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Apple & Samsung. Zwei Technik-Riesen im Vergleich

Eine Analyse von Fundamental-, Risiko- und Bilanzkennzahlen

Seminararbeit 2015 59 Seiten

BWL - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung, Definition und Vorgehensweise

2 Vorstellung der Unternehmen
2.1 Samsung Electronics Co., Ltd
2.2 Die Samsung Electronics Vision
2.3 Apple Incorporated
2.4 Ökologische Verantwortung
2.5 Die Kehrseite der Medaille
2.6 Beziehung der beiden Unternehmen und mögliche Konkurrenz

3 Kapitalmarktorientierte Fundamentalanalyse

4 Risikoanalyse
4.1 Risikodiversifikation und Value at Risk
4.2 Zukunftsvorsorge und Investitionsrisiko

5 Bilanzanalyse
5.1 Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse
5.1.1 Ergebnisquellenanalyse und Erfolgsspaltung
5.1.2 Steuerpolitik
5.1.3 Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen
5.1.4 Rentabilität und Leverage-Effekt
5.2 Zwischenfazit
5.3 Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse
5.3.1 Vermögensstrukturanalyse
5.3.2 Kapitalstrukturanalyse
5.3.3 Horizontale Bilanzanalyse
5.4 Kapitalflussrechnung

6 Diskriminanzanalyse

7 Abschließende Handlungsempfehlung

8 Anhang

9 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Samsung - Geschäftsbereiche

Abbildung 2: Samsung - Unternehmensziele

Abbildung 3: Apple - Geschäftsbereiche

Abbildung 4: Absatzzahlen von Smartphones im dritten Quartal 2013 &

Abbildung 5: Aktienkursverlauf

Abbildung 6: Marktkapitalisierungsvergleich

Abbildung 7: Value at Risk - 1 Handelstag

Abbildung 8: Value at Risk - 20 Handelstage

Abbildung 9: Value at Risk - 250 Handelstage

Abbildung 10: Forschungs- und Entwicklungsrate

Abbildung 11: Apple - Operatives Ergebnis

Abbildung 12: Samsung - Operatives Ergebnis

Abbildung 13: Operative Gewinnmarge im Vergleich

Abbildung 14: Samsung - globale Umsatzverteilung

Abbildung 15: Apple - globale Umsatzverteilung

Abbildung 16: Apple - Laufzeiten der Verbindlichkeiten

Abbildung 17: Steuersätze

Abbildung 18: Vermögensstruktur im Vergleich

Abbildung 19: Samsung - Produktion, Forschung, Mitarbeiter und Umsätze in und um Asien

Abbildung 20: Leverage-Effekt

Abbildung 21: Debitoren- und Kreditorenlaufzeit

Abbildung 22: Verschuldungsgrad und Rücklageanteil

Abbildung 23: Verbindlichkeitenspiegel

Abbildung 24: Anlagendeckung im Vergleich

Abbildung 25: Samsung - Kapitalflussrechnung

Abbildung 26: Apple - Kapitalflussrechnung

Abbildung 27: Diskriminanzanalyse

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung, Definition und Vorgehensweise

Apple und Samsung: Für viele Menschen bestimmen die Produkte dieser Unternehmen den Alltag. Sowohl der angebissene Apfel als auch das schlichte Oval sind weltbekannt, ihr Erfolg in den letzten Jahren spricht für sich. Doch kaum jemand kennt die Konzerne hinter den beliebten Technikprodukten, die von ihnen angeboten werden. Deshalb ist es interessant zu überprüfen, ob die beiden Technologiekonzerne gegenwärtig für Investoren attraktive und sichere Anlagemöglichkeiten bieten. Dabei soll nach einer grundlegenden Vorstellung der beiden Konzerne, ihrer Unternehmenspolitik und ihren Zielen anhand einer Fundamental-, Risiko- und Bilanzanalyse die potenzielle zukünftige Ertragskraft und Rendite einer Investition in eines oder beide Unternehmen bestimmt werden. Zuletzt wird eine zweifach univariateDiskriminanzanalysedurchgeführt und anschließend eine Handlungsempfehlung auf Basis der Ergebnisse abgegeben.

In diesem Auszug wird das Tochterunternehmen Samsung Electronics behandelt, nicht die Samsung Group, da der Konkurrenzfaktor zu Apple Inc. in dem Fall weiter verwässert würde.Dabei wird von einem verfügbaren Kapital in Höhe von 100.000 US-Dollar ausgegangen. Diese Währung wird während des gesamten Auszugs verwendet, die von Samsung in koreanischen Won (KRW)angegeben Werte in werden unter Annahme eines einheitlichen Wechselkurses von 1055.2999 KRW/ 1 US-Dollar umgerechnet, dieser wurde auch im Geschäftsbericht zum Jahre 2013 von Samsung Electronics verwendet. Dabei wird Samsung in orange dargestellt, Apple in grün.Wenn nicht anders angegeben, basieren die Zahlen auf den offiziellen Jahresabschlüssen von Apple und Samsung Electronics zu den Geschäftsjahren 2012[1] [2], 2013[3] [4] und 2014[5].

Das Geschäftsjahr von Apple endet zum Oktober, weicht also vom Kalenderjahr ab. Deshalb stehen hier auch bereits die vollen Informationen zu den drei letzten Geschäftsjahren zur Verfügung. Bei Samsung beziehen sich die Zahlen von 2014 nur auf einen Zeitraum von neun Monaten, beginnend mit dem 1.1.2014.[6] Sie entstammen dem Interim Business Report zum dritten Quartal 2014 und können also bei Erfolgskennzahlen dementsprechend niedriger sein. Zur Bildung eigener Interpretationen sind im Anhang Tabellen mit allen Kennzahlen zu finden, die in dieser Arbeit behandelt werden. Dabei wird empfohlen, die jeweiligen Jahresabschlüsse zur Überprüfung zur Hand zu haben.

2 Vorstellung der Unternehmen

2.1 Samsung Electronics Co., Ltd.

Hauptsitz: Suwon (Südkorea)

Rechtsform: Aktiengesellschaft

Mitarbeiter: 326,000

Gründung: 1969

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Samsung - Geschäftsbereiche

Der mit der südkoreanischen Samsung Group konsolidierte Elektronik-Konzern Samsung Electronics & Co. Ltd. gehört in vielen Technologie-Bereichen der Weltspitze an. Kein anderes Unternehmen verkauft mehr Smartphones, Fernseher, Speicherchips und Netzwerk-Technologien. Dabei macht Samsung Electronics mit 326,000 Mitarbeitern in über 80 Ländern und jährlich rund 200 Milliarden US-Dollar Umsatz den größten Anteil am Mutterkonzern aus. Zu Samsung Electronics gehören knapp 200 Tochterunternehmen rund um den Globus. Das Flaggschiff des Konzerns ist (mit wachsender Bedeutung) die Produktion und der Vertrieb von mobiler Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik: Während 2012 noch 205 Millionen Smartphones verkauft wurden (bei einem Marktanteil von 31%), waren es 2013 schon fast 300 Millionen, der Marktanteil betrug 29.5%. Neben Smartphones werden unter anderem auch Fernseher, Tablets, Computer, Notebooks, Arbeitsspeicher und verschiedene Displayarten hergestellt und verkauft.[7]

2.2 Die Samsung Electronics Vision 2020

Dieses Zukunftsmodell des Konzerns beruht auf dem Motto „Die Welt inspirieren und die Zukunft gestalten“.[8] Konkret bedeutet dies, dass sie jedem die Nutzung digitaler Geräte und Medien ermöglichen wollen. In Zahlen: ein Umsatz von 400 Milliarden US-Dollar bis zum Jahre 2020 wird angestrebt, zusätzlich soll der erste Platz in der weltweiten IT-Branche und ein Marktwert unter den insgesamt besten 5 erreicht werden. Weiterhin sollen, wie inAbbildung 2erkennbar ist, die Arbeitsbedingungen und das Image des Unternehmens verbessert werden. Inwiefern diese Ziele momentan realistisch sind wird im weiteren Verlauf dieser Arbeit überprüft.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Samsung - Unternehmensziele

2.3 Apple Incorporated

Hauptsitz: Cupertino, California (USA)

Rechtsform: Incorporated

Mitarbeiter: 92,600

Gründung: 1976

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Apple - Geschäftsbereiche

1976 mit einem Startkapital von 1300 US-Dollar gegründet, gehört das Unternehmen Apple Inc. heute mit 92,600 Mitarbeitern und rund 180 Millionen US-Dollar Umsatz zu den weltweit größten und erfolgreichsten Unternehmen. Bereits in den 1980er Jahren nahm Apple mit den ersten Personal Computern eine Vorreiterrolle ein, bis es dann vom Konkurrenten Microsoft verdrängt wurde. Erst mit der Entwicklung des iPods, iPhones und des iPads wurde die Basis für den heutigen Erfolg gelegt: Jetzt ist Apple nach Marktkapitalisierung das mit Abstand wertvollste Unternehmen der Weltund hat mit rund 13% den zweitgrößten Marktanteil von Smartphones nach Samsung Electronics.[9] Heute werden neben portablen Audio- und Multimediageräten weiterhin PCs, Notebooks und Smartphones vertrieben. Ab dem dritten Quartal 2014 werden auch die sogenannten iWatches (Computeruhren)und ein Bezahlsystem namens Apple Pay angeboten, das Kreditkarten und Bargeld ersetzen soll, aber zunächst nur testweise in den USA durchgeführt wird.[10]

2.4 Ökologische Verantwortung

Während die Ziele des Konkurrenten Samsung eher wirtschaftliche sind, hat Apple sich auf Nachhaltigkeit spezialisiert. Dabei wird die ökologische Verantwortungin den Vordergrund gestellt. Apple möchte seine Wirkung auf den Klimawandel durch die Benutzung von recyclebaren und pflanzenbasierten Materialien reduzieren, außerdem soll die Verwendung von Giftstoffen reduziert werden.[11] Dadurch sollen die Arbeitsbedingungen verbessert und die begrenzten Ressourcen geschont werden. Hierdurch wird auf die seit 2006 mehrfach durch Umweltschützer ausgeübte Kritik reagiert. Auch Samsung möchte durch Fokussierung auf erneuerbare Energien gegen den Klimawandel angehen[12].

2.5 Die Kehrseite der Medaille

Sowohl Apple als auch Samsung wurden in der Vergangenheit häufiger aufgrund der Arbeitsbedingungen in ihren zuliefernden Unternehmen kritisiert und haben Negativpreise erhalten. Schockierendes Beispiel dafür ist Apples und Samsungs langjähriger Zulieferer Foxconn, bei dem bereits Fangnetze in den Produktionsstätten angebracht wurden um Mitarbeiter am Suizid zu hindern.Foxconn wurde mit den Selbstmorden von 18 chinesischen Wanderarbeiterinnen in Verbindung gebracht.Apple reagierte darauf mit drastischen Überwachungsmaßnahmen der Zuliefererfirmen und einer Einführung einer eigenen Richtlinie zur Kontrolle der Arbeitsbedingungen. Diese Richtlinie enthält allerdings unter anderem Arbeitszeiten von 60 Stunden pro Woche.[13] Ob dies eine signifikante Verbesserung der Arbeitsbedingungen bedeutet ist fragwürdig.

Beim Mutterkonzern von Samsung Electronics, der Samsung Group, sah es lange nicht besser aus. Ganz im Gegenteil: neben unmenschlichen Arbeitsbedingungen und Kinderarbeit bei Samsung Electronicwurde Samsung und seinen Führungsmitgliedern bereits mehrere Male schwere Korruption in Form von Politikerbestechungen und Kartellbildung zur Preiskontrolle vorgeworfen.[14] [15] Außerdem wurde der Samsung-Chairman Lee Kun-hee schon zweimal wegen Steuerhinterziehung und Bestechung verurteilt, aber wieder begnadigt. Durch den massiven wirtschaftlichen Einfluss (rund 20% der Wirtschaftskraft gehen auf den Konzern zurück) ist Südkorea letztendlich auf Samsung und seine Umsätze angewiesen.[16] 150 Mitarbeiter von Samsung sollen aufgrund des alltäglichen Umgangs mit giftigen Chemikalien an Leukämie erkrankt sein.[17] Beide Unternehmen profitieren also in großem Maße von der günstigen Arbeitskraft in Asien, die letztendlich zulasten der betroffenen Arbeitnehmer geht.

2.6 Beziehung der beiden Unternehmenund mögliche Konkurrenz

Die beiden Unternehmen stehen in einem komplizierten Verhältnis zueinander. Apple ist ein wichtiger Kunde für Samsung, bereits 2005 wurden Speichermedien für den ersten iPod an Apple geliefert und seitdem generiert Apple einen wichtigen Bestandteil des Umsatzes derDevice Solutions-Sparte von Samsung Electronics.[18] Trotzdem geraten beide Unternehmen rechtlich immer wieder aneinander und fechten (zusammen mit nahezu allen anderen Unternehmen, die Smartphones herstellen) die sogenannten „Smartphone Wars“ aus.[19] Dabei geht es vor allem um Patentrechte und Designs, die Klagen umfassen meist dreistellige Millionenbeträge. Im Zuge dieser juristischen Auseinandersetzungen hat Apple im Jahre 2012 die Fertigungsaufträge für Samsung auf andere Unternehmen wie die Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) übertragen, mittlerweilewurde aber mit der Fertigung der Prozessoren des sechsten iPhones wieder ein Schlüsselauftrag von Apple an Samsung vergeben.[20]

Apple und Samsung machen zwar im Mobiltelefon-Segment nach wie vor die größten Marktanteile weltweit aus, allerdings gibt es auch einige andere Unternehmungen, die das Potenzial des Technikmarktes erkannt haben und dem Spitzenreiter aus Südkorea durch den Vertrieb von eigenen Produkten einige Prozente abgenommen haben. Dazu zählen vor allem Chinesische Hersteller wie Lenovo, Xaomi und Huawei.Der Markt scheint dennoch nicht saturiert zu sein, da immer noch ein Wachstum der Verkaufszahlen stattfindet und auch weiterhin erwartet wird. Dies macht sich auch in den Marktanteilen bemerkbar: Samsung verkauft ca. 10% weniger Smartphones als im Vorjahr, macht damit aber sogar25% wenigerAnteil am Markt aus, wie sich aus Abbildung 4: Absatzzahlen von Smartphones im dritten Quartal 2013 & 2014vomUS-Marktforschungsinstitut Gartner schließen lässt.[21] Apple hat im dritten Quartal hingegen ordentlich zugelegt. Dies ist sicherlich anteilig der Veröffentlichung der neuen Modelle der sechsten Generation des iPhones zuzurechnen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Absatzzahlen von Smartphones im dritten Quartal 2013 & 2014

Nicht nur die Handheld-Produkte von Samsung werden zunehmend von der chinesischen Konkurrenz bedroht. Auch in anderen Bereichen erobern andere asiatische Unternehmen immer mehr Marktanteile. Nennenswert sind hier vor allem die Haier Group und die bereits erwähnte Lenovo Group aus China und die LG Group (insbesondere LG Electronics Inc.) aus Südkorea. Haier gewinnt auf dem Haushaltsgerätemarkt an Bedeutung, während Lenovo außer Smartphones auch Computer und Notebooks vertreibt und bei Notebooks mittlerweile vor Hewlett-Packard (HP) Marktführer ist.[22] LG hat speziell durch den Verkauf von LCD-Fernsehgeräten in den letzten Jahren alle Unternehmen außer Samsung überholt und steht somit an zweiter Stelle.[23]

3 Kapitalmarktorientierte Fundamentalanalyse

Zur Beurteilungder möglichen Rendite einer Investition in Unternehmen ist der Aktienkurs von essentieller Bedeutung, da die Überlassung von Eigenkapital in den meisten Fällen über einen Erwerb von Aktien durchgeführt wird.

Als aktueller Aktienkurs wird der Schlusskurs vom 16.01.2015 festgesetzt. Die Aktie von Samsung Electronics wird dabei hauptsächlich am London Stock Exchange gehandelt, die Apple-Aktie an der amerikanischen National AssociationofSecurities Dealers AutomatedQuotations (Nasdaq). Die Schlusskurse der Stammaktien betragen 614.00 US-Dollar für Samsung Electronics und 105.65 US-Dollar für Apple.[24] [25] Es lassen sich also bei einem Budget von 100,000 US-Dollar163 Aktien von Samsung Electronics oder 943 Aktien von Apple Incorporated erwerben. Nebenkosten der Anschaffung und Abwicklung werden vernachlässigt.

Bei oberflächlicher Betrachtung der Abbildung 5kann zunächst angenommen werden, dass die Aktie von Samsung Electronics deutlich stärker schwankt als die Aktie von Apple. Dies macht sich letztendlich durch die geringere Anzahl an erwerbbaren Aktien (ungefähr 1:6) nur minimal bemerkbar, prozentual gesehen weisen beide Aktien eine ähnliche Schwankung auf.Über das Jahr sieht die Trendlinie von Samsungs Aktienkurs bogenförmig aus, ein leichter Anstieg bis Juni ist zu sehen, ab da fällt der Kurs.

Der Aktienkurs von Apple hingegenist über das letzte Jahr konstant gestiegen. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Apple hat seit 2012 massiv eigene Aktien zurückgekauft und dadurch dem vorher stetig fallenden Kurs entgegengewirkt.[26] Das Rückkaufprogramm läuft bis zum Ende des Kalenderjahres 2015, bis dahin sind weitere Kurssteigerungen möglich. Dieser Vorgang wird in der Bilanzanalyse detaillierter thematisiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Aktienkursverlauf[27] [28]

Nun sollen einige Kennzahlen ermittelt und interpretiert werden, die mit dem Aktienkurs in Verbindung stehen und eine Beurteilung der Börsenposition der Unternehmen ermöglichen sollen. Dazu werden das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Ergebnis je Aktie, die Marktkapitalisierung, die Dividendenrendite und die Volatilität herangezogen.

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (im folgenden KGV) zeigt dem Anleger, wie viele Jahre es bei aktueller Ertragslage dauert bis das Unternehmen den aktuellen Aktienkurs erwirtschaftet hat. Dazu dividiert man den aktuellen Börsenkurs durch das Ergebnis je Aktie, welches im nächsten Abschnitt genauer betrachtet wird.[29] Demnach ist ein möglichst geringes KGV anzustreben, dies kann aber auch als Zeichen von hohem unternehmerischem Risiko gedeutet werden. Samsung hat hier eindeutig die Nase vorn, das liegt aber hauptsächlich an der deutlich geringeren Anzahl ausgegebener Aktien. Dieser Umstand macht es leichter den Aktienkurs zu erwirtschaften. Samsung Electronics hat insgesamt nur 170 Millionen Aktien emittiert, Apple ungefähr 5,8 Milliarden. Dementsprechend unterscheidet sich auch die Marktkapitalisierung, wie in Abbildung 6zu sehen ist. Sie zeigt den Gesamtwert der Unternehmung an der Börse und ermittelt sich aus der Multiplikation der ausstehenden Aktien mit dem aktuellen Aktienkurs.Der Anstieg des Aktienkurses von Apple im letzten Geschäftsjahr ist in der Marktkapitalisierung des Jahres 2014 zu erkennen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Marktkapitalisierungsvergleich

Im KGVist eine andere Kennzahl bereits enthalten: das Ergebnis je Aktie. Anhand dieser Kennzahl kann der Anleger sehen, wieviel vom erwirtschafteten Gewinn ihm pro Aktie zustehen würde und in Verbindung mit der erhaltenen Dividende auch beurteilen, ob das Unternehmen viel von seinem Gewinn einbehält oder ausschüttet.[30] Durch die geringe Anzahl ausstehender Aktien schießt das Ergebnis je Aktie von Samsung Electronics geradezu in die Höhe: Den Anteilseignern hätten bei vollständiger Ausschüttung des Gewinns dreistellige Beträge zugestanden, sie haben allerdings im Schnitt nur 7 Dollar erhalten. Auch Apple bleibt mit seinen ausgezahlten Dividenden weit unter dem Ergebnis je Aktie, dementsprechend ist der thesaurierte Anteil vom Gewinn ebenfalls sehr hoch.

In diesem Kontext ist die Dividendenrendite eine weiterewichtige Kennzahl, denn sie drückt aus, wieviel der Anleger für sein investiertes Kapital zurückbekommt, indem die ausbezahlte Dividende in Relation zum zu zahlenden Aktienkurs gesetzt wird.[31] Die Dividende ist neben Kursgewinnen ein wichtiger Anreiz zur Gewinnung von Eigenkapitalgebern. Während Apple im Jahre 2011, vier Jahre nach Veröffentlichung des ersten iPhones und dem anschließenden Erfolg, erstmals wieder eine im Verhältnis geringe Dividende ausbezahlt hat, weisen beide Unternehmen seitdem mit einer Dividendenrendite von 1-2% stabile Werte vor.Der verschwindend geringe Wert von Samsung im Jahr 2014 ist zu vernachlässigen, da es sich hierbei um eine zwischenzeitliche Dividende handelt und diese im Normalfall gering ausfallen.

Die Volatilität (oder auch Standardabweichung)zeigt die Schwankungen einer Zeitreihe über einen bestimmten Zeitraum, je höher sie also ist, desto stärker schwankt in diesem Fall der Aktienkurs.[32] Wie bereits zu Beginn der Fundamentalanalyse angedeutet wurde, unterscheiden sich die Werte nur wenig, mit steigender Differenz auf längere Haltedauer.Samsung Electronics besitzt mit rund 1.43% pro Handelstag eine geringfügig höhere Volatilität, Apple ist also mit ungefähren 1.38% voraussichtlich die sicherere Anlage. Über ein Jahr unterscheiden sich die Werte mit 28% für Samsung und 21% für Apple schon deutlicher. Aber auch hier besteht bisher eine reine Beschränkung auf historische Werte, deshalb ist kaum eine sichere Prognose für die Zukunft möglich.

4 Risikoanalyse

Um den Gedankengang der Fundamentalanalyse weiterzuführen wird nun eine Analyse des vorhandenen Investitionsrisikos vollzogen.

Nach der Portfoliotheorie von Markowitz kann durch Investition in verschiedene Wertpapiere das Risiko verringert werden. Dabei sind die Korrelation, die Portfoliovolatilität und der mögliche Wertverlust der ausgewählten Aktien besonders wichtig, um eine Diversifikation des Risikos zu erzielen.[1] Je nach Risikoeinstellung des Anlegers kann dann eine vorläufige Handlungsempfehlung ausgesprochen werden, deren Richtigkeit in der Bilanzanalyse hinterfragt wird.

4.1 Risikodiversifikation und Value at Risk

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Value at Risk - 1 Handelstag

Der Korrelationskoeffizient drückt die Abhängigkeit von zwei Zeitreihen aus und nimmt dabei Werte zwischen 1 und -1 an. Ein Korrelationskoeffizient von 1 bedeutet dabei eine vollständig positive Korrelation, also zwei komplett gleichläufige Zeitreihen, während ein Korrelationskoeffizient von -1 komplett gegenläufige Zeitreihen anzeigt. Er kann durch Division der Kovarianz der beiden Zeitreihen durch die beiden multiplizierten Einzelvolatilitäten berechnet werden.[2] Hier beträgt der Korrelationskoeffizient rund -0.434, lässt also vermuten, dass sich die Aktienkurse von Apple und Samsung gegenläufig verhalten. Dies wird bei der Betrachtung der Portfoliovolatilität weiter bestärkt, da sie ungefähr 50% der beiden Einzelvolatilitäten beträgt. Sie zeigt die Schwankung des Portfoliowertes.[3] Man kann also annehmen, dass Risikodiversifikation erreicht werden kann. Zu Bestätigung können diese theoretischen Kennzahlen durch den Value at Risk (VaR)zu einem absoluten, monetären Wert umgewandelt werden. Der VaR ist ein Downsidemaß und zeigt daher nur die potentiellen Verluste an, keine möglichen Gewinne. In diesem Fall wird er mit Hilfe der Varianz-Kovarianz-Methode ermittelt. Dabei wird eine multivariate Verteilung der Kursschwankungen angenommen. Für seine Berechnung werden die beiden Einzelvolatilitäten und die Portfoliovolatilität verwendet und mit dem Depotwert und dem, dem Konfidenzniveau zugeordneten z-Wert der Normalverteilungstabelle multipliziert.[4] Zunächst ein Beispiel: In Abbildung 8 wird durch den ersten orangenen Balken der Verlust einer Investition über 100,000 Dollar in die Samsung Electronics-Aktie dargestellt, der nicht überschritten wird, wenn die Aktie 20 Handelstage an der Börse gehalten wird. Er beträgt in diesem Fall 7,594.95 Dollar. Dieser Wert ist allerdings nur geschätzt, und zwar mit einer Aussagesicherheit von 90%. Wenn man ein höheres Konfidenzniveau erreichen will, muss der VaR dann entsprechend nach oben korrigiert werden. Bei einer Aussagesicherheit von 95% sind es dann für Samsung über 20 Handelstage schon 9,731.04 Dollar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Value at Risk - 20 Handelstage

In dendreiumstehenden Abbildungen (Abbildung 8, Abbildung 7, Abbildung 9)sind die möglichen Verluste einer Investition in Samsung, Apple und einer Aufteilung zu 50% in beide Aktien über eine Haltedauer über 1, 20 und 250 Handelstagen aufgeführt. Dabei sieht man, dass sich der Value at Risk durch eine Investition in beide Aktien (hier in hellem Blau dargestellt) nahezu halbieren lässt, es findet also eine Risikodiversifikation statt. Bereits über 1 Handelstag kann man so mit 90-prozentiger Sicherheit sagen, dass der Wertverlust des Portfolios um fast 1000 US-Dollar geringer sein wird als der Wertverlust der Samsung-Aktie und sich damit fast um 50% reduziert.Nach Untersuchung des Risikos lässt sichfeststellen, dass der mögliche Wertverlust durch eine gemischte Investition in beide Aktien merklich verringert werden kann. Logisch, die Unternehmen konkurrieren unmittelbar in der gleichen Branche und besitzen dort die größten Marktanteile: wenn also der eine Aktienkurs fällt, steigt der andere und umgekehrt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Value at Risk - 250 Handelstage

Für risikoaverse Anleger gilt also zunächst: eine Investition in Apple und Samsung im Verhältnis 50/50 ist sinnvoll, während für risikofreudige Anleger gilt: Eine Investition zu 100% in Samsung scheint geringfügig lohnenswerter.

Um sich gegen weitere Restrisiken abzusichern kann (zusätzlich zu den Aktien) noch der Kauf von Aktienoptionen auf dieseerwogen werden. Hier wäre eine Long-Put-Position einzunehmen. Dazu wird eine Optionsprämie gezahlt und im Gegenzug das Recht erworben die Aktien nach einer gewissen Zeitspanne zum heutigen Börsenkurszu veräußern. Es wird also eine vorübergehende Absicherung gegen fallende Kurse erreicht.Durch die Optionsprämie werden allerdings auch Kursgewinne in Höhe dieser nichtig.

Alternativ kann natürlich ein Erwerb von Anleihen in Betracht gezogen werden. Apple bietet hier verschiedene Kupons von bis zu 4.45% über verschiedene Laufzeiten an(bei dem genannten Kupon bis zum Jahre 2044) an, während Samsung sogar Kupons von 7.7% bis zum Jahre 2027 anbietet.[5] [6]

4.2 Zukunftsvorsorge und Investitionsrisiko

Der nächste Abschnitt der Unternehmensanalyse soll nach Möglichkeit Auskunft darüber geben, welches der beiden Unternehmen besser für das zukünftige Geschäft vorgesorgt hat und somit das Aktienkursrisiko am besten gering halten kann. Dabei werden vornehmlich die Investitionspolitik und mit ihr in Verbindung stehende Aufwendungen und Auszahlungen genauer betrachtet. So lässt sich annähernd bestimmen, welchen Aufwand das Unternehmen betreibt um seine zukünftige Ertragskraft beizubehalten. Weiterhin wird die Risikostreuung der Finanzanlagen bestimmt. Da Apple und Samsung Electronics Technologieunternehmen sind, sind vor allem die Forschungs- und Entwicklungskostenrate und die Investitionsquoten relevant. Hohe Forschungs-und Entwicklungskosten können ein Hinweis auf die Entwicklung neuer Produkte und mit ihnen entstehende Patente und Lizenzen sein. Die Forschungs-und Entwicklungskostenrate berechnet sich durch Division der Forschungs-und Entwicklungskosten durch die erzielten Umsatzerlöse.[7]

Eine Steigerung dieser Kennzahl kann entweder bedeuten, dass das Unternehmen mehr in Forschung investiert oder, dass die Umsätze eingebrochen sind. Sowohl Apple als auch Samsung haben in den letzten Jahren ihr Aufwandspensum für Forschung und Entwicklung erhöht (siehe Abbildung 10), demnach können weitere Innovationen erwartet werden. Beispielsweise ist nun bekannt, dass Apple mit der iWatchein neues Produkt auf den Markt gebracht hat, dessen Erfolg nun beobachtet werden sollte.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Forschungs- und Entwicklungsrate

Samsung wendet im Vergleich zu Apple signifikant höhere Beträge für Forschung und Entwicklung auf. Dieser Umstand lässt sich durch die breitere Spannweite der von Samsung angebotenen Produktepalette leicht erklären: Produkte erfordern gerade im IT-Bereich eine konstante Weiterentwicklung, da man sonst rasant von der Konkurrenz überholt wird. Apple bietet deutlich weniger Produkte an und muss somit auch weniger Kosten für deren Verbesserung und Aktualisierung aufwenden.

Die Investitionsquote gibt den prozentualen Anteil der Investition am Anlagevermögen wieder. Eine hohe Investitionsquote ist eher positiv zu werten, da das Anlagevermögen erhalten wird und das Unternehmen eine fortwährend hohe Produktivität durch moderne Anlagen erwarten lässt[8]. Eine Aussage zur Notwendigkeit oder Qualität der Investitionen enthält diese Kennzahl jedoch nicht. Weiterhin ist sie sehr anfällig für Verfälschungen, beispielsweise durch Leasing.Apple hat seine Investitionsquote des Sachanlagevermögens von 52% auf 57% erhöht, während die Investitionsquote des Finanzanlagevermögens von 21% auf 6% drastisch gesunken ist. Apple hat allerdings bereits große Mengen an Finanzanlagen zu verbuchen und erwirbt mit dem Gewinn von 2013 hauptsächlich eigene Anteile. Deshalb ist es kein Wunder, dass der Bestand nur geringfügig erhöht wurde. Der Kapitalflussrechnung und dem Anlagenspiegel ist zu entnehmen, dass Apple in großem Stil verschiedene Wertpapiere an-und verkauft, teilweise im Umfang von über 200 Milliarden Dollar. Dementsprechend hoch ist auch ihre Risikostreuung, sie misst den Anteil der Finanzanlagen am GV und liegt konstant bei über 80%. Ihr thesauriertes Kapital ist also sicher angelegt.

Die Investitionsquoten des Sachanlagevermögens (SAV) von Samsung Electronics sindmit 33% in 2013 und 18% in 2014 kleiner als die von Apple.Aufgrund eines sehr viel höheren Sachanlagevermögens sind aber auch mehr Investitionen nötig, um die gleiche Quote zu erreichen.Weiterhin sollte eine hohe Quote in den Vorjahren keinen Grund zur Sorge geben, da wahrscheinlich Ersatzinvestitionen vorhanden sind.

5 Bilanzanalyse

Durch das Rückkaufprogramm von Apple wird der Aktienkurs nachweislich beeinflusst. Da die Unternehmen die Börsenvorgänge folglich in gewissem Maße mitbestimmen können, ist es unerlässlich zusätzlich zur Fundamental- und Risikoanalyse eine ausführlichere Bilanzanalyse zu erstellen, um möglichst zuverlässig über die Ertragskraft und Finanzlage der Unternehmung urteilen zu können. Hat eines der Unternehmen eventuell bereits Probleme oder lässt Schlüsse zu, die darauf hindeuten? Aus dem Aktienkurs lassen sich mögliche Probleme nicht direkt ableiten.Da kapitalmarktorientierte Unternehmen eine erhöhte Informationspflicht gegenüber den Anteilseignern besitzen, müssen umfangreiche Geschäftsberichte zu jedem Quartal angefertigt werden. Aus diesen lässt sich dann ein Eindruck der aktuellen Situation der Unternehmen gewinnen.

Zunächst aber ein paar grundlegende Informationen zur Bilanzierung: Apple bilanziert nach den Richtlinien der United States Generally Accepted Accounting Principles (kurz: US-GAAP), während Samsung nach den Korean International Financial Reporting Standards (K-IFRS) bilanziert. Diese sind nahezu identisch mit den Europäischen IFRS und wurden erst 2011 von der südkoreanischen Regierung eingeführt und verpflichten jedes gelistete Unternehmen zur entsprechenden Bilanzierung.[9] In beiden Fällen ist eine Bilanzierung nach US-GAAP und IFRS die Voraussetzung für ein Testat eines Wirtschaftsprüfers. Im Großen und Ganzen sind die Bilanzierungsvorschriften von US-GAAP und IFRS ähnlich strukturiert, die Unterschiede bestehen hauptsächlich in der Behandlung von Einzelpositionen, hier gibt es in den US-GAAP keine Wahlrechte. In den IFRS gibt es diese, im Vergleich mit dem HGB-Einzelabschluss besteht für Unternehmen allerdings ein sehr geringer Gestaltungsspielraum. Der steuerliche Einfluss ist bei beiden Verfahren durch strikte Trennung von Steuer-und Handelsbilanz auf vorübergehende latente Steuern durch Differenzen derBewertung und Abschreibung begrenzt.[10]

5.1 Erfolgswirtschaftliche Bilanzanalyse

Als erstes wird die Ertragskraft der Unternehmen untersucht, also die Fähigkeit nachhaltig Gewinne zu erzielen. Dabei wird zuerst per Erfolgsspaltung nach Möglichkeit die Herkunft des ausgewiesenen Gewinns ermittelt und anschließend durch Betrachtung von Wirtschaftlichkeits- und Rentabilitätskennzahlenüberprüft, wieviel Ertrag die Kapitalgeber für ihr zur Verfügung gestelltes Kapital erwarten können.

5.1.1 Ergebnisquellenanalyse und Erfolgsspaltung

Nach US-GAAP ist jedes von der Securities and Exchange Commission (SEC) beobachtete Unternehmen zur Anwendung des Umsatzkostenverfahrensverpflichtet, während nach IFRS ein Wahlrecht zwischen Gesamt- und Umsatzkostenverfahren besteht.[11] Sowohl Apple als auch Samsung stellen ihre Gewinn- undVerlustrechnungnach dem Umsatzkostenverfahren auf,ziehen also die Herstellungskosten der zur Erzielung von Umsatzerlösen erbrachten Leistungen von den Umsatzerlösen ab. Vom so entstehenden Rohertrag werden dann noch Vertriebskosten abgezogen. Diese enthalten Verkaufskosten, Marketingkosten und administrative Kosten, also weitere Kosten, die indirekt mit den Umsatzerlösen in Verbindung stehen.Mit dem ordentlichen Betriebsergebnis wird dann das Finanz- und Verbundergebnis verrechnet, um das als nachhaltig zu sehende operative Ergebis zu erhalten.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Apple – ordentlicher Betriebserfolg

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12: Samsung – ordentlicher Betriebserfolg

Hier fällt das erste Mal auf, dass der Konzernabschluss von Apple deutlich weniger Informationen enthält, vor allem die Informationen zu Beteiligungen an anderen Unternehmen fehlen fast vollständig.Und dies obwohl bekannt ist, dass Apple in den letzten Jahren einige Unternehmen übernommen hat, beispielsweise die Audio-Firma Beats für circa 3 Milliarden US-Dollar.[12] In der Konsequenz ist das immaterielle Anlagevermögen von 5.7 Milliarden auf 8.7 Milliarden US-Dollar gestiegen.Samsung hingegen bewertet die Beteiligungen nach der Equity-Methode, bilanziert also den aktuellen Buchwert des erworbenen Eigenkapitals und weist die Erträge aus diesen direkt in der GuV aus. Das Finanz-und Verbundergebnis von Apple ist dementsprechend auch nicht aufgeschlüsselt, sondern unter Zins- und Dividendenerträge zusammengefasst, abzüglich Zinsaufwendungen und außerordentlichen Aufwendungen.

Im Gegensatz zu den US-GAAP verbieten die IFRS den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen unter dem Posten „außerordentliche Erträge und Aufwendungen“, daher ist Samsung verpflichtet genauere Angaben zu machen.[13] Bei der Betrachtung der Ertragslage ist bemerkenswert, dass Apple bei ähnlichem Umsatz fast den doppelten operativen Gewinn erzielt. Dies lässt sich vor allem durch die 3-fach geringeren Vertriebskosten erklären (siehe Abbildung 12in Verbindung mit Abbildung 11). Apple hat konstant geringeren Absatz (wie auch in Abbildung 4erkennbar ist), aber durch die hohen Preise entsteht eine deutlich höhere operative Gewinnmarge. Samsung verkauft mehr Produkte, vor allem auch günstigere Modelle, demnach sind auch die Vertriebskosten höher und die Gewinnmarge niedriger. Zusammengefasst wirtschaftet Apple effektiver, ist aber auch darauf angewiesen, dass der Endverbraucher weiterhin die sehr hohen Preise für ihre Produkte bezahlt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 13: Operative Gewinnmarge im Vergleich

Zur Demonstration der Wirtschaftlichkeit zeigt Abbildung 13 das operative Ergebnis in Relation zum erzielten Umsatz.

Eine Verbindung mit dem letztendlichen Jahresüberschuss (Umsatzrendite) ist zunächst weniger sinnvoll, da der operative Gewinn durch Steuerbelastungen, sonstige und außerordentliche Erträge, sonstige und außerordentliche Aufwendungen und das Finanzergebnis erweitert wird.

Um eine verbesserte Vergleichbarkeit herzustellen, können die Informationen zur IT und Mobile Communication (IM)-Division von Samsung Electronics herangezogen werden. Dieses umfasst nämlich die unmittelbar mit Apple konkurrierenden Produkte, macht allerdings nur ungefähr 60% des Umsatzes von Samsung Electronics aus. Der restliche Umsatz wird hauptsächlich durch den Verkauf von Fernsehgeräten durch Samsungs Comsumer Electronics (CE)und Halbleitern der Device Solutions (DS)-Sparte generiert.Dies bestätigt weiter die These der effektiveren Wirtschaftlichkeit von Apple.

Wie in Abbildung 4bereits angedeutet ist, hat Samsung im dritten Quartal 2014unter merklichen Umsatzeinbußengelitten, die Umsätze sind 2.5 Milliarden geringer ausgefallen als durchschnittlich in allen anderen Quartalen der letzten drei Jahre.Das ist umso alarmierender wenn man berücksichtigt dass Samsung im zweiten Quartal 2014 wichtige neue Produkte auf den Markt gebracht hat, unter anderem das Samsung Galaxy S5. Der Konzern wird voraussichtlich versuchen diesen Umsatz wieder aufzuholen. Daher sollten die Vetriebskosten (in Bezug auf Werbungskosten) und die Forschungs-und Entwicklungskosten (zur Entwicklung neuer Produkte, die den Umsatz ankurbeln können) im Auge behalten werden.

Die durchschnittlichen

Umsatzanteile der letzten Jahre von beiden Konzernenteilen sich laut Segmentberichterstattung global wie folgt auf:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 14: Apple - globale Umsatzverteilung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 15: Samsung - globale Umsatzverteilung

Die größten Anteile der Umsätze wurden also jeweils in Amerika und Europa erzielt, passend zur Wirtschaftskraft.Dabei ist erstaunlich dass die Produktion von Apple und Samsung weitgehend in China stattfindet, dieses Land aber nur einen recht geringen Teil des Umsatzes ausmacht.

Nun zur Betrachtung des Finanz-und Verbundergebnisses. Es stellt den Ertrag des Unternehmens dar, den es durch die Beteiligung an anderen Unternehmen und Zinsen von zur Verfügung gestelltem Fremdkapital erhält und wird als regelmäßig angenommen.[14]

Während Samsung dabei konstant ein Ergebnis von ungefähr 1.4 Miliarden US-Dollar erzielt, ist Apples Finanz-und Verbundergebnis seit dem Jahr 2012 um 400 Millionen US-Dollar auf ebenfalls 1.4 MilliardenDollargestiegen. Dies ist durch den Erwerb von großen Mengen an Wertpapieren zu erklären, die einen dementsprechend hohen Zinsertrag generieren. Die Ausgabe von Anleihen gleicht diesen Effekt nicht annähernd aus. Dies wird bei der Betrachtung der Steuerpolitik noch wichtig. Außerdem werden durch die Akquisition von Unternehmen mehr Beteiligungserträge generiert. Bei Samsung Electronics ist zu erwähnen, dass das Beteiligungsergebnis von 2012 bis 2013 auf die Hälfte geschrumpft ist und voraussichtlichlich weiter sinken wird. Wenn man zusätzlich betrachtet, dass der Wert von Samsungs Beteiligungen um knapp 3 Milliarden Dollar gesunken ist, ist dies leicht nachzuvollziehen.

Das außerordentliche sowie das Liquidations- und Bewertungsergebnis werden hier nicht betrachtet, da sie in beiden Fällen zu keiner maßgeblichen Veränderung des Gesamtergebnisses geführt haben und keinen Aufschluss über die nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Unternehmen geben können.

5.1.2 Steuerpolitik

Von Apples liquiden Mitteln werden zurzeit Anteile im Wert von 137 Milliarden Dollar von Tochterfirmen im Ausland gehalten, vom Gewinn liegt nur ein Bruchteil in den USA.Ein Großteil des restlichen Gewinns wird über das „Double Irishwith a Dutch Sandwich“- Prinzip als Lizenzgebühren zu Tochterfirmen über dieNiederlande nach Irland geführt und von dort aus in langfristige Wertpapiere investiert.[15]

Dabei handelt es sich vornehmlich um Unternehmenswertpapiere, nämlich in einem Umfang von über 85 Milliarden US-Dollar. Eine Rückführung der Gewinne in die USA wäre mit enorm hohen Steuerzahlungen verbunden. Laut Geschäftsbericht sind bisher US-Steuerzahlungen auf einen Anteil von 69.7 Milliarden US--Dollar nicht geleistet worden.

Um trotzdem Dividenden auszahlen und Schulden tilgen zu können, hat Apple Anleihen im Wert von 29 Milliarden Dollar emittiert, die im Volksmund häufig als iBondsbezeichnet werden, und bei Laufzeiten zwischen 3 und 30 Jahren einen extremniedrigen Zinssatz besitzen.[16] Dadurch wird der Zinsaufwand in den nächsten Jahren rapide ansteigen, wie in der folgenden Tabelle unter „Long-term debt“ und „Operating leases“ zu sehen ist.Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 16: Apple - Laufzeiten der Verbindlichkeiten

Im Jahresabschluss von Apple werden im Segmentbericht nur vier Tochterunternehmen aufgelistet, von denen drei ihren Sitz in Irland haben.Diese Standortwahl dient sicherlich dem oben genannten Steuervermeidungskonzept. Dieses kann allerdings möglicherweise in naher Zukunft verboten werden, da es gegen das Europäische Binnenmarktrecht verstößt.Durch das Verhältnis der gezahlten Steuern zu den Earningsbeforetaxes (EBT) lässt sich der effektive Steuersatz bestimmen. Der Steuersatz von Apple ist trotz Steuervermeidungstaktik noch um einige Prozent höher als der von Samsung (vgl.Abbildung 17), und durch ein höheres EBT sind folglich auch die Steuerzahlungen ungefähr doppelt so hoch. Der Körperschaftsteuersatz in Südkorea für diese Einkommensklasse liegt bei moderaten 22-24%, die lokale Körperschaftsteuer schon mit einberechnet.[17] Dass Samsung zumeist trotzdem noch darunter liegt, kann durch partielle Gewinnverschiebung in Niedrigsteuerländer erklärt werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 17: Steuersätze

5.1.3 Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen

In diesem Abschnitt werden einige Kennzahlen betrachtet, die Auskunft über die Wirtschaftlichkeit einer Unternehmung geben können. Wie viel vom Gesamtkapital wird in Anlage- oder Umlaufvermögen investiert oder bei der Produktion verbraucht? Wird die Umsatzentwicklung richtig eingeschätzt oder das Sachanlagevermögen ungewöhnlich schnell abgeschrieben? Auf diese Fragen gilt es eine Antwort zu finden. Der einfachste Weg zur Beantwortung der ersten Frage ist die Anlage-, Arbeits- und Abschreibungsintensität.Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 18: Vermögensstruktur im Vergleich

Mehr Umlaufvermögen bedeutet weniger Fixkosten in Form von Abschreibungen und Instandhaltung, lässt also auf eine höhere Wirtschaftlichkeit schließen. Zur Veranschaulichung werden in Abbildung 18 die Anteile von Umlauf- und Anlagevermögen der letzten drei Geschäftsjahre gezeigt. Man kann also vermuten, dass Samsung eine höhere Wirtschaftlichkeit durch einen geringeren Fixkostenanteil besitzt. Da Apple allerdings im Verhältnis weniger Sachanlagen und mehr Finanzanlagen (und auch eine hohe Risikostreuung) besitzt, ist es wahrscheinlich dass der Fixkostenanteil trotzdem gering gehalten wird.

Bei Technologieunternehmen ist letztlichdie Sachanlagenintensität der Anlageintensität vorzuziehen, da sie eherdie Wirtschaftlichkeit der Unternehmung widerspiegeln als das gesamte Anlagevermögen. Sie berechnet sich aus der Relation vom SAV zum Gesamtvermögen. Apple bleibt relativ konstant bei einem Wert von ungefähr 13%, Samsung hat einen Negativtrend von 37% auf 32% zu verzeichnen. Dieser Umstand ist auf die überproportional zum Sachanlagevermögen ansteigende Bilanzsumme zurückzuführen, das thesaurierte Kapital wurde eher in Finanzanlagen investiert. Die kleineren Werte von Apple liegen in überwiegend externer Produktion durch Zulieferer aus Asienbegründet. Samsung hingegen produziert hauptsächlich selbst in eigenen Fabriken in Korea, China und Südostasien, wie in der folgenden Abbildung zu sehen ist.[18]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 19: Samsung - Produktion, Forschung, Mitarbeiter und Umsätze in und um Asien

Die Abschreibungsintensität zeigt den mit jedem Euro der Betriebsleistung verbundenen Werteverzehr. Wie alle Kennzahlen die mit der Produktion in Verbindung stehen, kann auch sie durch externe Produktionszweige verfälscht werden.[19] Deshalb sieht Apple erneut durch eine mehr als dreifach niedrigere Abschreibungsintensität besser aus.

Die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen kann außerdem über Umschlagskennzahlen und die Vorratsintensität untersucht werden.

Umschlagshäufigkeiten zeigen an, wie oft ein Vermögensanteil in einer Periode umgeschlagen, also wie oft er verbraucht wurde.[20] Die Umschlagsdauer wird hier vernachlässigt, da sie letztlich nur den Kehrwert der Umschlagshäufigkeiten darstellt. Zuerst betrachten wir die Umschlagshäufigkeit des Sachanlagevermögens, welche sich aus der Division der Abschreibungen auf Sachanlagen durch den durchschnittlichen Bestand des Sachanlagevermögens bestimmt.[21] Samsung hat mit Quoten von 0.12 in 2014, 0.15 in 2013 und 0.14 in 2012 eine sehr geringe Umschlagshäufigkeit des Sachanlagevermögens, schreibt also die Vermögensgegenstände mit langsamer Geschwindigkeit ab. Apple hatte in 2012 zunächst mit 0.15 einen ähnlichen Verbrauch, in 2013 und 2014 haben sie mit 0.33 und 0.39 mehr als doppelt so hohe Abschreibungen auf ihr Sachanlagevermögen vorgenommen. Nun gilt es zu differenzieren, ob Apple durch diese Strategie den ausgewiesenen Gewinn schmälern möchte oder generell älteres Anlagervermögen vorhanden ist. Dies ist aus den Geschäftsberichten leider nicht ersichtlich, da die durchschnittliche Nutzungsdauer unverändert ausgewiesen wird.

Die Vorratsintensität besteht aus dem Verhältnis der Vorräte zum erzielten Umsatz unddrückt die Wirtschaftlichkeit der Lagerhaltung aus, zeigt also an, wie gut das Unternehmen die Umsätze einschätzen kann. Demnach steht ein hoher Wert für eine Fehleinschätzung der Umsätze und ist kritisch zu betrachten. Allerdings kann beispielsweise bei der geplanten Einführung neuer Produkte ebenfalls eine hohe Vorratsintensität beobachtet werden, sie kann also auch Hinweise über eine Anpassung an erwartete Umsatzverbesserungen geben.[22] Samsung hat im Vergleich zum Konkurrenten mit 8% in 2012 und 2013 und 12% in 2014 eine hohe Vorratsintensität, aber durch das breitere Produktangebot ist das eher zu vernachlässigen. Die Steigerung um 4% im Jahre 2014 lässt sich durch die Umsatzprobleme von Samsung Electronics im letzten Quartal erklären. Die Werte von Apple Incorporated liegen konstant bei ungefähr 1%, lassen also auf eine sehr gute Lagerhaltung und Umsatzeinschätzung schließen.

Während bei der Umschlagshäufigkeit des Sachanlagevermögens und der Vorratsintensität niedrige Werte in den meisten Fällen positiv zu bewerten sind, verhält es sich bei den Umschlagshäufigkeiten des Umlauf- und Gesamtvermögens umgekehrt. Sie ermitteln sich aus der Relation vom durchschnittlichen Bestand an Umlauf- oder Gesamtvermögen zum erbrachten Nettoumsatz.[23] Hier stehen große Werte für eine gute Wirtschaftlichkeit. Auch hier ist Apple besser: die Umschlagshäufigkeit des Umlaufvermögens ist konstant größer. In Verbindung mit der Arbeitsintensität kann man sagen, dass Apple nur durch den kleineren Anteil an Umlaufvermögen hier besser dasteht. Wenn man nämlich die Umschlagshäufigkeit des Gesamtvermögens heranzieht dreht sich der Effekt um, da Samsung insgesamt höhere Umsätze in Relation zum eingesetzten Gesamtvermögen erzielt.

5.1.4 Rentabilität und Leverage-Effekt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 20: Leverage-Effekt

Apple hat seit Ende 2012thesaurierteGewinne benutzt, um eigene Anteile im Wert von 67,95 Milliarden Dollar zurückzukaufen. Die dadurch erhöhte Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss vor Steuern dividiert durch Eigenkapital, welches jetzt geringer ausfällt) lockt Anleger und erhöht den Aktienkurs, dieser ist in einem Börsenjahr von 78 US-Dollar auf 105.65 US-Dollar gestiegen. Dies liegt an der gleich bleibenden Nachfrage bei weniger verfügbaren Aktien. Durch die höheren nun zu zahlenden Fremdkapitalzinsen sinkt die Gesamtkapitalrentabilität [24]. Diese berechnet sich aus dem Verhältnis des Earningsbeforeinterestandtaxes (EBIT)ohne außerordentliche Erträge und Aufwendungen zum bilanzierten Gesamtkapital. Der sogenannte Leverage-Effekt besagt, dass es sinnvoll ist weiteres Fremdkapital aufzunehmen, wenn die GK-Rendite größer ist als die für Fremdkapital zu zahlenden Zinsen, sich also mit günstigerem Kapital mehr erwirtschaften lässt. Daraus folgt, dass durch Aufnahme von weiterem Fremdkapital Gewinnsteigerungen möglich sind[25]. Bei Apple geht die Nutzung des Leverage-Effekts über eine Substitution des Eigenkapitals durch Fremdkapital hinaus, da zusätzlich Eigenkapitalanteile für das Rückkaufprogramm benutzt werden. Demnach sollten in den folgenden Jahren noch erhöhte Gewinne und ein steigender Aktienkurs zu erwarten sein. Dies geht allerdings auch mit einem höheren Unternehmerischen Risiko einher, wenn die zusätzlichen Funktionen des Eigenkapitals außer Acht gelassen werden. Durch eine bisher stabile erfolgswirtschaftliche Situation ist dies aber nicht anzunehmen.Auch Samsung könnte sich diesen Effekt zu Nutze machen, da die Voraussetzungen ebenfalls gegeben sind. Es gibt diesbezüglich aber keine Informationen von unternehmerischer Seite. Zur Veranschaulichung des Effekts ist der Selbstfinanzierungsgrad hier mit aufgeführt, wird aber erst im Zuge der finanzwirtschaftlichen Bilanzanalyse im Detail erklärt.

Dieser Vorgang zur Gewinnoptimierung wird weiter bestätigt, wenn man die Kapitalkostensätze der letzten Jahre genauer unter die Lupe nimmt. In diesem Fall sagen sie vereinfacht aus, wieviel Dividenden (für EK) und Fremdkapitalzinsen (für FK) die Unternehmengezahlthaben, da eine Berechnung der kapitalmarktorientierten Eigen-und Fremdkapitalkostensätze nach dem Weighted-Average Costof Capital (WACC) - Ansatz zu aufwendig wäre.Fremdkapital war für beide Unternehmen deutlich günstiger als Eigenkapital, dies ist typisch für solvente Unternehmen. Der Fremdkapitalkostensatz von Samsung liegt bei 0.5%, der von Apple steigt seit 2012 rapide an (von 0% auf 0,32%), dies ist durch die starke Neuverschuldung aber auch wenig überraschend.

Das Eigenkapital hingegen war deutlich teurer: dadurch, dass Apple konstant hohe Gewinne erwirtschaftet, erwarten die Anteilseigner auch eine hohe Vergütung. Ihr Eigenkapitalkostensatz ist 2013 von 2,1% auf fast 10% gestiegen. Bei Samsung ist Eigenkapital mit durchschnittlich 1% ebenfalls teurer, allerdings lange nicht so teuer wie für den Konkurrenten.Diese Kostendifferenz hat Apple erkannt und daher eine Aufnahme von Fremdkapital vorgezogen.

Als letzte Kennzahl zur Ertragskraft ist nun der Return on Investment (auch Betriebsrentabilität genannt) zu nennen. Er ermittelt sich aus der Multiplikation der operativen Gewinnmarge mit dem Kapitalumschlag des betriebsnotwendigen Vermögens. Letzteres kann wie folgt berechnet werden: immaterielles Anlagevermögen zuzüglich Sachanlagevermögen, Vorräten und Forderungen aus Lieferung und Leistung, abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung. Diese Kennzahl drückt aus, wieviel das Unternehmen letztendlich mit dem im Betrieb eingesetzten Vermögen erwirtschaftet hat und unterscheidet sich somit von der Gesamtkapitalrentabilität durch eine Beschränkung auf das betriebliche Vorgehen der Unternehmung.[26] Apple beispielsweise hat mit Werten von 279% in 2014, 322% in 2013 und 469% in 2012 eine extrem hohe Effektivität im Betrieb.

Leider muss auch hier gesagt werden, dass diese Werte durch externe Produktion drastisch verfälscht werden. Grund hierfür ist das betriebliche Vermögen der Produktionsfirmen, es kannbei der Berechnung nicht einbezogen werden. Die Werte des Konkurrenten Samsung können als repräsentativer betrachtet werden, sie betragen 18.4% in 2014 (dieser Wert ist vorläufig, da er sich nur auf eine Zeitspanne von 9 Monaten bezieht), 34.3% in 2013 und 29.8% in 2012. Solange dieser Wert nicht durch betriebsfremde Aufwendungen(in vielen Fällen Fremdkapitalzinsen durch Überschuldung)annulliert wird, gilt eine Unternehmung also weiterhin als lohnenswert. Dies ist hier bei beiden Unternehmen nicht der Fall.

Eine Anwendung des TaxShield (eine Berücksichtigung der FK-Zinsen in Verbindungmit dem effektiven Steuersatz) führt in beiden Fällen durch geringe Zinsaufwendungen zu kaum einer Veränderung, im Falle von Apple kann aber eine Steigerung dieses Effekts erwartet werden. Da der Return on Investment hier kaum vergleichbar ist, kann in diesem Kontext noch die Cash Flow-Umsatzrendite behandelt werden. Sie bildet eine Brücke zwischen Kapitalflussrechnung und GuV und drückt aus, wie viel Geld durch die operative Tätigkeit in den Betrieb fließt und für Investition und Finanzierung zur Verfügung steht.[27] Wie bereits durch das Betriebsergebnis angedeutet wurde ist Apple bezüglich der Effektivität des operativen Geschäfts klar im Vorteil, was auch hier wieder durch einenVorsprung von über 10% klar wird. Im Zuge der Diskriminanzanalyse kommt dieser Vorteil noch deutlicher zur Geltung.

5.2 Zwischenfazit

Nach eingehender Betrachtung der erfolgswirtschaftlichen Situation beider Unternehmen ist festzuhalten, dass beide sich durch nachhaltige Ertragswirtschaft in eine komfortable Position gebracht haben, also voraussichtlich weiterhin eine sichere Anlage bieten. Samsung Electronics ist durch eine breitere Segmentierung des Unternehmens eher gegen Einbrüche der Umsätze in einem wichtigen Geschäftszweig gefeit. Die Erträge sind nach wie vor stabil und die Stellung als Marktprimus auf den Gebieten Consumer Electronics und IT& Mobile Communication trotz Angriffen von chinesischer Konkurrenz kaum gefährdet, obwohl Umsatzeinbrüche verzeichnet wurden. Wirtschaftlich ist Apple in der eindeutig besseren Position, sie sind in fast allen Kennzahlen dieser Rubrik besser. Die Gewinnmarge ist zwar im Laufe der letzten Jahre etwas kleiner geworden, ist aber nach wie vor außergewöhnlich hoch. Auch hier besteht durch Unmengen an thesauriertem, in Wertpapiere angelegtem Kapital eine sichere Vorsorge für schwierige Geschäftsjahre. Apple setzt auf Stammkundschaft und ist damit immer noch sehr erfolgreich, muss im Gegenzug allerdings weiterhin perfekte Qualität und Fortschritt liefern um die hohen Preise halten und gegen günstigere Konkurrenz bestehen zu können.

Durch den hohen Aufwandden Apple für das Aktienrückkaufprogramm betreibt kann in naher Zukunft (bis Ende 2015) mit einem weiterhin steigenden Aktienkurs gerechnet werden. Es gilt allerdings auch zu beachten, dass dies bei einer Investition in beide Aktien wahrscheinlich zu einem fallenden Aktienkurs des Konkurrenten Samsung Electronics führen wird, wie die Risikoanalyse ergeben hat.

5.3 Finanzwirtschaftliche Bilanzanalyse

Nach Beurteilung der Ertragskraft erfolgt nun die Beurteilung der Kapitalbindung und Kapitalverwendung. Dabei wird zunächst anhand einer Vermögensstrukturanalyse die Zusammensetzung der Aktiva untersucht, anschließend durch eine Kapitalstrukturanalyse die Passivseite der Bilanz aufgedröselt und letztlich mit Hilfe der horizontalen Bilanzanalyse eine Verbindung zwischen beiden hergestellt.Aufgrund mangelnder Informationen wird im weiteren Verlauf wie bisher das bilanzierte Eigenkapital verwendet, nicht das bilanzanalytische Eigenkapital. Dieses lässt sich mangels Ausweisung der ausstehenden Einlagen und anderer notwendiger Positionen durch beide Unternehmen nicht berechnen. Da das bilanzierte Eigenkapital in beiden Fällen aber zum Großteil aus Gewinnrücklagen besteht kann kein signifikanter Unterschied zum bilanzanalytischen Eigenkapital angenommen werden.

5.3.1 Vermögensstrukturanalyse

Zur Deckung von Schulden genügt es nicht zu untersuchen wie viel Kapital zur Zeit für diesen Zweck zur Verfügung steht, sondern auch wie schnell im Unternehmen wieder Kapital freigesetzt wird. Dies wurde im Rahmen der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse mit vorteilhaftem Ergebnis für Apple Incorporated weitgehend abgeschlossen, soll hier aber um weitere Betrachtungen erweitert werden. Zusätzlich zu Umschlags-und Intensitätskennzahlen können nun die Debitoren- und Kreditorenlaufzeiten ermittelt werden. Diese deuten durch Einbeziehung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung auf das Zahlungsverhalten der Kunden und der Unternehmung hin. Im Falle der Debitorenlaufzeit (oder auch Kundenziel) handelt es sich um die Dauer inTagen, die Kunden sich Zeit lassen um ihre Schulden gegenüber dem Unternehmen zu begleichen. Im Umkehrschluss gibt die Kreditorenlaufzeit Auskunft darüber,nach wie vielen Tagen die Unternehmen Verbindlichkeiten begleichen.[28] Daher kann man sagen, dass auf lange Sicht die Debitorenlaufzeit größer als die Kreditorenlaufzeit sein sollte, da in dem Fall schneller Geld ins Unternehmen fließt als ausbezahlt wird. InAbbildung 21sind die Kreditoren-und Debitorenlaufzeiten der Jahre 2012,2013 und 2014 von Samsung Electronics und Apple Incorporated aufgeführt. Hierbei ist zu bemerken dass die Debitorenlaufzeiten in beiden Fällen kleiner sind als die Kreditorenlaufzeiten, was positiv ist. Außerdem ist insgesamt ein steigender Trend zu beobachten, es lassen sich also sowohl Kunden als auch Unternehmen länger Zeit zur Begleichung von Verbindlichkeiten, was aber auch auf eine generelle Verlängerung der Zahlungsfristen zurückzuführen sein kann. Zuletzt ist bei Apple erkennbar, dass der Abstand zwischen Kundenziel und Lieferantenziel deutlich größer ist als bei Samsung Electronics, ihre Kunden zahlen also schneller, während Apple sich zur Deckung operativer Verbindlichkeiten weitaus mehr Zeit lässt. Im Zuge der Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen wurde bereits angedeutet, dass Apple besser aussieht, was hier zunächst bestätigt wird.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 21: Debitoren- und Kreditorenlaufzeit

5.3.2 Kapitalstrukturanalyse

Während die Vermögensstrukturanalyse die Mittelverwendung verdeutlicht, wird nun die Mittelherkunft analysiert. Hierbei gilt es zwischen Eigenkapital und Fremdkapital zu unterscheiden. Eigenkapital steht dem Unternehmen unbefristet zur Verfügung und dient im Insolvenzfall als Haftungsgrundlage. Man kann also annehmen dass eine reine Eigenkapitalfinanzierung am besten ist. Dies ist jedoch nicht der Fall: Eigenkapital ist für solvente Unternehmen teurer als Fremdkapital, da die Anteilseigner für ihre unbefristete Kapitalbereitstellung mehr Rendite erwarten als Gläubiger. Dies hängt damit zusammen, dass durch die Haftungsbeteiligung ein höheres Unternehmerrisiko für sie besteht. Es muss also ein Ausgleich zwischen Eigen-und Fremdkapitalanteil am Gesamtkapital gefunden werden. Heutzutage gilt für diese Beziehung ein Richtwert im Verhältnis 1:2. Demnach sollte der Verschuldungsgrad ungefähr 200% betragen.[29] Weiterhin müssen die Positionen Eigen-und Fremdkapital in ihrer Zusammensetzung innerhalb der Bilanz untersucht werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 22: Eigenkapitalstruktur

Zunächst wird also der Verschuldungsgrad analysiert. Er wird allerdings auch erst in Verbindung mit zusätzlichen Informationen wirklich aussagekräftig.Beide Unternehmen haben in den letzten Jahren einen Großteil ihrer erwirtschafteten Gewinne einbehalten und als Gewinnrücklagen verbucht.Dementsprechend haben beide Unternehmen außerordentlich hohe Selbstfinanzierungsgrade (Gewinnrücklagen dividiert durch Gesamtkapital) und sind unabhängiger von externen Kapitalgebern(vgl.Abbildung 20). Samsung hat mit dem erwirtschafteten Vermögen Sachanlagen und kurzfristige Wertpapiere erworben, Apple hauptsächlich langfristige Wertpapiere. Während Samsung dadurch im Endeffekt seinen Verschuldungsgrad trotz Neuaufnahme von Fremdkapital geringfügig verringert, ist bei Apple ein extrem starker Anstieg zu verzeichnen (siehe Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefunden werden.). Apple hat im Jahre 2013 Aktien im Wert von 22.86 Mrd. US-Dollar zurückgekauft, in 2014 bereits Aktien im Wert von 45 Mrd. Dollar.Daher ist der Selbstfinanzierungsgrad von Apple durch weniger Gewinnrücklagen von über 60% auf unter 40% gefallen.

Zusätzlich ist der Rücklageanteil von 85% auf 75% gefallen. Das Rückkaufprogramm soll nach aktuellem Planungsstand im Geschäftsbericht insgesamt bis Dezember 2015 ein Volumen von 130 Milliarden Dollar umfassen, demnach kann ein weiter erhöhter Verschuldungsgrad durch Nutzung der Gewinnrücklagen erwartet werden.

Der Rücklageanteil misst das Ausmaß der kumulierten Rücklagen im Verhältnis zum Eigenkapital, ist also ein Indikator für die Stabilität eines Unternehmens.[30] Samsung hat beispielsweise mit über 100% einen extrem hohen Rücklageanteil und eine dadurch sehr stabile Finanzierungsgrundlage. Hauptsächlich bestehen diese Rücklagen aus thesaurierten Gewinnrücklagen im Wert von über 155 Milliarden Dollar. Die Kapitalstrukturanalyse betreffend ist Samsung also bisher klar im Vorteil.Ein Wert über 100% mag in diesem Kontext merkwürdig erscheinen, durch die Subtraktion von eigenen Anteilen, Währungsdifferenzen und der Verrechnung von Erträgen und Aufwendungen aus der Neubewertung von Vermögen und Schulden innerhalb der Eigenkapitalrechnungsind die ausgewiesenen Rücklagen aber teilweise höher als das ausgewiesene Eigenkapital.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 23: Verbindlichkeitenspiegel

Durch die Ausgabe von kurzen und langfristigen Anleihen hat der Verbindlichkeitenanteil (Fremdkapitalquote) von Apple drastisch zugenommen. Dabei halten sich langfristige und kurzfristige Schulden die Waage. Wie inAbbildung 23 zu sehen ist besitzt Samsung im Fremdkapitalanteil hauptsächlich kurzfristige Verbindlichkeiten, ist also im Regelfall nur kurzfristig von Gläubigern abhängig und langfristig zum größten Teil durch Eigenkapital finanziert, was die Vorteilhaftigkeit von Samsung Electronics weiter bestärkt.

5.3.3 Horizontale Bilanzanalyse

In diesem Analyseteil wird geschaut ob die Unternehmen in naher Zukunft Liquiditätsproblemen durch Fehler im Aufbau der Bilanzstruktur gegenüberstehen werden. Als erstes und wichtigstes Kriterium ist die goldene Bilanzregel zu nennen. Sie besagt, dass langfristige Vermögensgegenstände durch langfristiges Kapital gedeckt sein sollten, während kurzfristige Vermögensgegenstände durch kurzfristiges Fremdkapital gedeckt sein sollten. Es ist also wünschenswert eine Fristenkongruenz von Aktiva und Passiva einzuhalten, um eine konstante Schuldendeckung zu ermöglichen.[31]

Dazu ist es zunächst sinnvoll, sich die Anlagendeckung anzuschauen. Wie weit werden die im Unternehmen gehaltenen Anlagen durch Eigenkapital (Anlagendeckungsgrad A) und durch Eigenkapital plus langfristiges Fremdkapital (Anlagendeckungsgrad B) gedeckt? Dabei ist für die Anlagendeckung B ein Wert von 100% anzustreben, um eine vollständige Deckung der Anlagen durch langfristiges Kapital zu gewährleisten.[32] Hier ist bei Samsung festzustellen, dass durch Werte vonbereits über 140% für die Anlagendeckung A kein Grund zur Sorge besteht, während Apple einen starken Negativtrend aufweist: die Anlagendeckungsgrade sind durch starke Neuverschuldung und den Rückkauf eigener Anteile deutlich gesunken. Der Wert für Grad B im letzten Jahr liegtnoch knapp über 100%, ist also nicht besorgniserregend, dennoch sollte dieser Trend im Auge behalten werden, ein weiter erhöhter Verschuldungsgrad kann möglicherweiseauf längere Sicht zu Liquiditätsengpässen führen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 24: Anlagendeckung im Vergleich

Die Beurteilung der kurzfristigen Liquidität ist aus verschiedenen Gründen schwierig: Es kann kaum differenziert werden wann Verbindlichkeiten und Forderungen genau fällig werden. Außerdem ändert sich die Situation eben aufgrund der oft kurzfristigen Vermögensgenstände und Verbindlichkeiten zu schnell, um einige Wochen oder Monate nach Veröffentlichung des jeweiligen Geschäftsberichts noch zuverlässig Aussagen über die aktuelle Lage oder eine generelle Entwicklung treffen zu können. Dennoch kann aus den Liquiditätsgraden und dem Working Capital bei längerfristiger Betrachtung ein grober Überblick gewonnen werden.

Deshalb beschränken wir uns auf den Liquiditätsgrad dritten Grades und das Working Capital. Der dritte Liquiditätsgrad kann durch Division der Summe aus Vorräten, Forderungen aus LuL und dem Bestand liquider Mittel durch die kurzfristigen Verbindlichkeiten ermittelt werden. Dieser Wert ist nach Möglichkeit zur Vermeidung von Zahlungsunfähigkeiten zumindest über 100% zu halten.[33] Samsung schafft das, Apple jedoch nicht. Die Werte von Samsung liegen stabil bei über 110%, während Apple nicht über 60% hinauskommt.

Zur Sicherstellung einer kurzfristig sicheren Finanzierung sollte das Working Capital positiv sein. Es bestimmt sich aus der Subtraktion der kurzfristigen Verbindlichkeiten vom Umlaufvermögen. Ein positives Working Capital bedeutet, dass ein Teil des Umlaufvermögens mit langfristig zur Verfügung stehendem Kapital finanziert wird. Ist das Ergebnis dagegen negativ, bedeutet dies, dass das Umlaufvermögen nicht ausreichend ist, um die gesamten kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken.[34] Das Anlagevermögen ist im Regelfall schwerer liquidierbar und daher nicht oder nur eingeschränkt zu kurzfristiger Schuldendeckung geeignet.

Das Working Capital von Samsung ist in den letzten drei Jahren von 38 auf 63 Milliarden Dollar gestiegen, ist also stabil mit steigender Tendenz. Apple hingegen hat nach einer Erhöhung von 19 Milliarden Dollar in 2012 auf 29 Milliarden Dollar in 2013 einen starken Rückgang auf 5 Milliarden Dollar in 2014 zu verzeichnen. Hier ist Vorsicht geboten: Wenn Apple noch mehr kurzfristige Verbindlichkeiten über Anlagevermögen zurückzahlen will, können Liquiditätsprobleme auftreten.

Trotz Kritik kann also festgehalten werden, dass Samsung in puncto Liquidität deutlich besser aussieht. Apple hat zum einen durch die externe Produktion viele Verbindlichkeiten aus LuL zu decken und zum anderen eine stetig steigende Schuldenlast. Da Apples Anlagevermögen jedoch hauptsächlich aus verschiedenen markttauglichen Wertpapieren besteht, die also relativ leicht liquidierbar sind, ist das Liquiditätsrisiko trotzdem als verhältnismäßig gering einzustufen.

5.4 Kapitalflussrechnung

Konzerne sind nach US-GAAP und IFRS verpflichtet eine sogenannte Kapitalflussrechnung aufzustellen.[35] [36] Hier werden alle Ein-und Auszahlungen der Periode gegenübergestellt und folgendermaßen aufgeteilt: zunächst werden die Zahlungsmittel ausgewiesen, die aus operativer Geschäftstätigkeit generiert wurden. In dem Zuge werden zum Jahresüberschuss alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge addiert, außerdem werden Zins-, Beteiligungs- und Steuersaldo verrechnet. Beim anschließenden Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit wird dann gezeigt, wie das erwirtschaftete Kapital verwendet wurde. Aus der Differenz kann so ein Finanzüberschuss oder Finanzbedarf entstehen. Dieser kann dann durch Finanzierungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Genauer wird das dann im Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Je nachdem wie weit der Überschuss (oder der Bedarf) dann ausgeglichen wird, verändert sich der Bestand liquider Mittel im Unternehmen. Aus einer einfachen Betrachtung dieser Positionen sind jedoch keine richtigen Schlüsse auf die Vorgänge innerhalb der Unternehmung möglich. Beim Vergleich der Kapitalflüsse aus dem laufenden Geschäft sieht man, dass beide Unternehmen ähnlich viel liquide Mittel generieren. Dies liegt daran, dass Apple gezahlte Steuern aus der Rechnung exkludiert, also bei der Berechnung nicht dazu addiert.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 25: Samsung - Kapitalflussrechnung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 26: Apple - Kapitalflussrechnung

Die auffälligsten Positionen bei Samsung Electronics sind in allen drei betrachteten Geschäftsjahren die für den Erwerb von Sachanlagen gezahlten Beträge und die Veränderung im Bestand an kurzfristigen Wertpapieren. Samsung hat also das erwirtschaftete Geld hauptsächlich für die Investition in kurzfristige Wertpapiere und Sachanlagen ausgegeben, insgesamt für zusammengerechnet 80 Milliarden Dollar. Im Jahr 2014 wurden bis zum vierten Quartal außerdem langfristige Wertpapiere im Wert von rund 6 Milliarden Dollar gekauft. Ansonsten enthält die Kapitalflussrechnung von Samsung keine nennenswerten Auffälligkeiten.

Bei Apple wird es dagegen schon etwas komplizierter. Es wurden langfristige, markttaugliche Wertpapiere in beeindruckendem Umfang an-und verkauft, allein 2014 wurden Ankäufe im Wert von über 217 Milliarden Dollar und Verkäufe über 189 Milliarden Dollar durchgeführt. Die Investitionen in Sachanlagen hingegen nehmen mit knapp 9 Milliarden Dollar einen relativ kleinen Anteil ein. Der Bestand liquider Mittel hält sich bei beiden die Waage und verändert sich über die Zeit kaum, ein gewisses Maß ist je nach Größe des Konzerns natürlich zu Liquiditätszwecken im Unternehmen zu halten.

Es wurden durch Ausgabe von Anleihen finanzielle Mittel in Höhe von 29 Milliarden Dollar generiert. Außerdem sind die Auszahlungen aus investiver Tätigkeit von 48 Milliarden Dollar auf 22 Milliarden Dollar gesunken. Das Kapital wird an anderer Stelle benötigt, da Apple sein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm finanzieren muss, wie im Finanziellen Cash Flow in Abbildung 26zu sehen ist. Dadurch kann auch im nächsten Jahr kaum eine höhere Investitionsquote erwartet werden, im Gegenteil: 60 Milliarden Dollar des Rückkaufprogramms sind noch offen.

6 Diskriminanzanalyse

Für einen Kapitalgeber ist eine Insolvenz in vielen Fällen der „Worst Case“. Die erworbenen Aktien oder Anleihen sind wertlos, erwartete Dividenden oder Kuponzahlungen müssen abgeschrieben werden. Daher ist eine frühzeitige Erkennung von gefährdeten Unternehmen wirklich wichtig. Als relativ einfaches Verfahren kann eine zweifach univariateDiskriminanzanalyse durchgeführt werden. Hierbei soll ein Unternehmen als solvent oder insolvent eingestuft werden.[37] Absolut sichere Aussagen können hierbei nicht getroffen werden, dennoch gelten einige Kennzahlen als gute Indikatoren für einen Insolvenzfall. In diesem Fall werden die Eigenkapitalquote und die Rentabilität in Form der Cash Flow-Umsatzrentabilität verwendet. Da ein Vergleich von nur zwei Unternehmen hier wenig Sinn macht, werden mit Lenovo und Microsoft zwei weitere Unternehmen der IT-Branche herangezogen. Die verwendeten Zahlen entstammen den offiziellen Jahresabschlüssen der Geschäftsjahre 2012, 2013 und 2014 der Microsoft Corporation und der Lenovo Group.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 27: Diskriminanzanalyse

In Abbildung 27 sind die Eigenkapitalquoten und Cash Flow-Umsatzrentabilitäten der vier Unternehmen zu sehen. Dabei stellen die beiden weißen Linien die festgelegten, optimalen Richtwerte dar. Jeder Punkt einer Farbe steht für die Werte eines Geschäftsjahres. Unternehmen, die sich im unteren linken Quadrat befinden, können als besonders risikobehaftet für eine Insolvenz betrachtet werden. Je weiter ein Unternehmen sich also rechts oben in der Grafik befindet, desto solventer ist es einzustufen. Der Hintergrundgedanke ist folgender: bei einem hohen Verschuldungsgrad müssen hohe Fremdkapitalzinsen gezahlt werden. Demnach bleibt vom Umsatz auch weniger Geld für investive und finanzierende Tätigkeiten übrig. Das wiederum senkt die Chance einer wieder erstarkenden Situation der Unternehmung und lähmt die Weiterentwicklung durch mangelndes Investitionspotenzial. Um trotzdem Investitionen zu tätigen muss dann neues Fremdkapital aufgenommen werden, was zu einer weiter schwindenden Eigenkapitalquote führt.

Hier tritt Lenovo als klares Negativbeispiel hervor. Die Eigenkapitalquote beträgt ungefähr 15%, vom Umsatz bleibt nur ein minimaler Bruchteil übrig. Apple und Microsoft hingegen sind klar als solvent einzustufen. Samsung hat von allen die höchste Eigenkapitalquote, liegt allerdings in der Rentabilität klar hinter Apple und Microsoft und teilweise sogar unter dem festgesetzten Richtwert. Nach diesen Kriterien sollte Apple also die bessere Investitionsalternative sein.

7 Abschließende Handlungsempfehlung

Während Apple in der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse Vorteile besitzt, ist Samsung in Bezug auf finanzwirtschaftliche Aspekte die sichere Alternative. In der Konsequenz ist die Beurteilung der Solvenz im Zuge der Diskriminanzanalyse nicht unbedingt eindeutig ausgefallen, wobei die höhere Ertragskraft von Apple auf lange Sicht auch wieder zu einem geringeren Liquiditätsrisiko führen sollte. Die aktuelle Liquiditätssituation von Apple deutet nämlich auf ein gewisses unternehmerisches Risiko hin, durch die Aufnahme von extrem viel Fremdkapital und dem Rückgang des Eigenkapitals muss auf lange Sicht mit recht hohen Aufwendungen für die Schuldendeckung gerechnet werden.Im letzten Jahr wurden von Apple bereits zur Verbesserung der Liquiditätkurzfristige Geldmarktpapiere ausgegeben.

Daher muss man sich fragen, wie lange Apple den Aktienkurs durch das Rückkaufprogramm noch in die Höhe treiben kann, da Analysten dieser Umstand natürlich bekannt ist. Der Aktienkurs ist nämlich nach einem Hoch von 119 Dollar im November wieder gefallen.

Auch Samsung hatte zwischenzeitlich mit fallenden Kursen zu kämpfen, da immer mehr Unternehmen den lukrativen Elektronikmarkt erobern wollen und vor allem Konkurrenz für derengünstige Produkte auf den Markt bringen.

Auf lange Sicht wird Apple sicherlich auf andere Mittel zurückgreifen müssen um den Wert der Unternehmung zu halten. Samsung hat für die Zukunft besser vorgesorgt: Die Investitionen sowie Forschungs-und Entwicklungskosten sind deutlich höher mit steigender Investitionsquote. Bei Apple wird laut Kapitalflussrechnung im Vergleich mit 2012 weniger als die Hälfte an Kapital für investive Tätigkeit ausgegeben. Apple scheint also erstmal nur an einer sicheren Anlage ihres bereitsweltweit verstreuten Kapitals interessiert zu sein.

Wirklich alarmierend sind die Zahlen der US-Amerikaner nicht, die Ursache der Neuverschuldung liegt zum Teilauch darin begründet, dass Apple auf einen großen Teil ihres Kapitals nicht zugreifen kann, da es im Ausland liegt und eine Einführung in die USA zu teuer wäre. Apple hat nach wie vor die doppelte Ertragskraft im Vergleich mit dem Konkurrenten aus Südkorea, selbst bei einer Halbierung der Umsätze würde also immer noch ein ähnlicher Gewinn erzielt werden.Ein Einbruch ebenjener Umsätze ist allerdings noch nicht in Sicht, sie sind in den letzten Jahren sogar eher gestiegen. Im ersten Quartal des zum Oktober beginnenden Geschäftsjahres 2015 hat Apple mit 18 Milliarden Dollarden höchsten Gewinn erwirtschaftet, den ein Unternehmen in den USA je erzielt hat, während Samsung im Vergleich zum Vorjahr eher rückläufige Zahlen vorzuweisen hat, die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 14% zurückgegangen. Dies betrifft alle Produktkategorienaußer den Halbleitern, diese um 24% gestiegen, vermutlich durch den erneuten Verkauf an Apple. Vor allem der Ertrag des mit Apple konkurrierenden IM-Segmentes ist um 20% gesunken.[38] [39]

Ein weiterer Vorteil der US-Amerikaner liegt in der Eigenständigkeit ihrer Produkte begründet. Jegliches Zubehör, wie beispielsweise das Betriebssystem iOS, wird von Apple selbst bereit- und hergestellt, während Samsung sich diesbezüglich bisher an den Google-Konkurrenten Android oder Windows von Microsoft hält. Ihre Konsumenten können also leichter auf Produkte anderer Hersteller umsteigen, ohne sich wirklich umgewöhnen zu müssen. Deshalb sind sie vor allem auf den Gebieten von Gebrauchsgegenständen wie Mobiltelefonen und Computern angreifbar, was im letzten Geschäftsjahr sicherlich eine wichtige Rolle gespielt hat.Für Apple ist im Umkehrschluss aber auch die Übernahme von Kunden schwieriger. Dem versuchen sie durch eine leicht verständliche Bedienung ihrer Produkte entgegenzuwirken.

Für eine sichere, längerfristige Anlage ist aber nach wie vor eine Investition zur einen Hälfte in Samsung Electronics und zur anderen Hälfte in Apple Incorporated vorzuziehen, da die Verluste des einen Aktienkurses durch einen Anstieg des anderen zu fast 45% ausgeglichen werden können. Dieser Effekt wäre nur durch einen Totalverlust beider Aktien zu annullieren, dieser ist aber eindeutig nicht anzunehmen.

Wenn man jedoch davon ausgeht dass das Börsenkonzept von Apple aufgeht und auf kurzfristige Dauer möglichst hohe Kursgewinne erzielt werden sollen, kann eine Investition in Apple lohnenswert sein. Ein 30-prozentiger Aktienkursanstieg wurde durch das Rückkaufprogramm ja bereits erreicht. Es ist aber im Gegenzug auch wahrscheinlich dass Apples Aktie nach Beendigung des Rückkaufprogramms wieder an Wert verlieren wird. Daher ist es empfehlenswert sich rechtzeitig vor dem Abschluss des Programms gegen einen fallenden Kurs abzusichern, indem Put-Optionen erworben werden.

8 Anhang

Hier werden die im Dokument verwendeten Werte und Kennzahlen in tabellarischer Form aufgeführt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

9 Literaturverzeichnis

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10 Ehrenwörtliche Erklärung

Hiermit versichere ich, Marcel Rüenaufer, dass ich die vorliegende Arbeit selbstständig und ohne die Benutzung anderer als der angegebenen Hilfsmittel angefertigt habe. Alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus veröffentlichten und nicht veröffentlichten Schriften entnommen wurden, sind als solche kenntlich gemacht. Die Arbeit ist in gleicher oder ähnlicher Form oder auszugsweise im Rahmen einer anderen Prüfung noch nicht vorgelegt worden.

Unterschrift Ort, Datum

[...]


[1] (Apple Incorporated, 2012)

[2] (Samsung Electronics, 2013a)

[3] (Apple Incorporated, 2013)

[4] (Samsung Electronics, 2013b)

[5] (Apple Incorporated, 2014a)

[6] (Samsung Electronics, 2014b)

[7] (Samsung Electronics, 2014a)

[8] (Samsung Electronics, 2012)

[9] (Börsennews.de, 2014)

[10] (Apple Incorporated, 2015a)

[11] (Apple Incorporated, 2014c)

[12] (Samsung Group, 2014)

[13] (Apple Incorporated, 2014d)

[14] (Demgen, 2012)

[15] (New York Times, 2007)

[16] (Wirtschaftswoche, 2013)

[17] (Tagesanzeiger Zürich, 2012)

[18] (Chip, 2014)

[19] (Wikipedia, 2014)

[20] (Wall Street Journal, 2013)

[21] (Gartner Incorporated, 2014)

[22] (Market Watch, 2012)

[23] (Statista, 2013)

[24] (Onvista, 2015b)

[25] (Onvista, 2015a)

[26] (Apple Incorporated, 2014e)

[27] (Onvista, 2015a)

[28] (Onvista, 2015b)

[29] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 141)

[30] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 141)

[31] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 142)

[32] (Albrecht/Maurer, 2008, S. 121)

[33] (Gräfer/Schiller/Rösner, 2011, S. 249)

[34] (Gräfer/Schiller/Rösner, 2011, S. 254)

[35] (Gräfer/Schiller/Rösner, 2011, S. 252)

[36] (Albrecht/Maurer, 2008, S. 132)

[37] (Finanzen.net, 2015a)

[38] (Finanzen.net, 2015b)

[39] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 105)

[40] (Küting/Weber, 2012, S. 129)

[41] (Deloitte Limited Company, 2015)

[42] (Grabwoski, 2011, S. 1)

[43] (Grabwoski, 2011, S. 6)

[44] (Apple Incorporated, 2014b)

[45] (Grabwoski, 2011, S. 1)

[46] (Küting/Weber, 2012, S. 237)

[47] (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2014)

[48] (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2014)

[49] (Germany Trade & Invest, 2014)

[50] (Heise Medien Gruppe, 2013)

[51] (Controlling-Portal, 2014a)

[52] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 51)

[53] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 51)

[54] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 52)

[55] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 51)

[56] (Küting/Weber, 2012, S. 139)

[57] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 62)

[58] (Rehkugler/Poddig, 1998, S. 214)

[59] (Controlling-Portal, 2014b)

[60] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 77)

[61] (Gräfer/Schneider/Gerenkamp, 2012, S. 83)

[62] (Küting/Weber, 2012, S. 142)

[63] (Küting/Weber, 2012, S. 149)

[64] (Rehkugler/Poddig, 1998, S. 189)

[65] (Gräfer/Schiller/Rösner, 2011, S. 240)

[66] (Küting/Weber, 2012, S. 73)

[67] (Deloitte Limited Company, 2009)

[68] (Financial Accounting Standards Board, 1987)

[69] (Küting/Weber, 2012, S. 362)

[70] (Apple Incorporated, 2015b)

[71] (Samsung Electronics, 2015)

Details

Seiten
59
Jahr
2015
ISBN (Buch)
9783656959816
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v296263
Institution / Hochschule
Universität Paderborn – Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Externes Rechnungswesen
Note
1,0
Schlagworte
BIlanzanalyse Risikoanalyse Fundamentalanalyse Apple Incorporated Samsung Electronics Value at RIsk Diskriminanzanalyse

Autor

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Titel: Apple & Samsung. Zwei Technik-Riesen im Vergleich