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Gesundheitsförderung und Prävention im Setting Betrieb. Interventionsbereiche im Kindergarten

Hausarbeit (Hauptseminar) 2015 12 Seiten

Pflegewissenschaft, Ernährung, Sport, Gesundheit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Analyse der Ausgangssituation
1.1 Rahmenbedingungen
1.2 Personengruppen
1.2.1 Personengruppe - Kinder
1.2.2 Personengruppe – Erzieher/innen
1.3 Analyse gesundheitsbezogener Daten
1.3.1 Gesundheitsbezogene Daten für Erzieher
1.3.2 Gesundheitsbezogene Daten für Kinder
1.4 Ableitung von Interventionsbereichen
1.4.1 Interventionsbereich Ernährung
1.4.2 Interventionsbereich Bewegung
1.4.3 Interventionsbereich Resilienzförderung

2 Problemstellung, Zielsetzung, Zielgruppe
2.1 Problemstellung
2.2 Zielsetzung
2.3 Zielgruppe

3 Fragebogenentwicklung

4 Datenauswertung und Ergebnisdarstellung

5 Literaturverzeichnis

6 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
6.1 Abbildungsverzeichnis
6.2 Tabellenverzeichnis

1 Analyse der Ausgangssituation

1.1 Rahmenbedingungen

Der Kindergarten „XY“ ist in Ostfriesland platziert, wo er derzeit 14 Kinder beherbergt. Eine Kindergartenleitung und eine weitere Erzieherin betreuen die 9 Mädchen und 5 Jungen jeweils von montags bis freitags in der Zeit von 7:30 Uhr bis 14:30 Uhr. Die Arbeitszeiten der Erzieherinnen sind montags bis freitags beginnend um 7:00 Uhr bis mittags um 15:00 Uhr.

Die der Dienstleistungsbranche angehörige Institution umfasst insgesamt 5 Räumlichkeiten auf etwa 120 Quadratmetern. Aufgeteilt sind die Räume in eine Küche und ein Büro, einen großen Aufenthaltsraum, sowie zwei Sanitärräume jeweils getrennt für Jungen und Mädchen mit einer zusätzlichen Toilette für die Erzieherinnen.

Direkt neben dem Kindergartengebäude grenzt eine Schule mit einer Turnhalle an, die zu festen Zeiten und nach Absprache mit der Schulleitung mit verwendet werden können.

1.2 Personengruppen

1.2.1 Personengruppe - Kinder

Tabelle 1: Personengruppe - Kinder

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.2.2 Personengruppe – Erzieher/innen

Tabelle 2: Personengruppe Erzieher/innen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.3 Analyse gesundheitsbezogener Daten

1.3.1 Gesundheitsbezogene Daten für Erzieher

Im Jahr 2013 gab es laut dem Gesundheitsbericht 2014 der Barmer GEK insgesamt 178 Arbeitsunfähigkeitsfälle in Niedersachen, für die Berufsgruppe der Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen. Insgesamt 2.196 Arbeitsunfähigkeitstage (AU Tage) wurden verzeichnet, was etwa 12,3 AU-Tage pro Krankheitsfall innerhalt 2013 ausmachen (Gesundheitsreport 2014 Niedersachen-Barmer GEK). Der Durchschnitt für Arbeitsunfähigkeitsfälle liegt bei 125, der Durchschnitt der AU Tage bei 1.774. Somit liegen Arbeitsnehmer der Berufsgruppe der Erzieher deutlich über dem entsprechenden Durchschnittswert innerhalb Niedersachsens. Der Krankenstand für Männer lag hierbei mit 4,92% unter dem der Frauen mit 6,1%. Hier lagen die Männer unter dem Durchschnittswert von 4,37%, die Frauen über dem Durchschnittswert von 5,18%.

Die Techniker Krankenkasse (2014, S. 107) verzeichnete für dasselbe Jahr 14,7 AU Tage für Männer, sowie 18,9 AU Tage für Frauen in der Tätigkeitsgruppe „Erziehung, soziale und hauswirtschaftliche Berufe, Theologie“ (Techniker Krankenkasse, Gesundheitsreport 2014).

Die 18,9 AU Tage setzten sich vor allem zusammen „aus psychischen Störungen (4,1 Tage) und Krankheiten des Atmungssystems (3,3 Tage)“ (Grobe, 2015).

1.3.2 Gesundheitsbezogene Daten für Kinder

Die Anzahl der Übergewichtigen Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren liegt laut einer Studie des Robert Koch Institutes (KiGGS), bei 9 %. Die Anzahl für Kinder mit Adipositas wird auf 2,9 % festgelegt.

Deutlich wurde bei der Studie, dass Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund oder aus Familien mit sozial niedrigem Status, ein deutlich höheres Risiko für Übergewicht aufweisen (Schlack et al. 2008).

Die häufigsten Krankheiten für Kinder im Alter von 0 – 17 Jahren sind Magen-Darm-Infektionen, Infektionen der Atmungsorgane und Infektionen durch Erreger die aerogen übertragen werden, sowie Infektionserkrankungen, die durch Impfungen vorgebeugt werden könnten.

Die Lebenszeitprävalenzen für die genannte Altersgruppe für ansteckende Kinderkrankheiten betrugen für Windpocken 70,6%, für Scharlach 23,5%, für Keuchhusten, 8,5% für Röteln und 7,4% für Masern, sowie 4,0% für Mumps (Kamtsiuris et al. 2007).

Auch psychische Erkrankungen kommen bereits bei etwa 15% der Kinder in der Altersgruppe von 3–17 Jahren vor, wovon Mädchen mit etwa 11,5% und Jungen mit 17,8% betroffen sind (Schlack et al. 2008). Verhaltensprobleme lagen dabei mit 30,8% auf dem obersten Rang, danach folgten 22% die Probleme mit Gleichaltrigen aufwiesen und 16,3% bei denen emotionale Probleme auftraten (Schlack et al. 2008).

Auch ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) wurde bei 4,8% der Kinder und Jugendlichen diagnostiziert. Zudem kommen 4,9% die laut Falldefinition als Verdachtsfälle galten.

Mit 7,9 % wurde ADHS bei Jungen deutlich häufiger diagnostiziert als mit 1,8 % bei den Mädchen.

1.4 Ableitung von Interventionsbereichen

Zu den wichtigsten Interventionsbereichen in Kitas gehören Ernährungsverhalten, Bewegungsförderung und Stressbewältigung und Resilienzförderung (Richter-Kornweitz et al. 2010).

Abbildung 1: Kompetenzstärkung, Strukturentwicklung und Partizipation als zentrale Elemente des Settingansatzes (LZG.NRW 2015)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.4.1 Interventionsbereich Ernährung

Für den Interventionsbereich Ernährung ist die Vermeidung von gesundheitsbelastenden Faktoren eine der angestrebten Maßnahmen. Da Kindergartenkinder einen höheren Nährstoffbedarf als Erwachsene aufweisen und Studien zum Ernährungsverhalten von Kindern in den letzten Jahren ergeben haben, dass Kinder fast jeden Alters zu wenig pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen (Kornweits et al. 2010), sollen in der Kita vorsorgende Umweltveränderungen ergriffen werden.

Als Rückschluss daraus kann in der Kindertagesstätte, in denen die Kinder viel Zeit verbringen, gesundes und positives Essverhalten geschult und Fertigkeiten sowie Wissen über gesundes Essen vermittelt werden (Kornweitz et al. 2010).

1.4.2 Interventionsbereich Bewegung

Durch die heutigen Lebensumstände wird es für Kinder immer schwieriger, sich ausreichend im Alltag zu bewegen, was zur Folge hat, dass Kinder immer häufiger unter Koordinations- und Wahrnehmungsstörungen leiden. Weitere Entwicklungsstörungen oder gar Lern-, sowie emotional-soziale Störungen sind die Folge (Kornweitz et al. 2010). Den Kindern soll ermöglicht werden, sich während ihrer Zeit in der Kita mehr zu bewegen.

1.4.3 Interventionsbereich Resilienzförderung

Die Resilienzförderung untergliedert sich in drei Teilbereiche:

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Details

Seiten
12
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668195486
ISBN (Buch)
9783668195493
Dateigröße
720 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v320287
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,8
Schlagworte
DHfPG Gesundheitsförderung Prävention Einsendeaufgabe Hausarbeit Kindergarten Bestanden

Autor

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