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Multiplikationsaufgaben mit der Zahl 5: "Fünf Finger an jeder Hand" (Mathematik 2. Klasse Grundschule)

Unterrichtsentwurf 2013 19 Seiten

Didaktik - Mathematik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Überlegungen zu den Lernvoraussetzungen
1.1 Äußere Bedingungen
1.2 Bedingungen der Lerngruppe

2. Didaktische Überlegungen
2.1 Didaktische Begründung
2.2 Bezug zum Bildungsplan
2.3 Einbettung in die Unterrichtseinheit
2.4 Stundenziele

3. Sachanalyse

4. Methodische Überlegungen
4.1 Einstieg
4.2 Erarbeitung
4.3 Sicherung
4.4 Erarbeitung II
4.5 Sicherung II
4.6 Übung mit Ergebnissicherung
4.7 Abschluss

Verlaufsplanung

Literaturverzeichnis

Bild- und Tonquellen

Anhang

1. Überlegungen zu den Lernvoraussetzungen

1.1 Äußere Bedingungen

Die Grund- und Werkrealschule (xxx) befindet sich außerhalb des Stadtbezirks. Die Grundschüler[1] stammen vorwiegend aus (xxx), einige Werkrealschüler kommen aber auch aus den Einzugsgebieten (xxx). Die Region ist mit vielen kleineren Ortschaften im Umfeld eher ländlich geprägt.

Das Kollegium der Schule besteht aus 31 Lehrkräften. In der Schule werden derzeit 322 Schüler unterrichtet. Die Grundschule ist zweizügig. Die Werkrealschule hingegen ist, bis auf die 6. Klasse, einzügig.

Die Lehrprobe in Mathematik von 08.25 Uhr – 09:10 Uhr findet dem Stundenplan der Schüler nach anstelle einer Sportstunde statt. Demzufolge könnten einige Schüler enttäuscht sein, dass sie nun keinen Sportunterricht haben.

1.2 Bedingungen der Lerngruppe

Die Klasse 2x besteht aus 24 Schülern, wovon zwölf Jungen und zwölf Mädchen sind. Somit ist das Geschlechterverhältnis ausgewogen.

Insgesamt ist das soziale Klima in der Klasse – trotz ab und zu eintretender Streitigkeiten, die sich nach Aussprache in aller Regel klären lassen – harmonisch. Auch zu mir als Lehrkraft hat die Klasse ein gutes Verhältnis. Die Schüler sind lernfreudig und gegenüber ihren Mitschülern hilfsbereit. Das Leitungsniveau der Klasse ist sehr heterogen. (Schüler x) und (Schüler y) gehören zu den leistungsschwächeren Schülern im Mathematikunterricht. Ich versuche diese Schüler immer im Auge zu behalten, weil beide oftmals meine Unterstützung benötigen. Ein Schüler, (Schüler z), neigt speziell dazu, den Unterricht zu stören. Bei ihm wird von mir also besonders darauf geachtet, dass er die vereinbarten Regeln einhält.

Bereits bekannte Arbeits- und Sozialformen sind der Frontalunterricht, Einzel- und Partnerarbeit und das Bilden eines Stuhl(halb)kreises. Mit der Theatersitzreihe haben die Kinder ebenfalls bereits Erfahrung. Aufgrund des stark gestreuten Leistungsniveaus bzw. Arbeitstempos arbeiteten die Schüler schon des Öfteren mit Selbstkontrolle der Aufgaben aus einem Arbeitsheftchen.

Die Schüler sind außerdem mit dem Einsatz folgender Ritualen vertraut:

Die Begrüßung in der Mathematikstunde erfolgt stets durch einen Klatschrhythmus. Die Lehrerin fängt dabei an, die Schüler mit einem sich wiederholenden Rhythmus zu begrüßen und die Schüler antworten darauf mit dem entsprechenden Text. Um Arbeitsphasen zu beenden wird die Triangel eingesetzt. Bei drei Schlägen sitzen die Schüler an ihren Plätzen und geben ein Handzeichen. Danach zählt die Lehrerin von drei runter bis zur Null. Ein ebenfalls wichtiges Ritual bei Störungen ist die Sonne und die Regenwolke: An die Sonne kommt derjenige, der sich besonders gut benimmt. Wer allerdings durch Unterrichtsstörungen auffällt, kommt an die Regenwolke. Zwei weitere Störungen ziehen eine Strafarbeit als Konsequenz nach sich.

2. Didaktische Überlegungen

2.1 Didaktische Begründung

Ein wichtiger Bestandteil bei der Behandlung der Multiplikation im Rahmen des Mathematikunterrichts in der Grundschule ist, dass die Schüler gewisse mathematische „Grundvorstellungen“ (Krauthausen / Scherer 2007, S. 32) aufbauen. Zu den Grundvorstellungen beim Malrechnen gehört, dass multiplikative Strukturen anhand von Alltagsgegenständen erkannt werden: zum Beispiel für den Eierkarton, der 2 Reihen mit jeweils 5 Eiern (2x5) enthält. Durch den „räumlich-simultan[en]“ (Schipper 2009, S. 149) Aspekt dieser Modelle – die Bestandteile einer Gesamtmenge sind so angeordnet, dass diese auf einen Blick erfasst werden können – kann die enthaltene Rechenaufgabe von den Schülern relativ einfach erkannt und gelöst werden. Anhand derartiger Modelle können die Kinder so ein Verständnis für Malrechnungen erlangen, welches anhand des isolierten Auswendiglernens des kleinen Einmaleins nicht möglich wäre: Beispielsweise kann durch das Betrachten des Modells so realisiert werden, dass in der Multiplikationsaufgabe eine wiederholte Addition steckt (hier: 5+5). Übungen zur Gewinnung und zur Schärfung des „Aufgabenblick[s]“ (ebd., S. 143) – welche Rechnung lässt sich aus dem dargestellten Modell ableiten – haben daher einen Stellenwert in der Grundschule. Außerdem sind die Kinder mit der Rechenart der Addition bereits aus dem Anfangsunterricht vertraut.

Das gesamte kleine Einmaleins wird von den Schülern für einige noch folgende Rechenoperationen benötigt: Zum Beispiel bei der schriftlichen Multiplikation oder der Division. Daher ist es wichtig, dass die Kinder die einzelnen Malreihen sicher beherrschen und auch Beziehungen zwischen den Reihen herstellen können.

2.2 Bezug zum Bildungsplan

Laut Bildungsplan soll der „[…] mathematische[…] Gehalt alltäglicher Situationen und alltäglicher Phänomene […]“ (Ministerium für Kultus, Jugend und Sport 2004, S.54) von den SuS erkannt und bestimmte Problemstellungen im Anschluss daran mit mathematischen Mitteln gelöst werden (vgl. ebd.). Für Malrechnungen bieten sich hierfür zahlreiche Gegenstände aus dem Alltag der Schüler an. Bezogen auf die zu erwerbenden Kenntnisse und Fertigkeiten im Mathematikunterricht der Grundschule ist das „Beherrschen der Grundrechenarten“ (ebd., S. 54) unabdingbar. Hierzu zählt auch der sichere Umgang mit der 5-er Malreihe.

Voraussetzung für flexibles Rechnen ist, dass Zahlbeziehungen erkannt werden (vgl. ebd.): Innerhalb einzelner Malreihen werden beispielsweise Beziehungen zu anderen Malreihen hergestellt. Sicherheit im Rechnen hingegen gibt den SuS das „[…] abrufbare Wissen der Ergebnisse des […] kleinen Einmaleins […]“ (ebd., S.55). So bearbeiten die Schüler Aufgaben, anhand derer das Einmaleins bzw. dessen Malreihen verinnerlicht werden können.

Ein besonderes Anliegen des Mathematikunterrichts der Grundschule ist, „[…] den Kindern Freude an mathematischem Lernen und Arbeiten durch eine motivierende, fordernde und fördernde Unterrichtskultur zu vermitteln“ (ebd., S. 54). Benötigt wird dafür beispielsweise die Differenzierung von Aufgaben, welche sich an den unterschiedlichen Leistungsvermögen der einzelnen Schüler orientiert. Aus der Forderung des Bildungsplans lässt sich außerdem ableiten, dass die Kinder in gewissen Unterrichtsphasen eine tragende Rolle einnehmen sollten, wodurch sie den Inhalten des Unterrichts motiviert, sowie mit Spaß an der Sache folgen können.

Die SuS sollen am Ende von Klasse 2 die im Bildungsplan veranschlagten Kompetenzen erreicht haben. Für das Thema „Fünf Finger an jeder Hand – Multiplikationsaufgaben mit der Zahl 5“ strebe ich die folgenden, unter der Leitidee „Zahl“ beinhalteten Kompetenzen an:

- Die Schülerinnen und Schüler können sich […] Grundrechenarten konkret vorstellen.
- Die Schülerinnen und Schüler können Zusammenhänge zwischen den Grundrechenarten erkennen.
- Ministerium für Kultus, Jugend und Sport 2004, S. 58)

2.3 Einbettung in die Unterrichtseinheit

Die Erarbeitung des kleinen Einmaleins erfolgte ganzheitlich mit unterschiedlichen Alltags- bzw. Anschauungsmaterialien: beispielsweise durch einen Kasten Sprudel. Zu Punktdarstellungen wurden bereits Additions- und Multiplikationsaufgaben geschrieben. Hierdurch konnten auch die Nachbar- und Tauschaufgaben thematisiert werden.

Nun folgt schrittweise die Erarbeitung verschiedener Einmaleinsreihen. Dabei setzt sich der Aufbau dieser Einheit aus der Erarbeitung folgender Einmaleinsreihen zusammen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]


[1] Aufgrund der besseren Lesbarkeit verwende ich im Folgenden stets nur die männliche Form „Schüler“: Natürlich sind Schülerinnen in diese Bezeichnung miteinbezogen.

Details

Seiten
19
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668101784
ISBN (Buch)
9783668101791
Dateigröße
564 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v311134
Institution / Hochschule
Pädagogische Hochschule in Schwäbisch Gmünd
Note
2,0
Schlagworte
multiplikationsaufgaben zahl fünf finger hand mathematik klasse grundschule
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Titel: Multiplikationsaufgaben mit der Zahl 5: "Fünf Finger an jeder Hand" (Mathematik 2. Klasse Grundschule)