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Angepasste Führungsstile für die Generation Y in der Arbeitswelt

Seminararbeit 2015 21 Seiten

BWL - Personal und Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Generation Y
2.1 Charakterisierung der Generation Y
2.2 Generationenwechsel / Demographischer Wandel
2.3 Charakteristika, Werte und Leistungsbereitschaft

3 Generationenspezifische Führung
3.1 Definition Führung
3.2 Generationenspezifische Führung
3.2.1 Die Generation Y und Führungsstile
3.2.2 Weniger Hierarchie für mehr Selbstverwirklichung
3.2.3 Generation Y im Arbeitsmarkt - Ansprüche an das Arbeitsleben

4 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Verteilung der Einwohner in Deutschland nach Altersgruppen

Abbildung 2: Entwicklung der Lebenserwartung bei Geburt in Deutschland

Abbildung 3: Führungsbedürfnisse der Generation Y

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Was motiviert die Generation Y im Arbeitsleben?

Tabelle 2: Studenten in Deutschland 2009 - Anforderungen an den Arbeitgeber

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Seit einiger Zeit finden sich regelmäßig Berichte über die Generation Y in den Medien. Die enorme Medienpräsenz spiegelt die Wichtigkeit dieser Generation für die unter- nehmerische Zukunft wider. Diese Generation betritt nun nach und nach die Arbeitswelt und sorgt für unheimlich viel Aufruhr, da sie anders denkt, anders wirkt und etwas an- deres erreichen möchte. Zumeist sehr gut ausgebildet sind sie auf dem Arbeitsmarkt verfügbar und sehnen sich nach einem Beruf, in dem sie sich endlich ausleben und selbstverwirklichen dürfen.1

Aber wie integriert sich eine Generation in das Berufsleben, die eine Veränderung will? Was erwartet sie von der Berufswelt? Wie will sie sich neben der älteren Generation behaupten? Und vor allem: welche Art der Führung wird vom Vorgesetzten gewünscht? Mit all diesen Fragestellungen haben sich auch Unternehmen auseinander zu setzen. Ein Umdenken in den Unternehmen in Bezug auf die Mitarbeiter ist gefordert, denn die neue Generation Y funktioniert vollkommen anders, als die älteren Generationen.2

Zu diesen Fragestellungen soll diese Seminararbeit einen Überblick verschaffen. Am Ende wird aufgezeigt, welche Problematiken mit dem Einführen der neuen Generation Y in die Berufswelt auftreten können, gerade im generationssspezifischen Kontext mit den noch arbeitenden, älteren Generationen. Da diese Seminararbeit sich ausschließlich auf die Sichtweise der Generation Y bezieht, ist es auch ein Ziel, das Anspruchsdenken dieser Generation herauszuarbeiten und deren Sichtweise zu skizzieren.

1.2 Aufbau der Arbeit

Nach einer kurzen Einleitung in den Kontext des Themas dieser Seminararbeit wird in Kapitel zwei zunächst die Generation Y definiert und von den Vorgänger-Generationen sowohl zeitlich als auch inhaltlich abgegrenzt. Damit wird eindeutig, wie sich die Gene- ration Y von den älteren Generationen unterscheidet und wie diese Generationen in der Berufswelt zu vereinen sein können. Nachfolgend liegt der Fokus in Kapitel zwei aus- schließlich auf der Generation Y und einer Darstellung deren Wertevorstellungen und Charakteristika.

Kapitel drei wird mit einer Definition des Begriffs „Führung“ eingeleitet. Hierbei sollen im weiteren Verlauf relevante Aspekte in Hinblick auf ideale Führungsstile für die Generation Y und vor allem deren Erwartungshaltungen für den Beruf erläutert werden. Auch hier liegt der Fokus wieder auf die Sichtweise der Generation Y.

Abgerundet wird diese Seminararbeit mit einer kurzen Zusammenfassung und einem Fazit.

2 Generation Y

2.1 Charakterisierung der Generation Y

Die Generation Y bezeichnet eine Personengruppe, welche etwa in der Zeitspanne zwi- schen 1977 - 1998 geboren wurden. Da es keine exakte Definition der Zeitspanne gibt, finden sich in der Literatur je nach Autor unterschiedliche zeitliche Angaben wieder3. Erstmals ist 1993 in der amerikanischen Fachzeitschrift Ad Age der Begriff öffentlich aufgetaucht und verwendet worden. Diese Fachzeitschrift kategorisierte alle nach 1981 geborenen Personen zur Kohorte der Generation Y. Diese Generation gilt als Nachfol- gegeneration der Baby-Boomer (ca. 1946 - 1964) und der Generation X (ca. 1965 - 1976).4

Die Kohorte der Baby-Boomer, oder auch Nachkriegsgeneration genannt, ist durch eine hohe Geburtenrate nach dem zweiten Weltkrieg geprägt. Sie zeichnen sich durch die klassische Rollenverteilung einer Partnerschaft aus. Der männliche Part übernimmt die geldverdienende und versorgende Rolle einer Beziehung, wohingegen der weibliche Part die Erziehung der Kinder und die Führung des Haushalts übernimmt. Unüblich zu dieser Zeit war es, dass Frauen einer Berufstätigkeit nachgingen. Die Erziehung war nach dem zweiten Weltkrieg durchaus liberal und stark durch die Nachkriegszeit, aber auch durch den sich anschließenden wirtschaftlichen Aufschwung geprägt.5

Die Bezeichnung der Kohorte der Generation X ist auf den Kanadier Douglas Coupland und seinem 1991 herausgegebenen Episodenroman „Generation X: Tales for an Accele- rated Culture“6 zurückzuführen. Der Begriff tauchte bei ihm zum ersten Mal auf.7 Die Generation X ist, im Vergleich zu den Baby-Boomern, geprägt durch einen Aufbruch und einer Veränderung der Wertevorstellungen. Frauen verlassen immer öfter ihre Rolle als Hausfrau, um sich beruflich zu verwirklichen. Das Zeitalter der globalen Vernetzung beginnt durch den immer schneller werdenden technischen Fortschritt und dem damit verbundenen Beginn des Internets. Politisch geprägt wird diese Generation zudem durch Ereignisse, wie der Weltwirtschaftskrise aufgrund einer Ölkrise im Jahr 1979/80 oder dem Zerfall der Sowjetunion im Jahre 1991. Die vorangegangenen Ereignisse hinterlie- ßen einen nachhaltigen Eindruck mit der Folge, dass die Generation X sich im Allgemeinen schlechter mit ihren Eltern verstand und grundsätzlich eher als eine „Null-Bock- Generation“ betitelt wurde.8

Betrachtet man die Generation Y, lassen sich einige auffällige Charakteristika erkennen. Die Wichtigkeit des familiären Umfeldes und das daraus resultierende positive Verhält- nis zu den Eltern stehen im konkreten Gegenteil zur Vorgängergeneration. Zudem ver- lassen viele der Generation Y ihr Elternhaus sehr spät, was nicht zuletzt auf monetäre Gründe oder Bequemlichkeit zurückzuführen ist. Bildung hat in dieser Generation einen hohen Stellenwert. Die Zugänglichkeit zu Studiengängen durch die höhere Durchlässig- keit an Fachhochschulen bzw. Hochschulen ermöglichen es, eine größere Anzahl an Interessenten anzusprechen, sodass diese Personen ein Studium absolvieren können. Im Gegensatz zu ihren Vorgängergenerationen legt die Generation Y verstärkt Wert auf eine akademische Ausbildung, um sich eine bessere oder erfolgversprechendere Zukunft zu verschaffen. Selbst das Freizeitprogramm der Generation Y lässt sich deutlich flexib- ler gestalten, z.B. durch eine einfachere Mobilität mit dem eigenen Auto, dem weitrei- chenden Streckennetz mit Zügen oder das größere Angebot kommerzieller Unterhal- tung. Der wohl größte Unterschied und das wesentlichste Charakteristikum ist der tech- nologische Fortschritt, mit dem die Generation Y wie selbstverständlich aufwächst. Damit grenzen sie sich sehr stark und bewusst von den älteren Generationen ab.9

2.2 Generationenwechsel / Demographischer Wandel

In vielen Unternehmen ist gerade die Generation der Baby-Boomer aktuell noch sehr stark vertreten. Allerdings wird in den kommenden Jahren diese Generation in den Ruhestand eintreten, sodass viele höchst attraktive Arbeitsplätze vakant werden. Dies wird eine große Chance für die Generation Y darstellen, diese entsprechend zu besetzen. Da dieser Zustand jedoch erst in einigen Jahren eintreten wird, gilt es bis dahin, einen Erfahrungsaustausch zwischen der alten und der nachrückenden Generation herbeizuführen. Es wird vom Demographischen Wandel oder Generationswechsel gesprochen, welcher nun optimal eingeleitet werden muss.10

[...]


1 Vgl. Sonnet, C. (2012): Generation Y erobert den Arbeitsmarkt, in: Handelsblatt, Abruf: 12.07.2015.

2 Vgl. Bund, K., et. Al (2013): Wollen die auch arbeiten?, in: Zeit Online, Abruf: 12.07.2015.

3 So z. B. Sacks (2006), welcher die Jahre 1978 - 2000 benennt.

4 Vgl. Parment, A. (2013), S. 7.

5 Vgl. Rodeck, M. L. (2014), S. 12 ff..

6 Zu dt.: Generation X - Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur.

7 Vgl. Kurzmann, S. (2015), S. 24.

8 Vgl. Rodeck, M. L. (2014), S. 17 ff..

9 Vgl. Hucke, M. et al. (2013), S. 129 f..

10 Vgl. Parment (2009), S. 25.

Details

Seiten
21
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668051935
ISBN (Buch)
9783668051942
Dateigröße
938 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v307003
Institution / Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Note
1,7
Schlagworte
angepasste führungsstile generation arbeitswelt

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