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Biologie einfach und anschaulich. Fühlkästen als Lernbeispiel zum Aufbau der Haut

Facharbeit (Schule) 2014 18 Seiten

Didaktik - Biologie

Leseprobe

Inhalt

2 BIOLOGIE ZUM ANFASSEN - PRAXISBEZOGENER UNTERRICHT

3 ENTSTEHUNG DES MODELLES
3.1 MATERIALFINDUNG
3.2 ENTWICKLUNG EINES PROTOTYPS
3.3 FERTIGES MODELL

4 AUFBAU DER ALLGEMEINEN KÖRPERDECKE („H UT“)
4.1 EPIDERMIS (OBERHAUT)
4.1.1 Unterteilung der Epidermis
4.2 DERMIS, CORIUM (LEDERHAUT)
4.2.1 Unterteilung der Dermis, Corium (Lederhaut)
4.3 SUBCUTIS (UNTERHAUT)

5 VERGLEICH DER VERWENDETEN TIERHÄUTE

6 FÜHLKÄSTEN ALS PROJEKTARBEIT IN DER UNTERSTUFE

7 QUELLENVERZEICHNIS

2 Biologie zum Anfassen - Praxisbezogener Unterricht

Die Aufgabenstellung meiner Seminararbeit besteht in der Entwicklung eines Modelles, das einen biologischen Sachverhalt oder ein biologisches Phänomen vereinfacht darstellt. Wichtig war mir persönlich dabei, dass es einen direkten Nutzen hat und zum Beispiel im Unterricht verwendet werden kann.

Durch mehrere Ferienjobs mit Kindern im Alter zwischen 6 und 14 Jahren habe ich erfahren, dass es für diese immer einfacher ist die Dinge selbst auszuprobieren.

Dabei spielt das Erleben mit allen Sinnen eine große Rolle und dies wollte ich auch in mein Modell mit einbringen.

Also wurde ein Konzept entwickelt, mit dem die Kinder Tierhäute und Tierfelle durch Fühlkästen anfassen und so den Aufbau dieser erarbeiten können. Sie können die Häute/Felle nicht sehen und müssen sich komplett auf ihren Tastsinn verlassen. Auf den Kästen werden Informationszettel befestigt, sodass die Kinder am Ende den Lernstoff selbst aus den Texten herausarbeiten können. Durch dieses Konzept wird mehr als nur ein Sinn angesprochen, dadurch lernen die Kinder schneller, wie schon durch mehrere Studien bewiesen wurde.1

„Nichts macht einen zarteren und tieferen Eindruck
auf den Geist des Menschen als das Beispiel.“2
- John Locke

Im Folgenden wird der Weg vom ausgearbeiteten Konzept, über den Bau des ersten Prototyps bis hin zum fertigen Modell beschrieben. Zusätzlich wird wissenschaftlich über den Aufbau und die Merkmale der Haut/Cutis informiert.

3 Entstehung des Modells

3.1 Materialfindung

Die erste Herausforderung, der sich angenommen werden musste war die Auswahl des Holzes. Es gab mehrere Punkte zu beachten: Unter anderem die Dicke, das Gewicht und die Verarbeitungsmöglichkeiten. Um all diese Punkte zu berücksichtigen, wurden OSB - Holzplatten (=Oriented Structural Board oder Grobspanplatte)3 mit einer Dicke von 15mm ausgewählt. Es ist nicht zu dick und damit nicht zu schwer, aber trotzdem stabil genug um es zu bearbeiten. Außerdem ist es sehr robust und hält den Belastungen durch Kinder stand.

Der nächste Punkt, dem man sich widmen muss, ist die Befestigung. Es gibt zwei Möglichkeiten die Fühlkästen zu bauen: Schrauben oder Kleben. Kleben ist die sinnvollere Methode, da die Schrauben an der Außenseite der Box als störend empfinden worden wären und die Verletzungsgefahr durch absplitterndes Holz erhöht hätte. Zusätzlich verleiht das Kleben dem Kasten ein zeitloses professionelles Design.

3.2 Entwicklung eines Prototyps

Der Prototyp des Modells wurde von mir selbst gebaut.4

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 Kassenzettel

Während des Baus entstanden keinerlei Probleme. Auch das Kleben hat hervorragend geklappt und die OSB - Platten, die fertig zugeschnitten gekauft wurden, passten perfekt. Das Fühlloch wurde mit einer Stichsäge ausgeschnitten. Es wurde Papier als vorläufiges Fühlloch- Bedeckung benutzt. Zusätzlich wurden verschiedene Belastungstests mit dem Prototypen vollzogen. Er wurde auf Stabilität getestet in dem eine Testperson den Kasten als Hocker benutzt hat.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Material

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Bau

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 Außenansicht

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5 Innenansicht

3.3 Fertiges Modell

Das fertige Modell bzw. die fertigen Modelle haben den letzten Feinschliff durch das Abrunden der Ecken und das Abschleifen der Seiten mit Schleifpapier bekommen. So können die Kinder sich später nicht daran verletzen.

Das Fühlloch wurde mit Papier verkleidet. Die Kinder können zwar hineingreifen jedoch nicht hineinschauen während das Material ihre Hand umschließt. Papier eignet sich gut, da es wieder zurück in die Ausgangsform springt sobald man seine Hand aus dem Kasten herauszieht nicht wie bei zum Beispiel Stoff. Ein weiterer Pluspunkt ist die leichte Handhabung und Verarbeitung, falls etwas kaputt gehen sollte ist es leicht zu reparieren.

Zum Schluss wurde der wichtigste Bestandteil der Kästen hinzugefügt, die Tierhäute. Diese liegen auf dem Boden der Kästen damit man sie von allen Seiten erfühlen kann. Zusätzlich wurden die vorbereiteten Arbeitsblätter auf dem Kasten angebracht.

Die Kästen sind nun einsatzbereit und haben den ersten Test von meiner Familie sehr gut überstanden.

[...]


1 Klippert Heinz; 2000; Methoden-Training; Seite 69

2 Locke John; 1990; Gedanken über Erziehung; Seite 12

3 Wikimedia Foundation Inc., Grobspanplatte, Stand: 19.09.2013

4 OBI Dachau, Romig Handel GmbH, Frauenhoferstraße 2, 85221 Dachau

Details

Seiten
18
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668235885
ISBN (Buch)
9783668235892
Dateigröße
2.2 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v323648
Note
1
Schlagworte
haut cutis facharbeit subcutis epidermis tierhaut fühlkästen praxis unterricht biologie vorbereitung aufbau Modell Holz Gymnasium Oberstufe Bayern

Autor

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