkung auf erkenntnis- und kunsttheoretische Aspekte, lässt sich dieses Ziel nur schwerlich erreichen und es kann im Rahmen dieser Arbeit nicht auf jeden Aspekt tief gehend eingegangen werden.12 Diese Arbeit kann also nur ein erster Ansatz und Grundlage für eventuelle Folgeuntersuchungen sein. Das erklärte Ziel dieser Arbeit ist es, Einsteins frühes theoretisches Denken, separiert in Erkenntnis-, Kunst- und Romantheo- rie, darzustellen, was nachfolgend zu einer hierauf beruhenden Analyse des Bebuquin dient. Diese wiederum soll schlussendlich auf die Möglichkeit einer alternativen Deutung des Inhaltes hinweisen.

2. Carl Einstein frühes Denken

2.1 Erkenntnistheoretische Grundlagen

Wir haben keine Wahrheit mehr, die alten Notdürfte und Verpflichtungen des Instinkts sind abgeblaßt. Die Wünsche hängen hohl und weitfaltig um abgema- gerte Dinge. Man lernte die Gebundenheit zugleich als Wille verstehen, und da man alles wollen konnte, verloren wir die Werte. - Die allzugroße Freiheit hat uns verarmt, Phantasie gestattet, alles ohne tatsächliche Realität zu genießen. […] Langeweile, die uns zur zerreißenden Differenzierung führt, entsetzliche Einsicht, daß alles nur Perspektive ist.13

Friedrich Nietzsches Essay Ueber Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne gilt mit als die Schrift, die die Sprach- und Erkenntniskrise in die Moderne führte. Erkenntnis wird hier von Nietzsche an die menschliche Perspektive gebunden. Menschliche Erkennt- nis sei nicht besser als die einer Mücke14 und habe „mit objektiver Erkenntnis oder abso- luter Wahrheit nichts zu tun“15. Ebenfalls wird die Frage aufgeworfen, ob Sprache über- haupt ein angemessenes Mittel sei, Realität darzustellen. Laut Nietzsche sei sie dies nicht. Sprache beruhe auf dem Bilden von konventionalisierten Metaphern, die lediglich dazu dienen, menschliche Wünsche der Ordnung auszudrücken.16 Laut Nietzsche, so fasst Kie- sel zusammen, sei menschliche Welterkenntnis nur im Medium der Sprache möglich. Diese ist die lautliche Umsetzung von Einbildungen, die nicht den Dingen entsprechen, sondern den menschlichen Empfindungs- und Vorstellungsmöglichkeiten.17

Dennoch seien die Menschen dem Trugschluss erlegen, durch Sprache Wahrheit ausdrücken zu können;18 Nietzsche folgert aber, „die Wahrheiten sind Illusionen, von denen man vergessen hat, dass sie welche sind“19.

Das Werk Friedrich Nietzsches stelle den Dreh- und Angelpunkt in der Entwicklung der Moderne dar - ein Werk, das von der Idee durchzogen ist, dass alle Werte relativ sind.20 Dies sind Gedanken, die auch auf den jungen Einstein großen Einfluss hatten. Bereits früh wird durch dessen Mitschriften deutlich, die er während seines Studiums in den Jah- ren zwischen 1904 und 1908 bei Alois Riehl und Georg Simmel in Berlin anfertigte,21 in einer Zeit, in der er sich stark mit dem Werk Nietzsches befasste, dass Einstein die klassi- sche Erkenntnistheorie, in der sich das erkennende Subjekt und die erkannt werdenden Objekte getrennt voneinander als Einheiten gegenüberstehen, für problematisch erach- tet.22 Heidemarie Oehm fasst diesen Gedankenkomplex prägnant in ihrer Monografie von 1976 zusammen:

Für Einstein hat die Fragestellung der traditionellen Erkenntnistheorie - wie gelangt das Subjekt zur Erkenntnis der Außenwelt - ihre Gültigkeit verloren, vielmehr findet sich das Ich immer schon in der Welt vor, so daß sich die Frage nach einer vom Subjekt unabhängigen Außenwelt als sinnlos erweist, da diese nur soweit in Betracht kommen kann als sie bereits in das Bewusstsein des Subjekts eingetre- ten ist. Der Antagonismus von Subjekt und Objekt, die Vorstellung einer bewußtseinsunabhängigen, wenn auch letztlich nicht erkennbaren Außenwelt und die Annahme eines konstanten, nicht der Zeit unterworfenen, transzendentalen Subjekts, wie sie die Kantische Erkenntnistheorie bestimmen, wer- den von Einstein durch eine ständig sich verändernde, dialektische Funktionsbeziehung zwischen Subjekt und Objekt ersetzt, in der beide die Rollen von Variablen spielen, die sich gegenseitig affizie- ren.23

Einsteins erkenntnistheoretische Grundlagen lassen sich neben Nietzsche vor allem auf vier Philosophen zurückführen - Plato, Kant, Schopenhauer und Mach. Bis auf Mach sind dies Namen, die ebenfalls im Bebuquin genannt werden. Jedoch grenzt sich Einstein von den erstgenannten stark ab. Im Rahmen dieser Arbeit werden die Theorien Platons, Kants und Schopenhauers aus Platzgründen ausgespart werden und vor allem auf Mach Bezug genommen werden, da sich hier die größten Überschneidungen finden lassen. An dieser Stelle sei besonders an die Monografien von Geuen und Braun verwiesen, die im Detail auf die Einflüsse Platons, Kants und Schopenhauers auf Einstein eingehen.

2.1.1 Mach und die Aufhebung des Subjekt-Objekt-Antagonismus

Wie der 1923 geschriebene Brief an Kahnweiler, in dem Einstein in der Retrospektive auf den Bebuquin und sein frühes Denken eingeht, zeigt, bezieht sich Einstein mit seinen erkenntnistheoretischen Annahmen vor allem auf den österreichischen Philosophen, Phy- siker und Wissenschaftstheoretiker Ernst Mach, der Einsteins Denkansätzen bezogen auf erkenntnisphilosophische Überlegungen tatsächlich am nächsten kommt. Für diese Arbeit wird Mach spätestens aus dem Grunde wichtig sein, „da seine [Anm. d. Verf.: Machs] Auffassung von Erkenntnismöglichkeiten auch dem Bebuquin zugrunde liegt“24. Im Fol- genden soll in Kürze dargestellt werden, wie Mach das Subjekt-Objekt-Verhältnis, die Wirklichkeit und die Erkenntnismöglichkeiten des Menschen versteht. Dies wird als Grundlage zum Verständnis von Einsteins erkenntnis- und kunsttheoretischem Denken dienen.

Die Wirklichkeit baut sich bei Mach aus verschiedenen Objekten beziehungsweise Kör- pern im Raum auf, was auch das wahrnehmende Subjekt25 mit einschließt. Der Leib wird ebenso als Objekt wahrgenommen wie auch die anderen Körper im Raum mit dem Unter- schied, dass er sensorisch empfindet und beispielsweise einige seiner Teile anders als andere Körper wirken. Mach setzt den Fokus auf die Relationen zwischen den einzelnen Elementen. Handelt es sich um Relationen zwischen Körpern untereinander, so spricht er vom Physischen. Ist der wahrnehmende Leib in diese Funktionen eingebunden, so spricht er von psychischen Elementen beziehungsweise von Empfindungen. Durch die Einwir- kung der Elemente auf das Ich wird der Gegensatz von Innen- und Außenwelt relativiert und lediglich eine Sache der Perspektive, denn die äußeren Elemente sind, sobald sie auf den Leib des Ichs einwirken, stets beides - physisch und psychisch.26 Konsequent weiter- gedacht, lässt sich schließen, dass die Position der vom Ich abhängigen Elemente und das von den Elementen beeinflusste Ich „die Welt scheinbar als Selbständige zum Ver- schwinden [bringt], indem sie den Gegensatz zwischen derselben und dem Ich ver- wischt“27.

Für Einstein gilt: „Ein i s o l i e r t e s Ich gibt es ebensowenig als ein isoliertes Ding. D i n g und I c h sind provisorische Fiktionen gleicher Art.”28 Genau diese Aufhebung des Dualismus von Subjekt und Objekt, der die Beziehung der Elemente untereinander in den Fokus rückt, war für Einstein das Relevante an Mach und wurde integraler Bestandteil seiner eigenen Theorie.29 Der Dualismus von Ich und Ding wird durch dieses Verständnis aufgelöst und als die „Fiktion isolierter Dinge“30 demaskiert; „nun tritt an die stelle des statisch begriffhaften wirklichen das funktionswirkliche“31. Realität als monistische Ge- gebenheit anzusehen wird somit obsolet. Die Wirklichkeit wird nicht mehr als konstant betrachtet, sondern die sich verändernden nicht konstanten Funktionsbeziehungen zwi- schen den Elementen rücken in den Blick der Analyse. Neben der statischen Wirklichkeit schreibt Einstein hier von der Begriffhaftigkeit. Im Kontext der Sprachkritik und den Aussagen Nietzsches wird dieses Zitat Einsteins noch verständlicher werden.

Der Zusammenhang von Subjekt und Objekt wirkt klaren, wenn man Einsteins Verständ- nis der beiden Entitäten genauer betrachtet. Oehm bezeichnet das Einstein’sche Subjekt treffend als „die Inkarnation des konservativen, unschöpferischen Prinzips schlechthin“.32 Einstein versteht das Subjekt, das Ich, „diese blöde Fälschung“33, als Hang zur Verein- heitlichung34. Das Subjekt neige dazu, tendenziell neuen Erfahrungen ihren Wert als No- vum zu berauben und sie stets gleichbleibend wirken, beziehungsweise in diesem Sinne eben nicht wirken zu lassen. Objekte wirken auf das Subjekt als „Zwang zur gleichen Rutschbahn“35. Sie leiten das Subjekt in alte Denkmuster und normieren somit jede po- tenziell neue Erfahrung. Einstein gehe davon aus, dass sich der Dualismus von Subjekt und Objekt erst retrospektiv ergibt; sie seien „lediglich ‚Rückstände’ einer funktionalen Beziehung zwischen beiden.“36

Erst wenn die funktionale Beziehung zwischen beiden Elementen gelöst wurde, wird dieser Dualismus organisiert. Während des tatsächlichen Aktes des Erlebens seien beide Elemente lediglich funktionale Teile einer Beziehung.37

Dennoch ist das Subjekt die wahrnehmende Instanz. Die schlussendliche Frage noch ei- ner vom Subjekt unabhängigen Außenwelt ist für Einstein, wie oben zu lesen, völlig ob- solet, da sich die Außenwelt erst im Subjekt selbst manifestiere. Für Einstein ist somit die vorsetzliche Zerstörung des bewussten Ichs nur konsequent. Das, was Oehm die „halluzi- nativ [bestimmte] Primärrealität“38 nennt, werde so wieder hergestellt.39 „Das Subjekt bzw. das Ich ist für Einstein ein vereinheitlichender Zwang, um Identität dort herzustel- len, wo es eigentlich keine gibt.“40 Das dualistische Verhältnis von Subjekt und Objekt werde erst durch den bewussten Teil des Subjektes geschaffen, der die beiden voneinan- der und somit die Funktionseinheit trenne.41 Doch ist es ebendieses Spannungsverhältnis zwischen Subjekt und Objekt, das die Wirklichkeit überhaupt erst entstehen lasse.42

Nachdem die Auflösung des Subjekt-Objekt-Antagonismus bei Carl Einstein dargestellt wurde, soll es in folgenden Teilen des Kapitels um Einsteins Begriffe der Erkenntnis gehen, die auf dem Dargestellten beruhen.

2.1.2 Erkenntnis: Halluzination, Kausalität und Sprache

Die Erkenntnis bei Einstein beruht auf Denken. Was hier eventuell wie eine sehr banale Aussage wirken mag, ist jedoch in einem größeren Theoriekomplex zu sehen und soll nun näher dargestellt werden.

Im Kontext der Einstein’schen Theorie steht sein Begriff des Denkens „stellvertretend als begriffliche Metapher für Worte wie ‚Funktion’, ‚Absolutes’ etc“.43 Denken ist also nicht als aktiver und gelenkter Akt des Subjektes zu verstehen, sondern vielmehr eine im Un- bewussten stattfindende gegenseitige Beeinflussung von Objekt und Subjekt im Sinne der oben dargestellten Theorie Machs. Das Denken „geschieht ausserhalb des Logischen und verläuft größtenteils intuitiv“44 Weiter noch, Einsteins Verständnis des Denkens, wie aus dem Pariser Nachlass hervorgeht, besagt, dass es „ausserhalb des Kausalen [liegt]“45 und „zur Erkenntnis im strikten Gegensatz [steht]“46. Dennoch entspringt die Erkenntnis dem Denken und ist dessen Ergebnis. Das Erkennen, so schreibt Einstein in Der Snobb, „ist identisch mit Überwinden“47 und stellt somit als Ergebnis dessen, den Vernichtungsakt des akausalen Denkens und Empfindens dar.

Da es im Denken zu einem Zugleich der Gegensätze kommt, wird diese Alogik mit der Erkenntnis überwunden.48 Die Erkenntnis, so Geuen, versteht Einstein „als ‚Ermuedungserscheinung’, die fälsche, weil sie eben fixiere und die Dynamik des Denkens und Empfindens zum Erliegen bringe.“49

Das Denken wiederum entspringe einer kognitiven Stufe, die Einstein das Halluzinative nennt. Das Erkennen resultiert folglich ebenfalls aus der Halluzination.50 In der For- schung wird Einsteins schwer zu fassender Halluzinationsbegriff verschiedentlich, teil- weise widersprüchlich dargestellt51, oder ein Definitionsversuch von einigen Autoren gar nicht erst vorgenommen.

Einstein schreibt in einem nachgelassenen Fragment zum Bebuquin, dass er „unter Hallu- zination […] ein zwanghaftes Stauen, das eine Vernichtung der stabilen Ichsfäre und damit dessen realität einschließt“52, versteht. Die Betonung liegt hier auf „Ichsfäre“ und „dessen realität“. Durch die Halluzination wird die subjektive, auf Logik beruhende Wirklichkeit ausgeblendet. Wie auch noch im akausalen Denken, stellt das halluzinative Verschmelzen von Subjekt und Objekt somit für Einstein einen Modus der Erfahrung dar, in dem Ich und Welt nicht länger voneinander getrennt beziehungsweise entfremdet sind. Durch die Auflösung des bewussten, rationalisierenden wie zensierenden Oberflächen- Ichs wird die „Primärrealität“53 in ihrer Vollständigkeit erfahrbar.

Denken und Empfinden stellen das Gegensatzpaar zu Kausalität, Logik und Erkenntnis dar. Das Halluzinative sei in diesem Komplex als Vermittler zu verstehen, dem die Gedanken und Empfindungen entspringen. Die Erkenntnis wiederum entspringe hier dem Denken und ist als Ergebnis dessen zu werten, zerstöre allerdings das Denken, das akausal, ungerichtet und alogisch ist.54

Ein weiterer Faktor, der zur Vereinfachung des Erlebens führt, ist die Sprache. Diese wird, wie auch schon von Nietzsche, als unzureichend gewertet und führt zu einer Inkon- gruenz zwischen subjektiven Erleben und dem verbalen Ausdruck dessen. Hierbei hande- le es sich nicht lediglich um eine Sprachkrise, sondern um ein Zerfallen der Realität gene- rell. Bei Einstein resultiere aus dieser Problematik ein tiefer Konflikt zwischen dem kon- kreten subjektiv-qualitativen Erleben und dem Abstraktum von begrifflichem Erkennen.55 Für Einstein ist „das Wort Wirklichkeit nur […] Sprachrudiment“56 Diese erkenntnistheo- retische Neuerung, von Conrad Fiedler bereits gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts gemacht, zeigt, dass Sprache keinen adäquaten Verweischarakter mehr habe und nichts außerhalb ihr selbst Liegendes bedeuten könne, womit Sprache nicht mehr der Ausdruck eines Seins ist, sondern nur noch die Form eines Seins darstellt.57 Wirklichkeit im Sinne Einsteins stellt einen Prozess ständiger Veränderung dar. So gesehen ist es eine Unmöglichkeit, dass es Erlebnisse gibt, die sich wiederholen. Alleine die ungenaue sprachliche Fixierung suggeriere einen Eindruck von Wiederholbarkeit.58

2.2 Kunst und Wirklichkeit: Einsteins frühe Kunsttheorie

2.2.1 Schöpfung durch Kunsterkenntnis

„Die Moderne, das gilt als ein ausgezeichnetes Signum dieser Epoche, ist die Epoche einer entgötterten, entzauberten, säkularisierten Welt.“59

„Ein Gesetz, ein sichtbares ist zu konstruieren, das uns trennt, das uns Glauben gibt, trotzdem es unsere Konstruktion ist.“60

Um Einsteins Kunsttheorie zu verstehen, ist es notwendig zeitlich recht weit auszuholen. Anzusetzen wäre hier bereits in der Antike, seit der die Kunst als mimetische Nachbil- dung der Natur verstanden wurde. Dieses Kunstverständnis, ausgehend von Aristoteles, war die Grundlage unter der die Künste jahrhundertelang betrachtet und verstanden wur- de. Im christlich-religiösen Sinne umgedeutet, bedeutet das Prinzip der Mimesis jedoch nicht lediglich Nachahmung der Natur. Die Natur verstanden als die Schöpfung Gottes, führt durch die Nachahmung dieser zur Darstellung von Gottes Schöpferkraft. Hierin lag die Legitimation der Kunst im Sinne einer göttlichen Wahrheit begründet.61

Spätestens dann mit Kants Kritik der reinen Vernunft aus dem Jahre 1781 tritt eine geis- tesgeschichtliche Zäsur auf und die Auffassung von Kunst als Nachahmung der Natur ändert sich nachhaltig. Die Grundlage eines allumfassenden und -umspannenden Kosmos als Bezugspunkt wird deutlich infrage gestellt, wodurch die Natur nicht mehr als gegebe- nes und in sich geschlossenes System verstanden wird, sondern auf der Auslegung der Menschen beruhend. Die subjektive Wahrnehmung steht nun im Mittelpunkt und die Natur beziehungsweise die Welt wird zu einem geistigen und subjektabhängigen Pro- dukt.62

Diese Einsicht führte Heinrich von Kleist in seine sogenannte Kant-Krise. Nihilismus, Verunsicherungen und eine längere Schreibblockade waren das Ergebnis. In einem Brief an seine Verlobte versucht er die eingeschränkte Wahrnehmung des Menschen durch den Vergleich mit grünen Gläsern63 darzustellen. Hätte der Mensch statt seiner Augen ebengenannte Gläser, so würde er die Dinge alle grün wahrnehmen und er könnte nicht sagen, ob es lediglich der Schein ist, der ihn zu dieser Wahrnehmung führt.64 Kunst weiterhin als Mimesis einer objektadäquaten Welt zu betrachten, stellte sich unter genannten Gesichtspunkten als haltlos dar. Der Künstler ist nun nicht länger nachahmender Handwerker und Epigone, sondern selber zum - wenn auch nicht göttlichen - Demiurgen geworden. Er bildet nicht länger nur Vorhandenes ab, sondern erschafft autark Neues aus sich und seiner subjektiven Anschauung heraus.

Einstein geht gedanklich noch einen Schritt weiter, indem er Kunst als einen Akt der Rebellion beschreibt, indem er postuliert, dass Kunst kein Versuch der Anpassung an Vorhandenes sei, sondern einen Gegentrieb hierzu darstelle. Er sehe das Kunstschaffen als Weigerung, die Welt als gegeben zu akzeptieren.65 Das, was im bürgerlichen Sinne als Wirklichkeit verstanden wird, ist das, wogegen der Künstler als Demiurg revoltiert. Künstlerisches Schaffen ist somit auch immer als ein Akt der Revolte gegen die breite Masse der Gesellschaft und deren Konventionen zu verstehen.

Oehm fasst Einsteins Gründe für die Absage an die reproduzierende Kunst zusammen. Kunst als Tautologie, als Nachbildung einer als gegeben verstandenen Realität führe zur Stärkung der herrschenden, der bürgerlichen Klasse und deren Ideologien. Die Objekte werden zwangsläufig zu den Inkarnationen von konventionalisierten Wahrnehmungs- und Denkprozessen. Diese Sicht auf die Dinge ist aus Einsteins Perspektive klar abzulehnen. Der zweite Grund ist, dass ebendiese Objekte, wenn die Subjekt-Objekt-Relation dualis- tisch verstanden wird, das Subjekt die Objekte der Außenwelt als konstant und unabhän- gig vom Subjekt interpretiere;66 dies steht im krassen Gegensatz zum innerlichen Wahr- nehmungsmodus der Halluzination.

Auch Fiedler schlussfolgerte, dass es in der Kunst beziehungsweise kunsttheoretisch zu Neuerungen kommen muss. Kunst, als Gebiet auf dem sich mit der Wirklichkeit ausei- nandergesetzt wird, ist nun nicht länger Mimesis, sondern ein Mittel zur Kreation. Ästhe- tisch betrachtet ist hier mit der Kunst ein Mittel zur „Produktion der Wirklichkeit“67 im Sinne also einer eigenen, subjektiven Realität, gegeben. Diese Sicht Fiedlers und sein kunsttheoretisches Werk allgemein haben auf Einstein nachweislich großen Einfluss aus- geübt.68

Wie also auch Fiedler versteht Einstein Kunst als Medium des Erkenntnisgewinns. An- ders jedoch als der Erkenntnisgewinn der durch das bewusste Ich, das kausale Denken und die Verknappung der Erfahrung durch die komplexitätsmindernde Sprache konstru- iert wird, wird die durch Kunst gewonnene Erkenntnis von Einstein positiv gewertet. Es muss hier folglich klar zwischen zwei Formen der Erkenntnis unterschieden werden. Einstein selbst benutzt für diese zweite Art der Erkenntnis den Terminus der Kunster- kenntnis69. Durch die kreative Schöpfung beziehungsweise den Schaffensprozess eines Werkes erfolgt ein Erkenntnisgewinn. Erst durch die Formung einer neuen Realität im und durch das Kunstwerk könne Erkenntnis erlangt werden.70 Dies fasst Einstein in Über den Roman aphoristisch zusammen: „Kunst ist eine Technik, tatsächliche Bestände und Affekte zu erzeugen.“71 Die von Einstein besonders wichtig eingeschätzte Funktion von Kunst ist somit die Veränderung der Wahrnehmung. Das künstlerische Schaffen ist für ihn ein Akt der auf das Bewusstsein subversiv einwirkt. Festgefahrene Anschauungen und mentale Muster haben die Möglichkeit durch Kunst erschüttert und auf neue Weise kritisch betrachtet zu werden, was im Endeffekt die persönliche Wahrnehmung und so auch die subjektiv wahrgenommene Realität verändert - in Einsteins Worten eine „Um- bildung der Weltvorstellung“72.

Aus diesem Zusammenhange lässt sich Einsteins Wissenschafts- und Vernunftkritik ableiten. Dadurch, dass in der Wissenschaft Vorstellungen von Subjekt und Objekt als gegeben vorausgesetzt werden, seien diese im Sinne Einsteins komplett irrational, somit fragwürdig und hypothetisch.73

Die Wirkungsbereich, also die Bereiche in denen Erkenntnis durch die Kunst erlangt werden kann, differenziert Einstein, wie auch bereits Lessing die Wirkungsfelder der Kunst unterteilt habe.74 Den bildenden Künsten und der Literatur kommen hier separierte Teilbereiche erkenntnisbildender Aufgaben zu. Diese Aufgabenfelder sind Zeit und Raum - Zeit als Bereich der Literatur und Raum als der Bereich der bildenden Künste.75,76

Das was den Unterschied zwischen Kunst und Wissenschaft und der aus diesen resultie- renden Erkenntnis ausmache, seien Logik und Kausalität.77 Kunsterkenntnis steht also außerhalb dieser Simplifizierung und bietet Erkenntnis in all ihrer Komplexität. Kunst jedoch ist nicht der einzige Bereich, in dem dieses Denken in Widersprüchen vorherrscht - Religion und Mythos beruhen ebenfalls hierauf. Im Folgenden soll nun der Zusammenhang von Kunst und Mythos aufgezeigt werden und näher auf Einsteins Begriff der Totalität eingegangen werden.

[...]


1 Vgl. Hierzu Penkert: Carl Einstein, S.33.

2 Diener: Dichtung als Verwandlung, S. 18; Die Schwierigkeit Einstein ästhetisch zuzuordnen, soll in dieser Arbeit keine übergeordnete Rolle spielen. Zwar fällt sein Name öfter im Zusammenhang mit dem Expressio- nismus, doch polemisiert er selber gegen diese Bewegung. (Vgl. hierzu Sorg: Gärten der Zeichen, S.10.) Einstein selbst sah im Kubismus die Bestätigung seines eigenen literarischen Schaffens. (Vgl. Diener, S. 23f.)

3 Vgl. Oehm: Kunsttheorie, S. 7f.

4 Vgl. Riechert: Schöpfung und Vernichtung, S. 14-16.

5 Ebenda, S. 16.

6 Einstein: Werke, S. 44.

7 Oehm beispielsweise bezieht sich stark auf die Nachlassschriften und belegt mit diesen die frühe Kunsttheorie Einsteins. Da dem Verfasser dieser Arbeit die Nachlassschriften nicht zur Verfügung standen, werden diese aus Oehms Monografie zitiert.

8 Geuen: Zwischen Philosophie und Literatur, S. 14.

99 Kleinschmidt: Nachwort, S. 72.

10 Beispielsweise Einsteins Begriff des Denkens.

11 Die vollständigen Titel sind bei den Literaturangaben zu finden.

12 Autoren wie Thomas Krämer behalfen sich hier, indem sie eine Satz-für-Satz-Analyse durchführten. Hier- bei wurde sich allerdings nur auf die ersten vier Kapitel beschränkt. Vorteilhaft ist dies, da sich zeigen lässt, wie der Text bei Null anfängt und sich entwickelt. Größere Zusammenhänge werden hier aber ausgelassen werden müssen. Problematisch auch bei diesem Vorgehen ist die Tatsache, dass die ersten vier Kapitel einige Jahre vor dem Verfassen des restlichen Romans entstanden sind, was zwangsläufig zu stilistischen und for- malen Abweichungen führte.

13 Einstein: Der Snob, Werke, S. 33.

14 Vgl. Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge, S. 189f.

15 Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne, S.183.

16 Vgl. Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge, S. 193f.

17 Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne, S. 184.

18 Vgl. Nietzsche: Über Wahrheit und Lüge, S. 194.

19 Ebenda, S. 196.

20 Vgl. Petersen: Roman der Moderne, S. 168.

21 Vor allem Kunstgeschichte und Philosophie.

22 Vgl. Riechert: Schöpfung und Vernichtung, S. 18.

23 Oehm: Kunsttheorie, S.14.

24 Geuen: Zwischen Philosophie und Literatur, S. 16.

25 Mach benutzt hier vorerst den Begriff Leib.

26 Vgl. Mach, S. 5-11.

27 Mach, S. 9.

28 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, S. 12.

29 Vgl. Oehm: Kunsttheorie, S. 11.

30 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, S.12.

31 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, S. 14.

32 Ebenda, S. 13.

33 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, S.12.

34 Vgl. ebenda, S.13; „notre tendance d’unir“; Oehms Übersetzung mit „Funktion der Vereinheitlichung“ scheint kontextuell hier etwas problematisch.

35 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, S. 13; aus dem PNL.

36 Ebenda, S. 16.

37 Vgl. Ebenda, S. 15.

38 Ebenda, S. 20; zum Begriff der Halluzination siehe unten.

39 Vgl. ebenda: Kunsttheorie, S. 20.

40 Geuen: Zwischen Philosophie und Literatur, S.27.

41 Vgl. Oehm: Kunsttheorie, S. 20.

42 Vgl. Diener: Dichtung als Verwandlung, S. 38.

43 Oehm: Kunsttheorie, S. 98.

44 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, S. 98.

45 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, ebenda.

46 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, ebenda.

47 Einstein: Werke, S. 34.

48 Vgl. Geuen: Zwischen Philosophie und Literatur, S. 30.

49 Ebenda, S. 30.

50 Vgl. ebenda, S. 30 f.

51 Vgl. hierzu beispielsweise Oehm: Kunsttheorie auf S. 20 und Geuen: Zwischen Philosophie und Literatur auf S. 30f.

52 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, S. 20.

53 Oehm: Kunsttheorie, S. 30.

54 Vgl. Geuen: Zwischen Philosophie und Literatur, S. 30

55 Vgl. Diener: Dichtung als Verwandlung, S. 78.

56 Zitiert nach Oehm: Kunsttheorie, S. 16; aus dem Berliner Nachlass.

57 Vgl. Fiedler: Schriften über Kunst, S. 143.

58 Vgl. Oehm: Kunsttheorie, S.16.

59 Vietta: Mythos in der Moderne, S. 14.

60 Einstein: Der Snobb, Werke, S. 33.

61 Vgl. Gethmann-Siefert: Einführung in die Ästhetik, S.125 f.

62 Vgl. Diener: Dichtung als Verwandlung, S. 15f.

63 Dieses Beispiel wird hier genannt, da auch im Bebuquin die Farbe Grün und Gläser bzw. Behältnisse eine Rolle spielen. In der Literatur wurde bis jetzt allerdings noch kein Zusammenhang zwischen diesen bei Kleist und Einstein hergestellt.

64 Vgl. Kiesel: Geschichte der literarischen Moderne, S. 177f.

65 Vgl. Diener: Dichtung als Verwandlung, S. 17.

66 Vgl. Oehm: Kunsttheorie, S.28f.

67 Fiedler, S. 129.

68 Vgl. beispielsweise Diener: Dichtung als Verwandlung, S. 18f.

69 Vgl. Einstein, Werke, S. 214; in den Anmerkungen zur Totalität.

70 Vgl. Oehm: Kunsttheorie, S. 36.

71 Einstein: Werke, S.148.

72 Ebenda, S. 215; in den Anmerkungen zur Totalität.

73 Vgl. Braun, S. 22 f.

74 Vgl. Diener: Dichtung als Verwandlung, S. 50.

75 Vgl. ebenda, S. 71.

76 Im Rahmen dieser Arbeit wird Einsteins Raumtheorie, hier verweise ich noch einmal an Dieners Monografie, der diesen sehr detailliert darstellt, nicht relevant sein. Näher auf sein Zeitverständnis wird weiter unten im Abschnitt über die Romantheorie eingegangen werden.)

77 Quast: Das Neue und die Revolte, S. 125.

Details

Seiten
45
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656939177
ISBN (Buch)
9783656939184
Dateigröße
642 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v295956
Institution / Hochschule
Universität zu Köln – Institut für deutsche Sprache und Literatur
Note
1,0
Schlagworte
Carl Einstein Bebuquin Kunsttheorie Erkenntnistheorie Frühexpressionismus Expressionistisches Jahrzehnt Dilettanten des Wunders Kubistische Literatur Roman der Moderne

Autor

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Titel: Carl Einsteins "Bebuquin" und sein frühes Denken