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Religion als Resilienzfaktor. Inwieweit können Glaube und biblische Geschichten dazu beitragen, Kinder in ihrer Widerstandsfähigkeit zu stärken und aufzubauen?

Hausarbeit 2015 26 Seiten

Theologie - Biblische Theologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition Resilienz

3. Resilienzförderung
3.1 Schutzfaktoren
3.2 Biblische Geschichten und Resilienzförderung
3.2.1 Glaube und biblische Geschichten

4. Schlusswort

Quellen- und Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Vielen Kindern gelingt es trotz anhaltender emotionaler Probleme, seelisch stabil zu bleiben und im Leben erfolgreich zu sein. Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, inwieweit Glaube und biblische Geschichten dazu beitragen. Aufzeigen möchte ich, wie Kinder diese Stärke sich aneignen und darin unterstützt werden können.

Im ersten Teil der Arbeit wird die Definition der Resilienz vorgestellt. Der Theologe und Pädagoge Anton Bucher formuliert in seinem im Jahre 2002 erschienen Beitrag „Mittendrin ist Gott, Kinder denken nach über Gott, Leben und Tod“ die These, dass sich der Blick der Pädagoginnen und Pädagogen auf das Kind zunehmend auf die positiven Eigenschaften richtet, um Kinder auf ihrem Lebensweg zum Erwachsenwerden zu begleiten, insbesondere bei emotionalen Problemen (Vgl. Bucher, 2002, S. 76).

Die erste Studie zur Widerstandsfähigkeit stammt von der Psychologin Emmy Werner, die 1955–1999 zu folgendem Ergebnis kam: Beeinträchtigungen während der Entwicklung eines Kindes gehen nicht zwangsläufig mit Entwicklungsstörungen einher. Im zweiten Teil widmet sich die Ausarbeitung der Frage, was die Widerstandsfähigkeit beziehungsweise Resilienz eines Kindes fördert, und wie das Kind gegen negative Einflüsse gestärkt werden kann. Das Kind ist negativen Einflüssen psychisch nicht hilflos ausgeliefert. Die Erziehungswissenschaftlerin Irit Wyrobnik sieht die Stärkung der Widerstandskraft beim Kind als Notwendigkeit, um Risiken zu vermeiden oder zumindest zu verringern, die die psychische und emotionale Entwicklung eines Kindes erschweren oder negativ beeinflussen (Vgl. Wyrobnik, 2012, S. 30). Zum Schluss der Arbeit wird der Einfluss biblischer Geschichten und des Glaubens auf die physische und emotionale Entwicklung problembehafteter Kinder erörtert und in welchem Zusammenhang sie als schützende Faktoren stehen.

Diese Arbeit soll eine Möglichkeit aufzeigen, wie Kinder trotz widriger Umstände in ihrer Widerstandsfähigkeit gestärkt und aufgebaut werden können. Dabei wird auch die Kraft des religiösen Glaubens und biblischer Geschichten miteinbezogen.

Die Arbeit geht auch der Frage nach, inwieweit ein Zusammenspiel aus vielen schützenden Einflüssen notwendig ist, um Kinder kontinuierlich zu stärken. Ist das Kind allein in der Lage, sich eigenständig den ihm begegnenden Hürden und Problemen zu stellen? Im Bereich der professionellen Kindererziehung sollte die Notwendigkeit gesehen werden, ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren (Umwelt und Familie) zu gewährleisten, sodass das Kind gestärkt werden kann. Dabei ist es bedeutsam, kindgerecht vorzugehen, damit das Kind nicht überfordert wird.

2. Definition Resilienz

Das Wort Resilienz stammt aus dem Lateinischen und ist abgeleitet von resilire. Es kann mit Worten wie z. B. abprallen oder zurückspringen übersetzt werden. Der Ausdruck Resilienz bedeutet – kurz zusammengefasst – eine psychologische Widerstandsfähigkeit bei Kindern und Erwachsenen und das Aufrechterhalten dieser trotz erschwerter Lebensumstände beziehungsweise Risikofaktoren (Vgl. Gabriel, 2005, S. 207).

Doch wie können sich Kinder trotz widriger Umstände positiv entfalten und sich zu selbstbewussten, optimistischen und leistungsfähigen erwachsenen Personen entwickeln?

Der Theologe und Pädagoge Anton Bucher stellt Resilienz als eine Entdeckung dar, die dank eines Paradigmenwechsels stattfand. Seine These entfernt sich dabei vom pathogenetischen Ansatz und wendet sich dem salutogenetischen Ansatz zu. Der Begriff Pathogenese orientiert sich an den Defiziten eines Kindes, wohingegen die Salutogenese dessen vorhandene Ressourcen in den Fokus rückt. In den Human- und Sozialwissenschaften war es lange üblich, die Aufmerksamkeit auf die Entwicklungsverzögerungen des Kindes zu richten, um diese Defizite auszugleichen – was eine pathogenetische Sichtweise darstellt. Zunehmend jedoch werden verstärkt Maßnahmen gefördert, die das Kind gesund bleiben lassen und es stärken. Es wurde beobachtet, dass Kinder auf negative Einflüsse wie Krisen, Risiken und Stress unterschiedlich reagieren (Vgl. Bucher, 2002, S. 76)

Der Blick auf das Kind wendet sich zunehmend von dem ab, was es nicht kann, und verschiebt sein Hauptaugenmerk vermehrt auf die Potenziale, die es mitbringt (Vgl. Werner, 2008, S. 21).

Die Forschung konzentriert sich zunehmend darauf, sich mit den Stärken des Kindes zu befassen, anstatt seine Schwächen zu thematisieren.

Die Studie der Amerikanerin Emmy Werner aus dem Jahre 2008 kam zu dem Ergebnis, dass nachteilige Lebensumstände nicht gleichzeitig mit einer einhergehenden Störung in der Entwicklung eines Kindes in Zusammenhang stehen müssen (Vgl. Ebd.). Vielmehr treten an dieser Stelle Mechanismen ein, die den negativen Einwirkungen standhalten können.

Die Studie, die den Namen „Kauai-Längsschnittstudie“ trägt (benannt nach der Hawaii-Insel, auf der sie stattfand), wurde wie folgt durchgeführt: Über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren untersuchte und begleiteten Frau Werner und ihre Mitarbeiter alle auf der hawaiianischen Insel Kauai geborenen Kinder des Jahrgangs 1955. Die der Studie zugrundeliegende Fragestellung lautete: „In welchem Ausmaß haben suboptimale Lebensbedingungen eine Bedeutung für die Entwicklung eines einzelnen Menschen?“ (Vgl. Ebd.).

Die Forscher/innen beobachteten, dass sich ein Drittel der Proband/innen trotz alltäglicher Belastungen und Herausforderungen, zum Beispiel Trennung der Eltern oder finanzielle Engpässe, positiv entwickelten und imstande waren, zwischenmenschliche Beziehungen aufzubauen (Vgl. Gabriel, 2005, S. 207).

Dieses Ergebnis bestätigt den bereits oben angeführten salutogenetischen Ansatz, der besagt, dass Ressourcen bereits im Kind vorhanden sind, die von ihm genutzt werden können.

Die Autorin Rosmarie Welter-Enderlin, systemische Beraterin und Psychotherapeutin, beschreibt Widerstandsfähigkeit beim Menschen folgendermaßen: „Unter Resilienz wird die Fähigkeit von Menschen verstanden, Krisen im Lebenszyklus unter Rückgriff auf persönliche und sozial vermittelte Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklung zu nutzen“ (Welter-Enderlin, Hildebrand, 2012, S.13).

Ressourcen sind Gegebenheiten, die jedes Kind individuell mitbringt. Diese können unterschiedlich ausgeprägt sein und haben ihren Ursprung in einer Disposition – einer Eigenschaft, die bereits im Kind verankert ist. Die Ressourcen können im Laufe der Entwicklung jedoch auch durch die Umwelt und durch Erfahrungen beeinflusst und gefördert werden (Vgl. Ebd.).

Den Ressourcen gegenüber stehen bestimmte Risikofaktoren, die das Kind in seiner Entwicklung ebenfalls formen. Wie diese „biologischen, psychologischen und psychosozialen“ (Wustmann, Fthenakis, 2004, S. 22) Risikofaktoren aussehen können beschreibt die Sozialwissenschaftlerin Margarita Zander in ihrem Buch „Armes Kind – starkes Kind? Die Chance Resilienz“. Dazu gehören zum Beispiel Armut und ein problematisches Elternhaus. Dem gegenüber stehen als Ressourcen der Resilienz etwa die permanente Fähigkeit, sich trotz akuter Stressbedingungen nicht irritieren zu lassen und die schnelle Genesung nach traumatischen Ereignissen (z.B. sexuellem Missbrauch oder dem Tod eines Elternteiles) (Vgl. Zander, 2007, S. 20).

Die Diplom-Pädagogin Corina Wustmann, Forschungsverantwortliche für den Bereich der Elementar- und Familienpädagogik des Marie Meierhof Instituts für das Kind, bezeichnet die Resilienz auch als psychische Robustheit – eine Art Resistenz gegen Stress (Vgl. Wustmann, Fthenakis, 2004, S. 22).

Eine resiliente, also robuste Psyche, ist elastisch und somit in der Lage, mit den Gegebenheiten umgehen zu können, mit denen sie konfrontiert ist, ohne negative Beeinträchtigungen davonzutragen.

Es stellt sich jedoch die Frage, woher diese Ressourcen stammen?

Die Ressourcen zur Resilienz können wie bereits erläutert im Kind selbst veranlagt sein. Sie sind in der Lage, als positive Faktoren gegen schlechte Einflüsse zu wirken. Darunter zählen zum Beispiel sowohl ein starkes soziales Umfeld, eine intakte Umwelt als auch gewisse sogenannte Talente (beispielshalber Humor, emotionales und rhetorisches Geschick, Ausdauer). Diese Gegebenheiten sind genetische Ressourcen und sozial vermittelte Eigenschaften, die in schwierigen Situationen, wie etwa bei hohen schulischen Anforderungen, trotz anhaltender Probleme mit der Familie eingesetzt werden, so Rosmarie Welter-Enderlin zur Resilienz in ihrem Buch „Gedeihen trotz widriger Umstände“ (Vgl. Welter-Enderlin, 2012, S. 13).

All diese schwerwiegenden emotionalen und psychischen negativen Einfluss (z. B. Tod einer geliebten Person) auf das Kind bedeuten nicht automatisch, dass es sich von ihnen nicht erholen oder gar gestärkt werden kann. Die negativen Einflüsse werden hierbei als Chance gesehen und nicht als Hindernis (Vgl. Ebd.).

3. Resilienzförderung

Das derzeitige Familienleben gestaltet sich anders als noch in vergangener Zeit. Durch die unstetige Arbeitsmarktsituation und in allen Lebensbereichen steigenden Preise, sehen sich beide Elternteile gezwungen zu arbeiten (Vgl. Opp, Fingerle, 2008, S. 10f.).

Das Familienleben unterliegt einem Wandel. Häufiger gehen beide Elternteile einer Arbeit nach, um ökonomisch abgesichert zu sein und den beruflichen Anschluss nicht zu verlieren. Aus diesem Grund ist ihre zeitliche Aufmerksamkeit gegenüber den Kindern begrenzt.

All das stellt eine Herausforderung für Kinder, Eltern und Pädagog/innen dar. Wichtig ist es, dass Eltern und Pädagog/innen Kinder von Anfang an stärken, damit sie für ihre Entwicklung Kraft und Vertrauen gewinnen können (Vgl. Hocke, 2007, S. 44).

Trotz der Anforderungen an alle Beteiligte, ist es bedeutsam, so früh wie möglich auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen, da sie sich inmitten ihrer entscheidenden Entwicklung befinden.

Den alltäglichen und temporären Belastungen halten Eltern unterschiedlich stand. In Abhängigkeit von der Stabilität der Erziehungsberechtigten und der mangelnden Zeit, sich dem Nachwuchs zu widmen, unterscheiden Kinder sich stark in ihrem psychischen, physischen und sozial-emotionalen Entwicklungszustand (Vgl. Wyrobnik, 2012, S. 29). Die Zuverlässigkeit der Eltern auf allen Ebenen (psychisch, physisch und ökonomisch) nimmt auf die Kinder Einfluss. Sichere und starke Eltern wirken sich auf die Entwicklung des Kindes positiv aus.

Negative Einwirkungen auf die Entwicklung eines Kindes können auch durch Präventionsarbeit verhindert werden. Darunter versteh man zum einen die Vermeidung oder immerhin Minderung von Risiken, die die Entwicklung beeinträchtigen oder beeinflussen. Zum anderen werden Kinder gleichzeitig gestärkt und aufgebaut. Frühpädagogische Einrichtungen sind ein guter Ort, um Präventionsarbeit zu leisten und um das Selbstbewusstsein und Vertrauen von Kindern zu stärken (Vgl. Ebd., S. 30). Der Ausgangspunkt ist, auf die Gegebenheiten des Kindes und seine Umwelt einzugehen. Zum Beispiel auf ein positives Temperament. Wie bereits genannt, kommt der salutogenetische Ansatz dabei zum Tragen, der sich an den Ressourcen des Kindes orientiert. Dabei stellt sich die Frage, an welche Kinder sich die Arbeit konkret richtet?

Kinder durch Präventionsarbeit stark zu machen richtet sich an alle Kinder und hat zum Ziel, die allgemeine Gesundheit von Kindern zu erhalten und zu stärken. Schützende Faktoren, die dem Kind helfen, sich in der Welt zurechtzufinden, sollen aufgebaut werden, damit zukünftige Probleme nicht als unüberwindliche Hindernisse, sondern lediglich als Hürde betrachtet werden, so Irit Wyrobnik. Einige Einrichtungen orientieren sich an den schützenden Faktoren im Leben eines Kindes und suchen nach den Potenzialen, die im Kind selbst oder in seiner Umgebung zu finden sind (Vgl. Ebd., S. 32).

Da sich Resilienzförderung an alle Kinder richtet, ist sie elementar, denn jedes Kind sollte die Chance haben, zu einem selbstbewussten und selbstbestimmten Menschen heranzuwachsen. Ohne die Mithilfe von Erwachsenen ist dies schwer möglich, aus diesem Grund eignen sich frühkindliche Einrichtungen neben ihren Familien als geeigneter Ort.

Eine frühzeitige Stärkung der kindlichen Persönlichkeit ist für die Entwicklung auf allen Ebenen unabdingbar. Dies wird zu nachhaltigen Ergebnissen führen, die nicht nur dem Kind zugutekommen, sondern der ganzen Gesellschaft. Das Ergebnis führt zu selbstsicheren und starken Generationen, die in der Lage sind, ein eigenverantwortliches Leben zu führen. Hinzu kommt, dass sie eine gesunde Beziehung zu sich selbst und zu anderen Menschen aufbauen und halten können (Vgl. Fröhlich-Gildhoff, Becker, Fischer, 2012, S. 25).

Die Förderprogramme müssen im psychosozialen Bereich kontinuierlich und langfristig stattfinden (Vgl. Bengel, Meinders-Lücking, Rottmann, 2009, S. 162.). Sie laufen sozusagen bei der Entwicklung mit und bilden einen Anker in der kindlichen Psyche. Es ist kein einmaliges Projekt oder Angebot, sondern wird vielmehr in den alltäglichen Ablauf integriert und von allen Beteiligten gelebt, darunter der Familie, dem Umfeld und den Pädagog/innen.

Die oben genannten Ergebnisse werden von einer einjährigen Studie der psychosozialen Forschung zu Schutzfaktoren für Gesundheit (BzgA) bestätigt, die in Kindertageseinrichtung mit adäquater Einrichtung und unterstützenden Fachkräften durchgeführt wurde (Vgl. Ebd., S. 114). Die Untersuchung präsentiert in ihrem Ergebnis, inwieweit Präventionsmaßnahmen eine schützende Wirkung auf Kinder haben. Schützende Faktoren sind umweltbezogene oder dem Kind innewohnende Kräfte, die negative Einflüsse und deren Wirkung auf die Psyche abprallen lassen.

3.1 Schutzfaktoren

Dem Kind ist es möglich, sich mithilfe seiner eigenen Fähigkeiten wie Selbstbewusstsein, Optimismus und Umgang mit schwerwiegenden Belastungen zu stärken. Zusätzlich ist es notwendig, dass Familie und Lebensumfeld positiv auf das Kind eingehen, es stützen und ihm Hilfe bieten (Vgl. Biesinger, Schweitzer, 2013, S. 44).

Es kommen dabei mehrere Faktoren zusammen, die das Kind für schwierige Situationen wappnen. „Schutzfaktoren und Risikofaktoren stehen miteinander in Wechselwirkung und beeinflussen die Entwicklung eines Kindes.“ (Zentrum für Kinder- und Jugendforschung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Quelle: Zentrum für Kinder- und Jugendforschung)

Im Leben eines Kindes gibt es Entwicklungsaufgaben und Belastungen, die nicht einfach zu bewältigen sind. Um resilient handeln zu können, benötigt das Kind zusätzlich Hilfe von außen (Personal, Sozial und Umwelt). Diese stammt aus Institutionen und aus dem engen Bezugskreis des Kindes, um ihm zu ermöglichen, die Balance zwischen Risikofaktoren und Schutzfaktoren herstellen zu können. Einen Schutzfaktor kann zum Beispiel eine zuverlässige Bezugsperson darstellen. Risikofaktoren sind Einflüsse, die dem Kind schaden, wie zum Beispiel häusliche Gewalt. Dies belegen übergreifend verschiedene Längsschnittstudien (Vgl. Ebd.).

Die Religionspädagogen Albert Biesinger und Friedrich Schweitzer formulieren in ihrer Studie „Religionspädagogische Kompetenzen“ die These, dass Risiken und Belastungen aufgefangen werden können, „[w]enn auf verschiedenen Ebenen ausreichend Schutzfaktoren vorhanden sind, […] die gut zusammenwirken“ (Biesinger, Schweitzer, 2013, S. 44).

Für diese Schutzfaktoren existieren verschiedene Grundlagen: Verschiedene wissenschaftliche Studien belegen, dass bei kindlichen Schutzfaktoren drei Ebenen existieren. 1. kindbezogene Faktoren (Eigenschaften), 2. umweltbezogene Faktoren (Merkmale des sozialen Umfeldes) und 3. Resilienzfaktoren (Fähigkeiten, die das Kind in der Interaktion mit seiner Umwelt erwirbt). Im Rahmen der Resilienzforschung von Resilienzförderung in der Kita 2012 von Klaus Fröhlich-Gildhoff, Jutta Becker und Sibylle Fischer und der bereits erwähnten Kauai-Studie konnten folgende Faktoren identifiziert werden: mindestens eine kontinuierliche Bezugsperson (bestenfalls ein Elternteil, auch Bezugspersonen aus dem Umfeld, z. B. nahe/r Verwandte/r oder professionelle Fachkraft) empathisches Verhalten ausgehend von Bezugspersonen, um Bindungsfähigkeit realisieren zu können einfühlsames, aufgeschlossenes aber auch in der Struktur transparentes Erziehungsverhalten der Bezugspersonen soziale Unterstützung für die Familie von außerhalb pädagogische/soziale Modelle, um die kindgerechten Bewältigungsstrategien in Krisensituationen mit Kindern aufzuarbeiten, sie anzusprechen und zu ermutigen dem Kind frühzeitig die Möglichkeit geben, Erfahrungen zu machen, aufgrund derer es sich selbst verwirklichen kann, um entsprechend positive Resonanz zu bekommen, die es verinnerlicht eine positive Einstellung zum eigenen Ich in Form von Selbstvertrauen, Selbstwertgefühl und Selbstkonzept dem Kind soziale Verantwortlichkeit übertragen, angepasst an seinen Entwicklungsstand kognitive Kompetenzen, die adäquat motiviert und angesetzt werden Selbststeuerungs- bzw. Selbstregulationsfähigkeiten, die mithilfe von Bezugspersonen manifestiert werden (z. B.: Das Kind ist imstande, sich bei Ärger zu beruhigen, indem es sich einer Tätigkeit widmet) Fantasie (Geschichten regen diese beispielsweise an) ein ausgeprägtes „Kohärenzgefühl“ (Vgl. Antonowskis, 2001, S. 28.), also Ereignisse und Erlebnisse einordnen und verstehen können und sich sicher in der Bewältigung von Geschehnissen fühlen, beziehungsweise die Sicherheit haben, den Anforderungen gerecht werden zu können und in all dem auch einen Sinn zu sehen, und antizipieren zu können, welche Auswirkungen die eigene Handlung hat. Die Feststellung und die Erfahrung, dass die eigene Existenz einen Sinn hat (z. B. dem Glauben eine Bedeutung einräumen) sichere sozioökonomische Bedingungen schaffen, gesellschaftliche und wirtschaftliche Sicherheit (Vgl. Fröhlich-Gildhoff, Becker, Fischer, 2012, S. 29).

Studien haben ebenso gezeigt, dass Kinder mit einem offenen Charakter, die selbstbewusst und empathisch sind, positivere Wirkung auf ihre Umwelt haben. Dies kommt dem Selbstbild des Kindes zugute und baut das Selbstvertrauen auf, durch sein Selbst überzeugen zu können. Dabei entstehen zwischenmenschliche Beziehungen, aus denen Freundschaften und weitere soziale Kontakte hervorgehen, die für die Entwicklung des Kindes förderlich sind (Vgl. Wyrobnik, 2012, S. 23f). Dies ist ein kindbezogener Faktor. Eine Eigenschaft, die dem Kind innewohnt.

Die wirksamsten Schutzfaktoren, um bei negativem Einfluss Widerstand leisten zu können, liegen im Kind selbst. Dies geht aus den Untersuchungen der Kauai-Studie hervor. Bereits im Kleinkindalter sind resiliente Kinder schnell bereit zu explorieren. Im Schulalter sind sie im Vergleich zu den nicht resilienten Kindern meist selbstständiger, selbstbewusster und unabhängiger. Sie verstehen es, trotz eventuell durchschnittlicher Begabung, ihre Talente effektiv einzusetzen (Vgl. Werner, 2008, S. 22f). Die Studie kommt somit zu dem Schluss, dass ein Kind, das sich sicher fühlt, auch schneller bereit ist, sich und seine Umgebung zu erkunden. Diese Erfahrungen führen zu mehr Selbstbewusstsein. Wichtig bei all dem ist der Glaube an die eigene Fähigkeit. Dies hilft dem Kind, einen Sinn und Zweck in seinen Handlungen zu erkennen.

All diese Fähigkeiten halfen den Probanden auch später im Berufs- und Privatleben, mit Problemsituationen besser umzugehen und diese zu bewältigen (Vgl. Wustmann, Fthenakis 2004, S. 48). Dies sind Eigenschaften, die einem Menschen ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben ermöglichen.

In der Regel existieren nicht alle Schutzfaktoren oder gelingen gar. Dennoch sagen die entsprechenden Studien aus, dass ein Ausweg aus Notlagen und Belastungen zumeist gelingt, je mehr Schutzfaktoren zusammenkommen, da sie so entwicklungsfördernd wirken können (Vgl. Corina, 2004, S. 108).

In einigen Studien der Resilienzforschung wird der Begriff Schutzfaktor aber auch kritisch diskutiert. Dort wird angenommen, dass Schutzfaktoren nur mit einer ungenauen Wahrscheinlichkeit Risiken abmildern können. Zusätzlich wird darüber gestritten, ob die Schutzfaktoren erst dann bedeutsam oder wirksam sind, wenn Risiken auftreten, oder ob das Vorhandensein von Schutzfaktoren per se Risiken verhindert. Die Autoren Bengel, Meinders-Lücking und Rottmann fassen die Befundlage folgendermaßen zusammen: Ein umfassendes differenziertes und empirisch fundiertes Modell zur Wirkung von Schutz-Risiko können bei der derzeitigen, zum Teil uneinheitlichen Befundlage und aufgrund fehlender Daten nicht formuliert werden. Es lassen sich jedoch einige grundsätzlichen Aussagen aus dem aktuellen Forschungsstand ableiten, um die Vorwürfe zu beleuchten (Vgl. Bengel, Meinders-Lücking, Rottmann, 2009, S. 160):

Schutzfaktoren entfalten ihre Wirkungen in Verbindung mit Risikokonstellationen (z. B. beengte Wohnverhältnisse) und Umgebungsbedingungen (beispielsweise ein sozial schwaches Milieu). Das Ausmaß der vorliegenden Belastungen respektive der Risikokonstellationen nimmt Einfluss auf die Wirkung der Schutzfaktoren (Vgl. Ebd.). Die Schutzfaktoren fangen diese negativen Einflüsse in Form von Risiken und Umweltbedingungen ab, da Schutzfaktoren eine protektive Wirkung entfalten. Wenn mehrere Schutzfaktoren zusammenkommen kann sich die Wirkung erhöhen (Vgl. Ebd.).

Kinder durchlaufen unterschiedliche Phasen der Verwundbarkeit. Wobei sich manche Schutzfaktoren erst in einer bestimmten Entwicklungsphase entfalten können (Vgl. Ebd.). Wenn eine Schutzwirkung in der Vergangenheit manifestiert wurde, kann sich das Kind diese Kenntnis später zu Nutzen machen.

Schutzfaktoren stehen in Interaktion mit anderen Merkmalen und Faktoren und können positiv Einfluss auf weitere Eigenschaften ausüben.

Einige Schutzfaktoren können beeinflusst und verändert werden (z. B. Selbstwirksamkeitserfahrungen), und andere hingegen sind unveränderbar (wie etwa die Geburtenreihenfolge) (Vgl. Ebd.).

Laut Fingerle kommt es nicht nur auf die Verfügbarkeit von Ressourcen an, sondern auch auf eine gewisse universelle Verwendbarkeit bei ihrem Einsatz (Vgl. Margherita Zander, 2011, S. 213). Resilienz wäre demzufolge als temporäres Ergebnis von Lebenspraxen zu sehen, in denen Ressourcen erkannt und genutzt werden, um in einer langanhaltenden Weise soziale anschlussfähige Ziele zu verfolgen und somit eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu gewähren.

Fingerle schlägt für diese Fähigkeit den Begriff „Bewältigungskapital“ vor. Über Bewältigungskapital zu verfügen bedeutet, Ressourcen zu entdecken, zu nutzen und sie reflektieren, um eigene Ziele zu erreichen, das eigene Potenzial im Umgang mit Problemen und Krisen weiterzuentwickeln (Vgl. Ebd.). Laut Fingerle sind dies Ressourcen mit denen gearbeitet wird, um sich weiterzuentwickeln.

3.2 Biblische Geschichten und Resilienzförderung

Beim PRiK-Förderprogramm handelt es sich um ein sozialpädagogisches Konzept für die Prävention und Resilienzförderung in Kindertageseinrichtungen. Die Konzepte von Prof. Dr. Fröhlich-Gildhoff und seinen Mitarbeiter/innen kommen nahezu vollständig ohne religiöse Formen und Inhalte aus. Das einzige explizit religiöse Element im Trainingsmanual des Förderprogramms ist das sogenannte „Kindermutmachlied“ (Vgl. Fröhlich-Gildhof, Dörner, Rönnau, 2012, S. 78).

Werden Kinder durch das Ausklammern religiöser Elemente eines Schutzfaktors beraubt?

Fritz Oser, ein Pädagoge und Psychologe, sieht dies differenziert. Er ist der Annahme, dass religiöser Glaube zu den personalen Schutzfaktoren gegen belastende Lebensereignisse gehört (Wustmann, 2004, S. 115).

Aus seiner Sicht stehen religiöse Elemente im Bezug zu Schutzfaktoren auf gleichwertiger Höhe mit anderen Faktoren des Schutzes.

Er sieht Resilienz fördernde religiöse Bildung als „Kräfteschulung“ an. Fritz Oser beschreibt aus dem Blickwinkel der religiösen Erziehung und Bildung die Kräfteschulung als die Aufgabe, Kinder offen und bereit zu machen für den langen und wechselhaften Weg des Glaubens (Vgl. Oser, Gmünder, 1984, S. 9). Es sei von Bedeutung, sie in ihrem Glauben zu stärken, damit sie daran festhalten können, auch und insbesondere in Krisensituationen.

Geht man davon aus, das der Mensch sich selbst und die Welt als implizit religiös sieht und dass er über sich und die Welt philosophiert und in allem etwas Gutes sieht, kann er sich nach außen als religiös bezeichnen, da er sich spirituell mit sich und seinem Leben auseinandersetzt (Vgl. Fröhlich-Gildhof, Dörner, Rönnau, 2012, S. 18). Aus diesem Grund sieht das PRiK-Förderprogramm gleichwohl einen Zusammenhang zwischen Resilienz und Religion, erachtet es aber nicht für notwendig, Religion als Schutzfaktor zu viel Gewicht einzuräumen, da sein Konzept förmlich ohne religiöse Inhalte auskommt

Der Soziologie Aaron Antonovsky begreift Resilienz als ein identitätssicherndes Kohärenzgefühl, das auf dem Gefühl von Vertrauen basiert, worauf Kinder angewiesen sind. Es ist laut Antonovsky möglich, dieses Grundvertrauen aus dem eigenen Glauben zu schöpfen (Vgl. Wustmann, 2004, S. 105).

Damit das Kind in der Lage ist, sich ein positives Bild von sich und seiner Umwelt zu machen, benötigt es Vertrauen in sich, die Familie und in die Gesellschaft.

Hinzu kommt, wie Kinder ihr Selbst und die Welt sehen. Dies hängt davon ab, wie sie ihre eigene Umwelt erfahren, sprachlich erfassen und deuten. Auch Kinder entwickeln ihr Selbst- und ihr Weltbild in Beziehung zu den grundlegenden Deutungen, die im Lebenskontext gelebt, geglaubt und kommuniziert werden (Biesinger, Schweitzer, 2013, S. 39). Dabei spielen Formen expliziter Religion und damit Geschichten von Gott eine wichtige Rolle.

Es stellt sich an diesem Punkt die weiterführende Frage, welche positiven Einflüsse die Religionsausübung noch auf Kinder haben kann?

Von frühster Kindheit an sammeln Menschen Erfahrungen, in deren Zuge sie mit transzendenten Dimensionen in Berührung kommen, die auf Gott verweisen. (z. B. Fragen nach dem Tod). Kinder haben Hoffnungen und Ängste, suchen nach Schutz und Geborgenheit und wünschen sich, von ihren Mitmenschen anerkannt zu werden. Dies sind Dimensionen, die zwischenmenschlich geschehen (Vgl. Ebd.). Der Einfluss auf das Kind hinsichtlich seines Glaubens hängt sehr stark von seiner Umwelt ab und wie diese damit umgeht. Ein Teil des kindlichen Bedürfnisses nach Liebe kann mit einem positiv gelebten zwischenmenschlichen religiösen Lebenswandel erfüllt werden.

Wirklichkeit konstruieren und begegnen setzt Vertrauen und Hoffnung voraus: Indem Kinder die Welt entdecken, sie mit ihrer ganz eigenen Art wahrnehmen und verstehen, konstruieren sie ihr Weltbild (das in Gänze individuell und eigen sein darf). Als Voraussetzung für das Explorieren ist eine positive Weltgewandtheit vonnöten, so Fritz Oser (Vgl. Oser, Gmünder, 1984, S. 23). Ängstliche Kinder, die sich nicht trauen, ihre Welt zu entdecken, werden die Welt nicht erkunden, da ihnen unter anderem das nötige Vertrauen in die Menschen und die Dinge fehlt.

Den Begriff „Grundvertrauen“ prägte der Psychoanalytiker, Freudschüler und Kinderpsychologe Erik H. Erikson im Jahr 1950. Erikson spricht davon, dass die Hoffnung die Basis von Vertrauen bildet. Hoffnung, anderen Vertrauen zu schenken und somit die Welt beziehungsweise die Dinge nicht als trügerisch und feindlich zu sehen. Das Vertrauen zu haben, dass die Welt am Ende gut ist, stellt eine Frage des Glaubens dar (Vgl. Biesinger, Schweitzer: 2013, S. 44f). Das Zusammenspiel aus Entdecken und sich daraus sein Weltbild zu konstruieren, stellt Vertrauen und Hoffnung in den Mittelpunkt der Entwicklung eines Kindes. Somit wird eine religiöse Erziehung nicht ausgeschlossen, da dies sehr prägnante Elemente der Hoffnung und des Vertrauens darstellen.

Resilienz hängt eng mit den Eigenschaften Glaube und Hoffnung zusammen. Sie erfordert Trost und Vertrauen. Belastungen aller Art können auch gravierende Ereignisse wie Tod, eine lebensbedrohliche Krankheit oder der Verlust von geliebten Personen sein – solche Ereignisse stellen die Widerstandskraft auf eine harte Probe. Nicht selten stellen sich in ihrem Kontext religiöse Fragen (Vgl. Ebd.). Letztlich führt die Auseinandersetzung mit der Frage, wie Kinder gestärkt werden können, zu der Annahme, dass die Lebenskraft und der Mut, sich dem Leben zu stellen, von Kindern weitere Grundlagen benötigen als Ich-Stärke und Bewältigungsstrategie. Sie benötigen den offenen und einfachen Zugang zu Trost und Hoffnung, den sie besonders in der religiösen Erziehung finden können.

Wustmann stellt fest, dass „Spiritualität und religiöse Systeme […] für die Entwicklung von Resilienz ebenso bedeutsam [sind] wie Glaube und Zuversicht.“ (Wustmann, 2004, S. 117). In transzendenten Dimensionen wie Religion finden Kinder Glaube und Zuversicht. Das eine schließt das andere mit ein.

Dazu bedarf es einer kommunikativen Atmosphäre, in der die heilende, tröstende und unterstützende – und damit auch Resilienz fördernde – Botschaft des Glaubens (alle Religionen dieser Welt mit inbegriffen) sich entfalten kann. Oser unterscheidet zwischen individuum-bezogenen Kräften (z. B. bitten, danken, Zuversicht haben), interaktion-bezogenen Kräften (z. B. trösten, kritisieren, Mitfreude zeigen) und form-bezogenen Kräften (Umgang mit Symbolen, körperbezogener Ausdruck, Riten), die zu eben genanntem Zweck beim Kind zu schulen sind (Vgl. Oser, Gmünder, 1984 S. 23).

3.2.1 Glaube und biblische Geschichten

Wustmann ist der Ansicht, das Märchen und (biblische) Geschichten die Resilienz fördern. Diese haben folgende Funktionen: Sie schaffen eine Auszeit, um sich von Problemen zu erholen, stellen in ihren Protagonisten Verhaltensmodelle zur Verfügung, die Problemlösungen veranschaulichen und zur Bearbeitung von Problemen ermutigen. Dafür steht unter anderem exemplarisch die Geschichte „Swimmy“ von Leo Lionni (Vgl. Bucher, 2002, S. 81). Erzählungen haben die Funktion, sich mit den Geschichten auf eine distanzierte aber intensive Art und Weise auseinanderzusetzen. Dies wird im Folgenden anhand der Geschichte „Swimmy“ näher erläutert.

Zur Handlung: Der kleine, schwarze Fisch Swimmy lebt glücklich in einem Schwarm roter Fische. Als dieser von einem größeren Fisch gefressen wird, verlässt er seine Heimat und erlebt Abenteuer im Ozean, trifft viele andere Meeresbewohner, bis er einen neuen Schwarm roter Fische findet. Aus Angst, von größeren Fischen gefressen zu werden, bilden die kleinen Fische eine Gruppe in der Form eines großen Fisches und Swimmy, dessen Idee das Ganze war, spielt das Auge. So können die Fische ohne Angst vor den lauernden Gefahren durch das Meer schwimmen (Vgl. Lionni, 2014). Die Geschichte bietet zahlreiche lebensbejahende Botschaften.

Swimmy erholt sich rasch, ist neugierig, kreativ, kann schwierige Probleme angehen, ist überzeugt von seiner Wirksamkeit und ist bei alldem verantwortungsbereit (Vgl. Bucher, 2002, S. 81). Der Protagonist Swimmy zeigt einige resiliente Eigenschaften, da er sich schnell von einem traumatischen Ereignis erholt. Er ist in der Lage, innerhalb kürzester Zeit (rasch), schnell zu handeln. Er lässt sich trotz Gefahr nicht einschüchtern, auf neue Situationen und Personen einzugehen (neugierig). Er weiß, wie er das Problem lösen kann (kreativ) und glaubt an das, was er tut (überzeugt). Schlussendlich handelt er so, dass auch andere einen Vorteil davon haben (verantwortungsbewusst). Wustmann formuliert, welche weiteren Eigenschaften in vergleichbaren Geschichten gefördert werden, die in Bezug zu Resilienz stehen: der Protagonist löst das Problem durch Eigenaktivität. Die Helden lassen sich von Rückschlägen nicht entmutigen der Protagonist verfügt über ein positives Selbstbild, das ihm dazu verhilft, Beziehungen aufzubauen und Unterstützung mobilisieren zu können. Für die Auseinandersetzung mit der Geschichte entwirft Wustmann ein methodisches Schema, das Kinder dazu veranlasst, sich im Anschluss an das Erzählen oder Vorlesen konstruktiv und persönlich mit vorhandenen Problemen zu beschäftigen und am Beispiel Lösungsmöglichkeiten zu entdecken. Fragen wie: „Was hat dir am besten gefallen?“, „Welchen Schritt könnte der Charakter als Nächstes tun?“, „Von wem bekommt er Unterstützung?“, „Welche weiteren Lösungsvorschläge hätte es gegeben?“, „Wie hättest du dich verhalten?“, „Hast du schon Ähnliches erlebt und gibt es Überschneidungen zwischen dir und der Hauptfigur?“ stehen im Umgang mit dem Inhalt der Geschichte zur Verfügung (Vgl. Wustmann , Fthenakis, 2004, S.8). Die vorlesende Person und das Kind treten so in einen Dialog.

Die Nähe zu einem strukturierten Philosophieren beziehungsweise Theologisieren ist dabei nicht zu übersehen (Vgl. Bucher, 2002, S. 81). Diese Nähe zur Philosophie und der geistigen Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Leben gibt den Kindern eine Identität und Selbstbewusstsein sowie die Hoffnung und das Vertrauen, Einfluss auf das Leben zu nehmen.

Die Pfarrerin Sabine Müller-Langsdorf entdeckte eine ganze Reihe solcher Resilienz fördernder Geschichten in der Bibel. Darunter zählt jene des Jungen David, der es schafft, gegen den Riesen Goliath zu bestehen. Wie Wustmann stellt sie die Protagonisten in den Mittelpunk und will Resilienz veranschaulichen, indem sie diese Geschichte als Modell und Vorbild ins Spiel bringt. Müller-Langsdorf zieht auch Moses’ Geschichte heran, um auf die Begegnung mit Gott zu sprechen zu kommen. Gott ist es, der Lebens- und Widerstandskraft eine stärkende Quelle außerhalb ihrer selbst verbürgt (Vgl. Müller-Langsdorf, 2004, S. 33ff). Biblische Geschichten erzählen heilige Geschichten, und gleichzeitig vermitteln sie lebensbejahende Botschaften. Diese Geschichten können spielerisch an Kinder herangetragen werden. Die Vorbilder in den Geschichten, mit denen sich Kinder identifizieren können, zeigen Mut und Stärke.

Biblische Geschichten zeichnen einen Gott, der den Menschen trotz ihrer Fehler und Ungläubigkeit bedingungslos seine Güte und Liebe schenkt, indem er Vergebung walten lässt und in allem einen Sinn sieht. Er ist es auch, der jeden anerkennt, unabhängig von Erfahrungen wie Ablehnung, Enttäuschung oder Versagen, die Menschen widerfahren sind (Vgl. Bucher, 2002, S. 83). Er ist es, der prosoziale Orientierung ermöglicht, trotz Nachteilen (z. B. bei schuldhaftem Handeln und Versagen), indem er den Menschen mit Wertschätzung begegnet. Damit gibt er ihnen Hoffnung und Glaube an die Zukunft.

In den angeführten Geschichten dürfen die Protagonisten auch gebrochener sein als es der Idealvorstellung entspricht. Aus diesem Grund meint der Theologe und Pädagoge Anton A. Bucher, benötigen Kinder einen sogenannten „dritten Ort“, um Erfahrungen zu sammeln. Diesen dritten Ort stellten Geschichten dar, in denen Gott die Stimmigkeit der Welt sowie die Lebenswürdigkeit des Einzelnen akzeptiert und liebt. Dort erfahren sie Sinnhaftigkeit, werden unterstützt und wertgeschätzt. Bei Bedarf können sie auf die Geschichten zurückgreifen, wenn sie zum Beispiel Unterstützung benötigen, um Trauer zu verarbeiten (Vgl. Ebd.). Es sind nicht nur die gelebten Erfahrungen, die zu einem positiven Selbstkonzept und einem Kohärenzgefühl führen. Kinder benötigen deshalb auch Vergewisserung und Ermutigung durch bedeutende Geschichten. Mit Stimmigkeit der Welt ist gemeint, dass sie so wie sie ist angenommen werden sollte, auch mit ihren negativen Seiten.

Das kindliche Selbst benötigt Geschichten, da es sich durch Fantasie und Selbstentwürfe bilden soll. Insbesondere die Arbeiten des deutschen Bildungsforschers Prof. Dr. Gerd E. Schäfer haben neu bewusst gemacht, dass die Identitätsbildung im Kindesalter in hohem Maße auf die Eigenaktivität des Kindes zurückgeht. Die Fantasie des Kindes, so eigenständig sie ohne Zweifel ist, kommt nicht ohne Anregung und Material von außen aus. Das Kind ist demnach Konstrukteur seiner eigenen Identität, unter anderem durch Mithilfe von Geschichten. Insbesondere biblische Geschichten, die zugleich Hoffnungsgeschichten sind, bieten sich hier an. Im freien Rollenspiel der Kinder wird unmittelbar deutlich, wie sie mit in Gänze verschiedenen Identitäten experimentieren („Jetzt wäre ich eine Katze …“, „Jetzt wäre ich die liebevolle Mutter …“, „Du wärst jetzt tot …“) (Biesinger, Schweitzer, 2013, S. 44f). Das Kind entwickelt Vorstellungen seiner selbst und vor allem Wünsche, Bilder und Entwürfe davon, was es sein möchte. Geschichten, die dem Kind erzählt werden, geben ihm solche Anregungen an die Hand. Sie sollen das Kind nicht auf eine bestimmte Identität festlegen, sondern es dazu ermutigen und ermuntern, sich mithilfe von Geschichten selber zu entwerfen.

Weitere Unterstützung für Kinder, um ihre innere Sicherheit zu gewinnen, stellt die Identifikation mit starken Personen oder Figuren dar. Kinder suchen in allen Entwicklungsstufen danach: Figuren, in die sie ihre Wünsche und Erwartungen projizieren können. Sei es Pipi Langstrumpf, Laura Stern oder auch biblische Protagonisten. Immer überträgt sich das Selbstbewusstein und der Erfolg der Idole ein Stück weit auf die eigene Person der Leser/innen oder Zuhörer/innen. Kinder speichern diese Emotionen und können sie nach Belieben abrufen (Jaede, 2007, S. 144).

Das Leben birgt unentwegt Gefahrenzonen. Geschichten bieten die große Möglichkeit, vom Leben zu erfahren: Dinge im Vorhinein zu hören und zu erleben, sie zu druchdenken und ordnen zu können, bereitet auf das Leben vor, und darauf, es gelassen und bewusst eingehen zu können, beschreibt Prof. Dr. Irit Wyrobnik. Sie arbeitet an der Hochschule Koblenz als Dozentin für Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit. Eine Chance, die nur in Büchern geboten werde. Dahingegen gibt es im Leben keine zweite Chance, es passiert alles nur einmal, da hat alles was wir tun Folgen, ein Fehler ist ein Fehler. Beim Lesen können wir Irrwegen nachgehen und sie ändern, falsche Einstellungen korrigieren sowie unsere Verständnisfähigkeit formen, so Wyrobnik (Vgl. Pressler, 2001, S. 15f). Da das Leben einige Hürden birgt, ist es vonnöten, Kinder davon spielerisch und kindgerecht zu erzählen, sodass sie davon gehört haben, die Ereignisse in Gedanken nachgehen, sich ein Bild machen können von der Situationen und dieses Bild in die Realität mitnehmen. Die Position des Bildes ist häufig differenziert, variiert immer wieder neu und wird angepasst, wenn es sich um Gelesenes handelt. Geschichten sind dazu da, um vom Leben zu erfahren, um nicht unvorbereitet vom Schicksal getroffen zu werden.

Besonders Kinder in schwierigen Lebenslagen kann Literatur in Form von vorgelesenen Geschichten oder auch Nacherzähltem stützen, trösten und emotional stärken. Kinder, die zum Beispiel in armen, beengten Verhältnissen aufwachsen, können in der Literatur zumindest zeitweise diesen Verhältnissen entfliehen und gedanklich (bessere) Welten beziehungsweise eine Welt erleben, in der andere Optionen aufgezeigt werden, andere Verhältnisse existieren (Vgl. Wyrobnik, 2010, S. 51ff). Geschichten regen ihre Fantasie an und Kinder können diese jederzeit abrufen – ein abrufbares Trostpflaster sozusagen.

Der Erziehungswissenschaftler und Publizist Micha Brumlik betont, dass auch in der Familie Kinder Anerkennung und Empathie erfahren sollten. Hier müsse der Raum gegeben sein, angstfrei über Erfahrungen sowohl sozialer Art als auch über religiöse Geschichten sprechen zu können. Die vor allem in biblischen Narrativen auch häufig auftretende Gewalterfahrung kann dabei gegenüber Gewalt sensibilisieren und es ermöglichen, Fragen zu erörtern, in denen es um die Gerechtigkeit Gottes geht (Vgl. Brumlik, 2010).

Ergänzen möchte ich den Apsekt der Annerkennung und Empathie in der Auseinandersetzung mit Geschichten. Auch dies sollte überall möglich sein, wo das Kind regelmäßig gegenwärtig ist, dazu gehören auch frühkindliche Institutionen.

4. Schlusswort

Diese Arbeit hat aufgezeigt, dass biblische Geschichten Kinder stärken können. Ein einfacherer Zugang zu biblischen Geschichten ermöglicht einen Umgang mit Religion und die Möglichkeit, einen eigenen Glauben zu entwickeln.

Im ersten Teil wurde auf die Definition der Resilienz eingegangen. Dabei wurde der Begriff psychische Resilienz erläutert und wie es zu seiner Einführung kam. Es fand ein Paradigmenwechsel statt: Der Blick wendete sich zunehmend den positiven Eigenschaften zu, die das Kind mitbringt, anstelle seiner Defizite.

Die erste und fundierte Standartstudie erhob Emmy Werner im Jahre 1971. Sie kam zu dem Ergebnis, dass Kinder, die unter schweren Bedingungen aufwachsen, nicht zwangsläufig unter Entwicklungsstörungen und ihren Folgen leiden. Ein positiver Effekt davon ist die Stärkung der Psyche des Kindes.

Der Grund hierfür liegt in der Widerstandskraft (Resilienz) des Kindes, die gefördert werden kann. Dies sollte bewusst geschehen, um Risiken, die auf das Kind und seine Entwicklung einwirken, vermeiden zu können oder sie zumindest zu verringern.

Danach widmete sich diese Arbeit der Frage, was Widerstandsfähigkeit fördert.

Irit Wyrobnik nennt Präventionsarbeit als Vermeidung oder zumindest Minderung von Risiken, die die Entwicklung erschweren oder beeinflussen. Mit einzubeziehen ist die Tatsache, dass einige wirksame Kräfte im Kind selbst liegen, die weiter gefördert und gestärkt werden müssen.

Kritische Stimmen stellen die Frage, zu welchem Zeitpunkt diese eingesetzt werden sollten. Die Autoren Bengel, Meinders-Lücking und Rottmann beleuchten, dass ein Modell zur Wirkung von Schutz-Risiko bei der derzeitigen, zum Teil uneinheitlichen Befundlage und aufgrund des Mangels an Daten nicht formuliert werden kann. Dennoch lassen sich einige fundierte Aussagen aus dem aktuellen Forschungsstand ableiten, um die Vorwürfe zu darzulegen (Vgl. Bengel, Meinders-Lücking, Rottmann, 2009, S. 160).

Schützende Faktoren setzen daran an, sie bauen Widerstandskraft aus. Die Schutzfaktoren sollten verlässlich vertrauensvoll und über einen längeren Zeitraum angelegt sein.

Im darauffolgenden Kapitel wurde der Glaube an Gott behandelt und wie dieser einen Schutzfaktor darstellen kann. Der Glaube an Gott setzt ein großes Grundvertrauen voraus. Grundvertrauen ist die Basis für die Entdeckung der Welt und des eigenen Ichs. Da Kinder Geschichten und Erzählungen gefallen, liegt es nahe, sie auch mit biblischen Geschichten zu konfrontieren, mit deren Helden sie sich identifizieren können. Somit kann der Glaube aufgebaut und gestärkt werden.

Diese Arbeit versucht darzulegen, wie es möglich ist, Kinder zu stärken und aufzubauen, trotz widriger Umstände.

Der Fokus lag dabei auf biblischen Geschichten aus dem Christentum. Es muss jedoch angemerkt werden, dass auch Geschichten aus anderen Religionen lebensbejahende und aufbauende Botschaften beinhalten. Der Glaube zu Gott schließt in dieser Arbeit alle Religionen ein. Eine weitere Fragestellung im Sinne dieser Arbeit könnte zukünftig lauten, wie frühkindliche Institutionen den Schutzfaktor Religion mit dem Hinblick auf religiöse Vielfalt umsetzen könnten.

Diese Arbeit konzentrierte sich auf die Präventionsmaßnahmen für Kinder. Die Frage, wie Eltern oder Pädagogen dabei unterstützt werden, bleibt aufgrund des beschränkten Umfangs unberücksichtigt.

Die zukünftige Entwicklung könnte aussehen, dass in der frühkindlichen Pädagogik vielfältigen Religionen und ihren wertvollen Botschaften mehr und mehr Einzug gewährt wird. Der Umgang mit religiöser Vielfältigkeit sollte und wird in der Praxis bereits teilweise offener und keine großen Unterscheidungen mehr gemacht, sondern bewusst darauf eingegangen, dass es Unterschiede gibt, die keinen trennenden Charakter haben. Stattdessen führen sie zu Verbundenheit. Religionen beinhalten wertvolles Wissen, das auch den Kindern nicht vorenthalten werden sollte.

Quellen- und Literaturverzeichnis

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Details

Seiten
26
Jahr
2015
ISBN (Buch)
9783668211001
Dateigröße
575 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v321739
Institution / Hochschule
Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin
Note
Schlagworte
Resilienz Widerstandsfähigkeit

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Titel: Religion als Resilienzfaktor. Inwieweit können Glaube und biblische Geschichten dazu beitragen, Kinder in ihrer Widerstandsfähigkeit zu stärken und aufzubauen?