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Gruppentraining und Wirbelsäulengymnastik. Besuch einer Kursstunde, Phasenverlauf, Kursleiterverhalten, Kursplananalyse, Planung einer Kursstunde

Einsendeaufgabe 2016 19 Seiten

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 BESUCH EINER KURSEINHEIT
1.1 Phasenverlauf des besuchten Kurses

2 EXTERNE BEDINGUNGEN EINER KURSEINHEIT

3 KURSPLANANALYSE

4 PLANUNG EINER WIRBELSÄULENGYMNASTIK

5 LITERATURVERZEICHNIS

6 ABBILDUNGS- UND TABELLENVERZEICHNIS
6.1 Tabellenverzeichnis
6.2 Abbildungsverzeichnis

1 Besuch einer Kurseinheit

1.1 Phasenverlauf des besuchten Kurses

Rahmenbedingen des besuchten Kurses:

Bezeichnung: Indoor Cycling (ausdauerorientierter Kurs) Dauer: 45 Minuten

Dienstags um 19:00 besuchte ich in meinem Ausbildungsbetrieb den Kurs „Indoor Cycling“. Ich hatte mich bereits im Voraus in die Kursliste eingetragen, welche gewährleisten soll, dass maximal 10 Teilnehmer am Kurs teilnehmen können. Als ich den Kursraum betrat, stellten die ersten Teilnehmer schon ihre Fahrräder ein. Die Alter- spanne der 10 Teilnehmer lag bei 20 bis 35. Der Kursleiter betrat etwa 15 Minuten vor Kursbeginn den Raum und begrüßte alle Teilnehmer. Er half mir und zwei weiteren Teilnehmern bei der Einstellung von Lenker und Sattel, da er uns sofort als Neulinge identifizieren konnte. Außerdem erklärte er die jeweils gewählten Einstellungen sehr de- tailliert, so dass es mir zukünftig ebenfalls möglich ist das Fahrrad individuell einzustel- len.

Des Weiteren erhielten wir Sicherheitshinweise, bezüglich der Notbremse und des Starr- laufs. Zusätzlich wurde die Wichtigkeit von ausreichender Flüssigkeitszufuhr während und nach der Stunde betont. Nachdem alle Räder korrekt eingestellt waren, begab sich der Kursleiter zu seinem eigenen Fahrrad, stellte sich vor und begrüßte nun die gesam- ten Kursteilnehmer. Er erläuterte den Schwerpunkt der Stunde nämlich eine Bergtour, bei der größtenteils mit einem hohen Tretwiderstand und einer sehr niedrigen Trittfre- quenz gefahren wird. Zudem gab er den Teilnehmern noch motivierende Worte zum Be- ginn der Stunde mit.

Daraufhin startete das Warm-Up, welches sich jedoch nicht in ein allgemeines und spe- zielles unterteilen ließ. Es wurde zu Beginn lediglich mit einer niedrigen Intensität ge- fahren und generell gab es im gesamten Warm-Up keine signifikanten Veränderungen von Intensität oder Widerstand. Da das Fahrrad das einzige Trainingsgerät in dieser Art von Kursen darstellt, ist die Möglichkeit zur Unterteilung des Warm-Ups meines Erach- tens sehr begrenzt. Im Hauptteil kam es, wie bereits angekündigt, zu einer Tour durch die Berge. Die Geschwindigkeit und der Widerstand variierten häufig, was den Haupt- teil sowohl anspruchsvoll als auch sehr abwechslungsreich machte. Zudem erläuterte der Kursleiter unterschiedliche Griffpositionen am Lenker und es wurden Oberkörper und Armbewegungen mit eingebunden. Trotzdem war eine lineare Steigerung nicht er- kennbar. Eine Layering oder Add-On-Methode war ebenfalls nicht vorhanden, was sich dadurch erklären lässt, dass die Bewegungsmöglichkeiten auf einem Spinning Bike sehr eingeschränkt sind.

Am Schluss der Stunde, kam es zu einem Cool-Down, welches in zwei Phasen aufgeteilt wurde. Der erste Teil beinhaltete sehr sanftes und langsames Radfahren mit sehr geringem Widerstand welches von ruhiger Musik begleitet wurde.

Im weiteren Teil wurde die Muskulatur gelockert, gedehnt und entspannt. Dies erfolgte zuerst durch Dehnübungen auf dem Fahrrad und danach durch Dehnungen im Stehen neben dem Fahrrad.

Nach Beendigung des Cool-down verabschiedete sich der Kursleiter von den Teilnehmern und lobte die gesamte Gruppe für deren Einsatz und Durchhaltevermögen. Außerdem wies er auf eine weitere Aktivität des Studios hin: ein Seminar über Beweglichkeitstraining am Wochenende, bei dem es noch freie Plätze gäbe.

Feedback und Anregungen der Teilnehmer nahm er jedoch nicht mehr entgegen, da er relativ zügig den Kursraum verließ. Gründe dafür könnten sein, dass er sich auf einen weiteren Kurs vorbereiten musste oder noch andere Funktionen als die des Kursleisters hat.

Zusammengefasst ließ sich der Phasenverlauf des Indoor Cycling Kurses gut erkennen. Die Einleitung beinhaltete eine Begrüßung und ein Warm-Up. Ein Kritikpunkt ist die fehlende Unterteilung in ein allgemeines und spezielles Warm-Up. Jedoch ist diese Auf- teilung aufgrund des Fahrrads als einziges Trainingsgerät nur schwer umsetzbar sein. Es gab einen ausdauerorientierten Hauptteil gefolgt von einem Cool-Down I und Cool- Down II. Abschließend kam es zu einer Verabschiedung, bei der sich als Kritikpunkt die fehlende Entgegennahme von Anregungen der Teilnehmern nennen lässt.

Was ich ebenfalls vermisst habe, war die Verwendung einer Pulsuhr. Anhand der angezeigten Daten hätte der Kursleiter genauere Anweisungen bezüglich der Trainingsintensität an die Teilnehmer geben können.

1.2 Motorisch Fähigkeiten im besuchten Kurs

Im Kurs Indoor Cycling wurden die motorischen Fähigkeiten Ausdauer und Koordination beansprucht.

„Ausdauer ist die Fähigkeit, physisch und psychisch lange einer Belastung zu widerstehen, deren Intensität und Dauer letztendlich zu einer unüberwindbaren (manifesten) Ermüdung (= Leistungseinbuße) führt, und/oder sich nach physischen und psychischen Belastungen rasch zu regenerieren“ (Zintl, 1997, S.28).

Die gesamte Kursstunde über waren alle Teilnehmer durchgehend in Bewegung und mussten somit über einen längeren Zeitraum einer Belastung standhalten. Durch diese kontinuierliche und langanhaltende Belastung wurde die aerobe Ausdauer (sauerstoffabhängig) trainiert, während die anaerobe Ausdauer (sauerstoffunabhängig) beispielsweise bei Sprints trainiert wurde.

„Aus neuromuskulärer Sicht bezeichnet Koordination das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufes“ (Hollmann & Hettinger, 1990, S.143).

Die motorische Fähigkeit Koordination wurde ebenfalls beansprucht. Die Teilnehmer sollten während des Fahrens verschiedene Griffpositionen am Lenker einnehmen. So wechselte zum Beispiel die linke und rechte Hand abwechselnd die Griffposition am Lenker. Des weiteren wurde während des Fahrens Oberkörperbewegungen mit einbezo- gen.

1.3 Betrachtung des Kursleiterverhaltens

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Betrachtung des Kursleiterverhaltens (eigene Darstellung)

2 Externe Bedingungen einer Kurseinheit

Bevor man eine Kursstunde plant, sollten vorerst die Rahmenbedienungen, die Zielgruppe und die Zielsetzung bekannt sein.

Zu den Rahmenbedingungen gehören die Räumlichkeiten, die Ausstattung sowie das Klima und die Tageszeit.

Die Kursinhalte sollten auf die Räumlichkeit abgestimmt werden. Zum Beispiel sollte bei einem Zumba Kurs, bei dem großflächige Bewegungen ausgeübt werden, ein großer Raum zur Verfügung stehen, denn diese lassen sich zum Beispiel nur schwer in einem kleinen Kursraum mit Säulen durchführen.

Auch sollte die Teilnehmerzahl auf die Größe des Raumes abgestimmt sein, da es sonst sehr eng wird und durch bestimmte Bewegungen, bei denen beispielsweise die Füße oder Arme zur Seite abgespreizt werden, es zu Behinderungen zwischen den Kursteilnehmer untereinander kommen kann.

Um eine Kurseinheit erfolgreich zu planen, muss ebenfalls die Ausstattung bekannt sein.

So kann beispielsweise kein Langehantelkurs geplant werden, ohne dass nicht geprüft worden ist, ob Langhanteln vorhanden sind. Es ist auch wichtig die genau Anzahl der Kleingeräte und Hilfsmittel zu kennen. Falls zum Beispiel nicht genug Matten bei einer Yogastunde vorhanden sind kann dies ebenfalls zu Komplikationen führen. Auch das Klima und die Tageszeit hat Einfluss auf die Kursplanung. Viele Kursteilnehmer sind sehr wetterfühlig. Das heißt, dass sich beispielsweise extreme Kälte oder Hitze negativ auf ihre Leistungsfähigkeit auswirkt.

Manche Teilnehmer sind früh am Morgen nicht besonders leistungsfähig, während zum Beispiel Teilnehmer mit einem anstrengenden Beruf nicht mehr in der Lage sind abends nach der Arbeit anspruchsvolle Schrittkombinationen durchzuführen. Nun sollte zur geplanten Kureinheit eine Zielgruppe definiert werden. Dazu gehört die Gruppengröße, das Alter, das Geschlecht und das Leistungslevel der Teilnehmer.

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Details

Seiten
19
Jahr
2016
ISBN (eBook)
9783668408029
Dateigröße
537 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v354469
Institution / Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Note
0,8
Schlagworte
Kurseinheit Phasenverlauf Gruppentraining Gruppentraining 1 Motorische Fähigkeiten Kursleiterverhalten Externe Bedingungen Kursplananalyse Planung einer Wirbelsäulengymnastik Planung Wirbelsäulengymnastik Stundenplanung Dhfpg Hausarbeit

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