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Der Mensch soll die Erde bebauen und hüten. Wie kann ich die Schöpfung bewahren?

Jahrgangsstufe 8

Unterrichtsentwurf 2014 13 Seiten

Theologie - Religion als Schulfach

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Sequenz

Elementarisierung

Geplanter Stundenverlauf

Materialien

Jahrgangsstufe: 8 (M) Unterrichtsdauer: 50 Minuten

Lehrplanthema 8. Die Schöpfung ist uns anvertraut – unsere Welt erhalten und gestalten

Aus der Zielbeschreibung:

Sie (die Schülerinnen und Schüler) sollen grundlegende Aussagen der biblischen Schöpfungstexte erfassen und begreifen, dass die Welt nach biblischem Glauben nicht Zufall, sondern Schöpfung Gottes ist. Sie sollen die biblische Botschaft vom Menschen als Abbild Gottes verstehen lernen und erkennen, dass die Schöpfung dem Menschen in verantwortliche Obhut gegeben wurde. So werden sie angeregt, sich umweltbewusst zu verhalten und eine liebevolle und ehrfürchtige Haltung gegenüber allen Mitgeschöpfen und dem Schöpfer zu entwickeln.

Inhaltsbereich:

8.5.3. Den Schöpfer loben – Verantwortung für Umwelt und Mitwelt

Einzelinhalt:

- als Abbild Gottes für die Schöpfung verantwortlich sein; unser Auftrag: die Welt schützen

Stundenthema:

Die Schönheit der Schöpfung achten – Der Mensch soll die Erde bebauen und hüten

Stundenintention:

Die Schülerinnen und Schüler sind sich der Schönheit der Schöpfung bewusst. Indem sie sich mit dem kritischen Werk „Die letzten Tage der Schöpfung“ von Jörg Zink auseinandersetzen, werden sie sich der menschlichen Verantwortung für die Schöpfung bewusst und erfassen die Bedeutung des göttlichen Auftrags, die Erde zu bebauen und zu hüten.

Einzelintentionen:

Die SuS

- erfassen die Grundaussage des Werkes „Die letzten Tage der Schöpfung“ von Jörg Zink.
- vergegenwärtigen sich die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung, indem sie mit Umweltzerstörungen konfrontiert werden, die durch menschliches Verhalten hervorgerufen werden
- entwickeln Lösungsvorschläge, wie man die Schöpfung bewahren kann.

Sequenz

Elementarisierung

Elementare Struktur

Seit Jahrtausenden beschäftigt sich der Mensch mit der Entstehung der Welt[1]. Albert Einstein beantwortet diese Frage in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie wie folgt: „Der Urknall war die singuläre Schöpfung von Materie, Zeit und Energie“. Trotz aller naturwissenschaftlichen Fortschrittlichkeit (z.B. Urknalltheorie, Evolutionstheorie, DNS-Entschlüsselung) bleibt die Frage nach einer bewussten oder unbewussten Schöpfung des Universums aus naturwissenschaftlicher Perspektive unbeantwortet. Sicher sind sich die Physiker nur darin, dass das Leben auf der Erde nicht entstanden wäre, wenn die physikalischen Gesetze nur ein klein wenig anders wären. Bei allen Säkularisierungstendenzen innerhalb der westlichen Welt ist die Frage nach Gott als Schöpfer noch nicht überflüssig (und wird es auch nie sein!). Die christliche Antwort auf die Frage nach der Entstehung der Welt ist relativ eindeutig. Diese ist nicht im kreationistischen Denken zu finden, wo die biblischen Schöpfungserzählungen wörtlich verstanden werden, sondern als eine dynamisch-relationale Sicht von Schöpfung[2], die sich als creatio continua ständig weiterentwickelt und als creatio ex nihilo – als Schöpfung aus dem Nichts entstanden ist.

Der Mensch ist Geschöpf Gottes und somit, letzten Endes, von seinem Schöpfer abhängig, auch wenn der Schöpfer ein freies und selbstbestimmtes Leben mit Zufällen zulässt bzw. vorsieht.

Die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung findet sich insbesondere im Schöpfungsauftrag, der in Gen 2,15 formuliert wird. Insgesamt ist das Alte Testament sehr ergiebig, was die menschliche Verantwortung für die Schöpfung betrifft[3]. Gott wird hier als ein souveräner und freier Schöpfer charakterisiert, der aus Liebe die Welt und alle Lebewesen geschaffen hat. Gott wird nicht durch die Schöpfung, sondern ist als Anfang und Ende zeitlos und allgegenwärtig. Der Mensch ist Sachwalter Gottes und ein Hirte des Seins.

Hinsichtlich gegenwärtiger Umweltprobleme und globaler umweltpolitischer Herausforderungen ist die Rolle des Menschen zur Erhaltung der menschlichen Lebensgrundlagen unbestritten. Auch wenn diese häufig als anthropozentrisch interpretierte Sichtweise nicht unbedingt den Eigenwert der Schöpfung in den Mittelpunkt rückt, so ist es zumindest ein Ansatz, wie man die Schöpfung bewahren kann.

Elementare Erfahrung

Die SuS sind tagtäglich mit den Wundern des Lebens und der unbeschreiblichen Schönheit der Schöpfung konfrontiert. Gleichzeitig erleben sie Umweltzerstörung und Naturkatastrophen, die die Umwelt nachhaltig negativ beeinflussen und durch einmaliges, häufiges oder dauerhaftes menschliches Fehlverhalten hervorgerufen werden. Häufig werden positive oder negative Begebenheiten nicht weiter reflektiert und diese werden als gegeben wahrgenommen bzw. hingenommen, da die individuelle körperliche und geistige Entwicklung (Pubertät, erste Liebe, beginnende Wahrnehmung der eigenen Sexualität…) zunehmend an Bedeutung gewinnt und die peer-group als Maßstab und Bezugsgröße des Handelns betrachtet wird.

[...]


[1] Kleesattel, Walter (2005): Abenteuer Evolution – Die Ursprünge des Lebens. WBG. Darmstadt. S. 84f.

[2] Stinglhammer, Hermann (2011): Einführung in die Schöpfungstheologie. WBG. Darmstadt. S.100ff.

[3] Ebd. S. 43ff.

Details

Seiten
13
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656964674
ISBN (Buch)
9783656964681
Dateigröße
520 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v299912
Note
Schlagworte
mensch erde schöpfung jahrgangsstufe

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Titel: Der Mensch soll die Erde bebauen und hüten. Wie kann ich die Schöpfung bewahren?