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Lyrik im Deutschunterricht. Gedichtanalysen und Unterrichtsreflexionen

Ein Portfolio

von Alexander Bauerkämper (Autor)

Unterrichtsentwurf 2010 20 Seiten

Didaktik - Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 –Strukturskizze zu Paul Celans Todesfuge

2 –Sachanalyse zu Alfred Wolfensteins Gedicht Städter

3 –Lernstrukturalyse einer Unterrichtseinheit zu Wolfensteins Städter

4 –Thesenpapier zu einem Basisartikel: Zur Bewertung poetischen Schreibens

5 –Sachstrukturanalyse, Lernziel, Aufgabenstellung zu einem Exilgedicht

6 –Darstellung und kritische Reflexion einer Unterrichtseinheit zu Lyrik

1 – Strukturskizze zu Paul Celans Todesfuge

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs verfasste Paul Celan sein Gedicht Todesfuge, welches die Judenvernichtung durch das nationalsozialistische Deutschland verarbeitet. Die Todesfuge gilt als eines der wichtigsten lyrischen Werke des 20. Jahrhunderts und verhalf Paul Celan zu Weltruhm. Sie eignet sich hervorragend, um im Deutschunterricht gelesen zu werden. Im Folgenden möchte ich eine Strukturskizze des Gedichtes (s. Seite 2) vorschlagen, die im Unterricht gemeinsam als Tafelbild entwickelt werden könnte.

Nachdem das Gedicht analysiert und möglichst weitgehend verstanden wurde, sollten die zentralen ‚Figuren‘ oder ‚Parteien‘ zueinander in Beziehung gestellt werden. Wer sind also „Sulamith“, „Margarete“, „Er“ und „Wir“? „Er“ und „Margarete“ stehen auf Seiten der deutschen Täter und stehen der Gruppe der jüdischen Opfer („Wir“ und „Sulamith“) kontrapunktisch gegenüber. Daraus ergeben sich zwei große, die beiden Gruppen darstellende Kreise, am besten in verschiedenen Farben. Die beiden Frauenfiguren stechen aus der Masse hervor und werden deshalb in kleinen Kreisen an den Rändern der großen Kreise angesiedelt. Sie sind natürlich Teil ihrer jeweiligen Gruppe, tragen aber zugleich eine allegorische Bedeutung, daher die gestrichelten Kreislinien. Die räumliche Gegenüberstellung der Gruppen und ‚Figuren‘ soll ihre spiegelbildlichen Beziehungsverhältnisse aufzeigen.

Die jüdischen Opfer werden im Gedicht als eine durch nichts als durch ihre erzwungene Arbeit am eigenen Tod definierte Masse „wir“ dargestellt. Deutschland und seine Täter werden durch den einem KZ-Offizier ähnelnden Mann („er“) repräsentiert. Der dicke schwarze Pfeil steht für das massenhafte deutsche Morden in den Reihen der Juden. Er fährt wie ein Messer mit blutigem Rand mitten durch den Kreis und endet im Tod von Millionen.

Der wahnhafte Ausrottungswunsch und die Perversität der hochtechnisierten, effektiven Vernichtungsmaschinerie der deutschen Nationalsozialisten wird in diesem Gedicht radikal und eindrucksvoll verdichtet: „der Tod ist ein Meister aus Deutschland“. Die Deutschen sind also nicht bloß Werkzeug des Todes, sie selbst sind, Deutschland ist der Tod. Und sie verstehen sich in diesem Handwerk, meisterhaft sogar. Diese Verbindung oder Personifizierung vom Tod und den deutschen Tätern wird in der Strukturskizze durch die beiden äußeren Linien dargestellt. Die rote Farbe grenzt die Opfer visuell von Tätern und Tod ab und verbindet letztere nochmals miteinander. Die äußeren Linien ‚umarmen‘ den Kreis der jüdischen Opfer und verdeutlicht so deren Ohnmacht, das Eingeschlossensein, wo es kein Entrinnen gibt, wo dem schwarzen, todbringenden Pfeil nicht entgangen werden kann. Der Holocaust als abgeschlossenes und formvollendetes System also.

Ziel dieser hier vorgeschlagenen Strukturskizze wäre vor allem, die inhaltlichen Verknüpfungen des Gedichtes festzuhalten. Formale Aspekte, wie der spezielle, einer Fuge ähnelnden Aufbau des Gedichts kommen dabei durch die kontrapunktische Darstellung der beiden Gruppierungen zum Tragen, werden aber nicht explizit verdeutlicht. Wichtiger scheint es, den Prozess der Vernichtung und die brutale Endgültigkeit, die im Gedicht vermittelt wird, einprägsam darzustellen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Strukturskizze zu Paul Celans Gedicht Todesfuge

2 – Sachanalyse zu Alfred Wolfensteins Gedicht Städter

Alfred Wolfensteins Gedicht Städter[1] entstand im ersten Kriegsjahr des Ersten Weltkriegs, 1914. Darin wirft der Lyriker einen Blick auf die paradoxe Situation einer individuellen Einsamkeit des Einzelnen inmitten der anonymen Masse der Großstadt. Im Folgenden wollen wir das Gedicht auf inhaltlicher, formaler und stilistischer Ebene analysieren, um so seiner Thematik auf den Grund gehen zu können. Welcher ist also der thematische Kern des Gedichts und, welche weiteren, vor allem für den Deutschunterricht relevanten Aspekte umfasst es?

Die erste der vier Strophen zeigt uns einen Blick auf Fenster, Häuser und Straßen einer Stadt. Es wird ein Bild von absoluter Enge gezeichnet („Nah“, 1; „drängend“, 2; „dicht“, 3; „geschwollen“, „Gewürgte“, 4), in dem die Stadt zu einem geradezu organischen Gewebe belebt wird. Hervorgerufen wird dieser Eindruck durch Personifikationen (z.B. „fassen Häuser sich […] an“, 2-3) und Vergleiche (z. B. „die Straßen / Grau geschwollen wie Gewürgte“, 3-4).

Während die Perspektive der ersten Strophe noch über der Stadt liegt, befinden wir uns in der zweiten Strophe mitten in der Stadt. Erstmals werden Menschen erwähnt. Diese, in den Trams sitzenden „Leute“ (7) werden hier implizit mit den Häusern der ersten Strophe verglichen, denn sie sitzen „ineinander dicht hineingehakt“ (5-6) und werden zu sich gegenübersitzenden „Fassaden“ (6). Wurde zuvor dem Stadtbild noch eine abstoßende („geschwollen wie Gewürgte“, 4) Belebtheit zugesprochen, so ruft die Darstellung der Menschen in der zweiten Strophe ein Bild von Härte, Unbeweglichkeit und Verschlossenheit hervor. Die eigentlich zu erwartenden Eigenschaften von Belebtem (Städter) und Unbelebtem (Stadt) werden also verkehrt. Darüber hinaus können wir in der zweiten Strophe eine noch verschärftere Präsenz von Enge feststellen. Aus „beieinander“ (2) und „fassen […] dicht an“ (2-3) in der ersten Strophe wird in der zweiten Strophe „ineinander“ (5 und 8) und „dicht hineingehakt“ (5). So wird die Grenze einer wenngleich engen, aber äußerlich verbleibenden Berührung überschritten: „eng ausladen[de]“ (7) „Blicke“ (7) und „Begierde“ (8) ragen ineinander (vgl. 8). Hinter der Emotionslosigkeit der Gesichter bestehen also Wünsche die jeder Einzelne in die anderen Tramfahrer hineinprojiziert, doch werden diese Wünsche nicht miteinander geteilt, sie verbleiben für sich. Ein Paradox, das sich auch in dem Oxymoron „wo Blicke eng ausladen“ (7) widerspiegelt. Insgesamt kann die Tramfahrt der zweiten Strophe als Allegorie auf das von Einengung und gleichzeitiger Anonymität geprägte Stadtleben gelesen werden.

In der dritten Strophe wird die Antiklimax der ersten beiden Strophen vom ‚Großen‘ zum ‚Kleinen‘ erweitert: Blickte die erste Strophe noch auf das Stadtbild, die zweite Strophe auf ein undefiniertes Kollektiv von Menschen, so wird in der dritten Strophe ein lyrisches Ich eingeführt. Hier wird eine Verknüpfung der zuvor vertauschten Zuschreibungen von organisch und anorganisch vorgenommen: Die Wände der Wohnungen sind „dünn wie Haut“ (9). Gleichzeitig kann dieser Vergleich aber auch umgekehrt werden, haben wir in der zweiten Strophe doch bereits gesehen, dass sich der Städter aufgrund der klaustrophobischen Enge der Stadt gezwungenermaßen eine harte Schale, also eine Haut hart wie Mauern oder „Fassaden“ (6) zulegen muss. Diese dritte Strophe zeigt uns erstmals auch eine tatsächlich menschliche, emotionale Darstellung eines Stadtbewohners: „ich weine“ (10). Diese Emotionalität wird nur in der Abgeschlossenheit der vier Wände ausgelebt, weil diese aber so dünn sind, wird dem lyrischen Ich wiederum eine ehrliche Möglichkeit von Intimität geraubt: unnatürlich laut (oxymoronartiger Vergleich: „Flüstern dringt hinüber wie Gegröhle“, 11) muss auch der Nachbar mithören.

Doch wenn in der dritten Strophe noch von einer ‚Teilnahme‘ (vgl. 10) der Mitmenschen die Rede ist, so zeigt die vierte Strophe, eingeleitet durch einen Doppelpunkt (11) sowie die Konjunktion „Und“ (12), dass es sich hierbei um keine mitleidende oder tröstende Teilnahme der Anderen handelt, denn trotz gegrölten Flüsterns (vgl. 11) verbleibt ein jeder „wie stumm in abgeschloßner Höhle“ (12), einsam und „alleine“ (14). Das lyrische Ich sieht sich dabei mit der gleichen Situation konfrontiert, wie alle Anderen auch,, denn es ist Teil dieser Gruppe der Anderen („Unsre Wände“, 9; „ein jeder“, 10; „jeder“, 14).

Untersucht man den strukturellen Aufbau sowie weitere formale Aspekte des Gedichtes[2], so lässt sich feststellen, dass diese in raffinierter Weise auf den Inhalt abgestimmt sind. Angelegt ist diese gegenseitige Fixierung in einer typischen Sonettform: Die erste und zweite Strophe stehen sich in antithetischer Weise gegenüber (Stadt – Städter, organisch – anorganisch, Panoramaperspektive – abgeschlossener Raum, äußerliche Enge – innerliche Enge, usw.). Verbunden werden diese beiden Pole schließlich in der dritten und vierten Strophe, welche also eine Art von Synthese darstellen und auf den Höhepunkt des Gedichts hinauslaufen: „alleine“ (14). Zugleich erhält das Gedicht durch die Verbindung dieses letzten Wortes „alleine“ (14) mit dem ersten Wort „Nah“ eine Rahmung, welche die Kernaussage von Städter nochmal zusammenfasst: Trotz – und paradoxerweise gerade wegen – der extremen Nähe unzähliger Menschen in der Großstadt ist das Individuum in der Anonymität der Masse zur Einsamkeit verdammt.

Es dürfte deutlich geworden sein, dass sich Städter sehr gut dafür eignet, mit Schüler_innen im Deutschunterricht behandelt zu werden. Nicht nur bietet es eine Fülle von wichtigen, doch nicht zu abstrakten sprachlichen Stilmitteln (Vergleich, Personifikation, Oxymoron, Antiklimax usw.), es verwendet auch eine klassische Form und zeigt, dass es wichtig sein kann, diese auch zum besseren Verständnis des Inhalts zu untersuchen. Darüber hinaus ist die im Gedicht behandelte Thematik durchaus relevant für die Lebenswelt vieler (Berliner!) Schüler_innen. Zuletzt sei noch erwähnt, dass Städter mit der Thematisierung der Entwurzelung und Einsamkeit des Individuums in der industrialisierten, modernen, städtischen Welt wichtige Tendenzen des Expressionismus veranschaulicht und den Schüler_innen damit auch als für diese Strömung exemplarisch vorgestellt werden kann. Das Gedicht würde sich also wunderbar dazu eignen, im Zuge einer Unterrichtseinheit eingebracht zu werden. Im Zentrum würde zum Beispiel die Frage nach Einsamkeit, Anonymität und Einengung in der Stadt oder im Allgemeinen stehen.

3 – Lernstrukturalyse einer Unterrichtseinheit zu Wolfensteins Städter

Die Sachanalyse zu Alfred Wolfensteins Städter hat gezeigt, dass dieses Gedicht ein vielschichtiges Potenzial aufweisen kann, wenn wir darüber nachdenken, es in den Deutschunterricht einzubauen. Neben den die Lebenswelt der Schüler_innen betreffenden, inhaltlichen Aspekten, ist das Gedicht auch auf formaler, stilistischer sowie ‚epochentheoretischer‘ Ebene von großer Ergiebigkeit. Im Folgenden wollen wir über eine Möglichkeit nachdenken, wie eine Beschäftigung mit diesem Gedicht und seiner Thematik im Zentrum einer 45-minütigen Deutschstunde aussehen könnte. Dabei wird es nötig sein, einen Schwerpunkt zu setzen und die zahlreichen gebotenen Aspekte didaktisch zu reduzieren. Wir wollen eine mögliche Unterrichtsstunde in einer zehnten Klasse in ihren Grundzügen erarbeiten. Dabei werden wir darauf verweisen, worin der Kern der Stunde bestehen soll, welche Aspekte des Gedichts vernachlässigt werden (müssen) und, welche Lernziele – auch bezüglich der Kernkompetenzen – wir am Ende gerne erreichen würden.

Unsere Unterrichtseinheit soll sich die Analyse und Interpretation des Gedichtes zum Schwerpunkt setzen, wobei vorrangig seine inhaltliche Thematik und weniger seine strukturellen Besonderheiten behandelt werden sollen, um dabei auch im Besonderen auf eine Verknüpfung der expressionistischen Auffassung von Stadt und Individuum im Gedicht mit der lebensweltlichen Empfindung der Schüler_innen abzuzielen. Zur Unterstützung und Abgrenzung wollen wir ein expressionistisches Stadtgemälde von Jakob Steinhardt vorstellen. Wie könnte eine solche Unterrichtsstunde aussehen? Welche Lern- und Arbeitsschritte wären nötig oder möglich, um den Schüler_innen den Stoff und das Thema nahezubringen? Wir schlagen eine relativ ‚klassische‘ Herangehensweise, also eine Aufteilung der Stunde in eine Einstiegs-, eine Haupt- und eine Abschlussphase vor, wobei sowohl Einzel- und Zweiergruppenarbeit als auch gemeinsame Diskussion im Plenum vorgesehen ist.

Die Einstiegsphase (ca. 10 Minuten) könnte zunächst aus einem offenen, gemeinsamen Austausch zum Thema ‚Stadt‘ bestehen. Was assoziieren die Schüler_innen mit ‚Stadt‘, welche Bilder verbinden sie mit dem Leben in der Stadt? Wie stehen sie dazu, können sie positive oder negative Empfindungen, Erfahrungen und Meinungen dazu äußern? Damit soll den Schüler_innen der Rahmen der Unterrichtsstunde sowie ihre eigene, momentane Einstellung zu ‚Stadt‘ bewusst gemacht werden. Anschließend daran könnten die Schüler_innen mit einem womöglich eher konträren Bildimpuls konfrontiert werden: Die Lehrer_in zeigt auf einer Folie das expressionistische Gemälde Die Stadt (1913) von Jakob Steinhardt[3], wobei nur die grundlegendste Kontextinformation geliefert werden sollte. Das Plenum beschreibt das Bild, erkennt dessen bedrückende, negative Darstellung. Die Schüler_innen können dabei ihre Empfindungen zum Ausdruck bringen und Vermutungen anstellen, wie jemand zu einem solchen Stadtbild kommen könnte.

Damit wäre ein Einstieg in die Thematik der Stunde geschaffen und bereits zwei, eventuell ähnliche oder komplett unterschiedliche Auffassungen von ‚Stadt‘ gegenübergestellt. Inhalt der Hauptphase (20-25 Minuten) ist die Analyse und Interpretation des Gedichts Städter. Als erstes sollte wohl die Lehrer_in das Gedicht einmal laut vorlesen, weil die recht komplizierte Metrik des Gedichts (v.a. durch die Enjambements in der ersten Strophe) zu Schwierigkeiten führen könnte, die den Schüler_innen die Lust am Vorlesen nehmen würde. Anschließend kann das Gedicht ein zweites Mal von einer Schülerin oder einem Schüler vorgelesen werden. Die Schüler_innen befassen sich nun in Still- und Einzelarbeit mit dem Gedicht, analysieren es vor allem in Hinblick auf dessen Aussage und Atmosphäre, wobei sie aber auch die Stilmittel zu entschlüsseln suchen, um so erste Hypothesen zu bilden. Danach tauschen sich die Schüler_innen (zum Beispiel) mit ihren Bankpartner_innen über ihre Ergebnisse aus, vergleichen, überprüfen ihre bisherige Auffassung des Gedichts und kommen so gegebenenfalls zu einer erweiterten Hypothese. Während dieser beiden Arbeitsphasen steht die Lehrer_in für Fragen und Hilfestellungen zur Verfügung. In einem dritten Schritt werden die Ergebnisse im Plenum zusammengetragen und mögliche Ansätze diskutiert und strukturiert, wobei – nötigenfalls durch Leitung der Lehrer_in – am Ende die Kernthematik des Gedichtes deutlich werden sollte. Da die Auseinandersetzung mit dem vermittelten Bild von Stadt und Städtern im Gedicht im Mittelpunkt der Stunde steht, wird es kaum möglich sein, die formalen Aspekte des Gedichtes in extenso zu bearbeiten. Je nach Wissensstand der Schüler_innen dürften aber wichtige Stilmittel benannt und auch der antithetische Aufbau des Gedichtes verhandelt werden.

[...]


[1] Neben der Erstveröffentlichung von 1914 (in: Die Gottlosen Jahre) existiert noch eine zweite Fassung des Gedichtes, die 1920 in Menschheitsdämmerung (hg. v. Kurt Pinthus, S. 45f.) erschienen ist. Diese überarbeitete Version soll die für uns relevante sein. Zitate werden in einfachen Klammern durch Zeilenangaben belegt.

[2] Städter ist in Sonettform abgefasst, weist also zwei Quartette, zwei Terzette sowie ein dazu passendes Reimschema (abba, cddc, efg, gef) auf. Als Metrum kann – mit Ausnahme der 13. Zeile (nur vier Hebungen) – durchgehend ein fünfhebiger Trochäus festgestellt werden. Die Kadenzen sind dabei auf die Reimpaare abgestimmt (a, c, e = betonte Kadenzen; b, d, f, g = unbetonte Kadenzen). In der ersten Strophe ist dies etwas schwerer zu erkennen, da Wolfenstein hier drei Enjambements einbringt.

[3] Es gibt zahlreiche (expressionistische) Stadtgemälde, die alternativ verwendet werden könnten. Die Stadt eignet sich aber besonders gut, weil es ein ähnliches Gefühl von Einengung, Anonymität und Einsamkeit vermittelt, wie Wolfensteins Städter. Quelle (letzte Einsicht 16.06.10): www.schoeningh-schulbuch.de/unterrichtswerke/deutsch/du_selbst/downloads/Steinhardt_Die_Stadt.jpg

Details

Seiten
20
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783668048256
ISBN (Buch)
9783668048263
Dateigröße
845 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v306635
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Institut für Deutsche und Niederländische Philologie
Note
1,3
Schlagworte
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Autor

  • Alexander Bauerkämper (Autor)

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Titel: Lyrik im Deutschunterricht. Gedichtanalysen und Unterrichtsreflexionen