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Die Entstehung der Dolchstoßlegende nach dem Ersten Weltkrieg im Spiegel von Quellen und Forschung

von Michael Alme (Autor)

Hausarbeit 2004 21 Seiten

Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Die Entstehung der Dolchstoßlegende

3.Schluss

4.Quellenverzeichnis

5.Literaturverzeichnis

1.Einleitung

Kein vorheriger Krieg brachte der Menschheit soviel Elend, Leid und Zerstörung wie der Erste Weltkrieg. Er wurde geprägt durch eine unvorstellbar menschenverachtende Kriegsführung des Militärs, die zum ersten Mal auch die gesamte Zivilbevölkerung mit einbezog. Ein totaler Krieg, der ausgelöst und angetrieben wurde, durch übersteigerten Nationalismus, Prestigedenken und mangelnder Diplomatie der Staatsoberhäupter aller Mächte. Der Krieg endete im Jahr 1918 mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands und dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches. Die plötzliche deutsche Niederlage warf im Chaos der Nachkriegszeit die Frage nach den Schuldigen an der Katastrophe auf. Die Dolchstoßlegende setzt sich unmittelbar mit den Gründen der deutschen Niederlage auseinander. In ihr werden jedoch nicht die tatsächlichen Ursachen angesprochen, sondern sie begründet die von der deutschen Bevölkerung als beschämend empfundene Niederlage mit einem sagenhaften bzw. legendenhaften Lügenkonstrukt. Diese erfundene und verschwommene Darstellung der Ereignisse in den Kriegsjahren zwischen 1914-1918 wirkte allerdings sehr glaubwürdig. Die Legende vom Dolchstoß besagt, dass die Soldaten an der „Front“ von der „Heimat“ heimtückisch verraten und hinterrücks erdolcht wurden. Das Versagen der Heimat zermürbte Heer und Flotte, verhinderte den Sieg und zerstörte einen ehrenvollen Frieden. Die Verantwortung an dem verlorenen Krieg trägt demnach die Heimat.

Der Kern der Dolchstoßlegende beinhaltet zwei Versionen des Verratsvorwurfs:

1.) Der krasse, direkte und heimtückische Verrat durch Sozialdemokraten, Spartakisten, Kommunisten, Juden u.s.w.
2.) Der politisch mildere Vorwurf, dass die „Heimat“ das im Felde stehende und siegreich kämpfende Heer im Stich gelassen habe bzw. ihm in den Rücken gefallen sei.

Als Urheber dieser Verratsvorwürfe gelten die Chefs der Obersten Heeresleitung (OHL), General Paul von Hindenburg und General Erich Ludendorff, die von ihren eigenen Fehlern ablenken wollten, damit die militärische Niederlage nicht der Armeeführung und der Erschöpfung der Soldaten angelastet werden konnte. Sie wollten die eigene Verantwortung für die Niederlage der neuen Republik und ihren Vertretern aufbürden.

Forscher und Historiker sind sich jedoch uneinig über die Entstehungsart bzw. die Entstehungsweise der Dolchstoßlegende und vertreten daher unterschiedliche Meinungen und Ansichten. Zudem spielt der Zeitpunkt der Entstehung eine sehr wichtige Rolle. Während einige Experten von einem genauen Entstehungszeitpunkt am Kriegsende oder zu Beginn der Nachkriegszeit ausgehen, vermuten andere hingegen, dass die Legende schon in der Vorkriegszeit oder während des Krieges entstand.

Diese Arbeit beabsichtigt, unter Berücksichtigung zeitgenössischer Quellen[1], Auseinandersetzung mit aktueller themenbezogener Literatur[2] und Einbeziehung der neuesten Erkenntnisse der Forschung, die Entstehung der Dolchstoßlegende zu ergründen. Um die genaue Entwicklung der Legende aufzuzeigen, werden daher chronologisch die wichtigen Stationen dargestellt, die zur ihrer Entstehung entscheidend beigetragen haben. Von besonderer Bedeutung zur Erstellung dieser Arbeit waren u.a. die Monographien von A. Lipp und B. Barth, und die Aufsätze von W. Deist, G. Krumeich und A. Lobenstein-Reichmann.[3]

Die Entstehung der Dolchstoßlegende

Die deutsche Bevölkerung betrachtete den Krieg als Verteidigungskrieg, der ihnen von außen aufgezwungen wurde, zudem rechnete in Deutschland niemand mit einer länger dauernden Kampfhandlung. Durch den Einsatz des bereits 1905 entwickelten Schlieffen-Plans, sollte innerhalb von 42 Tagen eine rasche Entscheidung im Westen herbeigeführt werden, um sich dann schnellstens der zweiten Front im Osten zu widmen. Aufgrund der Gegenoffensive der Franzosen und eines Fehlers der deutschen Militärführung, wurde während der ersten Marne-Schlacht am 6.September der Angriffsschwung, auf dem der Erfolg des Schlieffen-Plans beruhte, gebrochen. Dies führte zur Erstarrung der Front und zum Beginn eines langen und kräftezehrenden Kampfes. Dies war für die Soldaten die erste große Enttäuschung des Krieges, wodurch die Hoffnungen auf eine kurze militärische Auseinandersetzung zerplatzten. Ebenfalls wurde die Verteidigungsbereitschaft erheblich beeinträchtigt. An der Front herrschte Frustration und Ernüchterung im Hinblick auf die brutale und unmenschliche Kriegswirklichkeit, aber auch wegen der militärinternen Umgangsformen und Ungerechtigkeiten gegenüber den Soldaten. Friedenssehnsucht und Kriegsmüdigkeit charakterisierten seitdem die Stimmung in der deutschen Armee.[4]

Die Zivilgesellschaft betrachtete und verabschiedete die Soldaten als respektverdienende Vaterlandsverteidiger. Der militärische Kontext machte aus ihnen jedoch prestigelose Befehlsempfänger am untersten Ende der Hierarchie. Im Alltag bekamen die Soldaten den preußischen Militarismus dauernd zu spüren, egal ob im hierarchisch-sozialen Gefälle, der militärischen Ausbildung, dem Drill, dem Exerzieren in Ruhestellungen oder durch Strafmaßnahmen. Das gewaltigste Konfliktpotential in der deutschen Armee beinhaltete die ungleiche und ungerechte Behandlung der Soldaten durch die Offiziere und Unteroffiziere.[5] Die Kluft zwischen Offizier und Soldat innerhalb der militärischen Hierarchie wurde im weiteren Verlauf des Krieges immer größer und kann durch drei entscheidende Lebensbedingungen beschrieben werden: Lebenssicherung, Behausung und Verpflegung.[6] Der ehemalige Musketier Heinrich Wandt verbrachte wegen einer Verwundung einige Zeit in Gent, dem Sitz der Etappeninspektion der 4.Armee. Seine Erfahrungen schrieb er in einem Buch nieder, dass 1920 veröffentlicht wurde und hohe Glaubwürdigkeit zugemessen wird. Er nennt namentlich korrupte Offiziere, die primär damit befasst waren, zu „huren“, sich alkoholischen Exessen hinzugeben und sowohl die belgische Zivilbevölkerung als auch einige Fronttruppen auszuplündern. Zudem beschreibt er die Zustände in den vier Offiziersbordellen der Stadt, in der sich Belgierinnen aus materieller Not prostituierten.[7]

Am 18. September 1916 gab Hindenburg einen Erlass heraus, der die zahlreichen Klagen über das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Mannschaften im Feldheere betraf. In ihm nannte der General Meldungen über „Misshandlung und unvorschriftsmäßige Behandlung körperlicher Art“, „Beleidigungen durch Schimpfworte roher und entlehrender Art“, sowie „kränkende Redensarten“. Den Armee-Oberkommandos und Armee-Abteilungen gab er folgende Anweisungen, um den Missständen entgegenwirken: Der Missbrauch der Dienstgewalt ist auf das schärfste abzulehnen, die jungen Offiziere sollten in der Verwendung ihres hohen Einkommens mäßig und zurückhaltend sein. „Der Vorgesetzte, der im Alkoholgenuss nicht Maß hält, ist weder an der Front noch in der Etappe zu gebrauchen.“[8] Für die OHL war es schwierig, die unerwünschten Entwicklungen im Heer anzuerkennen und auch offen anzusprechen, denn im hierarchisch gegliederten System der Armee fiel die Entfaltung der Störfaktoren direkt auf die Vorgesetzten zurück, da sie die unvorgesehenen Unregelmäßigkeiten nicht verhinderten. Um von ihren eigenen Fehlern und Versäumnissen abzulenken, schob die OHL die Verantwortung für Missstände im Heer der Entwicklung in der Heimat zu.[9]

Im Frühjahr 1917 verschärfte sich die soziale und politische Lage im Deutschen Reich. Die innenpolitischen Diskussionen konzentrierten sich jetzt auf die Auseinandersetzung mit der Friedensfrage und der Frage nach Tempo und Ausmaß innerer Reformen. Der politische Einfluss des Reichstages sollte erhöht werden, zudem forderten die Sozialdemokraten als Gegenleistung für die Unterstützung der Burgfrieden-Politik, die Abschaffung des preußischen Dreiklassenwahlrechts.[10] In den innenpolitischen Auseinandersetzungen verschärfte sich besonders die Diskussionen um die Art des anzustrebenden Friedensschlusses: Verständigungsfrieden ohne jegliche Gebietesansprüche oder Siegfrieden mit Gebietsannexionen. Während der Julikrise 1917 sprach sich am 11. Juli das Staatsministerium für die Einführung des gleichen Wahlrechts in Preußen aus und am 19.7.1917 formulierte der Interfraktionelle Ausschuss des Reichstages seine politischen Vorstellungen in der Friedensresolution. Die von der neuen Reformmehrheit vorangetriebene Parlamentarisierung des Reiches endete dadurch, dass die OHL nach dem Sturz des Kanzlers Bethmann Hollweg am 13.7.1917 den eigenen Kandidaten Michaelis ernannte.[11]

In dem Fernschreiben vom 12. Juli 1917 an Kaiser Wilhelm II., äußert Hindenburg bereits schwere Bedenken hinsichtlich der Friedensresolution:

„Ich hege gegen eine solche Erklärung die allerschwersten Bedenken, da sie die bereits vorhandene Beunruhigung im Heere vermehren und im jetzigen Augenblick als Zeichen innerer Schwäche aufgefasst würde. [...] Euer Majestät darf ich in Rücksicht auf das Heer alleruntertänigst bitten, der Reichsleitung aufzugeben, daß sie eine solche Erklärung verhindere.“[12]

Die Friedensresolution beunruhigte die OHL nicht besonders, doch befürchtete man einen schleichenden Autoritätsverlust des Staates. Im höheren Offizierkorps löste die Friedensresolution einen anhaltenden Schock aus. Oberst Thaer identifizierte die Resolution mit dem Namen Erzbergers und notierte am 9. Juli 1917, dass Erzbergers Vorgehen an Hochverrat grenze. Am 24.8.1917 notierte er: „Dächte das ganze Volk so, dann lohnte es sich nicht für solche erbärmliche Nation auch nur einen Soldaten auf Spiel zu setzen.“ Er fügte hinzu, dass die eigenen Reichstagsabgeordneten schlimmer seien als der Feind. Zu einem frühen Friedensschluss äußerte er sich folgendermaßen: „Aber doch wäre das ein Verrat an dieser ganzen Generation deutscher Helden, die wir kannten und liebten und die für diese große Sache schon gefallen sind.“ Auch General von Einems bezeichnete Erzberger als einen Verräter.[13]

Die kaiserliche Osterbotschaft vom 7. April 1917 beinhaltete eine Stellungnahme des Kaisers zum preußischen Dreiklassenwahlrecht:

„Für die Änderung des Wahlrechts zum Abgeordnetenhause sind auf meine Weisung schon zu Beginn des Krieges Vorarbeiten gemacht worden. [...] Nach den gewaltigen Leistungen des ganzen Volkes in diesem furchtbaren Kriege ist nach Meiner Überzeugung für das Klassenwahlrecht in Preußen kein Raum mehr.“[14]

General von Einems stürzte der Gedanke an das allgemeine und gleiche Wahlrecht für Preußen in Ratlosigkeit: Noch nie sei Preußen so bedroht gewesen. Die Republik sei im Anmarsch. Generalmajor von Seeckt äußert sich ebenfalls: „Wozu fechten wir eigentlich noch? Die Heimat ist uns in den Rücken gefallen und damit ist der Krieg verloren.“[15] In diesen Äußerungen wird bereits in Ansätzen die spätere Dolchstoßrhetorik erkennbar.

Die militärische Führung reaktivierte mit ihren Reaktionen gegenüber den politischen Ereignissen im Deutschen Reich alte Feindbilder aus der Vorkriegszeit. Zu den Feindbildern zählten vor allem die Sozialdemokraten, aufgrund des Vorrantreibens der Friedensresolution und der Forderung nach der Abschaffung des preußischen Dreiklassenwahlrechts. Von dem Sozialdemokrat herrschte folgendes Bild in dem Kaiserreich: Seine Einstellung sei international, vaterlandslos und landesverräterisch, daher sei er nicht wert, ein Deutscher zu sein. Er galt als revolutionär, antimilitaristisch und pazifistisch und bei der Landesverteidigung würde er feige, fahneneidbrüchig, ehrlos und treulos handeln. Mit seinem hinterhältigen und staatsgefährdenden Verhalten untergrabe er also die Fundamente des Staates.[16] Von diesen sogenannten „vaterlandslosen Gesellen“ erwarteten die konservativen Kräfte des deutschen Kaiserreiches, dass sie in der Stunde der nationaler Not die Nation verraten und den Klassenkampf heraufbeschwören würden, der dann alles Bürgerlich-Nationale in einer Revolution zerstöre.[17]

Anja Lobenstein-Reichmann vertritt den Standpunkt, dass dieser „Verfolgungs- bzw. Verschwörungswahn“ seine tiefe Begründung in der relativen Instabilität des Deutschen Kaiserreiches hat, was sich bereits in der Sicherheitspolitik Bismarcks, dem Militarismus und in der Angst der geographischen Isolation äußert. Seit der Reichsgründung 1870/71 folgt diesem Sicherheitsbedürfnis das Misstrauen nach außen und nach innen. Im Innern fand man an der Schnittstelle zwischen Internationalismus und Nationalismus mögliche Feinde: Sozialisten, Juden, Katholiken und Freimaurer. Die Gegner waren ab sofort personifiziert und mussten daher bekämpft werden.[18] Dem am 21. Oktober 1878 vom Reichstag beschlossenen Sozialistengesetz lag Bismarcks Annahme zugrunde, dass im Herzen Deutschlands eine feindliche Armee agiere. Die 60.000 bis 100.000 Männer sind in wohlorganisierten Vereinen gegliedert und bekennen sich offen zum Kampf gegen die bestehende Ordnung, sie haben allerdings noch nicht den Moment gefunden, indem sie losschlagen. Die Sozialdemokraten gelten als Angreifer und als innerer Feind des Vaterlandes, der dem Staat und der Gesellschaft den Krieg erklärt hat.[19]

In der Friedensresolution und in der Forderung nach einem gleichen Wahlrecht für Preußen, sah die militärische Führung den befürchteten Verrat an der Monarchie bzw. am Staat. Der kleinste Fortschritt im Prozess der Demokratisierung wurde daher als Dolchstoß in den Rücken der Wilhelminischen Verfassung angesehen. Sie befürchteten, dass am Ende alle demokratischen Zugeständnisse die Grundlagen des preußisch-deutschen Staates zersetzen würden.[20] Daher nahm die OHL die politische Lage in der Heimat als kriegsgefährdend wahr und machte sie für die Missstände im Heer verantwortlich. Nach ihrer Ansicht lagen dort die Gründe, denen mit besonderen Maßnahmen entgegenwirkt werden müsse. Daraufhin wurde im Juli 1917 der Vaterländische Unterricht eingeführt, um die Durchhaltebereitschaft der Heeresangehörigen und der Zivilbevölkerung gegen zunehmende Friedenssehnsucht und Kriegsmüdigkeit zu stärken und zu fördern.[21]

Anne Lipp sieht bereits in dem ersten Schreiben an die Spitzen der Armeen das Begründungsmuster, welches sich im Laufe des letzten Kriegsjahres zum Dolchstoßvorwurf entwickelte. In dem Schreiben kündigt die OHL den Dienstzweig des Vaterländischen Unterrichts an:

„Die Aufklärungstätigkeit beim Feldheer über Zweck und Bedeutung des Krieges nimmt an Wichtigkeit zu, je länger der Krieg dauert und der Heimat Opfer auferlegt, deren Rückwirkung auf die Stimmung des Heeres nicht ausbleiben kann.“[22]

Die Einführung des Vaterländischen Unterrichts im Juli 1917 bewahrte die OHL davor, an sich selbst Kritik zu üben und sich mit dem eigenen Militärapparat zu befassen, der eigentlich die Stimmungsverschlechterung unter den Soldaten verursacht hat. Der Vaterländische Unterricht enthielt zugleich das Eingeständnis, dass die militärische Führung um die Zuverlässigkeit und Durchhaltebereitschaft ihrer Untergebenen fürchtete.

Der Dienstzweig des Vaterländischen Unterrichts stellte somit auch ein Versagen des militärischen Führungspersonals dar.[23] Die höheren Kommandostellen erhielten von General Ludendorff am 31. Juli 1917 ein erläuterndes Begleitschreiben:

„Die Stimmung in der Heimat ist tief gesunken. Bei den engen Beziehungen von Heimat und Heer kann das Heer auf die Dauer nicht unberührt bleiben. Im Innern machen sich neben krassen Egoismus und rücksichtsloser Gewinn- und Genußsucht Flaumacherei, Pessimismus und Pflichtvergessenheit breit, die den Ausgang des Krieges gefährden können. [...] Zum größten Teil aber sind sie durch die zielbewußte Agitation gewisser staatszerstörender Elemente hervorgerufen, die skrupellos diese Notstände zur Förderung ihrer politischen Ziele ausnutzen und Unfrieden, Verhetzung usw. auf alle Art zu stiften suchen. [...] Die Stimmung aus der Heimat hat tatsächlich schon vereinzelt auf das Herr übergegriffen. [...] Daneben wird versucht, durch eine unmittelbare Beeinflussung die Kampffreudigkeit des Heeres zu beeinträchtigen.“[24]

[...]


[1] Michaelis, Herbert / Schraepler, Ernst [Hrsg.] / Scheel, Günter [Mitwirk.]: Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart. Eine Urkunden- und Dokumentsammlung zur Zeitgeschichte, Bd. 1: Die Wende des ersten Weltkrieges und der Beginn der innerpolitischen Wandlung 1916/1917, Berlin 1959; Michaelis, Herbert / Schraepler, Ernst [Hrsg.] / Scheel, Günter [Mitwirk.]: Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart. Eine Urkunden- und Dokumentsammlung zur Zeitgeschichte, Bd. 2: Der militärische Zusammenbruch und das Ende des Kaiserreichs, Berlin 1959; Ulrich, Bernd / Ziermann, Benjamin [Hrsg.]: Krieg im Frieden. Die umkämpfte Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Quellen und Dokumente, Frankfurt am Main 1997.

[2] Barmeyer, Heide: Geschichte als Überlieferung und Konstruktion - Das Beispiel der Dolchstoßlegende, GWU 28 (1977), S. 257-271; Barth, Boris: Dolchstoßlegenden und politische Desintegration. Das Trauma der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg 1914-1933, Düsseldorf 2003; Deist, Wilhelm: Der militärische Zusammenbruch des Kaiserreiches. Zur Realität der „Dolchstoßlegende“, in: Büttner, Ursula [Hrsg.], Das Unrechtsregime. Internationale Forschungen über den Nationalismus, Bd.1, Hamburg 1986, S. 101-129; Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches, Geschichte und Wirkung, Münster 2004; Krumeich, Gerd: Dolchstoßlegende, in: Hirschfeld, Gerhard / Krumeich, Gerd / Renz, Irina [Hrsg.]: Enzyklopädie Erster Weltkrieg. Paderborn 2003. S. 444-4445; Krumeich, Gerd: Die Dolchstoß-Legende, in: Francois, Etienne / Schulze, Hagen [Hrsg.], Deutsche Erinnerungsorte, Bd.1, München 2001, S. 585-599; Lipp, Anne: Heimatwahrnehmung und soldatisches „Kriegserlebnis“, in: Hirschfeld, Gerhard/ Krumeich, Gerd / Langwiesche, Dieter / Ullmann, Hans-Peter [Hrsg.]: Kriegserfahrungen. Studien zur Sozial- und Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkrieges, Essen 1997, S. 225-242; Lipp, Anne: Meinungslenkung im Krieg, Kriegserfahrungen deutscher Soldaten und ihre Deutung 1914-1918 (Kritische Studien der Geschichtswissenschaft, Bd. 159), Göttingen 2003; Lobenstein-Reichmann, Anja: Die Dolchstoßlegende. Zur Konstruktion eines sprachlichen Mythos, Muttersprache 1/2002 (2002), S. 25-41; Moses, John A.: Die Wirkung der Dolchstoßlegende im deutschen Geschichtsbewußtsein, in: Hüppauf, Bernd (Hrsg.), Ansichten vom Krieg, Vergleichende Studien zum Ersten Weltkrieg in Literatur und Gesellschaft, Frankfurt am Main 1984, S. 240-256; Schröder, Heinz: Das Ende der Dolchstoss Legende. Geschichtliche Erkenntnis und politische Verantwortung, Hamburg 1946.

[3] Siehe zu allen Autoren Anmerkung 2.

[4] Lipp, Anne: Meinungslenkung im Krieg, Kriegserfahrungen deutscher Soldaten und ihre Deutung 1914-1918 (Kritische Studien der Geschichtswissenschaft, Bd. 159), Göttingen 2003, S. 12.

[5] Lipp, Meinungslenkung, S.113.

[6] Deist, Wilhelm: Der militärische Zusammenbruch des Kaiserreiches. Zur Realität der „Dolchstoßlegende“, in: Büttner, Ursula [Hrsg.], Das Unrechtsregime. Internationale Forschungen über den Nationalismus, Bd.1, Hamburg 1986, S. 107.

[7] Barth, Boris: Dolchstoßlegenden und politische Desintegration. Das Trauma der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg 1914-1933, Düsseldorf 2003, S. 74.

[8] Michaelis, Herbert / Schraepler, Ernst [Hrsg.] / Scheel, Günter [Mitwirk.]: Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart. Eine Urkunden- und Dokumentsammlung zur Zeitgeschichte, Bd. 1: Die Wende des ersten Weltkrieges und der Beginn der innerpolitischen Wandlung 1916/1917, Berlin 1959, S. 190f.

[9] Lipp, Meinungslenkung, S. 67.

[10] Grevelhörster, Ludger: Der Erste Weltkrieg und das Ende des Kaiserreiches, Geschichte und Wirkung, Münster 2004, S.101.

[11] Barth, S. 23.

[12] Michaelis, Herbert / Schraepler, Ernst [Hrsg.] / Scheel, Günter [Mitwirk.]: Ursachen und Folgen. Vom deutschen Zusammenbruch 1918 und 1945 bis zur staatlichen Neuordnung Deutschlands in der Gegenwart. Eine Urkunden- und Dokumentsammlung zur Zeitgeschichte, Bd. 2: Der militärische Zusammenbruch und das Ende des Kaiserreichs, Berlin 1959, S. 25.

[13] Zitate n. Barth, S. 24.

[14] Michaelis / Schraepler / Scheel, Bd. 1, S. 319.

[15] Zitate n. Barth, S. 25.

[16] Lobenstein-Reichmann, Anja: Die Dolchstoßlegende. Zur Konstruktion eines sprachlichen Mythos, Muttersprache 1/2002 (2002), S. 41.

[17] Vgl. Lobenstein-Reichmann, S. 29.

[18] Lobenstein-Reichmann, S. 31.

[19] Lobenstein-Reichmann, S. 32.

[20] Moses, John A.: Die Wirkung der Dolchstoßlegende im deutschen Geschichtsbewußtsein,

in: Hüppauf, Bernd (Hrsg.), Ansichten vom Krieg, Vergleichende Studien zum Ersten Weltkrieg in Literatur und Gesellschaft, Frankfurt am Main 1984, S. 253.

[21] Lipp, Meinungslenkung, S. 62.

[22] Zit. n. Lipp, Meinungslenkung, S. 67.

[23] Lipp, Meinungslenkung, S. 67.

[24] Michaelis / Schraepler / Scheel, Bd. 1, S. 224.

Details

Seiten
21
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783668192423
ISBN (Buch)
9783668192430
Dateigröße
423 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v319866
Institution / Hochschule
Universität Paderborn
Note
2,7
Schlagworte
Dolchstoßlegende Dolchstoß Legende Entstehung Hindenburg Ludendorff Erster Weltkrieg

Autor

  • Michael Alme (Autor)

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Titel: Die Entstehung der Dolchstoßlegende nach dem Ersten Weltkrieg im Spiegel von Quellen und Forschung