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Deckungsbeitragsrechnung als Entscheidungsrechnung. Ausprägungen und Bewertung der Ergebnisse

Hausarbeit 2016 48 Seiten

BWL - Controlling

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

II. Abbildungsverzeichnis

III. Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Deckungsbeitragsrechnung
2.1 Notwendigkeit der Deckungsbeitragsrechnung
2.2 Geschichte der Deckungsbeitragsrechnung
2.3 Aufgaben und Ziele
2.4 Begriffsdefinition Deckungsbeitrag

3 Ein- und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
3.1 Prämissen der Deckungsbeitragsrechnung
3.2 Einstufige Deckungsbeitragsrechnung
3.2.1 Kritische Würdigung
3.3 Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung
3.3.1 Kritische Würdigung
3.4 Kostenzurechnungsprinzipien

4 Praktische Anwendungsbereiche
4.1 Anwendungsbereich
4.1.1 Aufgabenstellung
4.1.2 Lösungsweg
4.2 Anwendungsbereich
4.2.1 Aufgabenstellung
4.2.2 Lösungsweg

5 Fazit

IV. Literaturverzeichnis

I. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

II. Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: „Systeme der Teilkostenrechnung“

Abb. 2: „Aufgaben der Deckungsbeitragsrechnung“

Abb. 3: „Kalkulationsschema der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung“

Abb. 4: „Kalkulationsschema der mehrstufigen Deckungsbetragsrechnung“

Abb. 5: „Graphik Deckungsbeitragsrechnung Frage 2“

III. Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: „Struktur der Kostenträger für den Bereich Fußball“

Tabelle 2: „Struktur der Kostenträger für den Bereich Laufbedarf“

Tabelle 3: „Posten der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung“

Tabelle 4: „Bruttoerlöse und Materialeinzelkosten“

Tabelle 5: „Kostenzurechnungen Kostenstelle eins“

Tabelle 6: „Kostenzurechnungen Kostenstelle zwei“

Tabelle 7: „Kostenzurechnungen Kostenstelle drei, gemäß Einwirkungsprinzip“

Tabelle 8: „Kostenzurechnungen Kostenstelle drei, gemäß Beanspruchungsprinzip“

Tabelle 9: „Kostenzurechnungen Kostenstelle vier“

Tabelle 10: „Kostenzurechnungen Kostenstelle sechs“

Tabelle 11: „Kostenzurechnungen Kostenstelle sieben“

Tabelle 12: „Kostenzurechnungen Kostenstelle acht“

Tabelle 13: „Gesamte Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung“

Tabelle 14: „Deckungsbeiträge und Reihenfolge“

Tabelle 15: „Legende zur Graphik Deckungsbeitragsrechnung Frage 2“

Tabelle 16: „Ausgangstableau“

Tabelle 17: „Tableau 2“

Tabelle 18: „Optimaltableau“

1 Einleitung

Unternehmen verfolgen das Ziel einen positiven Unternehmenserfolg vorzuweisen.[1] Es herrscht ein massiver Konkurrenzkampf auf dem Markt aufgrund der fortschreitenden Globalisierung und dem Wandel vom Verkäufermarkt zu einem Käufermarkt.[2] Es kann einen Stückkostenanstieg von bis zu 30 % bedeuten, wenn ein Unternehmen seine Produktvarianten verdoppelt.[3] Daraus lässt sich folgern, dass Kosten eingespart werden müssen und eine Kosten- und Leistungsrechnung durchgeführt werden muss, die systematische, erfolgszielbezogene Informationen enthält.[4] Mittels geeigneter Kostenrechnungssysteme werden angefallene und künftige Kosten analysiert und ermittelt.[5] Ein Kostenrechnungssystem ermöglicht die Planung, Kontrolle und Steuerung der im Unternehmen erbrachten Leistungen. Anhand der Deckungsbeitragsrechnung ist es möglich die Kostendeckung zu ermitteln. Des Weiteren kann mittels dieser geprüft werden, ob ein Produkt noch einen Gewinn einbringt.[6] Im Allgemeinen versuchen Teilkostensysteme auf der Basis von Deckungsbeiträgen relevante Informationen über Gewinnplanungen, Kostenkontrollen, Erfolgsanalysen und absatzpolitische Entscheidungen bereitzustellen.[7]

Das Ziel dieser Arbeit ist es die Deckungsbeitragsrechnung näher zu erläutern, sie anzuwenden und die aus der Anwendung resultierenden Ergebnisse zu interpretieren. Die vorliegende Arbeit besteht aus fünf Kapiteln. Das erste Kapitel beinhaltet eine Einleitung, welche den Leser zur Thematik der Arbeit hinführen soll. Des Weiteren werden die Zielsetzung sowie der Aufbau der Arbeit aufgezeigt. Im zweiten Kapitel wird ein Teil der für den weiteren Verlauf der Arbeit benötigten theoretischen Grundlagen bezüglich der Deckungsbeitragsrechnung vermittelt. Dementsprechend wird die Notwendigkeit der Deckungsbeitragsrechnung, ihr Ursprung bzw. ihre Geschichte sowie ihre Aufgaben und Ziele näher beleuchtet. Ebenfalls wird im Rahmen des zweiten Kapitels eine Begriffsdefinition zum Deckungsbeitrag gegeben. Anschließend werden im dritten Kapitel theoretische Grundlagen in Bezug auf die einstufige und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung vermittelt. Im Zuge dessen werden zuerst die Prämissen der Deckungsbeitragsrechnung aufgeführt. Darauffolgend werden jeweils die einstufige sowie die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung erläutert und kritisch gewürdigt. Den Abschluss dieses Kapitels bildet eine Darstellung der für die Deckungsbeitragsrechnung relevanten Kostenzurechnungsprinzipien. Das in den Kapiteln zwei und drei vermittelte theoretische Wissen wird anschließend im vierten Kapitel, welches die Anwendungsbereiche I und II beinhaltet, zur Lösung zweier verschiedener Deckungsbeitragsrechnungsaufgaben verwendet. Den Abschluss der Arbeit bildet das fünfte Kapitel, in welchem die Ergebnisse aus dem vierten Kapitel interpretiert werden.

2 Grundlagen der Deckungsbeitragsrechnung

Im Rahmen dieses Kapitels, soll dem Leser ein Grundverständnis bezüglich der Deckungsbeitragsrechnung, welches für den weiteren Gang der Arbeit benötigt wird, gegeben werden. Dementsprechend wird im ersten Schritt die Notwendigkeit des Deckungsbeitrags basierend auf der Unterscheidung der Vollkosten- und Teilkostenrechnung erläutert. Anschließend wird auf die Geschichte der Deckungsbeitragsrechnung eingegangen, um zu verdeutlichen, wie die heutige Deckungsbeitragsrechnung entstanden ist. Darauf folgend werden die Aufgaben und Ziele der Deckungsbeitragsrechnung näher beleuchtet. Abschließend wird eine Definition des Begriffs Deckungsbeitrag gegeben.

2.1 Notwendigkeit der Deckungsbeitragsrechnung

Im Bereich der Kostenrechnung wird zwischen der Vollkosten- und der Teilkostenrechnung unterschieden. Im Rahmen der Vollkostenrechnung werden alle anfallenden Kosten innerhalb eines Unternehmens erfasst und auf Kostenträger wie bspw. Produkte, Dienstleistungen oder Handelswaren verrechnet. Die Vollkostenrechnung berücksichtigt einerseits variable Kosten, welche mit der Leistungserzeugung variieren und somit von Entscheidungen der Unternehmensführung abhängen und andererseits davon losgelöste fixe Kosten.[8] Hier kann es im Controllingeinsatz zu falschen Entscheidungen kommen, da das Prinzip der verursachungsgerechten Kostenzuweisung unterbrochen wird.[9] Im Gegensatz dazu werden bei der Teilkostenrechnung die Kosten in variable und fixe Kosten unterteilt und den Kostenträgern lediglich abgegrenzte Teile der Kosten zugerechnet.[10]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Systeme der Teilkostenrechnung, in Anlehnung an Macha [2006], S. 46.

Die Teilkostenrechnung belastet für die unternehmerische Entscheidungsfindung ein Rechnungsobjekt lediglich mit dem durch das Objekt entstandenen variablen Kosten, welche den Erlösen gegenübergestellt werden. Dies wird als Deckungsbeitragsrechnung bezeichnet.[11] Die Teilkostenrechnung und die Vollkostenrechnung können in Abhängigkeit der Aufgabenstellung sowie der Blickrichtung als Ist-, Normal- oder Plankostenrechnung durchgeführt werden.[12]

2.2 Geschichte der Deckungsbeitragsrechnung

Die Wurzeln der heutigen Deckungsbeitragsrechnung reichen bis in das Jahr 1899 zurück. In diesem Jahr veröffentlichte der Wirtschaftswissenschaftler Eugen Schmalenbach ein Werk, in dem er auf die Notwendigkeit hinwies, primäre und sekundäre Kosten zu trennen.[13] Er formulierte eine Verrechnungsweise, nach der „(...) die sekundären Unkosten durch die Gewinne gedeckt werden müssten. Theoretisch richtig wäre es daher, allen Kunden nur die primären Unkosten anzurechnen, die sekundären Unkosten aber durch die Rohgewinne zu decken.“[14] Ausgehend von den USA ging nach dem ersten Weltkrieg, auf Grund der wirtschaftlichen Unsicherheit, eine internationale Planungswelle durch die Industriestaaten. Durch den intensiven Ausbau der betrieblichen Planung in den zwanziger Jahren erhielt die Kostenrechnung starke Impulse für eine Entwicklung zur Plankostenrechnung.[15] Darauf aufbauend entwickelte J. N. Harris, der als Controller der Dewey and Almy Chemical Co. in seiner Firma bereits im Jahre 1934 zum Grenzkostenprinzip überging, im Jahre 1936 ein Verfahren mit der Bezeichnung Direct Costing.[16] Dieses Verfahren spaltet die Kosten in entscheidungsrelevante (variable) und fixe Bestandteile auf, um festzustellen, ob der zu erzielende Erlös über den entscheidungsrelevanten Kosten liegt und dieser zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Erst nach dem zweiten Weltkrieg entwickelte der Unternehmensberater Hans-Georg Plaut die Grenzplankostenrechnung in Deutschland, welche gleichzusetzen ist mit dem Verfahren des Direct Costing. Dabei verband er die bis dahin unabhängigen Kostenrechnungsmethoden der Kostenlehre nach Eugen Schmalenbach sowie die in den USA entwickelte Plankostenrechnung. Die Geschichte zeigt, dass die Anfänge der Grenzplankostenrechnung in Deutschland zeitlich viel weiter zurückreichen, aber dennoch die geschlossenen Systeme der Kostenrechnung, auf Basis des amerikanischen Direct Costing, in Deutschland erst viel später entstanden.[17] Wenige Jahre nach dem Bekanntwerden der Grenzplankostenrechnung in Deutschland, entwickelten die Autoren Riebel, Hessenmüller und Böhm im Jahre 1959 ein weiteres System der Kostenrechnung.[18] Bei diesem wurden den betrieblichen Leistungen keine fixen Kosten zugerechnet und in der Erfolgsbewertung Deckungsbeiträge verwendet. Mit dem Direct Costing und der Grenzplankostenrechnung hat das Kostenrechnungssystem von Hessenmüller, Böhm und Riebel zum Einen die Zielsetzung einer entscheidungsorientierten Kostenrechnung und zum Anderen die Behandlung der fixen Kosten als Periodenkosten gemeinsam.[19] Es existieren mehrere Unterschiede beim Deckungsbeitragsbegriff. Während beim Direct Costing und der Grenzplankostenrechnung nur kostenträgerbezogene Deckungsbeiträge eine Rolle spielen, fasst Riebel (1994), den Begriff weiter und bezeichnet allgemein jeden „(...) Überschuss des Erlöses (Preises) über bestimmte Teilkosten.“[20] als Deckungsbeitrag.

2.3 Aufgaben und Ziele

Im Rahmen des Controllings ist die Deckungsbeitragsrechnung als eine moderne Form der Teilkostenrechnung zu verstehen, anhand welcher die Nachteile der Volkostenrechnung vermieden werden sollen.[21] Das Ziel der Deckungsbeitragsrechnung ist es die entscheidungsrelevanten Kosten aufzuzeigen. Als entscheidungsrelevante Kosten werden hier diejenigen Kosten verstanden, die durch eine Entscheidung in ihrer Kostenhöhe beeinflusst werden. Zusammenhängend mit der Ausweisung der entscheidungsrelevanten Kosten ist eine weitere Aufgabe der Deckungsbeitragsrechnung die den Kostenträgern verursachungsgerecht zurechenbaren Kosten von den nicht direkt zurechenbaren Kosten zu unterscheiden. Gängig ist es, die beschäftigungsabhängige Trennung der Kosten in variable und fixe Bestandteile sowie alle variablen Kosten auf die Kostenträger zu kalkulieren, wobei die Fixkosten in einem Block direkt auf die Betriebsergebnisrechnung übertragen werden.[22] Durch die Kosteinteilung in variable und fixe Kosten soll eine Optimierung absatzpolitischer Entscheidungen, der Gewinnplanung, der Erfolgsanalyse, der Kostenkontrolle und der Kostengrundlage erreicht werden.[23] In der folgenden Abbildung werden die Aufgaben der Deckungsbeitragsrechnung aufgeführt.Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Aufgaben der Deckungsbeitragsrechnung, in Anlehnung an Schmidt [2005], S. 155.

2.4 Begriffsdefinition Deckungsbeitrag

Die charakteristische Größe von Teilkostenrechnungssystemen wird durch den Deckungsbeitrag dargestellt. Die Differenz von Erlösen und variablen Kosten lässt sich als ursprüngliche Form des Deckungsbeitrags verstehen.[24] Der Deckungsbeitrag zeigt demnach den Beteiligungsumfang eines Kostenträgers am Betriebserfolg auf.[25] Er kann stückbezogen, wie auch erzeugnisbezogen betrachtet werden.

Aus der Differenz des Preises pro Stück (P) und den variablen Stückkosten (kv) ergibt sich der Stückdeckungsbeitrag (d)

- Stückdeckungsbeitrag: d=P-kv

Der Gesamt- oder Erzeugnisdeckungsbeitrag bezieht sich auf die Summe aller verkauften Erzeugnisse. Mittels der Multiplikation von Stück-Deckungsbeitrag (d) und der Gesamtabsatzmenge (x) sowie aus der Subtraktion der gesamten Erlöse eines Erzeugnisses (E) und seiner gesamten variablen Kosten (Kv) ergibt sich der Erezugnisdeckungsbeitrag (D).

- Erezugnisdeckungsbeitrag: D=d*x oder D= E-Kv

Auf der Basis des Erzeugnisdeckungsbeitrags ist es möglich Deckungsbeiträge höherer Ordnung zu ermitteln, wie bspw. Deckungsbeiträge für eine Produktgruppe, für Unternehmensbereiche sowie für das gesamte Unternehmen. Alle weiteren Deckungsbeiträge ergeben sich als Summe der Deckungsbeiträge der jeweiligen Vorstufe aufbauend auf dem Stückdeckungsbeitrag. Die Marktorientierung der Teilkostenrechnung wird mittels der hervorgehobenen Bedeutung der Deckungsbeiträge unterstrichen. Anhand der Nettoerlöse, deren Höhe durch Stückpreis und Absatzmenge bestimmt wird fließt der Absatzmarkt in die Rechnung ein. Primär durch die Höhe der Fertigungsmaterialkosten wird der Beschaffungsmarkt in der Rechnung berücksichtigt. Demnach eignet sich die Teilkostenrechnung insbesondere für die Bearbeitung marktorientierter Fragestellungen mit einer hauptsächlich kurzfristigen Perspektive.[26]

3 Ein- und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Zu Beginn dieses Kapitels werden die Prämissen der Deckungsbeitragsrechnung vorgestellt. Im Anschluss wird die einstufige sowie die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung erläutert, wie auch kritisch gewürdigt. Zum Abschluss werden die Kostenzuordnungsprinzipien aufgeführt und erklärt.

3.1 Prämissen der Deckungsbeitragsrechnung

Zur Durchführung einer Deckungsbeitragsrechnung müssen die im Folgenden aufgeführten Prämissen berücksichtigt werden,[27] welche für die Ein- und mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung gelten.

- Bis auf den Beschäftigungsgrad und die Ausbringungsmenge müssen alle Einflussgrößen konstant sein.
- Alle Kosten müssen in variable und fixe Kostenanteile in Bezug auf die Ausbringungsmenge und den Beschäftigungsgrad trennbar sein.
- Die proportionalen Kosten müssen konstant sein und sich den einzelnen Leistungseinheiten und – arten eindeutig zuordnen lassen.
- Es muss eine Unabhängigkeit der Absatzpreise von der Ausbringungsmenge vorliegen.
- Es muss eine eindeutige Zurechenbarkeit der fixen Kosten zu dem Variationsbereich und der Periode vorherrschen.

3.2 Einstufige Deckungsbeitragsrechnung

Die einstufige Deckungsbeitragsrechnung beschäftigt sich mit der internen Unternehmenssteuerung und ist mit den Begriffen Direct Costing, Proportionalkostenrechnung sowie der Grenz(plan)kostenrechnung gleich zu setzen. Der Deckungsbeitrag fungiert folglich als ein betriebliches Steuerungs- und Entscheidungsinstrument. Zur Durchführung einer einstufigen Deckungsbeitragsrechnung müssen verschiedene Voraussetzungen gewährsleitet sein.[28] Der Aufbau der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung kann als Ist-, Normal- und Plankostenrechnung erfolgen. Die Kostenrechnung kann durch die Kostenarten-, Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung durchgeführt werden.[29] Im Rahmen der Berechnung erfolgt eine notwendige Trennung der Kosten in variable und fixe Bestandteile.[30] Aufgrund dieser Trennung ist die Deckungsbeitragsrechnung in der Lage entscheidungsrelevante Informationen in Bezug auf die Produktion und den Absatz zu liefern.[31] Im ersten Schritt der Deckungsbeitragsermittlung werden die variablen Kosten auf einen oder mehrere Kostenträger verrechnet. Inwiefern ein Kostenträger zum Erfolg eines Unternehmens beiträgt kann auf Basis des Umfangs der Fixkostendeckung durch den Kostenträger ermittelt werden. Dieser Umfang kann mittels der Verrechnung mit den Nettoerlösen festgestellt werden.[32] Wie bereits im Kapitel 2.1 geschildert errechnet sich der Stückdeckungsbeitrag, durch die Subtraktion der Stückkosten vom Verkaufspreis.[33] Durch die Subtraktion der fixen Kosten als Fixkostenblock vom Deckungsbeitrag ergibt sich das gesuchte Betriebsergebnis.[34] In der folgenden Abbildung wird die Ermittlung des Betriebsergebnisses ausgehend von den Umsatzerlösen gemäß der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung aufgezeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Kalkulationsschema der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung, in Anlehnung an Däumler [1999], S. 424.

Im Rahmen der einstufigen Deckungsbeitragsberechnung werden lediglich die variablen und nicht die vollen Selbstkosten von den Umsatzerlösen abgezogen, was wiederum dazu führt, dass das Betriebsergebnis nicht für die einzelnen Erzeugnisse ausweisbar ist. Es wird keine Differenzierung der Fixkosten vorgenommen. Die Fixkosten werden folglich in einem Betrag von dem Gesamtdeckungsbeitrag des Unternehmens abgezogen. Aufgrund dessen, dass sich Fixkosten nicht kurzfristig beeinflussen lassen sind sie für kurzfristige Entscheidungen irrelevant und bringen gemäß dieser ansichtsweise keinen Informationsverlust mit sich.[35] Anhand der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung können Entscheidungen bezüglich der Annahme eines Zusatzauftrags getroffen werden, für die Annahme eines Solchen gilt der Grundsatz, dass die variablen Kosten durch den Zusatzauftrag gedeckt sein müssen.[36]

3.2.1 Kritische Würdigung

Die einstufige Deckungsbeitragsrechnung ermöglicht es einem Unternehmen durch die Ausweisung der produktspezifischen Deckungsbeiträge und der Kostenspaltung wichtige Informationen für die kurzfristige Erfolgsrechnung zu erhalten. Hinsichtlich genauerer Kosteninformationen versagt die einstufige Deckungsbeitragsrechnung jedoch. Sie bietet eine leichte Durchführbarkeit, da eine genaue Kostenaufschlüsselung entfällt und eine Zurechnung der Gemeinkosten auf die Kostenträger ausbleibt. Die kurzfristige Preisbildung für Produkte, die Preis- und Kostenkontrolle wie auch die Sortimentsgestaltung werden durch die Ermittlung eines Deckungsbeitrags auf Basis der variablen Kosten erheblich erleichtert.[37] Nachteile der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung ergeben sich primär aus den angenommenen Prämissen, die zwar einerseits eine vereinfachte Darstellung der unternehmerischen Zusammenhänge ermöglichen, jedoch andererseits zu stark von der von Realität abstrahieren. Demnach müssen bspw. bei einer Änderung der Ausbringungsmenge die Auswirkungen auf Preise und variable Kosten genauer analysiert werden. Zur Vermeidung betrieblicher Fehlentscheidungen werden für eine genauere und weitaus detailliertere Kostenerfassung Zusatzrechnungen erforderlich. Der Produktdeckungsbeitrag, welcher im Rahmen der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung ermittelt wurde könnte bspw. dazu verleiten zu niedrige Preise für die Produkte anzusetzen, obgleich im Unternehmen langfristig gesehen nicht lediglich die variablen, sondern auch die fixen Kosten gedeckt sein müssen.[38] Die Aufteilung in Deckungsbeiträge und in fixe Kosten ermöglicht keine Ermittlung der Erzeugnisgewinne.[39]

3.3 Mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung

Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung ist als eine Erweiterung der einstufigen Deckungsbeitragsrechnung zu verstehen und ist ein Instrument der Teilkostenrechnung.[40] Sie dient der Gewinnung möglichst relevanter Kosteninformationen zur Unterstützung unternehmerischer Entscheidungen in einem Mehrproduktunternehmen, bei welchem die Fixkosten einen Großteil der Gesamtkosten repräsentieren. Ebenso wie die einstufige Deckungsbeitragsrechnung werden im Rahmen der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung die Gesamtkosten in variable und fixe Bestandteile aufgelöst. Die variablen Kosten werden als Kostenelemente aufgefasst, die den Kostenträgern direkt zurechenbar sind, welche in die Kalkulation, Preisbildung und Erfolgsrechnung eingehen. Insbesondere werden im Gegensatz zur einstufigen Deckungsbeitragsrechnung die Fixkosten individuell betrachtet und aufgegliedert und nicht als einheitlicher Block behandelt.[41] Im Rahmen der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung werden die Fixkosten in verschiedene Gruppen gegliedert, die innerhalb der Periodenerfolgsrechnung jeweils an der Stelle an der sie verursachungsgerecht eingeordnet werden können in die Kostenträgerrechnung einbezogen werden. Im Folgenden werden die vier verschiedenen Fixkostengruppen aufgeführt.[42]

- Erzeugnisfixkosten: Problemlose Zuordnung der Kosten zu einem Produkt bzw. einem Erzeugnis, wie bspw. die Abschreibungen einer Maschine, die lediglich für die Produktion eines spezifischen Erzeugnisses eingesetzt wird.
- Erzeugnisgruppenfixkosten: Unter Erzeugnisgruppenfixkosten werden die Kosten verstanden, die für eine bestimmte Gruppe von Produkten bzw. Erzeugnissen anfallen, wie bspw. die Fixkosten einer Produktionshalle, in welcher ausschließlich Produkte einer bestimmten Erzeugnisgruppe produziert werden.
- Bereichsfixkosten: Die Bereichsfixkosten sind Kosten, die nur einem Kostenbereich zugeordnet werden können, welcher wiederum aus mehreren Kostenstellen bestehen kann wie bspw. die fixen Kosten von Vertriebsabteilungen, welche eine Vertriebsverantwortlichkeit für mehrere Erzeugnisgruppen innehaben.
- Unternehmensfixkosten: Kosten, die ausschließlich für das Unternehmen als Ganzes erfasst werden können und pauschal in das Betriebsergebnis verrechnet werden, wie bspw. der Gehälter der Unternehmensführung

In der folgenden Abbildung wird die Ermittlung des Betriebsergebnisses ausgehend von den Umsatzerlösen aufgezeigt gemäß der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Kalkulationsschema der mehrstufigen Deckungsbetragsrechnung, in Anlehnung an Däumler [1999], S. 426.

Die fixen Kosten sollen gemäß dem Prinzip der Produktbezogenheit gegliedert werden. Folglich sollen jeder Produktgruppe die Produkte zugeordnet werden, die sie tatsächlich in Anspruch nehmen.[43] Im Anschluss an die Gliederung der fixen Kosten müssen diese so weit wie möglich im unteren Bereich der Hierarchieebenen gemäß dem Verursachungsprinzip, welches im Folgenden Kapitel. 3.4 näher erläutert wird zugeordnet werden. Da die Deckung der fixen Kosten stufenweise erfolgt kann für jede einzelne Ebene ein eigener Deckungsbeitrag ausgewiesen werden.[44]

3.3.1 Kritische Würdigung

Die Ermittlung des realisierten oder des geplanten Erfolges ist das primäre Ziel der mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung. Um Fehlentscheidungen vorzubeugen empfiehlt es sich langfristige Entscheidungen über tiefergehende Analysen zu stützen.[45] Es wird eine leichte Kontrollfunktion insbesondere für die kurzfristig abbaubaren Fixkosten durch die Aufteilung in variable und fixe Kostenbestandteile ermöglicht. Des Weiteren wird eine Erleichterung bezüglich der Sonderrechnungen für die bilanzielle Bestandsbewertung der Herstellungskosten nach §255 HGB Abs. 2 erleichtert.[46] Die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung bietet eine Verbesserung des Einblicks in die Produktionsstruktur, dies liegt darin begründet, dass über die Ausweisung der Deckungsbeiträge für jedes Produkt oder jede Produktgruppe der Anteil, der zur Fixkostendeckung oder zu einer Steigerung bzw. Minderung des Gewinns beiträgt, ermittelt werden kann. Dies wiederum ermöglicht spezifischere Entscheidungsmöglichkeiten in Bezug auf den Absatz, die Produktion und potenzielle Investitionen. Anhand des Deckungsbeitrags ist eine Erkennung der förderungswürdigen Produkte sowie der Bereiche in denen eine Stilllegung oder eine Expansionsinvestition sinnvoll wäre möglich.[47] Wenn ein Produktionsprogramm kurzfristig umgestellt wird kann die Eliminierung von Produkten bzw. Produktgruppen negativen Einfluss auf andere Produkte haben. Sofern die eliminierten Produkte bzw. Produktgruppen zur Fixkostendeckung beigetragen haben müssen künftig andere Produkte diese Kosten tragen, dies könnte dann zu einer gegenteiligen Entwicklung des gewünschten Periodenerlöses führen.[48] Ein exaktes Entsprechen des Verursachungsprinzips bei der Verteilung der fixen Kosten ist nicht möglich. Es fallen allein durch die Bereitstellung von Produktionskapazitäten fixe Kosten an. Eine direkte Zurechnung der fixen Kosten ist zweifelhaft, aufgrund einer ausbleibenden Kostenschlüsselung und der damit verbundenen Verwendung von Durchschnittswerten.[49]

3.4 Kostenzurechnungsprinzipien

Gemäß der Definition des wertmäßigen Kostenbegriffs ist die Kostenentstehung an den Verzehr von Produktionsfaktoren gebunden. Die Frage nach der Art der Zuordnung der Kosten auf Zuordnungsobjekte (Zurechnungsobjekte) ist neben der Kostenentstehung von besonderer Bedeutung. Sämtliche Träger entscheidungsrelevanter Kosteninformationen wie bspw. Geschäftsprozesse, Kundenleistungen (Produkte bzw. Produkthierarchien), innerbetriebliche Leistungen, Organisationseinheiten (Kostenstellenhierarchien, Abrechnungskreise, Projekte) gelten grundsätzlich als Zurechnungsobjekte. Das Kostenniveau und die Kostenstruktur werden maßgeblich durch die Vorgehensweise der Kostenrechnung beeinflusst.[50] Für den weiteren Gang der Arbeit werden das Verursachungsprinzip, das Einwirkungsprinzip und das Beanspruchungsprinzip benötigt. Im Folgenden werden diese drei Prinzipien dargestellt und anschließend näher beleuchtet:[51]

- Das Verursachungsprinzip: Gemäß dem Verursachungsprinzip, welches auch Kausalprinzip genannt wird findet die Zurechnung von Kosten zu einem Bezugsobjekt immer dann statt, wenn der den Kosten zugrundeliegende Güterverbrauch einzig und allein durch die Herstellung des Bezugsobjektes hervorgerufen wurde sowie wenn ein bestimmter Güterverbrauch beim Verzicht auf die Herstellung eines Bezugsobjektes vermieden wird. Der durch den Verzicht der Herstellung eines Bezugsobjektes vermiedene bestimmte Güteverbrauch ist die Basis der Kosten, welche allein durch die Herstellung des betrachteten Bezugsobjektes hervorgerufen werden. Darauf basierend kann das jeweilige Bezugsobjekt als Ursache der Kostenentstehung verstanden werden. Weitergehend führt der durch einen Anstieg des Outputs ausgelöste zusätzliche Ressourcenverzehr zu einer Zunahme der zugerechneten Kosten, die in einer Periode betrachtet wurden. Es besteht zwischen der Entscheidung ein Bezugsobjekt herzustellen und den aus dieser Entscheidung resultierenden Kosten eine Ursache-Wirkungs-Kette. Es werden nach dem Verursachungsprinzip lediglich die von dem jeweiligen Bezugsobjekt allein abhängigen Kosten zugrechnet. Da Bezugsobjekte und Kostenentstehung funktional verbundene Wirkungen von Entscheidungen sind wird dieses Prinzip auch Funktionalitätsprinzip genannt. Ebenfalls wird es als Relevanzprinzip bezeichnet, da die vom jeweiligen Bezugsobjekt abhängigen Kosten entscheidungsrelevant bzw. kontrollrelevant sind.

- Das Einwirkungsprinzip: Im Rahmen des Einwirkungsprinzips, welches auch Finalprinzip genannt wird basiert die Kostenzurechnung auf der Feststellung, ob ein bestimmter Güterverbrauch herstellungsnotwendig für das Bezugsobjekt ist bzw. war, es wird folglich geprüft, ob bei einem Verzicht des Güterverbrauchs das betrachtete Bezugsobjekt nicht hergestellt werden kann. Liegt dieses Szenario vor, kann die Abhängigkeit der Existenz eines Bezugsobjektes von der Einwirkung des Güterverbrauchs begründet werden. Alle zurechenbaren Kosten nach dem Verursachungsprinzip lassen sich auch nach dem Einwirkungsprinzip zurechnen. Die zurechenbaren Kosten des Einwirkungsprinzips sind jedoch nicht stets nach dem Verursachungsprinzip zurechenbar. Folglich bietet das Kosteneinwirkungsprinzip eine schwächere Rechtfertigung für die Kostenzurechnung als das Verursachungsprinzip. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem gesamten Output dem gesamten Ressourcenverzehr und den gesamten Kosten insofern besteht, als dass ein Wegfall der betrachteten Kostenart den Ressourcenverzehr und die damit verbundene Outputerstellung in ihrer Gesamtheit unmöglich machen würde für die Kostenarten, welche gemäß dem Einwirkungsprinzip zugerechnet werden können.

- Das Beanspruchungsprinzip: Gemäß dem Beanspruchungsprinzip werden einem Bezugsobjekt Kosten für diejenigen Produktionsfaktoren, welche es in Anspruch genommen hat zugerechnet. Im Zuge dessen findet ebenfalls eine Zurechnung von fixen Kostenbestandteilen, für die ein funktionales Verhältnis zwischen Kostenzurechnung und dem Bezugsobjekt besteht, statt. In der Prozesskostenrechnung gilt das Beanspruchungsprinzip als grundlegendes Kostenzurechnungsprinzip. Des Weiteren bringt ein Anstieg des Outputs einen zusätzlichen Ressourcenverzehr mit sich.

Die Wahl eines allgemeineren Zurechnungsprinzips ermöglicht die Aufnahme mehrerer Kostenarten in die Kostenrechnung im Gegensatz zu einer engeren Wahl. Bei der Kostenverrechnung gemäß dem Einwirkungsprinzip im Rahmen der eigentlichen Kostenverrechnung muss auf willkürliche Schlüssel wie die Durchschnittsbildung bzw. die Tragfähigkeit zurückgegriffen werden, dies liegt darin begründet, dass kein produktionstheoretischer Zusammenhang zwischen der Kostenverursachung und der Outputerstellung gegeben ist. Jedoch sind diese produktionstheoretischen Zusammenhänge bei dem Beanspruchungsprinzip und dem Verursachungsprinzip vorhanden. Es liegen jeweils proportionale Zusammenhänge aufgrund der Linearitätsannahme vor, sodass mittels dieser die Kostenrechnung erfolgen kann. Die in der Prozesskostenrechnung vorgenommene Kosteneinteilung erfolgt in prozessmengeninduzierte und prozessmengenneutrale Kosten gemäß dem Beanspruchungsprinzip. Die Grenzplankostenrechnung nimmt im Gegensatz dazu gemäß dem Verursachungsprinzip eine Trennung in variable und fixe Kosten vor.[52] Die gemäß dem Beanspruchungsprinzip zurechenbaren Kosten stellen die operativ kalkulationsrelevanten Kosten dar, während die gemäß dem Verursachungsprinzip zurechenbaren variablen Kosten die operativ entscheidungsrelevanten Kosten darstellen.[53] Mittels der gemäß dem Beanspruchungsprinzip zurechenbaren Kosten ist es möglich Nutz- und Leerkostenanalysen im Rahmen einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung durchzuführen um mit Hilfe dieser Impulse für strategische Entscheidungen, wie bspw. Kapazitätsanpassungen zu erhalten.[54] Zur Unterscheidung der Grenzkostenplanrechnung und der Prozesskostenrechnung vertritt Lengsfeld die Meinung, dass „(...) sofern beiden Kostenrechnungssystemen identische Mengenstrukturdaten zur Verfügung stehen, unterscheiden sich eine Grenzplankostenrechnung mit mehreren Bezugsgrößen je Kostenstelle und eine Prozesskostenrechnung mit mehreren Teilprozessen je Kostenstelle modelltheoretisch nicht dadurch, wie sie etwas abbilden, sondern was sie abbilden.“[55]

4 Praktische Anwendungsbereiche

Innerhalb dieses Kapitels wird zunächst die Aufgabenstellungen des Anwendungsbereichs I aufgeführt. Anschließend wird diese im Rahmen des Unterkapitels Lösungsweg bearbeitet bzw. gelöst. Im nächsten Schritt folgt die Aufführung des Anwendungsbereichs II sowie dessen Bearbeitung bzw. Lösung im Rahmen des untergeordneten Kapitels Lösungsweg.

4.1 Anwendungsbereich I

Innerhalb des Kapitels Anwendungsbereich I wird im ersten Schritt die Aufgabenstellung Deckungsbeitragsrechnung Frage 1 abgebildet. Im darauffolgenden Schritt wird diese bearbeitet, bzw. gelöst. Im Zuge der Bearbeitung bzw. Lösung werden Begründungen für die Vorgehensweise und die Rechnungswege bezüglich der Ergebnisermittlung gegeben.

4.1.1 Aufgabenstellung

Deckungsbeitragsrechnung Frage 1:

Ein Sportartikelhersteller besteht aus den Unternehmensbereichen Fußball- und Laufbedarf. Der Bereich Fußball stellt die Produktgruppen Bälle mit den Produkt- arten 1, 2 und 3 und Schuhe (Produktarten 4 und 5) her. Der Bereich Laufschuhe besteht aus den beiden Produktgruppen Accessoires (Produktart 6 und 7, werden nicht selbst hergestellt) und Textilien (Produktart 8 und 9, beide Produkte werden selbst gefertigt).

Die in der kommenden Periode von jeder Produktart geplante Absatzmenge entspricht der geplanten produzierten Menge:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Fertigung des Unternehmensbereichs Fußballbedarf besteht aus den Kostenstellen 1 bis 3, wobei in KS 1 die Produkte 1 und 2 und in KS 2 Produkt 3 hergestellt wird. In der Kostenstelle KS 3 werden die Produkte 4 und 5 gefertigt. Die insgesamt in diesen Kostenstellen für die nächste Periode geplanten Kosten (in €) ergeben sich wie folgt:

Plan-Gemeinkosten Fußballbereich:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dabei fallen in KS 1 die zeitabhängigen Abschreibungskosten nur für Produkt 1 an, während die nutzungsabhängigen Abschreibungskosten in Höhe von 0,5 € pro Fertigungsminute sowie die restlichen variablen Kosten dieser Kostenstelle gemäß der Bezugsgröße Fertigungszeit den Produkten 1 und 2 zugerechnet werden.

Auch in der KS 3 werden die restlichen variablen Kosten nach der geplanten Stückfertigungszeit den beiden Produ.ktarten zugerechnet. Die Planstückfertigungszeiten (in Minuten) betragen für P1 15, P2 10, P 3 5, P4 6 und P5 4.Für den Vertrieb der im Unternehmensbereich Fußball herstellten Produkte ist Vertriebsstelle KS 4 zuständig. Die dort geplanten (fixen) Kosten betragen 300.000 Euro.

Bei den Produkten der Produktgruppe Accessoires des Unternehmensbereichs Laufbedarf handelt es sich um fremdbezogene Waren, die keinem Fertigungsprozess unterliegen. Allerdings sind diesen Produktarten die geplanten (fixen) Kosten der Kostenstelle Warenlager (KS 5) in Höhe von 400.000 Euro zuzurechnen. Die Produktgruppe Textilien wird in den beiden Kostenstellen KS 6 und KS 7 mit folgenden Plankosten gefertigt:

[...]


[1] Vgl. Korndörfer, [2003], S. 59.

[2] Vgl. Haunerdinger/Probst [2006], S. 78

[3] Vgl. Hilleke, [2011], S. 224.

Vgl. Wildemann, [1992], S. 13f.

[4] Vgl. Weber, [1990], S. 2f.

[5] Vgl. Koch [2011], S. 1.

[6] Vgl. Macha, [2006], S. 7.

[7] Vgl. Kilger/Pampel/Vikas [2007], S. 76.

[8] Vgl. Däumler/Grabe [1994], S. 11.

[9] Vgl. Riedel [1996], S. 208.

[10] Vgl. Däumler/Grabe [1994], S. 11.

[11] Vgl. Däumler/Grabe [1994], S. 11.

[12] Vgl. Gebel/Wassmann [2004], S. 59.

[13] Vgl. Moews (1969) S. 20.

[14] Schmalenbach (1928) S. 9.

[15] Vgl. Kilger (1993) S. 58.

[16] Vgl. Kilger (1993) S. 64.

[17] Vgl. Kilger/Pampel/Vikas (2007) S. 77.

[18] Vgl. Riebel (1994) S. 386.

[19] Vgl. Kilger/Pampel/Vikas (2007) S. 82.

[20] Kilger/Pampel/Vikas (2007) S. 82.

[21] Vgl. Wolf [2005], S. 7 ff.

[22] Vgl. Schmidt [2005], S. 154. f.

[23] Vgl. Olfert [1987.], S. 261.

[24] Vgl. Joos [2014], S. 232.

[25] Vgl. Dyck [2009], S. 6.

[26] Vgl. Joos [2014], S. 232.

[27] Vgl. Riebel [1985], S. 362.

[28] Vgl. Mumm [2008], S. 284.

[29] Vgl. Götze [2004], S. 150.

[30] Vgl, Joos [2014], S. 232.

[31] Vgl. Thoms/Böing [o. J.], o. S.

[32] Vgl. Koch [2011], S. 9.

[33] Vgl. Kapitel 2.1 Der Deckungsbeitrag.

[34] Vgl. Koch [2011], S. 9.

[35] Vgl. Joos [2014], S. 233.

[36] Vgl. Rudorfer [2005], S. 169.

[37] Vgl. Olfert [1987], S. 273.

[38] Vgl. Riebel [1985], S. 366 ff.

[39] Vgl. Frobeen [2000], S. 9.

[40] Vgl. Däumler [1999], S. 422.

Vgl. Deitermann/Schmolke/Rückwart [2004], S. 453.

[41] Vgl. Wolf [2005], S. 38 ff.

[42] Vgl. Kilger/Pampel/Vikas [2002], S. 77 f.

Vgl, Wöhe/Döring [2002], S. 1132.

[43] Vgl. Mellerowicz [1972], S. 137.

[44] Vgl. Heike [1998], S. 66 ff.

Vgl. Kilger [1976], S. 417.

[45] Vgl. Schweitzer/Küpper [1998], S. 436.

[46] Vgl. Olfert, [1987], S. 286.

[47] Vgl. Schweitzer/Küpper [1998], S. 436.

Vgl. Eisele [1985], S. 540.

[48] Vgl. Eisele [1985], S. 540.

[49] Vgl. Olfert, [1987], S.268.

[50] Vgl. Bramsemann [2005], S. 20.

[51] Vgl. Schiller/Lengsfeld [1998], S. 527f.

Vgl. Kloock [1993a], S. 185ff.

Vgl. Kloock [1993b], S. 56f.

Vgl. Küting/Weber [1995], S. 1058ff.

Vgl. Schweitzer/Küpper [1995], S. 87 ff.

Vgl. Wirtschaftslexikon24 [o. J.a], o. S.

Vgl. Wirtschaftslexikon24 [o. J.b], o. S.

[52] Vgl. Lengsfeld [1999], S. 5.

[53] Vgl. Kloock [1993a], S. 188 ff. und 193 ff.

Vgl. Kloock [1993b], S. 55 ff.

[54] Vgl. Dierkes [1998], S. 88.

[55] Lengsfeld [1999], S. 6 f.

Details

Seiten
48
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668401792
ISBN (Buch)
9783668401808
Dateigröße
1.3 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v353884
Institution / Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Note
1,7
Schlagworte
Kostenrechnung Controlling Deckungsbeitragsrechnung

Autor

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