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Einsatzoptimierung der LKW-Flotten durch Telematik

Hausarbeit 2010 24 Seiten

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Bedeutung der Telematik
1.2. Problemdarstellung und Ziel der rbeit

2. Telematikdienste
2.1 GPS (Global Positioning System)
2.2 GPRS (General Packet Radio System)
2.3 GSM (Global System for Mobile communications)
2.4 UMTS (Universal Mobile Telecommunications)

3. Technische Grundlangen

4. Einsatzbereiche
4.1 Flottenmanagement
4.1.1 uftragsmanagement
4.1.1.1 Tourenplanung
4.1.1.2 uftragsabwicklung
4.1.2 Ortungssysteme
4.1.2.1 Fahrzeugortung
4.1.2.2 Diebstahlschutz
4.1.3 Sendungsverfolgung
4.1.4 Technische Fahrzeugüberwachung durch Fuhrparkleiter
4.1.5 Fahrerüberwachung mit Hilfe der Fahrerkarte
4.2 Telematik als Fahrerunterstützung

5. Telematik als Wettbewerbsfaktor und Wirtschaftlichkeit für die Logistikunternehmen

6. Fazit

Quellenverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Bedeutung der Telematik

Der Begriff Telematik setzt sich aus den Begriffen Telekommunikation und Informatik zusammen. Dies bedeutet, dass hier Daten zu einem Rechenzentrum gesendet und dort weiterbearbeitet werden. Mit der Kommunikation von Daten unter Nutzung von Telematik werden größere räumliche Entfernungen befasst. Telematik im Bereich Logistik und Transportunternehmen dient zur Disposition, Planung und Optimierung der Fahrzeuge.

Die erweiterte Reichweite der Rechnernetze und die Mächtigkeit der Informationstechnik ermöglicht Telematik auch eine Querschnitttechnologie zu sein, die die Bereiche Navigation, Ortung, Kommunikation und Informatik miteinander vernetzen. Aber es umfasst auch Anwendungen die auf drahtlose Übertragung von Informationen jeder Art und deren anschließender Weiterverarbeitung beruhen.(1)

In den letzten Jahren ist Telematik eine eigene wissenschaftliche Disziplin geworden. Gründe dafür sind, zum einen die immer besseren weltweiten Vernetzung und zum anderen ist Telematik nicht nur Informatik, sondern erfordert ein eigenes Systemdenken.(2)

1.2 Problemdarstellung und Ziel der Arbeit

Ständig wachsende Verkehrsvolumen ist zu potentielle Kapazitätsengpässe in der Verkehrsinfrastruktur geworden, was zu gravierenden Problemen im Güterverkehr bei Lastkraftwagen führt. Ein weiteres Problem liegt darin, dass menschliche Arbeit in Standort Deutschland sehr teuer ist und die Treibstoffpreise ständig steigen. Verstöße der Vorgaben durch Fahrer können auch hohe Kosten verursachen. Hohe Reparatur-, Mautkosten und auch Lehrfahrten sind nicht auszuschließen.

Nicht zu vergessen ist auch, je mehr Kilometer gefahren wird, desto schneller wachsen Kosten und Verschleiß.(3) Unternehmen denken in vielen Fällen darüber nach, wo sich noch Kosten im Fuhrpark einsparen lassen und wie sie ihre Leistungsfähigkeit steigern können.(4) Oft wissen sie aber nicht welche Lösung für ihre Unternehmen die richtige ist. Diese Arbeit soll Lösungen für dieses Problem vermitteln, die derzeit auf dem Markt geben, welche Ziele mit diesem System verfolgt werden und welche Vorteile die verfügbaren Systeme den Unternehmen bieten können.

2. Telematikdienste

2.1 GPS (Global Positioning System)

Das GPS-Satellitensystem wurde erstmals im Jahr 1973 für militärische Zwecke von USA entwickelt. Seit Jahr 2000 dient es auch zu ziviler Nutzung, wie zum Beispiel für Ortung und Zeitmessung von LKW-Flotten. Mit Hilfe der GPS-Navigationssystem werden alle Fahrzeugbewegungen und Standortdaten in Echtzeit auf zehn Meter genau über das Mobilfunknetz GSM und GPRS, ähnlich wie UMTS zur Leitstelle übermittelt und am Computerbildschirm dargestellt. Um unabhängig von den betriebenen Systemen GPS (USA) und GLONASS (Russland) zu sein, wird in Zukunft als Alternative für die zivile Nutzung ein europäische Satellitensystem GALILEO zur Verfügung stehen. Geplant ist die Realisierung des Systems im Jahr 2012. Der Aufbau dieses zivilen Satellitennavigationssystems ist aus 30 Satelliten mit einem Budget von 3,6 Mrd. Euro.(5)

2.2 GPRS (General Packet Radio System)

GPRS ist ein paketorientierter Funkdienst die auf GSM aufbaut. Zum Beschleunigung der Datenübertragung werden dem Empfänger die Daten als einzelne Pakete übertragen, die beim Empfänger wieder als vollständige Information zusammengesetzt werden. Belegung der Funkstrecke erfolgt nur, wenn wirklich Datenpakete übermittelt werden.

2.3 GSM (Global System for Mobile Communications)

GSM als zweite Generation des Mobilfunknetzes dient zur Kommunikation und wurde 1992 in Deutschland eingeführt. Sie bietet eine ganzheitliche Lösung für Sprach- und Datendienste. Der Zugang zum Mobilfunknetz wird mittels Mobilvermittlungseinrichtung ermöglicht, so kann der Teilnehmer im GSM-Netz mit anderen Teilnehmern kommunizieren. Als Kommunikationseinrichtung kommen im Rundfunk (RDS/TMC/DAB) und im Mobilfunktechnik (GSM, UMTS) und deren Dienste zum Einsatz. Neben diesem werden Verkehrsmeldungen über den Verkehrsnachrichtenkanal TMC (Traffic Message Channel) des RDS (Radio-Data- System) übertragen.(6)

2.4 UMTS (Universal Mobile Telecommunications)

UMTS wurde 2004 in Deutschland eingeführt. Sie gilt als Systeme der 3. Generation und kann deutlich höhere Datenübertragung leisten als Mobilfunkstandard der 2. Generation. Neben Sprache können mittels Mobilfunk auch Textmeldungen und Datentelegramme übertragen werden. Darüber hinaus ist sogar eine Online- Verbindung zum Internet mit GPRS und UMTS möglich. Aufgrund der Datenmengen ist UMTS benutzerfreundlicher.(7) Zusätzlich können auch verbindungsorientierteund paketorientierte Dienste über UMTS genutzt werden.(8)

3. Technische Grundlagen

Um Telematik-Lösung anwenden zu können, muss ein Unternehmen mit einem technischen EDV-System und die Fahrzeuge mit Endgeräten die einen leistungsstarken GPS-Empfänger sowie einem GSM-Modul haben ausgestattet sein. Bei komplizierteren Lösungen bekommt jedes Fahrzeug ins Fahrerhaus ein Bordcomputer mit einem großen Display, der ein leichtes und fehlerfreies Ablesen der Informationen ermöglicht. So kann der Fahrer permanent mit der Zentrale kommunizieren. Der Fahrer kann den Bordcomputer entweder durch Texteingabe per Tastatur oder durch Auswahl vorgegebener Menüpunkte per Touchscreen bedienen.(9) Zusätzlich können die Fahrzeuge auch mit einem CAN-Bus ausgestattet werden. Diese stellt eine Verbindung zwischen der Fahrzeugelektronik und dem Bordcomputer her. Somit können Informationen über Reifendruck, Geschwindigkeit, Motordrehzahl, Bremsbeläge, Achslasten, Laderaum- Kühltemperatur und Kraftstoffverbrauch angezeigt werden.

Funktionsprinzip von Telematik-Lösungen im Güterverkehr (10) http://www.ec-net.de/EC-Net/Redaktion/Pdf/Logistik/telematiksysteme-e- logistik,property=pdf,bereich=ec__net,sprache=de,rwb=true.pdf vom 25.04.2010.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten.

4. Einsatzbereiche

4.1 Flottenmanagement

Unter Flottenmanagement versteht man die optimale Planung, Steuerung und

Kontrollieren von Fahrzeugflotten. Mit Einsatz des telematischen Systems erlaubt Flottenmanagement eine effizientere Abwicklung des Gütertransportes auf der Straße und frühzeitiges Erkennen und rechtzeitiges Beheben von Problemen. Ein Flottenmanagementsystem besteht aus einer Dispositionszentrale und einer Fahrzeugflotte. „Die Flottentelematik ermöglicht beleglose Übermittlung von Tourdaten von und zum Fahrzeug. Das spart Arbeit beim Erfassen der Warenbegleitpapiere, Wartezeiten für die Fahrer am Lagerstandort - und viel Papier.“(11)

4.1.1 Auftragmanagement

Auftragsmanager haben Anwendungsbereiche wie Disposition, Tourenplanung und Auftragsverwaltung. Sie haben die Aufgabe möglichst effiziente Auftragsvergabe im Tagesgeschäft zu erreichen. Diese kann mit einer Telematik-Software-Lösung erreicht werden.

4.1.1.1 Tourenplanung

Bei der Tourenplanung kann der Disponent verschiedene Aufträge zu einer Tour

zusammensetzen. Welches Fahrzeug welche Tour fährt und in welcher Reihenfolge diese Touren erfolgen sollen, so werden Ankunftszeiten auf Minimum gesenkt. Dies kann der Disponent unter Nutzung der Tourenplanungs-Software optimal gestalten. Die Umschlagsdisposition kann die Ankunftszeiten auf ein Minimum an Abweichungen prognostizieren, somit erreicht der Disponent eine genaue Reihenfolgeplanung der Fahrzeuge. Dadurch erreicht das Unternehmen eine hohe Kapazitätsauslastung der Touren und eine zunehmende Rentabilität. Der Disponent hat einen genauen Überblick über die Zuordnung von Touren, Sendungen und Fahrzeugen über die Software und kommuniziert permanent mit den Fahrern.

Daher hat der Disponent bei Tourenänderungen schnellere Reaktionsfähigkeit. Die Software ermöglicht auch den Datenfluss zwischen Disponent und Fahrer sowie eine schnelle Abfrage des Tourstatus. Bei Berliner Iwanter Transport GmbH dauerte früher die Organisation der täglichen Touren einen ganzen Tag lang, doch jetzt mit Telematiksystem dauert die Organisation der Touren von 1800 bis 2000 Kunden zwei bis drei Stunden.(12) „Ökologisch ein Knüller ist die Zusammenführung von Distributions- und Abholtouren. Um Leerfahrten zu reduzieren, wird an eine Distributionstour eine Abholung bei einem Lieferanten angehängt. Die Auslastung liegt auch deshalb bei einem für Verteilerverkehre sehr guten Wert von 88 Prozent.“(13)

Bildschirmoberfläche einer Tourenplanungs-Software (14) http://www.ec-net.de/EC-Net/Redaktion/Pdf/Logistik/ telematiksysteme-e- logistik,property=pdf,bereich=ec__net,sprache=de,rwb=true.pdf

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Details

Seiten
24
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783656943709
ISBN (Buch)
9783656943716
Dateigröße
961 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v298238
Institution / Hochschule
Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, Bocholt, Recklinghausen – Hochschule
Note
1,3
Schlagworte
Telematik

Autor

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