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Mediennutzung von älteren Menschen und Reaktionen der Medienindustrie

Hausarbeit 2015 10 Seiten

Gerontologie / Alterswissenschaften

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Hauptteil
Mediennutzung im Alltag älterer Menschen
Definition Alltag
Definition Medien
Nutzung von Massenmedien
Ältere Menschen in der Werbung
Soziale Teilhabe

III. Fazit

Quellenverzeichnis

I. Einleitung

Medien sind in unserer heutigen Gesellschaft nichtmehr wegzudenken. Die Nutzung von Massenmedien zur Unterhaltung und Informationsbeschaffung sind in allen Altersschichten allgegenwärtig. Auch die Forschung hat sich längst eingeklinkt und bringt regelmäßig Zahlen und Fakten auf den Markt. Betrachtet man intensiv diese Studien und die Literatur so fällt auf, dass die Mediennutzung selten im Hinblick auf die Älteren Menschen unserer Gesellschaft stattfindet. Vielmehr stehen Kinder, Jugendliche im Fokus von Forschung und Literatur. Umso wichtiger erscheint es auch Ältere Menschen in ihrem Nutzungsverhalten anzuschauen und auch zu beachten wie die Medienindustrie auf die Nutzung dieser älteren Menschen reagiert. Diese Arbeit soll die Mediennutzung von älteren Menschen aufzeigen und im Hinblick dessen die Reaktionen der Medienindustrie aufzeigen. Außerdem sollen auch Gründe für die hohe Nutzung von Massenmedien fokussiert werden und ein Augenmerk darauf gelegt werden, wie die Gesellschaft und die Politik durch soziale Teilhabe von älteren Menschen dieser erhöhten Nutzung entgegenwirken kann.

Nun stellt sich aber die Frage: Was sind ältere Menschen?

Oswald (2008, S. 1) stellt die Annahme der großen Masse, dass „höheres Lebensalter“ ab dem Renteneintritt beginnt, als „mehr oder weniger willkürlich“ dar. Es wird versucht den Begriff des „höheren Lebensalters“ von den verschiedenen Humanbereichen zu erklären und zu untersuchen. So beginnt z.B. aus Sicht der Biologie das „Altern“ ab dem Zeitpunkt der vollständigen Entwicklung des Organismus. Die Sozialpsychologie und Soziologie interpretieren hingegen so Oswald (2008, S. 2) das Alter als „soziales Schicksal“, welches beispielsweise in Folge der Pensionierung beginnt. Zusätzlich sieht dieser Humanbereich auch „alterstypische“ Veränderungen, wie den sozialen Rückzug, als Zeichen für ein höheres Rentenalter. Die Gerontopsychologie setzt das Altern in Zusammenhang mit Verhalten und Erleben. Sie versteht den Begriff des „hohen Lebensalter“ somit nicht als „einheitlicher, linearer und gleichmäßig verlaufender Prozess“, so Oswald (2008, S. 3). Altern kann also nicht aus Durchschnittswerten definiert werden. Der Prozess des Alterns und die damit verbundenen Veränderungen sind individuell zu betrachten.

II. Hauptteil

Mediennutzung im Alltag älterer Menschen

Definition Alltag

Möchte man die Mediennutzung im Alltag näher betrachten, so stellt sich zunächst die Frage: Was ist den Alltag? Pelizäus-Hoffmeister (2013, S. 114) sieht den Alltag „vor allem durch seine Abgrenzung zur Produktionssphäre bestimmt.“ Weiter definiert er diesen als „räumlich und zeitlich klar abgegrenzten Bereich, der nicht Arbeitsalltag in Behörden und Betrieben, sondern das soziale Leben außerhalb der Erwerbsarbeit sei.“

Definition Medien

Der Begriff der Medien, bzw. Massenmedien ist allgegenwertig, doch sind diese im Kontext der Mediennutzung klar zu definieren. Krämer (2013, S. 62) definiert Medien als eine „durch ihre spezifische Weise der Überwindung räumlicher, zeitlicher und sozialer Distanz (...). Sie ermöglichen bedeutsames Erleben, das sonst in der betreffenden Situation nicht verfügbar wäre.“ Krämer (2013) setzt hier einen starken Fokus nicht auf den allgemeinen Medienbegriff, sondern auf den der Massenmedien. Er versteht Massenmedien als „öffentlich, d.h. ohne grundsätzliche Einschränkung des Empfängerkreises.“ Massenmedien sollten demnach für alle zugänglich sein. Auf diese Massenmedien werde ich mich im Folgenden beziehen. Wenn also ohne Zusatz von Medien gesprochen wird, so sind immer Massenmedien gemeint.

Nutzung von Massenmedien

Die Nutzung von Medien im Alltag ist unter allen Altersschichten weit verbreitet. Jedoch unterscheidet sich die Nutzung der Medien je nach Generation voneinander. Dies betrifft sowohl die Auswahl von Medien, sowie das Medienverhalten. Blödorn (2009, S. 158) lässt diese unterschiedliche Nutzung auf die veränderten Bedürfnisse und Lebensumstände im Alter zurückführen.

Nach einer Studie von ARD und ZDF, bei der die Nutzung von Massenmedien untersucht wurde ergab sich folgendes Ergebnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Basis: BRD Gesamt

Quelle: ARD/ZDF-Langzeitstudie: Medienausstattung/ -nutzung 2013, eigene Berechnungen

Die Studie zeigt, dass vor allem Fernsehen und Hörfunk bei der Generation 50+ am Beliebtesten sind. Generell ist das Fernsehen in der Gesamtbevölkerung der BRD das meistgenutzte Medium gefolgt von Hörfunk und Internet. Es zeigt sich zudem, dass die Zeitung zwar unter der Bevölkerung 50+ einen höheren Stellenwert als unter jüngeren Generationen hat, jedoch im Gegensatz zu den so genannten digitalen Medien hinterherhinkt. Zudem zeigt sich in der Altersklasse von 14-29 Jahren ein klarer Trend zum Medium Internet. Dies unterstreicht die Meinung von Blödorn (2009, S. 158), dass die Mediennutzung je nach Generation zu unterscheiden ist. Unter dem Strich zeigt diese Studie, dass bei Menschen ab einem Alter von 50 Jahren die Mediennutzung ansteigt. Im Hinblick dessen beschreibt Blödorn (2009, S. 159f.) den Einfluss des Alters auf den Medienumgang als „komplexe Strukturen“ und verweist auf Scherer et al. (2006, S. 340), welcher in diesem Sinne die drei Determinanten Erwartungen, Bewertungen und Ressourcen nennt. Blödorn (2009, S. 159) stellt dabei auf den Einfluss des Alter auf den Medienumgang drei Faktoren auf:

[...]

Details

Seiten
10
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668021990
ISBN (Buch)
9783668022003
Dateigröße
468 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v303433
Institution / Hochschule
Hochschule Mannheim
Note
1,3
Schlagworte
Medien Mediennutzung Alter

Autor

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