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Totgesagte leben länger. Das Pop-Phänomen im 21. Jahrhundert am Beispiel von Herrndorfs "Tschick".

Seminararbeit 2015 26 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

1 Der Pop ist tot. Es lebe der Pop!

„Popliteratur ist tot.“ Die Autorin Christiane Zschirnt (2003) ist um die Jahrtau- sendwende nicht die Einzige, die das Ende der Popliteratur1 feststellt. Deutsch- landweit, so Zschirnt, habe es kaum ein bürgerliches Feuilleton gegeben, das die Popliteratur - gemeint ist die Neue Deutsche Popliteratur2, die seit Mitte der 1990er Jahre Erfolge feierte - nicht mindestens einmal zu Grabe getragen habe. Es seien vor allem die Ereignisse des 11. September 2001 gewesen, die eine neue Ernsthaftigkeit mit sich gebracht (vgl. ebd.) und wenig Platz gelassen hätten für die Oberflächlichkeiten und den Hedonismus der Neuen Deutschen Poplitera- tur, die - wie Degler/Paulokat (2008: 114) bemerken - für das Feuilleton sowieso „hauptsächlich ein Symptom der sogenannten Spaßgesellschaft“ war.

Das Ende der Strömung kam jedoch vor allem für ihre Kritiker nicht unver- hofft. Bereits im April 2001 behauptete Thomas Assheuer, die Popästhetik stecke in einer Krise - eine Behauptung, die er in zehn Thesen zu belegen suchte. Der Feuilleton-Journalist hielt die Oberflächlichkeit des zeitgenössischen Pop für sein Hauptproblem. Es handle sich lediglich um ein „Reich des Scheins“, in dem sich „alle Werke als große, aber folgenlose Fiktionen gleichgültig gegenüber“ stünden, so sein Urteil. Ähnlich urteilt Jürgen Roth (zit. nach Krellner, 2004: 171), der in Popliteratur wenig mehr als „ein autobiographisch gefärbtes Konvolut unsor- tierter Einfälle und kulturbetrieblicher Impressionen“ sieht. Eine Meinung, die laut Krellner (2004: 175f.) nicht von der Hand zu weisen sei, da das Popprojekt deutliche Grenzen aufweise: Popliteratur veralte ebenso schnell wie sie entstehe, werde schon nach kurzer Zeit kommentarbedürftig, weise nur einen begrenzten Geltungshorizont auf und richte sich in erster Linie an „Generationsgenossen“. Krellner (ebd.: 177) hegte daher starke Zweifel, dass Popliteratur zukünftigen Le- sern noch verständlich sei und vermutete, dass die Kanonisierung zeitgenössischer popliterarischer Werke weiterhin auf sich warten lassen werde. Denn um in den Kanon aufgenommen werden zu können, müssten sich die Autoren vom „antinar- rativen Erfolgskonzept ihrer ersten Werke“ verabschieden und diese „mit so etwas wie einem Erzählkonzept“ versehen.

Es besteht unter Literaturwissenschaftler/innen inzwischen kaum mehr ein Zweifel daran, dass die Neue Deutsche Popliteratur als Strömung vorbei ist. Degler/Paulokat (2008: 114) stellen ab 2002 „derart deutliche literarische Ver- änderungen“ fest, dass ihnen das Ziehen der „zeitliche[n] Grenze 9/11 “ sinnvoll erscheint. Bezeichnender Weise ist gerade der Schweizer Schriftsteller Christian Kracht das Alpha und Omega der Neuen Deutschen Popliteratur: Das Erschei- nen seines Werks Faserland läutete 1995 den Siegeszug der deutschsprachigen Popliteratur ein (vgl. Frank, 2003: 21). Mit seinem Roman 1979, der im Septem- ber 2001 erscheint, im Umfeld der islamischen Revolution im Iran spielt und „als Zeichen einer neuen Ernsthaftigkeit in der Popliteratur“ gelesen werden kann, schrieb Kracht zugleich ihr Ende (vgl. Degler/Paulokat, 2008: 114/115).

Zu bezweifeln ist jedoch, dass das Ende der Neuen Deutschen Popliteratur - einer spezifischen literarischen Strömung mit uniquen Merkmalen - zugleich auch das Ende der Popliteratur als solcher bedeutet, wie Zschirnts Sentenz glauben macht. Die Wurzeln der Popliteratur liegen in der Beat-Literatur, ihre Anfän- ge lassen sich somit bis in die 1960er Jahre zurück verfolgen (vgl. Hoffmann, 2006: 333). Ein Phänomen, das mehr als 50 Jahre alt ist und in dieser Zeit mehre- re Wandlungen erfahren hat - von denen die Neue Deutsche Popliteratur (neben u. a. Social Beat, Slam Poetry, Trash) nur eine von vielen ist -, stirbt nicht über Nacht. Es darf im Gegenteil davon ausgegangen werden, dass Popliteratur - als Teil der Popkultur - noch sehr lebendig ist. Wie lebendig, das zeigt der Erfolg von Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick3.

In dieser Arbeit zeige ich zuerst auf, dass Wolfgang Herrndorfs Roman Tschick popästhetische Elemente aufweist und daher durchaus der Popliteratur zugeord- net werden kann. Im zweiten Teil arbeite ich intertextuelle Verbindungen zwischen Tschick und dem Hauptwerk der Neuen Deutschen Popliteratur Faserland heraus und belege meine These, dass Herrndorf in seinem Roman die oben aufgeführ- ten Schwächen der Neuen Deutschen Popliteratur überwindet und die Erfolgs- geschichte der Popliteratur auf ihrer nächsten Evolutionsstufe weiterschreibt. In einem kurzen Fazit fasse ich die Ergebnisse meiner Arbeit zusammen. 2012/2013 mit 29 Inszenierungen und 764 Aufführungen deutschlandweit die meistgespielte war (vgl. Spiegel-Online, 2014). Inzwischen laufen die Dreharbeiten für die Verfilmung von Tschick. Geplanter Kinostart ist der 15. September 2016 (vgl. Spiegel-Online, 2015).

2 Tschick - Pop or Not?

Es ist nicht ganz einfach, den Roman Tschick einem einzigen Genre zuzuordnen, da er mehrere Genres in sich vereint. Laut Scholz (2014: 35) finden sich sowohl Anklänge eines Jugend- oder Bildungsromans, einer Coming-of-Age-Geschichte sowie eines Abenteuerromans. Da Struktur und Haupthandlung in ihrer Episo- denhaftigkeit dem Genre des Roadmovies ähnele, schlägt Scholz darüber hinaus die Genrebezeichnung „Roadnovel“ vor. Möbius (2014: 10) rechnet Tschick da- gegen ausschließlich dem Genre der Adoleszenzliteratur zu, wobei der Roman „motivgeschichtliche Parallelen zu anderen jugendliterarischen Werken desselben Genres“ aufweise. Im Rahmen dieser Arbeit vertrete ich die These, dass Herrn- dorfs Roman popästhetische Merkmale in sich trägt, die eine Kategorisierung als Popliteratur sinnvoll erscheinen lassen4.

Laut Hecken (2013a: 2) ist ein wichtiger Teil der Popästhetik, dass „positive Geschmacksurteile“ gefällt werden. Dieser Aspekt trifft auf Tschick vollauf zu: Der Roman erhielt von Leser/innen sowie Rezensent/innen durchweg positive Kritiken und wurde mehrfach ausgezeichnet (vgl. Spiegel 2015, 2014; Lovenberg 2010 u. a.). Hecken (2013a: 7) betont in seiner Definition von Pop jedoch auch, dass Pop nicht „einfach als Synonym für Populär- oder Massenkultur“ zu verwenden ist. Um Popliteratur als Kunstform von der „bloßen“ Populärliteratur5 (als Massenkonsumprodukt) abzugrenzen, schlägt der Literaturwissenschaftler daher sieben „unverzichtbare Bestandteile der Pop-Bestimmung“6vor (Hecken, 2013b). Im Folgenden soll untersucht werden, ob und inwiefern Herrndorfs Roman Tschick diese sieben Bestandteile innewohnen7.

Oberflächlichkeit Kennzeichnend für die Popästhetik sei ihre auffällige Ober- fläche, die in keinem Zusammenhang zu einem praktischen Zweck stehe. Laut Hecken (2013b) wendet sich Pop als solcher „gegen moderne, nüchter- ne Prinzipien“. Diese Oberflächlichkeit sei für die Popästhetik in dreierlei Hinsicht wichtig (siehe Hecken, 2013a: 8-10):

(a) Oberflächlichkeit als plane bildnerische Darstellung (womit Hecken sich vor allem auf die Flachheit der Leinwand als uniques Merkmal der Malerei bezieht).

(b) Oberflächlichkeit als Rezeptionshaltung, der „das Amüsante, Unterhalt- same, Erfreuliche, Angenehme - das Oberflächliche - nicht nur gut genug [sei], sondern das, was sie als Wirkung von [...] Werken häufig an die erste Stelle“ setze. Diese Dimension des Angenehmen schließe nicht aus, dass man beim Lesen von Popliteratur nicht selten „auf Eindrucksvolles und elementar Wichtiges“ stoße.

(c) Oberflächlichkeit als Ansammlung von Zutaten, wobei Hecken „Zutat“ in Anlehnung an Kants Kritik der Urteilskraft (1790) definiert als etwas, das nur äußerlich Teil eines Gegenstands ist und das dessen Attraktivität erhöht. Hecken fasst den Begriff allerdings weiter als Kant und berücksichtigt den Rezipienten als möglichen Verfertiger dieser Zutat.

Bezüglich Tschick trifft das Kriterium der Oberflächlichkeit wohl vor allem auf die Rezeptionshaltung zu. Es macht Freude, den Roman zu lesen. Die Tatsache, dass er amüsant, unterhaltsam und temporeich geschrieben ist sowie elementare Themen wie Außenseitertum, Freundschaft und Coming- of-Age behandelt, dürfte der maßgebliche Grund für seinen großen Erfolg sein. Dass Herrndorf diese Wirkung am Herzen lag, geht auch aus seinem Interview mit Kathrin Passig (2011) hervor. Er habe sich beim Schreiben nicht viel gedacht außer „es sollte nicht langweilig sein“. Nicht zuletzt trägt wohl auch der Suizid des Autors - sozusagen als äußerliche Zutat - zum Erfolg von Tschick bei. Nur zwei Wochen nach seinem Tod, der durch alle Medien ging, schnellte die Taschenbuchausgabe von Tschick noch einmal auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste (vgl. Buchreport.de) und hielt sich dort sechs Wochen.

Funktionalismus Die Betonung der Oberfläche heiße jedoch nicht, dass Pop nicht funktional sei, so Hecken (2013b). Pop habe sogar mehrere Zwecke bzw. äs- thetische Wirkungsintentionen: Pop wolle „für Belebung sorgen, angenehm erregen, den Körper in Bewegung setzen, Attraktivität erhöhen und eine nette, heitere Stimmung oder eine coole Haltung“ bewirken. Moralisch sei er dabei weitgehend desinteressiert.

Diese ästhetischen Wirkungsintentionen erfüllt Herrndorf in seinem Roman Tschick voll und ganz. Gerade mit seinem Titelhelden Andrej Tschicha- tschow - genannt Tschick - scheint Herrndorf Coolness neu zu definieren. Er porträtiert einen Freund, wie ihn sich jeder insgeheim wünscht: intel- ligent, frech und unbeugsam. Einen, mit dem man sprichwörtlich Pferde, wortwörtlich einen Lada Niva stehlen kann. Herrndorf nimmt seine Leser- schaft auf einen vergnüglichen Joyride in und durch die Walachai mit, setzt dadurch wenn auch keine Körper so doch die Fantasie in Bewegung. Die Tat- sache, dass die beiden Jungs auf ihrem Roadtrip zahlreiche Straftaten bege- hen (u. a. Autodiebstahl, Benzindiebstahl und Versicherungsbetrug) bleibt ohne größere Konsequenzen. Von einem moralischen Zeigefinger, den der Autor erhebt, kann nicht die Rede sein - dazu sind die Strafen, die er über seine umtriebigen Protagonisten verhängt, viel zu milde.

Konsumismus Ein weiteres Merkmal des Pop sei das Konsumieren. Es zähle nicht nur das tätige Leben, ebenso wichtig sei dem Pop das Anliegen, sich berieseln, erregen und unterhalten zu lassen, so Hecken (2013b).

Als pure Unterhaltungsliteratur ist Tschick ebenso lesbar wie als ernsthaf- te Literatur. Herrndorf scheint mit seinem Roman tatsächlich - wie einst von Leslie Fiedler gefordert - die Grenze überschritten und den Graben zwischen Trivial- und Hochliteratur überwunden zu haben (vgl. Hoffmann, 2006: 328). Die Tatsache, dass der Autor in Tschick vertraute Genreregeln (z. B. narrative Abläufe und Figurenkonstellationen) verwendet, den Ro- man in Grundzügen einem Roadmovie - dem Unterhaltungsgenre schlecht- hin - nachempfindet (vgl. Scholz, 2014: 35) und ihn inhaltlich an bekannte Jugendbuch-Klassiker anlehnt (vgl. Möbius, 2014: 10/11), sorgt für eine ge- wisse Erwartungssicherheit bei den Rezipienten und erleichtert ihnen den Zugang zum Text. Die Schemata und Formeln, die Herrndorf nutzt, um die Unterhaltungs- und Emotionssicherheit seiner Rezipienten zu gewährleis- ten, werden im verlegerischen Peritext8aufgegriffen und sorgen dafür, dass der Text ein möglichst breites Publikum anspricht (vgl. Huck, 2013). Das löst einerseits Konsumwünsche aus, macht andererseits den Roman aber auch leichter konsumierbar. Denn wenn Rezipienten wissen bzw. vorausah- nen können, was sie erwartet, können sie leichter entscheiden, ob ein Text (voraussichtlich) ihren Geschmack trifft (vgl. Huck, 2013).

Äußerlichkeit Pop halte sich strikt an das sinnlich Gegebene und nehme keine Ableitungen vor, so Hecken (2013b).

[...]


1In der Sekundärliteratur findet sich sowohl die Schreibweise Popliteratur als auch Pop- Literatur. Im Folgenden wird - um Verwirrungen zu vermeiden - die erste Schreibweise ver- wendet. Ausnahme sind direkte Zitate, in denen die alternative Schreibweise benutzt wurde.

2Im Rahmen dieser Arbeit verwende ich den Begriff Neue Deutsche Popliteratur wie von Degler/Paulokat (2008: 8) definiert und zähle dazu ausschließlich Texte „die ab Mitte der 90er Jahre dafür gesorgt haben, dass der Begriff Pop wieder auf die Tagesordnung gesetzt wurde“.

3Tschick ist 2010 erschienen und hält sich in den seitdem vergangenen 251 Wochen beharr- lich in den Top 50 der Spiegel-Bestseller-Liste, war davon elf Wochen auf Platz eins (vgl. Buchreport.de). Bereits drei Jahre nach der Veröffentlichung waren eine Million Exemplare des Buches verkauft (vgl. Bartels, 2013). Es entstand eine Theaterfassung, die in der Saison

4Dass Tschick bis dato dennoch nicht als Popliteratur bezeichnet bzw. vermarktet wurde, mag verschiedene Gründe haben. Einerseits besitzen Popphänomene unter Intellektuellen - trotz (oder gerade wegen) des Erfolgs der Neuen Deutschen Popliteratur - noch immer einen schlechten Ruf (vgl. Hecken, 2013a: 1). Auch wenn die Kritik inzwischen nur noch selten so scharf ist, wie in den 1990er Jahren (vgl. Hecken, 2013b), bestehen weiterhin Vorbehalte. Be- sonders den Kommerzialismus-Vorwurf muss sich der Pop weiterhin gefallen lassen (ebd.). An dieser Voreingenommenheit konnte auch die Tatsache, dass seit dem Ende der Neuen Deut- schen Popliteratur Pop zunehmend akademische Beachtung erfährt und auf den Lehrplänen von Universitäten steht (vgl. Zschirnt, 2003), scheinbar nur wenig ändern. Andererseits scheut man sich vielleicht, Tschick - ein Buch, das so grundsätzlich anders ist als Faserland, Feucht- gebiete und Co. - mit dem gleichen Label zu versehen. Insofern mag die Nicht-Bezeichnung als Popliteratur als Zeichen der Wertschätzung ausgelegt werden. Dass die Zuordnung zu diesem Genre bisher noch nicht erfolgte, obwohl das Buch deutliche popliterarische Merkma- le aufweist, zeigt aber auch, dass Popästhetik noch immer unverstanden ist und tiefsinnige Unterhaltungsliteratur wie Tschick alles sein darf, nur nicht Pop.

5In seinem Artikel grenzt Huck die Populärliteratur von der Popliteratur ab. Letztere be- schäftige sich zwar mit populären Gegenständen, sei aber nicht notwendigerweise auch um Popularisierung bemüht. Am ehesten könne die Popliteratur als „Reflexionsmedium der Po- pulärliteratur bzw. Populärkultur gelten“. Zweifelsohne zählt der Roman Tschick gegenwärtig auch zur Populärliteratur, da er zahlreiche von Huck (2013) aufgeführte Kriterien erfüllt - insbesondere populäre Bekanntheit und Lustgewinn beim Lesen. Die Zuordnung zu diesem Genre ist allerdings nicht der Intention des Autors geschuldet, sondern vielmehr dem zu- fälligen und unerwarteten Erfolg des Buches auf dem deutschen Markt (vgl. Herrndorf im Gespräch mit Passig, 2011).

6Die von Hecken genannten Bestimmungskriterien beziehen sich nicht speziell auf literarischen Pop. In seiner Definition schließt Hecken alle Kunstformen ein. Die Anwendung der Kriterien auf Literatur gestaltet sich insofern schwierig als Pop - dessen Ursprünge in der bildnerischen Kunst liegen (vgl. Krellner, 2004: 173) - Elemente beinhaltet, die sich in der Literatur nur schwer abbilden lassen. Hecken (2013a: 9) weist in diesem Zusammenhang aber auch dar- auf hin, dass „ jede Kunstgattung sich auf die ihr gemäßen, ihr allein eigenen Möglichkeiten konzentrieren sollte“.

7Aus forschungspraktischen Gründen kann nur eine Auswahl an Beispielen aufgeführt werden.

8Zum verlegerischen Peritext zählen sowohl Umschlag, Titelseite als auch Anhang (vgl. Huck, 2013). Der Peritext wird vom Verlag gestaltet und dient hauptsächlich der Platzierung so- wie Vermarktung eines Buches. Indem der Verlag vertraute Schemata und Formeln aktiviert, möchte er dem potentiellen Publikum die Kaufentscheidung erleichtern bzw. ihn zum Konsum animieren. Der Peritext des Romans Tschick (2010) umfasst auch den Abschnitt Informationen zum Buch (T: 209-211). Es handelt sich dabei um eine knappe Inhaltsangabe, gefolgt von zahlreichen Rezensentenstimmen, in denen das Buch gelobt und geläufigen Genres zugeordnet wird: u. a. Abenteuerroman, Jugendroman, Roadmovie.

Details

Seiten
26
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668093683
ISBN (Buch)
9783668093690
Dateigröße
855 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v311000
Institution / Hochschule
Universität Stellenbosch – Moderne fremde Sprachen
Note
1,0
Schlagworte
Tschick Faserland Herrndorf Kracht Pop-Literatur Popliteratur Germanistik Literaturwissenschaft Populärliteratur

Autor

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Titel: Totgesagte leben länger. Das Pop-Phänomen im 21. Jahrhundert am Beispiel von Herrndorfs "Tschick".