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Die pathologische Seite der Moderne. Was Soziale Arbeit gegen Rassismus als Folge von Modernisierungsprozessen tun kann

Seminararbeit 2014 21 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhalt

I. Einleitung

II. Die Moderne und ihre Entwicklungen
II.1 Differenzierung
II.2 Individualisierung
II.3 Rationalisierung
II.4 Domestizierung
II.5 Beschleunigung
II.6 Globalisierung
II.7 Fazit

III. Der Status Quo der Sozialstruktur in der BRD
III.1 Bildung
III.2 Vermögen
III.3 Soziale Schicht
III.4 Fazit

IV. Rassismus als eine Folge der Angst abgehängt zu werden
IV.1 Der Hochmut der vermeintlich Erfolgreichen
IV.2 Rassismus als Ventil
IV.3 Fazit

V. Soziale Arbeit als Rassismusprävention
V.1 Die menschlichen Grundbedürfnisse
V.2 Drei Ebenen zur Bekämpfung von Rassismus
V.3 Fazit

VI. Resümee

VII. Literatur- und Abbildungsverzeichnis

I. Einleitung

Die Kursanstiege an den Börsen treiben das Geldvermögen der Deutschen auf immer neue Rekordhöhen. Im vierten Quartal 2013 wuchs das Vermögen der privaten Haushalte in Form von Bargeld, Wertpapieren, Bankeinlagen oder Ansprüchen gegenüber Versicherungen im Vergleich zum Vorquartal um rund 79 Milliarden Euro oder 1,6 Prozent auf den historischen Höchstwert von 5,15 Billionen Euro, wie die Deutsche Bundesbank mitteilte. (Die Welt 2014)

Es hat den Anschein als seien die Menschen in Deutschland wohlhabend und frei wie nie. Der Übergang in die Moderne und die damit einhergehenden Entwicklungen versprechen Freiheit, Wohlstand und unüberschaubar viele Möglichkeiten das individuelle Glück zu finden. Heute kann sich der Bürger in der BRD theoretisch kaufen was er möchte, kann reisen wohin er will und sein Leben nach seinen Vorstellungen gestalten. Auf der anderen Seite zeigt sich aber auch, dass immer mehr Menschen mit den Entwicklungen der Moderne überfordert sind und eine geringe Anzahl von Profiteuren einer Masse an Überforderten gegenübersteht. Soziale Ungleichheit und große Einkommensunterschiede sind an der Tagesordnung. Seit längerem wird deutlich, dass sich kapitalistische- und liberale Heilsversprechen in der BRD lange nicht für jeden erfüllen. Die moderne Gesellschaft in Deutschland ist geprägt durch eine Ungleichverteilung von Teilhabe, Gesundheit und Bildung. Die Folgen sind vielfältig und reichen von bio-psychosozialen Problemen des Individuums bis hin zu Phänomen wie Rassismus. In der vorliegenden Arbeit soll Rassismus als Folge einer allgemeinen Angst der ausgeschlossenen oder den Ausschluss fürchtenden Schichten dargestellt werden. Es wird ein Zusammenhang hergestellt zwischen den pathologischen Folgen der Modernisierung, der unteranderem dadurch in der BRD vorherrschenden Sozialstruktur und Rassismus als Mittel die eigene Unsicherheit zu kanalisieren. Hierzu wird sich in einem ersten Schritt mit der Modernisierung, ihren Dimensionen und den darin enthalten Pathologien auseinandergesetzt. Ein exemplarischer Überblick über den Status Quo der Sozialstruktur in der BRD soll anschließend untersuchen in was für einer Gesellschaft die Deutschen heute leben und mit welchen Problemen sich ein Großteil der Menschen konfrontiert sieht. Anschließend wird mit Hilfe von Luigi Luca Cavalli-Sforza in das Thema Rassismus eingeführt und dieses Phänomen als eine Folge von Angst aufgrund der herrschenden Verhältnisse thematisiert. Abschließend werden Aufgaben und Möglichkeiten Sozialer Arbeit skizziert, welche als Versuch verstanden werden können, pathologischen Entwicklungen der Moderne und dem daraus entstehenden Rassismus entgegenzutreten.

II. Die Moderne und ihre Entwicklungen

„Die Gegenwärtige Sozialstruktur lässt sich besser verstehen, wenn man weiß, wie sie entstanden ist.“ (Geißler 2011: 21) Um zu verstehen warum die Menschen in der BRD heute leben wie sie es tun, soll im Folgenden eine Einführung in den Prozess der Modernisierung und seine Dimensionen erfolgen, da diese für die Entwicklung der heutigen Sozialstruktur in der BRD von großer Bedeutung war und ist.

Modernisierung ist von „der Moderne“ nicht zu lösen. Der vor allem in den Kunst- und Literaturwissenschaften gebräuchliche Begriff der Moderne bezeichnet einen („westlichen“) Kulturkreis, der durch eine Entfesselung und kumulative Entfaltung der Fähigkeiten des Menschen zum rationalen Denken und Handeln bestimmt ist. Die Übereinstimmungen mit den Prinzipien und dem Fortschrittsdenken der Aufklärung sind unübersehbar. (Degele 2005: 15)

Durch die Prozesse der Modernisierung veränderte sich das Leben der Menschen im westlichen Kulturkreis radikal. In der Moderne trägt der Einzelne die Verantwortung für sein Schicksal selbst, wird ihm doch von nun an mehr Individualität und Autonomie eingeräumt. „In diesem Prozess kristallisiert sich ein für die Moderne konstitutives gesellschaftliches Wertesystem heraus, das durch die Betonung von individueller Freiheit, Rationalität, Solidarität, aktiver Weltgestaltung und Universalismus gekennzeichnet ist.“ (ebd.) Angesichts dessen, steht der Begriff der Modernisierung für eine radikale Zäsur mit der Vergangenheit und einen Paradigmenwechsel. Spätestens die industrielle Revolution in England von 1760 – 1830 und die Französische Revolution von 1789 – 1794 läuteten diesen Paradigmenwechsel ein. Herrschte zuvor noch Soziale Ordnung durch Ungleichheit, galt nunmehr Gleichheit der Menschen als neues gesellschaftliches Paradigma der sozialen Ordnung. Nahm man zuvor an, dass die Ungleichheit der Menschen gottgewollt ist, wurde dies nun abgelehnt und die Autonomie des Individuums in den Mittelpunkt gerückt. Infolge dieser Rationalisierung und Individualisierung gewann der Einzelne nicht nur Freiheit, sondern musste auch die volle Verantwortung für sein eigenes Leben übernehmen. Modernisierung beschreibt somit sozialen Wandel als Übergang von einfachen traditionellen Formen von Gesellschaft wie beispielsweise der ständischen- oder Agrargesellschaft zu modernen hoch komplexen Industriegesellschaften. Daher geht mit dem Modernisierungsgedanken häufig auch ein Fortschrittsgedanke einher. So ist es Aufgabe des Individuums auch selbst fortschrittlich zu sein. Das mit der Modernisierung einhergehende Versprechen von Autonomie bringt aber auch Verpflichtungen mit sich; unteranderem die Verpflichtung sich selbst zu entwerfen.

So ist die Autonomieerwartung ein gesellschaftlicher Zwang, eine neu entworfene Fessel, die von Subjekten Verhaltensmuster erwartet, die sie zu erfüllen haben. Wer dem nicht entspricht wird normativ sanktioniert, was bis zur Ausgrenzung reichen kann. Dabei sind die Chancen und Ressourcen zur Entwicklung der in der Autonomieerwartung angelegten Muster extrem ungleich verteilt. (Lutz 2014: 23, Hervorhebung i. O.)

So wird der Mensch durch die Modernisierung erst wirklich als Individuum wahrgenommen und zur Eigenverantwortlichkeit angehalten. Er ist somit zwar freier, aber zugleich auch schutzloser, da er nun die Verantwortung für sein Leben selbst trägt und traditionelle Netze wie Familie, Verbände und andere heute nicht mehr in gewohntem Maße tragen. Gerade die Ungleichheit bei der Verteilung von Chancen und Netzwerken führt aber dazu, dass den Gewinnern der Modernisierungsprozesse, eine Mehrheit verunsicherter und um ihren Platz in der Gesellschaft kämpfender Individuen entgegensteht. Mit welchen Problemen diese Menschen in der BRD zu kämpfen haben, soll im Folgenden anhand einzelner Dimensionen des Modernisierungsprozesses und den darin enthalten pathologischen Entwicklungen verdeutlicht werden.

II.1 Differenzierung

Unter Differenzierung lassen sich längerfristige Veränderungen innerhalb einer Gesellschaft verstehen, die sich durch Aufgliederung oder Neuentstehung von Funktions- und Wertsphären auszeichnen. Mit der zunehmenden Differenzierung der Gesellschaft gehen besonders Arbeitsteilung und Spezialisierung einher. Dies führt unter anderem zu besseren Produkten und Dienstleistungen, hebt aber andererseits die Bindungen durch Gewohnheiten, Beziehungen, Traditionen und Institutionen auf. „Die Wirtschaft, die Wissenschaft, die Kunst: sie alle folgen als solche ausdifferenzierten Sphären ihren eigenen Gesetzen und Logiken, ohne noch durch eine klare politische oder religiöse Steuerungsinstanz zusammengehalten zu werden.“ (Rosa 2007: 21) Diese Differenzierung schafft Mikrokosmen innerhalb des Gesamtsystems Gesellschaft mit jeweils eigenen Regeln. Hier mag sich nun die Frage aufdrängen, was dies für den Einzelnen bedeutet. Besonders markant lässt dies sich am Beispiel des Arbeitsmarktes verdeutlichen. Heute verlangt der Arbeitsmarkt nach Spezialisten, was häufig eine spezielle, kostspielige und langwierige Ausbildung für das Individuum zur Folge hat. Wem es nicht gelingt die vom Arbeitsmarkt geforderte Expertise vorzuweisen, der muss meist mit prekären Beschäftigungsverhältnissen rechnen. Gelingt eine Spezialisierung, führt dies aber häufig zu einem anderen, gesamtgesellschaftlichen Problem. Eine Spezialisierung kann auch als Festlegung und Verengung verstanden werden: „Immer mehr Menschen haben einen immer beschränkteren Tunnelblick, niemand hat mehr Überblick, aus einem beschränktem Rollenkorset … ist ein entkommen kaum oder nur mit großem Aufwand möglich.“ (Degele 2005: 51) Die Differenzierung als Prozess führt zwar einerseits zur Optimierung innerhalb der einzelnen Systeme, zieht aber als pathologische Folge auch den scheinbaren Verlust der Einheit nach sich. Dies sowohl auf individueller- als auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.

II.2 Individualisierung

Die Individualisierung stellt ein weiteres Moment der Modernisierung dar. Wie bereits in der Einleitung erwähnt, ist der Mensch in der BRD heute frei wie nie, selbst zu wählen wie er leben will, wie er seine Freizeit verbringen möchte, an was er glaubt oder welche Partei er wählen will. Kein Fürst, Lehensherr oder Diktator zwingt den Menschen in Deutschland seinen Willen auf. Das Individuum genießt heute eine Entscheidungsfreiheit wie nie. Damit einhergehend muss das Individuum allerdings auch die Verantwortung für seine Leben und seine Entscheidungen tragen und sieht sich damit einhergehend zunehmend damit konfrontiert sein Leben planen und gestalten zu müssen. Ulrich Beck spricht von einer dreifachen Individualisierung, der „Herauslösung“, „Verlust von traditionalen Sicherheiten“ und einer „neuen Art der sozialen Einbindung“. (Beck 1996: 206) Herauslösung meint hierbei, das Lösen „… aus historisch vorgegebenen Sozialformen und -bindungen im Sinne traditionaler Herrschafts- und Versorgungszusammenhänge…“ (ebd.). Unter Verlust von traditionalen Sicherheiten versteht er das Wegfallen von „… Handlungswissen, Glauben und leitenden Normen …“ (ebd.). Zu guter Letzt wird das Individuum unter neuen Vorzeichen in die Gesellschaft neuintegriert. Das Individuum muss also im Zuge der Individualisierung mit veränderten Familien und Nachbarschaftsverhältnissen leben, muss seine Handlungsmaximen selbst bestimmen und seinen Platz in der Gesellschaft neu verorten. Pathologisch erscheint Individualisierung dann, wenn sie dazu führt, dass Menschen vereinsamen oder „… eine niveaulose Massenkultur erzeugt, in der sich die Individuen allein noch in der Wahl der von ihnen konsumierten Produkte unterscheiden.“ (Rosa 2007: 22)

II.3 Rationalisierung

Rationalisierung ist eine weitere Ausdrucksform der Modernisierung. „Auf eine Kurzformel gebracht bedeutet dies, dass die Welt in allen Dimensionen berechenbar und beherrschbar gemacht wird und unter Effiziensgesichtspunkten neu geordnet wird…“ (Rosa 2007: 20). Im Zuge der Rationalisierung des Lebens geht es heute darum Entscheidungen auf intersubjektive Gründe der Vernunft zurückzuführen. Dies gilt sowohl für gesellschaftliche Teilsysteme wie beispielweise Wissenschaft und Wirtschaft als auch für das Leben des Einzelnen. „Das Denken und Handeln unterliegt immer mehr der Berechnung, Begründbarkeit und Beherrschung. Damit üben die Menschen zunehmend Kontrolle über ihre Umwelt, übereinander und auch über sich selbst aus.“ (Degele 2005: 96) Die Rationalisierung und die damit einhergehende Vernunftsorientierung stehen vorhergegangen Wertorientierungsmodellen wie der Religion diametral gegenüber. Anstelle von Gott treten neue Götzen wie Nutzen und Profitmaximierung. Dem Diktat der Rationalisierung unterworfen wird alles zwecklos erscheinende Wergrationalisiert. Dies zeigt sich auch am Beispiel des Arbeitnehmers. „Der arbeitet wie wild, weiß immer seltener, wofür, wird dabei aber dauerhaft gescannt und muss jederzeit mit dem Kündigungsgespräch rechnen.“ (Schindler 2014: 106) Sinnverlust und die Verselbstständigung von Rationalisierungsprozessen zu nicht mehr zu kontrollierenden Sachzwängen sind pathologische Folgen dieser Entwicklung. (Rosa 2007: 20)

II.4 Domestizierung

Domestizierung lässt sich verstehen als „…Vorgang der immer perfekteren Naturbeherrschung…“ (ebd.). Hierbei unterwirft der Mensch die Natur und macht sie sich nutzbar, was ihn immer unabhängiger von vorherrschenden Naturverhältnissen werden lässt. Wo es ihm möglich ist, stellt der Mensch die Natur heute in seine Dienste. Er baut Staudämme um Wasserkraft zu nutzen, nutzt Wind um Strom zu gewinnen um damit nachts die Straßen hell zu erleuchten oder im Winter die Wohnungen zu heizen. „Aus dieser Sicht bedeutet die Moderne vor allem den Triumph der instrumentellen, an technischer Effizienz orientierten Vernunft.“ (ebd.) Der Mensch formt und verändert die Natur heute in nie dagewesener Weiße. Dies allerdings nicht ohne negative Begleiterscheinungen. Profitgier und menschliche Hybris führen zunehmend zur Zerstörung der Natur. Als eine Folge lässt sich der Klimawandel anführen. Der Bedarf hoch entwickelter Länder an Dingen wie beispielsweise Fleisch, Autos und billigen Flugreisen führt zu einem anthropogenen Treibhauseffekt der eine Erderwärmung nach sich zieht. Dies hat wiederum zur Folge, dass sich die Lage gerade der Menschen, die bereits mit schwierigen Witterungsverhältnissen zu kämpfen haben, zuspitzt. Das zunehmen von Tornados, Flutwellen und Dürreperioden in den ärmsten Regionen der Erde zeigt dies deutlich. So geht die Schere zwischen Arm und Reich auch global gesehen immer weiter auseinander.

II.5 Beschleunigung

„Wir haben keine Zeit, obwohl wir sie im Überfluss gewinnen.“ (Rosa 2014: 11, Hervorhebung i. O.) Zeit ist heute ein knappes und kostbares Gut. Dies, obwohl fast alles an Geschwindigkeit zunimmt. Computer, Autos, öffentliche Verkehrsmittel, alles wird schneller, doch eine Entschleunigung des individuellen Lebens stellt sich nur sehr selten ein. Doch wie lässt sich dieses Paradoxon erklären und welche Ursachen liegen der Beschleunigung zugrunde? Vorab lässt sich festhalten, dass sich drei unterschiedliche Bereiche der Beschleunigung ausmachen lassen: 1. technisch Beschleunigung (Leistungssteigerung bei Autos, Computer etc.), 2. Beschleunigung des sozialen Wandels (Häufigkeit von Job- oder Partnerwechseln, Veränderte Familienstrukturen etc.), und 3. Beschleunigung des Lebenstempos des Individuums (Beispiele hierfür sind Fast Food, Speed-Dating) (Rosa 2005: 113-114). Hier stellt sich nun die Frage, was diese Beschleunigung bewirkt. Hartmut Rosa nennt drei Motoren die sich hierfür verantwortlich zeigen. Gemeinsam bilden diese einen Beschleunigungszirkel (2013: 35-45). Der 1. Motor ist der Wettbewerb. „Da Arbeitszeit erstens ein wesentlicher Produktionsfaktor ist, ist Zeitersparnis .. ein einfaches und direktes Mittel, um Kosten zu sparen und einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.“ (Rosa 2013: 35) Aber auch das Individuum ist direkt in einen ständig währenden Wettbewerb verstrickt wenn es nicht zurückfallen will. Es kommt zu „…eine[m] dauernden Konkurrenzkamp um Bildungsabschlüsse und Jobs, Einkommen, Güter, zum demonstrativen Konsum, den Erfolg der Kinder, aber auch und am wichtigsten, darum einen Partner sowie eine Reihe von Freunden zu finden und zu halten.“ (Rosa 2013: 37) Als zweites nennt Rosa den kulturellen Motor. Je mehr die Religion und damit einhergehend der Glaube auf ein Leben nach dem Tod in der Moderne schwinden, umso wichtiger kann es erscheinen, das Leben vor dem Tod bestmöglich anzufüllen und möglichst viel zu erleben. Da die Möglichkeiten stets zunehmen, erscheint das Beschleunigen des eigenen Lebens als einzige Option mit dieser Entwicklung mitzuhalten. Bei dem 3. Motor, handelt es sich um die „… interne Logik der Arbeitsteilung bzw. der funktionalen Differenzierung .. die eine immer schneller werdende Geschwindigkeit sozialer Prozesse erst ermöglicht und dann erfordert.“ (Rosa 2013: 41) Der dauernde Konkurrenzkampf, der Druck das Leben bestmöglich zu füllen und die zunehmende Geschwindigkeit sozialer Prozesse können zu mannigfaltigen Problemen führen.

II.6 Globalisierung

Der Begriff Globalisierung ist in aller Munde und löst stellenweise sehr ambivalente Gefühle aus. So sehen Befürworter der Globalisierung diese als Chance für Annäherung, für wirtschaftlichen Wachstum und Wohlstand. Die Gegner hingegen fürchten die Zunahme weltweiter Allmacht der Wirtschaft und Ausbeutung der Ärmsten dieser Welt. Doch was ist Globalisierung eigentlich genau?

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Details

Seiten
21
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668008175
ISBN (Buch)
9783668008182
Dateigröße
610 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v302638
Institution / Hochschule
Hochschule Coburg (FH)
Note
1,7
Schlagworte
seite moderne soziale arbeit rassismus folge modernisierungsprozessen

Autor

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Titel: Die pathologische Seite der Moderne. Was Soziale Arbeit gegen Rassismus als Folge von Modernisierungsprozessen tun kann