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Die Einführung neuer Software mit Ereignisgesteuerten Prozessketten (EPKs)

Hausarbeit 2014 23 Seiten

Informatik - Software

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einleitung
1.1 Motivation der Arbeit
1.2 Darstellung von Ziel und Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen der Einführung von Software
2.1 Einführungsstrategien
2.1.1 Big Bang
2.1.1.1 Vorteile
2.1.1.2 Nachteile
2.1.2 Parallelbetrieb
2.1.2.1 Vorteile
2.1.2.2 Nachteile
2.1.3 Pilot
2.1.3.1 Vorteile
2.1.3.2 Nachteile
2.1.4 Schrittweise Einführung einzelner Module
2.1.4.1 Vorteile
2.1.4.2 Nachteile
2.2 EPK

3 Möglicher optimaler Einführungsprozess
3.1 Vorbereitung der Softwareeinführung
3.2 Durchführung
3.3 Test und Dokumentation
3.4 Abnahme und Betriebsübergabe

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Beispiel eines EPK-Diagramms

Abbildung 2: Möglicher optimaler Einführungsprozess Phase 1

Abbildung 3: Möglicher optimaler Einführungsprozess Phase 2

Abbildung 4: Möglicher optimaler Einführungsprozess Phase 3

Abbildung 5: Möglicher optimaler Einführungsprozess Phase 4

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Das mittelständische Unternehmen S-W-E plant eine Einführung eines neuen Verkaufssystems, welches bestimmte Anforderungen mit sich bringt. Um die Einführung dieses neuen Verkaufssystems möglichst reibungslos zu gestal- ten, sollen unterschiedliche Einführungsstrategien von Software gegenüber- gestellt werden.

1.1 Motivation der Arbeit

In allen Unternehmen wird früher oder später eine neue Software eingeführt, sodass sich die Projektleitung über die Einführungsstrategie der Software Gedanken machen muss. Da unterschiedliche Einführungsstrategien vorhanden sind, gilt es zunächst die Vor- und Nachteile dieser abzuwägen sowie die am besten geeignete Einführungsstrategie anhand festzulegender Kriterien bzw. der Art der Software auszuwählen.

1.2 Darstellung von Ziel und Aufbau der Arbeit

Zunächst werden in Kapitel 2 die unterschiedlichen Einführungsstrategien von Software, samt Vor- und Nachteilen vorgestellt. Darüber hinaus wird je ein Beispiel vorangestellt, für welche Art von Software die jeweilige Einfüh- rungsstrategie am besten geeignet wäre. Zum leichteren Verständnis der Arbeit werden Grundlagen über die ereignisgesteuerte Prozesskette (EPK) vermittelt. Kapitel 3 beschreibt einen möglichen optimalen Einführungspro- zess von Software, welcher mittels EPK grafisch dargestellt wird. Zum Schluss wird eine Zusammenfassung in Form eines Fazits gegeben.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Einführungsstrategien näher zu untersuchen sowie einen optimalen Einführungsprozess von Software, mittels EPK, darzustellen.

2 Grundlagen der Einführung von Software

Die Einführung von Software kann auf unterschiedlicher Art und Weise geschehen. Dabei ist die richtige Strategie für den Erfolg der Einführung von Software von großer Bedeutung.

2.1 Einführungsstrategien

Die Einführung von Software ist ein Prozess, der gut durchdacht werden muss, da die richtige Einführungsstrategie zum Erfolg bzw. die Falsche zum Misserfolg führen kann. Darüber hinaus wird die Wahl der Einführungsstrate- gie je nach Art der Software sowie Größe des Unternehmens beeinflusst. Auch ggf. existente Vorgaben seitens des Managements oder des Kunden können die Einführungsstrategie beeinflussen. In den nachfolgenden Kapi- teln werden die verschiedenen Einführungsstrategien samt den Vor- und Nachteilen sowie deren mögliches Einsatzgebiet näher erläutert.

2.1.1 Big Bang

Ein maßgeblicher Vorteil dieser Einführungsstrategie ist, dass die Software nach einer sehr genauen Planung an einem bestimmten Tag eingeführt wird. Ab diesem Tag steht die alte Software und das alte System nicht mehr zur Verfügung, sondern wird durch die neue Software samt System ersetzt. Bei dieser Einführungsstrategie ist eine genaue Planung sehr wichtig und damit erfolgsentscheidend1.Big Bang als Einführungsstrategie ist für die Einführung von neuer Standardsoftware sinnvoll.

2.1.1.1 Vorteile

Die Big Bang Einführungsstrategie hat den Vorteil, dass für die Einführung der neuen Software im Unternehmen ein fest definierter Zeitpunkt feststeht und dieser kommuniziert werden kann. Damit ist eine exakte Planung mög- lich, was ggf. für andere Unternehmensbereiche und Projekte von großer Bedeutung ist. Durch das Abschalten der alten Software samt System zu dem fest definierten Zeitpunkt, entstehen keine Remanenzkosten2 für das alte System3.

2.1.1.2 Nachteile

Trotz der Vorteile, die eine Big Bang Einführungsstrategie mit sich bringt, hat diese ebenso einige Nachteile. Aufgrund der Umschaltung zum bestimmten Zeitpunkt muss die Projektplanung sehr genau gemacht werden, was eine sehr hohe Anforderung an das Projektmanagement stellt. Ebenso sind die Risiken, die mit dieser Einführungsstrategie verbunden sind, sehr hoch. Denn zum fest definierten Zeitpunkt müssen alle Funktionen betriebsbereit und im vollen Funktionsumfang zur Verfügung stehen. Des Weiteren dürfen keine unvorhergesehenen Risiken und Verzögerungen auftreten, da ansonsten der Zeitplan nicht eingehalten werden kann und die Software entweder nicht oder nur teilweise und mit Fehlern eingesetzt werden kann. Dies spiegelt sich im negativen Empfinden der Benutzer wieder. Außerdem ist für solch einen Fall ein Fallback-Szenario4 sehr wichtig.

2.1.2 Parallelbetrieb

Bei der Einführungsstrategie Parallelbetrieb wird die neue Software eingeführt und die alte Software wird weiterhin betrieben. Die alte Software bleibt so lange bestehen, bis die neue vollständig eingeführt und im entsprechenden Umfang betriebsbereit ist5. Diese Einführungsstrategie ist für die Einführung von neuer ERP-Software geeignet.

2.1.2.1 Vorteile

Der positive Aspekt dieser Einführungsstrategie liegt im geringen Risiko, da die Software parallel zur bereits bestehenden Software genutzt werden kann.

Des Weiteren kann die Software zunächst in einem Unternehmensbereich eingeführt werden, in dem Fehlfunktionen der neuen Software zu keinen kritischen Beeinträchtigungen des laufenden Betriebs führen6.

2.1.2.2 Nachteile

Ein Nachteil dieser Einführungsstrategie ist, dass für den parallelen Betrieb der beiden Software bzw. für den Betrieb der Systeme auf denen die Software installiert ist, Remanenzkosten entstehen. Ebenso ist es möglich, dass der Aufwand für Schulungen mehrmals zur Buche schlägt, was wiederum höhere Kosten verursacht7.

2.1.3 Pilot

Mit der Einführungsstrategie Pilot oder auch Proof of Concept (PoC) genannt, wird die neue Software für freiwillig gemeldete Benutzer oder in einem Unternehmensbereich eingeführt. Die Benutzer arbeiten ab Einführung der neuen Software nur noch mit dieser und können dabei Ihre gemachten Erfahrungen und Probleme an die Rollout-Verantwortlichen weitergeben. Damit werden die erhaltenen Rückmeldungen an die Entwickler weitergegeben, welche die Fehler beseitigen können. Dabei kann der PoC zunächst für einige wenige Benutzer durchgeführt und nachher auf eine größere Anzahl an Benutzer ausgeweitet werden8. Die Einführungsstrategie Pilot ist für die Einführung neuer Betriebssystemversionen sinnvoll.

2.1.3.1 Vorteile

Diese Einführungsstrategie bringt unter anderem den Vorteil mit sich, dass Risiken reduziert werden, da die Fehler die bereits frühzeitig auftreten, ge- meldet und beseitigt werden können, bevor die Software im gesamten Unter- nehmen zum Einsatz kommt. Außerdem haben die Benutzer durch ihre Rückmeldungen die Möglichkeit bei der Einführung mitzuwirken, was wiederum die Akzeptanz bei den Benutzern erhöht9.

2.1.3.2 Nachteile

Durch die Einführung für wenige, nur ausgewählte Benutzer kann es zu Schnittstellenproblemen kommen, da unterschiedliche Software mit ggf. verschiedenen Funktionen im Unternehmen eingesetzt wird. Darüber hinaus kann sich die Einführung im gesamten Unternehmen in die Länge ziehen, wenn die Akzeptanz der Benutzer gering ist, das Feedback zu negativ ausfällt oder Rückmeldungen nur schleppend gegeben werden10.

2.1.4 Schrittweise Einführung einzelner Module

Bei der schrittweisen Einführung einzelner Module wird die Software zu- nächst mit den grundlegendsten Funktionen eingeführt. Nach dieser Einfüh- rung werden weitere Funktionen und Module Schritt für Schritt hinzugefügt und die neue Version der Software eingeführt, deshalb wird diese Einfüh- rungsstrategie auch sukzessive Einführung genannt11. Sinnvoll ist diese Ein- führungsstrategie unter anderem bei der Einführung neuer CRM-Systeme.

2.1.4.1 Vorteile

Als Vorteil dieser Einführungsstrategie kann das geringe Risiko aufgeführt werden, denn mit der schrittweisen Einführung können Risiken frühzeitig erkannt und beseitigt werden. Auch auf die Erfahrungen aus den bereits durchgeführten Einführungsprozessen vorheriger Versionen kann zurückgegriffen und die ggf. gemachten Fehler nicht wiederholt werden12.

[...]


1 Gadatsch, 2012, S. 357 - 365

2 Burth & Gnädinger, 2014

3 Amrein, 2012, S. 207 - 208

4 Zurück zum vorherigen Stand, Plan B

5 Mertens & Wieczorrek, 2008, S. 267 - 267

6 Amrein, 2012, S. 208

7 Amrein, 2012, S. 208

8 Bentele, et. al, 2011, S. 354 - 355

9 Koch, 2011, S. 107

10 Koch, 2011, S. 107

11 Koch, 2011, S. 105 - 106

12 Koch, 2011, S. 105 - 107

Details

Seiten
23
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668113817
ISBN (Buch)
9783668113824
Dateigröße
844 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v312400
Institution / Hochschule
AKAD University, ehem. AKAD Fachhochschule Stuttgart
Note
1,3
Schlagworte
einführung software ereignisgesteuerten prozessketten epks

Autor

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Titel: Die Einführung neuer Software mit Ereignisgesteuerten Prozessketten (EPKs)