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Internationale Reformansätze des Gesundheitssystems. Eine Zusammenstellung mit besonderem Fokus auf zukünftige Herausforderungen

Gesundheitssystem in USA, in Schweden, in Großbritannien, in Australien

Seminararbeit 2015 32 Seiten

Gesundheit - Sonstiges

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1 Einführung in die Thematik
1.1 Problematik und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Gesundheitssystem in den USA
2.1 Versorgungsstruktur des Gesundheitssystems
2.2 Finanzierung des Gesundheitssystems
2.3 Problematiken und zukünftige Herausforderungen im Land mit dazugehörigen Reformansätzen

3 Gesundheitssystem in Schweden
3.1 Versorgungsstruktur des Gesundheitssystems
3.2 Finanzierung des Gesundheitssystems
3.3 Problematiken und zukünftige Herausforderungen im Land mit dazugehörigen Reformansätzen

4 Gesundheitssystem in Großbritannien mit dem Schwerpunkt auf England
4.1 Versorgungsstruktur des Gesundheitssystems
4.2 Finanzierung des Gesundheitssystems
4.3 Problematiken und zukünftige Herausforderungen im Land mit dazugehörigen Reformansätzen

5 Gesundheitssystem in Australien
5.1 Versorgungsstruktur des Gesundheitssystems
5.2 Finanzierung des Gesundheitssystems
5.3 Problematiken und zukünftige Herausforderungen im Land mit dazugehörigen Reformansätzen

6 Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1. Abbildung: Gesundheitssystem in Schweden

2. Abbildung: Gesundheitssystem in England

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung in die Thematik

Weltweit leben im Jahr 2015 voraussichtlich 7,32 Milliarden Menschen, die eine medizinische Versorgung benötigen.[1] Um die Kosten für die Versorgung zu decken und um alle notwendigen Einrichtungen zu finanzieren, entwickeln Länder verschiedene Versorgungsmodelle. Experten und Regierungen versuchen mit Entwicklungen und Prognosen zukünftige Belastungen im Gesundheitswesen zu minimieren. Um die Minimierung effektiv umsetzten zu können werden Diskussionen und Gedankenzüge in der Öffentlichkeit präsentiert.

1.1 Problematik und Zielsetzung

Außerhalb der Bundesrepublik Deutschland gibt es eine Vielzahl an Gesundheitssysteme, die auf verschiedene Arten und Weisen aufgebaut und finanziert werden. Jedes Land stößt hierbei auf Problematiken und Herausforderungen, ein Lösungsansatz ist das Umsetzen von Reformen. Diese Thematik wird in der folgenden Seminararbeit besonders für die Länder USA, Schweden, Großbritannien und Australien aufgegriffen. Die Länderauswahl basiert auf die verschiedenen Möglichkeiten der Versorgungsgewährleistung: Das nationale Gesundheitssystem ist in Großbritannien im Einsatz, das regionales Gesundheitssystem ist in Australien zu finden, das kommunale Gesundheitssystem wird in Schweden repräsentiert, sowie die staatliche Führsorge in den USA.[2]

1.2 Aufbau der Arbeit

In dieser Seminararbeit liegt der Fokus auf die Analyse der internationalen Gesundheitssysteme aus den Ländern USA, Schweden, Großbritannien und Australien. Bevor die Gesundheitspolitik detailliert erläutert wird, erfolgt ein Überblick über die relevanten Kennzahlen des jeweiligen Landes. In einem Versorgungskomplex sind Steuereinnahmen, Bevölkerungszahlen, Bevölkerungsdichte und Arbeitslosigkeit relevant. Anschließend wird die aktuelle Versorgungsstruktur des Gesundheitssystems erläutert. In diesem Zusammenhang erfolgt auch ein Überblick über die Finanzierung des Systems. Hierbei wird insbesondere auf die Kennzahlen - Krankenhausbettenratio und Arztdichte pro 1000. Patient - eingegangen. Ausgewählte Problematiken und zukünftige Herausforderungen der Länder sowie die dazugehörigen Reformansätze bilden den Abschluss der Seminararbeit.

2 Gesundheitssystem in den USA

Ein Land mit dem fünf höchsten Bruttoinlandsprodukt auf der Welt, im Jahr 2015 liegt dieses bei 56.421,39 US-Dollar pro Kopf, sind die United States of America.[3] In den USA leben auf 9.984.670 Quadratkilometer Fläche, im Jahr 2014 319,05 Millionen Einwohner.[4] [5] Es konnte in den letzten Jahren ein Bevölkerungswachstum festgestellt werden. Die Arbeitslosigkeit lag im Mai 2015 bei einem Wert von 5,5 Prozent.[6] Die USA verfügen über die neusten medizinischen Technologien und sind weltweite Spitzenreiter in Innovationen und Forschungen in der Gesundheitsbranche.[7] Im besonderen Fokus der Investitionen internationaler Gesundheitsinstituten ist die medizinische Forschung, die im Jahr 2007 von privaten pharmazeutischen Firmen mit 59 Milliarden Dollar unterstützt wurde.[8]

2.1 Versorgungsstruktur des Gesundheitssystems

In USA gibt es keine umfassende staatliche und obligatorische Absicherung für den Krankheitsfall.[9] Es besteht eine Krankenversicherung für ältere Menschen und eine Absicherung für Bürger die unter einer bestimmten Einkommensgrenze sind. Diese Fördermodelle werden durch das Center for Medicare and Medical Services verwaltet. Mit der Einführung des Affordable Care Acts muss jeder Bürger eine Versicherung abschließen. Dabei ist der Einzelstaat verpflichtet eine staatliche administrierte Krankenversicherungsbörse zur Verfügung stellen, über diese Arbeitnehmer ohne Versicherungsschutz vom Arbeitgeber, preiswerte Privatversicherungen abschließen können. Eine staatliche Unterstützung beim Einkommensverlust von Erkrankungen besteht nicht. Die am häufigsten gewählte Versicherungsart ist die genannte private Versicherung. Die ambulante Versorgung erfolgt durch niedergelassene Allgemeinmediziner und Fachärzte, dabei liegt der Fokus von Fachärzten auf Spezialisierungen. Krankenhäuser werden aus Kommunen, Privatträger und Stiftungen getragen und können uneingeschränkte ambulante Behandlungen durchführen. Die freie Arzt- und Krankenhausauswahl ist in den staatlichen Versicherungen und privaten Versicherungen durch Regulierungen eingeschränkt. Als Begründung wird in dem Managed care Konzept die Förderung der medizinischen Qualität angegeben. In dem privaten Sektor werden Netzwerke und Konzerne mit Versicherungsanbietern, Ärzte und Krankenhäuser geschlossen. Die Kosten erstatten die Versicherungen direkt an die Einrichtungen, wobei eine Eigenbeteiligung vom Patient erforderlich ist. Ist eine Behandlung einer versicherten Person außerhalb des Netzwerkes notwendig, dann erfolgt dies nur durch Eigenfinanzierung. Nur bei Notfällen wird ein geringer Anteil vom Staat erstattet. Detailliertere Informationen folgen in dem nächsten Kapitel. Die zuständige Gesundheitsbehörde lautet in den USA: U.S. Department of Health and Human Services. Die Zahl der Ärzte pro Einwohner lag im Jahr 2013 bei 2,4 und die Zahl der Krankenhausbetten bei 3,0 je 1.000 Einwohner.[10]

2.2 Finanzierung des Gesundheitssystems

Im US Gesundheitssystem müssen Bürgen grundsätzlich selbstständig für den eigenen Krankenversicherungsschutz sorgen.[11] Ab den 65. Lebensjahren übernimmt der Staat die Versicherung der Einwohner, bekannt unter dem Namen Medicare.[12] Für Bürger unter einer festgelegten Einkommensgrenze deckt die Regierung bei Notfällen die Kosten für Untersuchungen ab, dieses Programm wird Medicaid bezeichnet.[13] Die Primärversorgung und die reguläre medizinische Versorgung muss jedoch der Patient selber tragen.[14] Seit 2010 werden einkommensschwache Bürger von der Regierung mit Subventionen unterstützt um in eine private Krankenversicherung beitreten zu können.[15] Es besteht für den Bürger die Möglichkeit mit einem festen Beitragssatz in einem Versicherungsnetz – Health Maintenance Organisations – eine Versicherung abzuschließen.[16] Wie bereits erläutert, findet die Betreuung der Patienten in einem geschlossenen Ärzte und Krankenhaus System von der abgeschlossenen Versicherung statt.[17] Die Abrechnung der Leistungen erfolgt hierbei mit einer festgelegten Kopfpauschaule. US–Bürger erhalten ebenso die Möglichkeit über private Versicherungen die Versorgung der Gesundheitsleistungen zu sichern.[18] Seit dem Jahr 2014 besteht in den USA die Versicherungspflicht.[19] Mit Einführung des Managed Care Konzepts müssen private Versicherungen jedem Bürger Versicherungsmöglichkeiten anbieten und dürfen die Prämien nicht nach der historischen Krankenakte variabel erhöhen.[20] US-Bürger haben die Möglichkeit verschiedene Level an Kostendeckungen für Gesundheitsleistungen abzuschließen.[21] Die Spanne der übernommenen Kosten liegt bei 60 Prozent beim Abschluss einer Bronze-Versicherung und bis zu 90 Prozent bei der Auswahl einer Platinversicherung.[22] Ebenso müssen Arbeitgeber, die mehr als 49 Mitarbeitern in Vollzeit beschäftigen, diese Angestellten krankenversichern.[23] Der Arbeitnehmeranteil für die Krankenversicherung ist jedoch im Ermessen des Unternehmens, der Versicherungsschutz verfällt nach Austritt des Mitarbeiters.[24] Kinder können seit der umgesetzten Reform im Jahr 2010 im Rahmen einer Familienversicherung mit den Eltern versichert werden.[25] Die Finanzierung der Kosten im Gesundheitssystem wird von der US-Regierung zu 46,2 Prozent übernommen.[26] Private Versicherungen finanzieren 33 Prozent der Ausgaben, der Rest wird von privaten gemeinnützigen Instituten übernommen.[27]

2.3 Problematiken und zukünftige Herausforderungen im Land mit dazugehörigen Reformansätzen

Die folgenden Problematiken sind trotz längerer Kenntnis noch aktuell und wurden bisweilen noch nicht umgesetzt.[28] Herr Kevin Pho ist Hausarzt in den USA. Sein Reformansatz basiert auf die geringe Anzahl an Allgemeinmediziner im Land:[29] Seit dem Jahr 2006 ist die Anzahl an versicherten Patienten in den USA um 48 Millionen gestiegen, jedoch gibt es für die Versorgung dieser Patienten von der Regierung kein Versorgungskonzept. Als Beispiel ist die Region südlich New Hampshire zu nennen, diese wurde in den letzten Jahren mit einer halben Million neuer Patienten konfrontiert. Diese Nachfrage konnte mit der aktuellen medizinischen Leistung der Hausärzte nicht abgedeckt werden. Die Wartezeit für einen Besuch bei einem Allgemeinmediziner beträgt 50 Tage. Wird diese Zeit ohne zusätzliche Unterstützung von neuen Ärzten mit den aktuellen Erwartungen an Neupatienten über die Obamacare hochgerechnet, dann kann es zu Wartezeiten führen die eine Universalabdeckung im Land nicht gewährleistet. Ist eine Behandlung von Patienten nicht rechtzeitig möglich, führt dies zu einem erhöhten Aufkommen der Notfallversorgungen in den Krankenhäusern. Bis jetzt kann ein Zuwachs von 14 Prozent verzeichnet werden. Nach Hochrechnungen von der Association of American Medical Colleges werden bis zum Jahr 2050, 46.000 Allgemeinmediziner fehlen. Neben der Erweiterung von Arztstellen im ambulanten Bereich ist die Übernahme der Erstversorgung von optimal geschulten Krankenschwestern eine Option. Dadurch ist es möglich die Hausärzte zu entlasten. John Mandrola ist ein Kardiologe der in den letzten Jahren in verschiedenen Länder praktiziert hat und versucht die positiven Aspekte der individuellen Gesundheitssysteme der Länder in den USA zu integrieren:[30] Ein wesentlicher Nachteil in den USA sind die hohen Kosten die pro Patient anfallen. Im Vergleich zu anderen Nationen liegt das Land weit über den Durchschnitt. Um die Kosten zu minimieren und somit die Versorgung besser finanzierbar zu machen, sind Einsparungen notwendig. Da in den USA das fee-for-service Modell aktiv im Einsatz ist, erreichen Krankenhäuser und Ärzte einen höheren Umsatz da mehr Ausgaben und Service für eine Behandlung anfallen als notwendig wären. Es gibt in anderen Ländern die Möglichkeiten Kosten einzusparen um somit die Finanzausgaben in dem Gesundheitssektor zu kontrollieren. In Deutschland stehen zum Beispiel Ultraschallkatheter zur Verfügung die wiederverwertbar sind. In den USA werden nur die Einmalkatheter angeboten, die im Vergleich Mehrkosten von 2.000 US-Dollar pro Fall verursachen. Das in Deutschland angebotene System kann bei bis zu 300 Fällen zur Anwendung kommen, bevor ein Austausch notwendig ist. Die US Regierung sollte versuchen neue kostenminimierende Strategien staatlich vorzuschreiben und das System der Bezahlung medizinischer Einrichtungen zu optimieren. Herr Arnold Milstein, ärztlicher Direktor von der Pacific Business Group für Gesundheit und Chefarzt der Mercer Health & Benefits, beschäftigt sich ebenso mit der Thematik, wie Kosten für die medizinische Versorgung in der Zukunft in den USA minimiert werden können:[31] Die USA gibt pro Person mit allen privaten und staatlichen Ausgaben ca. 7.500 US-Dollar pro Jahr aus. In anderen Industriestaaten mit der gleichen medizinischen Versorgung, wie zum Beispiel in Deutschland, sind die Kosten um ein Drittel niedriger. Die Ausgabenentwicklung für die Gesundheitsversorgung im Zeitraum 2000 bis 2006 hat sich im Vergleich zu anderen Industriestaaten, im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, um 30 Prozent erhöht. Eine bessere Versorgung der Menschen in vergleichbarer prozentualer Stärke konnte nicht verwirklicht werden. Damit sich die Kosten in der Zukunft nicht im Vergleich zur Historie erhöhen, müssen Maßnahmen zum Einsatz kommen um diese zu minimeren. Um in den nächsten Jahren Geld einzusparen kann der Fokus auf verschiedene Bereiche im Gesundheitswesen gesetzt werden. Es besteht die Möglichkeit, die Bereitstellungen von medizinischen Dienstleistungen - die keinen effektiven Nutzen für die Verbesserung des Patienten erzeugen - zu minimieren, die Verwaltungskosten im Gesundheitssektor auf das Optimum zu reduzieren und die Wettbewerbspreise von medizinischen Leistungen und Produkten zu verbieten. Mit Umsetzung der genannten Maßnahmen können die Kosten pro Patient gesenkt und gleichzeitig die Qualität verbessert werden. Zur Veranschaulichung ist der Markt von Rollstühlen in der USA zu nennen. Rollstühle werden im Medicare System 25 Prozent günstiger angeboten wie im privaten Markt. Für diese genannten Aufpreise sind momentan keine staatlichen Regulierungen in Planung und können zur Belastung der Patienten und der Gesundheitskostentwicklung beliebig erhöht werden. Ebenso Fusionieren Krankhäuser, Versicherungen und Ärzte zu großen Konzernen um in den Markt ihre Monopol- oder Oligopolpreismacht zu stärken. Erste Schätzungen zur Folge fallen dadurch Mehrkosten von bis zu 0,5 Prozent der Gesamtausgaben für die Branche im Jahr an. Ein Beispiel für die Optimierung der Verwaltungskosten ist die Vermeidung von langen Wartezeiten der Patienten, bei bereits bestehender Aufnahme im stationären Bereich, zu nennen. Gründe dafür sind unorganisierte Terminvergaben in den Krankenhäusern. Zusätzlich muss sich das Fachpersonal mit einer aufgeblähten Bürokratie und nicht standardisierten Formularen beschäftigen. Diese genannten Faktoren verursachen direkte und indirekte Kosten pro Behandlung des Patienten, die in Summe 43 Milliarden US-Dollar ausmachen.

3 Gesundheitssystem in Schweden

Schweden liegt im nördlichen Teil von Europa. Im Land leben 9,7 Millionen Einwohner auf 449.696 Quadratkilometer Fläche.[32] Es konnte in den letzten Jahren ein Bevölkerungswachstum festgestellt werden, obwohl die natürliche Bevölkerungsbewegung einen Rückgang der Population verzeichnet.[33] Der Grund dafür liegt bei der hohen Wanderungsbewegung (Immigration) nach Schweden.[34] Die Bevölkerungsdichte ist mit 20 Einwohner pro Quadratmeter im europäischen Vergleich niedrig.[35] 90 Prozent der Bevölkerung wohnt in Orten mit mehr als 2.000 Einwohner.[36] Im Jahr 2015 wird voraussichtlich in Schweden ein Bruttoinlandsprodukt von 49.582,12 US-Dollar pro Kopf erwirtschaftet, das im internationalen Vergleich Schweden zu einer der reichsten Länder der Volkswirtschaften macht.[37] Die Arbeitslosigkeit liegt voraussichtlich im Jahr 2015 bei 7,8 Prozent und ist somit im Vergleich zu den Staaten in Europa unter dem Mittelwert.[38]

3.1 Versorgungsstruktur des Gesundheitssystems

In Schweden liegt der Verantwortungsbereich für die medizinische Versorgung bei den 20 Landtagen.[39] Es bestehen ebenso private Praxen und Kliniken, die in Form von Verträgen mit den Landtagen in der öffentlichen Finanzierung eingebunden sind.[40] Die ambulante Versorgung ist durch 800 Primärversorgungszentren und durch 300 private Einrichtungen gewährleistet.[41] Diese teilen sich auf die Kommunen in Schweden auf. In den ambulanten Zentren sind Allgemeinmediziner, Pfleger, Kinderärzte, Hebammen Physiotherapeuten, Gynäkologen beschäftigt.[42] In den Einrichtungen liegt das Angebot bei der medizinischen Untersuchen, der Beratung, Präventionsmaßnahmen und bei der Geburtsvorbereitung.[43] Der Erstkontakt wird vom Pflegepersonal durchgeführt und ist nicht Aufgabe des Arztes.[44] Die Fachkräfte können Medikamente verordnen und Hausbesuche eigenständig durchführen.[45] Die Anzahl an Kontakten mit dem Arzt ist dadurch im internationalen Vergleich minimal.[46] Die stationäre Versorgung wird in drei Stufen eingeteilt:[47]

- In der 1. Stufe sind die Distriktkrankenhäuser mit einer durchschnittlichen Bettenanzahl von 151 Betten eingruppiert. Diese dienen der stationären Grundversorgung und werden von 20 Landtagen betrieben.
- In der 2. Stufe sind die Zentralkrankenhäuser mit einer durchschnittlichen Bettenanzahl von 458 Betten kategorisiert. Diese Krankenhäuser werden von den Landtagen mit zusätzlichen Fachabteilungen ausgestattet.
- Die Verwaltung der Regionalkrankenhäuser ist in der 3. Stufe vorhanden. In den Einrichtungen ist die Behandlung von medizinisch komplexen Fällen und seltenen Erkrankungen vorgesehen. Hierbei schließen sich die Landtage in sechs Regionen zusammen und finanzieren einheitlich die Kosten der Krankenhäuser.
- Die Anzahl an Krankenhausbetten lag im Jahr 2009 bei 2,8 pro 1.000 Einwohner und die Ärzteanzahl pro 1.000 Einwohner im Jahr 2008 bei 3,7.[48]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Gesundheitssystem in Schweden[49]

[...]


[1] Vgl. UN DESA (2013), o.S.

[2] Vgl. Schölkopf & Pressel (2014), S. 1.

[3] Vgl. International Monetary Fund (2015c), o.S.

[4] Vgl. CIA (2014), o.S.

[5] Vgl. International Monetary Fund (2015d), o.S.

[6] Vgl. Ohne Autor (2011), S. 104.

[7] Vgl. Jost (2008), o.S.

[8] Vgl. Jost (2008), o.S.

[9] Der gesamte Absatz: Vgl. Schölkopf & Pressel (2014), S. 80-86.

[10] Vgl. Parry (2014), o.S.

[11] Vgl. Statistisches Bundesamt (2015), S.3

[12] Vgl. Butters (2010), o.S.

[13] Vgl. Pieper (2014), o.S.

[14] Vgl. Jost (2008), o.S.

[15] Vgl. Pieper (2014), o.S.

[16] Vgl. AOK-Bundesverband (2012b), o.S.

[17] Vgl. AOK-Bundesverband (2012b), o.S.

[18] Vgl. Jost (2008), o.S.

[19] Vgl. Pieper (2014), o.S.

[20] Vgl. Pieper (2014), o.S.

[21] Vgl. Merten (2014), o.S.

[22] Vgl. Merten (2014), o.S.

[23] Vgl. Kaiser (2013), o.S.

[24] Vgl. Kaiser (2013), o.S.

[25] Vgl. Kaiser (2013), o.S.

[26] Vgl. Jonas, Goldsteen, Goldsteen (2007), S. 11f.

[27] Vgl. Jonas, Goldsteen, Goldsteen (2007), S. 11f.

[28] Vgl. Glenngård (2015), S. 140.

[29] Der gesamte Absatz: Vgl. Pho (2009), o.S.

[30] Der gesamte Absatz: Vgl. Mandrola (2013), S. 1-6.

[31] Der gesamte Absatz: Vgl. Milstein & Darling (2010), S. 1-3.

[32] Vgl. Auswertiges Amt (2015), o.S.

[33] Vgl. Thränhardt (2013), o.S.

[34] Vgl. Gerlinger & Reiter (2014), S. 1.

[35] Vgl. Auswertiges Amt (2015), o.S.

[36] Vgl. Gerlinger & Reiter (2014a), S. 1.

[37] Vgl. International Monetary Fund (2015e), o.S.

[38] Vgl. European Commission (2015), o.S.

[39] Vgl. AOK Bundesverband (2012c), o.S.

[40] Vgl. Gerlinger & Reiter (2014b), S. 1.

[41] Vgl. Gerlinger & Reiter (2014b), S. 1.

[42] Vgl. Gerlinger & Reiter (2014b), S. 1.

[43] Vgl. Merkur, Glenngård, Anell (2012), S. 74-83.

[44] Vgl. Merkur, Glenngård, Anell (2012), S. 74-83.

[45] Vgl. Gerlinger & Reiter (2014b), S. 1.

[46] Vgl. Merkur, Glenngård, Anell (2012), S. 74-83.

[47] Vgl. Gerlinger & Reiter (2014b), S. 1.

[48] Vgl. AOK Bundesverband (2012c), o.S.

[49] Eigene Abbildung.

Details

Seiten
32
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668379718
ISBN (Buch)
9783668379725
Dateigröße
618 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v351394
Note
1,3
Schlagworte
Gesundheitspolitik; Gesundheitssysteme; Gesundheitssystem USA; Gesundheitssystem Schweden; Gesundheitssystem Australien; Gesundheitssystem Großbritannien

Autor

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