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Menschen mit Übergewicht. Gesundheitsmanagement im Sport

Einsendeaufgabe 2015 40 Seiten

Gesundheit - Sport - Sportökonomie, Sportmanagement

Leseprobe

Inhalt

1 Allgemeinde Angaben zum geplanten Gesundheitssportkonzept
1.1 Schwerpunktthema und Titel des Gesundheitssportkonzepts
1.2 Bedarf
1.3 Wirksamkeit
1.4 Zielgruppe

2 Ziele und Planung des Gesundheitssportkonzepts
2.1 Inhaltliche und organisatorische Grobplanung
2.2 Inhaltliche und methodische Detailplanung

3 Qualitätssicherung, Dokumentation und Erfolgskontrolle
3.1 Qualitätssicherung und Dokumentation
3.2 Erfolgskontrolle

4 Vermarktung des Gesundheitssportkonzepts

5 Berechnung der Rentabilität
5.1 Steuerliche Bewertung des Gesundheitssportkonzepts
5.2 Deckungsbeitragsrechnung

6 Literaturverzeichnis

7 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
7.1 Abbildungsverzeichnis
7.2 Tabellenverzeichnis

8 Anhang
8.1 „Verlaufsdokumentation“
8.2 Eingangsfragebogen
8.3 Teilnehmerzufriedenheit

1 Allgemeinde Angaben zum geplanten Gesundheitssportkonzept

1.1 Schwerpunktthema und Titel des Gesundheitssportkonzepts

Das nachfolgende Gesundheitsportkonzept soll sich auf Menschen mit dem Schwerpunkt Übergewicht konzentrieren. Das Konzept soll in eine privatwirtschaftliche-kommerzielle Fitnesseinrichtung integriert werden. Der Kurs trägt den Namen „Fit und schlank“.

Die Begründung des Sportkonzepts liegt in der Hinsicht, dass ein Großteil von Menschen, die sich in Fitnessstudios anmelden unter anderem das Ziel der Gewichtsreduktion haben. Durch eine inaktive Lebensweise und einer nicht angepassten Ernährung führt es langfristig dazu, dass das Körpergewicht sich erhöht. Damit einhergehend verursacht dieser Zustand weitere gesundheitliche Probleme. Jedoch werden diese gesundheitlichen Risiken allerdings nur wenigen Menschen bewusst, sodass meistens das übergeordnete Ziel die Gewichtsreduktion im Fokus steht, anstatt der Reduzierung der Wahrscheinlichkeit des Auftretens des Risikofaktors als Beispiel von Diabetes Mellitus Typ 2. Sofern sich die Person entschlossen hat etwas gegen den derzeitigen Status zu tun, ist langfristig das Problem, dass die Motivation nach einiger Zeit schwindet, wenn sich die neue Gewohnheit nicht durchsetzen kann.

Daher soll hier das Gesundheitssportkonzept mit den praktischen und theoretischen Einheiten dafür sorgen, dass die Gewichtsreduzierung erreicht und auch langfristig gehalten werden kann.

1.2 Bedarf

Die Zunahme von Übergewicht und Adipositas ist ein weltweites Gesundheitsproblem. In einer von 2008-2011 vom Robert-Koch-Institut durchgeführten Studie zur „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) konnte man den kontinuierlichen Anstieg des Übergewichts deutlich aufzeigen. Es wurde eine repräsentative Stichprobe mit Menschen zwischen 18 und 79 Jahren durchgeführt, in der sie zu gesundheitsrelevanten Themen befragt und medizinisch untersucht wurden. Diese erhobenen Daten hat man mit einer Gesundheitsumfrage im Jahr 1998 (BGS98) verglichen. Nach den Daten der Studie DEGS1 konnte man feststellen, dass 67% der Männer und 53% der Frauen übergewichtig sind.

Die Berechnungsgrundlage für die Bestimmung von Übergewicht erfolgt anhand des „Body-Mass-Index“ (BMI). Die Weltgesundheitsorganisation definiert Übergewicht mit einem BMI von über 25 kg/m². Ab einem BMI von über 30 kg/m² wird die Person als fettleibig bzw. adipös eingestuft. (WHO, Obesity and Overweight, 2015). Diese Zahlen haben sich im Vergleich zur Umfrage BGS98 nicht großartig verändert. Was allerdings sehr stark auffällt ist die Prävalenz der Menschen mit Adipositas. In der Umfrage im Jahre 1998 waren 18,9% der Männer und 22,5% der Frauen adipös. In der Studie vom Robert-Koch-Institut DEGS1 konnte man feststellen, dass die Prozentzahl an adipösen Männern auf 23,3% angestiegen ist. Bei den Frauen konnte man ein Plus von 1,4 % auf 23,9% verzeichnen (Mensink, Schienkiewitz, Haftenberger et. Al., 2013, S. 788).

Die folgende Abbildung machen die starken zeitlichen Unterschiede und Veränderung nochmals deutlich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Übergewicht und Adipositas im Vergleich von BGS98 und DEGS1 (Robert-Koch-Institut, 2014, S. 6).

Eine neuere Studie des Robert Koch Instituts im Jahr 2012, die 2014 veröffentlich wurde, mit dem Namen „Gesundheit in Deutschland aktuell 2012“ bestätigt die Tendenz der zunehmenden Adipositas in Deutschland.

Man hat im Jahr 2012 26.000 Personen durch eine telefonische Befragung zu unterschiedlichen Gesundheitsthemen interviewt. Diese Daten hat man dann mit den Jahren von 2003, 2009 und 2010 verglichen.

Dabei konnte man feststellen, dass die Prävalenz der Adipositas in den vergangenen Jahren bei Frauen als auch bei Männern zugenommen hat. Ganz wichtig ist es bei dieser Studie zu nennen, dass die Daten nicht medizinisch erhoben wurden, sondern auf Grund einer Befragung. Demnach ist davon auszugehen, dass bei Selbstangaben das Körpergewicht häufig unterschätzt oder falsch angegeben wird. In Bezug auf die Körpergröße wird diese eher überschätzt. Demnach ergeben diese Daten einen anderen BMI als medizinisch gemessene Daten. Dies soll im Bezug auf die vorherige Studie berücksichtigt werden. Bei den Befragungen konnte man nämlich feststellen, dass 2003 die Adipositasprävalenz bei ca. 13% lag. Im Jahr 2009 lag sie bereits bei 16%. Im Vergleich der Jahre von 2009 zu 2012 konnte kein statistisch bedeutsamer Anstieg erkannt werden (Robert-Koch-Institut, 2014, S.24). Die nachfolgende Abbildung soll einen Überblick über den zeitlichen Wandel verschaffen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Prävalenz der Adipositas bei Frauen und Männern in den Jahren 2003, 2009, 2010 und 2012 (Robert-Koch-Institut, 2014, S.24)

Im Bezug auf diese Auswertung durch das Robert-Koch-Institut soll der Fokus nicht auf die genauen Zahlen liegen, da die Erhebungsmethoden der beiden Studien unterschiedlich sind. Es geht bei der neuen Studie aus dem Jahr 2012 darum, dass die steigende Tendenz verdeutlicht wird und der Risikofaktor in der deutschen Bevölkerung von Übergewicht und Adipositas nach wie vor ein Grund zur Sorge darstellt.

Wie zu Beginn des Textes kurz angedeutet wurde, ist Übergewicht und Adipositas nicht nur in Deutschland, sondern ein globales Problem. Laut der Weltgesundheitsorganisation gab es im Jahr 2014 über 1,9 Milliarden Menschen, die als übergewichtig klassifiziert werden konnten. 600 Millionen Menschen davon hatten einen BMI von über 30 kg/m² und waren somit adipös. Weiterhin macht die WHO deutlich, dass 13% der weltweiten Bevölkerung den Zustand von Adipositas besitzen. Außerdem hat sich die Prävalenz von Adipositas im Zeitraum von 1980 zu 2014 mehr als verdoppelt (WHO, Obesity and Overweight, 2015).

Auf Grund der oben dargestellten Belege für die Wichtigkeit und dem Bedarf von einem Gesundheitssportkonzept für übergewichtige Menschen ist es außerdem wichtig zu nennen, dass die hohe Prävalenz von Übergewicht einen hohen Schaden am Gesundheitssystem anrichten. Nicht nur, dass dadurch hohe Behandlungs- und Arzneimittelkosten entstehen, so muss auch der Schaden berücksichtigt werden, der bei Arbeitsausfällen, Arbeitsunfähigkeit und sogar frühzeitige Verrentung entsteht. Laut dem statistischen Bundesamt liegt die Schätzung der Kosten für das Gesundheitssystem hier zwischen 5 und 15% (Statistisches Bundesamt, 2013). Zu den wichtigsten Ursachen für Übergewicht nennt das statistische Bundesamt ein Mangel an Bewegung und eine zu reichhalte, unausgewogene Ernährung. Zudem nennt die Weltgesundheitsorganisation die zunehmende Technologisierung und Veränderung der Arbeitsverhältnisse, sowie den Unterschied der Transportmöglichkeiten zu früher als weiteren Grund (WHO, Obesity and Overweight, 2015). Einhergehend mit dem hohen Körpergewicht erhöhen sich auch die Risiken an Erkrankungen dramatisch. Kardiovaskuläre Erkrankungen, wie Schlaganfall und Herzerkrankungen, waren 2012 die Haupttodesursache. Weiterhin wird das Risiko für Diabetes Mellitus Typ 2 und einige Krebsarten mit einem gesteigerten BMI erhöht (WHO, Obesity and Overweight, 2015).

Vertraut man auf die Schätzung, sofern der Trend und die Adipositasrate weiter ansteigen, muss Deutschland im Jahre 2020 mit Folgekosten von über 25 Milliarden rechnen (Statistisches Bundesamt, 2013). Gerade dieser Punkt macht deutlich, warum ein Gesundsportkonzept im Bezug auf Adipositas so wichtig ist.

1.3 Wirksamkeit

Im nachfolgenden Absatz werde ich anhand von wissenschaftlichen Quellen die Wirksamkeit geeigneter Programme im Bezug auf Adipositas erläutern.

Der Übersichtlichkeit werden diese beiden Studien in Tabellenform dargestellt.

Tabelle 1: Studie „Effects of low-carbohydrate vs low-fat diets on weight loss and cardiovascular risk factors: a meta-analysis of randomized controlled trials" (Nordmann, Briel & Keller et. Al., 2006)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Studie: „Strengh training and adiposity in premenopausal women" (Schmitz, K., Hannan, P. & Stovitz et. Al., 2007)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1.4 Zielgruppe

Im nachfolgenden Absatz soll die Zielgruppe für das Gesundheitsportkonzept näher erläutert werden.

Wie sich schon anhand des Titels vermuten lässt, konzentriert sich dieses Konzept auf übergewichtige und adipöse Personen. Hierbei sind alle Personen mit einem BMI von über 25 bis 35 kg/m² eingeschlossen. Es können sowohl männliche als auch weibliche Personen teilnehmen. Wie sich oben gezeigt hat, ist die Tendenz zur Steigung der Adipositas in Deutschland bei beiden Geschlechtern zu erkennen. Das Alter der Teilnehmer soll zwischen 40 und 55 liegen, um vom Leistungsstatus ungefähr eine Zielgruppenhomogenität zu schaffen. Weiterhin ist das Alter der Zielgruppe aus dem Grund gewählt, da sich ungefähr alle im mittleren Alter befinden, mit beiden Beinen im Leben stehen und um daraus resultierend eine bessere Gruppendynamik zu erzeugen. Der Familienstand der Zielgruppe kann sowohl leidig als auch verheiratet sein.

Die sportliche Vorerfahrung spielt keine Rolle, sodass Personen mit und ohne Vorerfahrung an dem Kurs teilnehmen können. Weiterhin findet der Sozialstatus der Zielgruppe keine Berücksichtigung. Es können Personen aus allen sozialen Schichten teilnehmen

Abschließend wird von jedem Teilnehmer eine ärztliche Sporttauglichkeitsbescheinigung benötigt, welches das ärztliche Einverständnis zur sportlichen Belastung bestätigt.

Als absolute Ausschlusskriterien gelten Personen, die unter 40 oder über 60 Jahre befinden. Weiterhin scheiden Menschen mit einem Adipositas Grad 2 und 3 aus. Personen, die sich auf Grund ihres Gesundheitszustandes in akuter Behandlung befinden oder die ein Sport-Verbot durch ärztliche Anweisung erhalten haben, können ebenfalls nicht teilnehmen. Da man bei dieser Gruppe davon ausgehen kann, dass einige Personen Diabetes als Erkrankung vorweisen, gilt dies als relatives Ausschlusskriterium.

Hierzu soll der Übungsleiter informiert werden, falls dies nicht auf der sportärztlichen Einverständniserklärung vermerkt ist. Dieser soll vor jeder Praxiseinheit die Höhe des Blutzuckers abfragen, um eine Hypoglykämie im Training zu vermeiden.

2 Ziele und Planung des Gesundheitssportkonzepts

2.1 Inhaltliche und organisatorische Grobplanung

Tabelle 3: Grobplanung Gesundheitssportkonzept „Fit und Schlank“

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

*1

Als wichtigen Faktor, um die Wirksamkeit des Sportkonzeptes zu gewährleisten, liegt das Krafttraining im Fokus. Wie sich anhand der zweiten Studie in Aufgabe 1.3 gezeigt hat, ist das Krafttraining eine wirkungsvolle Methode, um das Körperfett und das viszerale Fett langfristig zu verbessern und durch den Risikofaktor Übergewicht einhergehende Erkrankungen einzudämmen.

*2

Anhand der ersten Studie lässt sich die Wirksamkeit darstellen, dass die Vermittlung von einer angepassten und individuellen Ernährung, als Beispiel die kohlenhydratreduzierte Ernährungsform, eine solide Basis feststellt, um langfristig Körpergewicht zu verlieren. Demnach ist es wichtig, dass in diesem Kurs auf die Wichtigkeit der Ernährung eingegangen und vermittelt wird, um den Effekt zu maximieren.

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Details

Seiten
40
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668359017
ISBN (Buch)
9783668359024
Dateigröße
649 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v345656
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
1,0
Schlagworte
Gesundheit Fitness Adipositas Übergewicht Fit schlank Training Ziel Analyse Krankheit Kontrolle Umsetzung Bewegung Blutdruck Krankheiten Kraft Ausdauer Beweglichkeit Körper gesund Kondition Sport Ernährung wohl fühlen fitter

Autor

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