Lade Inhalt...

Gesundheitsorientierte Kursangebote. Analyse eines Krafttrainings und Erstellung eines Kurses zur Wirbelsäulengymnastik

Hausarbeit 2012 27 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportökonomie, Sportmanagement

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 ANALYSE EINES KRAFTORIENTIERTEN KURSES
1.1 Phaseneinteilung des kraftorientierten Kurses
1.2 Trainerverhalten während des kraftorientierten Kurses
1.3 Bewertung des kraftorientierten Kurses

2 KURSANGEBOT WIRBELSÄULENGYMNASTIK

3 ANHANG
3.1 Tabellenverzeichnis
3.2 Abbildungsverzeichnis
3.3 Literaturverzeichnis

1 Analyse eines kraftorientierten Kurses

Zur Analyse eines kraftorientierten Kurses, habe ich mir aus dem Kursportfolio meines Ausbildungsbetriebes „LIFT“ ausgewählt.

Dies ist ein Ganzkörper Workout, bei dem Langhantelstangen mit Gewichts- scheiben verwendet werden. Mit den Langhantelstangen kann die Trainingsbelas- tung von jedem Teilnehmer individuell nach Leistungsvermögen angepasst wer- den. Dieser Kurs ist vergleichbar mit einem Pump®-Kurs, lizenziert durch die Firma Les Mills.

Um den kraftorientierten Kurs „LIFT“ analysieren zu können, beziehe ich mich wie in der Aufgabestellung eins beschrieben auf die allgemein im Sport anerkannte Drei-Phaseneinteilung.

Diese sollte als Grundlage bei der Planung einer Kurseinheit im Bereich Gruppentraining angewendet werden.

Die Struktur einer Drei-Phaseneinteilung ist wie folgt aufgegliedert:

1. Einleitung: Begrüßung / Allgemeines Warm Up / Spezielles Warm Up
2. Hauptteil: ausdauer-, kraft- oder gesundheitsorientiert
3. Schlussteil: Cool Down I / Cool Down II / Verabschiedung

(Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 66). Sie beinhaltet, dass allen drei Phasen gleiche Aufmerksamkeit geschenkt werden soll. Würde eine Phase ausglassen oder verkürzt, könnte der Trainingserfolg gemindert sein, Verletzungen provoziert oder die Teilnehmer überfordert werden (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 66).

1.1 Phaseneinteilung des kraftorientierten Kurses

Der gewählte kraftorientierte Kurs „Lift“ findet zweimal pro Woche jeweils eine Stunde im Kursraum 1 statt und wird von Männern sowie Frauen sehr gerne be- sucht. Die Trainerin war vor dem Kurs nicht darüber informiert, dass ich Sie beobachtet. Erst nach der absolvierten Stunde holte ich mir Ihr Einverständnis ein. Ich tat dies, so dass die Trainerin unbefangen war und einen ganz normalen Kursablauf Ihrer Stunde einhielt. Nach der Trainingsstunde unterhielten wir uns noch über bestimmte Abläufe und Situationen, die in einer Kursstunde auftreten können.

Als Equipment wurden Langhantelstangen mit Gewichten, ein Step und eine Mat- te verwendet. Zum Beginn (Einleitung) des Kurses begrüßte uns die Trainerin. Eine namentliche Vorstellung erfolgte nicht, da die Teilnehmer bereits die Trai- nerin kannten. Bei Neumitgliedern / Einsteigern stellt sich die Trainerin immer persönlich vor und fragt nach, ob diese bereits Vorerfahrung besitzen. So schafft die Trainerin zwischen sich und den Teilnehmern eine Basis, die den Teilneh- mern das Gefühl von Geborgenheit und Wahrnehmung vermittelt. Zum zweiten schafft es eine gute Gruppendynamik um einen harmonischen Stundenverlauf her zu stellen.

Nach der Begrüßung wieß die Trainerin uns nochmal darauf hin, welches Equip- ment wir benutzen würden, so dass jeder Teilnehmer das richtige Kleingerät griffbereit hatte. Desweiteren wurden uns noch ein paar Sicherheitshinweise mit- geteilt wie z.B. Equipment so zu platzieren, dass man sich nicht verletzten oder stolpern konnte. Den einwandfreien Zustand der Langhantelstangen zu überprü- fen. Gewichtsscheiben an den individuellen Leistungsstand anzupassen und zu schauen, dass jeder genügend Platz hatte, um die Übungen vor oder neben dem Step ausführen zu können.

Nachdem alle Teilnehmer die Vorgaben überprüft hatten, sprach die Trainerin ein paar einführende Worte zum Schwerpunkt der Stunde, Kräftigungsübungen für den ganzen Körper - Ganzkörper Workout. Sie wieß uns auf bestimmte Bewe- gungsausführungen mit der Langhantelstange hin, die wir in der Stunde beachten sollten z.B. Kniebeuge: Stabile, aufrechte Standposition Beine sind leicht ge- beugt, die Füße sind ca. hüftbreit voneinander entfernt. Bauch und Gesäß sind angespannt. Die Gewichtsbelastung auf die Verse verlagern. Die Langhantel ruht auf dem Trapezmuskel und wird beidhändig, etwas mehr als schulterbreit umgrif- fen. Ellebogen zeigen seitwärts nach unten. Blick gerade aus. Beugung in Hüft und Kniegelenk nur soweit, wie ein korrekte Rücken- und Fußhaltung beibehal- ten werden kann. Aus der Ausgangsposition Streckung in Hüft- und Kniegelenk bis die Knie nur noch leicht gebeugt sind. Rücken bleibt permanent gerade. An- schließend wieder in die Ausgangsposition zurückgehen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 01: Ausgangsposition Kniebeuge mit Langhantelstange (fin.de GmbH, www.fin.de. Zitation von Internet Quellen. Zugriff am 09.05.2012. Verfügbar unter

http://fin.de/training/uebungen/kniebeuge-mit-langhantel/)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Ab. 02: Übungsdurchführung Kniebeuge mit Langhantelstan- ge (fin.de GmbH, www.fin.de. Zitation von Internet Quellen. Zugriff am 09.05.2012. Verfügbar unter

http://fin.de/training/uebungen/kniebeuge-mit-langhantel/)

Jede auszuführende Übung wurde von Ihr in der Kursstunde vorgemacht und wenn nötig bei dem einzelnen Teilnehmer korrigiert.

Danach schritten wir zum eigentlichen Beginn der Stunde, dem Warm Up.

Motivierende Worte fielen nicht. Dafür spornte Sie uns in den einzelnen Übun- gen an durchzuhalten und die Langhantelstange nicht abzusetzen. Ein allgemeines Warm Up absolvierten wir nicht, sondern starteten gleich mit einem speziellen Warm Up. Dies ist aus meiner und trainingswissenschaftlicher Sicht kein guter Start, da sich die Teilnehmer nicht mental einstimmen können, das heißt Sie können kein Übergang vom Alltag zum Training herstellen. Zum anderen sollte das allgemeine Warm Up dazu dienen die psychovegetative Leis- tungsbereitschaft zu erhöhen, das Herz-Kreislauf-System auf die nachfolgende Belastung vorzubereiten und die Blutzirkulation und damit die Sauerstoffversor- gung zu verbessern. Des Weiteren sollte es die Körpertemperatur erhöhen und durch die Anregung des Stoffwechsels die Produktion von Gelenkflüssigkeit er- höhen, damit die Verletzungsgefahr gemindert wird (Reiß und Albers, 2011, Stu- dienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 66 - 67). Die Trainerin hätte dafür Übungen zur Mobilisation der Gelenke und zur Anregung des Herz-Kreislauf-Systems auswählen können. Bei der Übungsauswahl sollte darauf geachtet werden, dass mit kleinen Bewegungen begonnen und langsam der Bewegungsradius gesteigert wird, z.B. vom lockeren „Knee Lift“ ohne Armbewegungen zum „Knee Lift“ mit intensiver Hoch-Tief-Bewegung und großem, kraftvollen „Frontheben“ der Arme (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 67). Man muss auf eine langsame und stetige Belastungssteigerung achten, um die Teilnehmer optimal auf den Hauptteil vorzubereiten und könnte durch eine gezielte Erwärmung alle konditionellen Fähigkeiten im Training optimal ausschöpfen (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 67).

Im speziellen Warm Up waren die Kräftigungsübungen so gewählt, dass die voll- zogenen Übungen als verstärkte Vorbereitung der im Hauptteil geforderten Mus- kelgruppen (Rücken, Beine, Arme und Schultern) dienten. Sie wandte dabei ein Prinzip der didaktischen Prinzipien „vom Leichten zum Schweren“ an, das be- deutet Sie führte Übungen erst langsam dann schneller aus (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheits- management v5.0- Gruppentraining I, S. 69). Des weiteren konnte man sich an das verwendete Kleingerät (Langhantelstange) gewöhnen und den individuellen Leistungsstand für die darauf folgenden Übungen testen (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanage- ment v5.0- Gruppentraining I, S. 67).

Die Phase der Einleitung ging dann flüssig in den Hauptteil der Kurseinheit über. Das eigentliche Ziel der Kurseinheit wurde realisiert und die Trainingsintensität erreichte ihren Höhepunkt. Dies konnte man daran erkennen, da die Trainerin die Prinzipien der progressiven Belastungssteigerung und der Variation in den ge- wählten Übungen anwendete (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 69 - 70). Um eine progressive Leistungssteigerung zu erzielen, sollte die Karftleistung während des Trainings zu nehmen, so dass im Laufe der Zeit die Gewichte dem neu gewonnenen Leistungsniveau angepasst werden. Bleibt die Belastung über einen längeren Zeitraum gleich, so kann das der Leistungserhal- tung dienen, nicht jedoch der Leistungssteigerung. Bei einem Training mit Zu- satzgewichten empfiehlt es sich, je nach Trainingsziel, den Widerstand zu erhö- hen, bzw. ihn auf das Leistungslevel anzupassen - das Gewicht auf die jeweilige angesprochene Muskelgruppe auszuwählen und nicht zu standardisieren (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 69).

Beim Prinzip der Belastungsvariation sollte die Belastung nicht eintönig und ohne Variationen erfolgen, denn so wird ein Muskel ab einem höheren Leis- tungsniveau nicht mehr ausreichend gereizt, um eine weitere Steigerung zu erzie- len. Möglichkeiten der Belastungsvariation sind z.B. Veränderung der Wiederho- lungszahlen oder die Veränderung der Bewegungsgeschwindigkeit (Reiß und Al- bers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesund- heitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 70). Die Trainerin wendete in Iherm Kurs die Veränderungen der Wiederholungszahlen von 20 WH auf 40 WH und Bewegungsgeschwindigkeit an.

Nach dem Hauptteil kamen wir dann zum Schlussteil der Stunde, den die Traine- rin zum lockern, dehnen und entspannen der Muskulatur und zur Senkung der Körpertemperatur nutzte. Cool-down I wurde von der Trainerin nicht durchge- führt da dieser nur bei ausdauerorientierten Kursen relevant ist. Cool - down II wurde als Schluss verwendet und schaffte mit Lockerungs-, Dehnungs- und Ent- spannungsübungen einen flüssigen Übergang zum Stand, in dem die letzten Übungen (tiefes Ein- und Ausatmen) vollzogen wurden und die Trainerin sich von den Teilnehmern verabschiedete.

1.2 Trainerverhalten während des kraftorientierten Kurses

Das Trainerverhalten in den Funktionen als Lehrerin, Vorbild, Animateurin und Dienstleisterin setzt die Trainerin sehr gut um.

Als Lehrerin war Sie sehr sorgfältig auf den Kurs vorbereitet, dass merkt man am Aufbau und der Musikauswahl, die auf die jeweiligen Übungen angepasst waren. Sie konnte die jeweiligen Übungen erklären, vormachen und korrigieren sowie die Teilnehmer über fachliche Zusammenhänge informieren (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 72).

Ihre Vorbildfunktion lebt die Trainerin, dass heißt sie sorgt für Ihre persönliche und körperliche Fitness, achtet auf ihr äußeres Erscheinungsbild (fitnessorientier- te Kleidung, Körperhaltung und Auftreten) und geht freundlich, fröhlich auf die Teilnehmer zu (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 72). Den Spass am gemeinsamen Trainieren und gute Laune konnte die Trainerin sehr gut vermitteln. Sie war präsent und kümmert sich um die Kursteilnehmer. Mit Kritik von Seiten der Teilnehmer kann Sie auch umgehen, was nach meiner Er- fahrung auch nicht jeder Trainer kann und dieser erst im Laufe der Zeit mit sei- ner Rolle verbindet. Sie übernahm die Funktion der Animateurin mit einem sehr professionellen Verhalten (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 72).

Bei der Funktion der Dienstleisterin hält sich die Trainerin in Punkto technische und räumliche Bedingungen im Hintergrund. Diese seien Angelegenheiten der Geschäftsleitung. Sie kann nur Hinweise geben und für die Umsetzung wäre die Geschäftsleitung dann zuständig. In Sachen klimatische Bedingungen, Ansprech- partnerin für die Kursteilnehmer nach und vor dem Kurs, Integration neuer Teil- nehmer sowie vorbereitetes, rechtzeitiges erscheinen zu den Kursen steht Sie in Ihrer Funktion nichts nach (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 72).

1.3 Bewertung des kraftorientierten Kurses

Die Bewertung zum besuchten kraftorientierten Kurs fällt gut aus. Die Trainerin hat fast alle Punkte der Drei-Phaseneinteilung, außer das allgemeine Warm Up wie bereits oben erläutert eingehalten. Sicherheits-, Ausführungs- aber auch die Didaktisch-methodischen Hinweise hat Sie in Ihre Kursstunde mit einfließen lassen und berücksichtigt. Ihr Trainerverhalten ist gut und erfüllt die an den Gruppentrainer gestellten Erwartungen. Sie ist bereits seit mehreren Jahren als Gruppentrainerin tätig und bringt Ihre Erfahrungen sehr gut ein.

2 Kursangebot Wirbelsäulengymnastik

Das ausgearbeitet Kursangebot zur Wirbelsäulengymnastik ist für eine Altersklasse zwischen 30 und 60 Jahren ausgelegt. Diese Altersgruppe ist in meinem Ausbildungsbetrieb das am häufigste vertretene Mitgliedsalter.

Der Kurs ist nicht Geschlechterbezogen, Männer und Frauen können gleichermaßen teilnehmen. Das Level ist so ausgerichtet, dass Anfänger und Fortgeschrittene an dem Kurs teilnehmen können. Die Kursdauer beträgt 60 Minuten, Dienstag Abends von 17:30 bis 18:30 Uhr im Kursraum 1 (Kursraumgöße: 8 x 6 m). Benötigtes Equipment in der Kursstunde ist eine Matte, ansonsten wird mit dem eigenen Körpergewicht gearbeitet.

Die Zielsetzung des Kurses ist die Kräftigung der Wirbelsäule um eine langfristige Verbesserung der Haltemuskulatur zu erzielen und Alltagsbelastungen entgegen zu wirken.

Das Musikauswahl ist so getroffen, das die Anzahl der beats per minute zwischen bpm liegen (Reiß und Albers, 2011, Studienbrief der Deutschen Hoch- schule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 77). Dabei wurde das Prinzip der Abwechslung berücksichtigt und darauf geach- tet, dass die Musik ansprechend für das ausgewählte Kursteilnehmeralter ist. Ein regelmäßiges Feedback zur Musikauswahl durch die Teilnehmer sollte helfen, den allgemeinen Musikgeschmack heraus zu finden (Reiß und Albers, 2011, Stu- dienbrief der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement v5.0- Gruppentraining I, S. 73).

[...]

Details

Seiten
27
Jahr
2012
ISBN (eBook)
9783668028623
ISBN (Buch)
9783668028630
Dateigröße
658 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v304292
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,5 (sehr gut)
Schlagworte
gesundheitsorientierte kursangebote analyse krafttrainings erstellung kurses wirbelsäulengymnastik

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Gesundheitsorientierte Kursangebote. Analyse eines Krafttrainings und Erstellung eines Kurses zur Wirbelsäulengymnastik