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Leni Riefenstahls Ruhm in der NS-Zeit. Hintergründe ihres Erfolgs

Seminararbeit 2014 17 Seiten

Geschichte Europa - and. Länder - Zeitalter Weltkriege

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung ... 3

II. Anfänge des Ruhms ... 4
II.1 Hitler als neuer Auftraggeber ... 4

III. Die Parteitagsfilme ... 6
III.1 ”Der Sieg des Glaubens“: Mühevoller Einstieg und neue Kunst im deutschen Film ... 6
III.2 ”Triumph des Willens“: Der bedeutendste Parteitagfilm ... 8
III.3 ”Tag der Freiheit!-Unsere Wehrmacht!“: Die Idee und das Vertrauen der Wehrmacht ... 12

IV. Olympia-Filme ... 13
IV.1 Der höhere Stellenwert von Riefenstahls Kunst ... 13

Fazit ... 15

Ausgewählte Literatur ... 17

Einleitung

Leni Riefenstahl drehte als Regisseurin zu der Zeit des Nationalsozialismus im Deutschen Reich ihre bedeutendsten Filme. Mit ihren Parteitagsfilmen ”Der Sieg des Glaubens“, ”Triumph des Willens“, ”Tag der Freiheit“ und den Olympia-Filmen hat sie das Selbstbild des NS-Staates in den Medien nachhaltig beeinflusst. Ihre allgemeine künstlerische Darstellung von Kameraperspektive und-einstellung wird bis heute noch in der Filmgeschichte, in Musik- und Werbeclips, Sportberichten und in der Politikinszenierung genutzt.[1]

In der NS-Zeit personifizierte sie als einfallsreiche, selbstbewusste Frau eine moderne Persönlichkeit, welche für die Geschlechtervorstellung im Nationalsozialismus nicht ganz unfraglich war. Bereits vor der Machtübernahme Hitlers, hatte Riefenstahl Kontakt mit Hitler und zu den anderen führenden Parteimitgliedern aufbauen können. Insofern, stellten sich die folgende Fragen: Wie ist es Riefenstahl gelungen, trotz ihres Geschlechts die bedeutendsten Filme über das Selbstbild des NS-Reiches zu drehen? Inwiefern beeinflusste ihr Verhältnis zu Hitler und zu anderen Parteimitgliedern ihre Karriere und wie förderte sie außerdem mit ihren Künsten ihren Ruhm in der NS-Zeit?

Um Antworten auf diese Fragen zu bekommen werden auf den folgenden Seiten zunächst die Gründe des Zusammentreffens zwischen Riefenstahl und Hitler dargestellt, um zu sehen wer von beiden die Initiative ergriff, dass es zu einem Treffen kam. Aus diesem Treffen heraus, musste sich eine enge Freundschaft entwickelt haben, woraus sich die Idee ergab die Filme zu drehen. Anhand dieser Filme wird immer wieder versucht, das Verhältnis zwischen Riefenstahl und Hitler zu erklären und ob es zu Komplikationen mit anderen Parteimitgliedern kam, da Riefenstahl selbst kein Mitglied der Partei war.

Für die Recherche sollen besonders die biographischen Werke von Rainer Rother[2]: ”Leni Riefenstahl. Die Verführung des Talents“, Jürgen Trimborn[3]: ”Leni Riefenstahl. Eine deutsche Karriere“ und Lutz Kinkel[4]: ”Die Scheinwerferin: Leni Riefenstahl und das ”Dritte Reich““ Aufschluss über Riefenstahls Ruhm in der NS-Zeit wiedergeben.

II. Anfänge des Ruhms

II.1 Hitler als neuer Auftraggeber

Die Anfänge von Riefenstahls Ruhm führt auf ihre erste Begegnung mit Hitler zurück. Die Gründe und der Zeitpunkt für diese Begegnung sind vielseitig. Bevor sie Hitler noch nicht traf, drehte sie ihren ersten Film "Das blaue Licht" bei dem sie Regie führte. Dieser wurde jedoch in der jüdischen Presse stark kritisiert. Dank Hitler konnte sie von dieser Kritik verschont bleiben, als ihr Film nach seiner Machtübernahme 1933 erneut veröffentlicht wurde.[5] 1932 jedoch, entwickelte sich aus der Kritik heraus einen Streit mit ihrem früheren Regisseur Fanck, der nicht mehr mir ihr arbeiten wollte, wodurch Riefenstahl in der Weltwirtschaftskrise in den Jahren 1932 in ernsthafte finanzielle Nöte geriet. Hitler war die Inspiration, nach der Riefenstahl suchte.[6] Er nutzte die Weltwirtschaftskrise aus und schien deshalb der perfekte Wegweiser zu sein, um ihre Karriere wieder anzutreiben.[7]

Im Februar 1932, soll Riefenstahl, Hitler zum ersten Mal bei einer seiner Reden zum Reichspräsidenten besucht haben. Es wird behauptet, sie sei von seiner Rede geradezu angesteckt worden. Von da an, war sie an der Politik und an Hitler stärker interessiert. Aufgrund dessen, hat sie auch sein Buch "Mein Kampf" gelesen und gibt zu, dass sie verstand was er ausdrücken wollte. Beide sahen sich als Außenseiter.[8] Zweifellos konnten damit beide Gemeinsamkeiten entdecken. Nachdem sie sein Buch gelesen hat, soll sie ihm einen Brief geschrieben haben, um sich persönlich mit ihm zu treffen. Das Original ist nicht erhältlich, sondern nur die Notizen von ihren Memoiren. Andernfalls lässt sich ihr Treffen jedoch nicht erklären.[9]

Die Antwort von Hitler auf ihren Brief kam schnell. Er war sehr erfreut über ihr Schreiben. Hitler war ein begeisterter und gängiger Kinobesucher.[10] So kannte er Riefenstahl bereits bei früheren Filmen, in denen sie mitspielte, wie "Der heilige Berg" , in dem ihm besonders der "Tanz an das Meer" begeistert haben soll.[11]

Demnach hatte Riefenstahl gute Voraussetzungen um Hitler persönlich treffen zu dürfen. Daher scheint die Behauptung, wie Riefenstahl es des Öfteren nach dem Krieg 1945 zu ihrem Vorteil gerne umschreibt, dass die Begegnung zufällig oder durch das Schicksal geschah, nicht den Tatsachen entspricht. Sondern die Begegnung war allein, durch Riefenstahls schauspielerische Karriere und durch ihren Ehrgeiz Hitler den Brief zu schreiben, zustande gekommen.[12]

Der Pressechef der NSDAP Otto Dietrich konnte dieses Treffen bestätigen. Ab diesem Zeitpunkt ihres ersten Treffens jedoch, kann das Verhältnis zwischen den Beiden nicht aus unabhängigen Quellen erfahren werden. Doch so stellt man jedoch fest, dass Riefenstahl nun regelmäßig in dem innersten Kreis der NS-Bewegung verkehrt und sie außerdem erfährt, was es heißt Verantwortung in der Regierung zu übernehmen.[13]

[...]


[1] Schultz, M. Sonja. Der Nationalsozialismus im Film. Von Triumph des Willens bis Inglorious Basterds, Berlin 2012, S. 19.

[2] Vgl. Rother, Rainer, Leni Riefenstahl. Die Verführung des Talents, Berlin 2000.

[3] Vgl. Trimborn, Jürgen, Leni Riefenstahl. Eine deutsche Karriere, Berlin 32007[12002].

[4] Vgl. Kinkel, Lutz, Die Scheinwerferin. Leni Riefenstahl und das ”Dritte Reich“, Hamburg 2002.

[5] Vgl. Kinkel, Die Scheinwerferin (Anm.4), S. 43.

[6] Vgl. Rother, Riefenstahl (Anm.2), S. 49.

[7] Vgl. Kinkel, Die Scheinwerferin (Anm.4), S. 34.

[8] Vgl. Kinkel, Die Scheinwerferin (Anm.4), S. 35.

[9] Vgl. Trimborn, Riefenstahl (Anm.3), S. 129.

[10] Vgl. Kinkel, Die Scheinwerferin (Anm.4), S. 22.

[11] Vgl. Trimborn, Riefenstahl (Anm.3), S. 130.

[12] Vgl. Trimborn, Riefenstahl (Anm.3), S. 126.

[13] Vgl. Trimborn, Riefenstahl (Anm.3), S. 131, 132.

Details

Seiten
17
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668108547
ISBN (Buch)
9783668108554
Dateigröße
913 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v312006
Note
gut
Schlagworte
Leni Riefenstahl NS Hitler NS-Film Film Frau Ruhm Nationalsozialismus

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