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Depressionen bei Schülerinnen und Schülern. Ein Überblick über Auslöser, Symptomatik, Diagnosemöglichkeiten und -probleme für Lehrkräfte

Hausarbeit 2015 19 Seiten

Pädagogik - Schulpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... 3

II TABELLENVERZEICHNIS ... 3

1 EINLEITUNG ... 4

2 DEPRESSIONEN – KENNZEICHEN &MERKMALE ... 4
2.1 Major Depression ... 6
2.2 Dysthyme Störung ... 6
2.3 Nicht näher bezeichnete depressive Störung ... 7
2.4 Epidemiologie ... 7

3 DEPRESSIONEN – AUSLÖSER &SYMPTOME ... 10
3.1 Auslöser ... 10
3.2 Symptome ... 13

4 DIAGNOSEMÖGLICHKEITEN &-PROBLEME ... 15
4.1 Verhaltensbeurteilung durch das Elternhaus ... 15
4.2 Verhaltensbeurteilung durch die Lehrkraft ... 16
4.3 Diagnoseprobleme ... 17

5 FAZIT ... 18

LITERATURVERZEICHNIS ... 19

I Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Übersicht Depressionssymptomatik ... 5
Abbildung 2: Verläufe depressiver Störungen über den Lebenslauf ... 7
Abbildung 3: Verbreitung depressiver Stimmungen unter SuS nach Geschlecht ... 8
Abbildung 4: Anteil der SuS mit depressiven Stimmungen nach Risikofaktoren .... 9
Abbildung 5: Verbreitung depressiver Stimmungen unter SuS nach Schulform ... 10
Abbildung 6: Konzeptuelles Ätiologiemodell der Depression ... 12
Abbildung 7: Symptome & Merkmale depressiver Störungen ... 13
Abbildung 8: Merksätze für Eltern & Bezugspersonen ... 15

II Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Typische Symptome depressiver Störungen im Kindesalter (6-12 Jahre) ... 14
Tabelle 2: Typische Symptome depressiver Störungen im Jugendalter (12-18 Jahre) ... 14

1 Einleitung

Befragt man Lehrkräfte zu Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Problemen ihrer Schülerinnen und Schüler1, so werden oftmals Hyperaktivität, Aggressivität bzw. Gewalt oder Aufmerksamkeitsdefizite als solche genannt. Zieht man jedoch aktuelle Studien zu Rate, so fällt ein weiteres, oftmals unterschätztes oder gar übersehenes Problem im Schulalltag auf: Depressionen bei Schülerinnen und Schülern. Was auf den ersten Blick bizarr anmuten mag, gewinnt in ebenso zunehmendem wie beunruhigendem Maße an Einfluss, weshalb sich diese Hausarbeit mit ebendieser Thematik auseinandersetzt. So sollen zunächst Kennzeichen und Merkmale depressiver Störungen aufgezeigt werden, woraufhin auf mögliche Auslöser und die Symptomatik einer Depression eingegangen wird. Letztlich wird daran anknüpfend auf Diagnosemöglichkeiten und deren Grenzen für Lehrkräfte im Schulalltag eingegangen und es kommt zu einer Zusammenfassung der dargelegten Sachverhalte im Fazit.

Ziel soll es sein, einerseits für die beschriebene Thematik sensibilisiert zu werden und andererseits die Möglichkeiten einer Diagnose im Schulalltag zu verbessern, aber auch auf die damit einhergehenden Probleme hinzuweisen. Orientieren möchte ich mich deshalb an der Leitfrage „Welche Möglichkeiten und Probleme bestehen für Lehrkräfte, eine Depression bei Schülerinnen und Schülern zu erkennen?“.

2 Depressionen – Kennzeichen & Merkmale

Als Depression bezeichnet man psychische Krankheitsverläufe, welche „extrem beeinträchtigende Störungen“ (Brakemeier et al., 2012, S. 1) für die Betroffenen mit sich führen.

Die Systeme ICD-102 und DSM-IV3 dienen zur Klassifikation von Symptomen einer Depression bzw. der Diagnose einer depressiven Störung. Mit ihrer Hilfe kann ermittelt werden, ob es sich beim Auftreten entsprechender Symptome um beispielsweise eine Major Depression oder um eine dysthyme Störung handelt, auf welche im Verlauf von Kapitel 2 noch eingegangen wird.

Als Definitionskriterium für eine Depression gibt es zahlreiche mögliche Symptome, von denen einige interpersonell verschieden sind, wohingegen andere eine gewisse Allgemeingültigkeit besitzen. Zu den allgemeingültigen Symptomen zählen

„ein wiederholter Ausdruck von Hilflosigkeit und Elend, ein submissives und überfordertes Verhalten, ein auffälliges Misstrauen in zwischenmenschlichen Beziehungen, eine nahezu unverrückbare Überzeugung, dass nichts getan werden kann, um die Depression unter Kontrolle zu bringen, rigide und verfestigte Verhaltensmuster, die weder durch positive noch durch negative Ereignisse beeinflussbar zu sein scheinen“ (Brakemeier et al., 2012, S. 1).

Neben diesen sehr allgemeinen Charakteristika von Depressionen gibt es noch unzählige weitere Symptome, wie „stark verminderte affektive Schwingungsfähigkeit, Insuffizienzerleben, Antriebsmangel, Genussunfähigkeit, Libido- und Schlafstörungen sowie kognitive Einengungen“ (Brakemeier et al., 2012, S. 1 f.).

Die Kategorien einer Depression können auf verschiedenen Ebenen erfasst werden, welche sich aus einer emotionalen, kognitiven, physiologisch-vegetativen und behavioralen / motorischen Ebene zusammensetzen.

Auf der emotionalen Ebene finden sich Gefühle und Sinneszustände, wie Niedergeschlagenheit, Ängstlichkeit, Schwermut und Gefühllosigkeit.

Auf der kognitiv-motivationalen Ebene findet sich eine starke negative Selbstbezogenheit, sowie Pessimismus. Dieser Pessimismus kann in Kombination mit einer sehr stark negativ ausgeprägten Selbstbezogenheit im Extremfall zu Suizidgedanken führen.

Auf der körperlich-neurovegetativen Ebene äußert sich die psychische Erkrankung in Form von physischen Beeinträchtigungen, wie Energieverlust, Erschöpfung, Schlafstörungen und einer inneren Unruhe.

Auf der verhaltensbezogenen Ebene äußert sich die Depression in Bezug auf die Umwelt des Erkrankten. Hier ist die Rede von sozialem Rückzug, einer geringen Aktivitätsrate und Problemen bei der Bewältigung einfacher Alltagssituationen in Folge von einem Auftreten des Gefühls des Überfordertseins (vgl. Schmidt, 2012, S. 10).

[...]


1 im Folgenden abgekürzt als „SuS“

2 Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme

3 Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen

Details

Seiten
19
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668185203
ISBN (Buch)
9783668185210
Dateigröße
1019 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v319355
Institution / Hochschule
Philipps-Universität Marburg – Institut für Erziehungswissenschaften
Note
1,4
Schlagworte
depressionen schülerinnen schülern überblick auslöser symptomatik diagnosemöglichkeiten lehrkräfte

Autor

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