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Energie mit Strategie. Internationale Abkommen und Projekte zu Russlands Gasvorkommen

Hausarbeit (Hauptseminar) 2010 32 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Russland, Länder der ehemal. Sowjetunion

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Russland ein Ressourcenstaat?
2.1 Ressourcenfluch bzw. „Dutch Disease“
2.2 Umgang mit den Einnahmen aus dem Ressourcensektor
2.3 Krisenanfälligkeit bei sinkenden Ölpreisen auf dem Weltmarkt

3. Russland und internationale Abkommen
3.1 Russland und die WTO
3.2 Die Sehnsucht der Europäer nach Reziprozität
3.3 Streitpunkte des Energiecharta-Vertrags
3.4 Zukunftsprojekt Energiechart-lightoder plus?

4. Russlands Gasvorkommen und Projekte

5. Politik mit der Pipeline
5.1 Pipelines und Probleme - Pipelines und Interessen
5.2 Diversifizierungsmaßnahme Nabucco - Marktbeherrschungsmaßnahme South-Stream
5.3 Die North-Stream-Pipeline

6. Resümee

7. Schluss mit Ausblick

1. Einleitung

Energie ist ein integraler Bestandteil unseres Alltags. Erdöl und Erdgas sind unsere entscheidenden Energieträger und stehen daher stets im Mittelpunkt der Energiedebatten. Die Wichtigkeit der Energie in unseren heutigen Debatten liegt vor allem daran, dass die meisten Industrie- und Entwicklungsstaaten für das Funktionieren ihrer Volkswirtschaften von Öl- und Gasimporten abhängig sind. Energiesicherheit ist damit ein wesentlicher Bestandteil jeglichen Wohlstandes in einem Land, und wird damit ein nicht mehr wegzudenkendes Thema. Durch die steigende Nachfrage ist es daher für energiereiche Staaten immer verlockender geworden Öl und Gas als strategische Druckmittel zu nutzen. Auch Russland hat durch seinen Ressourcenreichtum an Macht und strategischen Druckmitteln Zugewinne verzeichnen können. In dieser Arbeit werden jedoch nicht nur die Vorteile des Ressourcenreichtums aufgezeigt, sondern auch die Nachteile. Aufgrund der weltweit sinkenden Wirtschaftskraft und dem damit verbundenen geringeren Bedarf an Energie sind in der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise die Energiepreise gefallen. Anhand dieser Krise wird beschrieben, wie sich ein fallender Ölpreis und eine sinkende Nachfrage auf die russische Wirtschaft auswirken können. Anschließend wird Russlands Verhalten gegenüber internationalen und supranationalen Abkommen aufgezeigt, um die korrelierenden Interessen Russlands als Energieexportland gegenüber den Energieimporteuren der EU aufzuzeigen. Russland möchte international wieder mehr Einfluss auf die Entwicklungen der internationalen Politik ausüben. Um wieder zu alter Stärke zu gelangen setzt es gezielt auf das Instrument seiner enormen Energievorräte. Um den Machtfaktor Energie aufzubauen und auszubauen setzt es auf die Strategien Absatzsicherung, Marktbeherrschung, Verdrängung von Konkurrenten, eine Erhöhung der Verhandlungsmacht gegenüber Transitländern und eine Teilhabe an allen Stufen der Wertschöpfungskette. Anhand ausgewählter russischer Erdgasförderungs- und Pipelineprojekten, wird dargestellt, wie Gazprom seine mittel- und langfristige Handlungsstrategien und Ziele in die Praxis umsetzt. Zudem soll dem Leser, zusätzlich zu den Informationen über bestehende Pipelines ein kurzer Einblick in die Energiesicherheitsbestrebungen der EU aufgrund der Gasstreitigkeiten zwischen Russland und Transitstaaten gewährt werden, und welche Aussichten auf Erfolg diesen zugrunde liegen. Das Hauptaugenmerk wird in dieser Arbeit wird auf den russischen Gashandel gelegt.

2. Russland ein Ressourcenstaat?

Auch wenn Russland aufgrund seines hohen im Inland verwendeten und weiterverarbeiteten Naturressourcen sich von anderen reinen Rohstoffexportländern, die eine „hole-in-the-ground“1 Wirtschaft betreiben, unterscheidet, so weist es doch Indizien eines Ressourcenstaates auf. Ein Charakteristikum dafür ist, dass sich Russlands Bodenschätze im Staatseigentum befinden, für dessen Gebrauch lediglich befristete Lizenzen vergeben werden. Zudem hat sich seit 2005 der Staatseinfluss in der russischen Erdölwirtschaft auf rund 30 % des Produktionspotentials verstärkt, nachdem Juganskneftegas von Rosneft übernommen wurde und Sibneft zu Gazprom transferiert wurde. Ausländische Unternehmen sollen möglichst wenig Anteil an dem strategischen Energiesektor haben. Das zeigt sich daran, dass einschließlich des 50 %igen Anteil von BP an TNK- BP und des 20%igen Anteils von ConocoPhillips an Lukoil, ausländische Unternehmen nur noch einen 10 %igen Anteil an der Förderung haben. Dennoch sind ¾ der Ölproduzenten private Unternehmen, was einen im Vergleich zu anderen ressourcenreichen Staaten eine ausgewogene Mischung ausmacht. Das überbetriebliche Pipelinenetz ist jedoch, mit Ausnahme der aus Kasachstan kommenden CPC Pipeline, im Besitz der staatlichen Transneft.2 Rund 85% der russischen Erdgasförderung fallen auf den Gazprom-Konzern, an dem der Staat einen 50%igen Anteil hält. Zudem ist Gazprom nach einem Duma-Beschluss von 2006 gesetzlich der alleinige Exporteur von russischem Erdgas, wodurch sich Gazprom den lukrativen Auslandsmarkt reserviert hat.3 Das Unternehmen Gazprom nimmt in Russland zudem noch eine ‚soziele Funktion’ ein, da es sowohl die russische Wirtschaft als auch die russische Bevölkerung zu subventionierten Preisen mit günstigem Gas versorgt. Im Gegenzug dafür zahlt Gazprom nur geringe Steuern und trägt nur mit ca. 8% zum Staatshaushalt bei, während die Einnahmen aus den Ölfirmen rund 1/3 des russischen Steueraufkommens ausmachen.4 Die Preisgestaltung für Erdgas im Inland unterliegt auch der staatlichen Preiskontrolle. Die festgesetzten Preise für Erdgas im Inland sind jedoch niedrig angesetzt, so dass der Inlandsabsatz für die Versorger kaum rentabel ist und dadurch ausländische Unternehmen von diesem Markt fern hält.5 Neben dem Transport- und Exportmonopol drückt sich die in besonderem Maße geschützte Stellung der Gazprom auf dem russischen Energiemarkt auch in dem 2008 verabschiedeten Gesetz «Über ausländische Investitionen in strategischen Sektoren» und in dem nochmals verschärften Gesetz «Über Bodenschätze» aus. Diese Gesetze sind zugunsten der beiden staatlich kontrollierten Konzerne Gazprom und Rosneft umformuliert worden. Im Kern gelten hierin Onshore Öl- und Gasvorkommen ab einer Größe von 70 Mio. Tonnen und 50 Mrd. Kubikmeter, als auch alle Offshore-Vorkommen, sowie die Unternehmen, die mindestens eines von diesen fördern, als strategisch. Werden Vorkommen anhand dieser Kriterien als strategisch erklärt bedeutet das für ausländische Investoren konkret, dass Investitionen bedürfen eines staatlichen Genehmigungsverfahrens bedürfen, was u.a. ein beständiges Streitthema zwischen Russland und der EU ist.6 Diese Indizien sprechen dafür, dass der Ressourcensektor in Russland eine entscheidende Rolle einnimmt und die heutige russische Wirtschaft von Öl- und Gasexporten bestimmt wird. Zwar ist Russland kein reiner Ressourcenstaat, doch der Ressourcensektor ist immerhin der international wettbewerbsfähigste Sektor Russlands. Russlands Anteil an den Öl und Gas fördernden und verarbeitenden Sektoren macht mehr als 25 % des Bruttoinlandprodukts aus und fast drei Fünftel der Gesamtexporte. Ebenso speisen sich die russischen Staatseinnahmen fast zur Hälfte aus der Öl- und Gasproduktion (Fig. 1). Wie wichtig demnach Rohstoffpreise für die russische Wirtschaft sind, lässt sich aus dieser Graphik ablesen, zumal sich das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nicht hauptsächlich aus einer gestiegenen Produktion speist, sondern vielmehr durch die gestiegenen Preise dieses Wirtschaftssektors, da in diesen Industrien lediglich 2% der Erwerbstätigen arbeiten.7

Fig. 1: Abhängigkeit der russischen Wirtschaft von Öl- und Gasexporten in %

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten8

2.1 Ressourcenfluch bzw. „Dutch Disease“

Russland weist Symptome der „Dutch Disease“ auf. Der Devisenzufluss aus Rohstoffexporten regt einerseits die Binnenkonjunktur an und führt so zu einem Anstieg der heimischen Währung, wodurch Importe von Konsum- und Investitionsgütern verbilligt werden. Gleichzeitig werden dadurch die Exporte der verarbeitenden Industrie verteuert und sind folglich international nicht wettbewerbsfähig.9 Die russische verarbeitende Industrie ist zwar nicht international wettbewerbsfähig, aber sie kann zumindest als Importersatz innerhalb Russlands fungieren. Dies ist ein Indikator dafür, dass die Dutch Disease etwas abgeschwächt wird. Als politisches Mittel zur Stärkung der heimischen Industrien wurden niedrige Inlandsgaspreise veranschlagt, was zur Folge hat, dass die Elektrizitätserzeugung in Gaskraftwerken geschieht, wodurch energieintensive Industrien, wie die Aluminium- und Düngemittelindustrie, gefördert werden.10 Dieser günstige Gaspreis befördert einen hohen inländischen Gasverbrauch, der derzeit bei 68 % der russischen Gasproduktion liegt. Der Verbrauch ist deshalb so hoch, da 70% der russischen Elektrizität durch Gas generiert wird.11 Die Suche nach Einkommenserzielung aus der Verfügung über Naturressourcen bzw. das sogenannte „rent seeking“, befördert das Entstehen von Wohlstandsinseln in denen die Einkommen aus den Ressourcensektoren verausgabt werden oder Zulieferer der Öl- und Gasbranchen von deren Aufträgen profitieren.12 Ebenso steigen die Preise von Gütern und Dienstleistungen, die dem Importdruck nicht ausgesetzt sind, wie Immobilienpreise.13 Eine weitere Pathologie, die mit dem Ressourcenreichtum einhergeht ist die Korruption, die in Russland sehr verbreitet ist und laut des Korruptionsberichtes 2009 von Transparency International auf dem Platz 147 rangiert, was für eine sehr hohe Korruptionsrate spricht.14 Sie bremst Russlands Entwicklung zu einem modernen Industriestaat. Die in Russland gegenwärtige Korruption füge in der Gesamtheit der russischen Wirtschaft enormen Schaden zu. Dimitry Medwedews Entschluss diesen Problemen entgegenzuwirken wurde in der Verordnung zur Bekämpfung der Korruption von 2008 in einen Nationalen Anti-Korruptionsplan umgesetzt. Darin sind Anti-Korruptions-Bildungsprogramme und spezielle Programme für Richter und andere öffentliche Personen enthalten. Ebenso beinhaltet der Plan die Änderung von 25 Gesetzen, sowie Korruptionspräventionsmaßnahmen.15 Zudem möchte Medwedjew Mechanismen schaffen um stärker gegen Offshore-Firmen16 vorgehen zu können und um dem Missbrauch von Offshore- Zonen vorzubeugen. Mit den Schlagworten «Mehr Transparenz und weniger Korruption» wirbt Russlands Präsident Dmitri Medwedew immer wieder.17 So trägt Medwedjew mehr zur Korruptionsbekämpfung in Russland bei, als dies in der gesamten Dekade zuvor der Fall war.18

2.2 Umgang mit den Einnahmen aus dem Ressourcensektor

Der russische Staat profitiert selbstverständlich auch von seinem Ressourcenvorkommen. So bezieht er Einnahmen aus der Besteuerung der Öl- und Gaswirtschaft, wobei bei hohem Ölpreis die Steuer auch grundsätzlich höher ausfällt als bei sonstigen Industriezweigen. Die Besteuerung der Öl- und Gaswirtschaft speist sich vornehmlich aus der Steuer auf die Bodenschätzeförderung, den Exportzoll auf Öl, sowie aus der Gewinnsteuer. Die Einnahmen am Ressourcenexport bergen die bereits beschriebene Aufwertungs- und Inflationsgefahr. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken wurden die so genannten „windfall-profits“19, sobald der Erdölpreis 20 Dollar pro Barrel übertrifft abgeschöpft, und in den seit 2004 bestehenden Erdöl-Stabilisierungsfonds transferiert. In den Erdöl-Stabilisierungsfonds fließen Erlöse aus Erdölexporten und die nicht verausgabten Budgetüberschüsse (Fig. 2). Dadurch sollten Staatsausgaben bei fallendem Welterdölpreis finanziert werden. Dank des Fonds konnten Auslandsschulden in relativ kurzer Zeit ausgeglichen werden (Fig. 3). Seit der Fonds die 500 Mrd. Rubel Grenze überschritten hat, konnten damit Schulden wie die Verpflichtungen gegenüber dem Pariser Club von 15 Mrd. Dollar und die Schulden des IWF im Jahre 2005 abgelöst werden. Ebenso konnte der durch eine Reduktion des Satzes der Sozialabgaben defizitäre staatliche Pensionsfonds wieder ausgeglichen werden.20 Der bis dahin stetig gewachsene Fonds ist im Jahr 2008 in einen Reservefonds und in einen nationale Wohlstandsfonds übergegangen.21 Diese Angaben zeigen, dass der Staat Russland von seinen Einnahmen aus dem Energiesektor profitiert.

Fig. 2: Devisenreserven der russischen Zentralbank und Vermögen des staatlichen Stabilisierungsfonds (zum Jahresende in Mrd. Dollar)22

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten23

2.3 Krisenanfälligkeit bei sinkenden Ölpreisen auf dem Weltmarkt

Da Russlands Wirtschaftsentwicklung sehr stark Ölpreisabhängig ist, stellt die Wirtschaftskrise eine besondere Herausforderung dar (Fig. 4). Der gravierende Abfall der Rohstoffpreise Ende 2008 löste einen Kapitalabfluss aus Russland aus. Im März 2009 wurde der Rubel auf 36 Rubel pro Dollar abgewertet und die russischen Devisenreserven verringerten sich um etwa 200 Mrd. Dollar. Durch den Terms-of-Trade-Shock sanken die Realeinkommen und durch die Abwertung erhöhten sich zeitgleich die russischen Auslandsschulden. Da ein großer Teil der Schulden im russischen Unternehmens- und Bankensektor entweder von Unternehmen mit engen Verbindungen zum Staat, oder von sogenannten strategischen Unternehmen, aufgenommen wurde, sind ein Großteil der russischen Auslandsschulden die Schulden der Regierung. Der Nationale Wohlstandsfonds stellte dem russischen Bankensektor Kapital zur Verfügung und der Reservefonds wurde angesichts der dramatisch angestiegenen Ausgaben zur Stützung des Haushalts verwendet. Dadurch haben sich die Bilanzen der Fonds zwar verschlechtert, aber die Situation bei der ausländischen Verschuldung hat sich dafür stabilisiert. Nun müssen die Rohstoffpreise wieder ein hohes Niveau erreichen und auch halten, damit die Bilanzen der Fonds das Vor-Krisen-Niveau zurück erlangen können. Durch den Rohstoffpreisverfall haben sich auch die Bilanzen jedes Wirtschaftssektors verschlechtert (Fig. 5). Daraufhin haben sich die Finanzströme zwischen den einzelnen Sektoren der russischen Wirtschaft verschlechtert, was sich in Zahlungsrückständen, Kreditausfällen und Nichtzahlung bemerkbar macht. Eine daraus resultierende Demonetarisierung, bzw. die Wiedereinführung von Tauschgeschäften könnte verheerende Auswirkungen auf das Bankensystem, die Steuereinnahmen und das gesamte Wirtschaftsleben zur Folge haben.24 Es wurden kurzfristige Maßnahmen im Rahmen des Programms zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise ergriffen, um die russische Wirtschaft wieder anzukurbeln. Insbesondere einzelne Wirtschaftszweige, die massiv von der Krise betroffen sind sollten unterstützt werden. So wurde die Gewinnsteuer für Unternehmen seit dem 1.1.2009 von 24% auf 20% gesenkt. Außerdem wurden die von der Steuer absetzbaren Beträge für bestimmte Unternehmenszwecke erhöht. Premierminister Putin kündigte zur Unterstützung der Industrie die Bereitstellung von bis zu 27 Mio. Euro für das Jahr 2009 an. Zusätzlich sollen die Erdölkonzerne durch einen reduzierten Exportzoll entlastet werden. Dies erreichte sie durch eine Senkung des Zollsatzes auf den Export von Rohöl und Erdölprodukten.25 Diese Maßnahmen zur kurzfristigen Ankurblung der Wirtschaft wurden auch aus dem Stabilisierungsfonds bezahlt. Die Wirtschaftskrise hat somit gezeigt, dass Russland gut daran getan hat in der Vergangenheit einen Stabilisierungsfonds zu gründen, denn bisher war der Staat in der Lage enorme Summen an finanziellen Mitteln zur Bekämpfung der Krise bereitzustellen. Aber sollte die Notwendigkeit in unmittelbarer Zukunft nochmals bestehen, wird der Staat dazu nicht mehr in der Lage sein. Die Krise hat somit der russischen Regierung vor Augen geführt was passiert, wenn sich die Preise für Rohstoffe auf dem Weltmarkt verschlechtern. Sollte der Bedarf auf der Welt nach Rohstoffen in Zukunft nicht mehr in dieser Ausprägung vorhanden sein, wäre es für Russland wichtig bis dahin seine Wirtschaft in dem Maße diversifiziert zu haben, dass es nicht mehr auf die Einnahmen durch seine Ressourcen abhängig ist. Russland hat 2008 im Bewusstsein dieser Abhängigkeit einen im Wirtschaftsministerium entwickelten Plan zur Diversifizierung und Modernisierung der Wirtschaft bis 2020 erstellt. Dieser Plan baut jedoch auf die Verwendung staatlicher Mittel, was die Umsetzung des Plans, angesichts der jetzigen Finanzsituation, in weite Ferne rücken lässt. Ohne Umsetzung des Plans wird Russland weiterhin wirtschaftlich auf die Einnahmen aus dem Ressourcensektor abhängig bleiben.26

[...]


1 Perovic, Jeronim (Hrsg.): Russian Energy Power and Foreign Relations - Implications for conflict and cooperation; Routledge, London, 2009, Zitat: S. 27

2 Götz, Roland: Russland: Vom Imperium zur Energiegroßmacht?. In: Müller, Friedemann/ Harks Enno (Hrsg.): Petrostaaten - Außenpolitik im Zeichen von Öl. Nomos Verlag, Baden-Baden, 2007, vgl. 133f

3 Götz, Roland: Energiepotentes Russland. In: Braml, Josef, et al., (Hrsg.), Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik, Jahrbuch Internationale Politik, Oldenbourg Verlag, München, 2008, vgl. S. 116f

4 Westphal, Kirsten: Russisches Erdgas, ukrainische Röhren, europäische Versorgungssicherheit - Lehren und Konsequenzen aus dem Gasstreit 2009. Hrsg.: Stiftung Wissenschaft und Politik - Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit. In: SWP-Studien, 2009, vgl. S. 33f

5 Götz, Roland: Russland: Vom Imperium zur Energiegroßmacht?. In: Müller, Friedemann/ Harks Enno (Hrsg.): Petrostaaten - Außenpolitik im Zeichen von Öl. Nomos Verlag, Baden-Baden, 2007, vgl. S. 134

6 Westphal, Kirsten: Russisches Erdgas, ukrainische Röhren, europäische Versorgungssicherheit - Lehren und Konsequenzen aus dem Gasstreit 2009. Hrsg.: Stiftung Wissenschaft und Politik - Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit. In: SWP-Studien, 2009, vgl. S. 33f

7 Perovic, Jeronim (Hrsg.): Russian Energy Power and Foreign Relations - Implications for conflict and cooperation; Routledge, London, 2009, vgl. S. 27

8 Graphik entnommen aus: Perovic, Jeronim (Hrsg.): Russian Energy Power and Foreign Relations - Implications for conflict and cooperation; Routledge, London, 2009, S. 27

9 Götz, Roland: Russland: Vom Imperium zur Energiegroßmacht?. In: Müller, Friedemann/ Harks Enno (Hrsg.): Petrostaaten - Außenpolitik im Zeichen von Öl. Nomos Verlag, Baden-Baden, 2007, vgl. 135

10 ebd. vgl. 135

11 Perovic, Jeronim (Hrsg.): Russian Energy Power and Foreign Relations - Implications for conflict and cooperation; Routledge, London, 2009, vgl. S. 39

12 Götz, Roland: Energiepotentes Russland. In: Braml, Josef, et al., (Hrsg.), Weltverträgliche Energiesicherheitspolitik, Jahrbuch Internationale Politik, Oldenbourg Verlag, München, 2008, vgl. S. 121

13 Götz, Roland: Russland: Vom Imperium zur Energiegroßmacht?. In: Müller, Friedemann/ Harks Enno (Hrsg.): Petrostaaten - Außenpolitik im Zeichen von Öl. Nomos Verlag, Baden-Baden, 2007, vgl. S. 138

14 Transparency International (Hrsg.): Korruptionsbericht 2009, Berlin, 2009, vgl. S. 401

15 ebd, vgl. S. 370f

16 Offshore-Firmen sind Firmen, die sich in sogenannten Offshore-Zonen, bzw. Steueroasen niederlassen haben. Beispiele von Offshore-Zonen sind die Britischen Jungferninseln und Zypern. Offshore-Zonen haben eine hohe Kapitalflucht zur Folge.

17 www.wirtschaftsblatt.at/home/international/osteuropa/375815/index.do?direct=382855&_vl_backlink=/home/inte rnational/osteuropa/382855/index.do&selChannel=&_s_icmp=MzT

18 Transparency International (Hrsg.): Korruptionsbericht 2009, Berlin, 2009, vgl. S. 372

19 Der englische Begriff Windfall bezeichnet einen unverhofften Glücksfall oder Gewinn. In der Wirtschaftssprache sind Windfall Profits die Gewinne von Unternehmen, die es aufgrund einer allgemeinen Änderung der Marktlage erzielt. Steigen beispielsweise die Weltmarktpreise für Öl aufgrund politischer oder konjunktureller Entwicklungen, kann es Ölproduzenten geben, deren Kosten der Ölgewinnung unverändert bleiben. Die durch den höheren Preis zusätzlich erzielten Gewinne sind Windfall Profits. Quelle: http://boerse.ard.de/lexikon.jsp?p=150&key=lexikon_19479&letter=W

20 Götz, Roland: Russland: Vom Imperium zur Energiegroßmacht?. In: Müller, Friedemann/ Harks Enno (Hrsg.): Petrostaaten - Außenpolitik im Zeichen von Öl. Nomos Verlag, Baden-Baden, 2007, vgl. S. 136

21 http://de.rian.ru/business/20080130/98002650.html

22 Graphik entnommen aus: Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen (Hrsg.), Russland-Analysen, Nr. 187/09, Bremen, 2009, S. 13 Fig. 3: Staatliche Auslandsverschuldung (zum Jahresende, in % des BIP)

23 Graphik entnommen aus: Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen (Hrsg.), Russland-Analysen, Nr. 187/09, Bremen, 2009, S. 14

24 Conelly, Richard: Russlands finanzielle Verwundbarkeiten. In: Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen (Hrsg.), Russland-Analysen, Nr. 187/09, Bremen, 2009, vgl. S. 5ff

25 http://www.gtai.de/DE/Content/__SharedDocs/Links-Einzeldokumente- Datenbanken/fachdokument.html?fIdent=MKT200901128011&source=DBNL&sourcetype=NL

26 Conelly, Richard: Russlands finanzielle Verwundbarkeiten. In: Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen (Hrsg.), Russland-Analysen, Nr. 187/09, Bremen, 2009, vgl. S. 5ff

Details

Seiten
32
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783956873003
ISBN (Buch)
9783668003910
Dateigröße
7.9 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v300389
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München – Politikwissenschaft Internationale Beziehungen
Note
1,7
Schlagworte
Ressourcenstaat Russland WTO Energiecharta Dutch Disease Pipeline South Stream North Stream Nabucco

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Titel: Energie mit Strategie. Internationale Abkommen und Projekte zu Russlands Gasvorkommen