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Das Apokalyptische in der Technik. Die Unterschiede in den Bewertungen von Günter Anders und Ernst Jünger

Hausarbeit (Hauptseminar) 2015 17 Seiten

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Günther Anders – Mahner und Kritiker der Technik
2.1. Allgemeines zu Anders‘ Werk
2.2. Das „prometheische Gefälle“

3. Ernst Jünger und die Technik – Die positive Apokalypse
3.1 Die Technik im Frühwerk Ernst Jüngers
3.2. Der Mensch und die Technik bei Ernst Jünger – Herrscher oder Getriebener?

4. Fazit – Grundsätzlich verschieden und dennoch sehr ähnlich

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Positionen zum Thema Technik und ihrer Entwicklung der beiden Autoren Günther Anders und Ernst Jünger zu vergleichen, erscheint zunächst trivial, da sich beide auf den ersten Blick mehr als eindeutig unterscheiden. Auf der einen Seite steht der radikal pazifistische Technikfeind Anders, der bereits in einfachen Küchengeräten die böse und gefährliche Macht der Technik vermutet und als konstanter, ja beinahe übertriebener Mahner erscheint. Auf der anderen Seite erscheint Ernst Jünger immer wieder als absoluter Bejaher der Technik, der selbst in der grausamsten Kriegserfahrung und in den brutalsten Ausprägungen der Technik immer noch das beste Mittel sieht, mit der Welt umzugehen. Anders verbindet eine fast ins Übersteigerte reichende Hoffnungslosigkeit mit zum Teil überaus rigiden Moralansprüchen, was ihn für viele indiskutabel macht. Dabei erscheint Anders allerdings auch als einer der wenigen Philosophen, nach Hegel, die ernsthaft versuchten, ihre Zeit in Gedanken zu fassen. Er versucht dabei wirklich zu beschreiben, wie es um uns bestellt ist.[1] Speziell Jüngers militaristischen, nihilistischen und antidemokratischen Ausführungen sowie sein Entwurf des Arbeiters als Idealtypus des modernen Menschen, von denen er sich auch später nicht wirklich distanzieren wollte, machten ihn angreifbar. Aktuelle Autoren bewerten seinen Stil etwa als „wirr, verquast und gefährlich, da sie zum Missbrauch und Missverstehen geradezu einladen“[2]. Oftmals ließen seine Aussagen sich für jedes politische System instrumentalisieren, außer für die Demokratie, was Jünger allerdings nie einsah oder für problematisch hielt.[3]

Doch beide Autoren haben auch überraschende Gemeinsamkeiten, was im Verlaufe dieser Arbeit gezeigt werden soll. Durch den eher begrenzten Rahmen dieser Hausarbeit kann dies nur eingeschränkt geschehen, ein detaillierter Vergleich beider Autoren müsste durchaus in einer längeren Arbeit erfolgen. Hier sollen zunächst nur einige Kernthesen beider Autoren vorgestellt werden und ein grober Überblick über ihre Auffassungen zum Thema Technik gegeben werden. Speziell bei Ernst Jünger soll sich hierbei nur auf das Frühwerk „der Arbeiter“ bezogen werden, da Jünger sich in späteren Schriften auch wiederum eher technikkritisch gibt. Die Ergebnisse sollen dann in einem Fazit zusammengetragen werden.

Generell existiert recht gute Forschungsliteratur zu beiden Autoren, jedoch ist sie bei Günter Anders etwas übersichtlich und beim sehr polarisierenden Ernst Jünger häufig von einer allgemein kritischen Haltung ihm gegenüber oder einer gewissen Verteidigungshaltung durchzogen.

2. Günther Anders – Mahner und Kritiker der Technik

2.1. Allgemeines zu Anders‘ Werk

Günther Anders’ Werk wurde jahrelang vernachlässigt und erfuhr erst spät Anerkennung und wissenschaftliche Beschäftigung.[4] Auch die Forschungs- und Quellenlage ist daher relativ übersichtlich, Anders’ Hauptwerk zum Verhältnis von Mensch und Technik besteht in der zweibändigen Abhandlung über „die Antiquiertheit des Menschen“.[5] Beide Bände sind von Anders’, der als Jude nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten zunächst nach Frankreich, später in die Vereinigten Staaten flüchten musste, Erfahrungen im Exil geprägt.[6] Auch in seinen Tagebüchern hat er versucht, diese Erfahrungen zu beschreiben, etwa die der Reizüberflutung:

Anders will die Beziehung des Menschen zur Welt seiner Produkte näher untersuchen. Seine Leitfrage dabei ist: Kann der Mensch mit der von ihm selbst geschaffenen wissenschaftlichen, technologischen und industriellen Superstruktur überhaupt noch emotional und kognitiv mithalten?[7]

In diesen beiden Büchern präsentiert sich Anders als scharfer Kritiker der Technik an sich, ihrem Einfluss auf den Menschen und die Auswirkungen der Technisierung auf die Gesellschaft. Anders macht sich dabei angreifbar, da seine Philosophie, wie kaum eine andere, die Lebensform des Lesers radikal in Frage stellt. Anders verbindet eine fast ins Übersteigerte reichende Hoffnungslosigkeit mit zum Teil überaus rigiden Moralansprüchen. Für Günther Anders ist der Mensch der Welt per se ein Fremder, hat also auch keine Lebensform a Priori, sondern muss sich vielmehr die Welt nach seinen Bedürfnissen zu eigen machen und eine Superstruktur schaffen, die jedoch nicht fest sein kann, sondern die er immer wieder nach seinen Maßstäben entwickeln und umwandeln muss.[8] Die Verlorenheit des Menschen, der auf keine Welt und keinen bestimmten Lebensstil festgelegt ist, bezeichnet Anders als „anthropologischen Defekt“, wobei eben diese Verlorenheit von vielen Menschen für Anders fälschlicherweise als Freiheit interpretiert wird.[9] Durch Technik schafft sich also der Mensch seine Welt, jedoch verändert sich durch die Technisierung nicht nur das Wesen, die Psyche und die Verhaltens- beziehungsweise Lebensform des Menschen, sondern sogar auch die Selbstwahrnehmung des Menschen, der sich seiner Macht immer bewusster wird, dessen Welt, durch Effekte wie der Globalisierung oder auch der Weltraumforschung, aber auch immer größer und er umso verlorener in ihr wird.[10]

Wir sind daher „invertierte Utopisten“, die herstellen können, was wir uns nicht vorstellen können, während ein wahrer Utopist sich etwas vorstellen kann, was er nicht herstellen kann.[11] Hieraus ergibt sich eine Gefahr, denn der Mensch kann den Sinn vieler moderner technischer Gerätschaften nicht mehr erfassen, da sie zu komplex, aber auch zu abstrakt und ausdruckslos sind. So können wir etwa eine Atombombe oder auch eine Zyklon-B-Dose, wie sie in Auschwitz verwendet wurde, nicht mehr in all ihren Facetten und Dimensionen erfassen und verstehen und daher auch nicht abschätzen, welche Folgen ihr Einsatz hätte.[12] Schon die immer kleinteiligeren Arbeitsschritte in der Herstellung technischer Geräte bergen die Gefahr, dass für den einzelnen Arbeiter nicht mehr zu erkennen ist, ob er an einer Bombe oder einem einfachen Küchengerät arbeitet.[13] Durch eben diese Unübersichtlichkeit besteht für Anders die Möglichkeit, dass die Gefahr, die von der Technik ausgeht, nicht nur in der schlechten Anwendung liegt, sondern bereits im Wesen der Technik als solcher angelegt ist. Technik existiert dabei nicht einfach losgelöst, sondern birgt in sich einen Aufforderungscharakter, der durch die Vernetzung von Geräten und Prozessen zwingend, ja unausweichlich wird.[14] So schreibt er:

„Es genügt also nicht zu beteuern, man solle die Technik für gute statt für böse Zwecke […] benutzen […]. Diese Verfügungsgewalt darf man nicht einfach unterstellen. In anderen Worten: Es ist durchaus denkbar, daß die Gefahr die uns droht, nicht in der schlechten Verwendung von Technik besteht, sondern im Wesen der Technik als solcher angelegt ist.“[15]

Dabei setzen sich, mithilfe dieses Zwanges oder auch durch diesen Zwang, begangene Untaten aus so abstrakten Taten einzelner zusammen, dass sich der einzelne Mensch als Teil einer Maschinerie nicht mehr verantwortlich oder schuldig fühlen muss.[16]

Die von ihm geschaffenen Artefakte haben also eine bedrohliche Macht über den Menschen entwickelt und Anders zufolge ist dieser Zustand spätestens seit dem 20. Jahrhunderts „endgültig und irrevokabel“. Die Macht geht also nicht mehr vom Menschen, auch nicht mehr von Ingenieuren und Experten, sondern von den Geräten, Maschinen und ihren Imperativen aus, woraus sich eine Technokratie im wahrsten Sinne des Wortes ergibt.[17] Die soziale Welt ist also nicht mehr von Menschen allein bewohnt, sondern wird vielmehr von Produkten, Geräten und Maschinen buchstäblich besetzt. Es entsteht ein regelrechtes „Diktat der Technik“ nach dem die Welt in eine gigantische Totalmaschine verwandelt werden soll, eine Zielidee, die jedem technischen Gerät innewohnt.[18] Die treibende Kraft hinter diesem Mechanismus ist das Prinzip der Maximalleistung, in der eine Seite der jeweils anderen immer wieder gerecht werden muss. So entsteht ein Naheverhältnis von Mensch und Maschine, wenn etwa ein Flugzeug als Maschine an sich keinen Nutzen hat und eine Ganze Infrastruktur, wie etwa Flughäfen Bodenpersonal, Reisebüros und letztlich auch Passagiere braucht und fordert.[19] So ergibt sich ein Expansionsdrang der Maschinen, denn um optimal arbeiten zu können, müssen sie sich vernetzen beziehungsweise ihre Umwelt erobern und gleichschalten.[20] Dieser Drang wird durch die kapitalistische Wirtschaftsidee befeuert, sodass sich die Waren- und Konsumwelt ebenfalls wie eine Maschine verhält und künstlich ein dauerhafter Notstand, etwa durch kurzlebige Produkte oder das Wecken von Begehrlichkeiten, hergestellt werden muss, um die große Maschine am Laufen zu halten.[21]

Es wird deutlich, dass für Anders die Begriffe Geräte, Apparate und Maschinen synonym für Maschinen und Verbände sind. Es ist jedoch vorteilhaft diese Ausdrücke alle unter „Apparate“ zusammenzufassen, denn für Anders ist nicht nur der technische Aspekt relevant, sondern vielmehr auch ein Sozialer, wie etwa im Firmen- oder Regierungsapparat. Das Wesen der Technik ist dabei mit dem Wesen von allgemeinen Apparaten identisch, sodass am Ende der Entwicklung die komplett vernetzte Weltmaschine und mit ihr der Weltzustand Technik steht. Ein gutes Beispiel ist hier für Anders das Automobil, das zunächst nur Artefakt ist, aber auch Infrastruktur wie Straßen, Bohrinseln, Raffinerien und Werkstatten braucht, also auch andere Artefakte bedingt, und dazu noch einen sozialen Apparat, etwa in Automobilclubs, entwickelt hat.[22]

Anders’ Position zu Technik ist also eine überaus kritische. Er sieht den Menschen derart von der Technik beherrscht, dass er sogar den kategorischen Imperativ nach Kant entsprechend umformuliert:

„Handle so, daß die Maxime deines Handelns die des Apparats, dessen Teil du bist oder sein wirst, sein könnte.“[23]

Anders verurteilt die Technisierung des Menschen nicht, weil er den Menschen als metaphysisch unantastbares, besonders natürliches oder spezielles Wesen empfindet. Er sieht vielmehr die Gefahr, dass der Mensch nicht mehr als Maßstab gilt und sich den Geräten, seinen Geräten zuliebe, anpasst und dafür seine eigene Freiheit einschränkt und letztlich aufgibt.[24]

Anders sieht, nach der ersten, klassisch als die industrielle Revolution definierten, noch zwei weitere größere Umwälzungen im Bereich der menschlichen Produktion. Als zweite industrielle Revolution sieht er die Entkoppelung von Bedarf und Produktion, als den Beginn des Produzierens von Gütern, für die ein Bedürfnis überhaupt erst noch geschaffen werden muss, die aber letztlich noch für den Menschen einsetzbar sind. Als dritte industrielle Revolution sieht Anders die von Menschen geschaffene Möglichkeit, etwas zu produzieren, bei dem definitiv kein Interesse an einer Nutzung bestehen kann, da es den Untergang der Menschheit bedeuten würde. Für Anders ist dies die Atombombe, die die Menschheit, so Anders, zum ersten Mal in die Lage versetzt, „ihren eigenen Untergang zu produzieren[25]

2.2. Das „prometheische Gefälle“

Durch die rasanten technologischen Revolutionen, beziehungsweise seit es Maschinen gibt, habe sich, laut Anders, der Abstand zwischen dem Menschen, seinem Vorstellungsvermögen und seinen Produkten dramatisch vergrößert.[26] Günther Anders bezeichnet die für ihn immer mehr zunehmende „A-Synchronisiertheit des Menschen mit seiner Produktwelt“ als das „prometheische Gefälle“. Seiner Meinung nach sind wir mittlerweile mehr und mehr unfähig, seelisch und im Geiste, mit der fortschreitenden technischen Entwicklung Schritt zu halten. Wir entwickeln, nach Anders, gar ein schlechtes Gewissen, wenn wir uns dieses Unvermögens bewusst werden und uns damit letztlich selbst als antiquiert bezeichnen müssen. Dabei sind wir es selbst, die eben diese Entwicklung immer wieder auslösen, in dem wir den technischen Fortschritt immer weiter vorantreiben. Es sind die, von uns selbst entwickelten hergestellten Produkte, die uns immer weiter vor uns her treiben, das Tempo unseres Lebens bestimmen und letztlich Ansprüche zum Handeln an uns bestimmen. Durch diese Überforderung, von Seiten des technischen Fortschritts, wird auch der Mensch direkt sowie seine Seele stetig überfordert und so auch verändert, was Anders eine „Metamorphose durch übertriebene Mittel“ nennt. So entstehen letztlich ein Zusammenhang und eine Dynamik zwischen dem prometheischen Gefälle und der Übertreibung.[27] Im zweiten Band über „Die Antiquiertheit des Menschen“ liefert Anders drei Varianten für eine Definition des „prometheischen Gefälles“:

1. Es besteht ein Gefälle zwischen dem Maximum dessen, was wir herstellen können und dem Maximum dessen, was wir uns vorstellen können.
2. Es besteht ein Gefälle zwischen dem Maximum dessen, was wir herstellen können und dem Maximum dessen, was wir verbrauchen können.
3. Es besteht ein Gefälle zwischen dem Maximum dessen, was wir herstellen können und dem Maximum dessen, was wir bedürfen können.[28]

Es ergibt sich also eine Art symbiotisches Verhältnis zwischen Mensch und Maschine, in dem der Mensch allerdings immer die mit Mängeln behaftete Instanz bleibt und der Perfektion der Maschine nicht gewachsen ist. „Menschliches Versagen“ wird so zur Standardformel, um das Versagen des perfekten maschinellen Systems der Maschine durch das Unvermögen des Menschen zu erklären.[29]

Die strukturelle Überlegenheit der Maschinen ist jedoch nicht pauschal negativ zu bewerten, denn sie führt durchaus auch zu von den Menschen erwünschten Effekten, wie etwa Arbeitserleichterung, sogar zur Freiheit von Arbeit. Doch auch dies sieht Anders eher kritisch, denn so wird auch Arbeit zur antiquierten Kategorie. Arbeit verändert sich zum bloßen Warten, der Mensch wird zum „Objekthirten“. Das menschliche Telos, das Ziel oder des Sinn eines Lebens sowie die Fähigkeit, selbst Pläne und Tätigkeiten zu entwickeln, werden von Maschinen eingenommen und gehen für den Menschen verloren. Der Mensch an sich verliert letztlich „seinen“ Sinn.[30] Einen Ausgleich für diesen Verlust findet der Mensch dann in seiner Freizeit, etwa durch Sport, wodurch allerdings auch diese wieder unfrei und negativ wird. Je leichter die Arbeit, desto schwieriger wird die Bewältigung der Freizeit.[31]

Aus dem Unvermögen, das zu Tage tritt, wenn der Mensch hinter den Maschinen zurückbleibt, entsteht dann schließlich die „prometheische Scham“. Sie resultiert nicht aus dem Umstand, dass die technischen Geräte schlicht mehr können, sondern vielmehr daraus, dass das technische Gerät als Moment des eigenen Ichs aufgefasst wird, als fremdes Teil des eigenen ich, etwa wenn durch eine Fehlbedienung ein eingespielter Prozess gestört wird und sich der bedienende Mensch seiner eigenen Fehlerhaftigkeit bewusst wird. Diese Scham äußert sich, Anders zufolge, im Wunsch nach Konformismus mit den Geräten, dem „human Engineering“. Der Mensch versucht seine eigene Physis, zum Teil brutal, zu erweitern und wird dabei selbst zum Produkt, das von den Maschinen, denen er sich anzupassen versucht, konsumiert wird. Der Mensch wird auf diese Weise zwischen zwei Blöcken gefangen, die ihm „sein Ich“ streitig machen. Auf der einen Seite stehen die Macht des „natürlichen Es“, etwa des Lebens oder Gattung, und auf der anderen die des künstlichen „Apparate-Es“, wie Bürokratie und Technik. Dazwischen bleibt nur ein schmaler Grat. Für Anders ist jedoch nicht die Verschiebung des menschlichen Leistungsvermögens problematisch, denn das war schon immer so, jedoch wird durch diese Entwicklung mehr und mehr „Ingenieurskunst am Menschen“, etwa durch Gentechnik, betrieben. Der Mensch soll dabei, seinen Geräten zuliebe, nach deren, und nicht nach menschlichen Maßstäben zu verwandelt werden.[32]

3. Ernst Jünger und die Technik – Die positive Apokalypse

3.1 Die Technik im Frühwerk Ernst Jüngers

Das Thema Technik zieht sich durch das gesamte Werk Ernst Jüngers, jedoch erfährt es immer wieder eine unterschiedliche Wertung. Es muss zwischen dem Frühwerk Jüngers, in dem, wie etwa in „der Arbeiter“ die Technik als Machtfaktor und beinahe durchweg positiv gesehen wird,[33] und dem späteren Ausführungen, speziell nach der Zeit des „dritten Reiches“ und des zweiten Weltkrieges unterschieden werden. Später sieht Jünger die Technik immer kritischer und vollzieht etwa in seinem Werk „der Friede“ eine Abkehr vom absoluten Technikanspruch. Er fordert später, die Technik solle dem Menschen nur dienen, ihn unterstützen, während er jedoch immer der prägende Maßstab bleibt. In „Heliopolis“ wird für Jünger Technik gar zu einem Grundübel, das allen Konflikten zugrunde liegt.[34]

Die absolute Technikbejahung Jüngers in seinem Frühwerk erscheint auf den ersten Blick als komplett gegensätzlich zu den Ausführungen Günter Anders, wie etwa euphorisch anmutende Sätze, wie:

„Man kennt bei uns sehr wohl das Glück das darin liegt, innerhalb von Organisationen zu stehen, deren Technik jedem Einzelnen in Fleisch und Blut lebendig ist.“[35]

beziehungsweise die augenscheinlich gegen technikkritische Gedanken, in Bezug auf einen eventuellen Aufforderungscharakter oder ein grundsätzlich gefährliches Wesen der Technik, gerichteten Äußerungen nahelegen:

„Die Ansicht, daß die Technik als Waffe eine tiefere Feindschaft zwischen den Menschen bewirkt ist […] ebenso irrig wie die entsprechende, dass sie dort, wo sie als Verkehr erscheint, eine Festigung des Friedens zur Folge hat.“[36]

Ernst Jünger sieht Technik optimistisch und blickt weniger mit Ängsten, als mit Hoffnungen in die Zukunft. Er ist Apokalyptiker, der jenseits der Katastrophen und des Untergangs die Erscheinung oder Enthüllung einer neuen, besseren und wohlgeordneteren Welt erwartet.[37] Dennoch gibt es überraschende Gemeinsamkeiten zwischen den Ansichten Anders‘ und Jüngers, die sich eher in einer Bewertung des Ergebnisses einer Technisierung der Welt als in der Beschreibung des Verlaufs eben dieser unterscheiden.

Auch für Jünger gibt es einen strukturellen Zusammenhang zwischen modernem Krieg und dem technischen Fortschritt. So stellt die Heimatfront unter größten Anstrengungen immer neue Kriegsmittel her, wobei immer neue technische Innovationen entstehen, die dann an der Front zum Teil extrem schnell wieder verbraucht werden. Dies führt zu einem beinahe ungebremsten technischen Fortschritt sowie zum Entstehen von gigantischen Fabriken, was sich so in keiner Weise mehr an gesellschaftlichen Normen und Werten der Friedenszeit orientiert.[38] Im Krieg bleibt dabei derjenige Sieger, der mehr Masse an Material in die Schlacht werfen kann.[39] Zu beachten ist dabei, dass Jüngers erste Begegnung mit Technik in größerem Umfang im Ersten Weltkrieg stattfand und er im Stellungskrieg an der Westfront einschlägige Erfahrungen mit neuen Waffen und umfassend technisierten Schlachten machte. So erschien ihm die Technik an sich geradezu janusköpfig. Sie war in der Lage, Menschen das Leben zu erleichtern, konnte jedoch auch Leben nehmen und erschuf eine neue Welt, eine künstliche Natur. Sie hatte daneben eine gewaltige Macht über die von ihr betroffenen Menschen und zwang diese in Löcher, Gräben und zur Tarnung.[40] Die Technik wird im Krieg der Zukunft entscheidend sein, während Fragen von Mensch, Natur, Gelände und Ähnlichem zurückgedrängt werden. Der Krieg, so Jünger, hat ungeahnte Ansprüche an den Menschen und wird zunehmend zum Wettkampf der Technik. Der Mensch muss sich dabei zur Technik bekennen oder er wird untergehen.[41]

Technik ist dabei für Jünger nicht nur Technologie. Sie ist für ihn, ähnlich wie es auch Günter Anders sieht, in Staats- und Gesellschaftsapparaten zu finden und prägt dort Ziele und Schicksal des Menschen. Sie ist daher auch eine Lebenshaltung und die Maschinentechnik nur ihre auffälligste Ausdrucksform.[42] Dabei ist die fortschreitende Technisierung, ebenfalls wie bei Anders, keine plötzliche Revolution, sondern eine stetige Entwicklung, die bei der Entwicklung von Rüstungsgütern im Krieg deutlich beschleunigt wird.[43] Technik bewegt sich dabei grundsätzlich auf bestimmte feste Ordnungen zu und strebt nach Perfektion.[44]

All diese Umstände führten dazu, dass im Krieg die bis dato vertretenen Werte und das Weltbild des Bürgertums an Bedeutung verloren.[45] Ein möglicher Grund für die in diesem Zusammenhang größer werdende Technikbegeisterung Jüngers könnte in einer Rebellion gegen seinen Vater begründet liegen. Dieser hatte schon immer ein eher kühles und unpersönliches Verhältnis zu seinen Kindern.[46] Daneben war er jedoch auch ein Vertreter des klassischen Bürgertums und positivistischer Wissenschaftler mit scharfem Verstand. Jünger hatte nie ein besonders gutes Verhältnis zu seinem Vater und so ist speziell im Frühwerk Jüngers die Rebellion gegen den Vater nur schwer von einer allgemeineren Kritik an Gesellschaft, Bürgertum und Wissenschaft zu trennen.[47]

Jüngers diesbezügliche Gedanken der Auflehnung gegen das Bürgertum des 19. Jahrhunderts lassen ihn die Erschaffung einer neuen Weltordnung fordern, wozu die Technik mit aller Macht und Konsequenz umgesetzt werden muss, ungeachtet eventueller menschlicher Opfer. Wenn dann die alte Ordnung überwunden und das Bürgertum zerstört sei, würden alle Übrigen Menschen die Gestalt des Arbeiters verinnerlicht haben und die Technik sich dann ganz automatisch in den Dienst des Menschen stellen und damit auch ihren Schrecken verlieren.[48] Allerdings hängt Jünger in seinen Ausführungen gerne der totalen Zerstörung nach. Indirekt heißt er dazu, ganz im Gegensatz zu Anders, sogar den Einsatz der Atombombe gut. Die erscheint jedoch in Zusammenhang mit der Forderung nach Revolution als eher sinnlos, da die totale Zerstörung zwangsläufig auch den Arbeiter zerstören würde. Eine Auflösung dieses Spannungsverhältnisses blieb Jünger schuldig.[49]

3.2. Der Mensch und die Technik bei Ernst Jünger – Herrscher oder Getriebener?

Wie Günter Anders sieht also auch Ernst Jünger die Technik und ihre Entwicklung als dem Menschen übermächtig an. In seinen Kriegsberichten nutzt er Naturmetaphern um das Unfassbare der Technik zu beschreiben, wobei klar wird, dass eine effektive Beschreibung kaum möglich ist. Der Vorsprung der Technik erscheint so gewaltig, dass er vom Menschen nicht mehr erfasst werden kann[50], ganz ähnlich wie im „prometheischen Gefälle“ Günther Anders‘.

Jedoch glaubt Jünger, ganz im Gegensatz zu Anders, an die Adaptionsfähigkeit des Menschen. Aus seinen Kriegserfahrungen zieht er den Schluss, dass so schlimm die Technik auch wütete, der Mensch selbst immer noch etwas wilder und stärker wäre. Dies trifft jedoch nur auf einen besonderen Typus Mensch zu, den Jünger als „Arbeiter“ bezeichnet. In ihm werden drei Aspekte des Umgangs mit Technik vereint. Zum ersten sollte er die Technik herausfordern, daneben allerdings auch zu einer Angleichung an sie und zu einem Aufgehen in ihr bereit sein, um letztlich gemeinsam mit ihr eine Verbindung als Teil einer übergeordneten Einheit einzugehen. Problematisch bleibt dabei speziell die Frage nach der Herkunft des Arbeiter-Typus, die Jünger in einer speziellen Veranlagung, eventuell auch in einer bestimmten Rasse vermutet.[51]

Ganz im Gegensatz zu seinen Kriegserfahrungen, in denen die Technik und ihre Entwicklung beinahe autonom und den Menschen überfordernd erschienen, ist sie für Jünger durch den Arbeiter beherrsch- und kontrollierbar. Der Mensch als Arbeiter wird gleichzeitig Subjekt und Objekt der Technik. Er tut dies jedoch nicht von der Technik gezwungen, sondern entscheidet sich bewusst und freiwillig zur Technik als Lebensstil. Die Technik durchdringt dann das gesamte Leben und wird zu einer Art Universalsprache, da letztlich alles zur Technik wird.[52] In „der Arbeiter“ formuliert Jünger dies so:

„Es gilt für ihn (Anm.: den Menschen), entweder die eigentümlichen Mittel zu akzeptieren und ihre Sprache zu sprechen, oder unterzugehen. Wenn man aber akzeptiert, […], macht man sich nicht nur zum Subjekt der technischen Vorgänge, sondern gleichzeitig zu deren Objekt. Die Anwendung der Mittel zieht einen ganz bestimmten Lebensstil nach sich, […]“[53]

Letztlich muss so also eine Menschenart erschaffen werden, die den gewaltigen und gewalttätigen Herausforderungen einer neuen Gegenwart gewachsen sein muss.[54] Jünger zufolge kann die Technik nicht nur mit der Kategorie des Werkzeugs erfasst werden, sondern muss auch als Medium einer spezifisch modernen Welterfahrung gedeutet werden. Technik und ihre Nutzung sind nicht bloß reiner Komfort, sondern haben instrumentalen Machtcharakter. Hierbei ist Technik eben auch nicht nur ein Instrument des Fortschritts.[55]

Daher entwickelte Ernst Jünger im Angesicht der Materialschlachten des Ersten Weltkriegs die Idee der „organischen Konstruktion“.[56] Mit ihr bezeichnet Jünger ein bestimmtes Verhältnis des Menschen zur Technik, etwa der Bomberpilot, der mit seinem Flugzeug zur todbringenden Waffe wird oder der Fahrer, der mit seinem Lkw Waffen liefert und so die Schlacht überhaupt erst möglich macht.[57] Auf die Spitze treibt Jünger dies in seinen Ausführungen „über den Schmerz“, in denen der Mensch eine fast vollständige Symbiose mit der Maschine eingeht und selbst auf die Rolle eines intelligenten Leitsystems reduziert wird. In dieser Symbiose gibt es auch geistig, etwa durch Bildung, nichts mehr, was über die Grundbedürfnisse der Maschine hinausgeht. Ein gutes Beispiel hierfür fand Jünger in den, von Japan im zweiten Weltkrieg genutzten menschlichen Torpedos oder auch den Kamikaze-Fliegern, in denen der Mensch nur noch Lenker einer Waffe ist und letztlich mit ihr vernichtet wird.[58]

Für Jünger trennt das Bürgertum, gegen das er ja aufbegehrt, fälschlicherweise in Mensch und Technik. Der Mensch muss nach Jünger in ein Enges Verhältnis zur Technik treten, um so den Anforderungen der modernen Welt gewachsen zu sein. In dem Moment, in dem der Mensch den Anforderungen der Technik als „Arbeiter“ entspricht wird sein Umgang mit ihr unproblematisch. Auf der Strecke bleibt dabei nur derjenige, der nicht dem Typus des Arbeiters entspricht und sich weigert, sich derart zu entwickeln. Für die Übrigen wird die Technik zum konstruktiven Moment. Sie ist dabei nicht mehr neutrales Werkzeug, und für konkrete Zwecke zu gebrauchen, sondern sie verändert vielmehr die Zecke, für die sie eingesetzt wird und ist im Zuge dessen eindimensional und alternativlos. Derjenige Mensch, der sich dieser neuen technischen Sphäre entziehen möchte, wird zwangsweise von dieser Technik vernichtet, da er sich ihr nicht anpasst. Trotzdem bleibt die Frage nach der Anpassung zunächst freiwillig. Letztlich wird auf diese Weise, in Jüngers Sicht, die Fragmentierung der Welt aufgehoben und schließlich alle „Arbeiter“ zu einer großen „Weltmaschine“ zusammengefasst.[59] Diejenigen, die sich also wie der Arbeiter auf der Höhe der Zeit und der technischen Entwicklung befinden, sind so selbst Ausdruck der Perfektion der Technik. Daher gibt es keine ernstzunehmende Haltung für den Menschen, als die Technik als begrüßenswertes Schicksal anzunehmen, oder unterzugehen.[60] Von dieser durchaus radikalen Sicht versuchte Jünger sich, auch angesichts zahlreicher Kritiker, später wieder zu distanzieren und beschreibt seine Diagnose als etwas einseitig, jedoch nicht verfehlt. In einer, allerdings unvollendeten, Ergänzung versuchte er, dem Einzelnen auch in einer neuen technischen Welt gewisse Reservate zu erhalten.[61] Jünger bleibt etwas ambivalent. Er glaubt nicht blind an die Technik und fürchtet gewisse technische Gerätschaften, wie etwa Panzer und gepanzerte Fahrzeuge, denen er dann auch trotzig den technischen Nutzen abspricht.[62]

Es lässt sich daher feststellen, dass Jünger wie auch Anders in der Technik und ihrer Entwicklung etwas Zerstörerisches sehen. Die Technik wird den Menschen und die bislang gelebte Lebenswirklichkeit mit ihren sozialen Ordnungen überkommen und alles Dagewesene zerstören. Dennoch bedeutet das für Jünger nicht zwingend das Ende, sondern stellt vielmehr einen möglichen Neuanfang dar. Diesen Neuanfang werden jedoch nur diejenigen bestreiten können, die sich am besten der Technik und ihren Bedürfnissen anpassen können. Für Jünger ist diese Anpassung, auch das Schritthalten mit der technischen Entwicklung, aber generell möglich.

4. Fazit – Grundsätzlich verschieden und dennoch sehr ähnlich

Tatsächlich konnte grundsätzlich gezeigt werden, dass sich sowohl der Technikmahner und rigide Kritiker sämtlicher Kriegstechnik Günther Anders und der, zumindest in seinem Frühwerk radikal technikbejahende Ernst Jünger gar nicht so sehr wie angenommen in ihren Einschätzungen unterscheiden. Für beide ist Technik untrennbar mit Krieg, Zerstörung und auch menschlichem Leiden verbunden. In gewisser Weise, wenn auch Anders eindeutiger als Jünger, sehen sie auch eine gewisse Eigendynamik der Technik, die sich in dieser Situation fernab aller menschlicher Maßstäbe entwickelt und in der der Mensch zunächst nicht mehr im Vordergrund steht oder diese Entwicklung unter Kontrolle hat. Beide vertreten die Meinung, dass Technik vor allem im Kontext des Krieges und zwischenmenschlicher Konflikte ihre größte Bedeutung entwickelt und der technische Fortschritt speziell im Krieg und durch ihn befördert wird. Beide sind der Auffassung, dass der Mensch letztlich von seiner Technik, seinen Apparaten und technischen Geflechten an einen Punkt gebracht wird, an dem er dieser nicht mehr gewachsen ist. Die Technik wird einen immer größeren Teil des menschlichen Lebens bestimmen und den Menschen vor immer größere Herausforderungen stellen. Die größte Herausforderung wird es dabei sein, dass der Mensch mit der technischen Entwicklung Schritt halten muss, um überhaupt noch in der modernen Welt bestehen zu können. Sowohl Anders als auch Jünger machen klar, dass dies dem Menschen zunehmend schwerer fallen wird.

Der Unterschied zwischen beiden Autoren liegt darin, wie sie die Folgen der technischen Entwicklung bewerten und welchen Platz sie dem Menschen in Bezug auf die Technik noch einräumen. Für Anders hat der Mensch im Angesicht der immer schnelleren technischen Entwicklung keine Chance. Letztlich wird er mit der technischen Entwicklung nicht mehr Schritt halten, eine Macht über die Technik hat er nicht. So wird die Technik um der Technik willen immer weiter entwickelt, bis der Mensch sich eines Tages durch sie selbst zerstört. Für Anders ist dieser Verlauf im Grunde vorgegeben und das menschliche Schicksal, denn ebenso wie auch Jünger hält er es für unmöglich, sich der Technik und ihrem Verlauf zu entziehen.

Jünger hingegen ist zwar auch der Meinung, dass es Menschen und Gruppen gibt, die nicht mehr mit der Technik und ihrer Entwicklung Schritt halten können, glaubt jedoch, dass dies nicht auf alle zutrifft und nur diejenigen betrifft, die ohnehin ihren Platz in der Welt verloren haben. Jünger glaubt an die Adaptionsfähigkeit des Menschen an die technische Welt und propagiert mit dem „Arbeiter“ einen neuen Typus Mensch, der sich an die Technik soweit anpasst, dass er mit ihrer Hilfe die Welt wiederum beherrschen kann. Technik an sich hat für Jünger keine in ihr wohnende Macht, ist aber ein absolutes Machmittel, das sich der „Arbeiter“ zunutze machen kann und muss um in der Welt zu bestehen. Hierzu muss er mit ihr eine tiefe Symbiose eingehen und in vielen Teilen mit ihr eins werden. In der apokalyptischen Wirkung der Technik, in der sich beide Autoren einig sind, sieht Jünger einen möglichen Neuanfang, Anders letztlich den absoluten Untergang. Man könnte beinahe sagen, dass beide sich durchaus auf ihre Art und Weise auch darin einig sind, dass der Mensch, wie wir ihn kennen, mit der Technik untergeht.

[...]


[1] Liessmann, Anders, S. 12-14.

[2] Thomas Amos: Ernst Jünger, Hamburg 2011, S. 77.

[3] Ebd., S. 80.

[4] Konrad Paul Liessmann: Günther Anders zur Einführung, Hamburg ²1993. Im Folgenden zitiert als: Liessmann, Anders. S. 11.

[5] Christian Dries: Günther Anders, Paderborn 2009. Im Folgenden zitiert als: Dries: Anders. S. 19-21.

[6] Dries, Anders, S. 10-17.

[7] Ebd., S. 32.

[8] Ebd., S. 25-26.

[9] Liessmann, Anders, S. 35.

[10] Ebd., S. 35

[11] Liessmann, Anders, S.42.

[12] Dries, Anders, S. 17-18.

[13] Liessmann, Anders, S. 98.

[14] Ebd., S.45.

[15] Zitiert nach: Volker Steenblock: Kleine Philosophiegeschichte, Stuttgart 2002. S. 411.

[16] Liessmann, Anders, S. 98-99.

[17] Dries, Anders, S. 37.

[18] Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen Band II. Über die Zerstörung des Lebens im Zeitalter der dritten industriellen Revolution, München 1980. Im Folgenden zitiert als: Anders, Antiquiertheit II. S. 107-111.

[19] Dries, Anders, S. 39.

[20] Anders, Antiquiertheit II, S. 119.

[21] Dries, Anders, S. 40 – 42.

[22] Dries, Anders, S. 68-70.

[23] Zitiert nach Liessmann, Anders, S. 112.

[24] Liessmann, Anders, S. 49-50.

[25] Anders, Antiquiertheit II, S. 19-33.

[26] Ebd., S. 33.

[27] Günther Anders: Die Antiquiertheit des Menschen Band I. Über die Seele im Zeitalter der zweiten industriellen Revolution, München ²2002. S. 15-20.

[28] Anders, Antiquiertheit II, S. 18.

[29] Liessmann, Anders, S. 47.

[30] Anders, Antiquiertheit II, S. 91-110.

[31] Liessmann, Anders, S. 58.

[32] Dries, Anders, S. 35-36.

[33] Olaf Schröter: Es ist am Technischen viel Illusion. Die Technik im Werk Ernst Jüngers, Berlin 1993. Im Folgenden zitiert als: Schröter, Es ist am Technischen viel Illusion. S. 3.

[34] Schröter, Es ist am Technischen viel Illusion, S. 118-130.

[35] Jünger, Arbeiter S. 215.

[36] Ebd. S. 196.

[37] Helmuth Kiesel: Ernst Jünger. Die Biographie, München 2007. S. 393.

[38] Lars Koch: Der Erste Weltkrieg als Medium der Gegenmoderne. Zu den Werken von Walter Flex und Ernst Jünger, Würzburg 2006. Im Folgenden zitiert als: Koch, Der Erste Weltkrieg. S. 280-281.

[39] Ernst Jünger: Krieg und Technik (1930), in: Berggötz, Sven Olaf: Ernst jünger. Politische Publizistik, Stuttgart ²2013, S. 595-605. Im Folgenden zitiert als Jünger, Krieg und Technik. S. 600.

[40] Schröter, Es ist am Technischen viel Illusion, S. 25-35.

[41] Ernst Jünger: Die Technik in der Zukunftsschlacht (1921), in: Berggötz, Sven Olaf: Ernst jünger. Politische Publizistik, Stuttgart ²2013, S. 23-26. S.23-25.

[42] Ernst Jünger: Die Technik und ihre Zuordnung, in: Strack, Friedrich (Hg.): Titan Technik. Ernst und Georg Friedrich Jünger über das technische Zeitalter, Würzburg 2000, S. 291-295. S. 291-293.

[43] Jünger, Krieg und Technik, S. 595-596.

[44] Thomas Pekar: Organische Konstruktion. Ernst Jüngers Idee einer Symbiose von Mensch und Maschine, in: Strack, Friedrich (Hg.): Titan Technik. Ernst und Georg Friedrich Jünger über das technische Zeitalter, Würzburg 2000, S. 99-117. S. 111.

[45] Ebd. S. 37-38.

[46] Koch, Der Erste Weltkrieg, S. 195.

[47] Hans Harald Müller: Das Kriegserlebnis im Frühwerk Ernst Jüngers, in: Ders. und Segeberg, Harro (Hgg.): Ernst Jünger im 20. Jahrhundert, München 1995, S. 13-37. S. 15-17

[48] Schröter, Es ist am Technischen viel Illusion, S. 92

[49] Ebd., S. 96-97.

[50] Ebd., S. 40.

[51] Schröter, Es ist am Technischen viel Illusion, S.41-49.

[52] Ebd. S.89-91.

[53] Jünger, Arbeiter, S. 170.

[54] Koch, der Erste Weltkrieg, S. 288.

[55] Brigitte Werneburg: Ernst Jünger, Walter Benjamin und die Photographie, in: Müller, Hans-Harald und Segeberg, Harro (Hgg.): Ernst Jünger im 20. Jahrhundert, München 1995, S. 39-57. S. 43-45.

[56] Thomas Pekar: Organische Konstruktion. Ernst Jüngers Idee einer Symbiose von Mensch und Maschine, in: Strack, Friedrich (Hg.): Titan Technik. Ernst und Georg Friedrich Jünger über das technische Zeitalter, Würzburg 2000, S. 99-117. S. 103.

[57] Koch, der Erste Weltkrieg, S. 310.

[58] Schröter, Es ist am Technischen viel Illusion, S: 98-100.

[59] Koch, der Erste Weltkrieg, S. 311-314.

[60] Rolf Peter Sieferle: Die Gestalt des Arbeiters im technischen Zeitalter. Eine Einführung, in: Strack, Friedrich (Hg.): Titan Technik. Ernst und Georg Friedrich Jünger über das technische Zeitalter, Würzburg 2000, S. 91-97. S. 96.

[61] Steffen Martus: Ernst Jünger, Stuttgart/Weimar 2001. S.98.

[62] Schröter, Es ist am Technischen viel Illusion, S. 53-57.

Details

Seiten
17
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668033580
ISBN (Buch)
9783668033597
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v305271
Institution / Hochschule
Ruhr-Universität Bochum – Institut für Philosophie
Note
2,0
Schlagworte
Technik Technikphilosophie Günter Anders Ernst Jünger

Autor

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Titel: Das Apokalyptische in der Technik. Die Unterschiede in den Bewertungen von Günter Anders und Ernst Jünger