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Vor- und Nachteile einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung

Seminararbeit 2015 23 Seiten

BWL - Investition und Finanzierung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen
2.1. Leasingfinanzierung
2.2. Kreditfinanzierung

3. Vorteile einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung
3.1. Bilanzneutralität
3.2. Bessere Bonitätseinstufung bei der Hausbank
3.3. Kurzfristige Gewerbesteuerreduktion
3.4. Betriebsausstattung immer auf dem neusten Stand
3.5. Liquiditätsschonung

4. Nachteile einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung
4.1. Kein Eigentum des Leasinggutes
4.2. Entstehung höherer Kosten als bei der Kreditfinanzierung
4.3. Hohes Restwertrisiko
4.4. Festes Vertragswerk zwischen 40 % und 90 % der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer
4.5. Keine vorzeitige Beendigung möglich

5. Schlussbemerkung

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1: Leasing-Neugeschäft in Mrd. EUR in den Jahren 2001 - 2013

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die Leasingfinanzierung gewinnt bei allen Unternehmensgrößen und Branchen immer mehr an Bedeutung und dies, obwohl die gesamtwirtschaftlichen Investitionen im vergangenen Jahr gesunken sind. Diese zunehmende Bedeutung von Leasingfinanzierungen zeigen aktuelle Zahlen des BDL: Mittlerweile werden über 50 % aller nicht aus Eigenmitteln oder aus Abschreibungsrückflüssen getätigten Investitionen von Unternehmen in Deutschland durch Leasing realisiert. Dies entspricht Wirtschaftsgütern im Wert von über 200 Mrd. EUR. Gemäß Untersuchungen des ifo Instituts lag die Leasing-Quote, das heißt der Anteil an Leasinginvestitionen im Verhältnis zu den gesamtwirtschaftlichen Investitionen, im Jahr 2013 bei 15,3 %.1 Zum wachsenden Erfolg der alternativen Finanzierungsform Leasing trägt zum einen das breite Spektrum an leasingfähigen Wirtschaftsgütern bei. Zum anderen bringt die Leasingfinanzierung die verschiedensten Vorteile für Unternehmen mit sich. Zu erwähnen sind hier z. B. die Möglichkeit der Gewerbesteuerreduktion oder die Bilanzneutralität.

Nicht zu vernachlässigen ist allerdings die Kreditfinanzierung. Diese ist immer noch die beliebteste Finanzierungsart in Deutschland. Gerade in den Jahren 2011 und 2012 ist die Summe der Kredite, welche von Banken insgesamt in Deutschland an inländische Unternehmen und Privatpersonen ausgereicht wurde, stark gestiegen.2 Ein Grund dafür sind die niedrigen Kreditzinsen, die aufgrund der Zinspolitik der EZB in den letzten Jahren stetig gesunken sind.

Aufgrund der wachsenden Bedeutung der Leasingfinanzierung und der großen Beliebtheit der Kreditfinanzierung vor allem bei Unternehmen und Privatpersonen, liegt der Fokus der vorliegenden Arbeit auf der Betrachtung der Vor- und Nachteile einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung. Um für diese Ausführungen eine Basis zu schaffen, werden zunächst die Definitionen von Leasingfinanzierung und Kreditfinanzierung dargelegt. Anschließend werden zunächst die Vorteile und danach die Nachteile einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung dargestellt und abschließend wird ein Fazit gezogen.

2. Definitionen

Um die Vor- und Nachteile einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung besser nachvollziehen zu können und eine einheitliche Basis für diese Arbeit zu schaffen, werden zunächst die beiden Begrifflichkeiten erläutert.

2.1. Leasingfinanzierung

Leasing ist die vom Leasinggeber entgeltliche Nutzungsüberlassung von Wirtschaftsgütern an den Leasingnehmer für einen bestimmten Zeitraum und somit eine Form der Außenfinanzierung.3 Während der Laufzeit des Leasingvertrags bleibt der Leasinggeber i. d. R. Eigentümer. Bei bestimmten Konstellationen wird dies allerdings der Leasingnehmer. Auf diese bestimmten Zusammenstellungen wird im Kapitel 4.4 eingegangen. Nach Ablauf der vereinbarten Leasinglaufzeit geht das Wirtschaftsgut wieder in den Besitz des Leasinggebers über.

Der Begriff Leasing wird vom englischen Verb „to lease“ abgeleitet und bedeutet „mieten, pachten, vermieten, verpachten“4. Im Deutschen wird daher das Mieten von Wirtschaftsgütern als Leasing bezeichnet.5 Allerdings bestehen zwischen Leasing und Miete rechtliche Unterschiede, denn Leasing ist im Gegensatz zum Mietrecht gesetzlich nicht geregelt. Dennoch finden mietrechtliche Vorschriften auch beim Leasing Anwendung. In den Mobilien/Immobilien-Leasing-Erlass(en) aus den Jahren 1971/1972/1975/1991 wurden vom Bundesministerium der Finanzen die Richtlinien zur steuerlichen Behandlung von Leasing beschlossen.6 Gemäß des Mobilien-Leasing-Erlasses handelt es sich bspw. nur bei Erfüllung folgender Kriterien um eine Leasingfinanzierung: Zum einen muss der Leasingvertrag über eine fest vereinbarte Grundmietzeit geschlossen werden, währenddessen er von beiden Vertragspartnern nicht gekündigt werden kann. Zum anderen muss der Leasingnehmer mit den während der Grundmietzeit zu zahlenden Leasingraten mindestens die Anschaffungs- oder Herstellungskosten sowie alle Nebenkosten inklusive Finanzierungskosten des Leasinggebers abdecken.7

Bevor allerdings eine Leasingfinanzierung abgeschlossen wird, nimmt der Leasinggeber eine Bonitätsprüfung des Leasingnehmers vor. Analog einer Kreditfinanzierung auch werden Sicherheiten für das Leasing benötigt, allerdings reicht der Leasinggesellschaft meist das geleaste Wirtschaftsgut als Sicherheit aus. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, werden Zusatzsicherheiten gefordert. Geleast werden kann heutzutage fast jedes Wirtschaftsgut. Das breite Spektrum reicht von Immobilien, wie z. B. Lagerhallen, über Mobilien, wie z. B. Maschinen, bis hin zu immateriellen Gütern, wie z. B. Software oder sogar Forschungsprojekte.8 In der nachstehenden Abbildung des BDL Leasingverbandes ist die Entwicklung des Leasing-Neugeschäfts, aufgeteilt in das Mobilien-Leasing und Immobilien-Leasing, dargestellt. Es ist erkennbar, dass im Bereich Leasinggeschäft im Jahr 2009 nach der Finanzkrise ein Einbruch beim Neugeschäft zu verzeichnen war. Vor allem die Abschlüsse von Immobilien-Leasing sind seitdem deutlich gesunken. Insgesamt haben sich diese allerdings seit dem Einbruch im Jahr 2009 wieder erholt. In den letzten drei Jahren stagnierte das Neugeschäft. Laut dem BDL ist der Unterschied zwischen der Höhe der neu abgeschlossenen Mobilien-Leasing und Immobilien-Leasing darauf zurückzuführen, dass deutlich mehr mobile Wirtschaftsgüter geleast werden können als z. B. Bauinvestitionen. Dies liegt unter anderem an wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Gründen.9

Abbildung 1: Leasing-Neugeschäft in Mrd. EUR in den Jahren 2001 - 2013

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ebenso breit gefächert wie das Angebot an Leasinggütern sind auch die Marktteilnehmer, die diese Angebote nutzen. Dies ist auch aus einer Auswertung des BDL zu den Kundensektoren im Leasing-Neugeschäft im Jahr 2014 ersichtlich. Hierbei wurde der prozentuale Anteil der verschiedenen Leasingnehmer, gemessen an der Anzahl aller Leasingnehmer, aufgezeigt. Aus dieser Auswertung ist erkennbar, dass über die Hälfte der geleasten Wirtschaftsgüter vom Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbe geleast werden. Außerdem sind bereits 11 % aller Leasingnehmer private Haushalte.10 Die Leasingfinanzierung ist somit nicht nur für einen bestimmten Personenkreis geeignet, sondern kann von der breiten Masse genutzt werden.

2.2. Kreditfinanzierung

Bei der Kreditfinanzierung stellt der Kreditgeber dem Kreditnehmer Kapital für einen befristeten Zeitraum zum Erwerb eines Wirtschaftsgutes zur Verfügung. In der Regel sind Kreditinstitute die Kreditgeber. Da hierbei dem Kreditnehmer Fremdkapital von außen über den Kapitalmarkt und nicht über Netto-Erlöse aus der Unternehmenstätigkeit zugeführt wird, handelt es sich, wie bei der Leasingfinanzierung, um eine fremdfinanzierte Außenfinanzierung.11 Trotzdessen wird der Kapitalgeber kein Anteilseigner des Unternehmens.

Dem Kreditnehmer wird der gesamte Geldbetrag i. d. R. in einer Summe nach Abschluss des Kreditvertrags ausgereicht. Dafür wird dieser auch hier vom Kreditgeber einer Kreditprüfung unterzogen. Der Kreditnehmer muss kreditfähig und kreditwürdig sein. Kreditfähigkeit ist die Fähigkeit von juristischen und natürlichen Personen rechtswirksam Kreditverträge abzuschließen.12 Der Kreditnehmer muss somit volljährig und voll geschäftsfähig sein. Kreditwürdigkeit ist die Fähigkeit, den ausgereichten Kredit auch wieder vollständig zurückzahlen zu können. Außerdem verlangt der Kreditgeber, ebenfalls wie bei der Leasingfinanzierung, i. d. R. Sicherheiten vom Kreditnehmer zur Absicherung der Kreditfinanzierung. Auch hier reicht meist das finanzierte Wirtschaftsgut als Sicherheit aus. Falls dem Kreditgeber zu hohe Blankoanteile entstehen, werden Zusatzsicherheiten gefordert.

Während der Laufzeit der Kreditfinanzierung zahlt der Kreditnehmer dem Kreditgeber Zinsen und tilgt das Kapital, bis die vollständige Summe wieder zurückgezahlt wurde.13 Nach der Auszahlung des Kredits nimmt der Kreditnehmer die Investition vor und wird somit direkt nach dem Kauf, unabhängig von der Kreditfinanzierung, Eigentümer des erworbenen Wirtschaftsgutes. Anders als bei der Leasingfinanzierung muss der Kreditnehmer nicht denselben Gegenstand zurückgewähren, sondern, wie bereits erwähnt, das Kapital zurückzahlen.14 Der Kreditnehmer bleibt somit auch nach der Rückzahlung des Kredits Eigentümer des Wirtschaftsgutes.

Die Kreditfinanzierung an sich ist nicht gesetzlich geregelt, allerdings finden die Vorschriften im BGB für den Darlehensvertrag Anwendung. Ebenso wie bei der Leasingfinanzierung kann heutzutage fast jedes Wirtschaftsgut durch eine Kreditfinanzierung erworben werden. Dies ist möglich, da der Kreditgeber dem Kreditnehmer lediglich das Kapital zur Verfügung stellt. Den Erwerb des Wirtschaftsgutes nimmt der Kreditnehmer selbst beim entsprechenden Anbieter vor. Aus den Zahlen der Bankenstatistik November 2014 der Deutschen Bundesbank ist ein stetiges Wachstum im Kreditvolumen vom Jahr 2009 bis 2013 an inländische Unternehmen und Privatpersonen erkennbar.15 Diese Daten bestätigen, dass es sich bei der Kreditfinanzierung um die beliebteste Finanzierungsart in Deutschland handelt. Dies ist jedoch auch darauf zurück zu führen, dass, wie bei einer Leasingfinanzierung, die Kreditfinanzierung nicht nur für einen selektiven Personenkreis möglich ist. Diese Finanzierungsart kann von jedem abgeschlossen werden, der kreditwürdig und kreditfähig ist.

3. Vorteile einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung

Im Nachfolgenden werden einige der Vorteile der Leasingfinanzierung und somit auch Motive der Leasingnehmer für den Abschluss einer solchen gegenüber der Kreditfinanzierung dargestellt.

3.1. Bilanzneutralität

Der erste Vorteil einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung ist deren Bilanzneutralität. Gerade bei größeren Investitionen haben Unternehmen oft das Problem, dass durch die Bilanzierung bspw. einer neuen Maschine und der damit verbundenen Kreditfinanzierung die Eigenkapitalquote sinkt. Diese errechnet sich aus dem Eigenkapital des Unternehmens im Verhältnis zur Bilanzsumme. Wird die neue Maschine in der Bilanz aktiviert, erhöht diese auf der Aktivseite das Anlagevermögen. Auf der Passivseite erhöhen sich durch die Kreditfinanzierung die Verbindlichkeiten. Aufgrund dessen erhöht sich auch die Bilanzsumme des Unternehmens. Im Normalfall bleibt das Eigenkapital des Unternehmens bei einer Finanzierung bzw. Neuanschaffung einer Maschine in der Höhe unverändert. Folglich reduziert sich die Eigenkapitalquote.16

Genau hier liegt der Vorteil der Leasingfinanzierung. Voraussetzung hierfür ist, dass das wirtschaftliche Eigentum am Wirtschaftsgut bilanziell dem Leasinggeber zuzurechnen ist. Das Leasing ist somit beim Leasingnehmer bilanzneutral. Das heißt, dass weder das geleaste Wirtschaftsgut noch die Leasingfinanzierung bei diesem auf der Aktiv- oder der Passivseite der Bilanz aktiviert werden. Folgedessen erhöht sich auch die Bilanzsumme nicht. Durch diese Bilanzneutralität wird somit beim Leasingnehmer weder die Eigenkapitalquote durch die Investition noch durch die damit verbundene Leasingfinanzierung belastet. Die Leasingraten werden vom Leasingnehmer lediglich sofort als Betriebsausgaben in seiner GuV verbucht.17

3.2. Bessere Bonitätseinstufung bei der Hausbank

Ein weiterer Vorteil einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung ist eine bessere Bonitätseinstufung bei der Hausbank. Durch die Auswertung der Bilanz erhält die Hausbank Informationen bezüglich der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens und wertet diese aus. Hierzu werden verschiedene Kennzahlen zur Beurteilung wie z. B. der Verschuldungsgrad eines Unternehmens, welcher das Verhältnis zwischen Fremdkapital und Eigenkapital abbildet, herangezogen. Wie bereits unter Punkt 3.1 erläutert, ist die Leasingfinanzierung bilanzneutral. Das Unternehmen hat somit einen geringeren Verschuldungsgrad und eine höhere Eigenkapitalquote als bei einer Kreditfinanzierung. Hierdurch ergibt sich ein positiveres Bild der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens.18 Außerdem führt dies zu einem besseren Rating bei der Bank und somit zu einer stärkeren Verhandlungsposition bei der Konditionsgestaltung der nächsten Kreditanfrage.19

Bei der Kreditfinanzierung dagegen erhöht sich, wie bereits erwähnt, die Bilanzsumme durch die Aktivierung des Fremdkapitals und des finanzierten Wirtschaftsgutes in der Bilanz. Somit verschlechtert sich folglich unter anderem der Verschuldungsgrad des Unternehmens und somit das Rating bei der Bank. Dies wiederum führt zu schlechteren Konditionen bei späteren Kreditausreichungen.

3.3. Kurzfristige Gewerbesteuerreduktion

Ein weiterer Vorteil einer Leasingfinanzierung gegenüber einer Kreditfinanzierung ist die kurzfristige Gewerbesteuerreduktion. Wie bereits erwähnt, ist die Leasingrate vergleichbar mit einer Miete oder Pacht, die für das Leasinggut gezahlt wird. Im Gegenzug hierfür erhält man das Recht, diesen Gegenstand zu nutzen. Da der Leasingnehmer i. d. R. nur Besitzer und nicht Eigentümer des Wirtschaftsgutes ist, ist die Leasingrate steuerlich vom Unternehmen als Betriebsausgabe sofort und in voller Höhe anzusetzen. Dies mindert den Gewinn des Unternehmens des Leasingnehmers im Jahr der Zahlung der Leasingrate. Da dieser Gewinn die Grundlage für die Berechnung der zu zahlenden Gewerbesteuer und der Einkommens- bzw. Körperschaftsteuer ist, verringert die Leasingrate die Gewerbesteuerzahlung.20 Bis zum 31.12.2007 war die vollständige Leasingrate als Betriebsausgabe abzugsfähig. Zum 01.01.2008 trat die neue Unternehmenssteuerreform in Kraft. Für die Berechnung der Einkommens- bzw. Körperschaftsteuer kann die Leasingrate weiterhin voll als Betriebsausgabe abgezogen werden. Bei der Ermittlung der Gewerbesteuer wurde eine Änderung durch die Reform wirksam. Die Berechnung hierzu ist im § 8 GewStG, Hinzurechnungen, geregelt. Unter anderem sollen gezahlte Schuldzinsen zu 25 % der Gewerbesteuerbemessungsgrundlage hinzuaddiert werden. Hierfür wird zuerst der fiktive Zinsanteil aus den Leasingraten, welcher pauschal bei immobilen Wirtschaftsgütern bei 50 % und bei mobilen Wirtschaftsgütern bei 20 % liegt, ausgerechnet. Aus der Gesamtsumme der Hinzurechnungen, welche unter anderem den fiktiven Zinsanteil aus den Leasingraten beinhaltet, wird dann ein Freibetrag von 100.000,00 EUR abgezogen. Der darüber hinausgehende Betrag wird dann, wie bereits erwähnt, zu 25 % der Bemessungsgrundlage der Gewerbesteuer wieder dazu addiert. Hierdurch kann die Steuerlast kurzfristiger als bei der Kreditfinanzierung gesenkt werden, da der Leasingnehmer im Gegensatz zur Abschreibung bei einer Kreditfinanzierung nicht an die Nutzungsdauer der AfA-Tabelle gebunden ist.21

Bei der Kreditfinanzierung und dem damit verbundenen Kauf des Wirtschaftsgutes werden die gezahlten Zinsen, wie bei der Leasingfinanzierung, in die Gesamtsumme der Hinzurechnungen eingerechnet und diese dann vom Freibetrag in Höhe von 100.000,00 EUR abgezogen. Der gesamte Überschuss wird dann zu 25 % versteuert. Außerdem können die Anschaffungskosten aufgeteilt auf die Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes gemäß der AfA-Tabelle als Abschreibungen geltend gemacht werden.22

[...]


1 Vgl. http://bdl.leasingverband.de/fileadmin/internet/downloads/2014-08-25_jahresbericht_2014_final.pdf [Zugriff 02.12.2014]

2 Vgl. http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Statistische_Beihefte_1/2014/2014_11_bankenstatistik.pdf;jsessionid=0000UNklX9uYuXEw688CtqzRVXh:1?__blob=publicationFile [Zugriff: 04.12.2014]

3 Vgl. Studienwerk der Frankfurt School of Finance & Management, Betriebliche Finanzwirtschaft I: Externe Finanzierung, Frankfurt 2013, Teil 7, Kapitel 5.3, S. 13

4 M. Beigler, Analyse der Vorteilhaftigkeit zwischen Leasing und kreditfinanziertem Kauf, Nürnberg 2011, S. 15

5 Vgl. M. Beigler, Analyse der Vorteilhaftigkeit zwischen Leasing und kreditfinanziertem Kauf, Nürnberg 2011, S. 15

6 Vgl. http://www.sparkassen-leasing.de/leasing-glossar.html [Zugriff: 28.01.2015]

7 Vgl. http://bdl.leasingverband.de/fileadmin/internet/downloads/1.5.1_erlass_1971_mobilien-leasing.pdf [Zugriff: 28.12.2014]

8 Vgl. http://bdl.leasingverband.de/fileadmin/internet/downloads/2014-08-25_jahresbericht_2014 _final.pdf [Zugriff: 02.12.2014]

9 Vgl. http://bdl.leasingverband.de/fileadmin/internet/downloads/2014-08-25_jahresbericht_2014 _final.pdf [Zugriff: 02.12.2014]

10 Vgl. http://bdl.leasingverband.de/zahlen-fakten/leasing-in-deutschland/jahres-und-strukturdaten [Zugriff: 28.01.2015]

11 Vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/aussenfinanzierung.html [Zugriff: 30.12.2014]

12 Vgl. http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Definition/kreditfaehigkeit.html [Zugriff 28.01.2015]

13 Vgl. W. Grundmann, Leasing und Factoring, Wiesbaden 2013, S. 16

14 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kredit [Zugriff: 07.01.2015]

15 Vgl. http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Statistische_Beihefte _1/2014/2014_11_bankenstatistik.pdf?_blob=publicationFile [Zugriff 04.12.2014]

16 Vgl. http://de.amiando.com/eventResources/w/Y/mNXSJjW69hOHkr/VR_-_Leasing_von_Geschafts-_und_Betriebsausstattung.pdf [Zugriff: 12.12.2014]

17 Vgl. http://bdl.leasingverband.de/leasing/leasing-a-z/bilanzneutralitaet?type=0 [Zugriff: 28.01.2015]

18 Vgl. M. Beigler: Analyse der Vorteilhaftigkeit zwischen Leasing und kreditfinanziertem Kauf, Nürnberg 2011, S. 127

19 Vgl. http://www.leasing-arndt.de/cms/index.php/loesungen/leasing [Zugriff: 19.12.2014]

20 Vgl. http://www.leasing.de/leasing-recht-steuer.php [Zugriff: 11.12.2014]

21 Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Leasing [Zugriff: 18.12.2014]

22 Vgl. http://www.leasing.de/leasing-recht-steuer.php [Zugriff: 11.12.2014]

Details

Seiten
23
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783656948353
ISBN (Buch)
9783656948360
Dateigröße
431 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v298516
Institution / Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management
Note
1,3
Schlagworte
vor- nachteile leasingfinanzierung kreditfinanzierung

Autor

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