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Die mediterranen Subtropen. Eine Betrachtung der Ökozone anhand verschiedener Abgrenzungskriterien

Hausarbeit 2014 12 Seiten

Geowissenschaften / Geographie - Regionalgeographie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Die Ökozonen der Erde ...2

2 Die mediterranen Subtropen ...2
2.1 Verbreitung, Name und regionale Differenzierung ...2
2.2 Klima ...4
2.3 Relief und Gewässer ...5
2.4 Böden ...6
2.5 Vegetation ...7
2.5.1 Phytomasse und Primärproduktion ...8
2.5.2 Feuer ...9
2.6 Tierwelt ...10
2.7 Landnutzung ...11
2.7.1 Wirtschaftsraum ...11
2.7.2 Feldbau und Sonderkulturen ...11

3 Fazit ...11

4 Literaturverzeichnis ...12

5 Abbildungsverzeichnis ...12

1 Die Ökozonen der Erde

„Versuche, die Erdoberfläche oder Abschnitte derselben zu gliedern sind so alt wie das Bemühen, räumlich verbreitete Phänomene zu erfassen und in Karten darzustellen“ (MÜLLER-HOHENSTEIN 1981, S. 18). Mit der Zeit wurden Kriterien entwickelt, um Räume zu differenzieren. Heute brauchen wir eine Abgrenzung von Räumen mehr denn je, es werden Räume von Bevölkerungsgruppen untersucht mit derselben Religionszugehörigkeit, mit ähnlichem Konsumverhalten, oder Räume, die ein bestimmter Wasserhaushalt oder eine bestimmte Bodendynamik auszeichnet (ebd., 1981).

Im Folgenden wird die Ökozone der mediterranen Subtropen genauer untersucht.

2 Die mediterranen Subtropen

2.1 Verbreitung, Name und regionale Differenzierung

Abb. 1: Die Verbreitung der mediterranen Subtropen (SCHULTZ 2000) [Abbildungen und Grafiken werden in dieser Leseprobe nicht angezeigt]

Die mediterranen Subtropen nehmen lediglich einen Anteil von 1,7% der Festlandsfläche der Erde ein. Damit sind sie von allen Ökozonen die kleinste. Auf den ersten Blick scheinen die mediterranen Subtropen im Vergleich zu anderen Ökozonen relativ wahllos verteilt. Auf der Erde gibt es fünf recht kleine, voneinander isolierte Vorkommensbereiche (SCHULTZ, 2000). Wie auf Abb. 1 ersichtlich, beschränken sich die mediterranen Subtropen meist auf küstennahe Streifen auf den Westseiten der Kontinente. Diese Gebiete liegen auf der Nordhalbkugel zwischen dem 30. und 45. Breitenkreis, auf der Südhalbkugel – wegen der geringeren Landmasse – nur zwischen dem 30. und 38. Breitenkreis (MÜLLER-HOHENSTEIN, 1981).

Für die mediterranen Subtropen ist eine Vielzahl von Begriffen üblich, so z. B. Winterregenklimate (-gebiete), sommertrockene Subtropen, Etesienklimate oder Gebiete mit Mittelmeerklima. SCHULTZ (2000) bezeichnet die mediterranen Subtropen als Winterfeuchte Subtropen. Der Begriff „mediterran“ wurde auf alle subtropischen Klimate mit Winterregen übertragen, dies erklärt auch die besondere und repräsentative Stellung des Mittelmeeraumes. Der Mittelmeerraum steht mehr als die anderen Verbreitungsgebiete der mediterranen Subtropen im Fokus, da dieser 50% der Gesamtfläche der Winterregengebiete einnimmt (SCHULTZ, 2000).

Abgrenzungskriterien für die mediterranen Subtropen sind nur schwer zu definieren, da sich diese räumlich sehr zerstückelte Zone selbstverständlich in vielerlei Hinsicht, so z. B. Flora und Fauna unterscheidet. Im Mittelmeerraum dient der Ölbaum als Leitpflanze, die das Verbreitungsgebiet charakterisiert. Für die restlichen Gebiete der mediterranen Subtropen (z. B. Kalifornien) spielt jedoch die Verbreitung des Ölbaums zum Zwecke der Abgrenzung keine Rolle (ebd., 2000). Exaktere und weltweit anwendbare Abgrenzungskriterien sind Klimadaten. Die ermittelten klimatischen Schwellenwerte, die man in der Natur nicht direkt beobachten kann, werden im Normalfall an Vegetationsgrenzen angelehnt, weil die natürliche Vegetation ein sicherer Indikator für das herrschende Klima ist. Die Grenzen werden dort gezogen, wo sich bestimmte Vegetationsformen ablösen (ROTHER, 1984).

Abb. 2: Affinitätsgrade zwischen den fünf Winterregengebieten (SCHULTZ 2000) [Abbildungen und Grafiken werden in dieser Leseprobe nicht angezeigt]

Der Grad der Übereinstimmung zwischen den verschiedenen Teilbereichen der mediterranen Subtropen ist sehr unterschiedlich (Abb. 2). Die größten Gemeinsamkeiten bestehen zwischen Kalifornien und Mittelchile sowie zwischen Südafrika und Südaustralien. Im Kalifornien-Mittelchile-Komplex sind der geologisch-geomorphologischer Aufbau sehr ähnlich. Ebenso gibt es zahlreiche floristische und faunistische Übereinstimmungen. Charakteristisch sind die Küstennebel im Sommer (SCHULTZ 2000).

2.2 Klima

Im Sommer werden die mediterranen Subtropen beeinflusst durch die subtropisch-randtropischen Hochdruckgebiete. Es herrscht strahlungsreiches Wetter und großer Trockenheit (ROTHER, 1984). Die sommerliche Erwärmung ist durch den Einfluss des Meeres geringer als sonst in gleicher Breite. Vielfach übersteigen die mittleren Monatstemperaturen während der vier Sommermonate 18°C, aber kaum noch 20°C. Die Mittelmeerregionen, die weiter ins Festland hineinreichen, sind jedoch geprägt von sehr heißen Sommern. Im Sommer ist der wichtigste Selektionsfaktor die eingeschränkte oder teilweise unterbrochene Wasserverfügbarkeit (SCHULTZ, 2000).

Im Winter gelangen die mediterranen Subtropen in den Wirkungsbereich der außertropischen Westwindzone, was hohe Bereitschaft zu zyklonalen Wettergeschehen mit sich bringt. Tiefs bringen Niederschläge und deutlich tiefere Temperaturen. Durch die unmittelbare Nähe zum Meer bleiben die feuchten Winter aber dennoch mild (ROTHER, 1984). Dadurch gehen die mittleren Temperaturen nur selten unter +5°C. Fröste im Winter sind trotzdem möglich (SCHULTZ, 2000).

Die mittleren Jahresniederschläge steigen zu den Polen hin an, maximal auf ungefähr 800 bis 900 mm. Auch die Länge der Regenzeiten werden polwärts länger. In diesem Fall beschränkt sich die sommerliche Trockenzeit auf einige semi-aride Monate. Dort, wo kein sommerlicher Rückgang des Pflanzenwachstums festzustellen ist, kann die Grenze zu den Feuchten Mittelbreiten gezogen werden. Die mediterranen Subtropen enden äuquatorwärts dort, wo die Trockenzeit sechs Monate übersteigt (ebd., 2000).

In der Übergangszone zu den Feuchten Mittelbreiten herrschen vergleichsweise winterkalte und nur mäßig sommertrockene Klimate, was als submediterran oder altomediterran bezeichnet wird (ebd., 2000).

[...]


Details

Seiten
12
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668177345
ISBN (Buch)
9783668177352
Dateigröße
761 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v318414
Institution / Hochschule
Universität Passau
Note
1,7
Schlagworte
Mediterrane Subtropen winterfeuchte Subtropen ökozonen Ökozonen der Erde Winterregenklimate
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Titel: Die mediterranen Subtropen. Eine Betrachtung der Ökozone anhand verschiedener Abgrenzungskriterien