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Die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit. Einschätzung der Vereinbarkeit, Widersprüche und Überschneidungen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2013 22 Seiten

Pflegemanagement / Sozialmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Zu Diskrepanz sowie Interessen Sozialer Arbeit und Ökonomie - Hinführung zur Ökonomisierung und deren Definition

2. Ursachen des Entwicklungsprozesses der Ökonomisierung
2.1 Neoliberalismus
2.2 Demografische Entwicklung
2.3 Standortdebatte im Kontext der Globalisierung

3. Aspekte des Ökonomisierungsprozesses im Detail
3.1 Das neue Steuerungsmodell (NSM) >New Public Management< (NPM)
3.2 Die Veränderungen in der Sozialgesetzgebung
3.3 Sozialstaatlicher Paradigmenwechsel - Vom sorgenden zum aktivierenden Sozialstaat

4. Management in der Sozialen Arbeit
4.1 Qualitätsmanagement
4.2 Case Management
4.3 Kontraktmanagement

5. Auswirkungen auf die Soziale Arbeit und deren Praxis

6. Perspektivische Schlussfolgerungen

7. Literaturverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

1. Zu Diskrepanz sowie Interessen Sozialer Arbeit und Ökonomie - Hinführung zur Ökonomisierung und deren Definition

Einleitend interessieren in dieser Facharbeit die möglichen Widersprüche sowie Überschneidungen von Ökonomie und der Sozialen Arbeit, um zu erörtern, ob und wie vereinbar Ökonomie und die Soziale Arbeit tatsächlich sind. Die Widersprüche werden als Thesen den Überschneidungen als Antithesen gegenübergestellt, um so zu einer ersten Einschätzung der Thematik als Synthese zu gelangen. Es wird also nach der dialektischen Methode wissenschaftlichen Arbeitens verfahren.

Ein erster Anhaltspunkt findet sich in der Entstehung erster Manufakturen und der gleichzei- tigen Einführung der Armenfürsorge im Zuge der Industrialisierung. Einerseits habe daraus laut Schilling und Zeller ein enormer Anstieg von Arbeitsplätzen in den Manufakturen sowie ein dementsprechendes Wirtschaftswachstum resultiert, aber andererseits hätten Bauernbe- freiung und Einführung der Gewerbefreiheit zu einer städtischen Überbevölkerung geführt, welche auch durch die neu entstandenen Arbeitsplätze nicht hätten gedeckt werden können und weiterhin in Massenverarmung geendet habe (vgl. Schilling/ Zeller 2012: 34 ff.). Ein ers- ter Widerspruch findet sich also insofern, dass sich die ökonomische Entwicklung der dama- ligen Zeit in einem Ergebnis niederschlug, welches wiederum mitunter zur Entwicklung der Sozialen Arbeit führte - denn wenn die Auswirkungen ökonomischer Entwicklung zur Entste- hung der Sozialen Arbeit beitragen und diese versucht, die Folgen dessen zu beheben, kön- nen die jeweiligen Ziele definitiv nicht als übereinstimmend beschrieben werden.

Verweist man weiterhin auf den 1964 verstorbenen Wirtschaftshistoriker Karl Polanyi, wel- cher basierend auf Labitzkes Ausführungen bereits vor dem Zweiten Weltkrieg in der Sozial- politik eine Gegenbewegung zu der ökonomischen Marktlogik und darin zudem eine Bedro- hung für die menschliche Gesellschaft erkannt habe (vgl. Labitzke 2010: 98), kann sich ein zweiter deutlicher sowie fundamentaler Widerspruch von Ökonomie und Sozialer Arbeit of- fenbaren, wenn man >Ökonomie< auf ökonomische Marktlogik und >Soziale Arbeit< auf So- zialpolitik überträgt.

Auch die jeweiligen Definitionen von sozialen, beziehungsweise ökonomischen Interessen sowie die damit verbundenen Funktionsprinzipien scheinen in einem antagonistischen Ver- hältnis zu stehen. Bezieht man sich auf das Mühlums Beitrag im Fachlexikon der Sozialen Arbeit, entspräche die regulative Leitidee der Sozialen Arbeit sozialer Gerechtigkeit, deren Ziel es sei, angemessen Mittel und Güter zur Bedürfnisbefriedigung eines jeden individuellen Hilfebedürftigen bereitzustellen, beziehungsweise zu gewährleisten (vgl. Mühlum 2011: 776). Sie rückt also den >Kunden<, beziehungsweise den Klienten als solchen in den Mittelpunkt, wobei die Profitorientierung im Hintergrund steht und der >Kunde<, also der Klient nach Möglichkeit die angebotene Hilfe, beziehungsweise Dienstleistung nicht noch einmal in An- spruch nehmen soll. Vollkommen gegensätzlich dazu stehen die ökonomischen Interessen, zu denen nach Albert Gewinnmaximierung sowie Kostenreduzierung zählen würden (vgl. Albert 2006: 26). Die Zahlungskräftigkeit des >Kunden< steht hierbei also im Mittelpunkt, die Profitorientierung im Vergleich zur Sozialen Arbeit also nicht im Hintergrund, da der zah- lungskräftige >Kunde< die angebotene Leistung wiederholt in Anspruch nehmen soll.

Ebenfalls innerhalb der Ausführungen von Buestrich und Wohlfahrt finden sich Unterschiede. Während die Bedarfsdeckung in der Privatwirtschaft von Kaufkraft und Nachfrage abhänge, beanspruche der >Kunde<, also der Klient in der Sozialen Arbeit Angebote, welche über ei- nen ökonomischen Rahmen hinausgehen würden. Diese Angebote seien als öffentliche Gü- ter, also Dienstleistungen vorhanden und würden staatlich finanziert; ganz im Gegensatz zu den privaten Gütern im rein ökonomischen Bereich. Durch das öffentliche Angebot der Güter in der Sozialen Arbeit entfiele dort auch jegliche Form von Wettbewerbsdenken, welches sonst beispielsweise in der Privatwirtschaft vorzufinden sei. Widersprüche finden sich ab- schließend zudem darin, dass Konsument und Kostenträger in der Sozialen Arbeit nicht identisch seien, was die markttypischen Rückkopplungsmechanismen außer Kraft setzen würde; dass sich in der Sozialen Arbeit keine Marktsteuerung finde, da aus öffentlichem Interesse heraus vom Staat kontrolliert sowie eingegriffen würde und dass sich die angebotenen Dienstleistungen der Sozialen Arbeit nur eingeschränkt rationalisieren lassen würden sowie dementsprechende ökonomische Methoden, wie Massenproduktion dadurch nicht adäquat eingesetzt werden könnten (vgl. Buestrich/ Wohlfahrt 2008: 18 ff.).

Von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet ist jedoch zu konstatieren, dass sich Ökono- mie nach Schellbergs Formulierungen generell mit Güterknappheit befasse, also auf andere Fachbereiche und Organisationstypen übertragbar sei (vgl. Schellberg 2005: 6), wozu man also auch Soziale Arbeit zählen kann. Außerdem fänden sich in der Sozialen Arbeit und in der Ökonomie Überschneidungen hinsichtlich Effizienz, Effektivität, Qualität sowie Wirkung wieder und auch die Bereitstellung von Geldern sei für beide Bereiche gleichermaßen rele- vant (vgl. Buestrich/ Wohlfahrt 2008: 17). Dies widerspräche der Unvereinbarkeit von Öko- nomie und Sozialer Arbeit.

Interessant in diesem Zusammenhang ist auch das Elberfelder System, welches laut Schil- ling und Zeller im 19. Jahrhundert als Vorbild für die Organisation der Armenpflege gegolten habe, da es für die Armenfürsorge verfügbare Mittel mit größtmöglicher Sparsamkeit ge- handhabt hätte (vgl. Schilling/ Zeller 2012: 36 ff.). Durch diesen geschichtlichen Aspekt kön- nen die bereits aufgedeckten Widersprüche als teilweise hinfällig erscheinen, denn anhand dieses Systems wird deutlich, dass sich ökonomische Prinzipien mit der Armenfürsorge als Vorreiter der Sozialen Arbeit definitiv vereinbaren und von den ökonomischen Funktionswei- sen auch ebenfalls steuern lassen. Ob Ökonomie und Soziale Arbeit nun vereinbar sind oder nicht, kann nicht eindeutig beantwortet werden - vielmehr ist es so, dass sie in bestimmten Zusammenhängen miteinander vereinbar sind und in anderen bestimmten Zusammenhängen eben nicht.

Anhand dieser einerseits widersprüchlichen, aber sich andererseits auch überschneidenden Aspekte von Ökonomie und Sozialer Arbeit, erscheint die Ökonomisierung der Sozialen Ar- beit als komplexes Thema, das innerhalb dieser Ausarbeitung auch dementsprechend erör- tert werden soll. Basierend darauf wird die dialektische Methode wissenschaftlichen Arbei- tens angewendet, wie dies auch schon anlässlich der Einleitung geschah, um vor allem hin- sichtlich potentieller Negativfolgen für die Praxis Sozialer Arbeit zu Thesen, hinsichtlich der Chancen zu Antithesen und im perspektivischen Fazit dieser Facharbeit zu einer Synthese hinsichtlich der Vereinbarkeit von Ökonomie und Sozialer Arbeit zu gelangen.

Um einen adäquaten Bezug zur Thematik hinsichtlich der Sozialen Arbeit herzustellen, wird folgende Definition von Ökonomisierung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe angeführt:

„Ökonomisierung bezeichnet einen Prozess der betriebswirtschaftlichen Umstrukturierung bzw. Neusteuerung der Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe. Der zentrale Fokus dieses Ökonomisierungsprozesses gilt einer Reduzierung des Einsatzes der Mittel und zielt auf eine Privatisierung des Feldes.“ (Kessel 2002: 1117)

Vergleicht man diese Definition mit dem Elberfelder System, kann eine Übereinstimmung hinsichtlich Kostenminimierung formuliert werden. Ob das Elberfelder System der Definition von Ökonomisierung sinngemäß entspricht, ist nicht Thema der Ausführungen dieser Arbeit. Vielmehr interessieren die gegenwärtige Form der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit sowie die damit verknüpften Aspekte.

2. Ursachen des Entwicklungsprozesses der Ökonomisierung

Der tatsächliche Beginn der Ökonomisierung der Sozialen Arbeit in Deutschland finde sich Ptaks Meinung nach in den 1990er Jahren, denn hinsichtlich des Zusammenfalls der kommunistischen UdSSR sowie der damit verbundenen Wiedervereinigung Deutschlands, würden die Ursachen der Ökonomisierung weiter verstärkt - die neoliberale Kritik am Sozialstaat, speziell anhand der angeblichen Unfunktionalität des Sozialsystems der DDR und die Standortdebatte der Globalisierung hinsichtlich zu hoher Sozialausgaben (vgl. Ptak 2012: 78 ff.). Auch die demografische Entwicklung Deutschlands kann als Ursache angeführt werden. Diese drei fundamentalen Ursachen werden nun im Detail beschrieben.

2.1 Neoliberalismus

Zunächst wird Neoliberalismus als solcher im Gabler Wirtschaftslexikon wie folgt definiert:

„[…] Stärker als im klassischen Liberalismus, wird berücksichtigt, dass der Wettbewerb durch privatwirtschaftliche Aktivitäten bedroht ist, da sich ihm die Marktteilnehmer durch die Erlangung von Marktmacht zu entzie- hen versuchen. Daher soll der Staat den freien Wettbewerb aktiv vor dem Entstehen privatwirtschaftlicher Marktmacht wie auch vor staatlich verur- sachter Marktvermachtung schützen.“ (Gabler 2012a: Neoliberalismus)

Die Liberalisierung, also Befreiung des ökonomischen Marktes zielt dementsprechend darauf ab, die Restriktionen, welche den Markt betreffen, aufzulösen. Zudem rücken ökonomische Interessen in den Vordergrund staatlichen Handelns, wodurch die Funktionalität des Sozial- staats Einschränkungen erfahren kann, beziehungsweise diese den ökonomischen Interes- sen untergeordnet werden können. Butterwegge beschreibt dies anhand zweifacher Trans- formation des Sozialstaats. Die Konkurrenzfähigkeit des Staates würde nach außen hin ge- fördert und - was im Zusammenhang mit der Sozialen Arbeit relevanter erscheint - nach innen übertrage der Staat „[…]Marktmechanismen und Gestaltungsprinzipien der Leistungs- konkurrenz bzw. betriebswirtschaftlicher Effizienz auf seine eigenen Organisationsstrukturen. […]“ (Butterwegge 2010: 60 ff.). Geht man nun davon aus, dass diese Übertragung seit den 1990er Jahren intensiviert wurde, kann die neoliberale Entwicklung als erste Ursache fest- gehalten werden. Verweist man zudem erneut auf Butterwegge, sei der Auslöser der neoli- beralen Entwicklungen als Folge der Weltwirtschaftskrise 1974/75 zu bezeichnen, in deren Zuge der Sozialstaat vermehrt in die Kritik geraden sei (vgl. Butterwegge 2010: 51).

2.2 Demografische Entwicklung

Von Relevanz für die Ursachen der Ökonomisierung ist vor allem, dass nach Winkler und Zander ein Rückgang der generellen Bevölkerungsgröße sowie ein Geburtenrückgang in den westlichen Industrienationen stattgefunden habe und stattfinde; ferner würde die Lebenserwartung seit 1970 stetig steigen, wodurch die deutsche Gesellschaft durchschnittlich immer älter werden würde; zudem sei die Binnenmigration von Ost- nach Westdeutschland dafür verantwortlich, dass die erwerbstätige Bevölkerung in Ostdeutschland kontinuierlich zurückgehe und dies durch die Abwanderung vor allem junger Familien nicht mehr auszugleichen sei (vgl. Winkler/ Zander 2007: 137).

Geht man nun davon aus, dass sich der Sozialstaat dazu verpflichtet, Leistungen für pflege- bedürftige Senioren bereitzustellen sowie zu finanzieren, hätte er Bezug nehmend auf die demografische Entwicklung viel höhere Kosten zu decken, wodurch der Staat ansonsten an anderer Stelle Einsparungen vornehmen müsste. Nachvollziehbar wäre also, wenn die Öko- nomisierung der Sozialen Arbeit dazu beitrage, dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Die Abbildung der ÄrzteZeitung basierend auf Zahlen des Statistischen Bundesamts hin- sichtlich der Verschiebung der Altersgruppen bis 2060 verifiziert diese These, da die über 65-jährigen 2008 zusammengezählt 20% aller Einwohner ergeben, für 2060 jedoch prognostiziert wird, dass der prozentuale Anteil der über 65-jährigen auf 34% anstiege (Abb. 1).

2.3 Standortdebatte im Kontext der Globalisierung

Globalisierung begreift sich nach dem Gabler Wirtschaftslexikon folgendermaßen:

„Form der Strategie einer grenzüberschreitend tätigen Unternehmung […] bei der Wettbewerbsvorteile weltweit mittels Ausnutzung von Standortvor- teilen […] aufgebaut werden sollen. […]“ (Gabler 2012b: Globalisierung)

Die Grundsätze der Globalisierung zielen auf standortorientierten Wettbewerb ab, was er- neut den Zielsetzungen ökonomischen Handelns entspricht, denn wo Wettbewerb stattfindet, wird in der Regel auch effektiver gearbeitet sowie auf Gewinnmaximierung abgezielt. Ptak verweist in Bezug darauf auf die Standortdebatte in deren Zuge die These formuliert worden wäre, dass geringere Sozialausgaben zur Aufrechterhaltung internationaler Wettbewerbsfä- higkeit unabdingbar seien (vgl. Ptak 2012: 78), wodurch von einer Verschärfung der Stand- ortkonkurrenz geschrieben werden kann. In diesem Zusammenhang erweisen sich auch die

Gedankengänge von Rütz-Lewerenz und Thäsler als interessant. Sie gehen davon aus, dass die Debatte um Globalisierung und Wettbewerb Druck erzeuge und in Verbindung mit Haushaltsdefiziten sowie steigenden Arbeitslosenzahlen den Staat zum Handeln gezwungen habe, dessen Resultat letztendlich der sozialstaatliche Paradigmenwechsel gewesen sei (vgl. Rütz-Lewerenz/ Thäsler 2009: 417).

3. Aspekte des Ökonomisierungsprozesses im Detail

Inwiefern sich die in Punkt 2 geschilderten Ursachen tatsächlich im Zuge des Ökonomisierungsprozesses auswirken, soll nun festgehalten werden.

3.1 Das Neue Steuerungsmodell (NSM) >New Public Management< (NPM)

Basierend auf Wollesens Ausführungen sei das New Public Management ein Modell zur Ef- fektivitäts- und Effizienzsteigerung sowie zur Steigerung von Wirtschaftlichkeit in der öffentli- chen Verwaltung (vgl. Wollesen 2008: 128). Seithe gibt in ihrem Schwarzbuch der Sozialen Arbeit an, dass dieses neue Steuerungsmodell 1990 in den Kommunen verbindlich eingeführt worden wäre, um deren leere Kassen durch Rationalisierungs- und Qualitätsverbesserungsprozesse neu zu organisieren (vgl. Seithe 2012: 121). Weiterhin beschreiben Buestrich und Wohlfahrt das Ziel des NSM/ NPM als „[…] Umbau der Verwaltung von einer Behörde zu einem Dienstleistungsunternehmen. […]“ (Buestrich/ Wohlfahrt 2008: 20).

Das Neue Steuerungsmodell ziele laut den Ausführungen Grohs und Bogumils zunächst auf den Aufbau dezentraler sowie teilautonomer Fachbereiche, beziehungsweise Verwaltungseinheiten ab, welche über eine ebenso dezentrale Fach- und Ressourcenverantwortung sowie eigene Budgets verfügen sollten. In Bezug darauf seien Rückkopplungen an die zentrale Steuerung durch Kontraktmanagement, Controlling und Berichtswesen zu gewährleisten (vgl. Grohs/ Bogumil 2011: 302 ff.). Zum besseren Verständnis der Zusammenhänge sollen nun die Termini >Controlling< und >Berichtswesen< definiert werden:

„Controlling ist ein Teilbereich des unternehmerischen Führungssystems, dessen Hauptaufgabe die Planung, Steuerung und Kontrolle aller Unter- nehmensbereiche ist. Im Controlling laufen die Daten des Rechnungswe- sen und anderer Quellen zusammen.“ (Gabler 2012c: Controlling)

„Das Berichtwesen ist eine zentrale Aufgabe des Controllings (internes Berichtswesen), zunehmend auch des externen Rechnungswesens (Va- lue Reporting für den Eigen- und Fremdkapitalmarkt). Ziel des Berichts- wesens ist allg. die Deckung des Informationsbedarfs der Berichtsemp- fänger, speziell werden das Schaffen von Transparenz sowie die Vorbe- reitung und Kontrolle von Entscheidungen hervorgehoben.“ (Gabler 2012d: Berichtswesen) Kontraktmanagement wird im weiteren Verlauf dieser Hausarbeit als eine Methode des Managements in der Sozialen Arbeit näher beleuchtet.

Auch die Budgetierung, also die Bestimmung sowie Erstellung eines Budgets wird von den Autoren als elementar angegeben, da sie den dezentralisierten Organisationeinheiten zu zunehmender Flexibilitäts- und Effizienzpotentialen in der Mittelverwendung verhelfe. Auf der anderen Seite solle sie diesen Organisationseinheiten bestimmte Ziele und Leistungen ver- pflichtend als Output-Budgetierung zuschreiben. Es entstehe also ein Übergang von der In- put- zur Output-Steuerung, welche mit einer Kosten-Leistungs-Rechnung verknüpft werden solle - Leistungen seien anhand ihrer Menge, Qualität und Zielgruppen zu beschreiben und Kosten anhand von Indikatoren sowie Kennzahlen. Das NPM ziele zudem auf einen Rück- zug politischer Mandatsträger aus den alltäglichen Abläufen der Verwaltung und deren Limi- tierung auf strategische Zielsetzungen ab, welche man im Zuge eines Kontraktmanagements zwischen Rat und Verwaltungen integrieren solle. Eine intensivierte Mitarbeiterorientierung stehe überdies im Vordergrund des NPM.

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Details

Seiten
22
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783656960744
ISBN (Buch)
9783656960751
Dateigröße
962 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v299462
Institution / Hochschule
Hochschule RheinMain – Fachbereich Sozialwesen
Note
1,0
Schlagworte
Ökonomisierung Ökonomisierung der Sozialen Arbeit Management und Soziale Arbeit Ökonomie und Soziales

Autor

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Titel: Die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit. Einschätzung der Vereinbarkeit, Widersprüche und Überschneidungen