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Was ist guter Politikunterricht? Die Grundlagen der Politikdidaktik anhand ausgewählter Leitfragen

Referat (Ausarbeitung) 2010 24 Seiten

Didaktik - Politik, politische Bildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Was ist für Sie „guter“ Politikunterricht?

2. Beschreiben Sie die drei Dimensionen des Politischen und den Politikzyklus und erläutern Sie Vor- und Nachteile!

3. Analysieren Sie mit einem dieser Instrumente ein ausgewähltes Politisches Problem!

4. Beschreiben Sie die Bedeutung der didaktischen Perspektive und erläutern Sie Kriterien, mit der Sie eine didaktische Perspektive begründen!

5. Erläutern Sie den Zusammenhang von didaktischer Perspektive und Thema und diskutieren Sie die Anforderungen, die ein Thema für den Politikunterricht erfüllen muss

6. Entwickeln Sie zu einem ausgewählten Inhalt eine didaktische Perspektive und formulieren dazu ein Thema!

7. Erläutern Sie, was politische Urteilsbildung ist und diskutieren Sie Wege zur Urteilsbildung im Politikunterricht!

8. Handlungsorientierte Methoden im Politikunterricht: Möglichkeiten und Probleme!

9. Literaturverzeichnis

1. Was ist für Sie „guter“ Politikunterricht?

Schon während meiner Schulzeit war ich der festen Überzeugung, dass die Konzeption und die Durchführung der meisten Unterrichtsstunden in den unterschiedlichsten Fächern, anders und damit vereinfacht „besser“ sein müsste, um meinen Ansprüchen von „gutem Unterricht“ gerecht zu werden. Diese Einschätzung bestärkte sich nach dem Eintritt in mein Lehramtsstudium und ist bis zum heutigen Tage dafür verantwortlich, dass ich froh und erleichtert war bzw. bin, die Institution „Schule“ zumindest nicht mehr als Schülerin betreten zu müssen. Diese recht negative Beurteilung meines Erlebens von Unterricht, Unterrichtsweisen und unterschiedlichsten Lehrpersönlichkeiten, wurde durch den Unterricht in „Politischer Bildung“ jedoch kontrastiert, weil er sich sowohl im Unterrichtsaufbau, als auch in der Verwendung vielfältiger Unterrichtsmethoden und Arbeitstechniken unterschied.

Es gelang der Lehrkraft auf erstaunliche Weise die Themen des Politischen in ihrer Komplexität so handhabbar zu gestalten, dass Schülerinnen und Schüler in der Lage waren, sie mit den ihren zur Verfügung stehenden analytischen und fachwissenschaftlichen Mitteln zu verstehen. Des Weiteren wurde durch diese Herangehensweise bei der Mehrheit der Schülerschaft ein, individuell zwar unterschiedliches, Interesse zur Auseinandersetzung mit und der Bearbeitung an politische Themen geweckt, jedoch konnte somit eine fast vollständige Beteiligung aller Schüler und Schülerinnen erzielt werden. Die Erarbeitung des Inhaltes spezifischer Themengebiete erfolgte dabei eher durch gezielte und zum Nachdenken motivierende Fragestellungen, die in einer Art Schüler-Lehrer- bzw. Schüler-Schüler- Interaktion beantwortet wurden.

„Guter“ Politikunterricht erhebt aus dieser Perspektive heraus für mich inhaltlich den Anspruch Schülerinnen und Schüler zum selbstständigen politisch-gesellschaftlichen „Denken“ zu befähigen. So allgemein und undefiniert diese Zielsetzung erscheinen mag, charakterisiert sich Politikunterricht meines Erachtens weniger durch endlose Faktenwissenvermittlung als vielmehr aus der Forderung bzw. der Aufgabe sich unterschiedlichsten politisch-gesellschaftlichen Problematiken durch individuelle Analysetechniken zu nähern, diese zu erfassen und schlussendlich sich wertend damit auseinandersetzen zu können. Dass eine gewisse „Faktenwissenvermittlung“ erfolgen muss, soll an dieser Stelle nicht ausgeblendet werden. Im Rückblick auf meine Schulzeit ergeben sich auch hier positive Anknüpfungspunkt: „Guter“ Politikunterricht definiert sich für mich in besonderer Weise als „kreativ, unvorhersehbar und aktuell“. Kreativ und unvorhersehbar soll der durch die Verwendung einer Vielzahl von unterschiedlichsten Methoden werden, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben soll, sich mit Hilfe verschiedenster Herangehensweisen politische Sachverhalte und Probleme anzueignen. Wenn ich von einer Vielzahl von Methoden spreche, meine ich nicht die sukzessive Aufeinanderfolge in einer Stunde, sondern den Einsatz unterschiedlichster Mikro- und Makromethoden über mehrere Stundeneinheiten hinweg. Dies ist meiner Meinung nach ein wichtiger Ausgangspunkt um Politikunterricht niemals vorhersehbar und damit unspannend und langweilig wirken zu lassen, sondern im Gegenteil: Die Lust „Neues“ zu entdecken und damit umgehen zu lernen, sollte sich nicht nur inhaltlich durch die Auswahl der passenden Themen entwickeln, sondern besonders auch durch vielfältige Arbeitstechniken.

„Guter“ Politikunterricht stellt aber auch in besonderer Weise Anforderungen an die Lehrperson. Um SchülerInnen in Politik zu unterrichten bedarf es meiner Meinung nach neben breitem Fachwissen und dem Überblick über die differenten Standpunkte zu einem Themengebiet, vor allem auch einer menschlich kompetenten Lehrperson, welche die Breite des Meinungsspektrums und die Möglichkeit der Schülerinnen und Schüler Kritik üben zu können und zu müssen, als Chance für „guten“ und damit interessanten und abwechslungsvollen Unterricht sieht.

2. Beschreiben Sie die drei Dimensionen des Politischen und den Politikzyklus und erläutern Sie Vor- und Nachteile!

In der vergangenen politischen Diskussion ist es nicht gelungen „Politik“ einen „verbindlichen Wesensbegriff“ (Alemann, 1999, S.1) zuzuordnen, wie es beispielsweise mit den Begriffen Macht, Ordnung oder Gemeinwohl probiert wurde. Um die inhaltliche Komplexität von „Politik“ oder dem „Politischen“ dennoch differenzierter betrachten zu können, bedient sich die Politikwissenschaft drei ähnlich klingenden englischen Wörtern – policy, politics und polity – die im Deutschen allesamt nur mit „Politik“ übersetzt werden können. Aus dieser Perspektive heraus wird nicht mehr nach der Grundbedeutung von „Politik“ gesucht, sondern man „sieht Politik in der Gesellschaft grundsätzlich mehrdimensional strukturiert“ (Alemann, 1999 nach Rohe, 1994). Die Unterscheidung in policy, politics und polity ist nicht nur für die nähere Begriffserklärung von „Politik“ sehr nützlich, sondern stellt auch für die Lehrkraft eine politikwissenschaftlich sinnvolle Systematik dar, sich einem politischem Problem in seinen wesentlichen Aspekten nähern zu können.

Die 3 Dimensionen des Politikbegriffes lassen sich wie folgt unterteilen:

1. Politik nimmt in Form von policy die inhaltliche Dimension ein. Diese bezeichnet die Handlungsabsichten in Form von Zielen und Aufgaben, die ein politischer Akteur (z.B. Partei, Regierung) in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen hat. Dabei muss beachtet werden, dass policy im Idealfall in ihrer Ausgestaltung den mehrheitlich in einer Gesellschaft vorhandenen Präferenzen (individuelle, gesellschaftliche, ideellen Inhalte, Werte und Interessen) entsprechen sollte. Da hier niemals die Präferenzen der verschiedenen Gesellschaftsakteure in gleicher Weise vereinigt bzw. umgesetzt werden können (besonders auch im Hinblick auf die Knappheit der finanziellen und materiellen Mittel), beinhaltet policy auch „die Resultate von Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen, die bei der Mehrzahl von Menschen positive oder negative Betroffenheit auslösen“ (Rohe, 1994, S.62).

2. Stellt man sich weiterführend die Frage wie eine policy zustande kommt, wie also Mehrheitsentscheidungen aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Präferenzen aggregiert werden können, muss Politik als politics verstanden werden. Rohe (1994, S.62f) definiert diese prozessuale Dimension treffend mit der „Sammlung und Besorgung von noch fehlender Zustimmung und Einwilligung zu Handlungsprogrammen“, welche durch den fortlaufenden Prozess der politischen Willensbildung und Interessenvermittlung rekrutiert werden soll. Dies charakterisiert politics als einen „konflikthaften Prozess“ (Rohe, 1994, S.62), der die Maximierung bzw. die Bewahrung erlangter Entscheidungsbefugnisse, Machtanteile und Einflussbereiche der verschiedenen politischen Akteure zum Ziel hat.

3. Um policy und politics in einem festlegten Handlungsrahmen vollziehen zu können, wird als dritte Dimension die institutionelle benötigt, polity. Diese erschließt sich vorzugsweise durch den allgemein gefassten Begriff der „Verfassung“ als Rechtsordnung. Diese legt „die grundlegenden Organisationsformen und Organisationsnormen eines Staates“ (Rohe, 1994, S.65) fest und definiert damit die für alle politischen Akteure geltenden Bedingungen und Grenzen in welchen politisches Handeln vollzogen werden muss. Die hervortretensten Institutionen dieser verfassten Rechtsordnung werden durch Regierungen, Parlamente und Gerichte repräsentiert. Jedoch wird auch die Funktionalität der politischen Willensbildung durch die Bestimmungen der Verfassung in Bezug auf Wahlen, den Grundrechtskatalog, Parteien und Verbände institutionalisiert (Vgl. Alemann, 1999).

Zusammenfassend lässt sich gemäß Rohe (1994, S. 65) festhalten, „dass Politik die Verwirklichung von Politik – policy – mit Hilfe von Politik – politics – auf der Grundlage von Politik – polity - ist“.

Im Gegensatz zu diesem Kategoriesystem eröffnet der Policy-Zyklus als weiteres Analysemodell Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit politische Phänomene in einem dynamischeren bzw. prozessorientierteren Blickwinkel zu analysieren. Der Fokus liegt hierbei auf sich ständig verändernden Politikinhalten und sich wiederholenden politischen Entscheidungsprozessen, sodass Politik in diesem Phasenmodell als „endlose Kette von Versuchen zur Bewältigung gesellschaftlicher Probleme“ (Ackermann u.a., 1994, S.34) klassifiziert werden kann. Die politikwissenschaftliche Einteilung des Policy-Zyklus in die Policy-Entwicklungsphasen Problemformulierung, Agenda-Gestaltung, Politikformulierung, Politikimplementation und Politikterminierung wird zum nützlichen politikdidaktischen Gebrauch modifiziert, sodass sich die Problemlösungsphasen der Formulierung eines politischen Problems, die Auseinandersetzung darüber und die getroffene Entscheidung diesbezüglich ergeben. Je nach Bewertung und Reaktionen dieser Politik erfolgt eine neue Probleminitiierung oder die Beendigung dieser.

1. Formulierung eines politischen Problems: Um den Policy-Zyklus in adäquater Weise anwenden zu können, müssen aus einem unendlich großen Pool gesellschaftlicher bzw. sozialer Probleme diejenigen politischen Probleme exakt bestimmt werden, von denen die Gesellschaft glaubt sie mittels politischer Maßnahmen bewältigen zu können. Dabei erhebt ein politisches Problem den Anspruch von einer Mehrzahl der Gesellschaftsmitglieder nach konflikthaften Auseinandersetzung als nicht mehr hinnehmbar bzw. unerträglich und schnellstmöglich zu lösen eingeschätzt zu werden. Zusätzlich charakterisiert sich ein politisches Problem dadurch, dass es Objekt politischer Willensbildungs- und Entscheidungsprozeße wird. Hinter einem Problem, welches die politische Ebene erreicht, verbergen sich zusammenfassend also „die politischen Forderungen von gesellschaftlichen Gruppen, die mit unterschiedlicher Definitionsmacht und Durchsetzungsmacht versehen sind“ (Ackermann u.a., 1994, S.36). Bereits in diesem ersten Abschnitt des Policy-Zyklus lassen sich im Gegensatz zu den „verfestigten Entscheidungs- und Durchführungsstrukturen“ (Vgl. Rohe, 1994) der Politikformulierung oder der Implementation Probleme feststellen, die den Prozess der Politikformulierung erschweren: Probleme an sich sind objektiv schwer fassbar und werden durch keine bestimmte Institution kanalisiert: „Vielmehr beteiligen sich beliebige gesellschaftliche Gruppen, Individuen und Institutionen an diesem Prozess, der sich auf subtile, fließende, informelle und schwer objektivierbare Weise im öffentlichen Bewusstsein vollzieht“ (Rohe, 1994, S. 67).

2. Auseinandersetzung: Als Vorstufe zur Politikformulierung zu einem politisch relevanten Problem in Form einer formal verbindlichen Entscheidungsfindung, sollte eine intensive Auseinandersetzung bzw. ein intensiver und diskursreicher Aushandlungsprozess zwischen allen gesellschaftlichen und politischen Akteuren stattfinden.

3. Entscheidung: Erreicht ein Policy-Problem diese Stufe, werden entworfene Lösungs- bzw. Programmvorschlägen den politischen Entscheidungsträgern vorgelegt, die nach konflikthaften Auseindersetzungen idealer Weise durch Mehrheitsentscheidung eine Policy festsetzen, die einen „rechtlich-verbindlichen Charakter und Legitimität“ besitzt (Héritier, 1987, S. 79).

4. Bewertung und Reaktion: In dieser Phase des Policy-Zyklus ist es von besonderem Interesse, die Implementation einer Politik, also deren praktische Umsetzung und Durchführung, einer auf politischer Ebene getroffenen Entscheidung in der Realität zu untersuchen. Da die politischen Entscheidungen im Zuge des Implementationsprozesses von oben nach unten die verschiedensten politischen, administrativen und gesellschaftlichen Akteure, Institutionen und Individuen mit divergenten Zielvorstellungen und Präferenzordnungen durchlaufen, variiert die Umsetzung verständlicherweise. Diese für jede Bürgerin und jeden Bürger spürbaren konkreten Policy-Ergebnisse und –Wirkungen, rufen bei jedem Einzelnen negative oder positive Ablehnungs- bzw. Zustimmungsreaktionen hervor.

5. Neu-Formulierung des Problems oder Beendigung der Politik (Politiktermination): Während Misserfolg oder negative öffentliche Reaktionen eine partielle Veränderungen von bestimmten Policy-Teilen oder die komplette Neugestaltung nach sich ziehen (wiederholte Politikformulierung), führen Erfolgstendenzen meist zu einer Beendigung dieser Policy.

Um den Policy-Zyklus als Analysemodell noch effizienter zu gestalten, werden zusätzlich das Problem tangierende Einflussfaktoren und Restriktionen (z.B. Rechtslage, Institutionen) aus den drei Dimensionen des Politischen in die Betrachtung hineinbezogen.

Vorteile und Nachteile: Durch die Verwendung der drei Dimensionen des Politischen und deren Unterteilung in Kategorien und Schlüsselfragen wird Politiklehrerinnen und –lehrern ein effektives Analyseinstrumentarium zur Verfügung gestellt, dass ihnen ermöglicht sich eine strukturierte immer wiederkehrend gleiche Bearbeitungsweise politischer Sachverhalte anzueignen und deren Reduktion auf allgemein erkennbare Politikstrukturen möglich wird. Als unbestimmte Differenzierungen des Politischen, lassen sich die Dimensionen auf unterschiedliche Politikbegriffe sowie politische Problemstrukturen beziehen. Dabei erheben sie jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Ein erheblicher Nachteil ergibt sich aus der Tatsache, dass die zur besseren Analyse und Handhabung vorgenommene inhaltliche und zeitliche Trennung der Politikbegriffe – policy, politics und polity – in der politischen Realität schwer aufrecht erhalten werden kann. Denn zumindest policy und politics, so stellt Héritier (1987) fest, seinen in der Wirklichkeit untrennbar miteinander verbunden. Die Unterscheidung der Begriffe ist also nur sinnvoll um „Ordnung in unser Nachdenken über das Politische zu bringen“ (Héritier, 1987, S. 64). Folglich muss bei der Arbeit mit den Dimensionen als Analyseinstrument darauf geachtet werden, dass jede Dimension für sich nicht zu sehr als eigenständiges Gebilde isoliert und verselbstständigt betrachtet, um „die Gefahr der Zergliederung eines Realzusammenhangs“ (Ackermann u.a., 1994, S. 33) zu minimieren. Ein weiterer Nachteil der Politikdimensionen ergibt sich aus dem Fakt, dass politische Phänomene sich meist nur zu einem gewissen Zeitpunkt analysieren lassen, ohne deren Komplexität und Dynamik angemessen zu erfassen.

Der Policy-Zyklus verleiht diesem dynamischen Prozesscharakter der Politik (Vgl. Ackermann u.a., 1994; Héritier, 1987) mehr Raum und vermag es somit dem „Spannungs- und Abhängigkeitsverhältnis“ innerhalb der Entscheidungsfindung größere Bedeutung beizumessen. Das durchbrechen der Statik hilft auch die zeitliche Starre zu überwinden: Als „Langzeitperspektive“ (Massing, 1995. S.68) lässt der Policy-Zyklus Vorher-Nachher-Vergleiche bzw. Vergangenheits-Gegenwarts-Zukunft Betrachtungen zu. Der Aufbau als Zyklusmodell und der Einbezug spezifischer Einflußkategorien symbolisiert für Schülerinnen und Schüler in besonderer Weise die natürliche Gegebenheit und Notwenigkeit politischer Prozesse ständig auf sich verändernde Positionen, Interessen und Umweltsituationen zu reagieren, neue Lösungen zu suchen und Entscheidungen dementsprechend zu modifizieren.

Ähnlich wie bei den Politikdimensionen darf auch beim Policy-Zyklus die politische Realität nicht aus den Augen verloren werden: Die einzeln Phasen lassen sich in Wirklichkeit nicht exakt identifizieren und laufen keinesfalls alle wohlgeordnet nacheinander ab. Héritier (1987, S.66) fasst hier passend zusammen: „Die komplexe Realität sperrt sich im konkreten Fall gegenüber einer eindeutigen phasenmässigen Untergliederung“.

3. Analysieren Sie mit einem dieser Instrumente ein ausgewähltes Politisches Problem!

Im Folgenden soll der Politikzyklus, wie er im Text „Wege zum Politischen“ kategorial ausdifferenziert und durch Schlüsselfragen ergänzt, dargestellt ist, dazu dienen, die Berechtigung der Auslandseinsätze der Bundeswehr exemplarisch an der Beteiligung deutscher Soldaten an der seit 2001 als Sicherheits- und Aufbaumission der NATO in Afghanistan tätigen „International Security Assistance Force“ (Isaf), zu analysieren. Die Verwendung dieses Analyseinstrumentes eignet sich hier in besonderer Weise um die Prozesshaftigkeit dieser außenpolitischen Strategie in Form der immer wiederkehrenden Diskussion in Bezug auf ihre Sinn- und Nützlichkeit darzustellen.

1. Problem - Worin besteht das Problem?

Wie rechtfertigt sich die Beteiligung der Bundeswehr an friedensstiftenden und stabilisierenden Maßnahmen in der Krisenregion Afghanistan? Diese Fragestellung rechtfertigt sich aus den unterschiedlichen Pro- und Contra-Argumenten, welche die verschiedenen gesellschaftlichen Akteure in kritischer Auseinandersetzung hervorbringen.

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Details

Seiten
24
Jahr
2010
ISBN (eBook)
9783668158078
ISBN (Buch)
9783668158085
Dateigröße
706 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v316963
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft
Note
1,3
Schlagworte
Politikunterricht Politikdidaktik Urteilsbildung Massing

Autor

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Titel: Was ist guter Politikunterricht? Die Grundlagen der Politikdidaktik anhand ausgewählter Leitfragen