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Defintion einer angemessenen Unternehmenskultur. Auswahl geeigneter Werte und Instrumente zur Einführung in einem Unternehmen

Hausarbeit 2016 13 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungen

1 Einleitung

2 Definition von gewünschten Elementen der Unternehmenskultur und Auswahl geeigneter Werte

3 Auswahl von passenden Instrumenten zur Umsetzung der gewünschten Unternehmenskultur

4 Ausblick mit Grenzen und Limitationen der angewendeten Instrumente sowie möglicher weiterer Forschungsbedarf

Quellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Wertewandel

Abbildung 2: Anreize für Arbeitnehmer

Abkürzungen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einleitung

Der globale Wettbewerb macht die Unternehmenskultur zu einem entscheidenden Differenzierungsfaktor in der Arbeitswelt.1 Diese bildet im Wesentlichen die DNA eines Unternehmens. Die Werte und Ziele der jeweiligen Unternehmenskultur ermöglichen dabei Identifikation und Loyalität der Mitarbeiter gegenüber des Unternehmens. Eine gute Unternehmenskultur fördert die Kreativität der Mitarbeiter und schafft eine positive Atmosphäre - diese stellt demnach ein Phänomen dar, das man nicht greifen, aber spüren kann.2 Auf diese Aspekte wurde unlängst kein Wert gelegt. Allerdings ergab sich in naher Vergangenheit ein Wertewandel, wie in Abbildung 1 dargestellt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Wertewandel3

Diese zeigt, dass sich die Treiber und Motivationsindikatoren von Mitarbeitern von materiellen Anreizen hin zu nicht messbaren, aber spürbaren Elementen wie Individualität und Flexibilität gewandelt haben.

Oft ist die Unternehmenskultur ebenfalls das Ergebnis einer langen Unternehmensgeschichte, welche durch die Begebenheiten in der Zeit nach der Unternehmensgründung als auch durch die Persönlichkeit des Gründers definiert wird. Innerhalb des Unternehmens setzt sich die Kultur aus der Gesamtheit der Wertvorstellungen, Normen und Überzeugungen zusammen, die sich anschließend in den Verhaltens- und Kommunikationsweisen widerspiegeln. Dadurch wird der jeweilige Charakter eines Unternehmens bestimmt, welcher nach außen hin sichtbar wird.

Innerhalb einer Unternehmenskultur lassen sich drei Ebenen identifizieren. Die erste Ebene wird durch die Symbole und Zeichen gebildet. Es handelt sich dabei um deutlich sichtbare Elemente wie die Sprache, Kleidung, Rituale sowie Umgangsformen.4 Diese sind allerdings, trotz deutlicher Sichtbarkeit, interpretationsbedürftig. In der zweiten Ebene sind die Normen und Standards angesiedelt. Diese beinhalten Ideologien, Ver- haltensrichtlinien als auch Verbote, die teilweise sichtbar sind und teilweise unbewusst gebildet werden. Die letzte Ebene stellen die Basis-Annahmen dar, welche sich bereits seit Gründung des Unternehmens herausgebildet haben. Diese sind unsichtbar und den Unternehmensmitgliedern größtenteils unbewusst - dennoch bestimmen sie ihr tägli- ches Handeln und Tun.5

Die vorliegende Ausarbeitung befasst sich mit der Definition einer aus Sicht des Autors angemessenen Unternehmenskultur. Im Folgenden wird dazu eine Auswahl geeigneter Werte und Instrumente zur Einführung einer Unternehmenskultur vorgenommen. Dabei wird das fiktive Unternehmen JD GmbH als Beispiel herangezogen, welches eine Agentur zur Spielerberatung darstellt. Eine weitere Ausdifferenzierung des gewählten Unternehmens ist für die vorliegende Arbeit nicht von Relevanz.

2 Definition von gewünschten Elementen der Unterneh- menskultur und Auswahl geeigneter Werte

Die Definition von gewünschten Elementen und die Auswahl geeigneter Werte stellen das Fundament für die Etablierung einer Unternehmenskultur dar. Dazu bedarf es der Kenntnis, wovon die Mitarbeiter des Unternehmens motiviert und angetrieben werden. Zusätzlich ist die Beantwortung der Frage, von welchen Normen und Werten sich diese leiten lassen, notwendig.

Als eine der entscheidendsten Bausteine gelten dabei die Schaffung der Möglichkeit und insbesondere der Wille der Mitarbeiter, sich mit dem Unternehmen zu identifizieren und persönlich für den Unternehmenserfolg einzusetzen. Dies kann durch eine emotionale Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen erreicht werden, indem eine identitätsstif- tende Kultur entwickelt wird, die für potenzielle und vorhandene Mitarbeiter attraktiv wirkt. Diese authentische Verbindung erzielt, dass diese nicht nur motivierter an ihre zugeteilten Aufgaben herangehen, sondern zu Fans des eigenen Unternehmens wer- den.6 Die folgenden Elemente in der Unternehmenskultur können auf dieser Grundlage etabliert werden und den zuvor genannten Effekt sogar verstärken. Dabei gilt es die Mitarbeiter zu fördern um im Anschluss das übergeordnete Ziel des gemeinsamen Wach- sens zu erreichen. Damit einher geht das Bedürfnis zur ständigen Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten und des fachlichen Horizonts. Dies resultiert im optimalen Fall im kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Mitarbeiter. Dazu wird eine Arbeitsumge- bung mit Freiraum und Wertschätzung bereitgestellt, denn harte Arbeit sowie die gleich- zeitige Freude an dieser gehen Hand in Hand. Es muss sichergestellt werden, dass die Mitarbeiter keinesfalls lediglich mit dem Verstand, sondern ebenfalls mit Leidenschaft ihren Verpflichtungen nachkommen. Durch die Schaffung eines solchen Freiraums so- wie die gewissenhafte Verteilung von Aufgaben, wird es den Mitarbeitern ermöglicht, an diesen zu wachsen und das jeweilige persönliche Potenzial auszuschöpfen. Die geeig- nete Balance zwischen Forderung und Förderung der Mitarbeiter wird als Kernelement der erfolgreichen Unternehmenskultur herausgestellt. Vorausgesetzt wird dabei, dass die Mitarbeiter mit Freude Verantwortung übernehmen und den Mut aufbringen, neue Wege zu entdecken. Die daraus resultierenden Erfolge werden im Anschluss gemein- sam gefeiert. Der Mut, Alltagsroutinen zu hinterfragen und neue, kreative Ansätze aus- zuprobieren bedarf allerdings das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und einer ge- sunden Selbsteinschätzung. Dabei werden keine Unterschiede hinsichtlich der Position und des Titels vorgenommen - jeder Mitarbeiter hat das Recht und die Pflicht das Be- stehende kritisch zu hinterfragen. Von dieser Veränderungs- und Risikobereitschaft hängt ab, ob das Unternehmen erfolgreich ist und bleibt. Durch diesen Ansatz wird das Begehen von Fehlern unvermeidlich. Dies ist allerdings nicht nur erlaubt, sondern sogar gewünscht. Aus den gemachten Fehlern können neue Erkenntnisse gezogen werden, die ohne jenes vorherige Handeln unentdeckt geblieben wären. Dabei werden keine Schuldzuweisungen getätigt, denn die Verantwortung bei solcher Vorhaben wird stets vom Team gemeinsam übernommen. Des Weiteren sollte keine wertvolle Zeit ver- schwendet werden, indem sich die Mitarbeiter mit der Diskussion von Problemen aufhal- ten. Vielmehr soll es das Ziel sein, schnell und effizient Lösungen zu finden und bereit- zustellen. Die notwendige Offenheit diesen Aspekten gegenüber wird aus Unternehmenssicht sichergestellt und gilt gleichzeitig als einer der wichtigsten Quellen für Veränderung und Fortschritt.

Zusätzlich soll den Mitarbeitern die Möglichkeit geboten werden, den Beruf und die Fa- milie erfolgreich miteinander zu verbinden. Den Mitarbeitern und deren individuellen Be- dürfnissen kommt dabei ein hohes Maß an Aufmerksamkeit zu, wodurch eine familiäre Zusammengehörigkeit entstehen soll. Durch diese weiteren Freiräume innerhalb des Unternehmens soll die zuvor erwähnte emotionale Bindung an das Unternehmen gefes- tigt werden.

[...]


1 Vgl. Heidbrink, Jenewein, Tannert, 2014a, S. 10

2 www.zeit.de/karriere/beruf/2014-10/unternehmenskultur-entwickeln-fuehrungskraft, 2014

3 Heidbrink, Jenewein, Tannert, 2014, S. 11

4 www.ibim.de/ukult/1-2.htm, 2000

5 Vgl. Schwartz, 2015, S. 14

6 Vgl. Fröhlich, 2014, S. 348

Details

Seiten
13
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668381131
ISBN (Buch)
9783668381148
Dateigröße
697 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v351748
Institution / Hochschule
Steinbeis-Hochschule Berlin
Note
1,7
Schlagworte
Unternehmenskultur Organisation Management Unternehmensführung Werte Normen Einführung Unternehmenskultur Open Space Workplace

Autor

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