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Vom Opfer zum Täter. Die Entwicklung von Recht zu Unrecht in "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist

Hausarbeit 2015 17 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehungsgeschichte und nachträgliche Wahrnehmung des Michael Kohlhaas

3. Entwicklung von rechtschaffend zu entsetzlich
3.1. Kohlhaas´ Streben nach Recht
3.2. Wendepunkt: Das Scheitern des Rechtsweges
3.3. Kohlhaas und das Geschäft der Rache
3.4. Das Gespräch mit Luther
3.5. Die Rechtslösung in Berlin

4. Schlussbetrachtung

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Kleist spielt unmittelbar im ersten Satz seiner Novelle darauf an, dass die Figur Kohlhaas von Widerspruch und Ambivalenz geprägt ist. Er spricht von einem „der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit“1, was auch als eine Ankündigung auf eine interessante Entwicklung des Kohlhaas verstanden werden kann. Gegenstand dieser Arbeit soll genau diese Entwicklung darstellen. Die Novelle Michael Kohlhaas von Heinrich von Kleist gehört heute nicht nur zum schulischen Kanon, sondern wirft auch heute noch zeitgemäße Fragen auf. Was geschieht, wenn ein Mensch Widerstand gegen den Staat leistet? Michael Kohlhaas gilt heute als Paradebeispiel für einen Menschen, der sich in einem Kampf gegen Willkür und Korruption sein Recht verschaffen will und dabei selbst schuldig wird. Kohlhaas ist nach Gönner demnach die „paradigmatische Verkörperung eines Menschen, der sein Recht, ohne Ansehen des Grades seiner Verletztheit, mit kompromissloser Konsequenz - und das heißt am Ende: mit allen Mitteln der Gewalt - verficht.“2 Die Entwicklung vom Opfer zum Täter wird in Michael Kohlhaas exemplarisch dargestellt, weshalb das Werk heute nicht nur für die literarische, sondern auch die juristische und politische Bildung von großer Bedeutung ist. Die Frage, wie man zu Michael Kohlhaas steht, ist heute immer gleichbedeutend mit der Frage nach der eigenen Auffassung von Gerechtigkeit und wie weit man dafür gehen darf. Insbesondere das Rätselhafte und Widersprüchliche in Kleists Ausführungen führen dazu, dass die unterschiedlichen Wissenschaften zu keiner gemeinsamen Deutung des Textes gelangen. Juristen beispielsweise wissen zu gut, dass jeder scheinbar genaueste Gesetzestext viele Möglichkeiten der Interpretation bietet. Die ausgeübte Selbstjustiz in Michael Kohlhaas ist entsprechend nicht nur ein literarisches Phänomen, sondern damals wie heute das Resultat aus vorherrschenden Rechtssystemen. Die Spannungsfelder in Kohlhaas sind auch auf die heutige Zeit übertragbar. Um die Novelle im Hinblick auf die Frage nach der Entwicklung von Michael Kohlhaas zu analysieren, ist es zunächst unumgänglich die Entstehungsgeschichte und die nachträgliche Wahrnehmung des Werkes zu betrachten. Im Anschluss daran soll anhand der relevanten Textstellen die sukzessive Entwicklung Kohlhaas‘ von rechtschaffend zu entsetzlich analysiert werden. Es ist dabei von besonderer Bedeutung die Wendepunkte in seinem Handeln aufzuzeigen und die Motive zu hinterfragen. Die Frage, inwiefern der Erzähler Einfluss auf unsere Denkweise gegenüber Kohlhaas nimmt, soll ebenso Gegenstand der Untersuchung sein, wie die ambivalenten Deutungsmöglichkeiten, die uns Kleist bietet. In der Schlussbetrachtung soll abschließend reflektiert werden, inwiefern Kohlhaas in seiner unklaren Rolle als Opfer des Systems oder Täter noch heute Bedeutung für uns haben und ob er auch epochenübergreifend als Sinnbild der Gerechtigkeitsfrage verwendet werden kann.

2. Entstehungsgeschichte und nachträgliche Wahrnehmung des Michael Kohlhaas

Heinrich von Kleist hat wohl angeregt durch seinen Freund Ernst von Pfuel die an der Biographie von Hans Kohlhase orientierte Erzählung Michael Kohlhaas verfasst.3 Auf diese Weise hat Kleist grundsätzliche gesellschaftspolitische und rechtliche Debatten seiner eigenen Zeit, die maßgeblich durch die Aufklärung und Französische Revolution geprägt waren, auf die frühneuzeitliche Auseinandersetzungen des historischen Kohlhase übertragen.4 Die Quellenverwendung von Kleist ist nicht dokumentiert, jedoch sprechen die Indizien eindeutig dafür, dass er die Märkische Chronik von Peter Hafftitz benutzte.5 Schöttgen und Kreysig nennen jedoch auch zwei alternative Quellen, die Kleist benutzt haben könnte, falls er den Hinweisen in Hafftitz Chronik gefolgt ist.6 Michael Kohlhaas gilt als die längste Erzählung von Kleist. Kleist entschied sich zu einem Dasein als Schriftsteller nach einer „grundstürzende[n] Lebens- und Orientierungskrise in den Jahren um 1800“7, die oftmals auch als Kleists Kant-Krise bezeichnet wird. Kleist war nach der Lektüre von Immanuel Kants erkenntnisskeptischen Schriften zutiefst erschüttert. Diese existentielle Verunsicherung spiegelt sich in all seinen Schriften wieder. Die vielen Doppeldeutigkeiten und der ambivalente Grundton sind letztendlich eine Konsequenz aus dieser Krise. Kleists eigene Unentschlossenheit in Bezug auf Fragen des Rechts, der Gerechtigkeit und des Verhältnisses von Individuum und staatlicher Gemeinschaft sind auch die Ursache für die verschiedenen Deutungsmöglichkeiten des Michael Kohlhaas´. Aus diesem Grund wurde die Erzählung letztendlich auch von unterschiedlichen politischen Ausrichtungen auf eine eigene Weise instrumentalisiert. In der Weimarer Republik beriefen sich sowohl Nationalsozialisten als auch Kommunisten auf die Erzählung und versuchten die Figur Michael Kohlhaas für ihre Zwecke zu nutzen.8 Darüber hinaus avancierte der zu seinen Lebzeiten oftmals verkannte Schriftsteller Kleist im Verlauf des 19. Jahrhunderts zu einem Autor, dessen Werk in den schulischen Kanon aufgenommen wurde. Zudem gilt Michael Kohlhaas auch im juristischen Bereich als literarisches Exempel für die Auseinandersetzung mit den Fragen nach Recht und Naturrecht.9 Die rechtlichen Ambivalenzen und Widersprüche, die Chance zur Identifizierung oder Distanzierung von den Handlungen der Protagonisten führen dazu, dass auch in der politischen Bildung Michael Kohlhaas eine bedeutende Rolle zugesprochen wird.

3. Entwicklung von rechtschaffend zu entsetzlich

An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechszehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit. - Dieser außerordentliche Mann würde, bis in sein dreißigstes Jahr für das Muster eines guten Staatsbürgers haben gelten können. Er besaß in einem Dorfe, das noch von ihm den Namen führt, einen Meierhof, auf welchem er sich durch sein Gewerbe ruhig ernährte; die Kinder, die ihm sein Weib schenkte, erzog er, in der Furcht Gottes, zur Arbeitsamkeit und Treue; nicht einer war unter seinen Nachbar, der sich nicht seiner Wohltätigkeit, oder seiner Gerechtigkeit erfreut hätte; kurz, die Welt würde sein Andenken haben segnen müssen, wenn er in einer Tugend nicht ausgeschweift hätte. Das Rechtsgefühl aber macht ihn zum Räuber und Mörder.10

Der Eingangsabsatz der Novelle spiegelt genau die Mechanismen wieder, die Kleist bewusst gewählt hat und die gesamte Erzählung beibehalten wird. Der ambivalente Grundton und die Mehrdeutigkeit werden bereits durch den Widerspruch rechtschaffend und entsetzlich im ersten Satz deutlich. Gleichzeitig wird der weitere Verlauf der Erzählung vorweggenommen, indem scheinbar Widersprüchliches angedeutet wird und damit vor allem die Leser verunsichert werden. Wie kann jemand bis in sein dreißigsten Jahr für das Muster eines gutes Staatsbürgers stehen, aber gleichzeitig durch dieses Rechtgefühl zu einem Räuber und Mörder werden? Die folgende Textanalyse soll diesem Paradoxon auf den Grund gehen und die Entwicklung von Kohlhaas genau untersuchen. Dabei stehen neben den relevanten Textstellen auch die Erzählperspektive und die Stilmittel Kleists im Vordergrund.

3.1. Kohlhaas‘ Streben nach Recht

Der Erzähler nimmt am Anfang der Erzählung die Perspektive von Michael Kohlhaas ein. Ausgangspunkt des „Grundkonflikts“ nach Bogdal ist ein Vorfall, der zur damaligen Zeit zum Alltag gehörte und entsprechend nicht „ungewöhnlich“ war.11 Adelige haben oftmals ihre Stellung benutzt, um sich mit Gewalt und Korruption einen Vorteil zu verschaffen. In Michael Kohlhaas behält der Junker von Tronka widerrechtlich zwei Pferde von Kohlhaas als Pfand und missbraucht diese für Feldarbeiten. Michael Kohlhaas, der in der damaligen Standesgesellschaft dem Stand der Bürger angehörte, wurde in dieser Situation seines Rechtes beraubt und erhielt keine Entschädigung. Kohlhaas vertraute zunächst auf das Prinzip der Gerechtigkeit und war davon überzeugt, „daß er sich Recht zu verschaffen wissen würde“.12 Zu diesem Zeitpunkt bezieht der Erzähler eindeutig Stellung für Kohlhaas und spricht von „ungesetzlichen Erpressungen“13 und verurteilt die Vorkommnisse als „schändliche und abgekartete Gewalttätigkeit“14. Der Erzähler veranschaulicht Kohlhaas´ Gerechtigkeitssinn metaphorisch, indem er diesen mit einer „Goldwaage“15 vergleicht und von einer „Schranke seiner eigenen Brust“16 spricht. Der Vergleich mit der Schranke in der eigenen Brust ist zugleich eine Verdeutlichung dafür, wie fest verankert das Streben nach Gerechtigkeit bei Kohlhaas tatsächlich ist, denn in der eigenen Brust schlägt das Herz jedes Einzelnen und es wird gemeinhin als unsere tiefste Seele verstanden. Das Verlangen nach Gerechtigkeit ist für Kohlhaas demnach eine „Herzensangelegenheit“ und nicht bloß eine kurze Begierde.17 Dies kann somit als ein Grund für den folgenden bitteren Rachekampf interpretiert werden. Abgesehen von diesem bedeutenden Vergleich, scheint zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nichts auf die fatalistische Entwicklung hinzudeuten. Es ist im Gegenteil eher auffällig, mit welcher Sorgsamkeit und Genauigkeit Kohlhaas den Sachverhalt zunächst prüft, bevor er den Kampf für Gerechtigkeit beginnt. Kaul hat in diesem Kontext einen interessanten Ansatz entwickelt, in dem sie die Befragung des Knechtes nach den Vorkommnissen durch Kohlhaas mit einem juristisch üblichen Verhör vergleicht. Kohlhaas ist gewillt den Verlust seiner Pferde als gerecht anzusehen, falls der Knecht durch fehlerhaftes Verhalten dies gerechtfertigt hätte.18 Dies spricht dafür, dass Kohlhaas zu diesem Zeitpunkt nicht auf einen Kampf für Gerechtigkeit aus war, wie man es bei einem rachsüchtigen und entsetzlichen Menschen vermuten würde. Kaul spricht davon, dass „Kohlhaas‘ Rechtschaffenheit […] hier rechtsrhetorisch auf die Spitze getrieben“19 wird, denn letztendlich genügt der Anblick des Knechtes, der viel Prügel einstecken musste, sowie seiner missbrauchten Pferde, um zu begreifen, was vorgefallen ist. Kohlhaas rekonstruiert den Tathergang wie in einem Gerichtsverfahren und will um jeden Preis vermeiden, dass er im Unrecht sein könnte.20

Du meinst […], es war ein so schlechtes Behältnis für Pferde, daß es einem Schweinekoben ähnlicher war, als einem Stall. […] Es war ein Schweinekoben, Herr, antwortete Herse; wirklich und wahrhaftig ein Schweinekoben.21

Kaul führt als weitere Auffälligkeit an, dass vor allem der gewählte Sprachstil für einen bürgerlichen Pferdehändler ungewöhnlich erscheint, denn der Begriff Behältnis, klingt eher nach einer Amtssprache. Zudem fertigt er „ein Verzeichnis der Sachen an, die der Großknecht im Schweinekoben zurückgelassen“22 und wirkt dabei ebenfalls eher wie ein Jurist, der Beweise sammelt.23 Für den Leser scheint es in diesem Augenblick nicht so, als würde Kohlhaas seinen persönlichen Rachefeldzug planen, sondern würde es tatsächlich als seine bürgerliche Pflicht empfinden „die öffentliche Gerechtigkeit für sich aufzufordern“24. Die Äußerung Kohlhaas‘ „Sicherheit für zukünftige seinen Mitbürgern zu verschaffen“25 erklärt erneut das eigentliche Motiv seines Handelns. Bogdal spricht in diesem Zusammenhang von der „Wiederherstellung der durch Unrecht beschädigten Integrität.“26 An dieser Stelle bekräftigt der Erzähler erneut das Recht von Kohlhaas und sagt: „Die Rechtssache war in der Tat klar“27.

3.2. Wendepunkt: Das Scheitern des Rechtsweges

Kohlhaas ist zu diesem Zeitpunkt gewillt, den regulären Rechtsweg einzuschlagen und möchte den Junker beim Gericht in Dresden zur Wiederauffütterung der Rappen und Erstattung der Krankenkosten für seinen Knecht Herse verklagen. Der Erzähler ist nach wie vor auf seiner Seite und bekräftigt Kohlhaas durch den Stadthauptmann Heinrich von Geusau, der die Geschehnisse als „abscheuliche Ungerechtigkeit“28 einstuft und ihm zur Seite steht. Dies ist auch der Zeitpunkt, an dem Kohlhaas in der Gesellschaft „Wohlwollen der bedeutendsten Männer des Landes“29 erfährt. Sein tadelloses Streben nach Gerechtigkeit und Aufklärung wird positiv aufgefasst und er ist nicht allein im Kampf um Recht. Erst ein Jahr später erfährt er, dass seine Klage niedergeschlagen worden ist. Der Grund dafür ist eine Intrige durch zwei einflussreiche Verwandte des Junkers Wenzel von Tronka, Weitere verzweifelte Versuche des Rechtsweges scheitern und Kohlhaas kann die erfahrene Ungerechtigkeit nicht akzeptieren. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde Kohlhaas durch den Erzähler als rechtschaffend dargestellt. Der Widerspruch zwischen rechtschaffend und entsetzlich scheint von nun an entwickelt zu werden. Kleist gelingt es durch eine klare Positionierung für Kohlhaas ein positives Bild des Bürgers Kohlhaas und dessen Gerechtigkeitssinn zu skizzieren, sodass es für den Leser an dieser Stelle der Erzählung nicht vorstellbar sein kann, welch radikalen Weg Kohlhaas von nun an gehen wird.

3.3. Kohlhaas und das Geschäft der Rache

Kohlhaas´ rechtschaffendes Verhalten ändert sich signifikant, als er in der Resolution der Staatskanzlei als „unnützer Querulant“30 bezeichnet wird. Für den Leser wird der Eindruck erweckt, als hätte Kohlhaas genau in diesem Augenblick die Grenze seiner Geduld im rechtskonformen Kampf für Gerechtigkeit erreicht. Vor „Wut schäumend“31, fasst er den radikalen Entschluss sein Haus und gesamten Besitz zu veräußern. Kaul spricht davon, dass an dieser Stelle „die Rechtschaffenheit Kohlhaas‘ den Schatten ihrer Entsetzlichkeit“32 vorauswirft und sich die „fanatische Dimension seines Rechtsgefühls“33 zeigt. Der rechtsförmige Rahmen seines Handelns ist gescheitert und der einzige Ausweg ist in seinen Augen die eigeninitiierte Rache. Letztendlich basiert Kohlhaas‘ innerer Konflikt auf der damals herrschenden Rechtssituation. In einer Zeit von Korruption und Vetternwirtschaft blieb sein „rechtschaffendes“ Handeln ohne Wirkung. Sein von nun an vollzogener Rachefeldzug, könnte demnach auch als die dunkle Seite des korrupten Rechtssystems interpretiert werden. Als Kohlhaas seiner Frau Lisbeth von seinen Verkaufsplänen berichtet, verrät ihre Reaktion, zu was Kohlhaas fähig sein würde. „In ihren Blicken malt sich der Tod“34 und sie nennt seine Idee „entsetzliche Anstalten“35. Kleist hat das Wort „entsetzlich“ gewiss nicht zufällig an dieser Stelle eingesetzt.

[...]


1 Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas. In: ders.: Werke in einem Band. Hg. v. Helmut Sembdner. München/Wien 1966. S. S.587-657, hier: S. 587.

2 Gönner, Gerhard: Von „zerspaltenen Herzen und der gebrechlichen Einrichtung der Welt“. Versuch einer Phänomenologie der Gewalt bei Kleist, Stuttgart 1989, S. 119.

3 Hamacher, Bernd: Michael Kohlhaas In: Breuer, Ingo (Hrsg.): Kleist-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung, Stuttgart 2009, S. 97-105, hier: S. 97.

4 Juchler, Ingo (Hrsg.): Michael Kohlhaas. In: Narrationen in der politischen Bildung. Band 1: Sophokles, Thukydides, Kleist und Hein. Wiesbaden 2015, S. 73-99, hier: S. 75.

5 Hamacher: Michael Kohlhaas, S. 98.

6 Hafftitz weist in seiner Chronik u.a. auf Balthasar Mentz (1500-1585): Stammbuch und kurze Erzählung der Fürstenhäuser Sachsen, Brandenburg, Anhalt und Lauenburg hin. In dieser Darstellung wurde Kohlhase wie bei Kleist auch durch ein Schwert hingerichtet. Details wie Ortsnamen etc. weisen ebenfalls daraufhin, dass Kleist zumindest auch auszugsweise Kenntnisse aus dieser Quelle schöpfte.

7 Juchler: Narrationen in der Politischen Bildung, S.75.

8 Ebd., S. 76.

9 Ebd., S. 77

10 Kleist: Michael Kohlhaas, S. 587.

11 Bogdal, Klaus-Michael: Geschichte in der Erzählung. Heinrich von Kleist: Michael Kohlhaas. Stuttgart 1979. S. 23.

12 Kleist: Michael Kohlhaas, S. 592.

13 Ebd., S. 588.

14 Ebd., S. 590.

15 Ebd., S. 591.

16 Ebd., S. 591.

17 Kaul verweist in diesem Zusammenhang auf Hagedorn. Dieser veröffentlichte 1988 in seinen Wort- und Sacherklärungen zu Michael Kohlhaas eine konträre Interpretation der Schrankenmetapher: „Die eigene Brust (Gefühle) wird zum Gerichtshof, vor dessen Schranke Kläger und Angeklagte treten müssen, damit Recht ergehe.“ (S.14)

18 Kaul, Susanne: Poetik der Gerechtigkeit. Shakespeare - Kleist. München 2008. S. 121.

19 Kaul: Poetik der Gerechtigkeit, S. 121.

20 Kaul: Poetik der Gerechtigkeit, S. 121.

21 Kleist: Michael Kohlhaas, S. 594.

22 Ebd., S. 595.

23 Kaul: Poetik der Gerechtigkeit, S. 121.

24 Kleist: Michael Kohlhaas, S. 595.

25 Ebd., S. 592.

26 Bogdal: Geschichte in der Erzählung, S. 23.

27 Kleist: Michael Kohlhaas, S. 596.

28 Ebd., S. 597.

29 Kleist: Michael Kohlhaas, S. 596.

30 Kleist: Michael Kohlhaas, S. 598.

31 Ebd., S. 598.

32 Kaul: Poetik der Gerechtigkeit, S. 122.

33 Ebd., S. 122.

34 Vgl. Kleist: Michael Kohlhaas, S. 599.

35 Kleist: Michael Kohlhaas, S. 600.

Details

Seiten
17
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668172326
ISBN (Buch)
9783668172333
Dateigröße
1001 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v318046
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
3,0
Schlagworte
opfer täter entwicklung recht unrecht michael kohlhaas heinrich kleist

Autor

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