Lade Inhalt...

Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung. Planung einer Präventionsmaßnahme

Hausarbeit 2013 25 Seiten

Gesundheitswissenschaften

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Grundlegende Angaben zum Schwerpunktthema der geplanten Präventionsmaßnahme
1.1 Titel
1.2 Handlungsfelder und Präventionsprinzip
1.3 Daten zum bestehenden Gesundheitsproblem
1.4 Forschungsergebnisse / Wirksamkeitsbeleg
1.4.1 Studie I
1.4.2 Beleg II
1.5 Zielgruppe
1.6 Ziele der Präventionsmaßnahme

2 Inhaltlich-organisatorische Grobplanung des Kurskonzeptes
2.1 Kursinhalte

3 Inhaltlich-methodische Detailplanung des Kurskonzeptes
3.1 Themenschwerpunkte und Lernziele
3.2 Methodische Gestaltung und Begründung
3.2.1 Vorbereitung, Begrüßung
3.2.2 Die Entspannungsübungen
3.2.3 Übergreifende didaktische Prinzipien
3.2.4 Qualität von An- und Entspannung
3.2.5 Reihenfolge der Übungen
3.2.6 Der Trainer (Das Sprechen)
3.2.7 Atmung
3.2.8 Musik
3.2.9 Umgang mit Störungen
3.3 Weitere Erläuterung
3.3.1 Allgemein
3.3.2 Exkurs Phantasiereise
3.3.3 Rücknahme

4 Dokumentation und Evaluation des Kurskonzeptes

5 Literaturverzeichnis

6 Abbildungs-, Tabellen- oder Abkürzungsverzeichnis
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

7 Anhang
Anhang 1: Grundprinzip der Progressiven Relaxation
Anhang 2: Fragebogen Schlafqualität

1 Grundlegende Angaben zum Schwerpunktthema der geplanten Präventionsmaßnahme

1.1 Titel

„Stopping-out“ soll Titel der geplanten Präventionsmaßnahme sein, welche sich speziell an junge Erwachsene richten soll, die sich noch im Studium befinden. Sinngemäß übersetzt beschreibt es das freiwillige Abbrechen, in dem Fall des Kurskonzeptes des Fortschreitens der Stressbelastung.

1.2 Handlungsfelder und Präventionsprinzip

Im Fokus der Präventionsmaßnahme steht das Stressmanagement als Handlungsfeld. Anhand der Progressiven Relaxation nach Jacobson sollen Stressbewältigungskompetenzen gefördert, und die Entspannungsfähigkeit erlernt werden.

1.3 Daten zum bestehenden Gesundheitsproblem

Nach dem Turbo-Abitur geht es nahtlos über in den Bachelor- oder Masterstudiengang. Prüfungsstress, Zeitdruck und Hektik, aber auch finanzielle Sorgen und Zukunftsängste belasten die jungen Erwachsenen. Folge davon ist ein immer steigender Stresspegel (TK Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, 2012).

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa führte im Auftrag der Techniker Krankenkasse 2012 eine Befragung mit 1.000 Studenten durch. Das erschreckende Ergebnis zeigt, dass jeder zweite Student unter Dauerdruck leidet. Sorgen und Stress schlagen sich immer häufiger auf die Gesundheit und das Gemüt nieder.

Vermehrte Stressoren beeinflussen nachweislich nicht nur das Immunsystem, sondern gelten auch als Hauptverursacher negativer Emotionen wie Angst, Unruhe und Aggressivität. Häufige Schlafstörungen führen zu Erschöpfung am Arbeitsplatz, bis hin zu Depressionen und Burn-Out-Syndrom (Brockhaus Psychologie, 2009, S. 592f.).

So gilt laut Jaggi (2012, S. 7) das Burnout-Syndrom als größte Gefahr bei beruflicher oder schulischer Überbelastung. Die körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung ist ein fortschreitender Prozess, welcher mit wechselhaften Gefühlen der Erschöpfung und Anspannung einhergeht. Die Persönlichkeitsmerkmale senken sich, das Selbstvertrauen sinkt mit einer einhergehenden steigenden Verletzlichkeit. Die Personen werden anfälliger für Stress und ein Teufelskreis entsteht.

Laut den Pressemitteilungen aus 2012 der Techniker Krankenkasse erleben hochgerechnet bereits über 135.000 nordrhein-westfälische Studierende tiefste Verzweiflungsphasen, knapp 378.000 fühlen sich schon ausgebrannt und erschöpft. Etwa 55.000 weibliche und 47.000 männliche Befragte leiden sogar unter Panikattacken. Neben steigendem Alkohol- und Zigarettenkonsum werden auch immer häufiger Psychopharmaka als „Stressbekämpfung“ eingesetzt. So ist das Thema Stressbewältigung nicht nur individuell, sondern auch gesellschaftlich bedeutend

(TK Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, 2012).

1.4 Forschungsergebnisse / Wirksamkeitsbeleg

Zu der Wirksamkeit und Notwendigkeit der Progressiven Relaxation in Bezug auf das Präventionsfeld Stressmanagement werden folgend zwei Literaturquellen aufgeführt.

1.4.1 Studie I

Zur Erlangung des akademischen Doktorgrades führte Ralf von Seckendorff 2009 an dem Institut für Psychosomatik und Psychotherapie an der Medizinischen Fakultät Charité Universitätsmedizin Berlin eine Studie durch, die die Auswirkung eines 6-wöchigen Entspannungstrainings (PR nach Jacobson) auf Blutdruck, Herzfrequenz und Herzratenvariabilität sowie psychologische Parameter (Stresserleben, Angst, Ärger) bei gesunden Probanden aufzeigen soll.

Die Intervention fand über sechs Sitzungen einmal wöchentlich statt, unter Anleitung einer Diplompsychologin. Vor und nach der Versuchszeit erfolgte eine standardisierte, psychophysiologische Untersuchung im Labor mit Messungen von Herzfrequenz, Blutdruck sowie Erhebung von Stresserleben, Angst und Ärger mittels psychologischer Fragebögen. Die Ergebnisse wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen, welche vom Kursprogramm ausgeschlossen war, sich aber nicht signifikant bezüglich Alter, BMI und Ausbildungsstand unterschied.

Von Seckendorff (2009) verzeichnete bei den psychophysiologischen Parametern einen statistischen Trend für den Abfall des Stressempfindens (p=0,08), einen signifikanten Abfall der Angstdisposition (p=0,004) sowie einen Abfall der Ärgerdisposition im Vergleich zu der Kontrollgruppe (p=0,075). Der Verlauf des systolischen und diastolischen Blutdruck zeigte in der Versuchsgruppe einen höheren Abfall als bei der Kontrollgruppe, jedoch wie die Herzfrequenz und Herzratenvariabilität konnten konnte dieser über den Zeitraum von sechs Wochen nicht signifikant beeinflusst werden.

Von Seckendorff (2009) beweist somit einen positiven Einfluss von Progressiver Muskelrelaxation bereits nach einem relativ kurzen Interventionszeitraum auf die psychische Befindlichkeit. (Von Seckendorff, 2009)

1.4.2 Beleg II

Dr. med. Petra Brückner, Fachärztin für Orthopädie, zählt Entspannungstechniken wie die Progressive Relaxation nach Jacobson zum festen Bestandteil des Behandlungsangebots der Reha-Klinik Hoher Meissner. Sie belegt aufgrund vieler ihrer Forschungsergebnisse den positiven Einfluss der Entspannungsmethode auf chronische Schmerzerkrankungen, Kopfschmerzen und Migräne, Erkrankungen des Bewegungsapparates, psychosomatische Beschwerden, Angststörungen und innere Unruhe, bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie beispielsweise Bluthochdruck. Bereits nach den ersten Übungen, so berichtet sie, nehmen die Teilnehmer ein angenehmes Wärmegefühl wahr.

Gerade in der Prävention spielt die Progressive Relaxation laut Brückner eine entscheidende Rolle, da bei regelmäßigem Üben der Muskelentspannung die Fähigkeit gestärkt wird, mit Stress und Alltagsbelastungen umzugehen und so der Entstehung von Krankheiten entgegenwirkt wird. Denn eine muskuläre Anspannung ist laut Forschungsergebnissen oft das Resultat psychischer Belastungen und alltäglichem Stress.

Laut Brückner lernen die Teilnehmer der Progressiven Relaxation durch die intensiv erlebte Entspannung sich innerlich zu beruhigen. Sie gewöhnen sich daran, auf eine Anspannung sofort mit einer Entspannung zu reagieren um dadurch selbst in Stresssituationen die Ruhe bewahren zu können. Auf Aufregung, Angst und Ärger reagieren sie allgemein gelassener. So verbessert sich die Sensibilität für Verspannungen in Alltagssituationen.

Brückner erzählt vom Verhaltensrepertoire, der Reaktion der Entspannung, welches in der Natur jedes Menschen verankert ist. So lässt sich Entspannung von jedem Hilfesuchenden erlernen und durch Üben immer leichter und verlässlicher hervorrufen. Schließlich soll auf eigenen „Befehl“ ein Muster in Gang gesetzt werden, welches aus charakteristischen Veränderungen vegetativer und zentralnervöser Prozesse besteht. Neben der Spannungsabnahme der Skelettmuskulatur berichtet sie aufgrund der positiven körperlichen und psychischen Befindlichkeit der Teilnehmer von der Senkung des Blutdrucks, Regulierung der Atemtätigkeit und von einer Steigerung der Gehirndurchblutung.

Die Progressive Relaxation ist somit nicht nur für jeden geeignet, sie kann auch in unterschiedlichen Bereichen, physiologisch als auch psychologisch positive Effekte hervorrufen und sollte sich immer mehr in der Prävention etablieren

(Brückner, 2013).

1.5 Zielgruppe

Die Zielgruppe für das Präventionskonzept sollen aufgrund der erschreckenden Ergebnisse der Forsa-Studie Studenten im Alter zwischen 20 und 25 sein.

Im Fokus stehen junge Erwachsene, welche unter vermehrten Stressoren wie Prüfungsstress, Zeitdruck und Hektik, aber auch finanzieller Sorgen und Zukunftsängste leiden.

Es werden sowohl männliche, als auch weibliche Personen angesprochen Die Studenten sollen psychisch gesund sein, bzw. psychische Vorerkrankungen und die Einnahme von Psychopharmaka zählen zu den Ausschlusskriterien zum Präventionskonzept. Weiterer Kontraindikator stellt Hypertonie ab Stufe II dar.

Mögliche Teilnehmermotive sollen das Erlernen von Entspannungstechniken sein zum besseren Umgang mit Stress. Der Abbau von Spannungszuständen wie Schmerzen, die Steigerung der Körperwahrnehmung und das Eingestehen von Problemen will erlernt werden. So sollen sich gerade die Studenten angesprochen fühlen, welche über Einschlafschwierigkeiten klagen, oft unter Spannungsschmerzen oder gar Migräne leiden, und sich nur noch schwer auf das Lernen konzentrieren können wegen innerer Unruhe.

1.6 Ziele der Präventionsmaßnahme

Mit dem Kurskonzept der Progressiven Relaxation soll innerhalb 8 Kurseinheiten den Teilnehmern eine Form der Stressbewältigung gelernt werden. Die Entspannungsmethode wird schrittweise dargestellt um von den Teilnehmern in den Alltag übernommen werden zu können.

Die übergeordneten Ziele der Präventionsmaßnahme lauten wie folgt:

Tab. 1: Ziele der Präventionsmaßnahme

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

[...]

Details

Seiten
25
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668171343
ISBN (Buch)
9783668171350
Dateigröße
495 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v317619
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
2,0
Schlagworte
konzepte strategien gesundheitsförderung planung präventionsmaßnahme

Autor

Teilen

Zurück

Titel: Konzepte und Strategien der individuellen Gesundheitsförderung. Planung einer Präventionsmaßnahme