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Hypnosetherapie als alternative Therapieform zur Raucherentwöhnung

Studienarbeit 2015 9 Seiten

Medizin - Alternative Medizin

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Methodik

3. Ergebnisse

4. Diskussion

5. Schlussfolgerung

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der Konsum von Tabakprodukten wurde bereits vor fünfeinhalbtausend Jahren von den Ureinwohnern Amerikas betrieben. Romanus Pane, ein spanischer Mönch bringt das Gewächs im Jahr 1496 über den Seeweg auf die iberische Halbinsel. In Europa wird Nicotiana tabacum zunächst als Zierpflanze kultiviert. Mediziner wie Jean Nicot berichteten zwischen 1530 und 1600 von einer durch das Rauchen der Blätter ausgelösten Rauschwirkung und tragen somit zur Entwicklung der heutigen Konsumformen des Tabaks bei. Es manifestiert sich in der damaligen Medizin der Glaube, Tabak könne in der Phytotherapie als Heilmittel bei Pest, Lausbefall, Konzentrationsschwäche sowie zur Aktivierung der Lebenskraft eingesetzt werden. London entwickelt sich zu einer Metropole des Tabaks und trägt zur Etablierung des Tabakrauchens als Kulturform in der breiten europäischen Bevölkerung bei.1 Heutzutage sind durchschnittlich sechs Millionen Todesfälle weltweit auf den Genuss von Tabakprodukten zurückzuführen. Deutschlandweit können rund 140.000 Todesfälle jährlich auf den Tabakkonsum zurückgeführt werden.2 Das vermeintliche Allheilmittel Tabak hat sich zu einem der am weitest verbreiteten Suchtmittel des 21. Jahrhunderts entwickelt. Nahezu jedem Konsumenten sind die gesundheitlichen Langzeitschäden bewusst, doch macht es der Suchtstoff Nicotin vielen Betroffenen schwer das Rauchen aufzugeben. Französische Studien belegen, dass Raucher selbst im Zustand der Bewusstlosigkeit an Entzugserscheinungen leiden, die sich während einer Narkose durch vermehrte Unruhephasen bemerkbar machen.3 Das Suchtpotential von Nikotin ist demnach mit Kokain und Heroin vergleichbar, weshalb viele Süchtige beim Entzug auf Hilfsmittel in Form von Nikotinpflastern oder Kaugummis angewiesen sind. Eine weitere Interventionsmöglichkeit Raucher zu Nichtrauchern zu machen, ist die Raucherentwöhnung mittels Hypnose.4,5 Aus diesem Grund soll im folgenden Verlauf die wissenschaftliche Literatur nach Studien durchsucht werden, die die Wirksamkeit von Hypnose im Zusammenhang mit der Rauchentwöhnung untersuchen, sodass eine wissenschaftlich fundierte Aussage über die Wirksamkeit von Hypnosetherapien zur Bekämpfung von Nikotinsucht getroffen werden kann.

2. Methodik

Für diesen systematischen Review wurde eine Literaturrecherche in der Cochrane Library, Embase, Medline und PsycINFO unter Berücksichtigung der Suchkriterien „cigarette AND nicotine AND smoking AND tobacco AND hypnosis AND hypnotherapy AND aversive“ durchgeführt. Es wurde nach klinischen Studien gesucht, die die Wirksamkeit von Hypnose im Zusammenhang mit der Raucherentwöhnung untersuchen. Die berücksichtigten Studien mussten über Raucheinstellungsraten mindestens sechs Monate nach der Hypnosebehandlung berichten. Hypnosetherapie wurde als ein von außen induzierter Zustand der bewussten Aufnahmefähigkeit interpretiert in dem es dem Individuum möglich ist Strategien und Anregungen zur Rauchentwöhnung Folge zu leisten.6 Es wurden insgesamt 102 potentielle Studien gefunden. 66 dieser Studien wurden ausgeschlossen da es sich nicht um randomisiert kontrollierte Studien handelte.

24 Studien wurden ausgeschlossen, da die Untersuchung der bestehenden Nikotinabstinenz weniger als sechs Monate nach der Behandlung stattfand. In acht Studien waren die Ergebnisse der Raucherentwöhnung sowie die Durchführung der selbigen unzureichend dargestellt. Den vier verbleibenden klinischen Studien wurden folgende Informationen entnommen: Studiendesign, Art der Untersuchung, Art der Randomisierung, Art der Verblindung, Profession der die Studie durchführenden Person, die tägliche Anzahl der durch die Probanden konsumierten Zigaretten, Alter der Probanden, Geschlecht der Probanden, Anzahl der Therapiesitzungen, Behandlungszeit, Art des Kontrollverfahrens. Die Abstinenz vom Rauchen wurde in die Kategorien anhaltende und punktprävalente Abstinenz eingeteilt. Anhaltende Abstinenz meint hierbei gesicherte Rauchfreiheit vom Ende der Therapie bis zum Follow-up. Punktprävalente Abstinenz meint seit mindestens sieben Tage vor dem Follow-up rauchfrei. Probanden die an den Studien teilnahmen aber nichtmehr zum Follow-up erschienen wurden als Raucher gewertet. Insgesamt besteht diese Metaanalyse aus den Daten von 273 Probanden. Nur eine der vier Studien macht von einer biochemischen Überprüfung der Probanden gebrauch.

[...]


1 Vgl. British American Tabacco 2014

2 Vgl. Fokus 2009

3 Vgl. Fokus 2014

4 Vgl. Nervenärzte 2006

5 Vgl. Hypnose-Doctor

6 Vgl. Spiegel (1993)

Details

Seiten
9
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668099869
ISBN (Buch)
9783668099876
Dateigröße
1021 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v311286
Institution / Hochschule
Hochschule für Gesundheit und Sport, Ismaning
Note
1,3
Schlagworte
Hypnose Rauchen Raucherentwöhnung Therapie Entzug Rauchentwöhnung Hypnosetherapie

Autor

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Titel: Hypnosetherapie als alternative Therapieform zur Raucherentwöhnung