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Struktur und Grammatik der Gebärdensprache

Hausarbeit 2015 27 Seiten

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Gebärdensprache

3) Struktur und Grammatik der Gebärdensprache
3.1) Phonologie
3.1.1) Manuelle Komponente
3.1.2) Nonmanuelle Komponente
3.1.3) Orale Komponente
3.2) Morphologie
3.2.1) Inkorporation
3.2.2) Parallelisierung manueller und nonmanueller Informationen
3.2.3) Nomen, Adjektive, Verben
3.3) Syntax
3.4) Ikonizität

4) Vergleich von Lautsprache und Gebärdensprache

5) Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Anhang

1) Einleitung

Eines der Grundbedürfnisse der Menschen ist die Kommunikation. Zum Stillen dieses Be- dürfnisses entwickeln Menschen unterschiedliche Systeme, mit deren Hilfe sie sich unter- einander verständigen können. Die Sprache gilt allgemein als ein zentrales Element der Kommunikation. Hörende nehmen die Sprache hauptsächlich über das Gehör wahr und Gehörlose über das Auge.1 Für Gehörlose ist die visuelle Sprache, die Gebärdensprache, zentrales Medium zur Verständigung. Mit dieser können sie ihre Identität entfalten.2

Vor den sechziger Jahren war Gebärdensprache unerforschtes Gebiet und wurde als „An- sammlung globaler Gesten“ degradiert.3 In den vorangegangenen Jahrhunderten wurde sie vor allem unter philosophischen und pädagogischen Aspekten betrachtet.4 Der amerikani- sche Sprachwissenschaftler William C. Stokoe war der erste, der sich der Gebärdenkom- munikation der Gehörlosen linguistisch gewidmet hat und er veröffentlichte 1965 die erste moderne linguistische Studie über Gebärdensprache. Selbst unter den Gehörlosen war das Bild etabliert, dass Gebärdensprache nicht mit Lautsprache zu vergleichen sei und sie sich nicht zur abstrakten Kommunikation, die eine höhere Bildung verlangt, eigne. Nach Sto- koe beschäftigten sich Ursula Bellugia und ihr Ehemann Edward Klima besonders mit der komplexen Struktur von Gebärdensprache. Als der Anfang in den USA gemacht war, folg- ten in den folgenden Jahren auch internationale Studien zu Gebärdensprache.5 Seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nimmt das Interesse zu. In Deutschland begann die Er- forschung der D eutschen Gebärdensprache (DGS) in den achtziger Jahren. Daher ist die Gebärdensprachlinguistik ein noch junges und ausbaufähiges Forschungsgebiet.6

Die Hausarbeit widmet sich nun der Frage, ob Gebärdensprache, linguistisch betrachtet, eine eigenständige Sprache ist oder ob eine Abhängigkeit zur Lautsprache besteht. Begin- nend mit einer kurzen Erläuterung, was unter Gebärdensprache zu verstehen ist und wel- che Erscheinungsformen es gibt, liegt der Fokus auf dem Punkt der Struktur und der Grammatik der Deutschen Gebärdensprache. Darunter wird eines der wichtigsten Forschungsgebiete, die phonologische Ebene, näher erläutert, gefolgt von der Morpholo- gie, dem Syntax und die Frage nach der Ikonizität von Gebärdensprache. Desweiteren werden die zwei Sprachsysteme Lautsprache und Gebärdensprache miteinander auf Grundlage der linguistischen Aspekte verglichen. Und abschließend folgt ein resümierendes Fazit mit dem Fokus auf der Frage „Ist Gebärdensprache eine eigenständige Sprache?“ Die soziokulturellen, historischen und neurologischen Hintergründe von Gebärdensprache werden aufgrund des beschränkten Umfangs der Arbeit außer Acht gelassen. Auch eine detaillierte Betrachtung von Gebärdensprache ist in diesem Rahmen nicht möglich. Die Arbeit dient lediglich zum groben Einblick in das Themenkomplex und arbeitet nur die wichtigsten Aspekte in Hinblick auf die Fragestellung aus.

Abbildungen, auf die im Text verwiesen werden, sind im Anhang zu finden. Zur Orientierung ist nach dem Literaturverzeichnis ein Abbildungsverzeichnis vorzufinden.

2) Gebärdensprache

„Wenn wir weder Stimme noch Zunge hätten und doch einander die Dinge kundmachen wollten, würden wir nicht, wie es jetzt auch die Stummen tun, versuchen, sie mittels der Hände, des Kopfes und der übrigen Teile des Leibes anzudeuten?“7 Die Gebärdensprache ist eine natürliche visuell wahrnehmbare Sprache, die sich mit der Zeit in spezifischen Ge- meinschaften der Gehörlosen zur Kommunikation entwickelt hat. Als visuelle Ausdrucks- mittel werden der Kopf, speziell das Gesicht, die Hände und der Oberkörper benutzt.8 Die Gebärdensprache ist als ein Sprachsystem abzugrenzen von alltäglichen Gesten.9 Sie ist keine universelle Sprache, sondern es sind nationale Unterschiede vorhanden und inner- halb dieser sind nochmal Dialekte möglich. In Deutschland wird zum Beispiel Deutsche Gebärdensprache (DGS) verwendet und in Amerika American Sign Language (ASL). Wie in der Lautsprache, stellen nationale Unterschiede Sprachbarrieren dar. Ein Gebärdender aus Deutschland, der DGS verwendet, kann nicht problemlos einen Gebärdenden aus Ame- rika verstehen. Dies gilt für alle Nationalitäten die aufeinandertreffen.10 Aber aufgrund ih- rer übereinstimmenden Grammatik gelten alle Varianten als eine einzige Sprachform.11

Abzugrenzen von Gebärdensprache als natürliche Sprache ist die Lautsprachbegleitende Gebärde (LBG). Sie gilt eher als Mischform der Laut- und der Gebärdensprache, die vor allem zur Verständigung zwischen Hörenden und Gehörlosen dient. Die LBG orientiert sich sowohl in der Übersetzung als auch in ihrer Grammatik an der Lautsprache.12 Sie gilt als „künstliche Gebärde“ und kann als „ein sinnvolles sich gegenseitig unterstützendes und ergänzendes Miteinander der Kommunikationssysteme in Lautsprache und Gebärde“ be- schrieben werden.13 Jedoch besitzt es eher einen Pidgin-Charakter, da es sich um ein aus der Struktur und der Grammatik der Gebärdensprache herausgerissenes und ein „künstli- ches nicht modusangepasstes Zeichen-Gebilde“ handelt.14 Ein weiteres Mittel zur Vereinfa- chung der Kommunikation ist das Fingeralphabet, das auf der deutschen Schriftsprache basiert. Dabei werden mittels Fingerstellungen Symbole für Buchstaben gebildet (vgl. Abb. 1).15 Das Fingeralphabet wird vor allem für die Vermittlung von Eigennamen, Fremd- wörtern und anderen komplexen Wörtern verwendet, für die „kein konventionelles Symbol verfügbar ist.“16 In Deutschland wird es selten in der natürlichen Kommunikation ange- wandt, da die Umsetzung zeitaufwendig und mühsam ist.17

3) Struktur und Grammatik der Gebärdensprache

Die Gebärdensprachlinguistik ist ein relativ junges Forschungsgebiet, weshalb die Termini der Untersuchungsebenen der Linguistik für Lautsprache (Morphologie, Phonologie, Syntax etc.), nach langer Überlegung und Diskussion, aufgrund der unterschiedlichen Modalitäten (akustisch - visuell), übernommen und für Gebärdensprache neu definiert wurden. Es wurde besonders beim Begriff der Phonologie diskutiert, da dieser durch seinen griechischen Ursprung („phonos“ = Laut) mit dem Teilgebiet der Sprachwissenschaft in Verbindung gebracht wird, der sich mit den Lauten beschäftigt.18

3.1) Phonologie

Phonologie wird im Zusammenhang mit Gebärdensprache abstrakter definiert, sodass die Modalitäten, wie akustisch oder visuell, unbeachtet bleiben. Im Grunde geht es hierbei nur um den „Teilbereich der Sprachwissenschaft, der sich mit den minimalen Einheiten einer Sprache beschäftigt.“19 Gebärden bestehen zwar nicht aus Lauten, die sequentiell produ- ziert werden können, aber sie können auch in kleine phonologische Bestandteile zerlegt werden, die simultan realisiert werden. In der Gebärdensprachlinguistik werden die kleins- ten bedeutungsunterscheidenden Einheiten ebenfalls als Phoneme bezeichnet.20 Die Phone- me lassen sich in drei Gruppen einteilen: manuelle, nicht-manuelle und orale Komponen- ten.21

3.1.1) Manuelle Komponente

Während den Anfängen der systematischen Gebärdensprachforschung wurden zuerst die Handzeichen untersucht.22 William C. Stokoe fand erstmals heraus, dass „jede Einzelgebärde aus simultan produzierten Einzelparametern“ besteht.23 Die wichtigsten Parameter sind Handform (HF), Handstellung (HS), Ausführungsstelle (AS) und Bewegung (B).24 Als Handform wird sowohl die Position als auch die Stellung der Finger bezeichnet.25 Dabei wird die Berührung der einzelnen Finger und ihre Position zum Handballen beobachtet. Die Handform gilt als signifikantestes Merkmal der Gebärdensprache. Es gibt Gebärden mit unterschiedlichen Bedeutungen, die sich nur durch die Handform unterscheiden, wie bei dem Minimalpaar FRAGEN und SAGEN (vgl. Abb. 2).26

In Abbildung 2 wird links die Beispielgebärde SAGEN veranschaulicht. Da ist die Handform eine Faust mit ausgestrecktem Zeigefinger und rechts in der Abbildung, bei der Gebärde FRAGEN, hat die Hand die sogenannte „F-Form“, entnommen vom Fingeralphabet (vgl. Abb. 1). Während Handstellung, Ausführungsstelle und Bewegung identisch sind unterscheiden sich beide Wörter nur in ihrer Form der Hand.27

Unter der zweiten Komponente Handstellung wird die Stellung der Handfläche und der ausgestreckten Finger verstanden.28 Sie beschreibt das räumliche Verhältnis zwischen der Hand und dem Körper.29 Die Beschreibung der Handstellung geschieht aus der Perspektive des Sprechers. Auch hier sind Minimalpaare vorhanden, die sich nur in der Stellung der Hand unterscheiden, während die anderen Parameter identisch sind, wie bei TREFFEN und GLEICH. (vgl. Abb. 3).30

„Mit Ausführungsstelle ist der Ort im Gebärdenraum gemeint, an dem das Handzeichen ausgeführt wird […].“31 In dem dreidimensionalen und begrenzten Gebärdenraum werden fast alle Gebärden produziert (vgl. Abb. 4).32 Der Raum gliedert sich vom Körper aus be- trachtet in drei Ebenen. Die frontale Ebene teilt den Raum in vorne und hinten, die Senk- rechte in rechts und links und die Waagerechte in oben und unten.33 Je nach Größe der An- legung der Gebärden, werden diese als schreien oder flüstern wahrgenommen (vgl. Abb. 5).34 Der Begriff Lexikalische Signifikanz drückt aus, dass es Gebärden mit unterschiedlichen Bedeutungen gibt, die sich nur in ihrer Ausführungsstelle unterscheiden, wie bei den Gebärden PAPA und FRÜHLING.35

Die Bewegung ist der wichtigste Aspekt. Eine Studie, die von Poizner, Bellugi und LutesDriscoll durchgeführt wurde, belegt, dass nur anhand der Bewegung eine Gebärde erkannt werden kann.36 Sie wird hinsichtlich ihres Bewegungstyps, ihrer Ausführungsart und ihrer Bewegungsrichtung charakterisiert (vgl. Abb. 6).37 Die bedeutungsunterscheidende Funktion wird zum Beispiel am Minimalpaar MUT und ANGST verdeutlicht (vgl. Abb.7). Der Bewegung wird im grammatischen eine große Bedeutung zugeordnet um zum Beispiel den Plural (vgl. Abb.8) oder eine Negation auszudrücken.38

Dass sich für jede der vier Komponenten mindestens ein Minimalpaar finden lässt, wel- ches nur in einem phonologischen Merkmal variiert, ist linguistisch bedeutsam. Es untermalt, dass die Komponenten einen ähnlichen Stellenwert haben, wie die Phoneme in der Lautsprache.39

3.1.2) Nonmanuelle Komponente

Nachdem am Anfang die manuellen Komponenten untersucht wurden, kam die Bedeutung der nonmanuellen Komponenten von Gebärdensprache zum Vorschein. Es wurde heraus- gefunden, dass durch die nicht-manuellen Kanäle nicht nur die Gefühle des Gebärdenden mitgeteilt werden können, sondern dass diese Kanäle auch für die Grammatik des Sprache selbst von zentraler Bedeutung sind.40 Die Parameter Blickrichtung, Bewegung der Augen- brauen und Bewegung von Kopf und Oberk ö rper spielen in der Syntax eine wichtige Rolle. „Sie werden unter anderem als Indikatoren für Satztypen, indirekte Rede, Topikalisierung, Negation oder Verbkongruenz verwendet.“41 Mimik hingegen kann eine morphosyntakti- sche und lexikalische Funktion haben, indem es als adverbialer oder adjektivischer Modifi- kator benutzt wird, wie am Beispiel LESEN zu sehen ist (vgl. Abb. 9), aber es kann auch Emotionen vermitteln.42

Nonmanuelle Elemente laufen in der Regel zeitgleich mit den manuellen ab.43

3.1.3) Orale Komponente

Zu den oralen Komponenten gehören Mundbild und Mundgestik. Sie gehören zu der um- strittensten Komponente.44 Beide besitzen eher eine lexikalische Funktion.45 Mundbilder verweisen auf die Form der Wörter in der Lautsprache und werden hauptsächlich genutzt um identischen Gebärden unterschiedliche Bedeutungen zuzuweisen.46 Mundgestiken ge- hören zu den Teilen der Mimik und bringen zum Beispiel räumliche und zeitliche Nähe/Di- stanz zum Ausdruck.47 Braem unterscheidet zwischen zwei Varianten. Zum einen das „vollständige stimmlose Aussprechen von Wörtern der gesprochenen Sprache, was dem Flüstern von Wörtern, Phrasen oder ganzen Sätzen nahe kommt.“48 Und zum anderen „die Nachahmung der visuell wahrnehmbaren Lippenbewegungen, die Wörtern der gesprochenen Sprache zugeordnet werden.“49 Das Wort wird beim letzteren also auf den Teil verkürzt, der eine Veränderung des Mundbildes erzeugt. Zum Beispiel beim Wort „Bauch“. Hier würde das Mundbild sich auf /Bau/ reduzieren, da - ch auf den Lippen nicht erkennbar wird.50

Das Zusammenwirken von manuellen und oralen Elementen ist als ein wechselseitiger Prozess zu verstehen, der das Verstehen und die Verständigung untereinander verfestigt. Eine reine phonologische Betrachtung führt, im Hinblick auf die Selbstständigkeit der Sprache, zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis, da orale Elemente nicht bedeutungsdif- ferenzierend eingesetzt werden. Jedoch tragen sie auf der Ebene der lexikalischen Einheit eine Bedeutung.51

3.2) Morphologie

Neben der Phonologie zeigen sich in der Morphologie die Modalitätsunterschiede beson- ders deutlich.52 Die Morphologie ist die Wissenschaft, die sich mit den kleinsten bedeu- tungstragenden Einheiten, auch Morpheme genannt, beschäftigt.53 Da Gebärdensprache die gestisch-visuelle Modalität nutzt, ist es ihr möglich mehrere Morpheme gleichzeitig zu rea- lisieren.54 Der Gebärdenraum ermöglicht, dass Informationen auf den verschiedenen Äuße- rungskanälen (manuell und nonmanuell) simultan gesendet und vom Rezipienten anschlie- ßend gleichzeitig aufgenommen und verarbeitet werden.55 Die Simultaneität ist der Grund, warum die Kommunikation mit Gebärdensprache nicht länger dauert als mit der Lautspra- che.56 Sie zeigt sich in den Kategorien der Inkorporation und der Parallelisierung der ma- nuellen und nonmanuellen Informationen.57

3.2.1) Inkorporation

Inkorporation ist die Vereinigung von Gebärden beziehungsweise Bedeutungen. Bei der Inkorporation von Zahlen in konventionelle Gebärden, bleibt der Parameter der Bewegung, Handstellung und Ausführungsstelle gleich, nur die Handform verändert sich. Wie am Beispiel VIER WOCHEN zu sehen ist (vgl. Abb.10), werden alle Parameter der Gebärde WOCHE übernommen bis auf die Handform, die die Gebärde für VIER darstellt.58 Somit bestehen Gebärden, in die Zahlen inkorporiert wurden aus zwei Bedeutungsbestandteilen. Zum einen der Grundbedeutung und zum anderen der Zahlbedeutung, dementsprechend sind zwei Morpheme vorhanden.59 Nach diesem Prinzip setzt sich auch die Verneinung in der Gebärdensprache zusammen. Zur Grundbedeutung wird das Negationsmorphem durch die „Alpha“-Bewegung hinzugefügt, somit wird zum Beispiel aus DÜRFEN durch tätigen einer schleifenartigen Bewegung („Alpha“-Bewegung) NICHT DÜRFEN (vgl. Abb. 11).60

3.2.2) Parallelisierung manueller und nonmanueller Informationen

Die Parallelisierung manueller und nonmanueller Informationen entsteht durch Miteinbe- ziehung von Mimik, Mundgestik und -bild.61 Wie zuvor schon erwähnt kann durch die Mi- mik ein Verb adjektivisch/adverbial spezifiziert werden.62 Die Mundgestik kann in man- chen Fällen „selbst zum Bedeutungsträger werden, und auf diese Weise ein Handzeichen mit einem weiteren Bedeutungsaspekt versehen[...].“63 Bei Verben drückt es die Art der Handlung im Bezug auf Tempo, Intensität und Rhythmus aus.64 Besondere Bedeutung kommt ihr bei Adjektiven von Maßangaben zu (vgl. Abb. 12). Mundbilder hingegen haben eine differenzierende Funktion. Eine Gebärde kann zum Beispiel BEWEIS, BELEG, AR- GUMENT bedeuten. Was in welchem Kontext gemeint ist, wird durch das Mundbild klar, das für jede Bedeutung unterschiedlich ist.65

3.2.3) Nomen, Adjektive, Verben

Nomen, Adjektive und Verben sind in Gebärdensprache nicht trennscharf, da keine spezifischen Merkmale zur Klassifizierung vorhanden sind. Jedoch kann die Bestimmung der Gebärdenart dem Kontext entnommen werden.66

[...]


1 Vgl. Becker, Claudia (1997): Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache. Fokus. Linguistisch- Philologische Studien. Band 20. Trier: WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier, S. 4.

2 Vgl. Tratzki, Sherin (2002): Pendeln zwischen zwei Welten. Hörende Kinder gehörloser Eltern. Hamburg: Hörgeschädigte Kinder, S. 14.

3 Vgl. Boyes Braem, Penny (1995): Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung. 3. Hamburg: Signum, S. 10.

4 Vgl. Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 6 f.

5 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 11 f.

6 Vgl. Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 6 ff.

7 Vgl. Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen und Schwerhörigen e.V. (Hg.) (1998): Hörgeschädigte Kinder - Gehörlose Erwachsene. Hamburg: Signum, S. 80. zitiert nach: Platon.

8 Vgl. Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 27.

9 Vgl. Louis-Nouvertné, Ulla (2001): Was sind Gebärdensprachen? Eine Einführung in die wichtigsten Ergebnisse der linguistischen Gebärdensprachenforschung. In: Sprache und Literatur 88, S. 3 f.

10 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 124.

11 Vgl. Gentes, Anja (keine Angabe): Grundzüge der Gehörlosenpädagogik unter besonderer Berücksichtigung des sprachlichen Aspekts. Diplomarbeit zur Abschlussprüfung an der Fachhochschule Darmstadt. Fachbereich Sozialpädagogik, S. 54.

12 Vgl. Gentes: Grundzüge der Gehörlosenpädagogik unter besonderer Berücksichtigung des sprachlichen Aspekts, S. 61 f.

13 Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen und Schwerhörigen e.V.: Hörgeschädigte Kinder - Gehörlose Erwachsene, S. 22.

14 Vgl. Louis-Nouvertné: Was sind Gebärdensprachen?, S. 4.

15 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 146.

16 Gotthardt-Pfeiff, Ulrike (1991): Gehörlosigkeit in Ehe und Familie. Beziehungs- und Umgangsformen kommunikativ Behinderter. Villingen-Schwenningen: Neckar, S. 12.

17 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 147.

18 Vgl. Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 10 ff.

19 Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 13. zitiert nach: Ramers und Vater.

20 Vgl. Steinbach, Markus (2007): Gebärdensprache. In: Markus Steinbach (Hg.): Schnittstellen der germanistischen Linguistik. Stuttgart: Metzler, S. 141 f.

21 Vgl. Becker: Zur Struktur Der deutschen Gebärdensprache, S. 28.

22 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 18.

23 Vgl. Louis-Nouvertné: Was sind Gebärdensprachen?, S. 6.

24 Vgl. Bauer, Britta (2004): Erkennung kontinuierlicher Gebärdensprache mit Untereinheiten-Modellen. Aachen: Shaker, S. 13.

25 Vgl. Hienz, Hermann C. (2000): Erkennung kontinuierlicher Gebärdensprache mit Ganzwortmodellen. Aachen: Shaker, S. 15.

26 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 19

27 Vgl. Louis-Nouvertné: Was sind Gebärdensprachen?, S. 7.

28 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 22.

29 Vgl. Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 39.

30 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 23.

31 Prillwitz, Siegmund (1985): Skizzen zu einer Grammatik der Deutschen Gebärdensprache. Hamburg: Signum, S. 13.

32 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 23.

33 Vgl. Papaspyrou, Chrissostomos u.a. (2008): Grammatik der Deutschen Gebärdensprache aus der Sicht gehörloser Fachleute. Gebärdensprachlehre 6. Seedorf: Signum, S. 34.

34 Vgl. Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 59.

35 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 24.

36 Vgl. Bauer: Erkennung kontinuierlicher Gebärdensprache mit Untereinheiten-Modellen, S. 17.

37 Vgl. Hienz: Erkennung kontinuierlicher Gebärdensprache mit Ganzwortmodellen, S. 17.

38 Vgl. Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 49 ff.

39 Vgl. Steinbach: Gebärdensprache, S. 144.

40 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 18.

41 Steinbach: Gebärdensprache, S. 148.

42 Vgl. ebd.

43 Vgl.Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 66.

44 Vgl. Klann, Juliane (2014): Ikonizität in Gebärdensprachen. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 28.

45 Vgl. Steinbach: Gebärdensprache, S. 149.

46 Vgl. Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 68.

47 Vgl. Steinbach: Gebärdensprache, S. 149.

48 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 114.

49 Vgl. ebd., S 115.

50 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 115.

51 Vgl. Becker: Zur Struktur der Deutschen Gebärdensprache, S. 71.

52 Vgl. Steinbach: Gebärdensprache, S. 152.

53 Vgl. Papaspyrou: Grammatik der Deutschen Gebärdensprache aus der Sicht gehörlosen Fachleute, S. 79.

54 Vgl. Steinbach: Gebärdensprache, S. 152.

55 Vgl. Papaspyrou: Grammatik der Deutschen Gebärdensprache aus der Sicht gehörloser Fachleute, S. 88.

56 Vgl. Braem: Einführung in die Gebärdensprache und ihre Erforschung, S. 44 ff.

57 Vgl. Papaspyrou: Grammatik der Deutschen Gebärdensprache aus der Sicht gehörloser Fachleute, S. 89.

58 Vgl. Papaspyrou: Grammatik der Deutschen Gebärdensprache aus der Sicht gehörloser Fachleute, S.89.

59 Vgl. Papaspyrou: Grammatik der Deutschen Gebärdensprache aus der Sicht gehörloser Fachleute, S. 91.

60 Vgl. Steinbach: Gebärdensprache, S. 160.

61 Vgl. Papaspyrou: Grammatik der Deutschen Gebärdensprache aus der Sicht gehörloser Fachleute, S. 100.

62 Vgl. Steinbach: Gebärdensprache, S. 148.

63 Papaspyrou: Grammatik der Deutschen Gebärdensprache aus der Sicht gehörloser Fachleute, S. 101.

64 Vgl. Steinbach: Gebärdensprache, S. 149.

65 Vgl. Papaspyrou: Grammatik der Deutschen Gebärdensprache aus der Sicht gehörloser Fachleute, S. 102 f.

66 Vgl. Happ, Daniela (2005): Manuelle und nicht manuelle Module der Deutschen Gebärdensprache (DGS). In: Leuninger, Helen/Happ, Daniela (Hg.): Gebärdensprachen. Struktur, Erwerb, Verwendung. Hamburg: Helmut Buske, S. 20.

Details

Seiten
27
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668010024
ISBN (Buch)
9783668010031
Dateigröße
3.5 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v302776
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen – Linguistik
Note
2,0
Schlagworte
Gebärdensprache Sprachwissenschaft Phonologie Phonetik Morphologie Sprache

Autor

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