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Wer ist der Schwarzfahrer? Zu Pepe Danquart's "Schwarzfahrer"

Essay 2015 7 Seiten

Kulturwissenschaften - Sonstiges

Leseprobe

Pepe Danquart gewann am 21. März 1994 mit Schwarzfahrer den begehrten Oscar für den besten Kurzfilm.[1] In einer Rezension wird besonders auf den Rassismus verwiesen, der diesen Film ausmache: „Es ist ein 12minütiges Werk, dass sich gegen den kleinen, ganz alltäglichen Rassismus wendet. Einen Rassismus, der schließlich auf verblüffende Weise entlarvt wird.“[2] Der „alltägliche[]“ Rassismus im Film richtet sich ganz offensichtlich gegen einen Schwarzen.[3] Besonders im Rassendiskurs scheint der Titel des Films daher ambigue. Der Zuschauer[4] selbst könnte über diese Mehrdeutigkeit >stolpern<. Im folgenden soll die Arbeit daher der Frage nachgehen: Wer ist der Schwarzfahrer?

Um diese Frage zu klären, wird zuerst etymologisch untersucht, wie es zu dem Begriff „Schwarzfahrer“ kommt. Im nächsten Schritt wird auf die binäre „Schwarz-Weiß“ Konstruktion eingegangen und gezeigt wie die Farb-Konnotationen im Rassendiskurs >abfärben<. Im deskriptiven Teil wird analysiert, wie der Rassismus im Film funktioniert. Letztlich soll geklärt werden, wer im Film der „Schwarzfahrer“ ist.

Als „Schwarzfahrer“[5] werden Personen bezeichnet, die „ohne Fahrschein […] fahren.“[6] Nach dem Deutschen Strafgesetzbuch handelt es sich bei diesem Vergehen um eine Straftat, die unter § 265a zum „Erschleichen von Leistungen“[7] zählt. Da der „Schwarzfahrer“ „die Beförderung durch ein Verkehrsmittel […] in der Absicht erschleicht, das Entgelt nicht zu entrichten“, wird dieser „mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in anderen Vorschriften mit schwererer Strafe bedroht ist.“ Bereits der Versuch, ohne Fahrschein zu fahren, ist strafbar.[8]

Eine Person die ohne Fahrticket fährt, handelt somit gesetzeswidrig und wird zum Täter. Wieso wird der Täter jedoch zum „Schwarzfahrer“? Diese Frage ist nicht trivial, schließlich ist der „Schwarzfahrer“ ein Fahrgast ohne Ticket und keine Person, die durch ihre „schwarze“ farbliche Beschaffenheit markiert ist. Der Begriff „Schwarzfahrer“ beinhaltet ganz offenbar eine andere Semantik, die von einer rein farblichen Markierung absieht, welche sich auf das rein Äußere bezieht.

Im Kluge steht unter dem Stichwort „schwarz“ eine mögliche etymologische Erklärung, aus der die Herleitung „Schwarzfahrer“ höchstwahrscheinlich kommen könnte. Unter dem Adjektiv „schwarz“[9] wird auf das schwache Verb „schwärzen“ verwiesen. Dieses Wort stammt aus dem Rotwelchen, nachdem unter „schwärzen“ ‚schmuggeln‘ verstanden wird, da mit „ schwarzen, schwerzen offenbar ‚etwas bei Nacht tun‘ gemeint ist.“ „Auf neuere Verhältnisse übertragen[,] erscheint das Adjektiv in schwarzer Markt, Schwarzschlachtung, Schwarzarbeit [.]“ Auch allgemein stehe schwarz für „‚illegal entstanden‘“.[10] An diesem Phänomen zeigt sich, wie „schwar z“, von einer reinen farblichen Akzentuierung distanziert und semantisch mit dem Gehalt des Illegalen angefüllt wird. „Schwarz“ erhält hier einen symbolischen Charakter, der negativ überlagert ist, indem er mit kriminellen Machenschaften verbunden wird. Dieser negativ symbolische Charakter scheint auch beim Schwarzfahrer übertragen worden zu sein, so dass der Begriff ebenfalls mit einer illegalen Handlungen in Verbindung gebracht wird.

Jana Husmann bietet in ihrer Arbeit „Schweiß-Weiß-Symbolik“ eine weit umfassende Übersicht von Arbeiten, die sich mit dem symbolischen Gehalt der Schwarzen sowie auch mit der Weißen Farbe befassen. Aus ihrer Übersicht geht hervor, dass es sich bei der binären ‚Schwarz-Weiß‘ Codierung prinzipiell um historisch entwickelte soziale Konstruktionen handelt. Dabei wird ersichtlich, dass „schwarz“ überwiegend sehr negativ bis abwertend konnotiert ist, wohingegen „weiß“ aufgewertet wird.[11] Diese Kategorisierung nach einer ‚Schwarz-Weiß-Struktur‘ schließt den Rassendiskurs mit ein. Aus dem Diskurs wird erkennbar, dass durch die binäre Konstruktion „[d]ie Reduzierung des rassisierten nicht-weißen >Anderen< auf den materiellen Körper […] als Grundelement des kolonialistischen Rassismus ausgemacht“ werden kann.[12] Farbsymboliken werden dabei mit Hautfarben überlagert. „Der symbolische Bedeutungsaspekt der >Unreinheit< wird als charakterliches >Rassenmerkmal< vorgestellt und >harmoniert< der Ableitungslogik nach der vorausgesetzten farblich morphologischen Stereotypisierung.“ Diese Struktur sei bis heute durchgängig.[13]

In Pepe Danquarts Film Der Schwarzfahrer steht der Rassendiskurs im Mittelpunkt der Thematik des Films: Eine alte Dame – offenbar eine „Biodeutsche“[14] – beschimpft wüst einen Schwarzen mit rassistischen Äußerungen in der Straßenbahn vor allen Fahrgästen. Durch den Rassendiskurs wird der bereits negativ geprägte Begriff „Schwarzfahrer“, der ebenfalls der binären Schwarz-Weiß Codierung unterliegt[15], ambigue. So kann das Erstglied schwarz des Rektionskompositums als >Rassenmerkmal< verstanden werden. „Schwarz“ referiert dann in diesem Diskurs auf den „rassisierten nicht-weißen >Anderen<“.[16]

Besonders die alte Dame nimmt den Rassendiskurs auf, der mit der Schwarz-Weiß Kategorisierung einhergeht. An ihrer zitierten Aussage wird erkennbar, wie der Rassismus funktioniert: „Die vermehren sich wie die Karnickel da unten – alle quer durcheinander. Kein Wunder, dass die da alle Aids haben.“ Ganz offensichtlich meint die Dame mit „die“ eine andere Gruppe, der sie nicht angehört. Im speziellen kann angenommen werden, dass sie die Bewohner des Afrikanischen Kontinents meint, was aus dem Präpositionaladverb „unten“ hervorgeht. „Unten“ meint in dem Falle die südlichere Verortung des afrikanischen Kontinents im Vergleich zu Europa oder gar zu Deutschland. Dieses Präpositionaladverb impliziert jedoch nicht nur eine topographisch nördlichere Platzierung Deutschlands auf der Landkarte, sondern auch eine obere Positionierung der eigenen Gruppenzugehörigkeit, welches nach dem Schema funktioniert: „Wir, die oberen vs. die anderen unteren.“[17] Die Einteilung nach Gruppen geschieht weiter, in dem die „da unten“ diskreditiert werden. Durch die Animalisierung mit dem Vergleich aus dem Tierreich, wird den >unteren< eine gewisse Liederlichkeit zugesprochen. Verstärkt wird der Abstufungs-Effekt, indem besonders amoralische Anspielungen gemacht werden, die sogar auf Inzest verweisen („alle quer durcheinander“). Über die Unmoralität der „da unten“ hinaus, wird auch der Gesundheits- bzw. Krankheitsfaktor angesprochen, welcher beachtlich die „da untern“ weiter abstuft und >die oberen< besser dastehen lässt. Mit der Stigmatisierung auf Aids wird hierbei die schwarze Farbe umgedeutet. Im säkularen Kontext der „Schwarz-Weiß“ Kategorisierung kann hier eine „Umdeutung der schwarzen Farbe der Sünde in Krankheit“ nachvollzogen werden, „die sich in Pathologisierungen der rassentheoretisch schwarz markierten Haut niederschlägt.“[18]

Der deskriptive und kommentierte Teil zeigt durchaus, wie Bedeutungen von Wörtern abgewandelt werden können, mit dem Ziel die eigene Gruppe emporzuheben, um sich dadurch als zugehöriges Gruppenmitglied gegenüber dem >Anderen< aufzuwerten. Hier zeigt sich die Strategie der „positive[n] Selbstdarstellung und negative[n] Fremddarstellung“[19] mit der Tendenz Minderheiten negativ darzustellen.

Besonders das Wort „Neger“, welches die alte Dame benutzt, zeigt, wie sie den Schwarzen abwertet und sich dadurch zugleich aufwertet. Denn das Wort beinhaltet als sprachliche Schöpfung von Sklaverei und Kolonialismus „bis heute ideologische Vorstellungen, Denkmuster und Hierarchien“[20]. In ihrer rassistischen Beleidigung, fasst sie ihre ganzen Abneigungen in einem Wort zusammen, die sie Schwarzen gegenüber hat. Hier finden sich alle negativen Konnotationen wieder, die sie mit Schwarzen verbindet. Dabei fällt auf, dass ihr Gedanken-Bild über „den Neger“ sehr stark mit den ideologischen Konnotationen übereinstimmt, die Arndt zu dieser Bezeichnung aufzeigt. So wird der Begriff „Neger“ „von Anfang an körperliche Merkmale mit geistig kulturellen Eigenschaften wie etwa Faulheit [oder gar – hinzugefügt D.F.[21] ] Kulturunfähigkeit verbunden.“[22]

Die Komik im Film entsteht, indem der Schwarze die negativen Konnotationen aufnimmt und demensprechend handelt, wenn er die Fahrkarte der alten Dame isst, während einer Fahrkartenkontrolle. Er spielt nach dem vorgegeben Muster, welches in der Konnotation des Begriffs „Neger“ liegt. So verhält er sich „Kulturlos“ und spiegelt das Bild eines „primitiven“ „Wilden“[23] wider, das ihm als „Neger“ aufgesetzt wird.[24] Als der Kontrolleur nun die alte Dame nach ihrer Fahrkarte fragt, entgegnet sie ihm entsetzt, dass der „Neger“ ihre Fahrkarte „aufgefressen“ hat. Daraufhin schaut der Kontrolleur den Schwarzen an, der ihm wiederum einen gültigen Fahrausweis zeigt. Er demonstriert mit dieser Geste, dass er sehr wohl kein „Kulturloser“ Mensch und kein >primitiver Wilder< ist, der darüber hinaus Fahrkaten >frisst<. Auch der Kontrolleur ist davon überzeugt, dass das Bild des „Negers“, welches die alte Dame zeichnet, überhaupt nicht stimmen kann. Somit wirkt für ihn ihre Aussage äußerst absurd und als schlechte Ausrede. Die alte Dame ist somit in seinen Augen ein Schwarzfahrer (jmd. ohne Fahrschein).

Die eigentliche Person ohne Ticket ist der Motorradfahrer, dessen Fahrzeug nicht anspringt. Somit ist er nach dem Rechts-Verständnis der Schwarzfahrer.

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, wer in Pepe Danquarts Film der Schwarzfahrer ist. Hierbei wurde als erstes untersucht, weshalb mit dem Begriff „Schwarzfahrer“ eine Person ohne Fahrschein bezeichnet wird. Aus etymologischer Perspektive kann gesagt werden, dass dieser Begriff wahrscheinlich von „schwärzen“ abgeleitet worden ist und daher mit illegalen Machenschaften in Verbindung gebracht wird. Die schwarze Farbe ist historisch bedingt nach einer binären „Schweiß-Weiß“ Codierung überwiegend negativ konnotiert. Wobei die binäre Konstruktion in den Rassendiskurs mit einfließt. Hierbei färben die negativen Konnotationen auf die >anderen< nicht-weißen ab, wodurch sie diskreditiert werden. Aber auch die positiven Konnotationen zur weißen Farbe gehen auf die >weißen< über, wohingegen sie emporgehoben werden.

Betrachtet man den Begriff „Schwarzfahrer“ im Rassendiskurs, so kann durchaus der Schwarze als „Schwarzfahrer“ gesehen werden. Aus dieser Perspektive würde er nach der binären Konstruktion auf seinen materiellen Körper reduziert werden.

Aus der Perspektive des Rechts, nach dem Strafgesetzbuch, wäre der eigentliche Schwarzfahrer eine Person ohne Fahrschein. In dem Film haben zwei Personen haben keinen: der Motorradfahrer der sich keinen gekauft hat und die alte Dame, der ihr Fahrschein kurz vor der Fahrkartenkotrollen aufgegessen wurde.

Quellen und Literatur

Film/ Gegenstand:

- https://www.youtube.com/watch?v=KZOJV-ecVb4; 01.05.2015

Sekundärliteratur:

Arndt, Susan und Hornscheid, Antje: Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. Presseexemplar. Hrsg. Marlene Bauer et al Münster 2004

van Dijk, Teun A.: Rassismus heute. Der Diskurs der Elite und seine Funktion für die Reproduktion des Rassismus. 2., neugestaltete Auflage, Duisburg 1991.

Nanna Heidenreich: Von Bio- und Anderen Deutschen. Aspekte der V/Erkennungsdienste des Deutschen Ausländerdiskurses. In: „Weiß-Weißsein- Whiteness. Kritische Studien zu Gender und Rassismus / Critical Studies on Gender and Racism“, Hrsg. Martina Tißberger et al. Frankfurt/Main et al 2006. S. 203-217.

Husmann, Jana: Schwarz-Weiß-Symbolik. Dualistische Denktraditionen und die Imagination von >>Rasse<<. Religion – Wissenschaft – Anthroposophie. Bielefeld 2010

Kluge, Friedrich: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. „schwarz“. Bearbeitet von Seebold, Elmar. 23., erweiterte Auflage. 1995 Berlin, New York. S.748

Kluge (vollständige Literaturangabe s.o.): schwärzen. S.748

Sekundärliteratur – Internet:

- http://www.duden.de/rechtschreibung/schwarzfahren#b2-Bedeutung-1; 27.05.2015
- http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__265a.html; 27.04.2015
- https://historix108.wordpress.com/2013/11/09/rezension-kurzfilm-schwarzfahrer/; 30.04.2015

[...]


[1] https://historix108.wordpress.com/2013/11/09/rezension-kurzfilm-schwarzfahrer/; 30.04.2015

[2] https://historix108.wordpress.com/2013/11/09/rezension-kurzfilm-schwarzfahrer/; 30.04.2015

[3] Mit dem Begriff „Schwarze/r“ wird hier die Selbstbenennung übernommen, welche sich etablierte. Dabei rekurriert der Begriff nicht auf die Hautfarbe, „sondern darauf, dass Schwarze Menschen durch Rassismus diskriminiert werden.“ Daher wird „Schwarz“ auch in adjektivischer Bedeutung großgeschrieben. Genauer dazu: Susan Arndt: Neger/ Negerin. In: Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. Presseexemplar. Susan Arndt und Antje Hornscheid Hrsg. Marlene Bauer et al Münster 2004. S. 189

[4] Zwecks besserer Lesbarkeit werden geschlechtsunspezifisch gemeinte Personenbezeichnungen im maskulinen Genus verwendet.

[5] http://www.duden.de/rechtschreibung/Schwarzfahrer; 27.04.2015

[6] http://www.duden.de/rechtschreibung/schwarzfahren#b2-Bedeutung-1; 27.04.2015

[7] http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__265a.html; 27.04.2015

[8] http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__265a.html; 27.04.2015

[9] Friedrich Kluge: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. „schwarz“. Bearbeitet von Elmar Seebold. 23., erweiterte Auflage. 1995 Berlin, New York. S.748

[10] Kluge: schwärzen. S. 748

[11] Vgl.: Jana Husmann: Schwarz-Weiß-Symbolik. Dualistische Denktraditionen und die Imagination von >>Rasse<<. Religion – Wissenschaft – Anthroposophie. Bielefeld 2010. S.29-38

[12] Hussmann: Schwarz-Weiß. S. 33

[13] Hussmann: Schwarz-Weiß. S. 58.

[14] Angelehnt an Heidrichs Abeit nach der unter „Bio-Deutschen“ hier die „richtigen Deutschen“ verstanden werden, die „ursprünglichen Deutschen“ oder auch „Primärdeutschen. vgl. dazu Nanna Heidrich: Von Bio- und anderen Deutschen. Aspekte der V/Erkennungsdienste des deutschen Ausländerdiskurses. S.203-217.

[15] Vgl. Hussman: Schwarz-Weiß. S. 60

[16] Hussmann: Schwarz-Weiß. S.33

[17] Dieses Schema verläuft analog zu Heideinreich’s „Ausländerdiskurs“, der „durch die Logik des Ein- und Ausschlusses bestimmt“ ist. Vgl. dazu Heidenreich: Von Bio- und anderen Deutschen. S. 204-209.

[18] Hussmann: Schwarz-Weiß. 31-32.

[19] Teun A. van Dijk: Rassismus heute: Der Diskurs der Elite und seine Funktion für die Reproduktion des Rassismus. 2., neugestaltete Auflage, Duisburg 1991. S.17.

[20] Susan Arndt: Neger/ Negerin. S.186-187.

[21] Mit D.F. ist der Autor des Textes gemeint.

[22] Arndt: Neger/Negerin. S. 186

[23] Arndt: Neger/Negerin. S. 187

[24] Arndt: Neger/ Negerin. S. 184-189-

Details

Seiten
7
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668274396
ISBN (Buch)
9783668274402
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v338027
Institution / Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin – Philosophische Fakultät II
Note
1,3
Schlagworte
Schwarzfahrer Pepe Danquart Rassismus Schwarz-Weiß Schwarz-Weiß-Symbolik Neger

Autor

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