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Kriegsgefahren der Zukunft

Ein Ausblick

Essay 2015 9 Seiten

Politik - Grundlagen und Allgemeines

Leseprobe

Inhalt

Ausgangslage

Gefahrenpotentiale

Konfliktszenarien

Lösungsansätze

Literaturverzeichnis

Ausgangslage

Mit dem Ende des Ost-West-Konflikts 1989/1990 hat sich die weltpolitische Landschaft entscheidend verändert. Waren die Staaten und ihr politisches Handeln im internationalen System bis dahin geprägt durch die Rivalität zwischen den beiden Großmächten USA und UdSSR, wurde ihnen nun eine Neuausrichtung oktroyiert. Das jahrzehntelang propagierte Szenario eines drohenden Nuklearkrieges zwischen der North Atlantic Treaty Organization (NATO) und dem Warschauer Pakt, wurde über Nacht obsolet und zwang die einzelnen Staaten so, ihr bisheriges Verständnis, bezogen auf ihre eigene staatliche Sicherheit, innerhalb dieser veränderten Umwelt zu hinterfragen und neu zu definieren. Es folgte ein Prozess, der bis heute nicht abgeschlossen ist bzw. sich in einer fortwährenden Erneuerung befindet. Die erste Frage, die beantwortet werden muss, lautet, wie ein Staat Sicherheit grundsätzlich definiert. Denn hier taucht bereits das Problem auf, dass es eine abschließende, allgemeingültige Definition nicht zu geben scheint. Eine Tatsache, die eben diesem ständigen Wandel der Bedrohungen und dem Auftreten neuer Unsicherheiten geschuldet ist. Einigkeit herrscht jedoch dahingehend, dass eine Differenzierung nach innerer und äußerer Sicherheit sinnvoll ist (vgl. Endreß, C., Petersen, N., 2012).

Was aber bedroht die jeweilige Sicherheit eines Staates? Die Antwort auf diese Frage wird jeder Staat sehr individuell, je nach seiner geopolitischen Ausrichtung und Zielsetzung, beantworten. Diese Arbeit soll jedoch im Rahmen der gesetzten Möglichkeiten einen groben Überblick über die möglichen Fragen und deren Beantwortung liefern.

Gefahrenpotentiale

Als Einflüsse, die bereits in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt haben, dass sie eine Herausforderung für die Sicherung der inneren und äußeren Sicherheit eines Staates darstellen und deren Gefahrenpotential auch zukünftig noch wachsen wird, sind die wachsende Globalisierung und die Gefahr einer Schwächung von staatlicher Macht durch unterschiedliche Einflussfaktoren.

Sprechen wir heute von Globalisierung, so ist im Allgemeinen die nach dem Verständnis von Wirtschaftswissenschaftlern etwa Mitte der 1980er Jahre einsetzende freie Verflechtung des Welthandels gemeint. Er beeinflusst, begünstigt durch die rasche Entwicklung von Kommunikationstechniken und Verkehrsmitteln, den freien Austausch von Informationen und Gütern und auch durch die Bereitstellung der politisch notwendigen Rahmenbedingungen, maßgeblich die Politik, die Kultur, die Wirtschaft und die Umwelt eines Staates (vgl. Feess, E., o.J. [2015]). Schon die Betrachtung dreier kurzer Beispiele macht deutlich, wie sehr die Folgen der Globalisierung den politischen Handlungsbedarf bezüglich interner und externer Sicherheit beeinflussen:

1. Urbanisierung

Betrug der Grad der Verstädterung in China 1978 noch 17,8 Prozent (170 Millionen Menschen), lag sie 2013 bereits bei 53,7 Prozent (730 Millionen) (vgl. Erling, J., 2014).

Über die Binnenwanderung hinaus führt der zunehmende freie Welthandel auch zu Migrationsströmen, die die Menschen aus armen in die reichen Länder flüchten lässt. Die OECD veröffentlichte hierzu in einem Bericht, laut dem 2009 bereits 190 Millionen Menschen außerhalb ihres Heimatlandes arbeiteten (vgl. OECD, 2009).

2. Umweltschäden

Ein häufig herangezogener Beleg für die Folgen der wachsenden Umweltverschmutzung ist das Schmelzen der Polkappen in Folge der zunehmenden Erderwärmung und dem damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels. Prognosen gehen derzeit von einem Anstieg zwischen 52 – 98 Zentimetern bis 2100 aus. Allein für Bangladesch, einem der ärmsten Länder der Welt, würde das zur Folge haben, dass ca. 17% der Landfläche überflutet werden und die derzeit dort lebenden 35 Millionen Menschen eine neue Heimat suchen müssten (vgl. Paeger, J., 2014).

3. Finanzkrisen

Finanzkrisen schränken die staatliche Handlungsfähigkeit ein und sind schlimmstenfalls sogar dazu geeignet, ganze Staaten in den Bankrott zu treiben und die Bevölkerung ins Elend zu stürzen. Schon im Jahre 1557 findet sich mit Spanien hierzu ein passendes Beispiel als König Philipp II., aufgrund der Militärausgaben, den Staatsbankrott erklären musste. Eine Untersuchung der großen Finanzkrisen der letzten 400 Jahre, lässt die Feststellung zu, dass sich die zeitlichen Abstände der bedeutenden Krisen an den Finanzmärkten, im Vergleich zu früheren Zeiten, in den letzten 30 Jahren deutlich verkürzt haben und ihre Zahl damit zugenommen hat (vgl. GeVestor, 2015).

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Details

Seiten
9
Jahr
2015
ISBN (eBook)
9783668384644
ISBN (Buch)
9783668384651
Dateigröße
456 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v352064
Institution / Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Note
1,3
Schlagworte
kriegsgefahren zukunft ausblick

Autor

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Titel: Kriegsgefahren der Zukunft