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Unterschiede in der Einstellung von Männern und Frauen zu Leistungsmotivation, Zufriedenheit im Job, Kochen und Konfrontationsbereitschaft

Hausarbeit 2014 24 Seiten

Mathematik - Statistik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Zusammenfassung / Abstract

2. Einführung und Hypothesen

3. Methoden

4. Ergebnisse

5. Diskussion der Ergebnisse

Literaturverzeichnis

Anlagen

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Tabelle 4.1: Übersicht über die Maße der zentralen Tendenz und Dispersionmaße 13Fehler! Textmarke nicht definiert.

Abbildungsverzeichnis

Abb. 4.1: Altersverteilung 11Fehler! Textmarke nicht definiert.

Abb. 4.2: Verteilung nach Familienstand 11Fehler! Textmarke nicht definiert.

Abb. 4.3: Mittelwerte beider Gruppen mit Standardabeichung . 12Fehler! Textmarke nicht definiert.

Abb. 4.4: Mittelwerte von Männern und Frauen 14Fehler! Textmarke nicht definiert.

Abb. 4.5: Mittelwerte der Männer nach Altersgruppen 16Fehler! Textmarke nicht definiert.

Abb. 4.6: Mittelwerte der Frauen nach Altersgruppen 16Fehler! Textmarke nicht definiert.

1. Zusammenfassung / Abstract

Im Rahmen dieser Hausarbeit wurden die Unterschiede von zwei gesell- schaftlichen Gruppen, nämlich Männern und Frauen, in Bezug auf be- stimmte Einstellungsbereiche untersucht. Dabei ging es speziell um die Einstellungsbereiche Leistungsmotivation, Zufriedenheit mit der berufli- chen Situation, Freude am Kochen und Konfrontationsbereitschaft.

Zu diesen Themen wurden insgesamt 40 Personen, davon 20 Männer und 20 Frauen in einer Online-Umfrage befragt. Darin fanden sich 20 Items, also fünf für jedes Themengebiet, welche auf einer 5-stufigen LikertSkala bewertet wurden. Zudem enthielt der Fragebogen je eine Frage zu Geschlecht, Alter und Lebensform der Probanden.

Die gewonnenen Daten wurden auf Basis der deskriptiven Statistik unter- sucht und ausgewertet. Um mögliche Zusammenhänge zwischen Alter und Geschlecht, ebenso wie zwischen Lebensform und Geschlecht aus- zuschließen, welche die Ergebnisse beeinflussen könnten, wurde jeweils ein Chi²-Test durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten hier keine Zusam- menhänge auf.

Die Ergebnisse der Hauptfragestellung fielen folgendermaßen aus. In keinem der vier Themenbereiche konnten signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern beobachtet werden. Den größten Mittelwertunterschied zwischen Männern und Frauen zeigte sich bei der Freude am Kochen, welcher allerdings unter dem zuvor festgelegten Grenzwert von einem Punkt Unterschied auf der Likert-Skala lag.

2. Einführung und Hypothesen

Unser Alltagswissen verleitet uns oft dazu stereotype Aussagen zu treffen und voreilige Schlüsse zu ziehen. So scheint es heute unumstritten, dass Männer und Frauen sich in vielen Lebensbereichen unterscheiden. Stere- otype Meinungen, wie z.B., dass Frauen nicht einparken können und Männer grundsätzlich unsensibel sind, halten sich nicht nur in unseren Köpfen, sondern sind auch beliebte Themen für Zeitungsartikel und Bü- cher. Somit ist wissenschaftliche Forschung essentiell, um Vermutungen und Hypothesen zu überprüfen und von naivem Alltagswissen abzugren- zen, welches durch Vorurteile und Halbwissen geprägt ist und somit Ba- sis fataler Entscheidungen sein kann (Diekmann 2007, S.32f). Die psy- chologische Forschung setzte sich ebenfalls mit diesem Thema auseinan- der und liefert wertvolle Fakten, um den Wahrheitsgehalt solch alltags- psychologischer Aussagen zu überprüfen. So wurde nachgewiesen, dass bei kognitiven Geschlechtsunterschieden besonders die hirnstrukturellen Unterschiede ebenso wie geschlechtshormonelle Einflüsse ausschlagge- bende Faktoren darstellen. Zudem wirken sich auch soziokulturelle Fak- toren wie die Geschlechterrolle und Geschlechtsstereotype auf das Den- ken, Fühlen und Verhalten von Männern und Frauen aus (Hausmann, 2007, S.121).

In dieser Arbeit soll es speziell um die Untersuchung der unterschiedli- chen Einstellungen von Männern und Frauen zu vier verschiedenen Themenbereichen gehen. Die Einstellung wird nach Myers (2008) defi- niert als die „Überzeugung oder das Gefühl, das Menschen dazu prädis- poniert, in einer bestimmten Art und Weise auf Dinge, Menschen und Ereignisse zu reagieren“. Unsere Denkweise wirkt sich demnach auch konkret auf unser Verhalten aus. Allerdings kann man aus dem Verhalten keine objektiven Rückschlüsse auf die Einstellung eines Menschen zie- hen, da auch andere Faktoren, wie z.B. die äußere Situation zu dem ge- zeigten Verhalten führen können (Myers, 2008, S.640). Auch die einge- nommene Rolle beeinflusst unsere Einstellung, da man sich an den ent-sprechenden gesellschaftlichen Vorgaben bezüglich dieser Rolle orien- tiert (Myers, 2008, S.641). So fühlt sich eine neue Rolle zu Beginn oft künstlich und unreal an und man mag denken, dass man die Rolle eigent- lich nur spielt. Durch das wiederholte, der Rolle entsprechende Verhal- ten, fühlt sich jenes allerdings mit der Zeit wie ein natürliches Verhalten an. Die Theorie der kognitiven Dissonanz bietet eine Erklärung dafür, was passiert, wenn unser Verhalten nicht im Einklang mit unserer Ein- stellung steht. Sie besagt, dass Menschen einen unangenehmen Span-nungszustand verspüren, wenn ihr Verhalten nicht ihrer Einstellung entspricht. Um diese wahrgenommene Dissonanz zu verringern, passen wir unsere Einstellung unserem Verhalten an, um uns selbst gegenüber nicht inkonsistent zu erscheinen (Myers, 2008, S. 642). Dieses Prinzip macht sich auch die Verhaltenstherapie zu Gute, indem sie dazu anhält unser Verhalten dahingehend zu verändern, dass sich schließlich auch unsere Einstellung in die gewünschte Richtung verändert.

Aus diesen Ergebnissen könnte man schlussfolgern, dass die unterschied- lichen Einstellungen von Männern und Frauen auf dem gesellschaftlichen geschlechtsspezifischen Rollenbild basieren. Die in dieser Arbeit unter- suchten Einstellungen bezüglich der Leistungsmotivation, der Zufrieden- heit mit der beruflichen Situation, der Freude am Kochen und der Kon- frontationsbereitschaft assoziiert man schnell leichtfertig mit einer stärke- ren Ausprägung bei dem jeweiligen Geschlecht. So würde man vielleicht vermuten, dass bei Frauen die Freude am Kochen ausgeprägter ist als bei Männern, weil man Kochen nach der typischen Geschlechterrolle auto- matisch mit der Frau in Verbindung bringt. Die Ergebnisse der Studie „Wer kocht lieber?“ bestätigen diese Vermutung, da ca. 60% der Befragten angaben, dass Frauen lieber kochen (Electrolux, 2010).

Bezüglich der Leistungsmotivation gibt es bereits Untersuchungen, die besagen, dass es keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Die Leistungsmotivation der Frauen ist allerding breiter gefächert, wäh- rend sie sich bei Männern hauptsächlich auf wissenschaftliche, geistig-kulturelle, sportliche und unternehmerisch-wirtschaftliche Bereiche beschränkt (Herber, 1998).

Wenn es um die Zufriedenheit mit der Beruflichen Situation geht, gibt es laut einer GfK-Umfrage (zit. nach RP-Online, 2011) keine großen Unterschiede zwischen den Geschlechtern, da lediglich zwei Prozent mehr Männer als Frauen mit ihrer Arbeitsstelle zufrieden waren.

Die Konfrontationsbereitschaft ist ein Aspekt, zu dem bisher kaum psy- chologische Studien vorliegen. Allerdings wird diese vorwiegend im be- ruflichen Umfeld männlichen Personen zugeschrieben, da diese bereits im Kindesalter lernen sich Hierarchiepositionen zu erkämpfen und Macht durch Auseinandersetzungen zu erlangen. Frauen tendieren dazu, Kon- frontationen im beruflichen Umfeld zu meiden, da sie sie als unange-nehm empfinden und das Gesagte eher persönlich nehmen (Meuselbach).

Erkenntnisse zu den unterschiedlichen Einstellungen zwischen Männern und Frauen können nicht nur gesellschaftliche Annahmen bestätigen bzw. widerlegen, sondern können auch auf wirtschaftlicher Ebene rele- vant sein. So könnten Werbe- und Marketingexperten durch gezieltes Wissen über geschlechterspezifische Einstellungen ihre Werbung so kon- zipieren, dass sie dem geschlechtsspezifischen Verhalten oder der jewei- ligen Einstellung entsprechen, um ihre Werbung so zielgruppengerechter und wirksamer zu gestalten. In Zeiten, in der die Diskussion zu unter- schiedlichen Behandlung und Aufstiegschancen von Männern und Frau- en stets aktuell ist, könnten die Ergebnisse dieser Untersuchung Auf- schluss über die Ursachen dieses Phänomens geben und eine Grundlage für weitere Forschungen bieten.

In dieser Studie geht es darum, in einfacher Weise Unterschiede zwi- schen den gesellschaftlichen Gruppen Männern und Frauen bezüglich ihrer Einstellungen zu den oben genannten Themenbereichen aufzuzei- gen.

Hierzu wurde folgende Nullhypothese (H0) aufgestellt: Es bestehen keinerlei Unterschiede zwischen den beiden gesellschaftlichen Gruppen Männer und Frauen hinsichtlich ihrer Einstellungen zu den vier genannten Themenbereichen.

Die vier Alternativhypothesen lauten:

(H1): Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrer Einstellung bezüg- lich der Freude am Kochen. Dies äußert sich in einem Mittelwertunter- schied zwischen Männern und Frauen von mindestens einem Punkt.

(H2): Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrer Einstellung bezüg- lich der Leistungsmotivation. Dies äußert sich in einem Mittelwertunter- schied zwischen Männern und Frauen von mindestens einem Punkt.

(H3): Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrer Einstellung bezüg- lich der Zufriedenheit im Beruf. Dies äußert sich in einem Mittelwertun- terschied zwischen Männern und Frauen von mindestens einem Punkt.

(H4): Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrer Einstellung bezüg- lich ihrer Konfrontationsbereitschaft. Dies äußert sich in einem Mittel- wertunterschied zwischen Männern und Frauen von mindestens einem Punkt.

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Details

Seiten
24
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668105805
ISBN (Buch)
9783668105812
Dateigröße
730 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v307729
Institution / Hochschule
Europäische Fernhochschule Hamburg – BWL & Wirtschaftspsychologie
Note
1,2
Schlagworte
unterschiede einstellung männern frauen leistungsmotivation zufriedenheit kochen konfrontationsbereitschaft

Autor

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Titel: Unterschiede in der Einstellung von Männern und Frauen zu Leistungsmotivation, Zufriedenheit im Job, Kochen und Konfrontationsbereitschaft