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Krafttraining und Osteoporose. Diagnose, Zielsetzung und Trainingspläne

Hausarbeit 2012 22 Seiten

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 DIAGNOSE
1.1 Allgemeine und biometrische Daten
1.2 Krafttest

2 ZIELSETZUNG/PROGNOSE

3 TRAININGSPLANUNG MAKROZYKLUS

4 TRAININGSPLANUNG MESOZYKLUS

5 LITERATURRECHERCHE
5.1 Studie: „Sport und Rehabilitation in der frühen Menopause“
5.2 Studie: „Krafttraining an konventionellen bzw. oszillierenden Geräten und Wirbelsäulengymnastik in der Prävention der Osteoporose bei postmenopausalen Frauen“
5.3 Fazit

6 ANHANG
6.1 Tabellenverzeichnis
6.2 Literaturverzeichnis

1 Diagnose

1.1 Allgemeine und biometrische Daten

Tab. 01: Allgemeine und biometrische Daten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tab. 01 stellt eine Diagnose für Frau H. vor. Im ersten Schritt wurden die Anga- ben zu Ihrer Person Name, Vorname und Beruf aufgenommen. Im zweiten Schritt Ihre allgemeinen Parameter wie Körpergröße, Körpergewicht, Alter, Geschlecht. Mit Hilfe einer Körperanalyse (Bodyanalyzer von for me do) und den bereits aufgenommenen Parametern wurden noch folgende Daten wie Body-Mass-Index (BMI), Körperfett, Körperwasseranteil und Bauch Hüft Verhältnis (WHR) er- rechnet. Ihren Blutdruck, Puls und Taillenumfang haben wir separat gemessen.

Der Body-Mass-Index (BMI) berechnet sich aus folgender Formel:

BMI = Körpergewicht / (Körpergröße in Meter)²

(Universität-Hohenheim, Zitation von Internet Quellen. Zugriff am 27.03.2012. Verfügbar unter https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/interaktives/bmi.htm)

Der daraus resultierende Wert von 23,3 kg/m² liegt laut BMI-Klassifikation der DGE im Normalbereich siehe Tab. 02.

Tab. 02: Tabelle zeigt die BMI-Klassifikation, nach DGE - Ernährungsbericht 1992 (Univer sität-Hohenheim, Zitation von Internet Quellen. Zugriff am 27.03.2012. Verfüg bar unter https://www.uni-hohenheim.de/wwwin140/info/interaktives/bmi.htm)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ihr Körperfettanteil von 19,6kg = 29,2% ist leicht erhöht. Dieser sollte im Durchschnitt bei untrainierten Frauen zwischen 20 und 25% liegen (Israel und Albers,2011,Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Medizinische Grundlagen, S. 229).

Der Körperwasseranteil liegt mit 51,6% im Normalbereich siehe Tab. 03.

Tab. 03: Körperwasseranteil bei Frauen (Hans Dinslage GmbH, sanitas-online. Zitation von Internet Quellen. Zugriff am 27.03.2012. Verfügbar unter http://www.sanitas-online.de/web/de/service/faq/faq_gewicht.php)

Frauen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Taillenumfang von Frau H. beträgt 79 cm und liegt somit im erhöhten Be- reich (Adipositas-Zentrum-München. Zitation von Internet Quellen. Zugriff am 27.03.2012. Verfügbar unter http://www.adipositas-zentrum- muenchen.eu/allgemeines/taillenumfang.html). Würde man nun in der Praxis den Taillenumfang in Verhältnis zum Hüftumfang setzen, so resultiert eine Zahl, die als WHR (waist-hip-ratio) bezeichnet wird (WHR-Wert wurde von Körperanaly- se/Bodyanalyzer errechnet). Der erhöhte Wert liegt hier bei Frauen >0,85. Die Probandin Frau H. weißt hier einen leicht erhöhten Wert von 0,86 auf. Sie wird daher als Apfel-Typ eingestuft. Bei der Apfelform (androide Fettverteilung) liegt vor allem im Bauchbereich eine Fettvermehrung vor (Adipositas-Zentrum- Muenchen. Zitation von Internet Quellen. Zugriff am 27.03.2012. Verfügbar unter http://www.adipositas-zentrum-muenchen.eu/allgemeines/taillenumfang.html).

Frau H´s systolischer- als auch diastolischer - Blutdruckwert liegt im optimalen Bereich (optimal = unter 120/80 mmHg) (Israel und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Medizinische Grundlagen, S. 166) und ist somit unbedenklich für ihr Training. Ihr ermittelter Puls, ist nicht Ihr Ruhepuls (zwischen 60 und 80 Schlägen pro Mi- nute) sondern Tagespuls. Dieser liegt etwa 5-10 Schläge über dem tatsächlichen Ruhepuls und ist von zahlreichen externen und internen Einflüssen (Stress, Kof- fein, Rauchen, Temperatur usw.) abhängig (Israel und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Medizinische Grundlagen, S. 151). Ihr Wert von 68 Schläge/Minute ist im Nor- malbereich und für ihr Training ebenfalls unbedenklich. Gesundheitliche Vor- raussetzungen sind alle gegeben. Bei Erkrankungen und Beschwerden leidet Frau

H. an Osteoporose, die aber keine Einschränkung im Training darstellt. Sie kann durch Krafttraining den altersbedingten Verlust an Kraft, Muskelmasse und Kno- chendichte positiv beeinflussen (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deut- schen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Trainings- lehre I, S. 277). Zu Ihrer beruflichen Belastung zählen Stress und sitzende Tätig- keiten, 8 Stunden pro Tag. Sie übt aktiv oder besser gesagt zeitweise 1x pro Wo- che walken und im Sommer am Wochenende hin und wieder Fahrrad fahren als Sportart aus. Ihr Zeitbudget in Bezug auf Trainingshäufigkeit pro Woche und Trainingsdauer pro Einheit beträgt 2 x 1,5 Stunden, die Sie in Ihr neues Training aus beruflicher und privater Sicht fest investieren kann. Ihre persönlichen Trai- ningsziele sind Gewichtsreduktion bezogen auf den Körperfettanteil um 3 Kilo, Gewebestraffung, Bauch-Beine-Po-Training sowie Ihre Krankheit Osteoporose weitestgehend in den Griff zu bekommen.

1.2 Krafttest

Tab. 04: Mehrwiederholungskrafttest (20-RM-Test)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit Frau H. führte man einen Mehrwiederholungskrafttest (20-RM-Test) durch, um das maximal zu bewältigende Gewicht für die vorher definierte Wiederho- lungszahl von 20 Wiederholungen zu ermitteln. Mit dieser sollte Sie dann im fol- genden Mesozyklus, ausgehend vom Trainingsziel (Kraftausdauer, Hypertrophie- oder Maximalkraft) trainieren (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deut- schen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Trainingslehre I, S. 120). Vor der Mehrwiederholungstestung wärmte sich Frau H. 10 Minuten auf dem Fahrrad auf und absolvierte vor jeder Testung der verschiedenen Muskelgruppen ein spezielles Aufwärmen mit 15 Wiederholungen. Dieser Ablauf stellt ein Aufwärmprogramm da, dass alle Tätigkeiten zur Herstellung einer op- timalen psychischen und physischen Verfassung vor körperlicher oder sportlicher Beanspruchung verbindet (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Trainingslehre I, S. 48). Trainingsintensität wählte die Trainerin nach Ihrem auf Frau H. abge- stimmten subjektiven Belastungsempfinden. Vor jeder Testung erklärte die Trai- nerin Frau H. die Übung sowie die am Gerät vorzunehmenden Einstellungen und ließ Sie diese dann in den Übungen selbst umsetzen. Der erste Testsatz wurde bei der Übung „Beinpresse horizontal sitzend“ mit 90% ihres Körpergewichtes durchgeführt. Bei der Übung „Lat-Zug vertikal zum Nacken“ wurden als Testge- wicht 22% des Körpergewichts gewählt. Als Testgewicht wurden bei der Übung „Bankdrückmaschine (Brustpresse) liegend“ 30% des Körpergewichtes ausge- wählt. Frau H. konnte die Übung mit 20 Wiederholungen nicht vollkommen kon- zentrisch genau ausführen und brach die Übung ab. Nach einer Pause von 3 Minuten setzen wir mit einem 2.Testsatz, Reduzierung der Gewichtslast um 15% nach subjektiven Belastungsempfinden der Probandin erneut ein. Auch hier musste Frau H. die Übung abbrechen. Der 3.Testsatz mit einer Reduzierung der Gewichtslast um 22,5% nach subjektiven Belastungsempfinden der Probandin konnte nach einer Pause von 3 Minuten mit 20 Wiederholungen gerade noch kon- zentrisch vollzogen werden. Die vorgegebenen Prozente der jeweiligen Übungen (Beinpresse, Lat-Zug und Bankdrückmaschine) im X-RM-Test konnten wegen den an den Gräten vorgegebenen Gewichtseinteilungen nicht umgesetzt werden. Man musste daher bei den Gewichten entweder ab oder auf runden (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Ge- sundheitsmanagement v5.0- Trainingslehre I, S. 121). Da wir in der Trainings- planung mit der Individuelle-Leistungsbild-Methode ( ILB - Methode ) arbeiten wollten, setzen wir den Mehrwiederholungskrafttest noch für weitere Muskel- gruppen um. Dabei orientierten wir uns an der Intensitätsbestimmung über das subjektive Belastungsempfinden der Probandin mit Hilfe der Borg -Skala (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Trainingslehre I, S.122, Tab. 6).

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Details

Seiten
22
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668027817
ISBN (Buch)
9783668027824
Dateigröße
488 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v304291
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,9
Schlagworte
krafttraining osteoporose diagnose zielsetzung trainingspläne

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Titel: Krafttraining und Osteoporose. Diagnose, Zielsetzung und Trainingspläne