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Nationalsozialistische Pädagogik. Auszug und Zusammenfassung aus dem Buch „Erziehung und Bildung“ von Carola Kuhlmann

Seminararbeit 2015 8 Seiten

Pädagogik - Erwachsenenbildung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Du bist nichts, dein Volk ist alles

3. Revolution der Erziehung (Baldur von Schiraach)

4. Erziehung für einen „organisch“ gegliederten Volksstaat (Ernst Krieck)

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Diese Seminararbeit befasst sich mit der nationalsozialistischen Pädagogik, der Ideologie der Gemeinschaft sowie interessanten Ansichtsweisen von Schiraach und Krieck. In der Arbeit wird dargelegt, wie wichtig der Einfluss der Umwelt und die Entfaltung der Individualität für die Erziehung ist und was die Konsequenzen sind, wenn dies nicht so ist.

2. Du bist nichts, dein Volk ist alles

Zwischen 1933 und 1945 fand ein Vernichtungskrieg unter nationalsozialistischer Herrschaft von Adolf Hitler statt bei welcher zahlreiche andersrassige Menschen ums Leben gekommen sind.

„Wie konnte aus diesem Land der ‚Dichter und Denker‘ ein Land voller ‚Richter und Henker‘ werden“ (Kuhlmann, 2013, S. 159).

Der Plan war eine rationale Menschenplanung durchzusetzen um zu einer besseren Gesellschaft zu gelangen. Behinderungen sollten schon im Vorhinein verhindert werden, aber auch das Vermehren von Andersrassigen. Aufgrund der Höher- und Minderwertigkeit der Menschen wurden bald „Mischehen“ verboten. Minderwertige wurden unter anderem zwangssterilisiert.

Die Konsequenz dazu war, dass auch Hitlers Anhänger nicht von erblich bedingten Krankheiten – sprich Minderwertigkeit – ausgeschlossen waren.

Mütterberatung

Die Mütterberatung diente nicht um die Beziehung von Mutter und Kind zu verbessern, sondern um die emotionale Bindung zu kritisieren. Schon bei dem „4-Stunden-Stillrhythmus“ sollte das Kind lernen, gehorsam zu sein, keine innere Bindung aufzubauen um nicht schwach zu werden. Die Geborgenheit holt sich das Kind nicht bei der Mutter, sondern später bei der NS-Gemeinschaft.

Volksgemeinschaftserziehung

1933 wanderten viele Theoretiker und Theoretikerinnen aus dem sozialpädagogischen Bereich aus Deutschland aus. Einige von ihnen sahen aber auch reformpädagogische Merkmale, da die Begeisterung der Jugend groß war und die Gemeinschaft besonders betont wurde. Jedoch übersahen sie dabei, den hohen Lohn den „minderwertige“ Menschen dafür bezahlen mussten.

3. Revolution der Erziehung (Baldur von Schiraach)

Baldur von Schiraach, gebürtiger Berliner, lebte von 1907 bis 1974 und war der Anführer der Hitlerjugend. Aufgrund des Selbstmordes seines älteren Bruders trat Schiraach als 17-Jähriger der „Knappenschaft“ bei, dies war ein völkischer Wehrverband, welches er später verlassen musste, als er sich zu Hitler bekannte (vgl. Kuhlmann, 2013, S. 162).

„Ich selbst musste vielen Kameraden eine mir lieb gewordene Wehrorganisation verlassen, weil ich dort eine Rede für Adolf Hitler gehalten hatte.“ (Schiraach 1936, S. 17, zit. nach Kuhlmann, 2013, S. 162).

Als 18-Jähriger wurde Schiraach ein Mitglied der NSDAP. 1940 kam Schiraach als Gauleiter nach Wien und war für die Vertreibung von Juden zuständig. 1946 kam Schiraach für 20 Jahre ins Zuchthaus (vgl. Kuhlmann, 2013, S. 162).

Menschen- und Weltbild

Das deutsche Volk soll anderen Nationen überlegen sein. Die körperliche Stärke ist wichtiger als die geistige und mit Härte setzt man sich gegen Schwächere durch. Schiraach vertrat sein fremdenfeindliches Menschenbild und stellte die Gemeinschaft immer vor den Einzelnen. Weiters hat die Gemeinschaft sowie der Jugendkult einen hohen Stellenwert.

„…Fort mit dem Alten! Nur das ewig Junge soll in unserem Deutschland seine Heimat haben.“ (ebd., S. 18f, zit. nach Kuhlmann, 2013, S. 163).

Erziehung in der Hitler-Jugend: Kameradschaft, Leistung und „blinder“ Gehorsam

Schiraach bezeichnet das Erziehungsprinzip als „Selbstführung“ (vgl. Kuhlmann, 2013, S. 163). Jedoch gibt es eine genaue Hierarchie, alle haben dem Reichsführer zu folgen und müssen gehorsam sein.

„Von der ‚Kameradschaft‘ und der ‚Schar‘ als kleinste Einheiten war die Hitlerjugend in ‚Gefolgschaften‘, ‚Unter- und Oberbanne‘ und schließlich bis in fünf Obergebieten zusammengefasst.“ (Kuhlmann, 2013, S. 163).

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Details

Seiten
8
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668362703
Dateigröße
474 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v346797
Institution / Hochschule
Fachhochschule OberÖsterreich Standort Linz
Note
gut
Schlagworte
Nationalsozialsimus nationalsozialistische Pädagogik Pädagogik

Autor

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Titel: Nationalsozialistische Pädagogik. Auszug und Zusammenfassung aus dem Buch „Erziehung und Bildung“ von Carola Kuhlmann