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Bewusstsein nach Freud, Adler und Jung

Hausarbeit 2004 38 Seiten

Pädagogik - Pädagogische Psychologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bewusstsein nach Freud
2.1 Lebenslauf von Sigmund Freud
2.2 Die Hysterie - Freuds Einstieg in die Psychoanalyse
2.3 Bewusstes, Vorbewusstes und Unbewusstes
2.3.1 Eine graphische Darstellung zu Freuds Topographischem Modell
2.4 Der psychische Apparat nach Freud
2.5 Die Entstehung des Über-Ichs
2.6 Der Sexualtrieb nach Freud - Energie, Funktion und Entwicklung
2.6.1 Die Phasentheorie
2.6.2 Der Ödipuskomplex
2.7 Die Abwehrmechanismen des Ichs
2.7.1 Tabellarische Übersicht der Abwehrmechanismen
2.8 Die Neurose
2.9 Die Freie Assoziation, die Traumdeutung, der Wi derstand und die Therapie

3. Bewusstsein nach Alfred Adler
3.1 Lebenslauf von Alfred Adler
3.2 Die Organminderwertigkeit und das Minderwertigkeitsgefühl
3.2.1 Naturgeschichtliche und gesellschaftliche Begründung de Minderwertigkeit
3.2.2 Verstärkung der Minderwertigkeit
3.2.3 Der Minderwertigkeitskomplex
3.3 Überlegenheit
3.4 Charakter nach Adler
3.5 Die seelische Erkrankung

4. Bewusstsein nach C.G. Jung
4.1 Lebenslauf von C.G. Jung
4.2 Libido nach C.G. Jung
4.3 Die psychologischen Typen Jungs
4.3.1 Jungs System der acht psychologischen Typen
4.4 Unbewusstes nach Jung
4.4.1 Die Archetypen
4.5 Die Struktur der menschlichen Seele
4.6 Die Individuation

5. Unbewusstes nach Freud, Adler und Jung - eine tabellarische Übersicht

6. Résumé

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Hausarbeit soll einen Überblick über die verschiedenen Bewusstseinsformen nach Freud, Adler und Jung vermitteln. Mit Freud als theoretischer Basis und seinen Kategorisierungen über das Bewusste, das Vorbewusste und das Unbewusste, erhält man ein reichhaltiges Fundament, das allerdings von Adler und Jung in vielerlei Hinsicht in Frage gestellt und somit umformuliert, neuformuliert und ergänzt wurde. Alle drei hatten unterschiedliche Vorstellungen über die Inhalte unseres Bewusstseins. So wurden Freuds Theorien von einer Vorstellung der sexuellen infantilen Triebhaftigkeit geprägt, während Adler vor allem das Gefühl der Minderwertigkeit in den Mittelpunkt seiner Überlegungen stellte. Jung hingegen war ein sehr religiös und mythologisch geprägter Zeitgenosse. Seine Einflüsse werden sehr deutlich in der Erweiterung der Traumdeutung, durch seine universellen Archetypen.

Auch die Entwicklung von Kausalität zur Finalität in der Psychologie wird im folgenden Aufsatz deutlich. Während Freuds Lehren vor allen Dingen zerlegend (analysierend) waren und nach den Ursachen, also nach dem Warum (kausal) fragten, waren die zentralen Ausgangspositionen der Adlerschen Lehren beispielsweise final ausgerichtet und fragten nach dem Wohin und Wozu. Adlers Lehren wurden daher auch als Ganzheitslehren betrachtet, die den Menschen als Individuum und als in sich geschlossenes Ganzes betrachteten.

Das wohl größte Terrain der menschlichen Psyche war für Freud, Adler und Jung das Unbewusste, auf dem auch der Schwerpunkt meiner Hausarbeit im wesentlichen liegt. Sie soll nun einen Einblick über die Komplexität der unbewussten Inhalte verschaffen, die uns unmerklich antreiben und steuern, dabei wird der Blick immer wieder auf die Auswirkungen dieser unbewussten Inhalte, in Bezug auf unser Handeln und Verhalten fallen und deutlich machen, welchen Einfluss die für uns nicht greifbaren Anteile unserer Psyche auf unser alltägliches Leben und auch auf unsere Gesundheit haben. Denn mit der Ergündung des Unbewussten werden auch mögliche Ursachen für eine psychische Störung (Neurose) vorgestellt.

2. Bewusstsein nach Sigmund Freud

2.1 Lebenslauf von Sigmund Freud

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Sigmund Freud wurde am 06. Mai 1856 in Freiberg in Mähren geboren. In der Kindheit war Sigmund der Liebling der Mutter und weil er sie gern für sich allein gehabt hätte, war er eifersüchtig auf seinen Vater. (Ödipuskomplex) Von 1866 bis 1873 besuchte Freud das Sperlgymnasium. Freud war ein ausgezeichneter Schüler. Er verließ das Gymnasium in der Mitte des Jahres 1873 und im Wintersemester 1873 nahm er sein Medizinstu- dium in Österreich mit dem Spezialgebiet Physiologie auf. Während seines Studiums verbrachte er viel Zeit mit Ernst Brücke, einem 'disziplinierten, ernsten Wissenschaftler', dessen These war: Im Organismus gibt es keine anderen Vorgänge als chemische oder physikalisch erklärbare Reaktionen. (Freud wandte diese These später auch auf alle psychischen Vorgänge an). Am 31. März 1881, mit 25 Jahren bekam er seinen medizinischen Doktorgrad. 1882 verlobte sich Freud mit Martha Bernays, die der Mutter von Freud angeblich ähnlich war. Von Oktober 1882 bis April 1883 arbeitete er als Aspirant unter dem großen Internisten Nothnagel im Wiener allgemeinen Krankenhaus. Am 1. Mai 1883 wurde er zum Sekundärarzt in der psychiatrischen Abteilung ernannt. Am 1. August verließ er das Wiener Allgemeine Krankenhaus und reiste am 11. Oktober nach Paris, dort war er in der Nervenklinik in Salpêtrière tätig und machte die Bekanntschaft mit Charcot und seinen Lehren über die Hysterie und die Hypnose. Man kann sagen, dass die Begegnung mit der Hysterie Freuds Einstieg in die psychoanalytische Persönlichkeitslehre war. Angesteckt von Charcot brachte Freud die Arbeit aus Paris mit nach Wien, wo er auch am 15. Oktober 1886 einen Vortrag über männliche Hysterie hielt. In den folgenden 10 Jahren bemühte Freud sich, seine Kinder aufzuziehen, sich seine Praxis aufzubauen, neurologische Arbeit zu leisten und eine neue Psychologie zu schaffen. Aus seiner Ehe mit Martha gingen sechs Kinder hervor. Freuds wissenschaftliche Entwicklung in diesen zehn Jahren war geprägt durch die Begegnungen mit Charcot und Bernheim, die sich ebenfalls mit Hypnose, Suggestion und Psychotherapie beschäfftigten. Von diesen Beiden entfernte er sich aber 1896 und entwickelte allmählich seine bahnbrechende Psychoanalyse. Ab 1897 begann seine Selbstanalyse, wo er die Leidenschaft zu seiner Mutter aufdeckte und dies zur allgmeinen Theorie ausformulierte.

1900: Die Traumdeutung

1901: Zur Pathologie des Alltagslebens 1912: Totem und Tabu

1920: Ordinarus - Jenseits des Lustprinzips 1923: Das Ich und das Es Freud erkrankte an Gaumenkrebs; bis zu seinem Tod unterzog er sich über dreißig Operationen, die ihn jedoch nicht heilen konnten

1930: Das Unbehagen in der Kultur

Sigmund Freud starb am 23. September 1939 im Alter von 83 Jahren im Haus seines Sohnes im Londonder Stadtteil Hampstead. Er wurde im Golders Green Crematorium eingeäschert.

2.2 Die Hysterie - Freuds Einstieg in die psychoanalatische Persönlichkeitslehre

Wie man Freuds Lebenslauf entnehmen kann, entwickelte er ein gesteigertes Interesse an der Arbeit des Psychiaters Charcots, der 1885 in der Nervenklinik in Salpêtrière in Paris tätig war und sich eingehend mit dem Phänomen der Hysterie beschäftigte. Die damalige Behandlungsmethode der Hysterie bestand in der Hypnose.1

In Freud verankerte sich die Überzeugung, dass er über die Erforschung von Hysterie und Hypnose zu Erkenntnissen über die Funktion und Leistung der menschlichen Psyche gelangen könnte. Er eröffnete eine Praxis, in der er versuchte, an Hysterie leidenden Patienten zu helfen. Hierbei kam es zu einer Auseinandersetzung mit der Breuerschen Entdeckung, die Freud wie folgt beschrieb: (...) „ die Grundtatsache, dass die Symptome des Hysterischen von eindrucksvollen, aber vergessenen Szenen ihres Lebens (Traumen) abhängen, die darauf gegründete Therapie, sie diese Erlebnisse in der Hypnose erinnern und reproduzieren zu lassen (Katharsis), und das daraus folgende Stückchen Theorie, daß diese Symptome einer abnormen Verwendung von nicht erledigten Erregungsst öß en entsprechen (Konversion) “ (Freud, zitiert nach Köppe, 1977, S.18)

Freud hoffte, mit Hilfe der katharsischen Methode Breuers (Hypnose) bis zu den Ursachen neurotischer Zustände, die sich seiner Meinung nach in unverarbeiteten und verdrängten Kindheitsereignissen manifestierten, zu gelangen. Diese Kindheitsereignisse waren unbewusst. Freuds Forschungen zielten also darauf ab, Unbewusstes wieder bewusst und damit dem Klienten wieder zugänglich zu machen, damit dieser den Krankheitsherd seiner Neurose verarbeiten und damit 'auslöschen' konnte.

Die Begriffe Unbewusstes und Bewusstes wurden hier eingangs nun also schon kurz erwähnt, sie grenzten sich, nach Freud, noch von einem weiteren Begriff, nämlich dem des Vorbewussten ab.

2.3 Bewusstes, Vorbewusstes und Unbewusstes

Bewusst sind uns Gedanken, Gefühle, Bilder und Wünsche, die uns in einem bestimmten Moment gegeben sind - also diejenigen psychischen Aktivitäten, denen wir unsere Aufmerksamkeit zuwenden. In der Regel ist uns sowohl bewusst, was wir tun, als auch, dass wir es tun. Das normale Bewusstsein ist in der Lage innere und äußere Welt zu erfassen und diese wiederum zu reflektieren. Wir sind uns dadurch unserer selbst bewusst, erleben uns als Wesen mit einer persönlichen Geschichte und Identität.

Vorbewusste Erinnerungen sind unserem Bewusstsein erst zugänglich, nachdem etwas unsere Aufmerksamkeit auf sie gezogen hat. Vorbewusste Erinnerungen und Gedanken können ohne große Bemühung von Aufmerksamkeit und Konzentration dem Bewusstsein zugänglich gemacht werden, anders als beim Unbewussten.

Unbewusstes ist für uns nicht erfassbar und kann nur mit bestimmten Techniken der Psychoanalyse, die wir hier noch kennenlernen werden, bewusst gemacht werden. Das heißt zum Beispiel, dass wir teilweise aus Beweggründen handeln, die wir uns nicht erklären können. Bei Freud hatte das Unbewusste außerdem einen negativen Aspekt. Denn er war der Meinung, dass all jene Gedanken und Gefühle ins Unterbewusstsein abgeschoben werden, die in irgend einer Weise als bedrohlich empfunden und deshalb vom Bewusstsein verdrängt werden. Nach Freuds Theorie des Unbewussten, sind psychische Prozesse eher unbewusst als bewusst und alles Psychische ist zunächst überhaupt unbewusst.

Freuds Topographisches Modell

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

(Vgl. Zimbardo 1999, S. 164 ff)

2.3.1 Eine graphische Darstellung zu Freuds Topographischem Modell

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.4 Der psychische Apparat nach Freud

Freuds besondere Aufmerksamkeit galt den Inhalten und Prozessen des Unbewussten, also den Anteilen der Psyche, denen durch eine besondere Kraft der Zugang zum Bewusstsein versperrt wurde. Mit dem Topographischem Modell versuchte er bereits die psychischen Gegebenheiten danach einzuteilen, inwieweit sie der individuellen Persönlichkeit bewusst zugänglich, vorbewusst erfassbar oder völlig unbewusst sind. Zehn Jahre später erweiterte Freud seine Theorie mit der Instanzenttheorie. Nach dieser Theorie wird das psychische Steuerungssystem in drei Bereiche aufgeteilt und zwar in die des Es, des Ich und des Ü ber-Ich.

Das Es:

Dem Es schreibt Freud die Inhalte des Unbewussten zu, dabei ist das Es der primitivste Teil der Persönlichkeit, denn es ist der Sitz der primären Triebe. Das Es arbeitet aufgrund seiner Triebhaftigkeit irrational, impulsgetrieben und drängt auf unmittelbare Befriedigung seiner Bedürfnisse. Für das Es ist es völlig unerheblich, ob das, was es begehrt auch im Bereich des möglichen liegt, sozial erwünscht oder moralisch akzeptabel ist. Das Es wird vom Lustprinzip bestimmt, dem ungesteuerten Streben nach Befriedigung, besonders nach sexueller, körperlicher und emotionaler Lust.

Das Ich:

Das Ich verkörpert den realitätsorientierten Aspekt der Persönlichkeit und entwickelt sich im Laufe der Persönlichkeitsformung aus dem Es heraus. Im Mittelpunkt der Ich-Äußerung steht die Sicherheit, die vordringlichste Aufgabe des Ich ist daher die Selbstbehauptung und -verwirklichung. Das Ich wendet darum seine Aktivitäten der Außenwelt zu und lernt deren Reize kennen, speichert und lernt deren Erfahrungen und verändert die Außenwelt zum Zwecke der Selbstbehauptung und -verwirklichung. Im Laufe seiner Entwicklung muss das Ich lernen die Herrschaft über die Innenwelt und damit auch über das triebhaft gesteuerte Es zu gewinnen, das heißt, es muss darüber entscheiden, in welchem Maße Triebe befriedigt werden können oder nicht. Desweiteren wägt das Ich ständig ab zwischen Es und Über-Ich.

Das Ü ber-Ich:

Das Über-Ich ist Sitz der Werte und in der Gesellschaft geltenden moralischen Regeln und Normen. Es entspricht in etwa der Funktion, die wir heute Gewissen nennen und es enthält das Ideal-Ich eines Menschen, das ist das Bild einer Persönlichkeit, die man anstreben sollte. Aufgrund seiner moralisch ausgeprägten Inhalte steht es im ständigen Konflikt mit dem Es.

2.5 Die Entstehung des Über-Ich

Das kindlich-schwache unfertige Ich hat anfangs noch keine Vorstellung von Moral oder Werten, Normen und Regeln, es weiß nicht, welches Verhalten richtig oder falsch ist und in Folge dessen weiß es natürlich auch nicht, wie es die Triebhaftigkeit des Es, was zu Anfang einer Persönlichkeitsentwicklung zunächst immer die stärkste Instanz ist, zu regulieren hat. Diese Inhalte müssen erst erfahren und erlernt werden und dieser Prozess hängt ganz eng mit der Entstehung des Über-Ichs, das wir ja bereits als eine Art Gewissens-Instanz kennengelernt haben, zusammen. Das Über-Ich hilft quasi dem Ich bei der Selbstbehauptung und -verwirklichung. Doch wie ensteht das Über-Ich? Das Kind lernt im Laufe seiner Entwicklung, dass seine triebhaften Strebungen nicht unbedingt auf Akzeptanz stoßen, ganz im Gegenteil, für ein moralisch verwerfliches Fehlverhalten wird sanktioniert. Dies geschieht in aller erster Linie natürlich durch das direkte Umfeld, ganz explizit sind hier die Eltern zu nennen. Zwar haben Eltern in allererster Linie eine beschützende Funktion ihren Kindern gegenüber und sollten vor allem Wärme und Geborgenheit vermitteln, doch sie vermitteln ihrem Kind durch Ge- und Verbote, sowie Bestrafungen auch die Werte und Normen unserer Gesellschaft. Das Kind muss also lernen, diese durch die Eltern vorgegebenen Werte und Normen zu repräsentieren und diese in sich selbst aufzunehmen, um sich so mit ihnen und als ein Teil des Ganzen zu identifizieren. Ein Kind lernt, dass Fehlverhalten bestraft wird. Sanktionierungen sind unangenehm und lösen Angst und Unsicherheit aus. Solch unangenehme Situationen sollen aber vermieden werden - so kommt es stetig zur Bildung der Über-Ich Instanz, diese enthält Funktionen wie kritische Selbstbeobachtung, Selbstbestrafung, Billigung oder Missbilligung etc. und übernimmt damit quasi die Fremdsanktionierung durch die Eltern. Diese Instanz „ ... hat den Namen des Ü ber-Ichs erhalten. Soweit das Ü ber-Ich sich vom Ich gesondert oder sich ihm entgegenstellt, ist es eine dritte Macht, der das Ich Rechnung tragen muss. Eine Handlung des Ich ist dann korrekt, wenn sie gleichzeitig den Anforderungen des Es, des Ü ber-Ichs und der Realität genügt, also deren Ansprüche miteinander zu vers ö hnen weiß . “ (Freud, 1938, S.10)

2.6 Der Sexualtrieb nach Freud - Energie, Funktion und Entwicklung

Freud ging, wie bereits erwähnt, davon aus, dass wir zu Beginn unserer Persönlichkeitsentwicklung triebhaft gesteuerte Wesen sind. Wir haben nun schon erfahren, wie sich die Triebregulierung durch das Ich und das Über-Ich vollzieht, doch welche Triebe sind eigentlich ganz besonders stark in uns vorhanden und begleiten uns ein Leben lang?

Freud glaubte, dass der Mensch über angeborene Triebe verfügte. Ursprünglich postulierte er zwei grundlegende Triebe:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

richtete besonderes Interesse auf den Sexualtrieb und untersuchte diesen eingehend.

Er entwarf die Phasentheorie. Diese besagte, dass die Sexualfunktion von Anfang an vorhanden sei, sich zunächst an die anderen lebenswichtigen Funktionen anlehnt (essen, trinken etc.) und sich dann später, in der Folgeentwicklung, unabhängig von ihnen macht. Die Sexualfunktion äußert sich in einer ganzen Reihe von Triebkomponenten die, an bestimmte Körperzonen gebunden, unabhängig voneinander auf Lustgewinn aussind und sich entsprechend dem Entwicklungsstand des Individuums, ihr Objekt suchen.

Die Energie der (Sexual-)Triebe nennt Freud Libido. Er betrachtete die Libido als diejenige psychische Energie, die uns zu allen Formen angenehmer, sinnlicher Erfahrungen treibt. Sexuelles Verlangen drängt nach unmittelbarer Befriedigung, entweder durch direkte Handlungen oder durch indirekte Mittel wie Phantasien und Träume. „ Es ist schwer, etwasüber das Verhalten der Libido im Es und im Ü ber-Ich auszusagen. Alles, was wir darüber wissen, bezieht sich auf das Ich, indem anfänglich der ganze verfügbare Betrag von Libido aufgespeichert ist. (...) Ü ber das ganze Leben bleibt das Ich das groß e Reservoir, aus dem Libidobesetzungen an Objekte ausgeschickt und in das sie auch wieder zurückgezogen werden (...) “ (Freud, 1938, S.13) Das Ich war also Hauptreservoir der psychischen Energie.

Die Entwicklung der Libido (Phasentheorie) vollzog sich - nach Freud - in deutlich unterscheidbaren Phasen.

[...]


1 Eine allgemeine Definition beschreibt die Hypnose als eine alternative Form der Bewußtheit (»awareness «). Sie wird durch die spezielle Fähigkeit mancher Menschen ermöglicht, auf Suggestionen mit Veränderungen der Wahrnehmung, des Gedächtnisses, der Motivation und des Gefühls der Selbstkontrolle zu reagieren. Im hypnotischen (hypnotisierten) Zustand erleben diese Personen eine erhöhte Empfänglichkeit für die Suggestionen des Hypnotiseurs, und sie haben oft den Eindruck, daß ihr Verhalten ohne Absichten oder bewusste Anstrengungen abläuft. (Zimbardo, 1996, S.187)

Details

Seiten
38
Jahr
2004
ISBN (eBook)
9783638338868
Dateigröße
492 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v33399
Institution / Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover – FB Erziehungswissenschaften
Note
1
Schlagworte
Bewusstsein Freud Adler Jung Kreativität Intelligenz

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Titel: Bewusstsein nach Freud, Adler und Jung