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Leitfaden zur Recherche einer Hausarbeit anhand eines Beispiels

Essay 2013 8 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Suche nach einem geeigneten Thema
2.1 Nutzung von unterschiedlichen Quellen
2.1.1 Internetrecherche
2.1.2 Nutzung von Fachbüchern

3. Auswertung des Materials
3.1 Fachliche Auswahl und inhaltliche Auseinandersetzung

4. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Hausarbeit ist ein Leitfaden für die Recherche nach einem geeigneten Thema für eine Hausarbeit, Quellen und der Sichtung des vorhandenen Materials. Dabei werde ich vor allem tiefergreifend auf die Methodik der gezielten Suche eingehen und anhand einiger Autoren einen kurzen Leitfaden zur richtigen Suche nach geeigneten Quellen darstellen, um letztlich anhand des Beispiels der Ontokosmologie meine Ergebnisse darzustellen.

Problematisch wird es, wenn man nicht gezielt „dieses eine bestimmte Thema“ und das Ziel vor Augen hat, worüber man genau schreiben soll. Das Problem in der Sozialen Arbeit ist, dass man zu einem Thema unzählige wissenschaftliche Arbeiten schreiben kann. Nehmen wir einmal „Empowerment“ als Ansatz der Sozialen Arbeit. Darüber kann man in unzähligen verschiedenen Arbeitsfeldern wissenschaftliche Arbeiten schreiben: Jugendsozialarbeit, Altenarbeit, Elternarbeit, Sexualberatung, Paarberatung, et al.

Aber was passiert genau, wenn man an ein Thema gerät, zu dem es eben seltenerweise keine unzähligen Quellen gibt? Wie arbeitet man mit einem Text, dessen Verständnis über dem möglichen der Anfänge eines Studiums liegt?

Da muss man sich erst klar sein, worüber man genau schreiben möchte und was man bezwecken will.

- Will ich das Thema einfach nur erläutern?
- Will ich mich kritisch mit dem Ansatz auseinandersetzen?
- Will ich das Thema für mich selbst und für Andere verständlich machen?
- Will ich einen neuen Ansatz theoretisch ausprobieren?
- Will ich meine praktischen Erfahrungen miteinfließen lassen?
- Will ich Theorie und Praxis in Bezug zum Thema setzen?
- Will ich neue Seiten an mir entdecken und meinen Horizont gleichzeitig erweitern?
- Will ich neue Sprachen kennenlernen und diese in meine wissenschaftliche Arbeit miteinfließen lassen?
- Will ich das Unmögliche möglich machen?
- Will ich etwas Neues ausprobieren?
- Will ich nur etwas schreiben, weil es von mir verlangt wird?

Um sich danach anhand einiger weiterer Fragen die eigene Lebenswelt, die des Lesers und die eigene Zeitspanne vor Augen zu führen:

- Was ist wichtig und was kann man weglassen?
- Was will ich dem Leser vermitteln?
- Wie sehe ich mich im Bezug zur wissenschaftlichen Literatur?
- Brauche ich zusätzliche Literatur zur Klärung von Fachwörtern?
- Was habe ich im Text nicht verstanden?
- Welchen Wissensstand setze ich beim Leser voraus?
- Welchen Wissensstand habe ich?
- Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt es zu meinem Thema?
- Welche Möglichkeiten habe ich zur Literaturrecherche?
- Wie viel Zeit habe ich für die Hausarbeit oder Bachelor Thesis?
- Welche Informationen zum Thema fehlen mir?
- Was interessiert mich besonders an meinem gewählten Thema?
- Welche formalen oder inhaltlichen Voraussetzungen für die Hausarbeit oder Bachelor Thesis sind mir unklar?

2. Die Suche nach einem geeigneten Thema

Am Anfang steht natürlich der Beginn der Suche nach nutzbarem Material. Dazu können unterschiedliche Materialien von Nutzen sein, wie Fachbücher, das Internet, oder Materialien aus gehörten Vorlesungen. Grundlegend stellt man sich aber zunächst die Frage: Für wen muss ich eine Hausarbeit anfertigen und welches Thema interessiert mich so sehr, dass ich eine Fülle von Seiten darüber schreiben möchte? Nicht immer sind die richtige Auswahl und die Eingrenzung eines Themas auf den Kernpunkt einfach.

2.1 Nutzung von unterschiedlichen Quellen

„Der Prozess des Literaturstudiums besteht aus den aufeinander folgenden Phasen der Literaturrecherche, -beschaffung und -auswertung. Um ein effektives und effizientes Literaturstudium vornehmen zu können, sind in den Prozessablauf zwei Filter einzufügen: Der erste Filter, die Vorauswahl, wird zwischen Literaturrecherche und Literaturbeschaffung geschaltet: Nicht alle Quellen, die im Rahmen der Recherche entdeckt werden, eignen sich mit hinreichender Wahrscheinlichkeit für die konkrete Problemstellung“[1].

Letztlich müssen die Quellen selbst eingehend analysiert werden, um herauszufinden, ob diese für die jeweilige wissenschaftliche Arbeit geeignet sind. Aber auch zwischen Bearbeitungszeitraum und vorhandener Literaturnutzung muss ein Gleichgewicht geschaffen werden, da nicht jede einzelne Quelle intensiv genutzt werden kann.

2.1.1 Internetrecherche

„Das so genannte World Wide Web ist derjenige Teil des Internet, der am einfachsten zu nutzen ist. Die Informationen sind hier über ein System von verbundenen Dokumenten - so genannte Homepages -, die auf Web-Servern gespeichert sind, organisiert“[2].

Alle Homepages beinhalten mehr oder weniger hilfreiche Informationen. Eine Suchfunktion bietet zum Beispiel die Suchmaschine von Google, die über einfache Wörter oder Sätze unzählige Informationen von Internetseiten auf der ganzen Welt bereitstellen kann. Zu beachten ist jedoch, dass aus allgemeinen Nachschlagewerken in wissenschaftlichen Arbeiten nicht zitiert werden sollte und nicht alle Internetseiten ausreichend wissenschaftliche Quellen aufweisen, um in einer fundierten wissenschaftlichen Arbeit erscheinen zu dürfen.

Nach Verwendung des Begriffs Ontokosmologie in der Google Suchmaske, gelangt man durch die Suchmaschine auf einen Eintrag zu Prof. Dr. phil. Joachim Söder. Er schrieb zwei Texte über die Ontokosmologie, der Erste mit dem Titel „Von der Ontokosmologie zur Ontologik“ und der Zweite mit dem Titel „Od ontokozmológie k ontologike“ der in slowakischer Sprache geschrieben ist.

2.1.2 Nutzung von Fachbüchern

Fachbücher zu verschiedenen Themen können in örtlichen Bibliotheken ausgeliehen werden. Eine Anmeldung, um Zugriff auf den Bestand zu bekommen, kostet meist nichts. Bei der Nutzung von Fachbüchern ist allerdings darauf zu achten, dass die Zitation im kontinentaleuropäischen Standard in der Hausarbeit vollständig sein muss. Zitiert werden darf beispielsweise aus Quellen wie Monografien, Sammelbänden, wissenschaftliche Lexika, Lehrbüchern und Artikel aus Fachzeitschriften. Letztere unterscheiden sich noch gravierend von allgemeinen Presseerzeugnissen, wie Tageszeitungen, oder auch Zeitschriften wie der Spiegel. Diese eignen sich maximal lediglich als sogenannter Aufhänger in der Einleitung.

[...]


[1] Brink, Alfred: Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten. München 2005, 122.

[2] Joas, Hans: Lehrbuch der Soziologie. Frankfurt / Main 2007, 716.

Details

Seiten
8
Jahr
2013
ISBN (eBook)
9783668250642
Dateigröße
450 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v334922
Institution / Hochschule
Katholische Hochschule NRW; ehem. Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen, Abteilung Aachen
Note
unbenotet - bestanden
Schlagworte
Ontokosmologie Recherche Soziale Arbeit Bachelor Modul 1 KatHO Aachen

Autor

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