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Theodor Fontanes "Schach von Wuthenow". Räume der Innerlichkeit

Hausarbeit (Hauptseminar) 2011 33 Seiten

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das philosophische Werk Gaston Bachelards und seine Rezeption

3. Poetik des Raumes
3.1 Inhalt und Aufbau
3.2 Thesen, Begriffe und Argumentationsstruktur

4. Schach in Wuthenow
4.1 Der vornehme Salon
4.2 Der unbekannte Schach
4.3 Das vertraute Wuthenow
4.3.1 Im Haus
4.3.2 Im Garten
4.3.3 Im Boot
4.4 Zusammenfassung

5. Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Theodor Fontane hat in seinen berühmten Romanen vor allem Berlin porträtiert. Wie kaum ein anderer Schriftsteller zeichnete er ein gleichermaßen lebendiges wie pointiertes Panorama der Stadt, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts endgültig zum gesellschaftlichen und politischen Zentrum Preußens aufgestiegen war. Zu diesen Berliner Gesellschaftsromanen zählt Schach von Wuthenow. Fontanes Erzählung aus der Zeit des Regiments Gensdarmes[1], so der Untertitel, handelt vom ebenso eitlen wie sensiblen Regimentsoffizier Schach, der die junge Victoire von Carayon verführt und schwängert. Deren Mutter, die wie Schach in den höchsten Kreisen der Berliner Gesellschaft verkehrt, fordert Schach auf, die Beziehung zu ihrer Tochter sowie das ungeborene Kind durch eine Heirat zu legitimieren. Schach jedoch fürchtet um sein Ansehen, da Victoire aufgrund einer früheren Pockenerkrankung äußerlich entstellt ist. Erst nachdem Frau von Carayon den König um Hilfe bittet und dieser seinem Offizier ein Ultimatum stellt, willigt Schach ein. Er heiratet Victoire, erschießt sich aber nur wenige Stunden nach der Trauung.[2]

Alle wichtigen Personen und Ereignisse der Erzählung sind mit Berlin verknüpft, beinahe jedes Kapitel spielt hier[3]: Ausgehend von der Wohnung der Carayons in der Behrenstraße, die parallel zum Prachtboulevard Unter den Linden verläuft, entfaltet sich die Erzählung über Berliner Lokale, Theater und Plätze, wie es für den Berlin-Chronisten Theodor Fontane typisch ist.[4] Dennoch gibt es ein Kapitel, das aus dem städtischen Rahmen fällt: „In Wuthenow am See“ lässt die Hauptstadt weit hinter sich und spielt, wie der Titel besagt, am Ruppiner See in Wuthenow. Hierhin, nördlich von Berlin in die Mark Brandenburg, flüchtet der Protagonist Schach, als er dem gesellschaftlichen Druck nicht mehr standhält. Doch Wuthenow ist nicht irgendein kleines Dorf fernab der Großstadt, es ist der Geburtsort Schachs. Hier befindet sich sein Elternhaus, umgeben von einem paradiesischen Garten, hier, am Ufer des weiten Ruppiner Sees, lebte seine erst kürzlich verstorbene Mutter. Eine Nacht und einen Tag lang durchstreift Schach die vertrauten Orte aus Kindertagen.

Bereits an dieser Stelle zeigt sich, was im Rahmen der vorliegenden Untersuchung ausgeführt werden soll: Das gleichsam idyllische wie morbide Wuthenow steht im Gegensatz zum elitären Berlin für Räume der Innerlichkeit und des Alleinseins. Wie Schach diese abgeschiedenen Räume erlebt und wie diese literarisch gestaltet sind, soll im Folgenden herausgearbeitet werden.

Ohne Frage hat der Raum in der Literaturwissenschaft in den vergangenen zwanzig Jahren vermehrte Beachtung erfahren, vom sogenannten spatial turn ist die Rede.[5] Fiel die Untersuchung von Räumen traditionell in die Bereiche der Mathematik, Geographie und Physik, so setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass Raum sich nicht in drei Dimensionen erschöpft, sondern vielmehr ein kulturelles Konstrukt ist. Performative, sprachliche und symbolische Handlungen sind in ihn eingeschrieben und können daher auch aus ihm herausgelesen werden.[6]

Unter den zahlreichen und oft divergierenden raumtheoretischen Ansätzen sticht Gaston Bachelards 1957 erschienene Poetik des Raumes hervor. Der französische Philosoph entwirft zunächst eine phänomenologische Methode, Räume zu lesen. Das heißt, er versucht, „das Wesen der menschlichen Existenz und Erkenntnis aus der eigenen Erfahrung heraus zu beschreiben“[7]. Raum bedeutet für Bachelard demnach vor allem eins: Erfahrungs- bzw. Erlebensraum. Ein Raum wird also gefühlt und nicht gemessen. Was Bachelard nun von anderen Phänomenologen unterscheidet, ist neben seinem Bezug zur Literatur die Annahme, dass menschliche Innenwelten räumlich strukturiert sind.[8] Er geht davon aus, dass ein konkretes Individuum Räume durchschreitet und sie zugleich innerlich erlebt.[9] Diesem Durchschreiten von Räumen wohnt ein regressives Moment inne, denn Räume sind für Bachelard oft Rückzugsorte.

Auch Fontanes Schach empfindet die alten Wuthenower Räume als einen Rückzugsort. Vor dem Hintergrund seiner Konflikte gleicht die Reise in die Heimat geradezu einer Flucht. Das vertraute Elternhaus selbst erlebt und fühlt er in der Weise, dass es Auskunft über sein Innenleben gibt. Rückzug, Raumerleben und Innenwelten – das sind die Themen, die auch Bachelards Raumansatz bestimmen. Daher soll die raumtheoretische Analyse des Wuthenow-Kapitels anhand der Poetik des Raumes erfolgen. Zuvor sollen jedoch Bachelard und seine Raumtheorie vorgestellt und erläutert werden.

2. Das philosophische Werk Gaston Bachelards und seine Rezeption

Bevor Aufbau und Inhalt von Gaston Bachelards Poetik des Raumes untersucht werden, soll zunächst ein Blick auf das Gesamtwerk des französischen Philosophen geworfen werden, da dieser den Zugang zu dessen Raumbegriff ungemein erleichtert.

Bachelards Schriften können zunächst in zwei konträre Phasen eingeteilt werden.[10] Beschäftigte sich der Naturwissenschaftler von 1928 bis 1938 allein mit der Wissenschaftstheorie, widmete er sich nach einer kurzen Übergangsperiode ab dem Jahr 1942 bis zu seinem Tod 1962 ausschließlich den Gebieten der Träumerei und Dichtung. Sein Untersuchungsgegenstand änderte sich also grundlegend. Unverändert dagegen blieb Bachelards Denken, das durch eine grundlegende Offenheit gekennzeichnet ist.[11] Unvoreingenommen und unprätentiös näherte sich Bachelard den literaturtheoretischen, aber auch den naturwissenschaftlichen Fragestellungen. Wie Lutz Baumann erklärt, verfolgte Bachelard eine passive Philosophie, in dessen Zentrum allein der jeweilige Inhalt bzw. dessen unbedingtes Verstehen standen.[12] Das bedeutet, fernab jeglicher wissenschaftlicher Doktrin strebte der Phänomenologe allein nach einer „reflektierende[n] Durchdringung“[13] des jeweiligen Gegenstands.[14] Insofern kann Gaston Bachelard weder als ein systematischer Denker bezeichnet werden, noch hat er eine geschlossene Philosophie oder einheitliche Schule begründet.[15] Im Gegenteil, eine solche Begrenzung würde seiner philosophischen Intention der Offenheit zuwiderlaufen.

So unkonventionell Bachelards intuitiver Denkansatz ist, so schwierig gestaltet sich die Rezeption seiner Schriften. Laut Gerard Dubrulle enttäuschen sie einerseits die Wissenschaftstheoretiker, weil sie zu spekulativ seien, andererseits die Literaturtheoretiker, weil sie zu präzise seien[16]. „Niemand fühlt sich bei ihm ganz wohl“[17], resümiert Dubrulle. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass der Philosoph Zeit seines Lebens ein intellektueller Außenseiter war.[18] Dieser Umstand beeinflusst auch die Wirkungsgeschichte seiner Schriften. Allgemein gilt, dass die literaturkritischen Werke seiner zweiten Schaffensperiode weitaus mehr Beachtung erfahren haben als die wissenschaftstheoretischen der ersten. Doch während Bachelard in Frankreich andere Philosophen wie Michel Foucault und Louis Althusser prägte und bis heute auch an Schulen selbstverständlich gelesen wird, ist er außerhalb Frankreichs, vor allem aber im deutschsprachigen Raum, beinahe unbekannt.[19]

Aus dieser Überblicksdarstellung ergeben sich zwei Faktoren, die entscheidend für die vorliegende Untersuchung sind: Erstens setzte sich Gaston Bachelard – obwohl er Naturwissenschaftler war – zunehmend mit den Bedingungen und Besonderheiten der Literatur auseinander. Zweitens bestand seine durchaus ungewöhnliche Methode darin, sich den Wesenserscheinungen zu öffnen, sich von ihnen durchströmen zu lassen. Literatur als Untersuchungsgegenstand, Offenheit als Methode – das sind die Koordinaten, zwischen denen sich die Poetik des Raumes entfaltet.

3. Poetik des Raumes

3.1 Inhalt und Aufbau

Bachelards Raumtheorie umfasst neben einer programmatischen Einleitung zehn Kapitel, die sich mit verschiedenen Innen- und Außenräumen auseinandersetzen. Ausgangspunkt aller Räume ist jedoch das Haus, das nach Bachelard den Ursprung und die Wurzel des menschlichen Seins darstellt. „Das Haus ist unser Winkel in der Welt. Es ist – man hat es oft gesagt – unser erstes All.“[20] Nicht umsonst führt er eine Studie über Kinderzeichnungen an.[21] Demnach zeichnen viele Kinder ein Haus, wenn man ihnen Stift und Papier gibt. Je nachdem, ob ein Kind in einem glücklichen oder unglücklichen Zuhause aufwächst, weisen die Häuser bestimmte Attribute auf: Ein glückliches Elternhaus ist umhegt und tiefverwurzelt, es wird mit sicheren Strichen gezeichnet, über dem Dach tänzelt der Rauch, was bedeutet, dass es im Inneren warm ist. Unglückliche Kinder dagegen zeichnen enge, starre oder verschlossene Häuser.

Ausgehend von der existenziellen Bedeutung des Hauses durchschreitet Bachelard verschiedene Räume desselben. Er lüftet Verstecke, spricht sogar von einer „Ästhetik des Versteckten“[22], denn Truhen, Schubladen und Schränke seien in Gedanken immer voll. „Eine leere Schublade ist nicht imaginierbar“[23], so Gaston Bachelard. Anschließend widmet er ein Kapitel den Miniaturen. Er sieht das Große im Kleinen und das Kleine im Großen, wenn er eine Lupe oder ein Mikroskop zur Hand nimmt. Eine Wiese erscheine dann als Wald, „ein Grasbüschel als Gebüsch“[24].

Die letzten drei Kapitel beschäftigen sich verstärkt mit metaphysischen Räumen. Als „innere Unermesslichkeit“ bezeichnet Bachelard den erträumten Raum, der „den Träumer aus seiner nächsten Umgebung hinaus in eine andere Welt versetzt, die das Merkmal einer Unendlichkeit trägt“[25]. Geträumte Räume können also zu immenser Größe heranwachsen. Was den Abschnitt über „die Dialektik des Draußen und des Drinnen“ betrifft, kritisiert der Philosoph die Schärfe, mit der innen und außen, Tag und Nacht oder auch Diesseits und Jenseits zuweilen einander gegenüber gestellt werden.[26] Er bezeichnet diese adverbialen Ortsbestimmungen als „geometrische Krebswucherung“[27] und strebt viel mehr ein Miteinander dieser scheinbar konträren Orte an. Laut ihm lasse sich das Dasein des Menschen ohnehin nicht fixieren. Im Gegenteil, das menschliche Sein entspreche einer Spirale mit zu vielen, durchaus entgegengesetzten Bewegungen.[28] Die Poetik des Raumes schließt mit der These, dass das Leben des Menschen rund sei wie die Schale einer Nuss, wobei rund für Bachelard ruhig und friedlich bedeutet.[29]

Unschwer ist zu erkennen, dass Bachelards Ausführungen einer Klimax gleichen. Beginnend beim Haus, steigern sich die Größen und Dimensionen der untersuchten Räume, wenn Bachelard vom Kosmos, den unendlichen Weiten geträumter Räume sowie vom Dasein des Menschen insgesamt spricht. Zugleich lässt sich in der Poetik des Raumes auch ein Kreislauf erkennen, in welchem alle Räume wie in einem großen Haus aufeinander bezogen sind. Haus, All und Innenwelt verschmelzen im Verlauf der Untersuchung miteinander, während der interpretatorische Bezugspunkt stets der Mensch bleibt. Alle Räume umkreisen ihn.

Neben dieser geschlossenen und zugleich offenen Struktur, die, wie bereits festgestellt wurde, typisch für Bachelards Denken ist, fällt der Tonfall auf, in welchem er spricht. Was der Philosoph intuitiv assoziiert, formuliert er auf meditative, beinahe esoterische Weise. Inhalt und Sprache gehen Hand in Hand, das Gesagte wird durch die bedachte Wortwahl in seiner Aussage verstärkt. Bachelards Sprache ist sogar so poetisch, dass man sagen kann, er dichtet. In diesem Zusammenhang spricht Klaus Jäger von „der eigentümlichen Kraft der Sprache Bachelards“[30]. Gerade in seinen letzten Werken, wozu die Poetik des Raumes zählt, nehme die Sprache immer öfter und immer stärker poetische Züge, so dass sie zur Sprache eines Dichtenden werde.[31] Bachelards Philosophie ist also nicht nur passiver, sondern auch poetischer Natur.[32]

3.2 Thesen, Begriffe und Argumentationsstruktur

Im Folgenden sollen zentrale Thesen und Begriffe, die gewissermaßen das Grundgerüst für die Raumtheorie Gaston Bachelards bilden, näher erläutert werden, zunächst jedoch seine Argumentationsstruktur.

Bachelard verfährt so, dass er zunächst eine These aufstellt – etwa, dass die Risse, Linien und Flecken einer alten Mauer Geschichten erzählen[33] –, anschließend überprüft er dieselbe am Beispiel eines literarischen Textes, das heißt,

„wir forschen bei einem Dichter nach einem Bild, das in seiner Wesensnuance neu genug ist, um uns ein Lehrbeispiel ontologischer Übersteigerung zu geben. Durch die Neuheit des Bildes und durch seine Übersteigerung dürfen wir sicher sein […], einen Widerhall in uns zu erleben.“[34]

Im Fall der Mauerrisse zitiert er die Gedichte an das andere Ich von Pierre Albert-Birot, welcher schreibt, „es gibt Ecken aus denen man nicht mehr herauskommt“[35]. Da es sich hierbei um ein neues Bild handle, sieht Bachelard seine These als bestätigt an.

Gaston Bachelards Methode ist nun folgende: Erstens versucht der Phänomenologe seine Thesen hauptsächlich anhand literarischer Beispiele zu verifizieren. In der Regel greift er dabei auf Lyriker wie Rilke, Baudelaire, Michaux oder Tardieu zurück[36], also auf Dichter des 19. Jahrhunderts oder Surrealisten, die seinen imaginären und phantastischen Bildern entgegenkommen, denn Bachelards Raumtheorie ist nicht anderes als ein Plädoyer für eben diese Motive bei der Untersuchung von Räumen.[37] Wo Bachelard nicht auf die Dichtung zurückgreift, zieht er Gemälde heran, insofern diese beim Betrachter ebenfalls ein Gefühl der Überraschung oder des Unvorhergesehenen hervorrufen.[38] Bachelards Methode der Raumbeschreibung wirkt also vergleichsweise unkonventionell und subjektiv.

Zweitens geht aus obigem Zitat hervor, dass Bachelard den Rezipienten in die Bildproduktion mit einbezieht. Ihm ist das Echo, das ein Bild beim Leser auslöst, nicht nur genauso wichtig wie der dichterische Vorgang selbst, es ist die Voraussetzung dafür, dass ein Bild überhaupt wirkt. Textproduktion und -rezeption sind also untrennbar miteinander verbunden. Wie zentral dieser Rezeptionsaspekt ist, das betont der Philosoph immer wieder.[39] So gelingt es dem Dichter nur, ein Gefühl der Innerlichkeit, eine Ahnung der inneren Räume beim Leser – und damit bei Bachelard selbst – zu wecken, wenn er ihn dazu führt, „daß er die Lektüre unterbricht. In dem Augenblick, wo die Augen des Lesers das Buch verlassen […], hallt die Seele des Lesers wider.“[40] Doch damit nicht genug. Wenn sich der Leser dem Bild beglückt hingebe, entstehe in ihm der Wunsch, selbst zu dichten, so Bachelard.[41] Auch hier schließt sich also der Kreis, wenn ein Schriftsteller ein Bild produziert, dass beim Leser das Bedürfnis auslöst, selbst zu schreiben, was wiederum ein neues Bild hervorruft.[42] Bilder, Räume und Gefühle, und zwar sowohl beim Schreibenden als auch beim Lesenden, gehen ineinander über.

[...]


[1] Zwar bezeichnete Fontane seinen Text als Erzählung, doch ist sich die Forschungsliteratur in Bezug auf die Genrezugehörigkeit uneins. Schach von Wuthenow wird als Novelle, Erzählung und Roman geführt. Die vorliegende Untersuchung richtet sich weitgehend nach Fontanes Zuschreibung.

[2] Theodor Fontane hat für seine Erzählung eine wahre Begebenheit literarisiert. Beim historischen Schach handelt es sich um den Major Otto Friedrich Ludwig von Schack, welcher sich 1815 in seiner Berliner Wohnung erschossen hat. Diesem Freitod ging ein jahrelanges Verhältnis zu Victoire von Crayen voraus, die zwar aus begütertem Haus stammte, aber durch eine Krankheit entstellt war. Schack, der hoch verschuldet war, entschloss sich zur Heirat, erschoss sich jedoch acht Tage nach der Verlobung. Fontane war dieser Stoff seit 1862 durch seine Freundin Mathilde von Rohr bekannt, 1878 begann er mit dessen literarischer Bearbeitung. Er versetzte die Handlung in die Zeit der napoleonischen Kriege, kurz bevor das Regiment Gensdarmes, ein nach französischem Vorbild geschaffenes preußisches Reiterregiment, aufgelöst wurde. Die Erzählung erschien erstmals 1882 in der Vossischen Zeitung. Vgl. zur Entstehungsgeschichte der Erzählung Wagner, Walter: Erläuterungen und Dokumente. Theodor Fontane. Schach von Wuthenow. Stuttgart 2004.

[3] Vgl. Kap. 4 für eine genaue Übersicht der Handlungsorte.

[4] Vgl. dazu vor allem das Kapitel „Theodor Fontane - Der skizzierte Raum“ in Hillebrand, Bruno: Mensch und Raum im Roman. Studien zu Keller, Stifter, Fontane. München 1971, S.229ff.

[5] Vgl. zum spatial turn in der Literaturwissenschaft die Überblicksdarstellungen von Stockhorst, Stefanie: „Raum“ als kulturwissenschaftliches Paradigma. Begriffliche, methodische und thematische Perspektiven für eine Germanistik im Zeichen des „topographical turn“. Erscheint in: Pfeil, Ulrich (Hg.): Constructions de l'espace dans les cultures d'expression allemande. Akten des 42. Kongresses der Association des Germanistes de l'Enseignement Supérieur (A.G.E.S.). Frankfurt am Main 2010 sowie Dünne, Jörg / Günzel, Stephan: Vorwort. In: dies. (Hg.): Raumtheorie. Grundlagentexte aus Philosophie und Kulturwissenschaften. Frankfurt am Main 2006, S.9-15.

[6] Vgl. Stockhorst 2010, S.13.

[7] Günzel, Stephan: Einleitung. In: Dünne, Jörg / Günzel, Stephan (Hg.): Raumtheorie. Grundlagentexte aus Philosophie und Kulturwissenschaften. Frankfurt am Main 2006, S.105-128, S.105.

[8] Vgl. Stockhorst 2010, S.16.

[9] Wie ungewöhnlich Bachelards Ansatz tatsächlich ist, wird das folgende Kapitel erklären. Dennoch scheint er bedeutend genug zu sein, dass er in keiner Überblicksdarstellung zum spatial turn fehlt.

[10] Einen guten Überblick über die Werke und Werkphasen Bachelards gibt Jäger, Klaus: Die Phänomenologie der poetischen Imagination bei Gaston Bachelard. Frankfurt am Main u.a. 2009, S.22ff.

[11] Vgl. Baumann, Lutz: Gaston Bachelards materialistischer Transzendentalismus. Frankfurt am Main u.a. 1987, S.8.

[12] Vgl. ebd., S.4.

[13] Ebd., S.5.

[14] Lutz Baumann bezeichnet Bachelards Denken daher eher als eine „geistige Haltung“ als eine neue Methode. Vgl. ebd., S.7.

[15] Vgl. Dubrulle, Gerard: Philosophie zwischen Tag und Nacht. Eine Studie zur Epistemologie Gaston Bachelards. Frankfurt am Main, Bern 1983, S.9.

[16] Zur schwierigen Rezeption von Bachelards Werk Vgl. ebd., S.2, 14 und 19.

[17] Ebd., S.19.

[18] Vgl. Baumann 1987, S.5.

[19] Vgl. zur Wirkungsgeschichte Gaston Bachelards Jäger 2009, S.1. Vgl. auch Dubrulle 1983, S.9ff.

[20] Bachelard, Gaston: Poetik des Raumes. Frankfurt am Main 2011, S.31.

[21] Vgl. ebd., S.88f.

[22] Ebd., S.27.

[23] Ebd.

[24] Ebd., S.167.

[25] Ebd., S.186.

[26] Vgl. ebd., S.211.

[27] Ebd., S.212.

[28] Vgl. ebd., S.213.

[29] Vgl. ebd., S.230, 235.

[30] Jäger 2009, S.14.

[31] Vgl. ebd., S.14.

[32] Hier wird noch einmal deutlich, warum Bachelards Schriften so oft auf Widerstand stoßen. Vgl. zur schwierigen Rezeption derselben Kap. 2.

[33] Vgl. Bachelard 2011, S.151.

[34] Ebd., S.215.

[35] Pierre Albert-Birot zit. nach Bachelard 2011, S.152.

[36] Vgl. Günzel 2006, S.122.

[37] Vgl. ebd., S.121.

[38] Vgl. Bachelard 2011, S.23.

[39] Vgl. ebd., S.8f., 13f., 112, 128, 179, 204.

[40] Ebd., S.40.

[41] Vgl. ebd., S.16.

[42] Vgl. Jäger 2009, S.38.

Details

Seiten
33
Jahr
2011
ISBN (eBook)
9783668344891
ISBN (Buch)
9783668344907
Dateigröße
625 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v344788
Institution / Hochschule
Freie Universität Berlin – Institut für Deutsche und Niederländische Philologie
Note
1,0
Schlagworte
Germanistik Fontane Wuthenow Raum Analyse Erzählung Bachelard Gaston Figur

Autor

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Titel: Theodor Fontanes "Schach von Wuthenow". Räume der Innerlichkeit