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Controlling, Jahresabschlussanalyse und Kostenrechnung im Überblick

Hausarbeit 2015 18 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 CONTROLLING
1.1 Kerngedanken und Aufgaben
1.2 Kennzahlensystem
1.3 Controllingsystem
1.3.1 Erläuterung eines Controllingssystems
1.3.2 Balanced Scorecard Praxisbeispiel

2 JAHRESABSCHLUSSANALYSE
2.1 Teilanalysen der Jahresabschlussanalyse
2.1.1 Vertikale Strukturanalyse (Passivseite) für 2013 und
2.1.2 Kurzfristige Finanzanalyse für 2013 und
2.1.3 Erfolgsanalyse (Rentabilitätskennzahlen) für 2013 und 2014
2.2 Wirtschaftliche Entwicklung

3 KOSTENRECHNUNG
3.1 Kostenrechnungsarten
3.2 Zuschlagskalkulation
3.3 Deckungsbeitragsrechnung
3.4 Interpretation einer Deckungsbeitragssituation

4 LITERATURVERZEICHNIS

5 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
5.1 Abbildungsverzeichnis
5.2 Tabellenverzeichnis

1 Controlling

1.1 Kerngedanken und Aufgaben

Unter Controlling ist die Summe aller Maßnahmen zu verstehen, die dazu dienen die Führungsbereiche Planung, Kontrolle, Organisation, Personalführung und Information so zu koordinieren, dass die Unternehmensziele optimal erreicht werden. Nach Baus kann zum Verständnis des Controllings auch das englische Verb „to control“ betrachtet werden, welches mit steuern, regeln, beherrschen oder lenken übersetzt werden kann (2003, S.7).

Vor diesem Hintergrund kann Controlling als die „Gewinnsteuerung durch Zahlen“ ge- sehen werden, die die oben genannten Bereiche unterstützt (Baus, 2003, S.7) oder auch als die betriebswirtschaftliche Steuerung eines Unternehmens zum Zweck der Zielerrei- chung.

Die Aufgabe des Controllings besteht in der zielorientierten Koordination von Planung, Kontrolle und Informationsversorgung und ist somit eine funktionsübergreifendes Steu- erungskonzept (Horváth, 2003, S.5). Es vereint die Informationsaufgabe, die Planungs- aufgabe, die Steuerungsaufgabe und die Koordinationsaufgabe, sowie die Kontrollauf- gabe.

Aus der Nennung der Controllingaufgaben geht hervor, dass die Kontrolle lediglich eine Teilaufgabe des Controllings ist und nicht synonym zu verwenden ist. Deutlicher wird der Unterschied zwischen den beiden Begrifflichkeiten noch, wenn man die jeweilige Zielrichtung und den Zeitbezug betrachtet:

Das Controlling ist gegenwarts- und zukunftsbezogen und widmet sich der frühzeitigen Erkennung von Abweichungen, welche die Entwicklung beeinflussen um die gesetzten Ziele noch zu erreichen. Das Controlling ist somit der Ausgangspunkt für Maßnahmen. Im Gegensatz dazu ist die Kontrolle gegenwarts- und vergangenheitsbezogen und prüft im Nachhinein ob die angestrebten Ziele erreicht wurden oder nicht. Werden dabei be- gangene Fehler entdeckt, ist es ebenfalls Bestandteil der Kontrolle den Verantwortli- chen dafür zu finden (Schlaffke & Plünnecke, 2015, S. 35). Frei gesagt, sucht die Kon- trolle einen Schuldigen.

1.2 Kennzahlensystem

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Darstellung des Kennzahlensystems für die Eigenkapitalrentabilität (eigene Darstel- lung)

Bei den angegebenen Kennzahlen handelt es sich um fiktive Werte, da mir von Betriebsseite keine Kennzahlen vorlagen.

1.3 Controllingsystem

1.3.1 Erläuterung eines Controllingssystems

Unter einem Controllingsystem ist ein Subsystem, der Unternehmensführung zu verste- hen, welches die Controllingfunktion wahrnimmt. Subsysteme des Controllings sind die Controllingaufgaben, -organisation, - und die -instrumente (Horváth, 2012, S.127). Es dienst somit der Umsetzung und der Realisierung des Controllings in einem Unterneh- men und informiert über Soll-Ist-Vergleiche über den aktuellen Stand des Unterneh- mens. Das Ziel des Controllingssystems ist es Schwachstellen aufzudecken und auf die- ser Grundlage entsprechende Steuermaßnahmen zu entwickeln. Es ist somit ein bedeu- tendes Planungs- und Steuerungsinstrument der Unternehmensleitung.

Die Grundlage eines Controllingssystems bildet das Kennzahlensystem, welches durch Planzahlen und anhaltenden Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Analysen) der Planwerte erweitert wurde (Reichmann, 2011, S.33).

Ein Kennzahlensystem ist eine geordnete Gesamtheit mehrerer Einzelkennzahlen, die in sachlich sinnvollen Beziehung um deren Aussagekraft zu erhöhen (Baus, 2003, S.132). Nach den unterschiedlichen Beziehungen der Kennzahlen innerhalb eines Kennzahlensystems unterscheidet man auch zwischen Rechensystemen (Beispiel: ROI-Baum) und Ordnungssystemen (Beispiel: ZVEI-Kennzahlensystem).

1.3.2 Balanced Scorecard Praxisbeispiel

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2.: Ursachen-Wirkungs-Kette für „bis 2020 führender Gesundheitsanbieter der Großstadt

Tab 1: Übersicht über die dritte Phase der BSC (eigene Darstellung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Jahresabschlussanalyse

2.1 Teilanalysen der Jahresabschlussanalyse

2.1.1 Vertikale Strukturanalyse (Passivseite) für 2013 und 2014

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.2 Kurzfristige Finanzanalyse für 2013 und 2014

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.1.3 Erfolgsanalyse (Rentabilitätskennzahlen) für 2013 und 2014

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2 Wirtschaftliche Entwicklung

Aus den zuvor berechneten Bilanzkennzahlen sollen in diesem Kapitel nun Aussagen über die wirtschaftliche Entwicklung der XY GmbH von 2013 auf 2014 getroffen wer- den.

Betrachtet man die Änderungsrate des Gewinns, so ist mit einem Weniger von

16.466,06€ eine Verringerung des Gewinns von 2013 auf 2014 um 9,81% zu verzeich nen. Nimmt man an, dass es sich bei dem Unternehmen um einen Fitnessbetrieb han delt, so könnte die Verringerung des Gewinns auf eine Verringerung der Mitgliederzahl oder auf höhere Kosten, wie beispielsweise gestiegene Mitarbeiterkosten oder Mietkos- ten, zurückzuführen sein. Eine Verringerung der Mitgliederzahlen würde auch den nied- rigeren Umsatzerlös von 2.850.000€ (2013) auf 2.780.000€ (2014) erklären. Betrachtet man die Eigenkapitalquote, so ist hier eine Steigerung von 3,49% von 53,19% im Jahr 2013 auf 56,68% im Jahr 2014 zu verzeichnen. Dies bedeutet, dass 2014 mehr Eigenkapital vorhanden ist als im Vorjahr. Im Umkehrschluss bedeutet dies eine Senkung der Fremdkapitalquote von 46,81% aus dem Vorjahr auf 43,32% im Jahr 2014.

Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des Eigenkapitals an dem Gesamtkapital an und ist eine bedeutende Kennzahl für die Prüfung und Beurteilung der Kreditwürdigkeit sowie des Unternehmensrisiko (Preißler, 2008, S.125).

Setzt man das Eigenkapital und das Fremdkapital zu einander in Beziehung, so besteht ein Verhältnis von 1,3/1, welches das 1/1 - Verhältnis der Finanzierungsregel für die vertikale Kapitalstruktur sogar übertrifft (Vollmuth, 2001, S.206). Der Verschuldungs- grad bestätigt dieses Verhältnis. Dieser konnte von 88% im Jahr 2013 auf 76,43% ge- senkt werden, was auf das gestiegenen Eigenkapitals zurückzuführen ist und wiederum eine positive Entwicklung für das Unternehmen darstellt. Ein geringer Verschuldungs- grad spricht für finanzielle Unabhängigkeit, wirtschaftliche Sicherheit und finanzielle Stabilität (Wehrheim & Schmitz, 2005, S.128). Ein Verschuldungsgrad von 100% ist nach der oben genannten Finanzierungsregel erstrebenswert. Ein Wert von 76,43% ist demnach als sehr gut zu bewerten.

Zusätzlich zu den bereits genannten Kennzahlen gibt die Umschlagshäufigkeit des Ka- pitals zusätzliche Informationen über das Unternehmensrisiko für Außenstehende. Nach Vollmuth gibt die Umschlagshäufigkeit an, wie der Umsatzerlös im Vergleich zum Ge- samtkapital ist (2001, S.159). Durch den geringeren Umsatz im Jahr 2014 ist auch die Umschlagshäufigkeit des Kapitals im Vergleich zum Vorjahr um 10.30% von 1,65 auf 1,48 gesunken. Dennoch bedeutet es, dass das Gesamtkapital im Jahr 2014 1,48-fach umgesetzt wurde.

Das Working Capital ist ebenfalls eine Kennzahl, die zur Beurteilung der Kreditwürdig- keit herangezogen wird. Hier konnte die XY GmbH einen Anstieg von 26,55% von 317500€ im Jahr 2013 auf 401800€ erreichen.

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Details

Seiten
18
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668096400
ISBN (Buch)
9783668096417
Dateigröße
694 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v310977
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,1
Schlagworte
BWL 3 Kennzahlen Zuschlagskalkulation Deckungsbeitagsrechnung Controlling

Autor

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