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Homosexualität im Jugendalter. Sozialisation und Identitätsbildung homosexueller Jugendlicher

Ausarbeitung 2014 18 Seiten

Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begriffsdefinitionen

3. Geschlechtspartnerorientierung und sexuelle Identität
3.1. Gender
3.2. Geschlechtspartnerorientierung
3.2.1. Quasi homosexuelles Verhalten vs. homosexuelle Orientierung
3.3. Sexuelle Identität
3.4. Sozialisationsproblematik homosexueller Jugendlicher
3.5. Coming-Out
3.5.1. Inneres Coming-Out
3.5.2. Äußeres Coming-Out
3.5.3. Stufenmodell nach Coleman

4. Ursachen für Homosexualität – Erklärungsversuche und Kontroversen der Wissenschaft

5. Inhalt und Aufgaben der Sozialen Arbeit

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturverzeichnis

1. Einführung

Ziel dieser Hausarbeit ist es, einen Einblick in und ein näheres Verständnis für die komplexe und meist problematische Identitätsbildung homosexueller Jugendlicher zu geben. Hieraus abgeleitet ist der Fokus auf den in der Regel konfliktbehafteten Sozialisationsprozess der Heranwachsenden gerichtet. Hiermit verknüpft wird ersichtlich, wodurch der Identitäts- und Sozialisationsprozess homosexueller Jugendlicher unterstützt und somit erleichtert werden kann. Einleitend werden grundlegende und zentrale Begriffe der Thematik erklärt. Im Anschluss daran wird als Schwerpunkt und zentrales Thema die Identitätsfindung aus der allgemeinem Geschlechtsidentitäts- und Rollenentwicklung abgeleitet und überschaubar gemacht. Soweit heute wissenschaftlich ableitbar und als analytische Bezugsgrößen verwendbar, werden die Ursachen für die Homosexualität und hiermit die verbunden Erklärungsversuche und kontroversen Interpretationen gegenübergestellt. Zusammenfassend ergeben sich somit die für die Soziale Arbeit ersichtlichen Aufgaben und Arbeitsbereiche im Sinne der erforderlichen Unterstützung und Hilfe für die Betroffenen.

2. Begriffsdefinitionen

Jugend: Mit dem Begriff „Jugend“ wird i.d.R. die Lebensphase eines Menschen zwischen Kindheit und Erwachsenenalter bezeichnet. „Häufig erfolgt die Definition der Lebensphase J. über das Alter und die damit verbundenen Anforderungen, Erwartungen Möglichkeiten und Grenzen“ (Wächter 2011, S. 469).

Identität: Identität kommt aus dem Lateinischen und steht für die völlige Übereinstimmung einer Person mit sich selbst und beschreibt die Einzigartigkeit der Persönlichkeitsstruktur eines Menschen wie sie von anderen wahrgenommen aber auch als eigenes Selbst erkannt und reflektiert wird (vgl. Rohlfs 2012, S. 129). „Identität wird gewonnen indem Ich mich (…) als der identifiziere, der ich bin (=Identifikation), und indem mich die Menschen meines relevanten Umfeldes in unseren gemeinsamen Szenen und Stücken als den identifizieren, als den sie mich sehen (=Identifizierung) und ich dies wahrnehme, kognitiv bewerte (Valuation) und verinnerliche (Internalisierung)“ (Petzold 1992, zit. n. Biechele 1997, S. 12 f.).

Homosexualität: Der Begriff Homosexualität wurde 1869 vom deutsch-ungarischen Schriftsteller und Arzt K. M. Benkert eingeführt (vgl. Köllner 2001, S. 54). Die Internetseite loveline.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung definiert Homosexualität wie folgt: „Homosexuelle Menschen (also Lesben und Schwule) fühlen sich sexuell und emotional von Menschen des gleichen Geschlechts angezogen. Männer, die Männer begehren werden schwul und Frauen, die Frauen begehren werden lesbisch genannt“ (BZgA). HOFMANN zeigt in ihrer Definition bereits den direkten Zusammenhang zur Identitätsbildung auf: „Zur Identität von Homosexuellen gehört die Liebe zum eigenen Geschlecht, wie es zur Identität von Heterosexuellen gehört, einen Menschen des anderen Geschlechts zu lieben“ (Hofmann 2008, S. 10).

Homosexuell vs. schwul: In der Literatur wird häufig die im Sprachgebrauch entstandene Differenzierung zwischen homosexuell und schwul thematisiert. Demnach hat sich in der sozialisierten Gesellschaft folgendes Bild mehr oder minder durchgesetzt: „Der Homosexuelle sucht den gleichgeschlechtlichen Menschen, der Schwule den gleichgeschlechtlichen Sex“ (Simon 1997, S. 94). Folglich geht es den Schwulen um die bloße Befriedigung der eigenen sexuellen Bedürfnisse (Sex ohne Liebe zwischen Männern), während der Homosexuelle auf der Suche ist nach einem gleichgeschlechtlichen Partner, der ihn liebt und annimmt wie er ist (vgl. Simon 1997, S.94-97). Eine vergleichsweise Unterscheidung zwischen lesbisch und homosexuell wird in den behandelten Quellen allerdings nicht thematisiert.

3. Geschlechtspartnerorientierung und sexuelle Identität

3.1. Gender

Um die Entwicklung der sexuellen Identität zu verstehen, bedarf es zunächst der Differenzierung von drei Genderperspektiven: „Geschlecht als biologische Voraussetzung[,] (…) Geschlecht als subjektiv erlebter Identität (Geschlechtsidentität) [und] (…) Geschlecht einer öffentlich präsentierten sozialen Rolle (Geschlechtsrolle)“ (Fiedler 2004, S. 53; Herv. i.O.).

- Das biologische Geschlecht (männlich oder weiblich) wird schon im Mutterleib auf Grund körperlicher Kriterien festgestellt. Lediglich eine Minderheit ist keinem Geschlecht zuzuordnen (Intersexualität) (vgl. Fiedler 2004, S. 55 f.).
- Die Entwicklung der Geschlechtsidentität beginnt in den ersten Lebensminuten. Sie baut üblicherweise auf die Festlegung des biologischen Geschlechtes auf, wird durch die geschlechtsspezifische Erziehung der Eltern verfestigt und im zweiten oder dritten Lebensjahr bei den meisten Jungen und Mädchen auch im Selbstbild unwiderruflich festgelegt (vgl. Fiedler 2004, S. 56 ff.). Die Geschlechtsidentität kann sich nach unterschiedlichen Perspektiven entwickeln: „Einerseits als innerpsychische Orientierung in Richtung Männlichkeit oder Weiblichkeit, andererseits als interpersonelle Orientierung in Richtung Heterosexualität, Bisexualität und/oder Homosexualität [=Geschlechtspartnerorientierung]“ (Fiedler 2004, S. 53; Herv. i.O.).
- Die Entwicklung der persönlichen Geschlechtsrolle und Rollenpräsentation ist abhängig von kulturspezifischen Vorstellungen, Normen und sozialen Erwartungen. Sie wird durch unterschiedlichste Erfahrungen des Kindes und externe Einflüsse gebildet, obwohl sie im Wesentlichen durch die Geschlechtsidentität mitbestimmt ist (vgl. Fiedler 2004, S. 61). „Sie basiert auf erlernten Verhaltensmustern, die in bestimmten Gesellschaften jeweils für Männer und Frauen als angemessen erachtet werden und die ein Kind auf viele Arten erlernt“ (Kolanowski 2009, S. 103).

3.2. Geschlechtspartnerorientierung

Mit dem Einsetzen der Pubertät und den damit verbundenen hormonellen Veränderungen im Jugendalter entwickeln sich erste sexuelle Präferenzen, die Geschlechtspartnerorientierung findet statt. Hier manifestiert sich typischerweise die sexuelle Orientierung des Jugendlichen und er/sie hat erste sexuelle Fantasien und Kontakte (vgl. Fiedler 2004, S. 61 f.). Diese „tragen erheblich zu einem subjektiven Selbstverständnis bei, zur Auswahl sexueller Vorlieben sowie zu inneren Vorstellungen über zwischenmenschliche Beziehungen“ (Mertens 1994, zit. n. Fiedler 2004, S. 62).

3.2.1. Quasi homosexuelles Verhalten vs. homosexuelle Orientierung

Während die Heranwachsenden die Phase der Geschlechtspartnerorientierung durchleben kommt es häufig vor, dass auch spätere Heterosexuelle in körperlichen Kontakt mit dem gleichen Geschlecht geraten. Dies sind in den meisten Fällen allerdings nur vorübergehende Phasen, welche bspw. in spielerischem Erfahrungsaustausch, Neugierde, Mut und sexuellem Konkurrenzbenehmen begründet sind. Aus diesem Grunde ist es wichtig zwischen quasi homosexuellem Verhalten und der tatsächlichen homosexuellen Orientierung zu unterscheiden. Von letzterer spricht man erst dann, wenn das sexuelle Interesse am gleichen Geschlecht dauerhaft fortbesteht. Eine genaue Grenzziehung zwischen sexueller Orientierung und sexuellem Verhalten kann demnach nicht stattfinden (vgl. hierzu insgesamt Fiedler 2004, S. 63).

3.3. Sexuelle Identität

Die Geschlechtspartnerorientierung oder „sexuelle Orientierung ist im Kontext der sexuellen Identität in die Identitätsentwicklung eingebettet, deren verschiedene Facetten ursprünglich von Havighurst als Entwicklungsaufgaben formuliert wurden“ (Oerter u. Dreher 2002, zit. n. Kolanowski 2009, S. 105). Die Veränderungen des eigenen Körpers während der Adoleszenz zwingen den Jugendlichen dazu ein in der Regel latentes Bewusstsein für die eigenen sexuellen Gefühle und die daraus resultierenden Reaktionen zu entwickeln. Die pubertierenden Jugendlichen versuchen diese zu verstehen, zu akzeptieren und letztendlich in ihr Selbstbild zu integrieren. Dabei müssen sie sich mit den gesellschaftlich vorgegebenen Geschlechterrollen, insbesondere den Anforderungen und Moralvorstellungen ihres Umfeldes auseinandersetzen. Dies führt im Falle eines Widerspruchs zu den eigenen Bedürfnissen zu inneren Diskrepanzen. Unter sexueller Identität versteht man demnach die emotionale Hinwendung zu und die erotischen Phantasien gegenüber anderen. (vgl. hierzu insgesamt Kolanowski 2009, S. 101, 105 ff.). BIECHELE erklärt den möglichen inneren Zwiespalt am Beispiel schwuler Männer wie folgt: „Die Identitätsbildung schwuler Männer erfährt (…) ein ständiges Changieren von Gleichsein und Anderssein. Das heißt, man ist auf allen Ebenen der Wahrnehmung damit beschäftigt zu überprüfen, wann Fremd- und Selbstattribution übereinkommen und wann man korrigierend oder ergänzend eingreifen muss“ (Biechele 1997, S. 17).

3.4. Sozialisationsproblematik homosexueller Jugendlicher

Homosexuelle Jugendliche müssen sich, wie im vorherigen Kapitel angedeutet, im Prozess der sexuellen Identitätsbildung „stärker als heterosexuell orientierte Jugendliche mit dem Widerspruch zwischen eigenem Empfinden und verinnerlichten bzw. erlebten gesellschaftlichen Sanktionen homo- und bisexueller Lebensweisen auseinander setzen“ (Kolanowski 2009, S. 101). Das Bewusstwerden und die Akzeptanz der eigenen sexuellen Neigung sind Teile der sexuellen Identitätsentwicklung und finden in einem Coming Out Prozess statt, auf den im nächsten Kapitel näher eingegangen wird. Für Jugendliche, welche eine homosexuelle Neigung an sich erkennen, werden die Vorteile, die die sozialisierte Gesellschaft für Heterosexuelle bietet zur Belastung und führen häufig in eine Zwangslage.

Die von der Gesellschaft vorgegebenen Geschlechterrollen und Stereotype dienen Heterosexuellen als Orientierung. Heterosexualität wird als die natürliche Sexualität angesehen und die Auseinandersetzung mit der eigenen sexuellen Neigung stellt für heterosexuelle Heranwachsende demnach im Normalfall kein Problem dar, da sie genau die Entwicklung durchleben, die auch von ihnen erwartet wird. Das sich hieraus abzuleitende verzerrte Bild des homo- oder bisexuellen Menschen schränkt jedoch Jugendliche mit einer von der gesellschaftlichen Norm abweichenden sexuellen Neigung in ihrem Individuationsprozess ein. Dies führt bei den betroffenen Jugendlichen häufig zu einer instabilen Identität (vgl. hierzu insgesamt Kolanowski 2009, S. 108 f.).

Weitere Widersprüche in der sexuellen Identitätsbildung entstehen aus der Tatsache heraus, dass die Gesellschaft eine Zuordnung (Kategorisierung) zu einer Gruppe (homo-, bi- oder heterosexuell) fordert. Individuelle Vorlieben und unterschiedliche Facetten die eigene (Homo-)Sexualität auszuleben, machen eine exakte Zuordnung auch unter heterosexuellen Voraussetzungen oft unmöglich. Dies führt dazu, dass man sich evtl. in eine Gruppe einordnet, deren Zielsetzungen und Inhalte nicht optimal oder zumindest zufriedenstellend mit den eigenen Vorstellungen zur Sexualität im Einklang befindlich sind (vgl. hierzu insgesamt Kolanowski 2009, S. 24 ff.).

Extrem einschränkend für den Sozialisationsprozess und die Identitätsentwicklung homosexueller Jugendlicher ist auch deren anhaltende Diskriminierung durch große Teile der Gesellschaft. Als Formen der Diskriminierung von Homosexuellen nennt RAUCHFLEISCH die manifeste Gewalt, Diskriminierung durch Massenmedien, Literatur und Film, Diskriminierung im beruflichen Alltag und Diskriminierung durch Psychoanalyse (vgl. Rauchfleisch 1996, S. 129-165). Als Gründe nennt er die Angst der Diskriminierenden vor eigenen vor sich selbst abgelehnten lesbischen oder schwulen Zügen, vor „sozialer Verunsicherung mit dem daraus resultierenden Streben nach sozialkonformen Verhalten und dem Wunsche, Macht über andere auszuüben“ sowie davor, dass die homosexuelle Lebensweise als gültig erachtete Normvorstellung in die Gesellschaft integriert werden könnte, wodurch die bisher verbindlichen allgemeingültig empfundenen Normen komplett in Frage gestellt würden (vgl. Rauchfleisch 1996, S. 165 f.). Die Diskriminierung entsteht nicht nur auf Grund von Angst, sondern geht auch einher mit einer Vielzahl von Vorurteilen, mit denen homosexuelle Jugendliche zu kämpfen haben und einer gesellschaftlichen Stigmatisierung auf Grund ihrer Minderheitenposition. Der Coming-Out Prozess wird daher stark beeinflusst von Angstgefühlen vor Ablehnung, Ausstoßung aus der Gesellschaft und vor einer Enttäuschung der Eltern speziell was deren Wunsch nach Enkelkindern betrifft. PFISTER spricht von schwulen Jugendlichen als fast ausschließlich passiven, ressourcenlosen Individuen, deren Sozialisation durch die vielfältigen Diskriminierungsprozesse der sozialen Umgebung gesteuert wird und daher meist problematisch verläuft (vgl. Pfister 2006, S. 100). HÖRZ bezeichnet als Kernpunkt der Sozialisationsproblematik „die Desintegration, bezogen auf die heterosexuelle Dominanzkultur und die Noch-nicht-Integration in den Bezugsrahmen der schwulen Minderheitskultur“ (Hörz 1999, zit. n. Pfister 2006, S. 57).

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass kulturelle und gesellschaftliche Vorstellungen, sowie ethnische Faktoren, der Wohnort und der Bildungsstand der eigenen Eltern und des Umfeldes einen großen Einfluss auf die sexuelle Identitätsentwicklung haben (vgl. Kolanowski 2009, S. 116 f.). Daraus ist abzuleiten, dass die Dauer der sexuellen Identitätsfindung abhängig ist von der Toleranz des sozialen Umfelds und der Gesellschaft.

3.5. Coming-Out

Der Begriff Coming-Out wurde geprägt von Morin Miller „und wird aktuell am häufigsten für die Identitätsbildung homo- und mittlerweile auch bisexueller Menschen verwendet. […] Die Entwicklungsphase des Coming-Out kann als Prozess komplexer intrapsychischer wie interpersoneller Transformationen aufgefasst werden“ (Kolanowski 2009, S. 112 f.). Generell unterscheidet man zwischen dem inneren Coming-Out und dem äußeren Coming-Out. Beide Dimensionen hängen eng miteinander zusammen und bedingen einander (vgl. Rauchfleisch 2011, S. 76).

3.5.1. Inneres Coming-Out

Das innere Coming-Out bezeichnet die Bewusstwerdung der homosexuellen Orientierung vor sich selbst (vgl. Watzlawick/ Weil 2009 S. 79). Dies geschieht in einem innerpsychischen Vorgang (vgl. Rauchfleisch 2011, S. 76): Zunächst reagieren alle Jugendlichen auf das Bewusstsein der eigenen Neigung mit Unsicherheit und Selbstzweifel; sie sind verwirrt und überfordert von den eigenen als unnormal geltenden Gefühlen. Mädchen und Frauen beschäftigen sich in der Regel länger mit diesen neuen Gefühlen, während Jungen und Männer diese meist als vorübergehende Phantasien deuten oder u.a. in depressive und andere für die Sozialisierung negative Wahrnehmungssituationen geraten (vgl. Kolanowski 2009, S. 148). „»Die Stimmen der Abwehr und des krisenhaften Erlebens« zeigen sich etwas häufiger und oft auch extremer bei Jungen und Männern als bei Mädchen und Frauen. (…) Erregung, Verliebtsein und Neugierde wechseln sich ab mit Panik, Angstgefühlen und Ekel vor sich selbst“ (Kolanowski 2009, S. 148 f.; Herv. i.O.).

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Details

Seiten
18
Jahr
2014
ISBN (eBook)
9783668295445
ISBN (Buch)
9783668295452
Dateigröße
434 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v340635
Institution / Hochschule
Hochschule RheinMain
Note
1,0
Schlagworte
Homosexualität Identität Geschlecht Sozialisation Coming Out Jugendalter sexuelle Orientierung

Autor

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Titel: Homosexualität im Jugendalter. Sozialisation und Identitätsbildung homosexueller Jugendlicher