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Die stoische Glückskonzeption

Hausarbeit 2015 8 Seiten

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung in das Thema

2. Die Eudaimonia in der stoischen Ethik

3. Fazit

1. Einführung in das Thema

Die Lehre der Stoa entstand im 3. Jahrhundert v. Chr. in den griechischen Stadtstaaten und ist neben dem Epikureismus die zweite große Philosophenschule des Hellenismus. Die Stoa gilt als die prägendste Philosophie des antiken Roms. Der römische Kaiser Marc Aurel beispielsweise war ein Anhänger der stoischen Philosophie. Er verfasste zudem mehrere der Stoa zuzurechnende philosophische Schriften, die noch heute bekannt sind. Insgesamt sind in schriftlicher Form jedoch nur wenige stoische Lehren überliefert; insbesondere von den einflussreichsten Stoikern – Zenon, Kleanthes und Chrysipp – sind keine zusammenhängenden Schriften erhalten geblieben. Das liegt unter anderem an der Tatsache, dass bei Julius Cäsars Angriff auf Schiffe im Hafen von Alexandria ca. 50 v. Chr. diese entflammten. Das Feuer schlug auf die Bibliothek der Stadt über. Dabei gingen Chrysipps und weitere stoische Schriftstücke verloren. Diejenigen Schriften, die heute noch vorhanden sind, stammen nahezu alle aus der späten Stoa, die etwa vom Beginn der christlichen Zeitrechnung bis zum Jahr 200 n. Chr. reicht. Deren berühmteste Vertreter waren L. Aenneus Seneca, Epiktet und der bereits erwähnte Marc Aurel.1

Die Inhalte stoischer Lehren wandelten sich teilweise im Laufe der Zeit durch den Einfluss des jeweiligen Philosophen. Unverändert blieb dabei jedoch stets die Konzeption dessen, was Glück sei und wie es erzeugt werde. Auch das Grundgerüst der Stoa, das die Philosophie in drei Teile – die Logik, die Physik und die Ethik –gliedert, blieb durchgehend konstant. Die Glücksfindung als Teil der Ethik basiert dabei auf dem stoischen Verständnis von Logik und Physik; sie stellt gleichsam die natürliche Konsequenz aus den Erkenntnissen dieser beiden Bereiche dar. Das stoische Konzept von Logik baut teilweise auf demjenigen des Aristoteles auf und erweitert dessen Lehren an verschiedenen Stellen. Die stoische Epistemologie basiert auf der Annahme, dass der menschliche Geist zunächst leer sei. Jegliche Inhalte entstünden durch Wahrnehmungen der äußeren Welt. Wenn die Vorstellung eines Gegenstands diesen richtig erfasse, sei eine Erkenntnis gegeben.2

Die Physik der Stoiker begreift die Realität als reine Materialität, welche jedoch von der Kraft des Universums beherrscht werde, „einer Weltvernunft, die zyklisch die Welt vernichtet und neu aufbaut.“3

Der vielleicht wichtigste Teilbereich der Stoa ist die Ethik. Der Kern der Sittenlehre hat seinen Ursprung in der Vorstellung von der kosmischen Weltvernunft. Aufzuzeigen, wie sich ausgehend davon das stoische Konzept vom menschlichen Glück ableiten lässt, worin dieses besteht und wie es zu erreichen ist, ist das Ziel dieser Arbeit.

[...]


1 Vgl. Masek, Michael: Geschichte der antiken Philosophie. Wien: UTB-Verlag 2011, S. 218-220.

2 UTB-Online-Wörterbuch Philosophie: Artikel „Stoa“, unter: http://www.philosophie-woerterbuch.de/online-woerterbuch/?tx_gbwbphilosophie_main%5Bentry%5D=848&tx_gbwbphilosophie_main%5Baction%5D=show&tx_gbwbphilosophie_main%5Bcontroller%5D=Lexicon&cHash=d53b6ac616616f7bdcbcf6da3ed4d982 (abgerufen am 18.09.2015).

3 Ebd.

Details

Seiten
8
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668059085
ISBN (Buch)
9783668059092
Dateigröße
604 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v307690
Institution / Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
1,0
Schlagworte
Stoa Glück Glückseeligkeit stoisch Epiktet Philosophie

Autor

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Titel: Die stoische Glückskonzeption