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Suchmaschinenoptimierung. Ein Eingriff in die eigene digitale Recherche?

Hausarbeit 2013 17 Seiten

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung ...I
1.1. Begriffsklärung ...II

2. Hauptteil ...III
2.1 Funktion und Vorgehensweise von SEO ...III
2.2 Funktion und Vorgehensweise von SEA am Beispiel Google AdWords ...V
2.3 SEO und Google AdWords bezogen auf die Userrecherche ...VI

3. Fazit ...VIII

Literatur- und Quellenverzeichnis ...X

Anhang ...XII

1. Einleitung

Aus unserer heutigen Sicht ist der Computer und insbesondere das Internet mit all seinen Facetten und vielfältigen Diensten nicht mehr wegzudenken. Besonders das World Wide Web hat sich bereits in kürzester Zeit fest in unsere täglichen Alltagsgewohnheiten etabliert. So nutzt beispielsweise jeder Dritte in Deutschland jede freie Minute dazu, um durch die intergalaktischen Weiten des Netzes zu surfen (vgl. Bitcom 2013). Begünstigt wird diese zur Gewohnheit gewordene Mediennutzung durch die seit 2007 auf den Markt gekommenen mobilen Endgeräte wie Smartphones und Tablets (ebd.).

Ein Grund, weswegen sich das World Wide Web so großer Beliebtheit erfreut, ist neben der Möglichkeit sowohl mit Freunden als auch mit unbekannten Personen zu kommunizieren, die Möglichkeit der Informationsbeschaffung.

Noch vor 25 Jahren wäre es undenkbar gewesen, so schnell und leicht an Informationen zu gelangen oder allgemein Wissen zu jeder Zeit abrufen zu können, wie es uns heute dank des World Wide Webs ermöglicht wird.

Neben der neuen Opportunität der Informationsbereitstellung und deren Beschaffung stieg aber auch die Quantität an Informationen selbst, sodass es schon schnell einer Art Filter bedurfte, um die Flut an Informationen überblicken zu können. Diese Funktion des Filters übernehmen für uns heute Suchmaschinen wie Google, Yahoo, Bing, Ask und Co.

Doch neben der Funktion alle Webseiten des Netzes bündeln und die sich daraus ergebende Datenmenge durchsuchen zu können, sind Suchmaschinen gleichzeitig für uns das Fenster zum Word Wie Web geworden.

Mit der Gründung von Google im Jahre 1998 wurde erstmalig der PageRank eingeführt, ein damals völlig neues Suchprogramm, mit dem sich die Suchergebnisse stark verbessern ließen. Damit einhergehend veränderte sich aber auch das Userverhalten, weil es nun reichte, seine Fragen einfach in die Suchmaschine einzutippen, anstatt beispielsweise Lesezeichen bei zuvor besuchte Webseiten anlegen zu müssen. (vgl. Wessling 2010, S.12). Und dieser Trend hält sich bis heute:

Laut diversen Onlinestudien geben die wenigsten Menschen direkt die Adresse einer bestimmten Webseite in die Adresszeile ihres Browsers ein. Stattdessen wird schlicht ein Schlagwort – auch Keyword genannt - in die Suchmaschine eingeben, um auf die entsprechende Seite zu gelangen (vgl. Abakus Internet-Marketing, ARD/ZDF, TNS, Google 2009). So ist es nicht verwunderlich, dass im Laufe der Zeit Agenturen es sich gezielt zur Aufgabe gemacht haben, dieses Nutzerverhalten effektiv für sich beziehungsweise ihre Kunden zu nutzen. Eine Möglichkeit hierfür sind die Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung.

Ziel der vorliegenden Hausarbeit soll es daher sein, zu Beginn die zentralen Funktionen und Vorgehensweise von Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung bezogen auf Google AdWords genauer zu beleuchten. Im Anschluss daran soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit solche - aus technischer Sicht – „digitalen Optimierungen“ es schaffen, die individuellen Suchmaschinenrecherchen jedes einzelnen Users zu beinträchtigen.

Da Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung bereits zwei sehr große und komplexe Bereiche des Online-Marketings darstellen, soll sich in dieser Arbeit ausschließlich auf die Suchmaschine Google und dementsprechend bei Suchmaschinenwerbung auch nur auf Google AdWords bezogen werden. Dies dürfte der Arbeit jedoch keinen Abbruch tun, da Google einerseits mit 80,7% Marktanteil Platzhirsch und die klar am stärksten genutzte Suchmaschine ist (vgl. webhits.de 2013) und zum anderen, da Google – wie zuvor erwähnt – mit der damaligen Einführung des PageRanks den Grundstein für die Suchmaschinenoptimierung gelegt hat.

1.1. Begriffsklärung

Einen essenziell wichtigen Bereich des Online-Marketings bildet das Suchmaschinenmarketing, auch bekannt unter dem Begriff Search Engine Marketing (SEM).

Dieser Bereich umfasst dabei „alle Maßnahmen zur Gewinnung von qualifizierten Besuchern über Suchergebnisseiten in Suchmaschinen“ (vgl. Bundesverband Digitale Wirtschaf 2004, Z. 1-3).

Das Suchmaschinenmarketing unterteilt sich dabei in zwei Teilbereiche, und zwar in die Suchmaschinenoptimierung und die Suchmaschinenwerbung. Die Suchmaschinenoptimierung oder auch Seach Engine Optimaziation (SEO) und die Suchmaschinenwerbung, die unter dem Begriff Search Engine Advertising (SEA) bekannt ist, bilden somit die zwei zentralen Teilbereiche des Onlinemarketings.

Im Verlaufe der Hausarbeit sollen die Abkürzungen der einzelnen Teilbereiche beibehalten werden, um weiterhin eine gute Leserfreundlichkeit zu gewährlisten. Dementsprechend wird Suchmaschinenmarketing mit SEM, Suchmaschinenoptimierung mit SEO und Suchmaschinenwerbung mit SEA abgekürzt.

2. Hauptteil

2.1 Funktion und Vorgehensweise von SEO

SEO dient kurz gesagt in erster Linie dazu, die Position einer Webseite innerhalb der organischen Suchergebnisse von Google zu verbessern. Darunter versteht man jene Suchergebnisse, bei denen Webseitenbetreiber nicht extra Geld an Google zahlen, um eine hohe Position zu erlangen (vgl. Alby 2007, S.121).

Der Webseitenbetreiber möchte folglich ohne geldlichen Aufwand seine Webseite möglichst weit oben innerhalb der natürlichen beziehungsweise organischen Suchergebnissen positionieren. Diese Positionierung wird im Online-Marketing als PageRank bezeichnet. Um diesem Ziel möglichst nahe zu kommen, bieten sich zwei unterschiedliche Wege an, die OnPage- und die OffPage-Optimierung.

Die OnPage-Optimierung umfasst dabei alles, was auf der jeweiligen Webseite selbst passiert. Dazu zählen unter anderem Texte, Bilder, Kategorien und Ladezeiten. Folglich lässt sich die OnPage-Optimierung relativ gut steuern, weil die Faktoren hier sichtbar sind und Defizite leicht ausgemerzt werden können.

Die OffPage-Optimierung hingegen ist unabhängig von dem Content der Webseite. Zu ihr zählen das Alter der Webseite, der Domainname, der Server-Standort, die IP-Adresse und das wichtigste Kriterium: die Anzahl an Links, die auf die Webseite verlinken.

Da manche Faktoren, wie beispielsweise das Alter und der Domainname einer Webseite, nicht so schnell ohne weiteres verändert werden können - es sei denn man erstellt eine komplett neue Webseite – ist die OffPage-Optimierung nur schwer steuerbar. So ist es auch nicht verwunderlich, dass gerade diese auf das Google Ranking zu 70% einwirkt (siehe Anhang, Abbildung 5).

Somit kann mit einer OffPage-Optimierung das Suchmaschinenranking nachweislich beeinflusst werden. Welche Faktoren genau bei dem PageRanking dabei entscheidend sind, hält Google natürlich unter Verschluss. So gibt es über 200 geheime Faktoren, die in den PageRank Algorithmus mit einfließen (vgl. Schweiger 2012, S.16). Schließlich will sich Google nicht gänzlich in die Karten schauen lassen und dementsprechend leicht zu verändernde Suchmaschinenergebnisse tunlichst verhindern. Doch wer annimmt, dass sich Google gänzlich gegen SEO verweigert, der irrt. Denn auch der Konzern hat natürlich Interesse daran, dass seine Nutzer bei ihrer Recherche entsprechende Suchergebnisse und gut aufgebaute Webseiten vorfinden.

So beinhaltet die OnPage-Optimierung im SEO Bereich beispielsweise die Überprüfung von Webseitenstrukturen und eine in dem Punkt allgemeine Beratung. Darüber hinaus wird auch im Bereich des Hostings und bei Weiterleitungen beraten. Hier sind die Vermeidung von Programmierfehlern und eine saubere Linkstruktur besonders wichtig, damit die jeweilige Seite besser gefunden werden kann. Google greift hierbei auf die Hilfe von kleinen Computerprogrammen - die als Webcrawler oder auch Spiders bezeichnet werden – zurück. Die Crawler durchsuchen dabei das Word Wide Web, analysieren Webseiten auf inhaltlicher Ebene und helfen so Google beim Indexieren (vgl. Google Support 2013).

Ein weiterer positiver Aspekt, der SEO aus der Sicht von Google zugutekommt, ist die Beratung bei der Contenterstellung. Wer einen guten Seiteninhalt zu bieten hat, kann die Sichtbarkeit seiner Webseite verbessern, da dann leichter auf den jeweiligen Content der Seite zugegriffen werden kann.

Auch die Unterstützung bei der spezifischen Keyword-Recherche, bei der versucht wird, möglichst treffende und passende Suchbegriffe für die jeweilige Webseite zu ermitteln, ist für Google eine Bereicherung. Denn nur so kann gewährleistet werden, dass der User nicht auf völlig unpassende Webseiten in Bezug auf seine Suche stößt.

Details

Seiten
17
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668131231
ISBN (Buch)
9783668131248
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v314504
Institution / Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg – ICAM
Note
1,7
Schlagworte
suchmaschinenoptimierung eingriff recherche

Autor

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