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Industrielles Recyclingmanagement als wichtiger Bestandteil der betrieblichen Wertschöpfungsprozesse. Theoretische Betrachtung der Thematik

Hausarbeit (Hauptseminar) 2013 14 Seiten

BWL - Industriebetriebslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einführung

2 Grundlagen des Recyclingmanagements
2.1 Definitionen und Charakteristika des Recyclingmanagements
2.1.1 Ansteigende Ressourcenknappheit als Herausforderung für die Zukunft
2.1.2 Recycling als Inbegriff der Kreislaufwirtschaft
2.2 Übergeordnete Ziele des Recyclingmanagements

3 Resümee

Literatur- und Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Die vier Ausprägungsformen des Recyclings.

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

Der verantwortungsvolle Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen steht bei den Deutschen in der Rangliste der wichtigsten Zukunftsaufgaben ganz oben. Nach einer Studie aus dem Jahre 2012 des Bundesumweltamtes rangiert das Öko-Bewusstsein nur knapp hinter der Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung.1

Ökologische Einstellungen und umweltbewusstes Verhalten sind längst aus der Nische hervorgekommen und als Allgemeingut in der öffentlichen Diskussion omnipräsent. Dieser Trend schlägt sich auch in den deutschen Industrieunternehmen in Form von Umweltmanagementsystemen nieder, welche immer stärker auf ihren eigenen ökologischen Fußabdruck achten und diesen durch eine effiziente Ressourcen- und Maschinenauslastung in einem stetigen Verbesserungsprozess verringern wollen. Jedoch um erfolgsversprechend ökologisch zu wirtschaften muss das immer stärker aufkommende Öko-Bewusstsein eines jeden Industrieunternehmens mit der nötigen ökonomischen Vernunft einhergehen.

2 Grundlagen des Recyclingmanagements

2.1 Definitionen und Charakteristika des Recyclingmanagements

2.1.1 Ansteigende Ressourcenknappheit als Herausforderung für die Zukunft

Das 21. Jahrhundert führt die Menschheit an ihre natürlichen Grenzen. Bei wachsender Weltbevölkerung nimmt die Verfügbarkeit von Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas, Erz oder Trinkwasser stetig ab. Dabei trifft die abnehmende Verfügbarkeit auf weltweit steigenden Bedarf. In der Folge werden die Rohstoffe zunehmend knapper und simultan dazu teurer. Gleichzeitig gilt es, die Treibhausgase, vor allem den CO2-Ausstoß, deutlich zu reduzieren, um weiteren Klimaveränderungen entgegenzuwirken.2

Die Notwendigkeit des effizienteren Umgangs mit Ressourcen rückt als entscheidende Aufgabe immer stärker in den Fokus von Wirtschaft, Gesellschaft, Forschung und Politik. Vor diesem Hintergrund wird energie- und ressourceneffizientes Wirtschaften zunehmend zu einem wettbewerbsentscheidenden Erfolgsfaktor, denn der schonende und effiziente Umgang mit Ressourcen birgt deutliches Einsparpotential.3

Bisher war Wachstum immer verbunden mit einem steigenden Bedarf an Rohstoffen. Allerdings werden seit geraumer Zeit alle verfügbaren und vor allem nötigen Rohstoffe rar, so dass ein Wirtschaftswachstum nach dem bisher praktiziertem Muster, welches gekoppelt ist an ein immer exzessiver steigenden Ressourcenverbrauch, in unserer heutigen Gesellschaft nicht länger umsetzbar ist, um auch zukünftige Generationen mit den lebensnotwendigen Rohstoffen versorgen zu können. Es gilt daher neue sowie vor allem nachhaltige Wege zu erkunden, durch die man in der Lage ist Rohstoffe optimal zu nutzen, die Emissionen von Schadstoffen drastisch zu reduzieren und simultan dazu erneuerbare Energiequellen zu erschließen.4

Einer dieser Wege, um künftig mit deutlich weniger Ressourcen mehr Produkte erzeugen zu können, ist ein konsequenter Recyclingprozess der verbrauchten Produkte sowie der innerhalb des Produktionsprozesses entstehenden Produktionsabfälle. Annähernd jedes Unternehmen generiert im Laufe ihrer gesamten Produktionsprozesse Abfälle verschiedenster Art und ist gleichzeitig für deren Entsorgung bzw. Wiederverwertung verantwortlich. Dabei sollte die Abfallbeseitigung sowie deren realisierbare Wiederverwertung in Form von Recyclingprozessen möglichst effizient und wirtschaftlich in den Unternehmensalltag mit eingebunden werden.5

Veränderte Rahmenbedingungen, wie Produktionsumstellung oder neue Gesetze, erzwingen in regelmäßigen Abständen eine Anpassung der internen Abfallwirtschaft an die sich neu ergebenden Anforderungen. Neben Maßnahmen zur Abfallvermeidung ist es hier vor allem wichtig, die Entsorgungs- und Recyclingprozesse effizient, flexibel und kostengünstig zu gestalten sowie den Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen, in der sowohl die eingesetzten Ressourcen als auch die produzierten Waren in einem funktionierenden Recyclingkreislauf durch effiziente und neuartige Wiederverwertungsstrategien und -techniken erneut verwendet werden können.6

2.1.2 Recycling als Inbegriff der Kreislaufwirtschaft

Material- und Energieeffizienz spielt vor dem Hintergrund knapper werdender natürlicher Rohstoffe eine immer bedeutendere Rolle. Der effiziente Einsatz von Ressourcen wird zum wichtigen Erfolgsfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit produzierender Unternehmen. Neben einer sparsamen Ressourcennutzung sind konsequent geschlossene Stoffkreisläufe innerhalbder Produktionsprozesse ein wesentlicher Schritt in der Bewältigung dieser Herausforderung.7

Seit dem Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts befinden sich sowohl die Gesellschaft als auch die Wirtschaft in einem ökologischen Umbruch von einer Durchflusswirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft. Das bisher gültige, lineare System des Lebenszyklus eines Produktes entwickelt sich durch Veränderungen innerhalb der gesellschaftlichen Denkweise und durch gesetzliche Bestimmungen zunehmend zu einem Produktlebenszyklus mit Kreislaufeigenschaften. Es wird beabsichtigt, Produkte am Ende ihrer Lebensdauer nicht mehr als Abfall anzusehen. Viel mehr wird das Ziel verfolgt, eine erneute Verwendung oder Verwertung der Produkte anzustreben.8

Um ausgeglichene Ressourcenhaushalte zu erreichen, ist es somit zunehmend notwendig, neben der klassischen güterbezogenen Sichtweise eine stofforientierte Sichtweise innerhalb der Produktionsprozesse zu etablieren. Die Ziele der geschlossenen Stoffkreisläufe sind dabei die Senkung des Rohstoffverbrauches, die Ausschleusung von Schadstoffen aus dem Wirtschaftskreislauf sowie die effiziente Rückführung von Abfällen und Produktionsausschüssen in Form von Sekundärstoffen in diesem Kreislauf.9

Als Recycling wird allgemein das Schließen von Stoffkreisläufen durch das Rückführen von Rückständen aus Produktionsprozessen bzw. von gebrauchten Produkten, die nach deren Nutzung in die Produktion zurückgeführt werden oder für eine erneute Nutzung aufbereitet werden, bezeichnet. Bei der Wiederverwertung werden somit die anfallenden Abfälle in die Produktionsprozesse zurückgeführt aus denen sie entsprungen sind, so dass der Stoffkreislauf der jeweils in die Produktionsprozesse eingesetzten Stoffe geschlossen wird.10

Der Wiederaufbereitungs- oder Recyclingprozess in Form einer Kreislaufwirtschaft differenziert sich in vier Teilaspekte: die Wiederverwendung, die Wiederverwertung, die Weiterverwertung sowie die Weiterverwendung.11

Erfolgt ein Wiedereinsatz der zu recycelnden Stoffe im bisherigen Anwendungsbereich spricht man von Primärrecycling. Erfolgt der Wiedereinsatz in anderen Anwendungsbereichen handelt es sich um Sekundärrecycling.

[...]


1 Vgl. Bundesumweltministerium (2012), S. 3.

2 Vgl. Bundesumweltministerium (2010), S. 3-15.

3 Vgl. Bundesumweltministerium (2010), S. 3-15.

4 Vgl. Frauenhofer Gesellschaft (2011), S. 8-13.

5 Vgl. Bundesumweltministerium (2010), S. 3-15.

6 Vgl. Bundesumweltministerium (2010), S. 3-15.

7 Vgl. Frauenhofer Gesellschaft (2011), S. 8-13.

8 Vgl. Frauenhofer Gesellschaft (2011), S. 8-13.

9 Vgl. Deutscher Naturschutzring (2011), S. 2-7.

10 Vgl. Bauer, J. (2008), S. 305-313.

11 Vgl. Neher, A. (1998), S. 31.

Details

Seiten
14
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668099371
ISBN (Buch)
9783668099388
Dateigröße
688 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v311142
Institution / Hochschule
Leibniz Akademie Hannover - Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Hannover
Note
1,0
Schlagworte
industrielles recyclingmanagement bestandteil wertschöpfungsprozesse theoretische betrachtung thematik

Autor

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Titel: Industrielles Recyclingmanagement als wichtiger Bestandteil der betrieblichen Wertschöpfungsprozesse. Theoretische Betrachtung der Thematik