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Deutsch als Fremdsprache im multikulturellen Kontext. Interkultureller Unterricht an einer italienischen Schule

Ausarbeitung 2015 36 Seiten

Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

Abstract

Einleitung: Gegenstand der Arbeit

TEIL 1 Migration und Mehrsprachigkeit in der Schule: Die Bedeutung der Interkulturalität und des sprachsensiblen Unterrichts
1.1 Einführung
1.2 Migration und Schule: die Dimensionen des Phänomens in Italien und im Trentino
1.3 Migration und Mehrsprachigkeit: die Situation Heute und die Stutzfigur des „Facilitatore Linguistico“
1.4 Sprachsensibler Unterricht als Aufgabe und Ziel der Schule

TEIL 2 Interkulturelle Erziehung In einer anderen Sprache schreiben: Die interkulturelle Literatur im Sprachunterricht als Förderung des Erwerbens der Fremdsprache
2.1 Hintergrund, Ziele und methodisches Vorgehen
2.1.2 Verlauf des Projektes
2.1.3 Abschlussarbeit und Evaluation
2.2 Deutsch unterrichten im multikulturellen Kontext: meine Erfahrung in der Gefängnisschule in Spini di Gardolo (Trient) Das „Gefängnis Projekt“
2.2.1 Wie schnell lernen Araber Deutsch
2.2.2 Über die Sprache hinaus
2.2.3 Mittel- und langfristig arbeiten
2.2.4 Allem voran die Worte
2.2.5 DIE ARBEITSMETHODE: die Rolle der Lehrer
2.2.6 Auf den inhaftierten Schüler und seine Bedürfnisse eingehen

3 Schlusswort: Die Erfahrung aufzeichnen

BIBLIOGRAPHIE UND SITOGRAPHIE

Weitere Bibliographie

Sitographie

Abstract

Die Arbeit macht sich zur Aufgabe, sich mit den Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen, die Italienisch als erste Fremdsprache der Kommunikation in Italien und Deutsch als dritte oder vierte Fremdsprache in der Schule oder in der Abendschule lernen mussten, auseinanderzusetzen. Weiters stehen die radikalen Veränderungen in der Gesellschaft hinsichtlich der Migration, die in den letzten 25 Jahren zugenommen hat und auch in der Schule zu einer multikulturellen Gesellschaft geführt haben, im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Abhandlung. Es wird von zwei Projekten berichtet, die von der Autorin, die seit 4 Jahren in der Provinz Trent Deutsch als Fremdsprache, Italienisch als zweite Sprache und seit diesem Jahr auch Englisch in der Oberschule unterrichtet, im Sinne eines sprachsensiblen Unterrichts (SAXALBER, 2008 S. 10) realisiert wurden. Das erste Projekt zielte darauf ab, die Schüler zu motivieren, durch das Lesen von interkultureller Literatur, in Italienisch als zweiter Sprache schreiben zu lernen. Als Inspiration sollten den Schülern der rumänische Schriftsteller Mihai Mircea Butcovan und seine slowakische Kollegin Jarmila Ockayova dienen, deren Muttersprache nicht Italienisch ist und die in dieser Sprache schreiben. Beide wurden von einigen Schulen eingeladen und trafen die Schüler auch. Bei dem zweiten Projekt handelt es sich um eine Untersuchung im Feld der erworbenen Linguistik, die unter den arabischsprachigen Schülern der Sektion des Rosmini Gymnasium in der Gefängnisschule in Trient im Rahmen des Unterrichtens von Deutsch als Fremdsprache durch die Autorin durchgeführt wurde. Darauf folgt ein ausführlicher Bericht mit genauen Zahlen zur Migration und Mehrsprachigkeit im italienischen Schulsystem heute, zwei Phänomene, die immer häufiger werden und die Interkulturalität und sprachsensiblen Unterricht zur Folge haben. Hierbei geht die Autorin auf die Rolle der Lehrer und ihre „neuen“ Aufgaben in multikulturellen Kontexten besonders ein. Das zweite Projekt hat Deutsch lehren in multikulturellen Kontexten zum Thema. In diesem Fall, wie bereits weiter oben genannt wurde, im Gefängnis. Es konzentriert sich dabei auf die Rolle des Lehrers, dem nicht nur eine erzieherische und didaktische Aufgabe zukommt, sondern dessen Arbeit auch psychologische und relationale Aufmerksamkeit zuteil werden muss. Er/sie muss sich weiter bei Treffen vorab auf den Unterricht vorbereiten und genau aufzeichnen, was während der Unterrichtseinheiten durchgenommen wurde.

Die Autorin betont weiter die Wichtigkeit, die Schüler zum Deutsch lernen zu motivieren, da es eine einzigartige Chance darstellt und die Möglichkeit zur Integration bietet. Besonders aufgefallen sind der Autorin die arabischsprachigen Schüler, die aufgrund mancher grammatikalischen Ähnlichkeiten des Arabischen und des Deutschen, Deutsch besonders schnell lernten. Aktuell können noch keine endgültigen Ergebnisse über den Erfolg des Projektes angegeben werden, da es noch im Gange ist.

Einleitung: Gegenstand der Arbeit

Gegenstand dieser Arbeit sind die Schüler, Jugendlichen und Erwachsenen unterschiedlicher Sprachgruppen mit Migrationshintergrund, die als erste Fremdsprache die italienische Sprache als Sprache der Kommunikation und des neuen Lebens in Italien lernen müssen, dann die deutsche Sprache als dritte oder vierte Fremdsprache in der Schule oder in der Abendschule lernen. Hier wird man sich besonders auf den schulischen Kontext und auf die radikalen Änderungen beziehen, die die Migration in der Gesellschaft herbeigeführt hat.

Der Titel dieser Arbeit bezieht sich klar auf die Situation der Ausländer und die Vielfalt der Sprachen: "Für Milch und Brot und Liebe hatten sie ein anderes Wort" ist ein Vers einer des Gedichtes von Bertolt Brecht "Die Medea von Lodz". Die Verse des Gedichtes "Sie sprach eine andere Sprache", "Als die Leute dort", "Für Milch und Brot " und "Lieb hatten sie ein anderes Wort" fassen perfekt, meiner Meinung nach, die Kondition des Ausländers zusammen und seine Stärke mehrsprachig zu sein. Insbesondere lässt mich das Gedicht an die Situation der Fremdsprachenlehrer denken, die sich in Klassen befinden, die in den letzten 25 Jahren deutlich an Einwanderern zugenommen hat und das hat zur Konstruktion einer Schule in einer multikulturellen Gesellschaft geführt.

Das erste Projekt das ich in dieser Arbeit zeigen werde bezieht sich auf die italienische Sprache. Vom Moment an in dem in Italien und im Trentino Italienisch als Sprache benutzt wird um andere Fremdsprachen zu unterrichten, gibt es einige Ausnahmen für Module CLIL in denen der Unterricht in den Sprachen Englisch oder Deutsch unterrichtet wird, aber nur für einige Stunden in der Woche im Jahr.

Warum also ein Projekt für die italienische Sprache ?

Die Vertiefung der Kenntnisse der italienischen Sprache in multikulturellen Klassen bedeutet zunächst eine einheitliche Sprache für alle und von daher italienisch fördern heißt Deutsch und andere Fremdsprachen fördern.

In der Region Trentino, sowie auch in vielen italienischen und europäischen schulischen und gesellschaftlichen Kontexten, nehmen die Schüler mit Migratioshintergrund zu. Infolgedessen hat man auch in der Schule immer mehr multikulturelle Klassen. Die Situation stellt für die Lehrer und besonders für die Fremdsprachenlehrperson eine groβe Herausförderung dar. Die Situation ist gar nicht einfach. Es besteht viele Hindernisse, wenn die Fremdsprachenlehrperson nicht nur Deutsch als zweite oder dritte Fremdsprache unterrichten muss, sondern auch Italienisch als Sprache der Vermittlung. Eine immer höhere Qualifikation wird von Lehrpersonen erfordert, nicht nur im Bereich der Fachkenntnisse, sondern auch in der Didaktik und auf dem Gebiet der Klassenführung. Die Lehrperson steckt immer häufiger in immer schwierigeren Situationen in der Klasse, weil sie mit einer immer gröβeren heterogenen Gruppe zu tun hat.

“Sprachsensibel Unterricht” (SAXALBER, 2008 p. 10) ist daher notwendig sowie auch Individualisierung und Personalisierung Maβnahmen in der Fremdsprachendidaktik.

In der vorliegenden Arbeit berichtet ich über zwei Projekte, die ich in der Schule, in den letzten Jahren und im Lauf dieses Schuljahres im Sinn eines Sprachsensiblen Unterrichts realisiert habe. Da es immer häufiger passiert, dass die Schüler, die wir Lehrer in der Klasse haben, Deutsch als dritte/vierte Fremdsprache lernen müssen, wird Italienisch die Sprache der Vermittlung, die die Schüler nicht kennen. Ich arbeite als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache, und auch für English und Italienisch als zweite Sprache. Ich habe mein erstes Projekt in der Schule realisiert, mit dem Ziel die Schüler zu motivieren, Italienisch als zweite Sprache durch das Lesen der interkulturellen Literatur und in dieser Sprache schreiben zu lernen, nach dem Beispiel von nicht muttersprachlichen Autoren, die zur Entscheidung gekommen sind, auf Italienisch zu schreiben.

Das zweite Projekt habe ich im Laufe dieses Jahr realisiert und es ist eine kleine Untersuchung im Feld des Spracherwerbs. In meiner Klasse habe ich Erwachsene Anfänger verschiedener Altersgruppen und verschiedener Muttersprache. In diesem Kontext ist Italienisch die Sprache der Vermittlung. In meinem Unterricht Deutsch als Fremdsprache, habe ich beobachtet, dass die Araber viel schneller als die anderen, die Deutsch lernen, z. B. Rumänien oder Albanien. Diese Schüler sind “besondere Schüler”, weil sie das Sozialwissenschaftliche Gymnasium in der Gefängnisschule (Casa Circondariale) in Trient besuchen. Die deutsche Sprache in der Gefängnisschule ist zu Beginn dieses Schuljahr eingeführt wird. In der Vergangenheit konnten dort diese “besonderen Schüler” nur Englisch lernen.

Als ich im vergangenen September 2014 den jährlichen Auftrag erhielt als Deutschlehrerin für die Schule "Casa Circondariale" in Trient zu arbeiten war es mir klar, dass ich es mit sehr speziellen Schülern zu tun haben werde, alles Anfänger, die gröβtenteils aus Nord Afrika mit arabischer Muttersprache stammen würden, aber auch Albaner, Zentralafrikaner, Rumänen und Italienern.

Ich habe sofort daran gedacht ein Projekt zu entwickeln, dass zur Beobachtung des Lernfortschrittes dient, parallel realisierbar zum Sprachunterricht der deutschen Sprache in einer wirklich mehrsprachigen und multikulturellen Klasse wie die meiner Schüler der "Casa Circondariale". Ich habe begonnen mit einem kommunikativen Ansatz zu arbeiten. Die Schüler haben sofort die Deutsche Sprache als Hoffnungsschimmer empfunden. Für sie ist Deutsch eine Neuigkeit, ein Fach, für die sich das Lernen lohnt, nicht nur für einen Lebenslauf der vorgesehenen Fächern, sondern vielmehr als etwas Brauchbares "über die Mauern hinaus".

Nachdem ich mich mit der Klasse bekannt gemacht und eine Vertrauensbasis und ein wenig Gelassenheit stabilisiert habe zum besseren Erlernen der Fremdsprache die für die Schüler die dritte Fremdsprache bedeutet nach italienisch und englisch (eine vierte Fremdsprache haben viele bereits gelernt, französisch aus dem Originalland stammend) habe ich mit der Beobachtung begonnen, dass die aus den arabisch stammenden Ländern eine schnellere Auffassungsgabe besitzen gegenüber Rumänen, Albanern und Italienern. Mit Hilfe eines Inhaftierten, der in Italien die Universität besucht hat, habe ich die Suche nach arabischen Phänomen begonnen die den Deutschen gleichen. Eine analoge Prozedur habe ich benutzt für die akquisitorischen Frequenzen der Satzstruktur und der Numeralien. Momentan ist dieses Projekt noch nicht abgeschlossen und die Beobachtung des Fortschrittes der Klassen wird weitergeführt das gesamte Schuljahr über, speziell auf die Lernenden konzentriert, die eine lange Haftstrafe absitzen müssen und das gesamte Schuljahr von Anfang des Deutschunterrichtes bis zum Schulende dabei sein werden.

Die Schwierigkeit, eine so atypische Schulrealität zu managen, besteht hauptsächlich darin, dass ständig neue Schüler dazukommen. Ich habe jedoch gelernt die Neuankömmlinge als "Quellen" zu managen. Das bestätigt meine Ipotese, dass arabisch sprechende Schüler schneller lernen und sich zur "peer-education" besonders eignen. In der Tat musste ich bisher nie von vorne beginnen bei Neuzugängen, da diese Studenten, meistens arabisch sprechender Abstammung (nicht alle) auch nur bei wenigen Schulstunden und seit kurzer Zeit erst dazugekommen nach zwei monatiger Unterrichtszeit bereits Schritt mit der Klasse halten können, dank ihrer Tutoren, die die besten arabischer Sprache abstammenden Schüler in der Klasse sind. Das Gefängnis ist für mich als Deutschlehrerin eine großartige Lernerfahrung in multikulturellen Klassen, da ich durch diese Erfahrung beobachten kann, wie wichtig die Figur des Lehrers im Fremdsprachenunterricht ist. Nirgendwo anders als in diesem Bereich wird der Lehrer von den Schülern mit der Materie identifiziert wie in diesem Fall mit der gelehrten Fremdsprache. Die Beziehung zum Lehrer wird zur Beziehung mit dem Fach, mit der Fremdsprache. Diese Beziehung wird zur Motivation des Schülers eine weitere Fremdsprache im fortgeschrittenen Alter zu erlernen. Sie ist auch der Wille und der Mut sich noch einmal ins Spiel zu bringen eine Fremdsprache wie Deutsch zu erlernen. Die Deutsche Sprache wird als komplex geschätzt. Meine Schüler im Gefängnis erlernen sie als vierte Fremdsprache und für die der Lehrer zum Schlüssel zur Motivation und Erfolg des Lernens selbst wird. Das was mich betrifft, ist, dass Deutsch die Sprache zur Zuflucht, zur Hoffnung wird und Bereitschaft ein neues Leben zu beginnen.

Ein solches Projekt der Beobachtung der Araber und “ihre Weise” beim Deutsch lernen, hat das Ziel, einen konkreten Beitrag an die Verbesserungen in den Methoden und in der Didaktik der deutschen Sprache als Fremdsprache in interkulturellen Kontexten zu liefern.

TEIL 1 Migration und Mehrsprachigkeit in der Schule: Die Bedeutung der Interkulturalität und des sprachsensiblen Unterrichts

1.1 Einführung

Ich unterrichte seit 4 Jahren in der Provinz Trient Deutsch als Fremdsprache und dieses Jahr auch Englisch und Deutsch in der Oberschule. In den letzten Jahren, nach meiner Befähigung für Italienisch als Zweitsprache an der Ausländeruniversität in Perugia im Jahr 2011, bin ich als Lehrerin für Italienisch als 2. Sprache und für Deutsch und Englisch Fremdsprache in der Oberschule tätig gewesen, sowie auch als “mediatore culturale” und besonders als “Facilitatore Linguistico”, eine Erziehungsfigur, die nur in Trentino existiert und es ist ungefähr wie ein “Stutztlehrer” für Ausländer Schülerinnen/Schüler und an den Projekten “For.it 1” und “For. It 2” daher als Lehrerin für Italienisch Zweite Sprache gearbeitet.

Während meiner Doktorarbeit in Vergleichenden -Literaturwissenschaften war ich als Mitarbeiterin für die Deutsche Sprache und Literatur an der Universität Perugia tätig und an der Universität Florenz für Italienisch als Fremdsprache. Ich habe ein Stipendium von der Region Umbrien gewonnen. Damit sollte ich eine Forschung über die Migrationen und die Emigration in Umbrien von1948 bis 2008. Zwei Jahre lange habe ich dort mitgearbeitet und am Ende habe ich ein Buch mit den Ergebnissen meiner Forschung veröffentlicht.

An vielen Projekte und Laboratorien für Ausländer in der Schule habe ich als Lehrerin teilgenommen. Ich arbeite sehr gerne mit Schülerinnen/Schüler aus dem Ausland, die Italienisch und Deutsch in der Schule lernen müssen und organisiere auch Projekte und Laboratorien dafür. Darüber wird man aber im Lauf dieser Arbeit noch detailliert gesprochen.

1.2 Migration und Schule: die Dimensionen des Phänomens in Italien und im Trentino

Es nimmt weiter die Anzahl der Schüler ohne italienische Staatsbürgerschaft zu. Ein Phänomen dass mittlerweile seit einigen Jahren das italienische Schulsystem beeinträchtigt. Durch Ministererlass am 5. September 2014 wurde für die Integration von ausländischen Studierenden die nationale Beobachtungsstelle eingerichtet für Interkulturelle, trafen sie sich zum ersten Mal am 14. Oktober 2014 beim Bildungsminister. Auch für das Schuljahr 2013/2014 wird ein Anstieg der Schüler registriert ohne italienische Staatsbürgerschaft, wenn auch niedriger als in der Vergangenheit. Speziell im Jahr welches im Juni zum Abschluss ging, waren in unseren Schulen aller Ausrichtungen 802.785 Schüler, Kinder Einwanderer, 16.155 mehr als 2012/2013.Von diesen haben 167.591 den Kindergarten besucht, 283.233 die Grundschule, 169.780 die Mittelstufe und 182.181 die Oberstufe. Die Anwesenheit der Einwanderer-Kinder sind mehr geworden, in allen Stufen, nur nicht in der Mittelstufe wo ein wenig weniger Schüler registriert wurde. Zudem wird ein Rückgang von italienischen Schülern registriert.

Registrierung der "Weitergabe" der zweiten Generation

Die Schüler die keine italienische Staatsangehörigkeit haben sind gleich 9% von allen. Vor allem ist es die Anzahl der in Italien geborenen die stark im Wachstum ist. Im Jahr 2013/2014 ist die Anzahl der ausländischen Schüler um 2,1 % gestiegen gegenüber dem Vorjahr, die in Italien geborenen sind um 11,8 % angestiegen. Die Schüler ohne italienische Staatsbürgerschaft, die in Italien geboren wurden, sind nunmehr rund 51,7 % der gesamten Schüler von ausländischen Einwanderern. Somit hat sich ein "Überholen" der ausländischen Schüler in der zweiten Generation ergeben.

In diesem Jahr sind es auch mehr Schüler die zum ersten Mal dem italienischen Schulsystem beigetreten sind: es sind 4,9 % der Gesamtschule ohne italienischer Staatsbürgerschaft im Vergleich zu 3,7 % derer im vergangenem Jahr und 4,8 % derer vor 2 Jahren. Laut der Rechnung des Miur sind 21.233 sind die Schüler ohne italienische Staatsbürgerschaft die in Italien geboren wurden die den Schulzyklus mit Examen der 3. Mittelstufe im Juni 2015 erreichen. Weitere 25.940 beenden im Juni 2016.

Es bleibt im Laufe der Zeit die Vielfalt und die Reihenfolge der fremden Länder mit der größten Zahl der Studierenden im italienischen Schulsystem, nahezu konstant.

Es bestätigen sich auf den ersten Plätzen Rumänien, Albanien, Marokko, China, Philippinen, Malediven, Indier, Ukrainer und Peruvianer.

Die Region die am meisten Schüler ohne italienische Staatsbürgerschaft hat ist die Lombardei mit 197.202 Anwesenden. Die höchste Anzahl registrieren wir in Emilia Romagna mit 15,3 %. Anschließend folgen die Lombardei und Umbrien mit 14%

Zwischen den Kommunen mit der höchsten Konzentration der Schüler Einwanderer ohne italienische Staatsbürgerschaft finden wir in Pioltello, mit mehr als 30% an Schülern ohne italienische Staatsbürgerschaft.

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Details

Seiten
36
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668242425
ISBN (Buch)
9783668242432
Dateigröße
633 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v323997
Institution / Hochschule
Libera Università di Bolzano
Note
Schlagworte
Interkulturelle Erziehung Fremdsprache i DaF Deutsch als Fremdsprache Sprachgruppen Migration multikulturell

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Titel: Deutsch als Fremdsprache im multikulturellen Kontext. Interkultureller Unterricht an einer italienischen Schule