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Die Akademisierung der Erzieherausbildung. Eine Bestandsaufnahme

Hausarbeit 2014 39 Seiten

Pädagogik - Der Lehrer / Pädagoge

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung - Bachelors für die Bärchengruppe

1. Entstehung früh- und kindheitspädagogischer Studiengänge
1.1 Berufsbild und Arbeitsfelder
1.2 (Neue) Anforderungen an ErzieherInnen
1.3 Gegenwärtige Struktur des pädagogischen Fachpersonals und Ausbildungslandschaft

2. Früh- und kindheitspädagogische Studiengänge im Überblick
2.1 Früh- und Kindheitspädagogische Studiengänge in Deutschland
2.2 Art der Studiengänge und Studienabschluss
2.3 Trägerschaft
2.4 Studienbeiträge
2.5 Regelstudienzeit
2.6 Zulassungsvoraussetzungen
2.7 Praktikum
2.8 Mögliche Tätigkeiten nach dem Studium

3. Erste Erfahrungen mit früh- und kindheitspädagogischen Studiengängen
3.1 Studierendenbefragung
3.2 AbsolventInnenbefragung

Zusammenfassung und Ausblick

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Quellen- und Literaturverzeichni

Anhang

Einleitung - Bachelors für die Bärchengruppe

„Bachelors für die Bärchengruppe“, so betitelte die Frankfurter Allgemeine einen im Januar 2013 online erschienen Artikel über früh- und kindheitspädagogische Studiengänge.1 „Die Akademisierung der Erzieherausbildung setzt sich durch“2, meinte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bereits im Jahr 2005. Doch wie sieht die gegenwärtige Situation des Reformprozesses aus? Mit dieser Frage soll sich die vorliegende Arbeit auseinandersetzten. Dabei soll es nicht um eine Bewertung der Notwendigkeit von Akademisierung oder der früh- und kindheitspädagogischen Studiengänge gehen, da das Für und Wider von Akademisierung, auch speziell der ErzieherInnenausbildung, bereits ohne einen einheitlichen Konsens zu erreichen in vielen Veröffentlichungen dokumentiert wurde.3

Vielmehr soll es darum gehen einen Überblick über den bisherigen Reformprozess zu geben und darzustellen wie die jetzige Studienlandschaft aufgebaut ist. Im Zuge dessen wird ebenfalls geklärt welche Zielstellungen früh- und kindheitspädagogische Studiengänge haben, um anhand vorliegender Studien zu überprüfen ob diese umgesetzt werden konnten.

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist eine Bestandsaufnahme früh- und kindheitspädagogischer Studiengänge. Dafür gebe ich in Kapitel 2 einen Überblick über alle aktuell in der Studiendatenbank der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte aufgeführten Studiengänge. Um dies zu gewährleisten, habe ich eine tabellarische Übersicht erstellt und mit Hilfe des Programms Excel eine Auswertung vorgenommen.4 Im dritten Kapitel meiner Arbeit gehe ich auf bereits bestehende Studien zu früh- und kindheitspädagogischen Bachelorstudiengängen ein. Hierfür habe ich zum einen die Studierendenbefragung von Jutta Helm, aus dem Sommersemester 20095 und die 2012 erschienene Expertise über AbsolventInnen früh- und kindheitspädagogischer Studiengänge von Kirstein et al.6 zu Rate gezogen und nach wesentlichen Gesichtspunkten zusammengefasst. Dies ermöglicht eine erste grobe Einschätzung der Studiengänge und der gegenwärtigen Situation des Reformprozesses.

Doch bevor diese früh- und kindheitspädagogische Studiengänge in den Blick genommen werden, muss zu Beginn geklärt werden wann und warum diese Studiengänge entstanden.

1. Entstehung früh- und kindheitspädagogischer Studiengänge

Wenn wir von einer Akademisierung der ErzieherInnenausbildung sprechen, muss grundsätzlich erst einmal geklärt werden, wie der Beruf von ErzieherInnen aussieht und welche Arbeitsfelder er beinhaltet. Dabei soll das Augenmerk besonders auf das Arbeitsfeld Kindertageseinrichtungen als Hauptbestandteil der Frühpädagogik gelegt und dessen Anforderung besprochen werden.

1.1 Berufsbild und Arbeitsfelder

Das Berufsbild und die Arbeitsfelder von ErzieherInnen umfassen ein weites Feld. Bereits 1967 beschloss die Kulturministerkonferenz (KMK) am 16./17.März: „Das Ziel der Ausbildung zum Erzieher ist die Befähigung, in verschiedenen sozialpädagogischen Bereichen tätig zu sein.“1 Es handelt sich also um eine Breitbandausbildung, durch die ErzieherInnen dazu in der Lage seien sollen, in unterschiedlichen Arbeitsfeldern mit einer Alterszielgruppe von 0 - 27-Jährigen zu arbeiten2. ErzieherInnen arbeiten hauptsächlich3 in

- Kindertagesstätten (Kinderkrippen, Kinderladen, Kindergärten etc.), Kinderhorten
- Heilpädagogischen Einrichtungen4
- Heimen und Wohngruppen
- familienuntersützenden Einrichtungen
- der außerschulischen Jugendarbeit
- der Ambulanten Jugendhilfen (Hilfen zu Erziehung)
- Schulen und Internaten.

Im Zentrum der Tätigkeit steht jedoch vor allem der Bereich der Kindertagestätten als zusammengefasster Begriff für Tageseinrichtungen wie Kindergarten, Kinderhaus und Kinderkrippe.5

In diesem Bereich kann man grundsätzlich zwischen zwei verschiedenen Arbeitsbereichen der Frühpädagogik unterscheiden. Diese sind zum einen die unmittelbare Arbeit mit den Kindern und zum anderen Tätigkeiten, welche diese vorbereiten oder organisatorisch ermöglichen.6

Der Bildungsauftrag für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe wurde im Jahr 1990 im Kinder- und Jugendhilfegesetz - Achtes Sozialgesetzbuch verankert.7 Dort sind auch die Grundsätze der

Förderungen von Kindern in Tageseinrichtungen und in der Kinderkrippe (§ 22) zu finden .1 Demnach sind:

(1) Tageseinrichtungen [...] Einrichtungen, in denen sich Kinder für einen Teil des Tages oder ganztägig aufhalten und in Gruppen gefördert werden. [...]

(2) Tageseinrichtungen für Kinder und Kindertagespflege sollen

1. die Entwicklung des Kindes zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit fördern,
2. die Erziehung und Bildung in der Familie unterstützen und ergänzen,
3. den Eltern dabei helfen, Erwerbstätigkeit und Kindererziehung besser miteinander vereinbaren zu können.

(3) Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen.“2

1.2 (Neue) Anforderungen an ErzieherInnen

Die Betrachtung des Berufsbildes und die Grundsätze der Förderungen von Kindern in Tageseinrichtungen des SGB VIII machen deutlich, dass die „Erwartungen an die Leistungen frühpädagogischer Einrichtungen [...] in den letzten Jahren in der Gesellschaft deutlich gewachsen“3 sind. „Die Zeit des ‚geborenen Erziehers’ [ist] vorüber“4, stellte schon Tsiomidis 1993 in seinem Buch „Das System der staatlichen Vorschulerziehung in Griechenland mit besonderer Berücksichtigung der akademischen Ausbildung der Erzieher“ fest.

Zudem betonen zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse die Bedeutsamkeit der frühen Lebensjahre und die Auswirkung frühkindlicher Bildungserfahrungen auf die Bildungsbiographie5. Diese werden durch gestiegene diversifizierte Anforderungen an die frühpädagogische Praxis noch unterstrichen.6

Bereits „seit Mitte der 1980er Jahre werden im Rahmen der Fachlichkeitsdebatte unterschiedliche Aufgaben und Anforderungen an das Kindertagesstättenpersonal gestellt“1. Es sind nunmehr nicht nur die Kinder, die als Zielgruppe der ErzieherInnen gelten, sondern auch deren Familien, KollegInnen, die Gesellschaft und Politik, aber auch die eigene Person, mit der sich ErzieherInnen in ihrem Berufsfeld auseinandersetzen müssen.2

Die öffentlichen Diskussionen in der „Nach-PISA-Zeit“, über die mangelhaften deutschen Ergebnisse der ersten internationalen Schulleistungsstudien PISA und IGLU, führten zudem unter dem Slogan „Auf den Anfang kommt es an!“3 auch im vorschulischen Bereich zu Veränderungen.4 In diesem Rahmen wurden in den letzten Jahren in allen Bundesländern Bildungspläne für den frühpädagogischen Bereich entwickelt.5 Ebenfalls gibt es seit 2004 einen gemeinsamen Rahmen aller Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen, was in Gesamtheit mit den Bildungs- und Erziehungsplänen verdeutlicht, dass „Kindertageseinrichtungen des Elementarbereichs [...] heute als unentbehrlicher Teil des öffentlichen Bildungswesens verstanden“6 werden.7

Dabei wird auf eine Abgrenzung zwischen Erziehung und Bildung im Gemeinsamen Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen verzichtet. Es ginge vielmehr um ein ganzheitliches Bildungsverständnis, bei dem Persönlichkeitsentwicklung ein wichtiger Teil der kindlichen Bildung sei.8

Im Gemeinsamen Rahmen der Länder für die frühe Bildung in Kindertageseinrichtungen werden sechs Bildungsbereiche angeführt, die in den Bildungs- und Erziehungsplänen länderspezifisch interpretiert werden:

- Sprache, Schrift, Kommunikation
- Personale und soziale Entwicklung, Werterziehung/Religiöse Bildung
- Mathematik, Naturwissenschaft, (Informations-) Technik
- Musische Bildung/Umgang mit Medien
- Körper, Bewegung und Gesundheit
- Natur und kulturelle Umwelten.9

„Durch die Beschäftigung mit den Inhalten aus den vorgegebenen Bereichen soll das Kind nicht nur bereichsspezifische, sondern vor allem übergreifende und grundlegende Kompetenzen und Persönlichkeitsressourcen erwerben.“1

Dazu kommen neue Anforderungen durch eine frühe Sprachdiagnostik und Sprachförderungen, wodurch den Kindern mit Defiziten in der altersgemäßen Beherrschung der deutschen Sprache ein guter Start in die Schullaufbahn ermöglicht werden soll. Dies betrifft vor allem den Umgang mit Kindern mit einer anderen Herkunftssprache als Deutsch.2

Zudem ist die Bewältigung der heterogener gewordenen Gruppenzusammensetzung eine neue Herausforderung für die frühpädagogische Einrichtung. Dabei geht es sowohl um flexible Altersgrenzen der Kinder bei Kindertagesstätteneintritt und um Kinder mit Migrationshintergrund, als auch, bedingt durch die Forderung nach Inklusion, um Kinder mit besonderem Förderbedarf.3

Ebenso wird von den Kindertageseinrichtungen eine Erweiterung der Elternarbeit gefordert, die Erziehung, Bildung und Betreuung mit Familienarbeit, sowie weiteren Hilfen für Familien und Kinder verbindet.4

Hinzu kommt der deutliche, quantitative Ausbau des frühpädagogischen Bereichs, denn seit dem 01.08.2013 besteht ein Rechtsanspruch auf eine Tagesbetreuung für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Dabei sollen 70 Prozent der Plätze von frühpädagogischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden.5

Ebenfalls wird häufig der geringe Anteil an männlichen Fachkräften bemängelt, obwohl männliche Erzieher als Bereicherung der Angebotsstruktur in Kindertageseinrichtungen und in ihrer Vorbildfunktion für die Kinder sehr geschätzt werden.6

Diese Entwicklung führte in den letzten Jahren in der Gesellschaft, Wissenschaft und Politik zu ausgiebigen Diskussionen über Verbesserungsmöglichkeiten der Bildungsqualität in frühpädagogischen Einrichtungen. Internationale Studien zur Effektivität von Kindertagesbetreuung (EPPE7 und REPEY8 ) zeigen, dass eine hohe Bildungsqualität sowie eine positive kognitive und soziale Entwicklung der Kinder bis in weiterführende Bildungsinstitutionen hinein mit dem Qualitätsniveau der Fachkräfte im Zusammenhang stehen.

Diese Aufgabenzuweisungen an ErzieherInnen entsprechen grundsätzlich einer akademischen Hochschulausbildung1. Doch spiegelt sich dies auch in der gegenwärtigen Struktur des pädagogischen Fachpersonals in deutschen Kindertageseinrichtungen und in der Ausbildungslandschaft wieder?

1.3 Gegenwärtige Struktur des pädagogischen Fachpersonals und Ausbildungslandschaft

Wenn von den oben angeführten Informationen ausgegangen wird, fällt vor allem für Deutschland ins Auge, dass es im Vergleich zu anderen europäischen Ländern lange Zeit auf einem vergleichsweise niedrigem Ausbildungsniveau lag2, denn das pädagogische Personal der Kindertageseinrichtungen kam bis vor wenigen Jahren hauptsächlich aus dem sekundären Ausbildungssektor.3

Im Jahr 2010 waren rund 379.000 pädagogische Fachkräfte in deutschen Kindertageseinrichtungen4 angestellt, womit die Anzahl im Zeitraum von 2002 bis 2010 um rund 78.000 Personen anstieg5. 71,7 Prozent von ihnen bestanden aus an Fachschulen und bzw. Fachakademien für Sozialpädagogik ausgebildeten ErzieherInnen. Darauf folgten an Berufsfachschulen ausgebildete KinderpflegerInnen mit 15,4 Prozent. Nur 3,5 Prozent des pädagogischen Fachpersonals konnte eine akademische Ausbildung6 vorweisen7 Im Vergleich zum Jahr 2002 bedeutet dies einen geringfügigen Anstieg von 2,2 Prozent.8 Die Akademisierung des Personals bezog sich dabei vorrangig auf das Leitungspersonal, wobei große Unterschiede zwischen den Bundesländern festzustellen sind.9

In Deutschland gibt es bisher noch keine einheitliche Regelung zur Ausbildung als ErzieherIn, deren gesamte Form sich zurzeit in einem Umbruch befindet.10

Nicht-akademische ErzieherInnenausbildungen, mit staatlicher Anerkennung als ErzieherIn, finden je nach Bundesland an Fachakademien bzw. Fachschulen für Sozialpädagogik statt oder in einigen Regionen auch an Berufsakademien oder Berufskollegs. In Nordrhein-Westfalen findet die Ausbildung an Berufskollegs zum Beispiel in doppelqualifizierenden Bildungsgängen statt. Die Ausbildung kann zwischen zwei und vier Jahre dauern und beinhaltet unterschiedliche Zugangsvoraussetzung, die in der Regel bei einem mittleren Bildungsabschluss beginnen.1

Der Aufbau der ErzieherInnenausbildung wird durch einen fachpraktischen und einen fachtheoretischen Teil strukturiert. Dabei unterscheiden sich die Fachschulen sowohl im zeitlichen Umfang als auch in der zeitlichen Anordnung und Abfolge beider Ausbildungsteile. Ebenfalls unterscheiden sich Fachschulen auch in ihrem inhaltlichen Schwerpunkt, bezogen auf einzelne Arbeitsfelder der Breitbandausbildung.2

Im Jahr 2004 wurden zudem an vier Standorten3 die ersten früh- und kindheitspädagogischen Bachelorstudiengänge eingerichtet.4 Bis zum Jahr 2012 waren es schon 67 Bachelorstudiengänge und 7 Masterstudiengänge.5 Die aktuelle Entwicklung früh- und kindheitspädagogischer Studiengänge soll im Folgenden genauer betrachtet werden. Wie viele Studiengänge gibt es? Wie sind sie aufgebaut und welche Ziele verfolgen sie?

2. Früh- und kindheitspädagogische Studiengänge im Überblick

Das gemeinsame Ziel aller Bachelorstudiengänge ist die wissenschaftliche Ausbildung und Qualifizierung zukünftiger KindheitspädagogInnen für eine qualitativ hochwertige Gestaltung von Bildungs- und Lernprozessen. Neben dem Erwerb theoretischen Wissens in unterschiedlichen Fachdisziplinen und didaktischer Kompetenzen in kindheitsbezogenen Bildungs- und Entwicklungsfeldern, gilt die Vermittlung relevanter Fähigkeiten zur Beobachtung, Deutung und deren Dokumentation als bedeutsam. Auch die Vermittlung rechtlicher, betriebswirtschaftlicher und auf Konzeptions- und Planungswissen bezogener Kenntnisse sowie die Aneignung von Organisations- und Managementqualifikationen werden angestrebt.1 Im Gegensatz zu den eher berufspraktischen Ausbildungen an Fachschulen zielen die akademischen Studiengänge besonders auf die Ausbildung von Reflexionswissen ab, um bei den Studierenden eine „wissenschaftliche Urteilsfähigkeit“ und eine „explizit darauf basierende Handlungsfähigkeit“2 zu erzeugen. So sollen die AbsolventInnen dieser Studiengänge in der Lage sein, wissenschaftlich fundiertes Fachwissen und hermeneutisch fallbezogenes Erfahrungswissen in einen produktiven wechselseitigen Bezug zu stellen, um in der beruflichen Praxis fall- und situationsadäquate Handlungspläne auf theoretischer und empirisch fundierter Grundlage zu erstellen.3 Als Basis dafür dienen forschendes Lernen und die enge Verzahnung von Theorie und Praxis beziehungsweise von systematischer Fallanalyse und Fallrekonstruktion.4

Zurzeit5 werden laut der Studiendatenbank6 der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WIFF) 1117 speziell auf Frühpädagogik und Kindheitspädagogik ausgerichtete Studiengänge angeboten. Zu den einzelnen Studiengängen lassen sich weitere Informationen aufrufen, die im Folgenden analysiert8 und miteinander verglichen werden sollen.9 Die Namen der Studiengänge sind dabei sehr variabel. Sie reichen von Bildung und Erziehung im Kindesalter oder der Kindheit, über Frühkindliche und Elementarbildung, oder auch Frühpädagogik - Leitung und Management von Kindertageseinrichtungen. Aber auch spezialisierte Bezeichnungen wie Bildung und Erziehung, Integration und Lerntherapie im Kindes- und Jugendalter oder Akademisierung der ErzieherInnenausbildung - Eine Bestandaufnahme Früh- und kindheitspädagogische Studiengänge im Überblick Netzwerkmanagement Bildung für eine nachhaltige Entwicklung - Schwerpunkt Kindheitspädagogik sind zu finden.1

2.1 Früh- und Kindheitspädagogische Studiengänge in Deutschland

Abbildung 1: Landkarte der kindheitspädagogischen Studiengänge2

[...]


1 Grossarth 2013

2 Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft 2005: S.5

3 vgl. zum Beispiel Vogelfänger 2010 und Rudolph 2012

4 vgl. Tabellen im Anhang

5 vgl. Helm 2010

6 vgl. Kirstein et al. 2012

1 Kulturministerkonferenz 1969: S.3

2 vgl. Viernickel 2009: S.131, vgl. auch Pasternack 2010: S.8

3 vgl. Salman und Vock 2010: S.24f.

4 Förderung von Kindern mit Behinderungen oder von Behinderung bedrohten Kindern, Integrationshilfen, Integrationsunterstützende Maßnahmen

5 Speth 2010: S.30

6 Pasternack 2010 a: S.7

7 Deppe 2011: S13

1 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2013: S.87f.

2 Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2013: S.87f.

3 Blossfeld 2012: S.29

4 Tsiomidis 1993: S.184

5 vgl. Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007, Organisation for economic Co-operation and Development 2006

6 vgl. Kirstein et al. 2014: S.7

1 Speth 2010: S. 46, vlg. auch Beher 2004

2 vgl. Speth 2010: S.46

3 Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007

4 vgl. Roßbach 2004

5 vgl. Blossfeld 2012: S.19, Deppe 2011: S13, vgl. auch Diskowski 2008

6 Kulturministerkonferenz 2004

7 vgl. Blossfeld: S.19, Deppe 2011: S13

8 vgl. Deppe 2011: S13

9 Kulturministerkonferenz 2004

1 Kulturministerkonferenz 2004: S.3

2 Blossfeld 2012: S.20

3 Blossfeld 2012: S. 21

4 Blossfeld 2012: S. 21

5 Blossfeld 2012: S.22

6 Calmbach 2010: S.55ff.

7 EPPE - Effective Provision of Preschool Education ist eine Längsschnittstudie in Europa über die Entwicklung fremdbetreuter Kleinkinder. Sie wurde zwischen 1997 und 2003 in England von WissenschaftlerInnen durchgefürt. Es wurden rund 2800 Knder, an 141 Kindertageseinrichtungen in England und mehr als 300 Kinder, die in der frühen Kinheit zu Hause aufwuchsen, zwischen ihrem dritten und siebten Lebensjahr mehrfach getestet. (vgl. Sylva et al. 2010, Sammons et al. 2009: S.179ff.)

8 REPEY - Researching Effecitve Pedagogy in the Early Years ist eine Längsschnittstudie, die die Entwicklung der sozialen und kognitiven Leistungen von 3000 Kindern in zwölf Kindertageserinchtungen und einer Grundschule in England erfasst. (vgl. Siraij - Blatchford et al. 2002, Sammons et al. 2009: S.179ff.)

1 Beher 2004

2 vgl. Kirstein et al. 2014: S. 7

3 vgl. Oberhuemer und Schreyer 2010

4 ungeachtet von Horten

5 Blossfeld 2012: S.34

6 Der Akademisierungsgrad berechnet sich aus Diplom-Sozialpädagoginnen und Diplom-Sozialpädagogen, Diplom-Sozialarbeiterinnen und Diplom-Sozialarbeitern, Diplom-Pädagoginnen und Diplom-Pädagogen; zuzüglich Lehrerinnen und Lehrer sowie Personen mit sonstigen Hochschulabschlüssen. Vgl. dazu Blossfeld 2012, S. 34

7 vgl. Blossfeld 2012: S.27

8 vgl. Blossfeld 2012: S. 35, vgl. auch Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2010

9 vgl. Blossfeld 2012: S.35, vgl. auch vgl. Fuchs-Rechlin 2009

10 Pasternack 2010: S.9

1 Speth 2010a: S. 35

2 vgl. Leygraf 2012: S.19, vgl. auch Pasternack 2010: S.8

3 Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH), Hochschule Emden, Evangelische Hochschule Freiburg und Hochschule Koblenz

4 vgl. Kirstein et al. 2012: S.7

5 vgl. Kirstein et al. 2012: S.8

1 Kirstein 2012: S.8

2 König und Pasternack 2008: S.26

3 Nentwig-Gesemann et al. 2007: S.21

4 Kirstein 2012: S.9

5 Stand: 14.05.2014

6 “Die WiFF-Studiengangsdatenbank ist die einzige Datenbank speziell für frühpädagogische und kindheitspädagogische Studiengänge“ - vgl. Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte

7 Die Studiendatenbank wird regelmäßig erneuert und enthielt am 21.05.2014 bereits 114 Studiengänge - die neu hinzugefügten Studiengänge konnten aus pragmatischen Gründen nicht mehr in die Auswertung miteinbezogen werden

8 vgl. Tabelle im Anhang

9 Die Aktualisierung der speziellen Informationen zu den angebotenen Studiengängen erfolgt zu unterschiedlichen Zeitpunkten deren Datum auf der jeweiligen Seite angegeben wird. Die am weitesten zurückliegende Aktualisierung erfolgte am 11.03.12 für den Studiengang „Management von Erziehungs- und Bildungsaeinrichtungen“ der Katholischen Hochschule Freiburg. Am aktuellsten sind die Informationen zum Studiengang „Bildung und Erziehung in der Kindheit“ der Evangelischen Hochschule Dresden, vom 12.05.2014.

1 vgl. Tabelle im Anhang

2 Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte o.J.

Details

Seiten
39
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783656987550
ISBN (Buch)
9783656987567
Dateigröße
1.6 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v336994
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Institut für Erziehungswissenschaften
Note
1,3
Schlagworte
Hochschulforschung Akademisierung ErzieherInnen Ausbildung Kindergarten

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Titel: Die Akademisierung der Erzieherausbildung. Eine Bestandsaufnahme